Flüchtlingspolitik
Lindner: Grenzkontrollen sind Ausdruck „völlig verfehlter“ Politik
Berlin (dts) – FDP-Chef Christian Lindner hat die Einführung von Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich mit harten Worten kritisiert. „Der Zickzackkurs der letzten Tage macht das konzeptionelle Versagen der Bundesregierung deutlich“, so Lindner. Die Maßnahmen der Regierung „sind leider Ausdruck einer völlig verfehlten Flüchtlingspolitik“.
Viel zu lange seien steigende Flüchtlingszahlen ignoriert worden. Zugleich wurde eine gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik verpasst. Auch gebe es keine Einwanderungsstrategie. „Den Flüchtlingen erst grünes Licht zu geben und nun die Ampel auf rot zu stellen, zeugt von Chaos.“ Wer die Grenzen dauerhaft schließe, der beschädige Europa.
Flüchtlingspolitik
Flüchtlinge: Leutheusser-Schnarrenberger übt scharfe Kritik an CSU
Berlin (dts) – Die frühere Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat scharfe Kritik am Umgang der CSU mit der Flüchtlingskrise geübt: „Die CSU hat überhaupt nicht Tritt gefasst bei diesem Thema. Auf der einen Seite macht sie in Koalitionsgesprächen in Berlin alles mit. Und gleichzeitig will sie diesen alten Politikstil fortsetzen: Die Opposition in der eigenen Regierung zu sein. Das ist komplett aus dem Ruder gelaufen“, sagte sie im Interview mit „Zeit Online“.
„Dass in solchen angespannten Situationen Ängste geschürt werden“, könne man jetzt überhaupt nicht vertragen, sagte Leutheusser-Schnarrenberger. „Die Politik muss Antworten geben und nicht die hilfsbereiten Menschen verunsichern.“ Von der CSU-Spitze erwarte sie, dass diese als Teil der Bundesregierung dazu beitrage, „dass andere Städte wie zum Beispiel Leipzig zum Drehkreuz werden, damit sich nicht alle Transportwege der Flüchtlinge auf München konzentrieren“. Die Hilfsbereitschaft der Münchener lobte die FDP-Politikerin ausdrücklich: „Der Aufruf, Schlafsäcke und Isomatten mitzubringen, um wenigstens notdürftig eine warme Grundlage zu schaffen, wenn man schon am Bahnhof schlafen muss, war ein beeindruckender Erfolg. Es kamen viel mehr zusammen als benötigt werden.“ Aber all das könne natürlich „kein Dauerzustand“ werden, sagte Leutheusser-Schnarrenberger: „Es muss jetzt von der bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung endlich etwas getan werden, um geordnete Möglichkeiten der Unterbringung auch außerhalb von München zu ermöglichen.“ Dieses Wochenende sind etwa 40.000 Flüchtlinge in München angekommen.
Krieg gegen den Terror
Türkischer Elitesoldat: Zwei Drittel der PKK-Terroristen im Kandil-Gebirge sind vernichtet worden
Sicherheitsexperte: Zwei Drittel der PKK-Terroristen im Kandil-Gebirge sind eliminiert worden
Ankara (nex) – In einem Interview mit der Zeitung „Hürriyet“ sprach der frühere Elitesoldat und heutige Sicherheitsexperte Mete Yarar über den Terror in Dağlıca, das aus dem Syrienkrieg nachgeahmte Vorgehen der PKK und die Luftschläge der türkischen Luftwaffe. Der Veteran der Spezialeinheit „Bordeaux-Barette“ und Spezialist für strategische Kriegsführung erklärte, dass die PKK ihre nunmehrige Vorgehensweise aus dem Syrienkrieg übernommen habe und nun versuche, diese in der Türkei anzuwenden. Er geht davon aus, dass die Terroristen den bislang von den Bergen aus geführten Krieg in die Städte tragen werden.
