Trumpf-Attentat
Auswirkungen des Trumpf-Attentats auf die Finanzmärkte: Balanceakt der US-Notenbank birgt mehr Gefahren als US-Wahl

0
Von Maurizio Porfiri

Das Attentat auf den 78-jährigen Donald Trump hat unmittelbar zu Reaktionen auf den Finanzmärkten geführt: Am Montagmorgen legte der Dollar gegenüber allen wichtigen Währungen zu, auch gegenüber dem Euro. Gleichzeitig gaben die Futures auf US-Staatsanleihen nach. Der Goldpreis stieg leicht an und erreichte ein Allzeithoch. Auch der Bitcoin konnte seinen seit über einer Woche anhaltenden Höhenflug fortsetzen.

Allerdings hat die Flucht in sichere Anlagen aus meiner Sicht andere Gründe als von vielen Analysten derzeit genannt. Der Balanceakt der US-Notenbank mit ihrer Zinspolitik, ein sogenanntes Soft Landing zu erreichen, birgt mehr Gefahren als die US-Präsidentschaftswahl. Die Investoren könnten aufgrund der sich abkühlenden US-Konjunktur das Rezessionsszenario wieder stärker gewichten.

Wir rechnen mittelfristig wieder mit einer Abschwächung des Dollars und auch beim Gold ist wenig Aufwärtspotenzial in Sicht. Die Erwartung von tieferen US-Zinsen und einem noch starken Gewinnwachstum der großkapitalisierten Unternehmen sollte dafür sorgen, dass Aktien und Anleihen weiterhin als Anlageklasse bevorzugt werden. Kurzfristig können Sektoren profitieren, die einen defensiven Charakter aufwiesen und sich in einer Rezession als sicherer Hafen erwiesen haben. Dazu gehören Basiskonsumgüter, Versorger und teilweise auch Pharma- und Technologiewerte mit soliden Bilanzen.

Das gescheiterte Trump-Attentat wird demnach keine langfristigen Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben. Aber: Die Tatsache, dass Trump seinen Vorsprung in den Umfragen gegenüber dem derzeitigen Amtsinhaber Joe Biden ausgebaut hat, lässt den Bitcoin-Kurs steigen und am Montag die Marke von 62.000 Dollar überspringen. Der einfache Grund: Trump gilt als Freund der Kryptoindustrie, die er im Wettstreit um Wählerstimmen verstärkt umwirbt.

Das Wahlprogramm des Republikaners wirft aus Marktsicht Fragen auf. Inwieweit sich die Einführung von Zöllen und mögliche Steuersenkungen auf die Konjunktur auswirken werden, bleibt ein großes Fragezeichen. Generell rechnen wir in den kommenden Monaten mit einer erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten und einer hohen Wahrscheinlichkeit einer Konsolidierung am US-Aktienmarkt bis zu den US-Präsidentschaftswahlen am 5. November.


Maurizio Porfiri, CIO bei Maverix Securities AG

Geschichte
Historiker: Das Wolfsbild ist ein gemeinsames Erbe der Menschheit

Ein Gastbeitrag von Çağıl Çayır Die aktuell in Politik und Medien polarisierte Debatte über das türkische Wolfsbild bietet eine hervorragende Chance für die intellektuelle Begegnung der Kulturen. Denn den „Wolf“ finden wir nicht nur bei den Türken und Römern, sondern zum Beispiel auch auf den Wappen der Spanier, Engländer und sogar Deutschen. In Deutschland kommt der Wolf heute noch oft als Wappentier vor. Zum Beispiel in Wolfsburg, Passau und Remagen. Der Ursprung und die Bedeutung des Wolfes in den deutschen Wappen ist meist ungeklärt. Es finden sich aber auch Vermischungen und Parallelen mit Drachen. Zum Beispiel in der Flagge von Wales. Selbst die Karoliner trugen einen sogenannten Drachenbanner. Diesen Brauch lernten die Karolinger wahrscheinlich von den Römern, welche ihn wiederum wahrscheinlich von den Dakern aus den Karpaten oder den so genannten Skythen und Sarmaten aus Mittelasien lernten. In den Karpaten war der Wolf bereits seit der sogenannten Hallstatt-Zeit (10. bis 8. Jahrhudnert v. u. Z.) als Symbol der dort lebenden Völker verbreitet und trug eine große religiöse Bedeutung. Dabei stammt der Drachen- bzw. Wolfsbanner der Daker selbst wahrscheinlich aus Kleinasien, wo sich ältere Überlieferungen zur religiösen Vermischung von Wölfen, Löwen und Drachenbildern finden – wie auf der Stele von Nebukadnezar aus dem 12. Jahrhundert v. u. Z. Noch früher finden sich religiöse Wolfs-Bilder aus dem Altai-Gebirge in Süd-Sibirien. Dort ist der Wolf seither mit dem sogenannten Schamanismus verbunden – vor allem als himmlischer Hilfsgeist. Beispielsweise findet sich in der sogenannten Karakol-Kultur das Bild eines Schamanen mit Wolfskopf und Federschmuck auf einer etwa 4000 Jahre alten Grabsteinplatte. Aus dem Altai-Gebirge stammen auch die Türken, die nach ihrer Staatsgründung im 6. Jahrhundert mit ihren Wolfsbannern ins kürzlich christianiserte Römische Reich nach Konstantinopel kamen und die Römer wieder an ihren früheren Wolfskult erinnerten. Eine Rekonstruktion aus Kasachstan zeigt einen solchen alttürkischen Wolfskopfbanner aus Gold. Auf dem Foto ist außerdem eine alttürkische Inschrift zu sehen. Diese stammt vom türkischen Staatsmann Tonyukuk dem Weisen aus dem 8. Jahrhundert und berichtet von der Gründung und Geschichte des alttürkischen Staates, das zuweilen vom Altai bis zur Krim reichte.
Rekonstruktion eines türkischen Wolfskopfbanners aus dem 7.-8. Jahrhundert n. u. Z. vor dem Denkmal des Weisen Tonyukuk in der Mongolei. Foto: Prof. Dr. Tuğrul Çavdar.
Zur Gründung der modernen Republik Türkei nach dem Ersten Weltkrieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielte der Wolf erneut eine wegweisende und identitätsstiftende Rolle. So sollte ein Wolf auch das nationale Symbol der modernen Türken werden, die sich nunmehr wissenschaftlich mit ihrer Geschichte auseinandersetzen wollten. Zum Beispiel schlug der Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk selbst das Wolfsbild als Emblem für das erste Institut für Türkologie an der Universität von Istanbul vor. Ebenso findet sich das nationale Wolfsbild auf den ersten modernen türkischen Geldscheinen. In den 1960er und -70er Jahren spielte der Wolf desweiteren in der berühmten türkischen Comic- und Filmserie „Tarkan“ eine Hauptrolle. Der türkische Comic wurde auch auf Deutsch herausgegeben und war auch bei deutschen Lesern sehr beliebt. Allerdings wurde der Comic nach einigen Beschwerden und Indizierungen, meist wegen angeblicher Nacktheit, in Deutschland, später auch in Österreich und der Schweiz verboten.
Bildausschnitt aus der deutschen Ausgabe des türkischen Comics „Tarkan“ von Sezgin Burak. Der Silberne Sattel 1. Die Geburt Tarkans (Tarkan 60), Simavi Publishing Co. Ltd., London 1974, S. 6.
Ein modernes und sehr berühmtes Beispiel für den Wolfskult ist das Lied „Wolf Totem“ von der international gefeierten mongolischen Metallband „The Hu“. Das offiziele Musikvideo mit Untertiteln auf sieben Sprachen auf YouTube hat über 100 Millionen Aufrufe und 1,4 Millionen „Mag ich“-Bewertungen. Die Sprachen der Untertitel sind: Englisch, Russisch, Mongolisch, Spanisch, Türkisch und Ungarisch. Türkischer Nationalfussballer Merih Demiral zeigt doppelten Wolfsjubel Das aktuelleste und wohl bekannteste Beispiel für die kulturelle Beliebtheit des Wolfes ist der Torjubel des türkischen Nationalfussballers Merih Demiral, der sein 2:1 im EM-Achtelfinale 2024 gegen Österreich mit zwei Wolfszeichen in Richtung der türkischen Zuschauer krönte.
(Foto: Screenshot/Youtube)
Das Wolfsbild ist dabei nicht nur ein türkisches, sondern ein gemeinsames Erbe der Menschheit und kann uns vor exklusiven Selbst- und Fremdbildern befreien und schützen. Denn die Spuren des Wolfes führen uns rund um die Welt. Dabei entdecken wir in der Vielfalt der Wolfsbilder spannende Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Kulturen. Somit eröffnet das Wolfsbild einen bislang unbekannten, doch sehr weitreichenden und vielersprechenden Weg für die intellektuelle Begegnung der Kulturen.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Autor

