Reisen
Turkish Airlines und Air Algerie unterzeichnen Partnerschaft

Turkish Airlines und Air Algerie unterzeichnen Codesharingabkommen Istanbul (nex) – Wie Turkish Airlines und Air Algerie in einem Statement erklärten, werden in Zukunft Flüge des Partners unter eigenem Namen und eigener Flugnummer vermarktet. Bei einem Codesharing handelt es sich um einen gemeinsamen Flug in ein- und derselben Maschine, den sich zwei Airlines teilen. Der Flug ist jeweils mit zwei Flugnummern ausgeschrieben. Jede der beteiligten Gesellschaften führt diesen Flug unter einer eigenen Flugnummer, dem Code. Codesharing ist also eine spezielle Form des Interlining.
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Für Fluggesellschaften bietet Codesharing große Vorteile: Sie können ihr Streckennetz erweitern, Flüge besser auslasten und günstig neue Verbindungen testen. Turkish Airlines und Air Algerie werden ab kommendem Monat mit dem Teilen der Reservierungsdetails beginnen, gab die staatliche türkische Fluggesellschaft bekannt. Das Abkommen, das ab dem 15. Mai 2016 in Kraft tritt, werde „die Handelspartnerschaft zwischen den beiden Gesellschaften erweitern“, so Turkish Airlines weiter. „Wir freuen uns sehr, dieses Codesharingabkommen mit Air Algerie abgeschlossen zu haben“, sagte Temel Kotil, CEO der Turkish Airlines. „Ziel des Abkommens ist der Ausbau unserer Partnerschaft, um so mithilfe der Netzwerke beider Airlines das Reiseangebot für unsere Gäste zu erweitern.“
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Kotils Pendant bei Air Algerie, Mohamed Abdou Bouderbala, fügte hinzu: „Diese Zusammenarbeit wird für beide Parteien früchtetragend sein. Wir werden die Kooperation auch sehr bald erweitern.“

Gewaltexzesse der PKK-Anhänger
Zeugen der Friedensdemos: „Osmanen Germania schützten uns vor PKK-Angriffen“