Der Reporter trug an Mete Yarar die Frage heran, ob tatsächlich, wie oft von regierungskritischen Kreisen behauptet werde, bei den seit knapp zwei Monaten durchgeführten Luftschlägen „nur Berge und Steine bombardiert“ würden. Der Experte erklärte daraufhin: „Um dieser Behauptung nachzugehen, habe ich mich entschlossen, Filmaufnahmen in İncirlik zu machen, habe mich dort in ein Auftankflugzeug begeben und war für fünf Stunden in der Luft. Ich habe mit Bomberpiloten gesprochen, die dort ihren Einsatz flogen. Mit dem Versprechen, die Grenze des „Streng Geheimen“ nicht zu durchbrechen, konnte ich mir als Augenzeuge ein Bild von der Sache machen.“ Die technologische Entwicklung des Wesens der Luftstreitkräfte, so Yarar, ließe ein Bombardement von lediglich Bergen und Steinen nicht zu. Ein Lufteinsatz, der vor wenigen Tagen stattgefunden hatte, als 100 Flugzeuge im Einsatz gewesen waren, sei der größte seit 25 Jahren gewesen. Zwei Drittel der 1500 aktiven PKK-Kämpfer im Kandil-Gebirge seien, so Yarar, unschädlich gemacht worden.
„Wenn wir aber so erfolgreich sind, wie konnte dann das Attentat in Daglica passieren?“, fragte die Zeitung weiter. „Der Punkt an dem wir angelangt sind, ist, dass Terroristen nicht mehr aus den Bergen kommen, um Anschläge zu verüben“, so Yarar, „sondern sie gehen aus den Städten in die Berge, um Anschläge zu verüben“. Das Ziel der PKK sei, Angst zu schüren, und diese Taktik habe sie sich von den Akteuren des Syrienkrieges abgeschaut. Deshalb sei sie auch dazu übergegangen, Sicherheitsbeamte vor den Augen von Frau und Kindern zu ermorden oder sie im Schlaf mit Kopfschüssen hinzurichten.
„Die Terrororganisation PKK hat nicht nur das Bombenbauen in Syrien gelernt“, so der Sicherheitsexperte. „Den Terroristen ist auch aufgefallen, dass, wenn ihnen die erforderliche Kampfstärke fehlt, um ein Gebiet unter Kontrolle zu bringen, man die Hegemonie trotzdem aufrechterhalten kann, indem man Angst schürt. Daher hat die PKK angefangen, brutale, hinterhältige Anschläge, die traumatisch sind, zu verüben, um Ängste zu schüren. Der eigentliche Grund der letzten Anschläge ist, die Nerven der Bevölkerung blank zu legen.“

Sogar bei der Mafia, so Yarar, gelte der Grundsatz, „keine Frauen und Kinder“ zu töten. Die PKK habe die Mafia nun an Skrupellosigkeit überholt und töte Frauen und Kinder. Auch der Kultur- und Tourismusminister der Türkei, Yalçın Topçu, fand am Wochenende deutliche Worte: „Egal, wer sich hinter der PKK befindet, egal welche Hilfestellung der PKK geleistet wird, wird entfernt werden, so wie man den Lack von einem Boot abkratzt. Im Moment ist ein Großteil der Bergguerilla vernichtet worden. Ihre Organisationen in den Städten werden die nächsten sein.“
IAA
Ford: Neues SUV-Top-Modell Edge feiert seine Europa-Premiere
Köln – (0ts) – Ford präsentiert sich an den beiden Pressetagen der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Pkw mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Am ersten Pressetag, Dienstag, 15. September, geht es auf dem Ford-Stand in Halle 9.0 vor allem um die Themen Sport Activity Vehicles (SUV) und Allradantrieb (AWD). Im Mittelpunkt steht dabei der neuen Edge, der dann erstmals in der Europa-Version zu sehen sein wird. Der Edge ist das neue SUV-Spitzenmodell des Konzerns in Europa und wird Mitte 2016 auf den Markt kommen. Europa-Premiere feiert am ersten Pressetag auch der neue Ranger in der Top-Ausstattungsversion „Wildtrak“. Darüber hinaus präsentiert Ford die komplette europäische SUV- und Allrad-Produktpalette – zu der je nach gewählter Ausstattung auch der neue Ford Focus RS, der Mondeo, der S-MAX und der Galaxy gehören. Ford stellt zudem den grundlegend aufgewerteten EcoSport vor – ein kompaktes Livestyle-SUV, das ab sofort auch ohne das Reserverad am Heck erhältlich ist.
Der zweite Pressetag (Mittwoch, 16. September) steht bei Ford dann unter dem Motto „Ford Performance“. Im Blickpunkt stehen dabei Hochleistungs-Sportfahrzeuge wie der Ford GT, der Mustang, der Focus RS oder auch der Focus ST.
