Fußball
Trainerlegende Dettmar Cramer gestorben

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Reit im Winkl (dts) – Dettmar Cramer, für die Bundesliga prägender Fu0ballspieler und Trainer, ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 90 Jahren, teilte der Deutsche Fußball-Bund am Freitag mit. Cramers Karriere als Trainer begann u.a. bei Teutonia Lippstadt und dem SC Paderborn. 1975 wurde er Trainer beim FC Bayern München. Mit dem FCB gewann er zweimal den Europapokal der Landesmeister und einmal den Weltpokal. „Für viele war Dettmar Cramer mehr als nur eine sportliche Bezugsperson“, so Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, anlässlich der Nachricht vom Tod Cramers. „Für mich war er wie ein väterlicher Freund, er war der größte Förderer meiner jungen Profi-Karriere. Dass ich sehr erfolgreich Fußball gespielt habe, hatte ich zu großen Teilen ihm zu verdanken. Der FC Bayern trauert um einen großen Trainer und besonderen Menschen.“

Psycho-Momente
Daniel Brühl: Viele Alltagssituationen gehen mir auf den Sack

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Berlin (dts) – Schauspieler Daniel Brühl findet sich immer wieder mit Situationen konfrontiert, die ihm – vorsichtig ausgedrückt – weniger gut gefallen. „Ich zähle zu den Männern, die schnell auf 180 sind. Es gibt leider viele Alltagssituationen, die mir auf den Sack gehen“, sagte der 37-Jährige in einem Interview mit dem Magazin „GalaMEN“. „Ein gutes Beispiel ist der Straßenverkehr. Ich glaube, ich bin ein ziemlich asozialer Teilnehmer. Ich kann relativ schnell richtig aggressiv werden. Privat, aber auch bei der Arbeit.“ Neulich habe er in seiner Wohnung eine Vase zertrümmert, weil er seinen Schlüssel nicht gefunden hat. „Solche Situationen machen mich wahnsinnig.“ Immer häufiger, so Brühl, werde er von fremden Menschen angesprochen, die ihn aus seinen Filmen kennen und oft einen Schritt zu weit gehen. „Es gibt zunehmend distanzlose und dummdreiste Menschen, die meinen, dass man als Prominenter zum Allgemeingut gehört.“ Es gebe wahre „Psycho-Momente“, in denen es ihm verdammt schwer falle, höflich zu bleiben: „Wenn dir fremde Menschen plötzlich aufdrücken wollen, dass du dich mit ihnen beschäftigst. Wenn sie dir in der Kneipe einfach ein Bier hinstellen und dann eine ausgiebige Unterhaltung erwarten. Das sind Augenblicke, in denen ich manchen Leuten nur zu gerne eine knallen würde.“

"Verlässliche Partner"
NSA-Affäre: Verfassungsschutz befürchtet Ausbleiben von Terror-Hinweisen

Berlin (dts) – Nach der Veröffentlichung von NSA-Geheimpapieren sorgt sich der Verfassungsschutz um eventuell ausbleibende Hinweise zu möglichen Terroranschlägen von Partnerdiensten. „Wir haben die Befürchtung, dass ausländische Nachrichtendienste nicht mehr alle Informationen mit uns austauschen, die wichtig sind, um Anschläge zu verhindern“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Wir haben ein Problem, wenn andere Dienste die Einschätzung gewinnen, dass die Deutschen keine verlässlichen Partner mehr sind, weil vertrauliche Unterlagen offen kursieren.“

Flüchtlingspolitik
Deutschland schickt Sonderzüge nach Österreich

München (dts) – Deutschland schickt Sonderzüge nach Österreich, um dort Flüchtlingen die Weiterreise zu ermöglichen. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (F.A.Z.) mit Berufung auf das Bayerische Innenministerium. Dort heiße, es seien Sonderzüge der Bahn nach Österreich unterwegs, um Flüchtlinge aus Salzburg abzuholen. Ziel sei es, chaotische Zustände zu vermeiden. „Wir versuchen, die Weiterreise der Flüchtlinge geordnet und organisiert zu gestalten“, sagte ein Sprecher des Ministeriums der F.A.Z.