Çağıl Çayır studierte Geschichte und Philosophie an der Universität zu Köln und ist als freier Forscher tätig. Çayır ist Autor von „Runen in Eurasien. Über die apokalyptische Spirale zum Vergleich der alttürkischen und ‚germanischen‘ Schrift‘“ und ist Gründer der Kultur-Akademie Çayır auf YouTube. Seine Arbeiten wurden international in verschiedenen Fach- und Massenmedien veröffentlich

Zum Thema

– Meinung – Die Bedeutung des Wolfsgrußes und die einseitige Berichterstattung

Bölge: „Noch heute verwenden viele turksprachige Völker auf dem Balkan, im Kaukasus, im Nahen Osten, in Asien und in Turkestan diesen Gruß, der nichts mit Rechtsextremismus zu tun hat“

Die Bedeutung des Wolfsgrußes und die einseitige Berichterstattung

Glücksspiel
Innovative Online-Casinos in Deutschland: Ein Blick auf Casinia und die Zukunft des Glücksspiels

0
Die Online-Casino-Branche in Deutschland hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Durch die kontinuierliche Einführung neuer Technologien und kreativer Konzepte haben sich Online-Casinos wie Casinia zu einer beliebten Unterhaltungsquelle entwickelt. Dieser Artikel untersucht einige der innovativsten Entwicklungen in der deutschen Online-Casino-Landschaft und wie diese das Spielerlebnis revolutionieren. Die Glücksspielbranche hat sich durch das Internet grundlegend verändert. Online-Casinos bieten den Spielern eine bequeme Möglichkeit, ihre Lieblingsspiele zu genießen, ohne ihr Zuhause verlassen zu müssen. In Deutschland wächst dieser Markt stetig, angetrieben von technologischem Fortschritt und einem zunehmenden Angebot an kreativen Spielvarianten. Dieser Artikel beleuchtet einige der innovativsten Ansätze, die deutsche Online-Casinos derzeit verfolgen, um das Spielerlebnis zu verbessern und neue Maßstäbe zu setzen.

Nutzung von Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) spielt eine immer größere Rolle in der Online-Casino-Branche. Durch den Einsatz von KI können Online-Casinos personalisierte Spielerlebnisse bieten, indem sie das Verhalten und die Vorlieben der Spieler analysieren. KI-gesteuerte Algorithmen helfen dabei, maßgeschneiderte Bonusangebote und Promotions zu erstellen, die auf den individuellen Spielstil jedes Nutzers zugeschnitten sind. Darüber hinaus wird KI zur Betrugserkennung und -prävention eingesetzt, indem verdächtige Aktivitäten in Echtzeit überwacht und analysiert werden. Dies erhöht die Sicherheit und das Vertrauen der Spieler in die Plattform.

Virtual Reality und Augmented Reality

Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) haben das Potenzial, das Spielerlebnis in Online-Casinos grundlegend zu verändern. VR ermöglicht es den Spielern, in eine immersive 3D-Umgebung einzutauchen, die das Gefühl eines echten Casinos nachahmt. Diese Technologie bietet ein höheres Maß an Interaktivität und Engagement, da die Spieler durch virtuelle Räume gehen und mit anderen Spielern in Echtzeit interagieren können. AR fügt digitale Elemente zur realen Umgebung hinzu und schafft so interaktive und fesselnde Spielerlebnisse. Beide Technologien werden zunehmend von deutschen Online-Casinos wie Casinia integriert, um den Spielern innovative Möglichkeiten zu bieten, ihre Lieblingsspiele zu genießen.