Flüchtlingskrise
Identitäts-Check von Asylantragstellern überlastet das BKA
Berlin (dts) – Die Überprüfung der Identität von Asylantragstellern überlastet das Bundeskriminalamt (BKA). Grund ist nach Informationen der „Welt am Sonntag“ die enorm gestiegene Zahl von Fingerabdrücken, welche die Behörde zur Gefahrenabwehr und möglichen Strafverfolgung prüfen muss. In diesem Jahr rechnet das BKA mit rund 360.000 „Asyl-Fingerabdruckblättern“.
Das sind mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr mit 145.123. Zum Vergleich: 2008 waren es nur knapp 22.000. Dem Wiesbadener Amt werden die Fingerabdrücke übermittelt, die im nationalen Bestand und dem europäischen Zentralsystem Eurodac recherchiert und gespeichert werden. Mit dem Identitäts-Check leistet das BKA Amtshilfe für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg. Von Asylantragstellern sollen stets Fingerabdrücke genommen werden. Damit wird auch geprüft, ob der Bewerber bereits in einem anderen EU-Staat einen Asylantrag gestellt hat.
Flüchtlingskrise
Deutschland führt temporäre Grenzkontrollen ein
Die Bundesregierung wird wegen des Flüchtlingsansturms vorübergehend wieder Grenzen kontrollieren. Betroffen davon sei vorerst die Grenze zu Österreich, heißt es in einem Bericht der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Sonntag.
Außerdem stoppe die Bundesregierung den Zugverkehr von und nach Österreich. Das werde Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Sonntagabend in einer Pressekonferenz mitteilen, so die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
70. Geburtstag
Bryan Ferry: „Es wäre toll, wenn ich ewig leben könnte“
Berlin (dts) – Der englische Pop-Star Bryan Ferry („Slave To Love“, „Don`t Stop The Dance“) sieht seinen 70. Geburtstag mit gemischten Gefühlen auf sich zukommen. „Ich werde in Berlin sein an meinem 70. Geburtstag, am Abend vorher treten wir auf. Danach werde ich wahrscheinlich essen gehen mit ein paar Bandleuten. Klein, nichts Besonderes“, sagte der frühere Sänger von „Roxy Music“ der „Welt am Sonntag“. „Es ist merkwürdig, wenn ich bedenke, wie viele meiner Freunde bereits gestorben sind; sehr, sehr enge zum Teil. Es macht mich traurig, wenn ich darüber nachdenke. Ich wünsche mir oft, sie wären noch hier.“
„Man sollte nicht so viel über das Alter nachdenken, der Gedanke aber, dass es irgendwann vorbei ist, macht mir schon etwas Angst. Es wäre toll, wenn ich ewig leben könnte.“ Ferry äußerte sich auch zu der Trennung von seiner 36 Jahre jüngeren Frau Amanda Sheppard und den Gerüchten, sie sei die Geliebte seines Sohnes gewesen. „Das war sie nie. Diese Geschichte ist erstunken und erlogen. Amanda war nie das Girlfriend einer meiner Söhne. Sie gehörte einfach zum Freundeskreis aller meiner Söhne. Andernfalls wäre es wohl schon beschämend gewesen“, sagte er der „Welt am Sonntag“, „es war ein boshafter Klatschreporter, der mal diesen Quatsch verbreitet hat. Sein Chefredakteur hat sich zwar daraufhin bei mir entschuldigt, trotzdem wurde es immer weiter verbreitet.“ Auf die Frage, ob er mit fast 70 noch Liebeskummer empfinde, wie mit 17, sagte Ferry: „Möglicherweise fühlt man ihn im Alter noch schlimmer. Es hilft nur die Zeit. Und ein guter Hund an der Seite! Ich habe einen Border Terrier. Bobby. Er ist schon alt. Ich muss also langsam über einen neuen Hund nachdenken.“
Willkommenskultur
Lammert von Hilfsbereitschaft der Deutschen in Flüchtlingskrise „beeindruckt“
Berlin (dts) – Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat sich von der Hilfsbereitschaft der Deutschen gegenüber hier ankommenden Flüchtlingen „beeindruckt“ gezeigt. Die Hilfe sei keinesfalls „pubertär, sondern sehr erwachsen“, so der Bundestagspräsident in der Radio-Sendung „hr1-Talk“ am Sonntag. „Ich glaube, dass diese auffällig unterschiedliche Reaktion im Verhältnis zu manchem unserer Nachbarländer auch etwas mit der deutschen Geschichte zu tun hat, mit der persönlichen Flüchtlingsgeschichte, die es in vielen deutschen Familien gibt.“
Allerdings dürfe man sich nicht der Illusion hingeben, dass es „ein unbegrenztes Engagement für eine unbegrenzte Zeit für eine unbegrenzte Anzahl von Flüchtlingen“ geben könne, so Lammert weiter. „Es reicht nicht, eine demonstrative Willkommenskultur zu entwickeln. Wir müssen uns über unsere eigenen Möglichkeiten, aber auch unsere eigenen Grenzen klar werden.“ Das „unantastbare“ Asylrecht sei „kein Mittel der Armutsbekämpfung“, gibt Lammert zu bedenken. Zur Diskussion um ein Einwanderungsgesetz merkt er an, dass es nicht „hinterwäldlerisch“ sei, ein solches abzulehnen: „Weil all das, was darin geregelt werden könnte, längst an anderer Stelle geregelt ist“, betonte der CDU-Politiker. Er plädiere allerdings dafür, die vorhandenen Regelungen „in einem zusammenhängenden Gesetzestext“ zu bündeln.
