History
34 years ago today: The expulsion of the Bulgarian Turks

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by Kemal Bölge 34 years ago, on May 24, 1989, began the mass exodus of about 350,000 Bulgarian Turks, victims of a forced assimilation policy of the communist regime under Todor Zhivkov from 1984-1985. About 800,000 ethnic Turks were forced at that time to give up their Turkish names and adopt Christian Slavic names. Among them was the Olympic weightlifting champion Naim Süleymanoglu, who has died in 2017 at the age of just 50. Restrictions began as early as the 1960s, when Turkish language instruction was suspended in state schools in 1964 and the Faculty of Turkish Philology at Sofia University was forced to cease operations in 1974. At that time, under martial law, the communist rulers sent heavily armed army and police units to southern Bulgaria, where the majority of the Turkish minority lived, to force the residents to adopt Bulgarian names, provide them with new identity cards, and discard their Islamic faith. The use of the Turkish language in public was banned, and previously valid minority rights were abolished. The Turkish minority resisted the policy of ethnic cleansing with protests against the Todor Zhivkov government. Numerous demonstrators were arrested, imprisoned and tortured. Clashes with Bulgarian security forces reportedly killed 40 demonstrators. Many of the Turkish victims of the Bulgarization campaign could stand it no longer and in May 1989 thousands of Bulgarian Turks made their way to Turkey. By rail, on trucks, buses, cars and tractors, many of these desperate people fled to the neighboring country of their ancestors, which gave them refuge. The communist-imposed laws on forced assimilation were later reversed, and in 2012 the Bulgarian parliament adopted a declaration condemning forced assimilation and calling the mass exodus of Bulgarian Turks ethnic cleansing.

Geschichte
Heute vor 34 Jahren: Die Vertreibung der bulgarischen Türken

von Kemal Bölge

Vor 34 Jahren, am 24. Mai 1989, begann der Massenexodus von zirka 350.000 bulgarischen Türken, die von 1984-1985 Opfer einer zwangsweisen Assimilierungspolitik des kommunistischen Regimes unter Todor Schiwkow wurden. Etwa 800.000 ethnische Türken wurden seinerzeit gezwungen, ihre türkischen Namen aufzugeben und christlich-slawische Namen anzunehmen. Hierzu zählte auch der rmittlerweile verstobene Olympiasieger im Gewichtheben Naim Süleymanoglu.

Die Restriktionen begannen bereits in den 60er-Jahren, als 1964 der Türkischunterricht an den staatlichen Schulen ausgesetzt und 1974 die Fakultät für türkische Philologie an der Universität von Sofia ihren Betrieb aufgeben musste.

Die kommunistischen Machthaber entsandten damals unter Kriegsrecht schwer bewaffnete Armee- und Polizeieinheiten nach Südbulgarien, wo die Mehrheit der türkischen Minderheit lebte, um die Bewohner zu zwingen, bulgarische Namen anzunehmen, mit neuen Personalausweisen auszustatten und ihren islamischen Glauben abzulegen.

Der Gebrauch der türkischen Sprache in der Öffentlichkeit wurde verboten sowie bisher gültige Minderheitenrechte abgeschafft. Die türkische Minderheit wehrte sich gegen die Politik der ethnischen Säuberungen mit Protesten gegen die Todor Schiwkow-Regierung. Zahlreiche Demonstranten wurden festgenommen, ins Gefängnis gesteckt und gefoltert. Bei Zusammenstößen mit bulgarischen Sicherheitskräften sollen 40 Demonstranten getötet worden sein.

Viele der türkischen Opfer der Bulgarisierungskampagne hielten es nicht mehr aus und im Mai 1989 machten sich Tausende von bulgarischen Türken auf den Weg in die Türkei. Mit der Eisenbahn, auf Lastwagen, Bussen, Pkws und Traktoren flohen viele dieser verzweifelten Menschen in das Nachbarland ihrer Vorfahren, die diesen Zuflucht gewährte.

Die von den Kommunisten verfügten Gesetzte zur Zwangsassimilation wurden später rückgängig gemacht und das bulgarische Parlament verabschiedete 2012 eine Erklärung, in dem die Zwangsassimilation verurteilt, sowie der Massenexodus der bulgarischen Türken als ethnische Säuberung bezeichnet wurde.