Stuttgart (tp/nex) – In mehreren deutschen Städten hatten am 10. April türkische Gruppen zu Friedensmärschen aufgerufen. Doch an mehreren Orten endeten die Demonstrationen in gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Kurden, linken deutschen Gruppen sowie der Polizei. Die demonstrierenden Türken konnten nur durch massiven Polizeieinsatz geschützt werden. Dennoch ist die Bilanz verheerend: mehr als 50 verletzte Polizisten in Stuttgart, aber auch eine unbekannte Anzahl von türkischen Teilnehmern der Demonstration, die durch Flaschenwürfe, Knallkörper sowie Attacken nach der Veranstaltung verletzt wurden, sich aber vor Ort nicht ärztlich behandeln ließen.
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Die Friedensmärsche wurden in allen Städten gleichzeitig mit Gegendemonstrationen begleitet, die durch einen Aufruf von Migrantenverbänden, wie der Kurdischen sowie Alevitischen Gemeinde in Deutschland, unterstützt wurden. Dass die Aufrufe dann in solch ein Gewaltpotential münden würden, konnte auch der Vertreter der Kurdischen Gemeinde in Stuttgart nicht mehr verhehlen. Zu stark waren die Friedensmärsche im Vorfeld stigmatisiert worden. Als „Faschistenmarsch“ und „nationalistisch“ bezeichnet, hatten die Versammlungsleiter stets abgestritten, sich von irgendeiner Partei oder Vereinigung steuern zu lassen. Sie hätten auf eigene Rechnung die Friedensmärsche organisiert und nun würden sie auch heute noch massivst bedroht werden. Das Gewaltpotential war dabei von vornherein klar, weshalb jetzt von den Versammlungsleitern die Frage aufgeworfen wird, weshalb die Polizei die Gegendemonstrationen zugelassen hat. Bislang habe sich keine türkische Gegendemonstration organisiert, um eine Demonstration von PKK-Sympathisanten bewusst zu provozieren oder zu verhindern. Man respektiere das Demonstrationsrecht in Deutschland und habe daher stets Abstand davon genommen. Das zeige auch im Umkehrschluss, wie demokratisch veranlagt diese Menschen seien, die eine ordnungsgemäß angemeldete Veranstaltung zu verhindern versuchen würden, stets unterstützt durch Migrantenverbände, deren Haltung zu einer Terrororganisation wie der PKK zu hinterfragen sei, erklärt einer der Versammlungsleiter in Stuttgart.
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Seit dem 10. April wächst aber auch die Sorge darüber, dass die Teilnehmer der Demonstrationen gezielt bedroht werden. Einer dieser Teilnehmer, ein türkischer Staatsbürger, der namentlich nicht erwähnt werden will, wird deutlicher. In Stuttgart werde er von PKK-Sympathisanten gezielt gesucht. Seine Freundin sei bei der Demonstration in Stuttgart verletzt worden, als eine Rauchbombe ihr Bein getroffen habe. Als dann die gewaltbereiten Gegendemonstranten die am Boden verletzte Frau mit Steinen traktiert hätten, habe er sich über sie gebeugt und so geschützt, sei dabei selbst verletzt worden. Dabei sollen auch Fotos von ihm und der Frau geschossen worden sein, die jetzt im Internet in einschlägig bekannten PKK-Seiten kursieren. Darin würden Mordaufrufe gestartet, wobei nicht nur er betroffen sei. Eine andere Frau, die ebenfalls namentlich nicht erwähnt werden will, erklärt, sie habe mit ihrem deutschstämmigen Ehemann an dem Friedensmarsch teilgenommen. Von einem Augenblick zum anderen habe sich das Paar dann inmitten der Gegendemonstranten befunden. Pflastersteine seien aus der Straßendecke herausgerissen worden, Knallkörper seien über die Polizeiabsperrung in den Friedensmarsch geflogen. Man habe sich inmitten einer Schlacht befunden, erzählt die türkische Frau. Familien hätten sich in Sicherheit gebracht, die sich noch am Rande der Gruppe befunden hätten. Andere Familien seien regelrecht eingeschlossen worden. Man habe sich dann bis zur der Polizeiabsperrung begeben, habe sich aber auch da nicht wirklich gut aufgehoben gefühlt.
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Aber auch am Rande der Demonstration oder nach Abschluss der Kundgebung habe es fragwürdige und zum Teil völlig enthemmte Szenen gegeben. Während vermummte Gegendemonstranten durch die Stuttgarter Innenstadt ungehindert marschiert seien, sollen Türken, die ihre Flaggen über die Schulter gespannt hätten, von der Polizei angehalten worden sein, die Flaggen einzupacken. Auch nach dem Ende der Kundgebung habe es brenzlige Situationen gegeben. Am Hauptbahnhof seen die Türken nur knapp einer Massenschlägerei entkommen, die laut Berichten wahrscheinlich mit Schwerverletzten oder gar Todesopfern geendet hätte. Augenzeugen erklärten, dass die zahlreichen Türken in die S-Bahn eingestiegen seien, als etwa 100 vermummte PKK-Sympathisanten, am Bahnsteig angekommen, sich Zutritt in die S-Bahn verschaffen wollten. Da aber die Türen bereits verriegelt gewesen seien, sei der Versuch gescheitert. Dennoch habe der Aufmarsch auch unter den deutschen in der S-Bahn zu Panikreaktionen geführt, Frauen und Kinder hätten im Abteil geweint, erklärt ein Beobachter. Einer der Versammlungsteilnehmer, Tuncay genannt, gibt unumwunden zu, dass die PKK bereits vor dem Friedensmarsch Drohungen gegen ihn ausgesprochen habe. Aber auch gegen die Stadt erhebt Tuncay schwere Vorwürfe. Sie hätten ihn und die anderen Versammlungsleiter geradezu mit der amtierenden Regierung in der Türkei in Zusammenhang gebracht und, als ob das nicht ausreiche, die Gegendemonstration regelrecht gefördert. Dabei habe man von Anfang an beteuert, weder mit einer Partei, noch mit einem Verein zu tun zu haben. Ein Teilnehmer aus Pforzheim hat darauf schon eine eigene Antwort: „Man – also die Verantwortlichen der Stadt wie auch die Aufrufer zur Gegendemonstration – wollte uns geradezu in die rechte Ecke drücken. Zum Glück ließen sich die Teilnehmer nicht dazu hinreißen, auch wenn die Gewalt von der anderen Seite uns dermaßen zugesetzt hat, dass die Lage für einen kurzen Augenblick so erschien, als würde es außer Kontrolle geraten.“ Grund hierfür, so erklären einige der Kundgebungsteilnehmer, seien wohl auch die „Osmanen Germania“ gewesen, eine türkische Gang, die an den Friedensmärschen teilnahm. Schon vor Beginn des Friedensmarsches war die Rolle der Gruppe vielen Friedensmarsch-Teilnehmern klar, nachdem die Gruppenanführer an ihre Mitglieder lautstark die Order gaben, für Ruhe innerhalb des Friedensmarsches zu sorgen. Sie sollten den Friedensmarsch mit jeweils einer Reihe von Gruppenmitgliedern flankiert mit begleiten und so für Ordnung sorgen. Viele Teilnehmer erklärten nach der Veranstaltung, dass das beherzte Eingreifen der Osmanen Germania das Beste war, was dem Friedensmarsch passieren konnte. So konnte nicht, wie beabsichtigt, der Friedensmarsch diskreditiert werden. Stattdessen zeigte die Gegendemonstration ihr wahres Gesicht.  
Erschienen bei turkishpress