Blockchain-Technologie und Kryptowährungen

Die Einführung von Blockchain-Technologie und Kryptowährungen hat die Online-Casino-Branche ebenfalls revolutioniert. Diese Technologien bieten eine höhere Sicherheit und Transparenz bei Transaktionen, was das Vertrauen der Spieler erhöht. Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum werden zunehmend als Zahlungsmethoden akzeptiert, da sie schnelle und anonyme Transaktionen ermöglichen. Die dezentrale Natur der Blockchain-Technologie reduziert zudem das Risiko von Manipulationen und erhöht die Integrität der Spiele. Casinia nutzt diese Technologien, um ihren Spielern mehr Flexibilität und Sicherheit zu bieten.

Mobile Gaming und Apps

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets hat sich auch die Art und Weise, wie Menschen auf Online-Casinos zugreifen, verändert. Mobile Gaming ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil der Branche. Deutsche Online-Casinos haben ihre Plattformen optimiert und spezielle Apps entwickelt, um Spielern ein nahtloses und komfortables Erlebnis auf ihren mobilen Geräten zu bieten. Diese Apps bieten alle Funktionen und Spiele, die auch auf den Desktop-Versionen verfügbar sind, und ermöglichen es den Spielern, jederzeit und überall zu spielen. Die ständige Verfügbarkeit und Benutzerfreundlichkeit haben dazu beigetragen, dass Mobile Gaming zu einem zentralen Aspekt der Online-Casino-Industrie geworden ist.

Saugroboter kaufen
Wie finde ich einen guten Saugroboter für meinen Bedarf?

Viele Menschen möchten heutzutage nicht mehr auf die Vorteile verzichten, die ihnen ein moderner Saugroboter bietet. Wer sich jedoch ein wenig genauer mit diesem Thema auseinandersetzt, erkennt schnell, dass die Auswahl mittlerweile besonders groß geworden ist. Genau das macht es möglicherweise schwer, auf Anhieb genau das Modell zu finden, das optimal zum persönlichen Geschmack und der zu reinigenden Umgebung passt. Aber worauf sollten diejenigen, die Lust darauf haben, ihre Hausarbeit in Zukunft zu vereinfachen, achten? Und welche Details werden wichtig, wenn es darum geht, die richtige Entscheidung zu treffen? Die folgenden Abschnitte beziehen sich auf 5 wichtige Faktoren, die jeder, der sich auf der Suche nach einem neuen Saugroboter befindet, beachten sollte. Gleichzeitig gilt es natürlich, seine eigenen, individuellen Erwartungen zu berücksichtigen. Und genau das gelingt erfahrungsgemäß dann besonders gut, wenn klar ist, welche Optionen zur Verfügung stehen.

Tipp Nr. 1: Verschiedene Modelle miteinander vergleichen

Der Markt rund um Saugroboter hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Wer hier den Überblick behalten möchte, sollte sich regelmäßig Zeit nehmen, um sich mit aktuellen Testberichten (Test von Saugroboter mit Wischfunktion) auseinanderzusetzen. Hier werden viele Modelle führender Hersteller einander gegenübergestellt und in unterschiedlichen Kategorien bewertet. Um die jeweiligen Testergebnisse noch besser einordnen zu können, ist es wichtig, sich – wie erwähnt – über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden. Eine Privatperson, die eine Einzimmerwohnung mit einem Saugroboter reinigen möchte, dürfte andere Ansprüche haben als ein Gewerbetreibender, der seinen kompletten Verkaufsraum von Schmutz und Co. befreien will.

Tipp Nr. 2: Ein Modell mit sensiblen Sensoren wählen

Sensoren sind nicht nur „nice to have“, sondern können den Saugroboter vor Schäden bewahren. Wer sich zum Beispiel für ein Modell entscheidet, das dazu in der Lage ist, Treppen und Co. zu erkennen, muss keine Angst davor haben, dass der Roboter abstürzt. Gleichzeitig sind die modernen Geräte dazu in der Lage, kleinere Kanten, wie sie zum Beispiel am Teppich vorkommen, als solche zu definieren und zu überfahren.

Tipp Nr. 3: Ein leistungsstarker Motor

Egal, ob beim Mehrgenerationen-Wohnen oder in der Single-Wohnung: Wer optimal von den Vorteilen, die ein Saugroboter bietet, profitieren möchte, sollte darauf achten, dass dieser mit einer ausreichenden Leistung aufwarten kann. Immerhin wäre es ärgerlich, wenn das jeweilige Gerät Stellen, an denen sich Krümel gesammelt haben, öfter überfahren müsste, bis diese wirklich sauber sind. Ein Detail, das mit Hinblick auf die Saugkraft eine besonders wichtige Rolle spielt, ist die Anzahl der Rotationen pro Minute. Diese sollte mindestens fünfstellig sein. Und: Wer sicherstellen möchte, dass er über einen langen Zeitraum Freude an seinem Saugroboter hat, sollte sich für ein Modell entscheiden, in dem ein Motor ohne (!) Kohlebürsten verbaut wurde. Hier ist der Verschleiß vergleichsweise gering.

Tipp Nr. 4: Ein verlässlicher Akku

Wer sein Parkett gepflegt hat und nachdem alles getrocknet ist, saugen und (je nach Funktionsumfang des Saugroboters) wischen möchte, benötigt einen Akku, der dazu in der Lage ist, das Gerät mit Strom zu versorgen, bis es das jeweilige Areal abgefahren hat. Als Grundregel gilt: Je größer die Wohnung, desto leistungsstärker sollte der Akku sein, damit diejenigen, die den Saugroboter starten, keine Zwangspausen hinnehmen müssen.

