Fußball
Istanbul: Mario Gomez bleibt bis zum Ende seiner Profikarriere bei Besiktas

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Istanbul (nex) – Nach einer Meldung der türkischen Zeitung „Fanatik“ zufolge plane Mario Gomez seine Profikarriere im Trikot von Besiktas zu beenden. Mit seiner Glückszahl 33 auf dem Rücken wolle der 30jährige Spieler 3 Saisons für Besiktas spielen und hier seinen Abschied feiern. Trainer Senol Günes, dem Gomez seinen Plan mitteilte, unterstützte Gomez mit den Worten „Mir ist es sehr wichtig, dass du diese Mannschaft als deine siehst. Du wirst ein wichtiger Teil dieses Teams werden. Die Unterstützung, die du mit deinen Toren für diese Mannschaft leisten wirst, kann dich in Besiktas zu einer Legende aufsteigen lassen.“ Der Neuzugang vom AC Florenz wurde am Donnerstagnachmittag von hunderten türkischen Fans am Istanbuler Flughafen begrüßt und mit Sprechchören gefeiert. Der deutsche Fußball-Nationalspieler wagt bei Besiktas Istanbul nach zwei enttäuschenden Jahren in der Serie A einen Neustart. Hier könnte er sich auch mit Blick auf die EM 2016 für die Nationalmannschaft empfehlen. „Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Ich kann es kaum erwarten, das Training mit der Mannschaft zu beginnen“, sagte Gomez nach seiner Ankunft. Der AC Florenz leiht ihn für zunächst ein Jahr aus. Besiktas besitzt zudem eine Kaufoption. Nach Club-Angaben verdient der Angreifer 3,5 Millionen Euro in der Saison 2015/16. Samstag absolvierte Gomez sein erstes Training mit seinem neuen Team. „Wir sind glücklich, dass wir einen solchen Star für den türkischen Fußball gewinnen konnten“, sagte Vorstandsmitglied Erdal Torunogullari.

Flüchtlinge
Ostdeutsche Regierungschefs gegen Kretschmann-Plan zu Flüchtlingen

Schwerin (dts)- Mehrere ostdeutsche Ministerpräsidenten haben den Vorschlag von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zurückgewiesen, gegen Bezahlung zusätzlich Flüchtlinge aufzunehmen. Der „Bild“ sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD): „Das geht so nicht. Alle Länder müssen mehr Flüchtlinge aufnehmen, als vorherzusehen war. Das stellt auch die ostdeutschen Länder vor große Herausforderungen.“ Und auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke erklärte Kretschmanns Vorschläge für „unrealistisch“. Es mute eigentümlich an, wenn gerade ein grüner Politiker Flüchtlinge als Handelsware etikettiere, sagte Woidke gegenüber „Bild“. „Einerseits sind auch in Brandenburg die Kommunen an der Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit angelangt. Die große Hilfsbereitschaft und die Willkommenskultur in den Brandenburger Kommunen sind dabei ungemein wertvoll. Es gilt, dieses Engagement zu erhalten und die Menschen in den aufnehmenden Orten nicht mit unrealistischen Vorschlägen zu demotivieren“, sagte Woidke.  

Verdachts eines Tötungsdelikts
Gruselfund: In Tüten verpackte Leichenteile im Mittellandkanal entdeckt

Hannover (dts) – Am Montagmittag sind aus dem Mittellandkanal bei Groß-Buchholz in Niedersachsen Leichenteile eines Mannes geborgen worden – verpackt in Tüten. Die Polizei in Hannover teilte mit, man suche unter Beteiligung von Tauchern, einer Drohne und eines Leichenspürhundes „nach weiteren, noch fehlenden Teilen des Mannes“. Zur Identität und der Liegezeit im Wasser haben die Beamten noch keine Hinweise. Die aufgefundenen Körperteile wurden in die Rechtsmedizin transportiert. „Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts“, hieß es. Ferner gleichen die Ermittler nun Vermisstenfälle mit dem Fund ab.  

Balkan
Kosovo und Montenegro wollen „sichere Herkunftsstaaten“ werden

Pristina/Podgorica (dts) – In der Debatte um die wachsende Zahl von Flüchtlingen aus den Balkan-Staaten werben die Regierungschefs des Kosovo und Montenegros, in Deutschland als „sichere Herkunftsstaaten“ anerkannt zu werden. Dies geht aus Briefen an den Balkan-Beauftragten des Europäischen Parlaments, David McAllister, hervor. „Wir sind dafür, das Kosovo als sicheren Herkunftsstaat im deutschen Recht zu klassifizieren“, schreibt etwa Isa Mustafa, Premierminister im Kosovo, an McAllister. Das berichtet das „Handelsblatt“. Im Kosovo gebe es weder politische Verfolgung noch Folter, so Mustafa. Ähnlich antwortete Milo Dukanovic, Premierminister von Montenegro: „Ich bin überzeugt, dass Montenegro alle Kriterien erfüllt, um als sicherer Herkunftsstaat im Sinne des deutschen Rechts klassifiziert zu werden.“ Es gebe aus seiner Sicht keine politischen Gründe, weshalb ein Bürger „Asyl in einem europäischen oder anderen Staat suchen muss“. „Wir sollten auch Albanien, Kosovo und Montenegro zügig zu sicheren Herkunftsstaaten erklären“, forderte McAllister im „Handelsblatt“. Die Einstufung sei „ein klares Signal an die Betroffenen und es ist ein Beitrag, die Asylverfahren in Deutschland zu beschleunigen“, sagte er. „Die rot-grünen Länder müssen ihre Blockade im Bundesrat beenden“, forderte er.