Zeremonie zum Kinderfest der Türkei
Erdogan zum internationalen Kinderfest: „Welt ohne Kinder wäre sinnlos und nicht lebenswert“

Ankara (nex) – Zum traditionellen Kinderfest, das am Samstag in der gesamten Türkei als nationaler Feiertag begangen wird, hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Gebäudekomplex des Präsidentenpalastes eine Abordnung von Kindern aus der gesamten Welt empfangen. Die mittlerweile zum 38. Mal stattfindende offizielle Veranstaltung wurde vom staatlichen türkischen Rundfunk TRT mitorganisiert. In seiner Festrede zeigte sich Erdoğan hoch erfreut, den 23. April als den türkischen Kindertag mit Kindern aus Dutzenden von Ländern in aller Welt begehen zu können. Erdoğan erklärte, er könne sich nicht ausdenken, wie trocken, leblos und sinnlos eine Welt ohne Kinder sein würde. Kinder seien der Name der Liebe ohne Kalkül, Lüge und Heuchelei. Die reinste, unschuldigste und klarste Liebe sei in den Augen, Gesichtern und kleinen Händen der Kinder zu finden. Der Kindertag wurde am 23. April 1920 von der Großen Nationalversammlung der Türkei im Rahmen ihres ersten Zusammentretens unter dem Eindruck des sich abzeichnenden Sieges in den Befreiungskriegen geschaffen. Wie in einer Kindergeschichte habe man die Geburt und das Erwachsenenwerden der Republik miterlebt, die in diesem Jahr 93 Jahre alt werde, so Erdoğan. Ein so bedeutender Tag habe es gerechtfertigt, allen Kindern der Welt als Festtag geschenkt zu werden.