Tipp Nr. 5: Die passende Form zur Einrichtung wählen

Die meisten Saugroboter sind rund. Allerdings zeigen sich in Bezug auf ihre Höhe oft deutliche Unterschiede. Wer sicherstellen möchte, dass sein Saugroboter dazu in der Lage ist, unter Möbeln hindurchzufahren, sollte sich für ein eher flaches Modell entscheiden. Die Modelle vieler moderner Marken erreichen eine maximale Höhe von circa sechs Zentimetern. Hieraus ergibt sich in der Regel eine überzeugende Flexibilität und das gute Gefühl, unter vielen Schränken und Co. nicht „händisch“ nacharbeiten zu müssen. Ergänzend hierzu sei erwähnt, dass es in Bezug auf das Saugen an schwer erreichbaren Stellen sinnvoll sein kann, auf Geräte mit etwas längeren Borsten zu setzen.      

Gastkommentar
Der Graue Wolf (Bozkurt) in den Legenden der Türken

Ein Gastbeitrag von Ahmad Omid Yazdani Um die alte Geschichte einiger Völker kennenzulernen, sind Geschichten oft die einzige Quelle des Wissens. Geschichten sind von großem Wert, weil sie die Bräuche und Traditionen, die Weltanschauung, den Lebensstil, die Überzeugungen und die Psychologie vergangener Menschen widerspiegeln. Laut historischen Überlieferungen hatte der Prophet Noah drei Söhne namens Sam, Ham und Japhes. Die Nachkommen von Sam bildeten die semitischen Völker, die Nachkommen von Ham die Europäer und die Nachkommen von Japhes die türkischen Völker. Oghuz Khan, der Enkel von Prophet Noah, hatte sechs Söhne, von denen jeder vier Kinder hatte. Insgesamt machten diese 24 Personen die Stämme und Clans der 24 türkischen Stämme aus. Die Namen dieser Stämme und Clans sind: 1- Qiniq (Qiniq), 2- Qay (Qay), 3- Bayındır, 4- Yiva (Yifa), 5- Salgur (Senqor, Salur), 6- Bekdüz, 7- Afshar (Övşar), 8- Beydili (Büyük Dilli), 9- Yazar (Yazar), 10- Bayat (Bayat), 11- Imur, 12- Qara Bölük (Qara Eoli), 13- Alqa Bölük (Ala Bölük), 14- İğdir, 15- Üregir, 16- Toturga (Dudurga), 17- Qızık, 18- Qargın, 19- Ula Yuntoluq (Ala Yuntolu), 20- Tukar, 21- Bajanak (Bajna), 22- Çavuldız, 23- Çabni, 24- Çarukluk. Historiker nennen diese 24 Stämme, die Nachkommen von Oghuz Khan sind, die Oghuz. (1) In den alten Überzeugungen der Türken gibt es einige Motive und Symbole, die in den meisten Geschichten und Legenden vorkommen. Die Ältesten stehen für Weisheit und Vernunft, Licht symbolisiert spirituelle Reinheit, der Baum steht für Kultur und Zivilisation, der Berg und Felsen symbolisieren sichere Orte und Zufluchten, und der Graue Wolf steht für Freiheit und Solidarität. In einigen chinesischen Mythen sowie in den Legenden der bulgarischen Türken, Hunnen und Kimaner wird der Wolf als Beschützer, Wächter und Ernährer der türkischen Stämme dargestellt. Die Türken betrachten den Wolf als Symbol der Freiheit, weil: Der Wolf streift allein und frei durch die Berge und Wüsten und stellt die Freiheit über alles andere. Der Graue Wolf wird auch als Symbol der Solidarität und Einheit zwischen den türkischen Völkern angesehen. In der Legende der neun Oghuz heiratet Tanrı (Gott) sogar in Gestalt eines Wolfes die Töchter des Khagan der Hunnen, und so werden die neun Oghuz erschaffen. (2) In der Vergangenheit war das Bild des Wolfes auf den Fahnen der meisten türkischen Stämme zu sehen. Dieses Bild erscheint sogar auf Münzen, die zu Zeiten von Atatürk in der Türkei geprägt wurden. Um den Platz des Grauen Wolfes in den Legenden der Türken kennenzulernen, gibt es viele Geschichten (Oghuz Khan Geschichte, Ergenekon Geschichte, Köç Geschichte …). Hier wird die Übersetzung der folgenden Geschichte präsentiert, die auch in chinesischen Quellen mit geografischen Namen zu finden ist. Die Legenden von Ashina und der Wölfin Die Vorfahren der Turuk (Göktürken) lebten in den westlichen Küstenregionen eines Sees, der von den Chinesen Xi-Hi genannt wurde. Der Herrscher des benachbarten Landes (Linhua) marschierte dort ein und massakrierte alle. Nur ein zehnjähriger Junge überlebte. Seine Hände und Füße wurden abgeschnitten und er wurde in ein Moor geworfen. Ein Grauer Wolf kam zu ihm, pflegte ihn und heilte ihn. Später wurde der Wolf von diesem Jungen schwanger. Die Feinde erfuhren, dass der Junge noch am Leben war und schickten Leute, um ihn zu töten. (Die heiligen Geister warnten den Grauen Wolf.) Der Wolf nahm den Jungen auf seinen Rücken und floh an die östliche Küste des westlichen Sees und suchte Zuflucht in einer Höhle (im Nordosten von Turfan). Der Wolf gebar zehn Kinder von dem Jungen. Diese Kinder wuchsen heran und entführten zehn Mädchen aus der Umgebung in die Höhle und heirateten sie. Allmählich wuchs ihre Zahl. Aus jeder Familie entstand ein Clan. Die Familie Ashina, die den Ursprung der Göktürken bildet, gehört zu diesen Familien. Nach mehreren Generationen kamen sie alle aus den Höhlen. Sie wurden Vasallen des Juwan-Juwan-Staates und ließen sich an den Hängen des Altai nieder. Auf ihren Fahnen war das Bild eines Wolfskopfes. (3) 1- Asadollah Mardani Rahimi: Qashqai Wörtersammlung (Wörterbuch und Begriffserklärungen des Qashqai-Türkischen ins Persische), Seiten 15-16, Ein kurzer Blick auf die Qashqai. Ansari Verlag, Qom 1386 2- Kamil Valiyev: Erinnerungen des Volkes, Erinnerungen der Sprache. Baku, Ganjlik 1988, Seite 13, Menschen, die von Menschen abstammen. 3- Bözkurt, Baku Azadliq Veröffentlichungen, 1992, Rafiq Ismailov. Seite 39
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Thema