Erschienen auf Mezalim

"Aktion Aufschrei"
Kriegsverbrechen im Jemen: Kein Ermittlungsverfahren gegen Rheinmetall

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Köln – Der Generalbundesanwalt leitet kein Ermittlungsverfahren gegen die Rüstungsfirma Rheinmetall wegen Beihilfe zu Kriegsverbrechen ein. Das bestätigte die Behörde dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Im Dezember hatte die Organisation „Aktion Aufschrei – stoppt den Waffenhandel“ Anzeige gegen den Düsseldorfer Konzern erstattet, woraufhin die Behörde ein Ermittlungsverfahren prüfte. „Aktion Aufschrei“ wirft Rheinmetall vor, im Jahr 2017 Schiffe der Vereinigten Arabischen Emirate repariert zu haben, die anschließend bei einer Seeblockade um den Jemen eingesetzt wurden. Damals sollen die Vereinigten Arabischen Emirate Rheinmetall-Mitarbeiter mit Militärmaschinen von Abu Dhabi nach Assab in Eritrea geflogen haben. In der Hafenstadt lagen Kriegsschiffe der Emirate, die unter anderem mit Software und Kanonen nachgerüstet werden sollten. „Wir haben Beweise, dass die Schiffe, welche hier repariert wurden, bei der Hungerblockade um den Jemen teilgenommen haben“, sagt Holger Rothbauer, der als Anwalt die Anzeige für „Aktion Aufschrei“ erstattete. Die Seeblockade löste eine verheerende Hungersnot in dem Bürgerkriegsland aus. Am Freitag habe der Generalbundesanwalt ihn darüber informiert, dass das Vorermittlungsverfahren eingestellt wurde, so Rothbauer. Es würden Nachweise fehlen, dass die nachgerüsteten Schiffe tatsächlich an der Seeblockade beteiligt waren. Rothbauer will diese nun nachliefern, kündigte er im „Kölner Stadt-Anzeiger“ an. Ihm seien Aufnahmen des französischen Geheimdienstes zugespielt worden, die eine Beteiligung der Kriegsschiffe bewiesen. Er gehe davon aus, dass der Generalbundesanwalt das Verfahren anschließend wieder aufnehme. Ein Sprecher von Rheinmetall sagte der Zeitung: „Wir begrüßen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens.“. Das Unternehmen habe in dem Vorgang „vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden kooperiert“.

Afrikanische Kulturgüter
Schriftsteller Sarr betont Bedeutung der Rückgabe afrikanischer Raubkunst

Die Rückgabe geraubten Kunstwerke aus Europa hat nach Ansicht des senegalesischen Schriftstellers und Sozialwissenschaftler Felwine Sarr eine zentrale Bedeutung für die Kultur in Afrika. „Diese Kunst ist so wichtig, um die eigene Identität zu finden, die psychische Infrastruktur, die eigene Geschichte zu erlernen. Sie ist wichtig für dieses Puzzle afrikanischer Nationen, weil sie sich selbst wiederaufbauen und versuchen, die eigenen Fragen zu beantworten“, sagte Sarr dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Rund 90 Prozent der afrikanischen Kulturgüter seien zwischen 1885 und heute gestohlen worden und befänden sich in europäischen Museen. „Natürlich haben wir andere Orte auf der Erde, deren Kunst sich woanders befindet, aber diese Proportion ist die Schlimmste.“ Es sei notwendig, den kolonialen Teil der Vergangenheit zu heilen. „Es ist absolut notwendig, jetzt neue Regeln der Beziehungen zu schaffen.“ Sarr hatte mit der Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy 2018 im Auftrag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron einen Bericht über die Möglichkeiten der Rückgabe kolonialer Kulturgüter publiziert. Er ist unter anderem Professor für Sozialwissenschaften in den USA und einer der meistdiskutierten Denker Afrikas. Am Dienstag erscheint sein erster Roman „Die Orte, an denen meine Träume wohnen“ bei S. Fischer. Durch den Bericht über die Möglichkeiten der Rückgabe kolonialer Kulturgüter sei sehr viel in Bewegung geraten: Er habe „es geschafft, die Diskussion zu verändern und operative Ergebnisse zu schaffen.“ Vor allem bei Afrikas Jugend gebe es ein „tiefes Verlangen nach einer Neuerfindung der Beziehungen und mehr Gleichgewicht, mehr Respekt, mehr Ausgewogenheit in der Wirtschaft, in den internationalen Beziehungen, besonders in den Räumen, in denen Nationen in Beziehung stehen und wo die afrikanischen Gesellschaften durch die Auswirkungen des Kolonialismus vertrieben wurden.“

Meinung
Israel: wo eigentlich fängt „Antisemitismus“ an?

