Olympisches Fußball-Turnier
Rudi Völler begrüßt Limit bei Olympia-Abstellungen

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Düsseldorf (ots) – Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler begrüßt die Regelung der Manager der Bundesligisten, die Zahl der Abstellungen pro Verein für das olympische Fußball-Turnier (4. bis 20. August) auf zwei Spieler zu limitieren. „Die Zahl kann im Einzelfall sicher variieren, aber in Absprache mit Horst Hrubesch sollte dann geprüft werden, was mit Rücksicht auf die betroffenen Vereine Sinn macht und was nicht“, sagt Völler der „Rheinischen Post“. Die Zahl der Abstellungen müsse im Rahmen bleiben, sagt er. „Es darf nicht so sein, dass einige Vereine vier Spieler abstellen und andere gar keinen.“

Finanzen
Thüringens Regierungschef Ramelow fordert mehr Beachtung für die neuen Länder

Halle (ots) – Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat gefordert, beim Länderfinanzausgleich die besonderen Probleme Ostdeutschlands im Auge zu behalten. „Die neuen Länder dürfen beim Länderfinanzausgleich nicht abgekoppelt werden“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Wir brauchen Finanz- und Innovationskraft, um die Aufholjagd, die jetzt erst beginnt, aufnehmen zu können. Deshalb müssen die Länderfinanzbeziehungen fair und sachlich geregelt werden.“ Ramelow fügte mit Blick auf die Finanzierung der Flüchtlingskosten hinzu: „Die Kosten der Unterkunft müssen übernommen werden. Die darf man nicht den Städten und Gemeinden überlassen. Bisher müssen die Länder 80 Prozent der Gesamtkosten tragen und der Bund 20 Prozent. Wir bräuchten einen minimalen Lastenausgleich. Das heißt, 50 Prozent sollte der Bund übernehmen und 50 Prozent die Länder.“

Terrorzelle im Westjordanland ausgehoben
Israel: Inlandgeheimdienst Shin Bet geht gegen jüdische Extremisten vor

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Jerusalem (nex) – Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet hat Medienberichten zufolge im Westjordanland sechs jüdische Extremisten verhaftet, die eine Terrorzelle gebildet und Anschläge auf Palästinenser verübt haben sollen. So sollen sie unter anderem Brandflaschen auf Wohnhäuser palästinensischer Familien geworfen haben, Autos zerstört und auf ihren Feldern arbeitende Bauern angegriffen haben. Einer Mitteilung des Shin Bet und der israelischen Polizei zufolge sollen die Extremisten explizit den Brandanschlag von Duma als Vorbild betrachtet haben, bei dem im Juli 2015 ein 18 Monate altes Kind und dessen Eltern getötet worden waren. Rechtsextreme Kräfte in Israel hatten diesen Anschlag in mehreren Videos verherrlicht.
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Der israelisch-palästinensische Konflikt war in den letzten Monaten durch Extremisten und Terroristen auf beiden Seiten weiter angeheizt worden. Während jüdische Extremisten durch Anschläge wie in Duma in Erscheinung treten, greifen arabische Radikale unter anderem zu gezielten Messerangriffen gegen Einsatzkräfte und Zivilisten. Am Montag hatte es 20 Verletzte bei einem Bombenanschlag auf einen Bus in Jerusalem gegeben. Die im Gazastreifen regierende, von Israel als Terrororganisation eingestufte Hamas hat den mutmaßlichen Täter als „Märtyrer“ verherrlicht.

Türken hacken Twitter-Account
Lutz Bachmann: Erdoğan wird Deutschland von den Nazis befreien

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Dresden (nex) – Seit Donnerstagmorgen um etwa 6.30 Uhr steht der Twitter-Account des PEGIDA-Führers Lutz Bachmann, @lutzibub, ganz im Zeichen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Dessen Profilbild und eine große türkische Fahne im Hintergrund zieren nun das Twitter-Konto, auf dem sonst regelmäßig islam- und türkenfeindliche Propaganda publiziert wurde. Nun werden pro-türkische Botschaften verbreitet und kritische Tweets, die sich nicht nur gegen Rechtsnationalisten, sondern auch gegen deutsche Medien richten. Die deutsche Regierung wird unter anderem aufgefordert, Waffenlieferungen an die YPG einzustellen und sich beim türkischen Präsidenten für die beleidigenden Äußerungen im NDR und in der Sendung des ZDF-Moderators Jan Böhmermann zu entschuldigen. Bislang hat die hinter dem Hack stehende Gruppe ihre Identität noch nicht offenbart. Derzeit werden nach wie vor über den Bachmann-Account Nachrichten verbreitet wie jene, dass Erdoğan Deutschland vom Nazismus befreien werde.