– Meinung – Die Bedeutung des Wolfsgrußes und die einseitige Berichterstattung

Bölge: „Noch heute verwenden viele turksprachige Völker auf dem Balkan, im Kaukasus, im Nahen Osten, in Asien und in Turkestan diesen Gruß, der nichts mit Rechtsextremismus zu tun hat“

Die Bedeutung des Wolfsgrußes und die einseitige Berichterstattung

Putschversuch Türkei
Fahrettin Altun: Verräterischer Putschversuch des 15. Juli 2016

Ein Gastkommentar von Fahrettin Altun

In der Nacht des 15. Juli 2016 kam es zu einem subversiven Putschversuch mit dem Ziel, die demokratisch gewählte Regierung von Türkiye zu stürzen. Der Putschversuch der Fethullahistischen Terrororganisation (FETÖ) begann mit der Sperrung von Brücken in Istanbul und Panzern auf den Straßen.

Viele staatliche Einrichtungen und Organisationen, insbesondere die Große Nationalversammlung von Türkiye, der Präsidentenkomplex und die Generaldirektion für Sicherheit der Provinz Ankara, wurden bombardiert. Schnell wurde klar, dass es sich nicht um einen isolierten, sondern um einen koordinierten Angriff handelte.

Die Putschisten der FETÖ organisierten ein Attentat auf unseren Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Nach dem Aufruf unseres Präsidenten im staatlichen Fernsehen ging unser Volk auf die Straße, um die Demokratie zu verteidigen. Millionen unserer Bürger haben die ganze Nacht gegen die Terrororganisation gekämpft.

Am Morgen des 16. Juli wurde der Putschversuch dank des Einsatzes der türkischen Streitkräfte, des Generaldirektorats für Sicherheit und unseres Volkes, das seine Demokratie verteidigt, niedergeschlagen und die Putschisten festgenommen. Wir hatten insgesamt 252 Märtyrer und 2740 Veteranen, sowohl Militärs als auch Zivilisten. In der Nacht des 15. Juli gab es Helden wie den Märtyrer Ömer Halisdemir, der unter Einsatz seines Lebens Widerstand leistete, um die Kommandozentrale der Spezialeinheiten zu schützen. Er neutralisierte den General, der zu den Drahtziehern des Putsches gehörte, und errichtete so eine Barriere gegen die Putschisten. Unseren Bürgern ist es gelungen, die Putschisten, die sich auf der blockierten Bosporus-Brücke befanden und versuchten, unser Volk zu töten, zu neutralisieren. Dies ist einer der historischen Momente, in denen die Einheit und Entschlossenheit unserer Nation auf die Probe gestellt wurde.

Die türkische Regierung hat vom frühesten Moment des Putschversuchs an Maßnahmen getroffen, um die Ordnung wiederherzustellen und die Täter vor Gericht zu bringen. Während dieses Prozesses wurde durch Erklärungen unseres Präsidenten und von Staatsbeamten klar, dass der Putschversuch von einer illegalen Gruppe durchgeführt wurde, die die türkischen Streitkräfte außerhalb der Kontrolle der Kommandostrukturen infiltriert hatte.

Es wurde deutlich, dass die FETÖ hinter dem Putsch steckte. Es stellte sich heraus, dass der Drahtzieher der Organisation, der sich in den USA aufhielt, diesen verräterischen Akt über seine Parallelstruktur innerhalb des Staates ausführte. Der Sieg wurde als einer der ehrenvollsten Widerstände nicht nur in Türkiye, sondern auch in der Geschichte der Demokratie weltweit verzeichnet.

Türkiye setzt den Kampf gegen FETÖ bis heute fort und erwartet Solidarität von befreundeten und verbündeten Staaten, insbesondere im Hinblick auf die Auslieferung von FETÖ-Mitgliedern, die ins Ausland geflohen sind. Obwohl viele Länder der internationalen Gemeinschaft Unterstützung und Solidarität mit Türkiye gezeigt haben, war die Reaktion einiger unserer Verbündeten auf den Putschversuch unzureichend.

Auch die Art und Weise, wie die Medien in diesen Ländern über den Putschversuch berichteten, war für Türkiye alles andere als zufriedenstellend. Die international verantwortlichen westlichen Medien versuchten, die Ereignisse des 15. Juli zu vereinfachen. Sie berichteten über den blutigen Putschversuch, der sich gegen die Demokratie unseres Landes richtete, mit dem unglücklichen Ausdruck „Kampf zwischen zwei Lagern“.

Nach dem verräterischen Putschversuch vom 15. Juli gab es trotz zahlreicher Versuche, den Anführer der in Pennsylvania ansässigen Organisation auszuliefern, keine positive Antwort unseres Verbündeten, den Vereinigten Staaten. Wir bedauern dieses Verhalten angesichts der Bedrohung unserer Demokratie.

Wir sind uns bewusst, dass die FETÖ nach wie vor in vielen verschiedenen Regionen – auch in den Ländern unserer Verbündeten – aktiv ist. Wir werden den Kampf gegen diese Terrororganisation, die nicht nur die Sicherheit unseres Landes, sondern aller Staaten innerhalb ihrer Grenzen bedroht, in allen Bereichen fortsetzen.

Als ein Land, das seine demokratischen Institutionen nach dem verräterischen Putschversuch weiter gestärkt hat, werden wir den Kampf gegen die Terrororganisation, die das Leben unserer Bürger und die Unabhängigkeit unseres Landes bedroht, in allen Bereichen fortsetzen.

Wir werden das Andenken unserer Bürger, die in dieser blutigen Nacht ihr Leben geopfert haben, auch weiterhin in Ehren halten, indem wir die Unabhängigkeit und Stabilität des Landes schützen.

Prof. Dr. Fahrettin ALTUN

Kommunikationsdirektor des Präsidialamtes der Republik Türkiye


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Thema

– Kommentar – Türkei: Die Hintergründe des Putschversuchs vom 15. Juli 2016

Kommentar: Heute werde ich mich mit dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 in der Türkei beschäftigen. Ich werde über das Ereignis selbst und auf mögliche Hintergründe des Putschversuchs eingehen.

