Muttertagsgeschenk
Türkei: Schiff mit 11.000 Tonnen Hilfsgütern für Somalia verlässt Istanbul

Türkei entsendet Schiff mit Hilfsgütern nach Somalia Istanbul (nex) – Wie die Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement mitteilte, hat die Türkei am vergangenen Sonntag ein Schiff mit 11.000 Tonnen Hilfsgütern nach Somalia entsandt. Der Chef der Behörde Fuat Oktay teilte mit, dass das Schiff am Muttertag am Hafen Haydarpasa in Istanbul abgelegt hat. „Wir helfen Somalia seit fünf Jahren“, so Oktay weiter. „Das Schiff wird in zwei Wochen sein Ziel erreichen. Unser Dank gilt allen somalischen Müttern.“ Die Türkei hat bislang Hilfen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar an Somalia geleistet. Das Land befindet sich zwar auf dem Weg zur Stabilität, ist dennoch stark unterentwickelt und der andauernden Gewalt der al-Shabaab-Miliz ausgesetzt.
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Rüstungstechnologie in der Türkei
Türkei: Bewaffnete Bayraktar-Drohne schon bald reif für die Massenproduktion

Ankara (nex) – Nachdem alle Versuche und Testreihen erfolgreich verlaufen waren, sind die im eigenen Land produzierten türkischen bewaffneten Drohnen bereit für ihren Markteintritt und den Gebrauch durch Sicherheitskräfte, insbesondere in der Terrorbekämpfung. Der Kommandant der türkischen Streitkräfte, Gen. Hulusi Akar, kündigte eine baldige Massenproduktion im eigenen Land hergestellter bewaffneter Drohnen an mit dem Ziel, die Stärke der Türkei im Kampf gegen den Terrorismus zu festigen. Auf einem Treffen des Ministerrates unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan in Beştepe/Ankara gehörten der Kampf gegen den Terror ebenso wie aktuelle Projekte, etwa die heimische Herstellung von Drohnen und Helikoptern, zu den wichtigsten Themen, die diskutiert wurden.
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Akar skizzierte dem Ministerrat einen ungefähren Fahrplan bis zur Fertigstellung der Projekte und Ideen zur Stärkung der Streitkräfte. Die im eigenen Land hergestellte Drohne wurde entsprechend auch von zwei türkischen Firmenkonglomeraten gebaut, der Bayraktar-Gruppe und der Zorlu-Gruppe. Akar bezeichnete die Tests der bewaffneten Drohnen als Erfolg und fügte hinzu, dass mit dem Abschluss der Testreihen zu Sicht und Manövrierfähigkeit die bewaffneten Drohnen schon bald in die Massenproduktion gehen und systematisch in die reguläre Ausstattung der Armee integriert werden könnten. Akar zufolge seien die Drohnen in der Lage, mit hoher Effizienz und selbst unter schlechten Witterungsbedingungen zu arbeiten. Damit seien die türkischen Drohnen sogar qualitativ noch besser als die in den USA produzierten. Außerdem unterrichtete der Generalstabschef den Ministerrat über den Stand der Entwicklungen hinsichtlich des türkischen Kampfhubschraubers T129 und des Fırtına-Panzers.
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Bayraktar: Erfolgreicher Drohnentest mit in der Türkei entwickelter Munition

Im April schoss das in der Türkei gefertigte unbemannte Luftfahrzeug (UAV) „Bayraktar“, das zusammen mit dem Hersteller Kale-Baykar hergestellt worden war, sein erstes mit einem Sprengkopf bestücktes Projektil an intelligenter Munition im Zuge eines Tests auf einem Gelände in der Nähe von Konya ab. Die von Roketsan gefertigte Munition erreichte das anvisierte Ziel. Der Staatssekretär für die Verteidigungsindustrie, İsmail Demir, präsentierte stolz die Bilder des Tests auf seinem Twitter-Account und sprach von einem „Start-Ziel-Sieg“. Mit den derzeitigen Tests der mit Waffen bestückten Drohne ist die „Qualifikationsphase“ zu Ende. Über die nächsten Monate hinweg soll bereits die Planung für die Nutzung der Bayraktar-Drohnen durch die türkischen Streitkräfte beginnen, sobald alle vorgeschriebenen Tests durchgeführt worden waren. Im Rahmen der laufenden Testreihe sollen die Drohnen fähig gemacht werden, Munition zu tragen und zu verwenden. Sowohl Munition des Typs MAM-L als auch jene des Typs MAM-C, die beide von Roketsan für die Drohnenplattform entwickelt wurden, wiegt 22,5 Kilogramm. Die mit dem Sprengkopf gelenkte Munition, die zehn Kilogramm wiegt, kann ein Ziel aus acht Kilometern Entfernung treffen. In Reaktion auf die Raketenangriffe der Terrormiliz IS (Daesh) auf das südtürkische Kilis bestellte die Türkei bewaffnete Predator-Drohnen aus den USA. Sobald die Entwicklung der Bayraktar-Drohnen abgeschlossen ist, sollen diese als Waffensysteme in der betreffenden Region zum Einsatz kommen. Hält der Erfolg in der Türkei an und erweist sich die im eigenen Land hergestellte Rüstungstechnologie weiterhin als schlagkräftig, möchte Hersteller Zorlu die Rüstungsgüter auch auf den Exportmärkten anbieten. Dabei will man das Einvernehmen mit dem Partner im Bereich der Software und Hardware für die Drohnen, der Vestel-Gruppe, suchen.