ein Gastbeitrag von Michael Thomas Folgt man der Logik des reinen Verstandes, dann definiert der Begriff „Antisemitismus“ ein inneres Überzeugungsmuster, nach welchem Juden generell verachtenswerte Menschen seien – eben allein, weil sie Juden sind. Dieser triviale Hass wird zumeist von fantastischen wie grotesken und bizarren Argumentationsgeflechten unterlegt, das Juden „minderwertige Gene“ attestiert, die sozusagen automatisch zu „Bösartigkeit, Verschlagenheit“ und dem Willen, Andersgläubigen in jedem Falle Schaden zufügen oder ihnen etwas fortnehmen zu müssen, unterlegt. Wenn nun aber ein als Jude erkenntlicher Mensch eine ungeheure Brutalität und Niederträchtigkeit begeht und er dessen bezichtigt wird, ist dieser Vorwurf selbstverständlich nicht antisemitisch. Wenn wir voraussetzen, dass der Vorwurf durch überwältigende Beweise belegt werden kann, darf, kann und muss dieser Mensch als Verbrecher, vielleicht als geisteskranker Verbrecher bezeichnet werden. Dabei ist völlig gleichgültig, ob er nun Schläfenlocken, einen Turban, ein safrangelbes Gewand oder ein goldenes Kreuz trägt. Warum das wichtig ist?   Weil es momentan genau um diese Frage geht. Wie im verlinkten Foto und Beitrag zu lesen und zu sehen, tritt ein als Jude durch seine Kippa und seine Schläfenlocken erkenntlicher Mann nach einer Frau, die als Muslima zu lesen ist und dessen Mutter sein könnte. Die Feststellung, dass dieser Mann über alle Maßen zu verachten und zu verurteilen ist, hat nichts antisemitisches an sich. Die Tat dieses Mannes ist grotesk und widerwärtig; sie kennzeichnet ihn als gewalttätig Verrückten – aber nicht als Juden. Wir lesen auch im Kommentar eines Juden zu dieser Tat, dass diese, vorsichtig ausgedrückt, nichts jüdisches an sich hat. Die hier festgehaltene Tat kann und darf nicht als „Einzeltat“ beiseite geschoben werden. Das Netz ist geradezu überschwemmt von Video- und Fotomaterial, welches brutale und gewalttätige Übergriffe von verrücktgewordenen Israelis auf Palästinenser bzw. Araber zeigt. In all diesen Fällen weisen die Täter mit ihren Schläfenlocken und Kippas eine (zumindest behauptete) Zugehörigkeit zum jüdischen Glauben auf. Beim „Flaggenmarsch“, der unlängst in Jerusalem stattfand,beteiligten sich etwa 5.000 Menschen, die unter dem Skandieren von „Tod allen Arabern!“, „Mögen eure Dörfer brennen“ und ähnlichen Hassrufen durch vornehmlich von Palästinensern bewohnte Viertel liefen. Wir müssen diese Zahl in ein korrektes Verhältnis setzen: bei einer Bevölkerung Israels von etwa 9,3 Millionen Menschen entspräche dies einer „Demonstration“ von beinahe 50.000 Extremisten in einem Deutschland. Wie würde wohl geurteilt werden, wenn in Deutschland 50.000 Menschen mit dem Ruf „Tötet alle Israelis!“ brüllend durch die Straßen liefen? Hasst man nun Juden, wenn man diese Geisteskranken verachtet? Speziell, wenn man gleichzeitig weiß, dass sich die weitaus meisten Juden auf der Welt vor solchen Verirrungen ihrer Glaubensbrüder ekeln? Sie brüsk und empört von sich weisen? Diese Überlegungen hindern selbstverständlich entsprechend interessierte Politiker und Verblendete überhaupt nicht im geringsten daran, mir bedarfsweise nun „Du bist ein Antisemit!“ entgegenzuhalten wenn ich klipp und klar ausdrücke, dass ich Täter wie diesen fotografierten Mann für abstoßend und widerwärtig halte. Sie nehmen alle für gewöhnlich überhaupt niemals Stellung zu der Frage, ob ein Verhalten wie das festgehaltene irgendwie überhaupt „jüdisch“ sein kann oder könnte. Sie halten mir vor, statt der geisteskranken Verrücktheit dieses Mannes ausschließlich nur den Juden in ihm zu verachten – was für ein furchtbarer Unsinn! Die Dunkelziffer rechsradikal fanatischer Israelis ist nicht gut bekannt, ein Trend dazu ist jedenfalls gut dokumentiert (Quelle). Diese Verrückten reduzieren sich keinesfalls auf die 5.000 Teilnehmer dieses „Flaggenmarsches“, sie erstreckt sich auf eine sehr hohe Anzahl von „Siedlern“ im Westjordanland, die ohne jede Übertreibung jeden Tag blutige und zerstörerische Übergriffe auf Leben und Eigentum von Palästinensern begehen – und wir reden momentan über etwa 600.000 „Siedler“. Und da spielen sich mitunter geradezu erschütternde Szenen ab. Die Frage, ob diese Menschen sich überhaupt gerechtfertigt als Juden bezeichnen und betrachten können, werde ich nicht beantworten. Sie ist auch völlig irrelevant. Denn diese Menschen sind in jedem Fall geisteskranke Extremisten und …. Täter. Ob sie Juden sind, muss die jüdische (Welt-) Gemeinschaft entscheiden. Ich hege meine Zweifel, ob man sie als solche bezeichnen kann, da Gewalt, Verachtung, Vernichtung, Hass und Zerstörungen auf gar keinen Fall vom jüdischen Glauben gefordert oder geduldet werden. Aber, nochmal, das ist völlig irrelevant. Wenn sich u.a. die deutsche Bundesregierung durch Unterdrückung der Kritik am israelischen Staat schuldig macht, der solche Übergriffe durch Verrückte fördert, unterstützt und sich selbst in Person von Regierungsmitgliedern daran beteiligt, ist dies eine Schande. Sie beschützt dadurch natürlich keineswegs Juden, sondern ausschließlich nur den geisteskranken, bösartigen, verrückten Hass von Extremisten. Und es ist nichts antisemitisches daran, Täter wie den hier gezeigten „geisteskrank, bösartig und verrückt“ und die israelische Regierung verbrecherisch zu nennen.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Thema