Haudrauf-Lehrer Zeki Müller
FACK JU GÖHTE 2 bricht bereits Rekorde
FACK JUHU ÄGÄNN!
München – Nur einen Tag nach Kinostart bricht FACK JU GÖHTE 2 bereits Rekorde. Die neue Komödie von Autor und Regisseur Bora Dagtekin konnte mit bisher bereits 403.000 Besuchern den besten Kinostarttag des laufenden Jahres für sich verbuchen. Es ist außerdem der zweitbeste Kinostarttag eines deutschen Films aller Zeiten.
Dieser Erfolg der heißerwarteten Fortsetzung mit Elyas M’Barek, Karoline Herfurth und Jella Haase beschert auch dem Erstling eine erneute Chartplatzierung. „Fack Ju Göhte“ von 2013 gelang aufgrund zahlreicher deutschlandweiter Double Features am gestrigen Donnerstag auf Anhieb der Sprung auf Platz 2 der Charts.
Somit hat die 10b um Chaoslehrer Zeki Müller zum Start des neuen Jahres einen guten Anfang gemacht und wird das Klassenziel voraussichtlich erreichen!
Kurzinhalt: Alle lieben Haudrauf-Lehrer Zeki Müller (Elyas M’Barek), aber den nervt sein neuer Job an der Goethe-Gesamtschule: frühes Aufstehen, aufmüpfige Schüler und dieses ständige Korrigieren! Zu allem Überfluss will Power-Direktorin Gerster (Katja Riemann) die altsprachliche Konkurrenzschule ausbooten und dem Schillergymnasium die thailändische Partnerschule abjagen. Ihr Traum:
Das Image der Goethe-Gesamtschule steigern, um Aushängeschild der neuen Kampagne des Bildungsministeriums zu werden. Müller und Schnabelstedt (Karoline Herfurth) werden zur Klassenfahrt in ein thailändisches Küsten-Kaff verdonnert. Im fernen Thailand drehen Chantal (Jella Haase), Zeynep (Gizem Emre), Danger (Max von der Groeben) & Co erst so richtig auf und präsentieren ein schillerndes Spektrum an sozialer Inkompetenz. Und als ob Zeki mit dem wilden Lehrer-Schüler-Krieg nicht schon genug zu tun hätte, entbrennt auch noch ein gnadenloser Konkurrenzkampf mit dem elitären Schillergymnasium und dessen versnobtem Vorzeigelehrer Hauke Wölki (Volker Bruch), der nur ein Ziel hat: Müllers Karriere zu beenden!
Nummernschild mit Vorteilen
Bundesverkehrsministerium: Extra Kennzeichen für Elektroautos
Berlin (dts) – Für Elektroautos wird es bald ein neues Nummernschild geben – mit einem E im Kennzeichen. Damit können Autofahrer auf ausgewiesenen Stellflächen gratis parken und Busspuren benutzen, berichtet die Zeitung „Bild am Sonntag“. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte: „Elektrofahrzeuge bekommen ein eigenes Nummernschild und haben einen echten Erkennungseffekt. Außerdem werden die E-Fahrzeuge von der Kfz-Steuer befreit.“
Aktuell plane man zudem ein flächendeckendes Netz von Schnellladesäulen an den Autobahnraststätten.