Symposium in Ankara
Erdogan: „Was bringt euch die Teilung der Türkei?“

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Ankara (nex) – Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat verdeutlicht, dass die Unterstützung der PKK in Form von Geld, Waffen und Propaganda nicht aus dem Inland sondern aus dem Ausland erfolgt. In seiner Rede auf dem 3. Internationalen Ombudsmann Symposium in Ankara hat Erdogan die terroristischen Angriffe in der Türkei angesprochen, die in den vergangenen Monaten massiv zugenommen haben.
Erdogan hat seinen Worten wie folgt Ausdruck verliehen: „Ich spreche die ganze Welt an: Was bringt euch die Teilung der Türkei? Die Türkei ist eine Garantie für den Frieden in der Region! Alle eure Schritte werden ergebnislos bleiben, denn dieses Volk wird aus der Kraft und dem Erbe, die es aus der Geschichte schöpft, auch diesen Kampf siegreich beenden.“ Erdogan hat auch die aktuelle Flüchtlingskrise angesprochen und setzt seine Rede wie folgt fort: „Die Türkei hat seit 2011 2 Millionen Menschen aus dem Irak und aus Syrien aufgenommen. Das haben wir nicht aus Interessensgründen gemacht. Wir sehen es als eine Pflicht der Ethik, der Geschichte und des Gewissens. Wir werden dergleichen auch in Zukunft tun.“ Nach den Worten des Staatspräsidenten sollten die westlichen Staaten begreifen, dass das Wohl und die Stabilität ihrer eigenen Bürger nicht unabhängig von den Entwicklungen in der Region gesehen werden kann. „Solange die Gefechte anhalten, werden die Menschen flüchten“ hat Erdogan gesagt und betonte noch einmal, dass der Grund für das Problem der Syrer das grauenhafte Assad-Regime sei. In seiner Rede hat Recep Tayyip Erdogan auch erwähnt, dass die Praktiken Israels in Jerusalem, dem von allen drei monotheistischen Religionen als heilig angesehen Ort, niemals akzeptiert werden kann: „Ich verurteile den Vandalismus von Israel. Ich rufe den israelischen Staat und seine Unterstützer dazu auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten“

Flüchtlingspolitik
Bundesregierung plant Änderungen im Arbeitsrecht für Asylbewerber

Berlin (dts) – Wurden Asylbewerber in den vergangenen Jahrzehnten möglichst lange vom Arbeitsmarkt ferngehalten, so sollen sie nun schnell integriert werden, dazu will die Bundesregierung die bestehende Gesetze ändern. Geplant sei, das bisherige Verbot, Asylbewerber und Geduldete als Leiharbeiter einzusetzen, aufzuheben, berichtet die Zeitung „Die Welt“. „Die Menschen, die eine dauerhafte Bleibeperspektive haben, sollen möglichst schnell in Gesellschaft und Arbeitswelt integriert werden. Hierfür werden die Integrationskurse für Asylbewerber sowie Geduldete mit guter Bleibeperspektive geöffnet. Das Leiharbeitsverbot für Asylbewerber sowie Geduldete entfällt nach drei Monaten“, heißt es in einem Entwurf. Die ausländischen Arbeitnehmer müssen dabei zu „vergleichbaren“ Bedingungen beschäftigt werden wie inländische. Der Nachweis dazu soll von den Arbeitgebern erbracht werden. „Arbeitsfähige, nicht erwerbstätige Leistungsberechtigte, die nicht mehr im schulpflichtigen Alter sind, sind zur Wahrnehmung einer zur Verfügung gestellten Arbeitsgelegenheit verpflichtet“, heißt es in dem Entwurf weiter. Bei Ablehnung verwirken die Empfänger den Anspruch auf Leistungen. Diese Arbeitspflicht wird dadurch unterstrichen, dass der Datenaustausch zwischen Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zur Regel werden soll. „Die nach diesem Gesetz erhobenen Daten dürfen der Bundesagentur für Arbeit übermittelt und von dieser verarbeitet und genutzt werden, soweit dies zur Erfüllung von Aufgaben nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch erforderlich ist.“

Flüchtlingskrise
EU-Sondergipfel am Mittwoch

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Brüssel (dts) – Ratspräsident Donald Tusk hat für den kommenden Mittwoch einen Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschef einberufen. Dies teilte Tusk über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zuvor hatten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der österreichische Kanzler Werner Faymann einen solchen Gipfel gefordert. Ein Treffen der EU-Innenminister hatte sich zuletzt nicht auf eine einheitliche Linie bei der Verteilung von 160.000 Flüchtlingen einigen können. Strittig ist die vor allem eine Quotenregelung, die von mehreren Staaten abgelehnt wird. Am Donnerstag hatte Slowenien in Reaktion auf das Anschwellen des Flüchtlingsstromes wieder Grenzkontrollen eingeführt.