Kopftuch an der Uni
Paris: Politik-Studierende organisieren „Hijab Day“

Paris (nex) – Muslimische Studierende des angesehenen Sciences Po Paris, einer internationalen Eliteuniversität, organisierten am vergangenen Mittwoch „einen Tag der Sensibilisierung in der Kopftuchfrage“. In Frankreich wird die Kopftuchdebatte seit mittlerweile Wochen erbittert geführt und sie hält auch weiterhin an. Eine Studierendenorganisation der Sciences Po Paris sah dringenden Handlungsbedarf und richtete am vergangenen Mittwoch einen „Hijab Day“ – anders gesagt: „einen Tag der Sensibilisierung Frankreichs in der Kopftuchfrage“ aus. Die Organisatoren luden alle Studentinnen und Studenten der Eliteuniversität – ob Muslim oder Nichtmuslim – ein, „sich die Haare einen Tag lang mit einem Kopftuch zu bedecken“. Dabei ließ sich die Organisation von der weltweiten Initiative „World Hijab Day“ inspirieren, die am 1. Februar 2013 ins Leben gerufen worden war.
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Auf der Facebookseite der Veranstaltung, die von der am Sciences Po Paris angesiedelten Studierendenvereinigung „Salaam – Reflexion über den Islam“ erstellt wurde, erklären die Organisatoren: „Sich die Haare mit einem Kopftuch zu bedecken, und sei es nur für einen Tag, im Unterricht und auf der Straße, bietet die Möglichkeit, sich des Blickes des Anderen, der eigenen Bedenken und Sorgen bewusst zu werden, und die Erfahrung der Stigmatisierung vieler kopftuchtragender Frauen in Frankreich besser zu verstehen.“ Das Ziel sei die „Entmystifizierung des Stoffstücks“, erklären sie. „Die Person, die es trägt, ist diejenige, die dem Kleidungsstück eine Bedeutung verleiht, und sie ist auch die einzige, die dazu befugt ist, ihm eine Bedeutung zu verleihen“, ist auf der Veranstaltungsseite zu lesen. Der „Hijab Day“ wurde auch von der feministischen Vereinigung am Sciences Po Paris, „Politiqu’Elles“, unterstützt, die erklärte, dass diese Initiative das Wort gerne den Frauen geben würde, über die man ständig spreche, die aber nie die Gelegenheit erhielten, dass man ihnen zuhöre. „Politiqu’elles“ ruft zu einer „sachlichen Debatte“ über das Thema auf.
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Der Zeitpunkt dieses Engagements ist freilich nicht zufällig gewählt. Der französische Premierminister Manuel Valls hatte zuvor vorgeschlagen, das Kopftuch an Universitäten zu verbieten, was Präsident Hollande umgehend ablehnte. Die Studentenvereinigung des rechtsextremen Front National am Sciences Po Paris wollte in dieser Aktion eine „besonders widerliche politische Provokation“ erkannt haben. Verschleierte Frauen seien keine Staatsbürgerinnen mehr, sondern „Mitglieder einer fordernden religiösen Gruppe“. Der Schleier stehe in krassem Gegensatz zu allen Prinzipien des Laizismus, wie man ihn sich im Jahr 1905 vorgestellt habe.
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Auch die Ministerin für Frauenrechte, Laurence Rossignol, hatte zu Beginn dieses Monats harsche Kritik an Modeunternehmen, die seit Neuestem speziell für Musliminnen konzipierte Produkte anbieten, geübt und Frauen, die sich freiwillig bedecken, mit „amerikanischen Neger[n], die für die Sklaverei waren“, verglichen.

Verletzte auf Intensivstation
Stuttgart: Eskalation der Gewalt zwischen „Osmanen Germania“ und PKK-naher „Red Legion“