– Selahattin Ülkümen – Geschichte: Wie die Türkei Juden vor Nazi-Deutschland rettete

Nach Ansicht des US-Historikers Stanford Shaw hat die Türkei während des Zweiten Weltkriegs durch die Erteilung von Einreise- und Transitvisa sowie der Duldung von nicht erlaubten Durchreisen mindestens 100.000 Juden aus Europa das Leben gerettet.

Geschichte: Wie die Türkei Juden vor Nazi-Deutschland rettete

Meinung
Türkei: Die „demokratische“ Revolution frisst ihre Kinder

ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Was für Hoffnungen setzten Oppositionsanhänger in der Türkei auf Kemal Kılıçdaroğlu; dem türkischen Präsidentschaftskandidaten, der in den Wahlen gegen Amtsinhaber Recep Tayyip Erdoğan mit Demokratie sowie Tugenden antrat. Die Ereignisse der letzten Monate schlagen jedoch ins Negative um.

Am 28. Mai wird der türkische Präsidentschaftskandidat und Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu in einer Stichwahl gegen Amtsinhaber Recep Tayyip Erdoğan antreten. Auf dem Weg in die erste Wahlrunde zog der einstige Weggefährte Kılıçdaroğlu’s, Muharrem Ince, die Kandidatur um das Präsidentenamt zurück. Jetzt hat Sinan Oğan vom nationalistischen Bündnis ATA seine Unterstützung zugunsten von Erdoğan bekannt gegeben. Die Nerven liegen bei der Opposition blank.

Murat Bardakçı, ein türkischer Buchautor der türkischen Geschichte, Journalist und Fernsehmoderator fasste die Situation so zusammen:

„Wenn Sie auf die Straße wollen, gehen Sie vorsichtig. Denn eine Horde wilder Raubtiere, die aus ihren Käfigen im Zoo entkommen sind, streift durch die Straßen. Das ist ein Gemenge, die sich in ihre Machtträume vertieft hat, aber den Verstand verliert, wenn ihre Träume nicht wahr werden.“

Bardakçı spricht hier von Oppositionsanhängern, die nach Strich und Faden betrogen und belogen wurden. Einer der Gründe: Noch während der Stimmenauszählung polterte der OB von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, zusammen mit dem Ankaraner OB Mansur Yavaş insgesamt viermal, die Wahl sei faktisch entschieden; und zwar für Kılıçdaroğlu. Nun erklärt Ekrem İmamoğlu in einer TV-Talkshow, man habe sich um 4,5 bis 5 Prozentpunkte geirrt. Noch vor kurzem sprach man von massiven Wahlmanipulationen. Ja was denn nun? Das fragen sich zunehmend auch die Wähler.

Kommen wir zurück auf Muharrem Ince, der keine Anstalten hegt, irgendeinem Präsidentschaftskandidaten seine Unterstützung zuzusichern. Ince ist offenbar immer noch tief gekränkt, vor allem über die Hetzkampagne der Oppositionsanhänger, die ihn mit Vorurteilen, Gerüchten und schließlich mit einem angeblichen Sexskandal malträtierten. Letzteres war für Ince ausschlaggebend dafür, das Handtuch zu werfen.

Aber die Oppositionsanhänger beließen es nicht nur dabei, politische Kontrahenten auszuschalten. Auch mit eigenen politischen Parteikadern oder parteinahen Journalisten verfuhr man so. Sobald Kritik an der Wahlkampftaktik geübt wurde, stürzten sich die Oppositionsanhänger auf die Kritik. Das spürten vor allem oppositionsnahe Medien, die vorsichtig seichte Kritik übten, darunter auch die Halk TV. Zuletzt vermuteten Oppositionsanhänger, darunter auch namhafte TV-Moderatoren oder Journalisten, von Verrätern umgeben zu sein.

Den Anfang dieser reflexartigen Schizophrenie markierte u. a. der Eklat der Vorsitzende der İYİ-Partei Meral Akşener mit dem Sechser-Tisch des Oppositionsbündnisses. Akşener hatte den Tisch nach einem Zerwürfnis erbost verlassen, um nach Tagen an den Tisch zu trotten. Während dieser Zeit knöpfte sich genau derselbe schizophrene Mob Akşener vor, um sie sozusagen an den Tisch zurück zu prügeln.