#istandwithahmed
USA: Zu Unrecht inhaftierter Nachwuchs-Erfinder Ahmed (14) erhält Einladung ins Weiße Haus

USA: Zu Unrecht inhaftierter Nachwuchs-Erfinder Ahmed (14) erhält Einladung ins Weiße Haus Washington (nex) – US-Präsident Barack Obama und führende IT-Unternehmen haben in einem der bislang skandalösesten Fälle islamophober Hysterie in der jüngeren Geschichte der USA klare Kante gezeigt und sich mit einem 14-jährigen Schüler aus Irving, Texas, solidarisiert, der ausschließlich auf Grund seines muslimischen Hintergrundes – und möglicherweise auch seiner dunklen Hautfarbe wegen – ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten war. Der die MacArthur High School besuchende Ahmed Mohamed, zu dessen Leidenschaften das Bauen von elektronischen Gebrauchsgegenständen und das Erfinden gehören, wurde am Montag verhaftet, nachdem er eine selbstgemachte Uhr in die Schule mitgebrachte und diese seiner Lehrerin zeigen wollte. „Ich habe diese Uhr mitgebracht, um meine Lehrerin zu beeindrucken“, äußerte sich der Schüler auf einer Pressekonferenz. „Als ich sie ihr zeigte, betrachtete sie diese allerdings als Bedrohung. Ich war sehr traurig, dass sie ein falsches Bild davon hatte und später wurde ich verhaftet.“
(Foto: tscreenshot)
(Foto: screenshot)
  Der Junge, dessen Ziel es nach eigenen Angaben ist, Ingenieurwissenschaften am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) zu studieren, wurde vor versammelter Schule in Handschellen aus dem Gebäude geführt, ehe die Vorwürfe in sich zusammenfielen und die Polizei den 14-Jährigen am Mittwoch vollständig rehabilitieren musste. Seine Uhr ist ihm bis heute immer noch nicht zurückgegeben worden. Das offenkundig rassistisch motivierte Vorgehen gegen den Jungen hatte unter dem Hashtag #IStandwithAhmed eine breite Solidarisierungskampagne in den sozialen Netzwerken zur Folge, die am Ende auch vor dem Weißen Haus und führenden US-amerikanischen Weltkonzernen nicht Halt machen sollte. So hat beispielsweise Präsident Barack Obama höchstpersönlich über seinen Twitter-Account Stellung bezogen und Ahmed eingeladen, ihm seine Erfindung persönlich im Weißen Haus vorzustellen. „Coole Uhr, Ahmed. Willst Du die nicht mal ins Weiße Haus bringen?“, twitterte der US-Präsident. „Wir sollten mehr Kinder dazu ermuntern, sich mit Wissenschaft zu befassen. Sie ist, was Amerika groß macht.“ Auch Facebook-CEO Mark Zuckerberg wollte angesichts des technischen Nachwuchstalents nicht abseits stehen und äußerte: „Die Fähigkeit und der Ehrgeiz, etwas so Cooles zu bauen, sollte Applaus nach sich ziehen und nicht Arrest. Die Zukunft gehört Menschen wie Ahmed. Ahmed, wenn Du irgendwann mal bei Facebook vorbeikommen willst, würde ich mich freuen, Dich zu treffen.“ Google lud Ahmed zu seinem Wissenschaftswettbewerb ein, auch Foursquare und Twitter sprachen Einladungen aus. Am Mittwoch erklärte der Junge, zuerst der Einladung ins Weiße Haus folgen zu wollen. Der 14-Jährige bedankte sich im Rahmen der Pressekonferenz für die enorme Unterstützung, die er von so vielen Personen, darunter auch prominenten, erhalten hatte und versprach, seine Erfahrung nutzen zu wollen, um anderen Kindern in ähnlichen Situationen zu helfen. Eine Entschuldigung vonseiten der Schule gab es bis dato noch nicht. Ahmed Mohamed erklärte, dies würde ihm jedoch nichts ausmachen. „Ich weiß ja jetzt, dass ich all diese Unterstützung habe.“Vollständig auf Schritte gegen die Schule und die Behörden will die Familie des Schülers, der künftig eine andere Lehranstalt besuchen wird, jedoch nicht verzichten. Der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen (CAIR), die größte muslimische Bürgerrechtsorganisation des Landes, hat eine Untersuchung des Falles angekündigt. Alia Saleem, CAIR-Geschäftsführerin für die Region Dallas-Fort Worth, kündigte an, man werde zusammen mit der Familie nach Möglichkeiten suchen, gerichtlich gegen die Behandlung des Schülers vorzugehen. Saleem sprach davon, dass das herrschende feindselige Klima gegenüber Muslimen in den USA dieses Vorgehen begünstigt habe. Es habe unter anderem in Texas im Laufe der letzten Monate bereits mehrfach islamfeindliche Vorfälle gegeben, unter anderem die Ermordung eines aus dem Irak in die USA gekommenen Flüchtlings, der in Dallas erschossen wurde, als er zum ersten Mal in seinem Leben Schnee fotografieren wollte. Auch Hatem Bazian von der Universität Berkeley sprach davon, dass der muslimische Name Ahmed Mohameds ausgereicht habe, um falsch verdächtigt und verhaftet zu werden. Der Fall Ahmed illustriert in der Tat, dass islamfeindliche Hetze auch in den USA nicht im luftleeren Raum existiert und Konsequenzen hat. Möglicherweise fällt diese aber jetzt auch auf deren Urheber zurück, die nicht selten ihre angebliche Überlegenheit damit begründen, dass Muslime vermeintlich so wenige Nobelpreise verliehen bekämen. Die Reaktionen aus dem Weißen Haus und führenden Unternehmen zeigen, dass immer mehr Menschen sich die Frage stellen, ob dies nicht genau an solchen Formen der Diskriminierung liegen könnte. Und sie zeigen, dass das anständige Amerika nicht länger bereit ist, rassistische Benachteiligungen unbeantwortet zu lassen.