Weltgartenausstellung
EXPO 2016 Antalya: Die erste Weltgartenausstellung der Türkei startet in Antalya

Antalya (nex) – Die Weltgartenausstellung EXPO, eine der größten Gartenschauen der Welt, beginnt am morgigen Freitag mit einer Eröffnungsfeier in Antalya, dem südtürkischen Urlaubsort am Mittelmeer, an der voraussichtlich auch der Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und der Ministerpräsident Ahmet Davutoglu teilnehmen werden. Die EXPO mit ihrer 160-jährigen Geschichte wird zum ersten Mal in der Türkei von April bis Oktober dieses Jahres auf einem Ausstellungsgelände von 121 Hektar ausgerichtet. Die Ausstellung hat das Thema „Blumen und Kinder“ und das Motto „Ein grünes Leben für zukünftige Generationen“ gewählt. Die Geschichte und kulturelle Vielfalt sowie das reichlich vorhandene landwirtschaftliche und ökonomische Potenzial der Türkei sollen im Mittelpunkt stehen. Die EXPO 2016 Antalya wird nationale und internationale Events wie Konzerte, Kongresse, Symposien, Tanzshows, Musicals, Theateraufführungen, Workshops, Straßenshows und Sonderveranstaltungen während der Feiertage und des Fastenmonats Ramadan anbieten. Es werden acht Millionen Besucher während der sechsmonatigen Dauer des Events erwartet. Neben Grünflächen hat die Weltgartenausstellung einen „Türkei-Eiffelturm“, einen See, einen Parcours der biologischen Vielfalt, eine Kinderinsel, eine Glasbrücke, ein Museum für Landwirtschaft und Biodiversität, ein Wissenschafts- und Technologiezentrum für Kinder sowie Schlemmermeilen, Amphitheater, Wassermühlen und Gärten der teilnehmenden Länder im Angebot. Auch botanische Varietäten und Produkte aus dem Ausland, insbesondere die Flora und grüne Kultur, werden hier präsentiert: Die EXPO 2016 Antalya wird sich mit 25.000 Bäumen von 120 verschiedenen Arten schmücken. Neben einer 650.000 m² großen Grünfläche gibt es einen 80 m² großen See auf dem Ausstellungsgelände. 300.000 m² sind für die Besucher reserviert. Mehr als 50 Länder werden an der EXPO 2016 Antalya teilnehmen. Deutschland, China, Japan, Nepal, Sierra Leone, Tansania, Katar, Uganda, Mexiko, Simbabwe, Burundi, die Niederlande, Hong Kong, der Senegal und Südafrika sind nur einige davon.

Warschau unterstützt türkische Forderungen
EU-Flüchtlingsdeal: Polen unterstützt türkische Forderung nach Visafreiheit

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Ankara (nex) – Die Regierung in Warschau hat der Türkei Unterstützung bezüglich der Durchsetzung des visafreien Reiseverkehrs zu Gunsten ihrer Staatsangehörigen zugesagt, wenn Ankara alle technischen Kriterien erfülle, erklärte der polnische Außenminister Witold Waszczykowski am Mittwoch. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Çavuşoğlu in Ankara erklärte Waszczykowski: „Wir wollen nicht, dass türkischen Bürgern Visa abverlangt werde, zumal wir selbst möchten, dass die Türkei Visarestriktionen für polnische Bürger aufhebt.“ Çavuşoğlu meinte daraufhin, für polnische Staatsangehörige gelte bei der Einreise in die Türkei eine Visapflicht auf Flughäfen und an den Grenzstationen, „aber wir möchten diese Visabestimmung so bald als möglich beseitigen“. Er dankte Polen nicht nur für dessen Einsatz zu Gunsten einer Erleichterung der Visabestimmungen für türkische Staatsangehörige, sondern auch „für die Unterstützung bezüglich des türkischen Beitrittsprozesses“. Der Minister zeigte sich zuversichtlich, dass die Türkei in der Lage sei, alle Verpflichtungen zu erfüllen, sodass die EU wie vereinbart die Visaregelungen für Türken bis Juni des Jahres aufheben werde. „Unsere Bürger verdienen es“, erklärte Çavuşoğlu. „Unsere Bürger sind keine Asylbewerber. Selbst unsere in Europa lebenden Staatsangehörigen wollen in die Türkei zurückkehren.“ Die Außenminister sprachen auch über die in beiden Staaten herrschende Verunsicherung angesichts des Agierens der Russischen Föderation an ihrer Peripherie und über den Syrienkonflikt.