PKK-Terror
Bombenanschlag auf Polizei in Südtürkei: Verletzte Zivilisten

Beim einem Terroranschlag in Diyarbakir werden 12 Menschen verletzt Diyarbakir (nex) – Ein mit Bomben bestücktes Auto hat am heutigen Dienstag in Baglar, einem Distrikt in der südtürkischen Provinz Diyarbakir, ein Polizeifahrzeug angefahren Wie Polizeiquellen miteilten, die auf Grund von Restriktionen bezüglich öffentlicher Äußerungen anonym bleiben müssen, wurden mindestens zwölf Menschen – sowohl Zivilisten als auch Polizisten – bei dem Anschlag in Baglar verletzt. Die PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft ist, hat ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat im Juli lezten Jahres wiederaufgenommen. Seitdem sind mehr als 430 Sicherheitskräfte ums Leben gekommen und über 3800 PKK-Terroristen wurden außer Gefecht gesetzt.

Islam in Europa
„Subhan Allah“: Im Ramadan fahren Londoner Busse mit islamischem Ausruf

Londoner Busse fahren mit islamischer Werbung im Ramadan London (nex) – Londoner Busse werden im Rahmen einer Aktion von Islamic Relief, der größten muslimischen Hilfsorganisation Großbritanniens, zur Unterstützung der Opfer des syrischen Bürgerkrieges mit einer Werbeaufschrift unterwegs sein, die Allah lobpreist. Islamic Relief erklärte, dass sie hoffe, dass die Poster mit der Aufschrift „Suban Allah“ – zu Deutsch: „Gepriesen sei Allah“ – dabei helfen würden, den Islam und die internationale Hilfe in einem positiven Licht darzustellen. Die Werbung wird ab Ende dieses Monats in London, Birmingham, Manchester, Leicester und Bradford zu sehen sein. Die Leiter der Hilfsorganisation wünschen sich, dass die Werbung die Menschen dazu ermuntert, großzügige Spenden während des Fastenmonats, der dieses Jahr am 6. Juni beginnt, zu tätigen. Die Organisatoren verliehen ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Kampagne jungen Muslimen die Gelegenheit bieten werde, sich mit humanitärer Hilfe zu beschäftigen. Imran Madden, der Islamic Relief-Chef in Großbritannien, erklärte: „In einem gewissen Sinne könnte dies als eine Stimmungswandel-Kampagne gedeutet werden. Denn wir möchten das negative Klima in Bezug auf internationale Hilfe und die muslimische Community in diesem Land ändern. Dank internationaler Hilfe wurde in den letzten 15 Jahren die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen um die Hälfte reduziert. Die britischen Muslime sind eine unglaublich großzügige Gemeinde, die im Ramadan über 100 Millionen Pfund an internationale Wohlfahrtsorganisationen gespendet haben. London hat erst in der vergangenen Woche seinen ersten muslimischen Bürgermeister, Sadiq Khan, gewählt. Khan gewann die historischen Wahlen haushoch gegen seinen konservativen Konkurrenten Zac Goldsmith. Die britische Hauptstadt ist für etwa die Hälfte aller in Großbritannien lebenden drei Millionen Muslime ihr Zuhause.. Die für die Verwaltung öffentlicher Nahverkehrsmittel in London zuständige Behörde Transport for London legt fest, welche Werbung auf den Stadtbussen erscheinen darf. Werbung mit parteipolitischen Inhalten ist nicht zugelassen, mit religiösem Inhalt jedoch erlaubt. Der frühere Bürgermeister Boris Johnson hatte aber auch schon die Werbeanzeige einer christlichen Wohltätigkeitsorganisation entfernen lassen, da diese beschuldigt wurde, zu behaupten, Homosexuelle heilen zu können.