Türkei: Die Hintergründe des Putschversuchs vom 15. Juli 2016

Demiral-Debatte
Historiker: „Debatte um Wolfsjubel wird politisch polarisiert“

Ein Gastbeitrag von Çağıl Çayır

Die aktuelle Debatte um den Wolfsjubel des türkischen Nationalfussballers Merih Demiral wird derzeit politisch polarisiert. Dabei bietet das Wolfsbild eine hervorragende Chance um die spaltenden Irrtümer der Vergangenheit aufzuklären und neue Wege zur Völkerverständigung zu eröffnen.

Bild: Antike oder mittelalterliche Bronzefigur der kapitolenischen Wölfin aus Italien. Quelle: Wikipedia

Denn die Sage der errettenden Wölfin findet sich nicht nur bei den Türken, sondern auch bei den Römern. Diese haben die Legende wahrscheinlich von den Etruskern, die die alten Griechen Turrhenoi nannten. An diesen Namen erinnert heute noch das Tyrrhenische Meer an der Westküste Italiens.

Bild: Landkarte von Italien. Bild: Eric Gaba (CC BY-SA 3.0)

Auf die für die Europäer überraschende Parallele zwischen den Ursprungslegenden der Türken und Römer machte bereits der englische Historiker Edward Gibbon im 18. Jahrhundert  aufmerksam. In seinem mehrbändigen Werk über den Aufstieg und Untergang des Römischen Reichs berichtet Gibbon von der ersten Begegnung der Byzantiner mit den Göktürken, die im 6. Jahrhundert nach Konstantinopel kamen:

„Inmitten dieser obskuren Ereignisse erfuhr Europa die Erschütterung einer Revolution, die der Welt zum ersten Mal den Namen und die Nation der Türken enthüllte. Wie Romulus wurde der Gründer dieses kriegerischen Volkes von einer Wölfin gesäugt, die ihn später zum Vater einer zahlreichen Nachkommenschaft machte; und die Darstellung dieses Tieres in den Bannern der Türken bewahrte die Erinnerung […].“

Quelle: Edward Gibbon, History of the Decline and Fall of the Roman Empire, 1782 (1845), Band IV, Kapitel XLII.
Rekonstruktion eines türkischen Wolfbanners aus dem 7.-8. Jahrhundert vor der alttürkischen Tonyukuk-Inschrift in der Mongolei. Foto: Prof. Dr. Tuğrul Çavdar  

Neben Wölfen wurden aber auch viele andere Tieren wie Bären, Elche, Adler, Steinböcke, Leoparden etc. bei den Türken, Römern und vielen anderen Völkern verehrt. Es ist spannend auf die Spuren der Tiere bei den verschiedenen Völkern zu gehen und so ihre uralten Gemeinsamkeiten und Unterschiede besser kennenzulernen. Dadurch würde auch eine intellektuelle Begegnung der Kulturen in Gang kommen, von denen alle etwas haben. Denn wie der große Dichter und Denker Johann Wolfgang von Goethe schon sagte:

„Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“

Maximen und Reflexionen 91

Daher ist es angebracht die spaltenden Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, sondern die Debatte kreativ zu nutzen, um auf die vielen wichtigen historischen Gemeinsamkeiten der verschiedenen Kulturen hinzuweisen und so das Bewusstsein der internationalen Gemeinschaft zu fördern. Das ist nicht nur historisch, sondern auch existentiell notwendig, wie der Philosoph Heinrich Beck sagt:

„Es scheint, dass eine respektvolle Zusammenkunft und gegenseitige Verständigung der verschiedenen Nationen und Kulturen in einem ‚kreativen Frieden‘ für die Menschheit letztlich überlebensnotwendig ist.“

Prof. Prof. h. c. Dr. Dr. h. c. Heinrich Beck (1929-2024)

Kryptowährungen
Bitcoin Ordinals: Was sind sie?

Bitcoin-Ordinale erobern diese Kryptowährung im Sturm. Casey Rodarmor startete Bitcoin-Ordinale im Januar 2023. Ihr Protokoll ermöglicht es Einzelpersonen, digitale Inhalte wie Kunstwerke auf die Bitcoin-Blockchain zu schreiben. Sie unterscheiden sich von den nicht fungiblen Token von Ethereum, da sie eine unveränderliche Präsenz für Videos, Texte, Kunst oder jede andere Kunstform auf der Blockchain etablieren wollen. Rodarmor schrieb die Genesis-Ordnung, einen Pixel-Schädel, am 14. Dezember 2022 ein.

Was sind Bitcoin-Ordinale?

Bitcoin-Ordinale sind das Protokoll, das es Benutzern ermöglicht, einzelnen Satoshis in der Bitcoin-Blockchain eine eindeutige Kennung zuzuweisen und mit den angehängten zusätzlichen Daten zu handeln. Satoshi ist die kleinste Bitcoin-Einheit, und ein Bitcoin hat 100.000.000 Satoshis. Dieses Protokoll ermöglicht es Bitcoin-Benutzern, nicht fungible Token auf der Bitcoin-Blockchain zu erstellen. Einige Leute nennen Bitcoin NFTs Ordinal-NFTs.

Früher waren Bitcoins austauschbar oder fungibel. Benutzer konnten einen Satoshi nicht von einem anderen unterscheiden. Rodarmors Protokoll hat dies jedoch geändert, indem es die neuesten Updates des ursprünglichen Bitcoin-Protokolls nutzte: Taproot und Segregated Witness.

Das Taproot-Update führte ein neues Format für die Bitcoin-Adresse ein. Bitcoin-Ordinale verwenden es, um einzelne Satoshis zu identifizieren. Das Segregated Witness-Update ermöglichte es Benutzern, die Zeugeninformationen oder Zeugen-Skripte von den Transaktionsdetails zu trennen und sie in einer separaten Struktur auf der Bitcoin-Blockchain zu speichern. Diese Änderungen haben die Blockgröße von Bitcoin erhöht, was es Benutzern ermöglicht, Video- und Bilddaten in Zeugen-Skripten neben Validierungsinformationen wie Signaturen einzuschreiben.