Ehemaliger Flüchtling aus Tunesien behandelt Fico
Slowakei: Flüchtlingsgegner Fico wird von muslimischem Ex-Asylanten behandelt

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Antimigrantischer slowakischer Ministerpräsident wird von einem Flüchtlingsarzt behandelt Bratislawa: (nex) – Der für seine antimigrantische Haltung bekannte slowakische Minsterpräsident Robert Fico wurde am vergangenen Donnerstag wegen Brustschmerzen ins Krankenhaus eingewiesen. Behandelt wurde er dort von einem Arzt, der seinerzeit in Ficos Land Asyl ersucht hatte. Der 51-jährige Politiker hält sich im Nationalen Institut für Herz- und Blutgefäßerkrankungen in der slowakischen Hauptstadt Bratislava auf, wo er sich einer Herzuntersuchung unterzog. Es wird erwartet, dass er eine Woche im Krankenhaus verbringen wird.
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Das Nachrichtenportal „BBC Turkish“, das die tschechische Zeitung „Novinky“ zitiert, berichtet, dass Ficos behandelnder Arzt Mongi Msolly, der gleichzeitig der Leiter des Instituts ist, im Jahr 1980 als tunesicher Flüchtling in die ehemalige Tschechoslowakei kam und hier seine Ausbildung abschloss. Als das Land sich 1993 in die Republik Tschechien und Slowakei teilte, blieb Msolly in der Slowakei. Der slowakische Ministerpräsident ist bekannt für seine harsche Haltung gegenüber Flüchtlingen. Er rief wiederholt dazu auf, Flüchtlinge außerhalb der Europäischen Union zu halten. Die regionalen Verbündeten der Slowakei, die Republik Tschechien, Ungarn und Polen, vertreten eine ähnliche Haltung. Fico erklärte zuvor, dass er sich weigern werde, irgendeine Entscheidung zu treffen, „die die Entstehung einer ausgeprägten muslimischen Community in der Slowakei hervorrufen könnte“, und putzte die Idee der Umverteilung neu ankommender Flüchtlinge nach Quoten herunter. Fico wurde erneut zum Ministerpräsidenten ernannt, nachdem seine linkspopulistische sozialdemokratische Partei Smer-SD im vergangenen März die Parlamentswahlen gewann. Der Politiker musste nun aus gesundheitlichen Gründen seine erste für vergangene Woche geplante Auslandsreise in die Republik Tschechien absagen. Diese Woche hätten Ungarn und Polen auf seinem Reiseplan gestanden. Fico, der regelmäßig joggt und Fußball spielt, hat mit Wirbelsäulenproblemen und sportbedingten Verletzungen zu kämpfen. Herzbeschwerden waren bislang nicht bekannt.

Großes Wachstum an Patenten
Erdogan: „Man neidet der Türkei ihren Erfolg“ – Patentanmeldungen im zweistelligen Bereich gestiegen