Stuttgart (nex) – Zu mehreren gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Banden ist es in der Nacht zum Donnerstag in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart gekommen. Dies berichten mehrere lokale Medien. Wie die Polizei nun mitteilt, soll es sich bei den Kontrahenten einerseits um Angehörige der offiziell als Boxclub auftretenden Vereinigung „Osmanen Germania BC“, auf der anderen um Anhänger der seit 2013 in Baden-Württemberg verbotenen, linksextremen Red Legion handeln, der eine Nähe zur PKK nachgesagt wird. Die Auseinandersetzung, so vermuten die Polizeibeamten, sollen ihre Wurzeln bereits am Rande der Krawalle vor zwei Wochen haben, als Linksextreme und PKK-Anhänger eine türkische Friedensdemonstration angegriffen hatten. An der Demonstrationen sollen sich auch Angehörige der Osmanen beteiligt haben.
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Bei den zum Teil mit Baseballschlägern und Messern ausgetragenen Konfrontationen in Stammheim und Ludwigsburg wurden den Polizeiberichten zufolge insgesamt drei Männer verletzt, zwei von ihnen schwer. Am Mittwoch soll es gegen 22 Uhr zu einer ersten Schlägerei in Stammheim gekommen sein. Ein 25-jähriger Anhänger der Red Legion gab an, er sei von mehreren Angehörigen des Osmanen BC verfolgt und angegriffen worden. Er wurde, so die Polizei, bei dem Angriff erheblich verletzt und ins Krankenhaus nach Ludwigsburg gebracht. Dort sollen drei Stunden später 20 Red-Legion-Anhänger auf zwei offenbare Anhänger der „Osmanen“-Vereinigung im Alter von 32 bzw. 41 Jahren mit Messern und Baseballschlägern losgegangen sein. Auch diese mussten stationär behandelt werden.
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Neben üblichen Rivalitäten im Rockermilieu soll nach Einschätzung der Polizei auch die innenpolitische Lage in der Türkei seit der Rückkehr der terroristischen PKK zur Gewalt im Juli 2015 und der darauf folgenden Antiterroroperationen der türkischen Regierung die Eskalation zwischen den verfeindeten Gruppen anstacheln. Der „Osmanen Germania BC“ wurde 2014 in Frankfurt/Main gegründet und soll in Baden-Württemberg nach Einschätzung des LKA über sechs Stützpunkte und etwa 60 Mitglieder verfügen.

Einsamkeit kann das Leben gefährden
Studie: Einsamkeit senkt Lebenserwartung wie Rauchen und Übergewicht

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London (nex) – Einsamkeit und Isolation können in gleicher Weise einen Schlaganfall oder eine Herzattacke begünstigen wie Angst oder ein stressiger Job, entdeckte jüngst eine Studie, die von Forschern der Universität von York durchgeführt wurde. Es ist bekannt, dass Übergewicht und Inaktivität die Lebenserwartung senken können, bis dato maß man jedoch in weiten Teilen der Forschung Einsamkeit und Isolation einen weniger dramatischen Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen zu. Diese Auffassung widerlegte nun eine Studie, die in der Abteilung für Gesundheitswissenschaften der Universität von York von einem Team unter Leitung von Dr. Nicole Valtorta durchgeführt wurde. Der Studie zufolge, im Zuge derer 181 000 Probanden untersucht wurden, steigert Einsamkeit das Risiko koronarer Herzerkrankungen um 29 Prozent und das Risiko eines Schlaganfalls um 32 Prozent. Damit zeigt die Studie, dass die Effekte von Einsamkeit und Isolation auf die menschliche Gesundheit mit jenen des Rauchens und des Übergewichts vergleichbar sind.

Das Ende der Türken
Iranischer Provinzvertreter Ameli: „Mehdi wird die Türken vernichten“

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Teheran (nex/eurasia) – Der Provinzvertreter der persisch-schiitischen Geistlichkeit im Nordiran, Ayatollah Ameli, hat kürzlich in einer Rede gepredigt, dass Mehdi auf die Erde kommen werde, „um die Türken zu vernichten“. Dabei verwies der radikale schiitische Gelehrte auf die Endzeit, in der Mehdi laut islamischer Tradition das Unrecht auf der Welt beseitigen werde. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Araznews.

In seiner Rede in einer Moschee der Stadt Täbris im Nordwesten Irans habe Ayatollah Ameli wörtlich gesagt:

„Imam-e Zaman (Hazreti Mehdi) wird in Syrien und im Irak gegen die Türken kämpfen. Das letzte Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit war nichts weiter als eine Begegnung der US-Dollar und Geldes.“

Zudem behauptete Ameli, die türkische Bevölkerung Südaserbaidschans (Nordiran) und die türkische Kultur im Iran würden Israel als Türöffner zur Destabilisierung des Landes dienen.