Flüchtlingskrise
Verfassungsschutz warnt vor neuem Rechtsextremismus

Berlin (dts) – Die Hetze gegen Flüchtlinge kann nach Einschätzung des Verfassungsschutzes zur Bildung einer NSU-Nachfolgeorganisation führen. „Wenn die Emotionalisierung der Rechtsextremisten gegen Flüchtlinge so weiter geht, könnten sich durchaus einzelne Anhänger noch weiter radikalisieren und Rechtsterroristen werden“, sagte der Präsident des „Bundesamtes für Verfassungsschutz“ (BfV), Hans-Georg Maaßen, der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Maaßen erinnerte an die so genannte „Old School Society“, die dem Verfassungsschutz im letzten Jahr aufgefallen sei, weil sie vorgehabt habe, Anschläge auf Asylsuchende und Salafisten zu verüben. „Das macht deutlich, dass wir es auch nach dem NSU mit Kleinstzellen zu tun haben können, die Anschläge planen“, erklärte Maaßen. Auch wenn es derzeit keine konkreten Hinweise gebe, sehe er darin jedoch ein „deutliches Signal, dass wir hier auch ein rechtsterroristisches Problem bekommen können“, betonte der BfV-Präsident.

Osteuropa und die Flüchtlinge
Polen: Słupsk soll zur Musterstadt der Solidarität mit Flüchtlingen werden

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Slupsk (nex) – In Anbetracht der derzeitigen Flüchtlingskrise gehören die osteuropäischen Länder zu jenen, die sich am stärksten einer verbindlichen Aufteilung der Schutzsuchenden auf alle EU-Staaten widersetzen und bei der Aufnahme besonders zurückhaltend sind. Auch Polen gehört zu den Ländern, die sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen sträuben. Die regierende liberalkonservative „Bürgerplattform“ (PO) wird zusätzlich durch die oppositionelle nationalkonservative Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) unter Druck gesetzt, die in Umfragen deutlich voranliegt und versuchen wird, jedes Nachgeben der Regierung in der Asylpolitik für sich auszuschlachten. Nun will der Bürgermeister der nahe der Ostseeküste gelegenen 95 000-Einwohner-Stadt Słupsk (ehem. Stolp/Pommern) einen Kontrapunkt setzen. Wie das Portal heise.de berichtet, will der Bürgermeister der Stadt, der frühere liberale Sejm-Abgeordnete Robert Biedron, bewusst Flüchtlinge anlocken und dadurch einen Standortvorteil erlangen. Dabei argumentiert er vor allem mit der Wirtschaftsentwicklung und der demografischen Krise, die auch Polen zunehmen erfassen werde. „Eine Stadt wie Słupsk entvölkert sich langsam. Wer wird für unsere Renten arbeiten?“, zitiert ihn das Nachrichtenportal unter Berufung auf polnische Medien. Entgegen den auch von Teilen der im Land an der Weichsel dominanten Katholischen Kirche unterstützten rechten Querschüssen sieht Biedron in der Religionsverschiedenheit zwischen mehrheitlich katholischen Polen und meist muslimischen Syrienflüchtlingen kein Problem. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf 116 000 Polen, die während des Zweiten Weltkriegs im Iran aufgenommen worden waren. Um Vorurteilen und rechtsradikalen Tendenzen entgegenzuwirken, will Biedron die Asylsuchenden in Schulklassen einladen, damit sie dort von ihren Schicksalen erzählen können. Einige Bewohner sollen sich auch schon bereiterklärt haben, Flüchtlingsfamilien privat zu beherbergen.