USA
Todesstrafe für Kinomörder von Aurora

Denver (dts) – James Eagan Holmes, dem sogenannten „Kinomörder von Aurora“, droht weiterhin die Todesstrafe. Die Geschworenen am US-Bezirksgericht in Centennial im Bundesstaat Colorado einigten sich am Montag darauf, die Todesstrafe nicht auszuschließen, nachdem Holmes vor zwei Wochen schuldig gesprochen worden war. In der nächsten Prozessphase soll dann das Strafmaß endgültig festgelegt werden. Holmes hatte am 20. Juli 2012 in einem Kino in Aurora während der mitternächtlichen Premiere des Films „The Dark Knight Rises“ zwölf Menschen erschossen und 58 weitere zum Teil schwer verletzt. Unmittelbar nach der Tat war er festgenommen worden. Die Verteidigung hatte im Prozess eine Einweisung in die Psychiatrie gefordert. Sein Motiv ist bisher ungeklärt. Zwei Monate vor der Tat hatte sich der Täter legal vier Schusswaffen gekauft, darunter ein halbautomatisches Sturmgewehr vom Typ AR-15.

Doping
CDU-Sportexperte: Doping-Vorwürfe in der Leichtathletik müssen aufgeklärt werden

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Berlin (dts) – Der sportpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Eberhard Gienger (CDU), hat eine Aufklärung der Doping-Vorwürfe in der Leichtathletik gefordert. „Die Glaubwürdigkeit des Sports darf nicht noch weiter beschädigt werden. Sportverbände müssen sich überzeugend für den Kampf gegen Doping einsetzen und Verdachtsfällen vorbehaltslos nachgehen“, erklärte Gienger am Montag. „Deshalb müssen sich die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und auch die Weltsportministerkonferenz mit den Vorgängen im Leichtathletik-Weltverband befassen und für Aufklärung sorgen.“ ARD und „Sunday Times“ hatten am Wochenende berichtet, dass der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) verdächtige Blutprofile von Sportlern über Jahre ignoriert haben soll. Laut der Auswertung einer internen IAAF-Datenbank mit 12.000 Bluttests und 5.000 Athleten wurden dopingverdächtige Athleten von 2001 bis 2012 größtenteils nicht sanktioniert.

Sensationstransfer
Ibrahimovic wechselt zu Galatasaray Istanbul

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Istanbul (nex) –  Der Star des Pariser Saint-Germain Fußballclubs, Zlatan Ibrahimovic, hat seine persönlichen Vertragsbedingungen  mit dem Istanbuler Verein Galatasary abgestimmt, berichtet die schwedische Zeitung „Aftonbladet“ am Sonntag. Ibrahimovic, als einer der besten Torschützen der Welt bekannt, wird sich am kommenden Dienstag den notwendigen medizinischen Tests unterziehen. Der 33-jährige Schwede ist ein Top-Transfer für Galatasaray, denn der türkische Meister will seinen Titel auch weiterhin verteidigen. Zlatan Ibrahimovic wurde ebenfalls heiß begehrt vom AC Milan, Roma und Manchester United und hat entsprechende Vertragsangebote erhalten. Auch ein Umzug in die Vereinigten Staaten wurde ihm angeboten. Laut „Aftonbladet“ hat der Fußballverein Galatasaray das höchste Angebot unterbreitet. Die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ berichtet, dass Ibrahimovic 11 Millionen Euro ($ 12 Millionen) von Galatasaray angeboten wurden. Er spielte bereits bei Fußballclubs wie Ajax, Juventus, Inter, AC Milan und Barcelona, bevor er im Jahr 2012 nach Paris wechselte. Innerhalb von drei Spielsaisons erzielte der Fußballstar 106 Tore für den französischen Club. Bekannt für seine sauberen Finishings und technischen Skills konnte der schwedische Nationalkapitän 323 Tore in 577 Länderspielen und 56 Tore in 105 internationalen Spielen erzielen.