Laut Erkenntnissen von Araznews gehört Ayatollah Ameli zu den engsten Vertrauten des obersten Führers Ali Chamenei in Südaserbaidschan.

Außerdem gibt es Gerüchte, wonach Ayatollah Ameli ein Ausbildungscamp für bewaffnete schiitische Gruppen in der Nähe der mehrheitlich von Aserbaidschanern bewohnten Stadt Erdebil gegründet habe, die nach ihrer Ausbildung wieder ins Ausland gehen sollten, um dort zu operieren. Die Ausbildung der Milizionäre solle die Revolutionsgarde übernehmen.

Jene, die an der militärischen Ausbildung partizipieren, sollen mehrheitlich turksprachig sein und innerhalb der Turkstaaten im Sinne Teherans eingesetzt werden. Diese Aussagen konnten bislang noch nicht von unabhängiger Seite überprüft werden. Lokale türkischsprachige Quellen jedoch wollen von solchen Bewegungen mitbekommen haben.

Der Iran und die Türkei liefern sich in Syrien und im Irak mehr oder weniger offen einen Stellvertreterkrieg entlang konfessioneller Sollbruchstellen. Während die Türkei die sunnitische Opposition in Syrien und die sunnitisch-kurdischen Peschmerga sowie Araber im Irak unterstützt, steht der Iran aufseiten der alawitischen al-Assad-Regierung in Syrien und der Schiiten-Regierung Bagdads.


Erschienen bei eurasianews

AfDs Islamverbot
Ex-Bundespräsident Wulff bekräftigt: „Islam gehört zu Deutschland“

Dortmund (nex) – Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff äußerte sich gegen die zunehmende anti-islamische Stimmung in Deutschland und wies abermals darauf hin, dass der Islam zu Deutschland gehöre, ungeachtet dessen, was rechtsextreme Parteien behaupteten. „Wenn drei Millionen Muslime in unserem Land leben, gehören sie mitsamt ihrer Religion zu unserem Land“, erklärte Wulff am vergangenen Dienstag in Berlin vor Vertretern der Auslandspresse (VAP). Er übte scharfe Kritik am Entwurf zum Parteiprogramm der rechtsextremen populistischen Alternative für Deutschland (AfD), die vor der „Islamisierung Deutschlands“ warnt und die Verbannung islamischer Symbole, einschließich Minaretten, aus der Öffentlichkeit fordert. Der Christdemokrat Wulff widersprach derartigen Aufrufen und wies darauf hin, dass das Grundgesetz die Religionsfreiheit für alle garantiere, einschließlich dem Recht der Muslime auf freie Glaubensausübung, Religionsunterricht und den Bau von Moscheen. „Wer immer sagt, ich will den Islam in Deutschland nicht haben, ich will den Islam nicht in Europa haben, der oder die ist gegen unser Grundgesetz“, betonte Wulff. „Wer immer sagt, ich möchte keine Muslime in Europa haben, der oder die kann auch nicht Rechte für Christen in anderen Teilen der Welt verlangen und sollte auch nicht überrascht sein, wenn andere wiederum sagen, sie wollten keine Christen […] oder Juden hier haben“, fügte er hinzu. Wulff, der von 2010 bis 2012 amtierender Bundespräsident war, erkannte als erster führender Politiker öffentlich an, dass der Islam – genauso wie das Christentum und das Judentum auch – zu Deutschland gehöre. Seine 2010 gehaltene Rede löste eine massive Debatte aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel stärkte ihm jedoch später den Rücken. Wulff unterstrich, dass entgegen den Behauptungen von Rechtspopulisten und Extremisten Einwanderer und Muslime bedeutende wirtschaftliche und kulturelle Beiträge für die deutsche Gesellschaft geleistet hätten. „Wir haben viele Einwanderer, auch muslimische, unter unseren Intellektuellen sowie in den Bereichen Medien und Kultur, die unser Land repräsentieren“, so Wulf.  