Wie Bitcoin-Ordinale funktionieren

Die Ordinalen-Theorie ist die Grundlage von Bitcoin-Ordinalen und erklärt ihre Mechanik. Sie definiert Satoshis als die Bitcoin-Atomareinheit, die Benutzer auf Plattformen wie Bitcoin Apex identifizieren und handeln können. Ein Bitcoin hat 100 Millionen Sats. Die Abbau-Reihenfolge ist die Grundlage ihrer Nummerierung, die jeden Sat eindeutig identifiziert und gleichzeitig die Ordinalzahl ist.

Da jeder Sat eine Transaktionseinheit ist, können Benutzer ihn mit digitalen Inhalten beschreiben, die Bitcoin-Ordinale umfassen. So werden Sats unveränderliche Sammlerstücke, mit denen Benutzer in den Bitcoin-Netzwerken handeln können. Laut der Ordinalentheorie können Benutzer Sats an Sicherheitstoken, Stablecoins oder Konten anhängen, indem sie Ordinalzahlen als stabile Identifikatoren verwenden.

Bitcoin-Ordinale unterstützen verschiedene Anwendungsfälle. Daher schlägt Rodarmor vor, sie nicht mit NFTs gleichzusetzen. Benutzer können Ordinale verwenden, um einen Satoshi mit einer Inschrift oder einem Anhang an JPEG zu nummerieren, einem nicht fungiblen Token innerhalb der Bitcoin-Blockchain. Ordinale verwenden jedoch mehr als nur nicht fungible Tokens.

Wie man Bitcoin-Ordnale handelt

Die Beliebtheit von Bitcoin-Ordnalen nimmt zu. Die meisten Menschen handeln jedoch außerbörslich damit. Bitcoin Punks und Plenatary Ordinals waren unter den ersten 1.000 Inschriften, die Menschen ohne NFT-Märkte gehandelt haben.

Dennoch sind Tools wie Hiro, Xverse und Ordinals Wallet entstanden, die es Benutzern ermöglichen, Bitcoin-Ordnale zu kaufen und zu verkaufen. Sie können Satioshis innerhalb des Wallets kaufen und Zahlungsplugins für die Auffahrt verwenden, um die Transaktion beim Kauf und Verkauf von Ordnalen abzuschließen.

Die Kontroverse

Die Kryptogemeinschaft hat verschiedene Meinungen zu Bitcoin-Ordinalen geäußert. Kritiker argumentieren, dass Satoshi-Ordinale die Effizienz bei der Nutzung des Blockraums verringern. Daher werden sie die Transaktionsgebühren in der Bitcoin-Blockchain erhöhen und die Transaktionsdauer verlangsamen. Auf der anderen Seite sind die Befürworter von Bitcoin-Ordinalen an dem Protokoll interessiert, weil sie glauben, dass es die Verwendung der Kryptowährung in vergangenen Finanztransaktionen ausweiten wird.

Zum Beispiel könnten Netzwerkteilnehmer neben der Erstellung von Bitcoin-Ordnalen dieses Protokoll verwenden, um Ordinale Satoshis an Stablecoins oder Sicherheitstoken anzuhängen, was Bitcoin-Smart Contracts ermöglicht oder diese Kryptowährung einem breiteren Publikum vorstellt.

Abschließende Gedanken

Bitcoin-Ordinale haben eine Möglichkeit geschaffen, die Anwendungsfälle von Bitcoin zu erweitern. Die meisten Menschen haben sich über das Erweiterungsproblem von Bitcoin beschwert, da die Erstellung von nicht fungiblen Tokens herausfordernd war. Bitcoin-Ordnale haben es jedoch ermöglicht, mit dieser Kryptowährung mehr zu tun, als nur NFTs zu erstellen. Sie ermöglichen es Benutzern, einen einzigartigen Mechanismus und eine Inschrift zu verwenden, um Daten zur kleinsten Einheit von Bitcoin hinzuzufügen.