Einwanderung
Bericht: Integrationskurse immer beliebter

Berlin (dts) – Die Zahl der Zuwanderer, die an Integrationskursen teilnehmen, ist von 2013 auf 2014 deutlich gestiegen. Das geht nach einem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeiger“  aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des innenpolitischen Sprechers der Grünen, Volker Beck, hervor. Demnach mache rund ein Viertel der Zuwanderer von seinem Recht auf Teilnahme keinen Gebrauch. Außerdem erreicht nur etwa die Hälfte das höchste Sprachniveau. Der Antwort zufolge wuchs die Zahl der Teilnehmer von rund 117.000 im Jahr 2013 auf mehr als 142.000 im Jahr 2014. Für 2015 und 2016 seien weitere Teilnehmeranstiege zu erwarten, heißt es in der Antwort. Zirka 25 Prozent aller Teilnahmeberechtigungen seien jedoch nicht wahrgenommen worden. Als Gründe gelten Zeitmangel aufgrund von Erwerbstätigkeit, Krankheit oder Schwangerschaft sowie der Zwang, sich an den Kosten finanziell beteiligen zu müssen. Zudem hätten etwa 50 Prozent aller Teilnehmer an Integrationskursen das maximale Niveau B1 erlangt. Die entscheidende Rolle spielten dabei „die persönlichen Lernvoraussetzungen. So ist es beispielsweise für primäre Analphabeten ungleich schwerer, Fortschritte in einer fremden Sprache zu erzielen.“ Beck lobte die Einführung der Integrationskurse im Jahr 2005. „Die Einführung der Integrationskurse durch die rot-grüne Bundesregierung vor zehn Jahren war ein integrationspolitischer Meilenstein“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, die Einwanderungsgesellschaft in Deutschland zukunftsfähig auszugestalten.“ Denn bis dahin seien weniger als zehn Prozent der Zuwanderer ein Sprachkurs angeboten worden. Beck beklagte indes: „Zu viele Menschen sind derzeit faktisch von den Integrationskursen ausgeschlossen. Asylbewerber, Geduldete und Unionsbürger sollten endlich einen Teilnahmeanspruch bekommen. Denn viele von ihnen werden dauerhaft in Deutschland bleiben. Der zügige Erwerb von Deutschkenntnissen erleichtert die gesellschaftliche und berufliche Integration und entlastet dadurch die Länder und Kommunen.“ Die Vorstellung der Großen Koalition, nur Asylsuchenden mit sogenannter guter Bleibeperspektive die Kursteilnahme zu ermöglichen, greife jedenfalls zu kurz, fügte der Grünen-Politiker hinzu. Zudem würden die Lehrkräfte in den Integrationskursen „leider oftmals nicht angemessen honoriert“, erklärte er. Im Koalitionsvertrag hätten CDU, CSU und SPD noch angekündigt, für eine bessere Bezahlung der Lehrkräfte sorgen zu wollen. Geschehen sei nichts. Die durchschnittliche Mindestvergütung betrug zuletzt 20,20 Euro pro Stunde.  

NSU-Mordprozess
NSU-Prozess wird wohl bis zum Frühsommer 2016 dauern

Berlin (dts) – Der Münchner NSU-Prozess wird offenbar abermals in die Verlängerung gehen: Richter Manfred Götzl werde demnächst weitere Sitzungstermine bekanntgeben, die wohl bis zum Frühsommer 2016 reichen werden, erfuhr die „Welt“ aus Justizkreisen. Bislang war das Mammut-Verfahren bis zum Januar 2016 angesetzt. Grund für die erneute Verzögerung sind im Wesentlichen Beweisanträge der Nebenklage-Anwälte, die die mögliche Rolle von Verfassungsschutzämtern bei den NSU-Morden thematisieren und aufklären wollen. Auch der Streit zwischen der Hauptangeklagten Beate Z. und ihren Anwälten habe Zeit gekostet. Zudem sei die Vernehmung von Zeugen aus dem rechtsextremen Spektrum schwierig, da diese ihren Vorladungen oft nicht nachkämen und vor Gericht nur sehr zögerlich oder zurückhaltend aussagen – sodass alle Beteiligten häufig nachfragen müssen, berichtet die Zeitung weiter.

Krieg gegen den Terror
Erdogan: Die ganze Welt respektiert die Schritte der Türkei

Ankara (nex) – Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Reise in den fernen Osten abgeschlossen und bewertete gegenüber Journalisten die aktuellen Entwicklungen im Inland und vor allem die Luftoperationen gegen die Terrororganisationen PKK sowie IS. Obwohl der Regierung 2013 versprochen wurde die Waffen niederzulegen, hätten die Terroranschläge wieder begonnen und natürlich könne weder der Staat noch er als Staatspräsident da einfach zusehen. Die Türkei sei nicht mehr in den 90er Jahren und seit dem 10. August 2014 sei ein von der Bevölkerung gewählter Staatspräsident im Amt. Erdogan erklärte, er habe am 22. Juli mit US-Präsident Obama telefoniert und beide haben zum Ausdruck gebracht, dass die Anschläge der Terrororganisation PKK im Osten, Südosten und den Großstädten in einem demokratischen Land nicht akzeptiert und geduldet werden können. Natürlich müsse der Staat gegen diese Aktionen alle erforderlichen Schritte unternehmen und noch mehr Geduld auf die Ereignisse sei nicht möglich. Im Zusammenhang mit den Operationen gegen Terrororganisationen einschließlich der PKK und den IS seien alle betroffenen Staaten und die Verbündeten informiert worden. Die ganze Welt respektiere die Schritte der Türkei, erklärte Staatspräsident Erdogan weiter.