Osman-Gazi-Brücke
Türkei: Erdoğan und Davutoğlu weihen viertgrößte Brücke der Welt ein

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Istanbul (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Premierminister Ahmet Davutoğlu unternahmen am Donnerstag gemeinsam die erste Fahrt auf der gerade erst fertiggestellten Osman-Gazi-Brücke in Istanbul. Im Rahmen der Eröffnungszeremonie erklärte der Präsident, die neue Brücke, die künftig beide Seiten der Bucht von Izmit  im Nordwesten der Türkei miteinander verbinden wird, werde nach dem Gründer des Osmanischen Reiches, Osman Gazi, benannt.
(Foto: AA)
(Foto: AA)
Die Brücke stellt das Hauptstück des Autobahnprojekts Gebze-Orhangazi-Izmir dar, das die Fahrtstrecke zwischen Istanbul und Izmir um etwa 140 Kilometer verkürzen soll. Künftig wird man für diese Fahrt also nicht mehr den Golf von Izmit entlangfahren müssen.
(Foto: Daily Sabah)
(Foto: DS)
Die nach einem Modell „Bauen-Unterhalten-Transferieren“ unter Beteiligung privater Unternehmen errichtete Autobahnverbindung Gebze-Orhangazi-Izmir wird einschließlich der Brücke in der Bucht von Izmit 433 Kilometer lang sein. 384 Kilometer davon werden die eigentliche Fahrtstrecke und 49 Kilometer die Zufahrtsstraßen umfassen. Das Projekt beginnt mit einem Verkehrsknoten mit 2×5 Fahrbahnen, der etwa 2,5 Kilometer hinter dem Knoten Gebze auf der Anadolu-Autobahn errichtet wird, und wird am Knoten Otogar auf der Autobahn Izmir enden. Die Brücke weist eine Höhe von 252 Metern auf, das Brückendeck wird 25,93 Meter lang sein und eine Hauptstützlänge von 1550 Metern haben. Mit insgesamt 2682 Metern Gesamtstützlänge ist die Brücke über die Bucht von Izmit die viertgrößte der Welt. Bereits jetzt sind 99 Prozent der nördlichen und südlichen Ankerblöcke der Brücke komplett.
(Foto: DS)
(Foto: DS)
Bis Ende April soll die Brücke fertiggestellt sein und Ende Mai, nach abgeschlossener Isolierung und Asphaltierung, für den Verkehr freigegeben werden.

Krönung Sultan Osmans II.
Sotheby‘s: Türkei erwirbt osmanisches Gemälde aus dem 17. Jahrhundert für 662.000 Euro

Krönung Sultan Osmans II.: Türkei erwirbt osmanisches Gemälde aus dem 17. Jahrhundert für 662.000 Euro London (nex) – Die türkische Regierung hat nach einer Mitteilung des traditionsreichen Londoner Auktionshauses Sotheby‘s ein Gemälde, das die Krönung des osmanischen Sultans Osman II. darstellt, für 521.000 Britische Pfund (662.000 Euro) erworben. Das Gemälde zeigt die Einsetzung Osmans als Sultan im Jahre 1618 vor der Hagia Sophia Moschee in Istanbul. Unter den Anwesenden befinden sich seine Mutter Mahfiruz Hatice Sultan und der Großmufti Hoca Ömer Efendi, der den heiligen Koran überreicht und Segenswünsche für die Menge ausspricht. Verschiedene Medien berichten, dass nun nach dem Erwerb des Kunstwerks vom Auktionshaus Sotheby’s es im Museum des Topkapi Palasts in Istanbul ausgestellt werden soll. Der Topkapi Palast ist die ehemalige Residenz osmanischer Herrscher. Das Gemälde wurde von einem europäischen Künstler gemalt, der sich mit dem österreichischen Botschafter zu Besuch am osmanischen Hof aufhielt. Experten gehen davon aus, dass es eine der frühesten Darstellungen einer Zeremonie am osmanischen Hof ist. Sultan Osman II. herrschte zwischen 1618 und 1622 und wurde infolge eines Militärputsches abgesetzt.