Kommentar
Fussball-EM: Türkei-Spiele waren eine Offenbarung

Ein Gastkommentar von Çağıl Çayır Als Underdog und zweitjüngste Mannschaft in die Fussball-Europameisterschaft 2024 gestartet, legten die Türken eine sagenhafte Leistung an den Tag und eroberten blitzartig die Herzen der Zuschauer. Weltweit sprechen die Kommentatoren von Wunder, Traum, Magie, Mythos, Rausch und Ekstase. Gleich das erste Tor der Türkei wurde als schönster Treffer der ersten Spielrunde ausgezeichnet. Die UEFA-Trophäe geht an Mert Müldür, dessen Name übersetzt so viel wie „Der Held ist klar“ heißt. Auch das allseits gefeierte Wunderkind Arda Güler wurde seinem Namen gerecht. Sein EM-Debüt-Tor wurde zum drittschönsten Treffer der ersten Spielrunde gewählt. Damit brach der 19-Jährige zugleich den Rekord von Cristiano Ronaldo als jüngster EM-Debüt-Schütze. Den Rekord für das schnellste Tor in einem EM-K.-o.-Spiel holte der Verteidigungsspieler Merih Demiral, der in 57. Sekunde das 1:0 gegen Österreich erzielte. Für seine überragende Leistung im eigenen und gegnerischen 16-Meter-Raum wurde Demiral zudem als Spieler des Spiels ausgezeichnet. Auch der türkische Torhüter Mert Günok avancierte nach einer epischen Parade zum Helden, für den selbst seine Gegner schwärmen. Der Trainer der österreichischen Nationalmannschaft Ralf Rangnick vergleicht Günok mit der englischen Torhüterlegende Gordon Banks. Indem sie ihre Mannschaft von Anfang bis Schluss lautstark unterstützten, entfachten auch die türkischen Fans eine sagenhafte Kulisse für die Europa-Meisterschaft. Dabei konnte sich wohl niemand der strahlenden Energie der türkischen Nationalmannschaft entziehen. Durch ihre brennende Leidenschaft, Disziplin und Freundlichkeit sorgten die türkischen Spieler weltweit für eine Sensation. Sie begeisterten alle Menschen, unabhängig von Alter, Herkunft, Religion und politischer Anschauung oder Überzeugung. Selbst Skeptiker und Gegner der türkischen Nationalmannschaft wurden zur tiefsten Bewunderung bewegt. Die Spieler der Niederlande sehnten sich sogar danach in den türkischen „Hexenkessel“ zu steigen. Der niederländische Angreifer Donyell Malen sagte gegenüber EURO2024.com:
„Sie sind kein leichter Gegner. Sie spielen mit viel Leidenschaft, ihre Fans sind ebenfalls leidenschaftlich. In Berlin werden viele dabei sein, das ist fantastisch. Das ist einer der Gründe, aus denen du Fußballer wirst, um in solchen Spielen zu spielen.“
Trotz ihrer plötzlichen Niederlage gegen die Niederlande bescherten die Türken dem Turnier insgesamt ein gemeinschaftliches Erlebnis, das wie eine Offenbarung wirkte und zur gegenseitigen Achtung, Anerkennung und Wertschätzung wie auch zu Bewunderung und Neugier inspirierte. Dies ist auch der eigentliche Sinn der Europameisterschaft. Nämlich die Förderung der Völkerverständigung. Hierzu trugen die Türken für alle spürbar bei. Gekrönt wurde die engelhafte Leistung der Türken mit einem archaischen Jubel, den die meisten Zuschauer vorher noch nicht kannten. Denn Demiral, der exzessive Verteidiger und Doppeltürschütze, der selbst zum Spieler des Spiels gegen Österreich gekrönte wurde, feierte seinen spektakulären Erfolg mit zwei unscheinbaren Handzeichen, die jetzt Epoche machen. Sein Jubel war in Europa bisher nur als parteipolitisches Symbol bekannt. Dabei machen in der Türkei selbst oppositionelle Parteien und Politiker das Handzeichen. Darüber hinaus ist das Motiv nicht nur in der türkischen Politik, sondern seither in der türkischen Popkultur und bei allen Turkvölkern beliebt. Dabei geht es um die Ursprungslegende der Türken, die demnach ähnlich wie Romulus und Remus von einer himmlischen Wölfin gerettet wurden.
Die römische Wölfin auf dem Emblem der Olympischen Spiele von 1960 in Italien. Quelle: Internationales Olympisches Komitee
Tatsächlich wurde die römische Wölfin einst vom italienischen Diktator Benito Mussolini politisch vereinnahmt, doch schmückte sie noch das Emblem der Olympischen Spiele in Italien im Jahr 1960 und ist sie immer noch ein beliebtes Motiv in der Popkultur. Indessen wurde die türkische Wölfin berühmter als die römische. Dabei haben beide Legenden wohl denselben Ursprung? Die Diskussion ist wichtig, um Vorurteile und Irrtümer aufzuklären und die Völkerverständigung zu fördern.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Autor

Çağıl Çayır studierte Geschichte und Philosophie an der Universität zu Köln und ist als freier Forscher tätig. Çayır ist Autor von „Runen in Eurasien. Über die apokalyptische Spirale zum Vergleich der alttürkischen und ‚germanischen‘ Schrift‘“ und ist Gründer der Kultur-Akademie Çayır auf YouTube. Seine Arbeiten wurden international in verschiedenen Fach- und Massenmedien veröffentlicht.

Zum Thema

– Meinung – Die Bedeutung des Wolfsgrußes und die einseitige Berichterstattung

Bölge: „Noch heute verwenden viele turksprachige Völker auf dem Balkan, im Kaukasus, im Nahen Osten, in Asien und in Turkestan diesen Gruß, der nichts mit Rechtsextremismus zu tun hat“

Die Bedeutung des Wolfsgrußes und die einseitige Berichterstattung

Frankreich-Wahlen
Überraschung in Frankreich: Was sind die Auswirkungen?

Von Stephen Dover „Vorläufige Ergebnisse vom Sonntagabend des 7. Juli deuten darauf hin, dass der große Gewinner der zweiten (und letzten) Wahlrunde für die französische Versammlung (Parlament) die verschiedenen linken Parteien sind, die eine einheitliche Gruppe zusammengeschustert haben, die den Wählern der Mitte und der linken Mitte eine Alternative zum rechtsextremen Front National bietet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass keine einzelne Partei oder Gruppierung eine absolute Mehrheit in der Versammlung haben wird. Sollte dies der Fall sein, wird nun eine längere Periode (Wochen oder vielleicht sogar mehrere Monate) der Koalitionsbildung folgen. Die wahrscheinlichste Konstellation scheint jedoch eine von der linken Mitte und der Mitte geführte Regierung zu sein, die einen neuen Premierminister unterstützt. In Frankreich hat der Präsident (Emmanuel Macron) die Macht, die meisten außen- und sicherheitspolitischen Entscheidungen zu treffen. Das Parlament hingegen ist für die meisten innenpolitischen Entscheidungen zuständig, einschließlich derjenigen, die die Steuer- und andere Wirtschaftspolitik betreffen. Wir gehen davon aus, dass die Märkte das Ergebnis der Wahl als positiv für europäische Risikoanlagen, Anleihespreads und den Euro bewerten werden. Das alternative Ergebnis eines dem Präsidenten feindlich gesinnten Parlaments hätte mittelfristig zu einer wesentlich größeren Unsicherheit geführt, als es jetzt wahrscheinlich ist. Mit wenigen Ausnahmen dürfte das heutige Ergebnis zu einer weitgehenden Kontinuität in der französischen Innen- und Außenpolitik sowie in der Haltung Frankreichs zur EU-Politik führen. Der Aufschwung, den die Märkte genießen, dürfte sich jedoch in Grenzen halten. Frankreich steht mittelfristig immer noch vor großen Herausforderungen, darunter die Haushaltskonsolidierung, die langfristige Tragfähigkeit der wichtigsten Säulen des Sozialvertrags (Renten, Gesundheitswesen) und die dringende Notwendigkeit, die Produktivität zu steigern. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass eine aus der Not heraus konstruierte Mehrheit (um die extreme Rechte von der Macht fernzuhalten) über das politische Kapital verfügt, um die langfristigen Herausforderungen Frankreichs anzugehen.“
Stephen Dover, Leiter des Franklin Templeton Institute