Ankara (nex) – Die Probleme, die die Türkei im Laufe der vorangegangenen Jahre zu bewältigen hatte, haben mit der Entwicklung und der wachsenden Bedeutung der Türkei zu tun, erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Mittwoch. „Alle Welt sieht die Realität eines wachsenden, sich entwickelnden Türkei und einer Türkei, die sich mit kräftigen Schritten vorwärtsbewegt“, erklärte Erdoğan im Rahmen einer Auszeichnungszeremonie für Patentinhaber in Ankara. „Offen gesagt, ich denke, die Probleme, die wir in den vergangenen drei Jahren hatten, haben mit dieser Situation zu tun. Wenn Leute versuchen, mit unserem Land Spiele zu spielen, muss euch klar sein, dass dieser Sprung sich jenseits dieser Spiele ereignen wird.“ Die Gezi-Krawalle von 2013 und die jüngste Terrorwelle zeigten, dass die Türkei für ihren Erfolg ins Visier genommen werde. Erdoğan fügte hinzu, die Türkei sei „nicht mehr die alte Türkei“. Das Land könne nicht mehr leicht manipuliert werden. Die Türkei, so der Präsident, strebe an, zu einer der zehn größten Wirtschaftsmächte der Welt zu werden. Was Patente anbelange, erklärte der Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, Fikri Isik, dass die Regierung daran arbeite, einen Markt für Immaterialgüterrechte als Teil der Börse in Istanbul zu etablieren. „Wir legen einen Schwerpunkt darauf, die Etablierung von Patenten, Industrial Design und Handelsmarken im Land zu steigern“, so der Minister. „Die Türkei befindet sich anhaltend unter den Ländern mit dem größten Wachstum an Patentanmeldungen. Wir haben viel an Weiterentwicklungen und Verbesserungen erlebt, aber wir stehen noch nicht auf dem Level, das wir anstreben.“ Der Weltorganisation für Immaterialgüterrechte (WIPO) zufolge sei die Zahl der Patentanmeldungen in der Türkei seit 2005 im zweistelligen Bereich gewachsen und derzeit stehe das Land auf Platz 23 bezüglich der Anzahl der angemeldeten Patente. Bei den Handelsmarken stehe die Türkei auf Platz 11 und beim Industrial Design auf Platz 7.

Mangel an externer Computerwartung
Gymnasiallehrer: Bis zu 30 Prozent der Schulcomputer nicht einsetzbar

Osnabrück (ots) – Die deutschen Gymnasiallehrer fordern eine professionelle Betreuung der Schulcomputer und Schulnetzwerke durch IT-Profis. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ betonte der Vorsitzende des Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, „jede größere Firma, jede Kommune und jede Behörde hat EDV-Experten und setzt auf Profis“. Die Schulen aber müssten sich nach wie vor weitgehend selbst helfen. Der Mangel an externer Computerwartung durch Spezialisten führe überdurchschnittlich oft zu Geräte- und Stundenausfall in den Laptop-und Computerklassen. Der Vorsitzende beruft sich auf Schätzungen des Verbandes, wonach bis zu 30 Prozent der Computer nicht einsetzbar seien oder Computerräume nicht genutzt werden könnten „Frust bei Schülern und Lehrern ist die Folge“, beklagte Meidinger. Derzeit erledigten Pädagogen vielfach in ihrer Freizeit den Computer-Service oder erhielten dafür eine „lächerlich geringe“ Stundenentlastung. Pauschalforderungen nach einer flächendeckenden Digitalisierung deutscher Schulen nannte der Philologen-Chef vor diesem Hintergrund „wenig realitätsnah“. Die digitale Ausstattung sei weit fortgeschritten. Der Service aber liege brach, bekräftigte er. Meidinger befürwortete erneut mehr spezifische Fortbildungsangebote für Lehrer im digitalen Bereich. Er stellte aber klar: „Die große Mehrzahl der Lehrkräfte ist technisch fit und beherrscht grundsätzlich, was man für den Unterricht braucht.“ Computermuffel gebe es nicht mehr, betonte Meidinger.

Abschaltung von Risiko-Atomreaktoren
Hofreiter fordert AKW-Abschaltungen auch in anderen EU-Ländern

Düsseldorf (ots) – Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat die Bundesregierung aufgefordert, auch die Abschaltung von Risiko-Atomreaktoren in Frankreich, der Schweiz und in Tschechien zu verlangen. „Rund um Deutschland stehen gefährliche Schrottreaktoren. Die Bundesregierung darf diese Risiko-Meiler nicht länger dulden“, sagte Hofreiter der „Rheinischen Post“. „Sie muss gegenüber Frankreich, der Schweiz, Tschechien und Belgien unmissverständlich deren Abschaltung einfordern“, sagte der Grünen-Politiker. „Die Bundesregierung muss sich international für neue Regelungen einsetzen, die Nachbarstaaten mehr Mitspracherechte beim Betrieb grenznaher Atomkraftwerke sichert“, sagte Hofreiter. Er reagierte damit auf das Ersuchen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) an die belgische Regierung, die umstrittenen Kraftwerksblöcke Tihange 3 und Doel 2 vorübergehend abzuschalten.