Nach den Wahlen herrscht Panik innerhalb des oppositionellen Bündnisses, vor allem je näher der Termin zur Stichwahl naht. Man tritt in alle Richtungen, auch gegen Flüchtlinge, wie es Kılıçdaroğlu tat. Aus 3,8 Millionen syrischen Flüchtlingen werden 10 Millionen, um unter Beweis zu stellen, das Boot sei voll. Dabei ist der Begriff Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention klar definiert. Wer den Unterschied zwischen Flüchtlingen, illegalen Einwanderern und Asylanten mit vorläufigen Schutzstatus nicht beherrscht, der greift offenbar willkürlich und panisch in die Wahlkampfkiste.

Das am meisten breitgetretene Wahlkampfthema war jedoch der Bündnispartner von Erdoğan, die islamistisch-kurdische Hüda Par. Sofort wurde die Hüda Par als politischer Ableger der türkischen Hizbullah verklärt, während der Vorsitzende Zekeriya Yapıcıoğlu gegen Windmühlen antrat und sich offen von der Hizbullah wie auch Terrorismus distanzierte. So eine beherzte Ansage seitens der völkisch-kurdischen HDP bzw. der jetzt neu gegründeten YSP (Yeşil Sol Parti) wünscht man sich seit Jahren, während der Terror der PKK anhält. Die der türkischen Hizbullah hat seit Ende der 90er ein Ende gefunden.

Darauf angesprochen reagieren weder Oppositionsanhänger noch die wahlkampftrunkenen Vorsitzenden des Oppositionsbündnisses, die zuletzt selbst die Nähe zur Hüda Par suchten, um sie vor den Wahlen für das Bündnis zu gewinnen. Dieses konsequente Ausblenden der Realitäten hat nun schwerwiegende Folgen; für die Opposition und ihre Anhänger selbst. Denn mit Realitäten kommt man früher oder später wieder in Kontakt. Und dann ist die Panik groß, greift man nach jedem Strohhalm, das sich anbietet. Letztendlich endet es in Hoffnungslosigkeit, Angst und Hass.

Das Einzige, was die türkische Opposition zu leisten imstande war.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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– Türkei-Wahlen 2023 – Oppositionspolitiker Kılıçdaroğlu wirft Russland Wahleinmischung vor

Präsidentschaftskandidat Kemal Kılıçdaroğlu hat Russland eine Einmischung und Manipulation der Wahlen in der Türkei vorgeworfen.

Oppositionspolitiker Kılıçdaroğlu wirft Russland Wahleinmischung vor

Türkei-Wahlen 2023
Stichwahl um Präsidentenamt in der Türkei ist Richtungswahl

von Kemal Bölge Am kommenden Sonntag finden in der Türkei die Stichwahlen um das Präsidentenamt statt. Gestern hatte der oppositionelle Präsidentschaftskandidat der Ata-Allianz, Dr. Sinan Oğan, bei einer Pressekonferenz seine Zustimmung zur Unterstützung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan mitgeteilt und seine Wählerinnen und Wähler gebeten, ihre Stimme für Erdoğan abzugeben. Eines ist klar: Die Wahl um das Präsidentenamt ist eine Richtungswahl und daher von großer Bedeutung. Unabhängig von der hohen Inflation und wirtschaftlichen Schwierigkeiten stellt sich folgende Frage: Wird die Türkei weiterhin eine Außenpolitik betreiben, die ihre eigenen Interessen mit berücksichtigt oder wird sie ihren Fokus auf Washington und Brüssel legen, die dann, wie in der Vergangenheit geschehen, über die Zukunft des Landes entscheidet. Waffenstillstand von Moudros besiegelte das Schicksal des Osmanischen Reiches Schauen wir zurück ins Jahr 1918. Auf dem britischen Kriegsschiff HMS Agamemnon unterzeichnete am 30. Oktober 1918 in Anwesenheit des britischen Admirals Somerset Gough-Calthorpe der türkische Marineminister Rauf Orbay den für einen Außenstehenden harmlos klingenden Waffenstillstand von Moudros, der in Wirklichkeit das Schicksal des Osmanischen Reiches endgültig besiegelte. Was folgte, war der am 10. August 1920 unterzeichnete Sèvres-Vertrag, der die Zerschlagung Anatoliens vorsah. Die türkische Unabhängigkeitsbewegung unter General Mustafa Kemal Pascha (der spätere Atatürk) und seine Kameraden stemmten sich mit der Unabhängigkeitsbewegung gegen den Sèvres-Vertrag und lehnten diese ab. Einstige Kriegsgegner sind heute auf dem Papier „Verbündete der Türkei“  Die Invasoren wurden im türkischen Unabhängigkeitskrieg („Kurtuluş Savaşı“) geschlagen und mussten die Türkei verlassen. Der 1923 unterzeichnete internationale Vertrag von Lausanne stellte einen Wendepunkt dar und war die Geburtsstunde der heutigen Türkei. Was haben die Ereignisse vor über 100 Jahren mit unserer heutigen Zeit zu tun? Sehr viel, denn einige der damaligen Kriegsgegner des Osmanischen Reiches sind heute auf dem Papier „Verbündete der Türkei“. Es ist sicherlich kein Zufall, dass eine Terrororganisation wie die PKK/YPG von einigen „Verbündeten“ in einem „proxy war“ gegen die Türkei unterstützt wird, um Revanche an dem vor 100 Jahren geschlossenen Vertrag von Lausanne zu nehmen. Unabhängige Außenpolitik der Türkei sollte fortgesetzt werden Wie sagte doch der preußische Generalmajor Carl von Clausewitz in seinem Buch „Vom Kriege“: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“ Nur unterscheiden sich die heutigen Stellvertreterkriege vom herkömmlichen Krieg dadurch, dass die eigentlichen Strippenzieher nicht offen sichtbar sind. Stellvertreterkriege gibt es auch in anderen Regionen der Welt. Was auf dem Kriegsschauplatz nicht erreicht werden kann, soll im Falle der Türkei über einen Regierungswechsel in die Tat umgesetzt werden. Kemal Kılıçdaroğlu hat zwar im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Zafer-Partei, Ümit Özdağ beteuert, dass er der HDP/YSP keine Zugeständnisse machen wird, aber er hatte zuvor auch zugesichert, sich mit Vertretern der PKK/YSP nicht treffen zu wollen, was er dann doch tat. Es bleibt zu hoffen, dass die Türkei ihre unter Präsident Erdoğan vollzogene, unabhängige Außenpolitik beibehält.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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– Luftfahrt-News – Rekord: Turkish Airlines will 600 Flugzeuge bestellen

Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines will im Juni insgesamt 600 neue Flugzeuge bestellen, sagte der THY-Vorsitzende Ahmet Bolat am Donnerstag.

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Weltwirtschaft
Chinas wirtschaftlicher Aufschwung wird der Weltwirtschaft nicht helfen

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von Gareth Gettinby Obwohl China die BIP- und Exportprognosen aktuell übertrifft, sollten Anleger eine chinesische Erholung nicht als Geschenk für die Weltwirtschaft betrachten. Denn Chinas Erholung wird den globalen Märkten nicht helfen, wie es in 2009 oder 2016 der Fall war, als sich die Erholung auf das Inland konzentrierte. Dies wird weder zu einem stärkeren Wirtschaftswachstum in anderen Ländern führen noch die Rohstoffpreise ankurbeln. Aber es kann die Preise für fossile Brennstoffe in den kommenden Monaten stärker unter Druck setzen. Frühere Konjunkturaufschwünge in China haben in der Regel viele Volkswirtschaften angekurbelt. In den Jahren 2009 und 2016 beispielsweise führten umfangreiche Konjunkturmaßnahmen, die sich auf die Infrastruktur konzentrierten, zu einem Aufschwung des Welthandels aufgrund einer erhöhten Nachfrage nach Investitionsgütern und Rohstoffen. Der aktuelle Wirtschaftsaufschwung in China wird jedoch weniger Auswirkungen auf den Rest der Welt haben als frühere Aufschwünge. Nun liegen leicht verbesserte Wirtschaftsdaten, die China nach einer schwachen Periode, die durch die strenge Nullzinspolitik verlängert wurde, vor. Nach dem entschlossenen Ausstieg aus der Nullzinspolitik und der Aufhebung der Beschränkungen, die dem Immobiliensektor geschadet haben, hat China das Jahr auf einer soliden Grundlage begonnen. Es wird erwartet, dass das chinesische BIP im Jahr 2023 den wichtigsten Beitrag zum weltweiten Wachstum leisten wird. Es dürfte sogar die einzige große Volkswirtschaft sein, die 2023 schneller wächst als 2022. Auf der jüngsten Nationalen Volkskonferenz haben die Behörden ein vorsichtiges BIP-Wachstumsziel von 5 % festgelegt – ein Ziel, das ehrgeizig genug ist, um das Vertrauen zu stärken, aber auch realistisch genug, um zwei aufeinanderfolgende Jahre mit enttäuschendem Wachstum zu vermeiden. Es gibt bereits Anzeichen dafür, dass China dieses Ziel leicht übertreffen wird, denn mit einem Wachstum von 4,5 % im ersten Quartal wurden die Erwartungen übertroffen. Die jüngsten Konjunkturdaten waren mit einem Wachstum der Industrieproduktion und des Dienstleistungssektors sowie einem unerwartet hohen Exportwachstum von 14,8 % positiver als erwartet. Der chinesische Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe vom März deutet mit einem Wert von 58,2 auf eine anhaltende wirtschaftliche Erholung hin, die von neuen Aufträgen und Geschäftsaktivitäten getragen wird. Dennoch sollten sich Anleger nicht darauf verlassen, dass diese über den Erwartungen liegende Entwicklung der Weltwirtschaft zu einer positiven Überraschung führen wird.

Risiko für Europa

Warum wird dieser insgesamt positive Ausblick für China weniger Auswirkungen auf andere Regionen haben? Das liegt daran, dass Chinas Wachstum vor allem im Inland stattfinden wird. Es wird stark auf den Konsum und die Dienstleistungen ausgerichtet sein, da sich während der Abriegelung ein erheblicher Nachholbedarf aufgestaut hat, der sich nicht von den Erfahrungen westlicher Volkswirtschaften unterscheidet, als die Beschränkungen aufgehoben wurden. Ein äußerer Nutzen wird die allmähliche Rückkehr der ausländischen Reise- und Tourismusnachfrage aus China sein. Dies wird den Dienstleistungssektor vieler Volkswirtschaften ankurbeln, auch wenn die Auswirkungen begrenzt sein werden, da die Einnahmen aus dem Tourismus nur einen kleinen Teil des BIP ausmachen. Die Erholung der Rohstoffpreise wird dank der zurückkehrenden chinesischen Nachfrage gedämpft sein. Doch die chinesische Nachfrage wird einen Aufwärtsdruck auf die Öl- und Gaspreise ausüben. China ist ein großer Rohstoffverbraucher, auf den über 50 % des weltweiten Verbrauchs an wichtigen Metallen entfallen. Da sich die Infrastrukturausgaben wahrscheinlich verlangsamen werden, wird dies einen Aufschwung bei den Rohstoffen dämpfen. Viele Volkswirtschaften auf der ganzen Welt hatten im Jahr 2022 mit einer Inflationsspirale zu kämpfen, wobei China mit einem Anstieg des jüngsten Verbraucherpreisindex im März von lediglich 0,7 % (im Jahresvergleich) eine Ausnahme darstellt. Jegliche Auswirkung der Wiedereröffnung Chinas auf die globale Inflation wird durch eine Lockerung des Angebots gedämpft werden. Dies wird zu einem Anstieg der Nachfrage nach Öl und insbesondere nach Flüssigerdgas führen, da die Nachfrage aus China bis 2022 um 18 % (yoy) zurückging. Dies stellt ein großes Risiko für Europa dar, da es auf dem globalen Energiemarkt mit China konkurriert. Ein Anstieg der Nachfrage wird die Preise in die Höhe treiben, was zu Spannungen auf dem europäischen Energiemarkt führen kann, insbesondere wenn ein strenger Winter bevorsteht. Insgesamt wird der Aufschwung in China vor allem im Inland stattfinden, insbesondere im Dienstleistungssektor. Das Wachstum in China wird zweifellos das Ziel von 5 % übertreffen, was auf den jahrelangen Nachholbedarf zurückzuführen sein wird.    

Marketing
Eine Marke etablieren – so geht es!

Eine neue Marke am Markt so zu etablieren, dass nicht nur Kunden gewonnen werden, sondern diese auch immer wieder kommen und so zu Bestandskunden werden, ist nicht einfach. Mit einigen Tricks und Tipps gelingt die Positionierung so, dass die Marke in die Sichtbarkeit kommt.

Das richtige Marketing für das angebotene Produkt

Um eine Marke zu etablieren, sollte das Marketing verschiedene Marketingstrategien verfolgen. Eine davon ist das Produktmarketing selbst. Dies ist die offensichtlichste Art der Werbung. Das Produkt steht hierbei im Vordergrund. Ohne eine solche Marketingstrategie ist es unwahrscheinlich, dass sich Kunden für das angebotene Produkt interessieren. Wie funktioniert Produktwerbung?

Bei einer Produktwerbung wird das Produkt als solches beworben. Die Vorzüge des Produktes, sowie der USP – also der Unique Selling Point – sollten klar hervorgehoben werden. Das allein reicht aber meist nicht aus, um Kunden zu überzeugen. Zu der Produktwerbung gehört daher auch das Herausstellen der Benefits, die dieses Produkt bietet: Welches „Problem“ wird mit diesem Produkt gelöst? Auch sollte das Produkt vertrauenswürdig erscheinen – ist es billig hergestellt oder wird schlecht dargestellt wird es die Kunden nicht überzeugen.

Das richtige Marketing für die Marke

Nicht nur das Produkt braucht ein Marketing – auch die Marke selbst braucht eine Marketingstrategie. Es handelt sich hierbei sozusagen um die Präsentationsfläche, auf der das Produkt angeboten wird. Schafft die Marke an sich es nicht, das Vertrauen des möglichen Kunden zu gewinnen, springt dieser in der Regel wieder ab. Gefragt ist in der Markendarstellung heutzutage neben den Qualitätsansprüchen auch die Nachhaltigkeit, sowie die Firmenpolitik des Unternehmens, das die Marke vertritt. Dieses Verfahren wird als Branding bezeichnet und kann von speziellen Firmen übernommen werden, wie beispielsweise der Branding Agentur München.

Marketingkanäle

Auch wichtig ist das Nutzen der richtige Marketingkanäle, denn die Werbung muss die Zielgruppe erreichen. Damit diese erreicht wird, sollte die Zielgruppe zunächst umfassend analysiert werden. Aufgrund dieser Datenlage können dann die richtigen Werbekanäle gewählt werden. Die meiste Werbung findet heutzutage Online statt – was auch daran liegt, dass es die einfachste Werbung für Marken und Produkte ist, insbesondere, wenn es sich nicht um lokale Unternehmen handelt. Viele Unternehmen lagern diese Werbung an eine Social Media Agentur aus. Eine solche Agentur ist darauf spezialisiert, Kanäle wie facebook, TikTok oder Instagram professionell nach der richtigen Zielgruppe hin zu filtern und die Werbung entsprechend zu platzieren. So wird sichergestellt, dass die Werbemaßnahmen nicht verpuffen, weil die falsche Zielgruppe angesprochen wird.

Andere Möglichkeiten des Marketings sind Offline-Werbemöglichkeiten. Dazu gehören beispielsweise Plakate und Flyer. Sehr beliebt sind auch die sogenannten „Giveaways“. Dabei handelt es sich um Werbegeschenke mit Aufdruck der Marke, die an die potenzielle Zielgruppe verschenkt werden. Bei solchen Geschenken sollte auf hochwertige Qualität wertgelegt werden. Die Zeiten, in denen Ramschartikel bei den Käufern noch ankommen, sind lange vorbei.

Frauen-Weltcup 2023
Wer gewinnt den Frauen-Weltcup 2023: alles bereit in Australien und Neuseeland

Die Frauen-Weltmeisterschaft 2023 wird nächsten Sommer in Australien und Neuseeland stattfinden. Es handelt sich um die neunte Ausgabe des Turniers, die erste, die in Ozeanien ausgetragen wird.

Zum ersten Mal werden 32 Mannschaften am Frauen-Weltcup 2023 teilnehmen. Es sind acht Mannschaften mehr als in der Ausgabe 2019, acht Nationen werden in der nächsten Veranstaltung ihren Debüt feiern. Zudem werden Australien und Neuseeland die ersten Länder sein, in denen die Frauen-Fußballweltmeisterschaft zwischen zwei Ländern gemeinsam austragen wird.

Die wichtigsten Nationalmannschaften, die im Vergleich zu den anderen hervorzustechen scheinen, um den Pokalsieg anzustreben, sind die USA, England und Deutschland, doch analysieren wir die Situation mehr im Detail.

Wer sind die Favoriten für den Frauen-Weltcup 2023?

Die Frauen-Nationalmannschaft der Vereinigten Staaten ist die Hauptfavoritin für den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 2023, auch entsprechend den besten Online-Wettportalen für den Weltcup. Die amtierenden Meisterinnen sind im allgemeinen als die Hauptkandidatinnen für den Titel anzusehen und dank deren Kombination aus Qualität und Erfahrung sind sie das Haupthindernis für die Gegnerinnen.

Allerdings ist anzunehmen, dass sich auch England auf deren Höhe befindet oder nahe dran ist. Die Auswahl von Sarina Wiegman ist der amtierende Europameister nach dem Triumph bei der Europameisterschaft im vorigen Sommer. In England weist eine talentreiche Generation von Spielerinnen auf, deren erklärtes Ziel der Gewinn des Turniers ist.

Deutschland und Spanien besitzen beide die Qualitäten, um sich durchzusetzen. Erstere Mannschaft ist eine der Endspielteilnehmerinnen an der Frauen-Europameisterschaft 2022, während sich Spanien für England im Viertelfinale der Meisterschaft als harter Brocken erwiesen hat. Es ist nicht ausgeschlossen, dass beide Mannschaften die Trophäe hochheben können.

Im Endeffekt könnte Frankreich als eine der Anwärterinnen auf dem Endsieg angesehen werden, sofern keine zusätzlichen Zwistigkeiten in der Umkleidekabine aufkommen werden. Es bräuchte wirklich ein Wunder, wenn der neue Weltmeister Schweden, die Niederlande oder Australien heißen würde.

Wie hieß der Weltmeister der Frauen-Fußballmeisterschaft 2019?

Wie bereits erwähnt, hebt sich das Team aus den Vereinigten Staaten sicherlich von der Konkurrenz ab. Es ist kein Zufall, dass die USA den Frauen-Weltcup 2019 in Frankreich gewonnen haben. Die Mannschaft erreichte die erste Stelle in der Gruppe F nach den Siegen gegen Thailand, Chile und Schweden, bevor im Achtelfinale Spanien bezwungen wurde. In der Folge verließ sie gegen Frankreich und England als Siegerin den Platz und erreichte das Finalspiel, in dem sie sich gegen die Niederlande durchsetzte.

Die niederländische Mannschaft gewann ebenfalls ihre Runde vor Kanada, Kamerun und Neuseeland. Sie hat dann ihre Begegnung im Achtelfinale gegen Japan gewonnen, gefolgt von den Siegen im Viertelfinale gegen Italien sowie im Halbfinale gegen Schweden. Deren Verlauf war sicherlich weniger beschwerlich, was jedoch nicht die Niederlage im Finalspiel vermieden hat, eine gewiss schwerlich zu lindernde Wunde. Sie wird mit Sicherheit versuchen, sich in dieser Ausgabe des Turniers zu rächen.