EU-Türkei-Abkommen
Visafreiheit: Treffen zwischen EU und Türkei verschoben

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Brüssel (nex) – Der bevorstehende Sonderparteitag der regierenden türkischen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), der am 22. Mai stattfinden soll, nachdem Premierminister Ahmet Davutoglu in der Vorwoche seinen Rücktritt angekündigt hatte, droht nun die von der EU bis Ende Juni in Aussicht gestellte Visaliberalisierung zu verzögern. So wurde ein für den kommenden Freitag in Brüssel geplantes Treffen des türkischen EU-Ministers und Chefverhandlers Volkan Bozkır sowie des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu mit den EU-Amtskollegen verschoben. Wie aus Brüssel durchgesickert ist, sollte es bei dem Treffen um die noch zu klärenden Fragen im Vorfeld der Visaliberalisierung gehen sowie um die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei im Allgemeinen.
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Desweiteren sollte Bozkir in der kommenden Woche nach Straßburg und Brüssel reisen, um mit Spitzenpolitikern der EU und Vertretern der Parteien im Europäischen Parlament zusammenzutreffen und dort Ankaras Reformpläne zu erläutern. Zudem sollte er auf Bedenken hinsichtlich des Visaliberalisierungsprozesses eingehen. In einem jüngst veröffentlichten Bericht empfiehlt die EU-Kommission, die im Zuge der Flüchtlingsvereinbarung vonseiten Brüssels gegenüber der Türkei zugesagte Aufhebung des Visazwangs für türkische Staatsangehörige bis Ende Juni umzusetzen. Allerdings sieht Brüssel in fünf von 72 thematisierten Bereichen, in denen Vorbedingungen gestellt wurden, aufseiten der Türkei noch Handlungsbedarf: Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption, europäische Standards im Datenschutz, Kooperation mit Europol, polizeiliche und richterliche Zusammenarbeit mit allen EU-Mitgliedsstaaten sowie Revision der Gesetzgebung und der Praxis im Anti-Terror-Kampf im Einklang mit europäischen Standards. Der letzte Punkt stößt in der Türkei auf scharfe Kritik. Präsident Erdogan hat in den letzten Tagen mehrfach erklärt, die Türkei denke gar nicht daran, ihre Anti-Terror-Gesetzgebung auf Zuruf aus Brüssel zu überarbeiten. „Die EU erklärt uns, wir sollen unsere Gesetze gegen den Terrorismus ändern; sie selbst erlaubt Terroristen, Zelte aufzubauen, aber kommt dann auf einmal mit Forderungen“, hatte Erdogan erklärt und damit auf Informationszelte angespielt, die PKK-Anhänger im März mit Billigung der Behörden in der Nähe des Europaratsgebäudes in Brüssel aufgerichtet hatten. Während Europa nach Anschlägen auf eigenem Territorium durch weitreichende Sondergesetze massiv die Bürgerrechte einschränke, mahne Brüssel in anderen Ländern eine nachgiebige Haltung gegenüber Terroristen an, wirft Erdogan der EU vor. Gleichzeitig lasse man zu, dass Terroristen, die in anderen Ländern aktiv seien, aber in Europa selbst aus taktischen Gründen keine Anschläge begingen, die EU als ruhiges Hinterland benutzen, um in anderen Staaten Terrorakte zu planen und Propaganda in eigener Sache  zu betreiben.

Mega-Transfer
Es ist entschieden: Mats Hummels wechselt nach Bayern

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Dortmund (nex) – Wie Borussia Dortmund heute auf seiner Facebook-Seite verkündet, verlässt Dortmunds Abwehrspieler Mats Hummels (27) den achtmaligen Deutschen Meister zwölf Monate vor Ablauf seines Vertrages und wird sich bis zum 1. Juli 2016 dem FC Bayern München anschließen. Beide Klubs hätten sich – vorbehaltlich des noch ausstehenden Medizinchecks – am heutigen Dienstag auf die Rahmenbedingungen des Transfergeschäfts geeinigt. „Mats Hummels hat sich nach langen, intensiven Überlegungen entschieden, achteinhalb Jahre nach seinem Wechsel zum BVB in seine Heimat München zurückzukehren. Ich möchte betonen, dass er sich uns gegenüber zu jedem Zeitpunkt offen und fair verhalten hat. Mats steht für zwei Deutsche Meisterschaften mit dem BVB und das Double 2012, er ist mit uns 2013 ins Endspiel der Champions League eingezogen und als Dortmunder 2014 Weltmeister geworden“, betont Hans-Joachim Watzke, Borussia Dortmunds Vorsitzender der Geschäftsführung: „Wir respektieren Mats‘ Entscheidung und wünschen uns für ihn und den BVB, dass er während seiner letzten Wochen in Schwarzgelb jene Anerkennung erfährt, die er verdient und Dortmund mit dem DFB-Pokal in Händen verlässt.“ Mats Hummels unterstreicht, „dass ich mir meine Entscheidung nach achteinhalb erfolgreichen Jahren beim BVB nicht leicht gemacht habe. Ich war immer stolz und bin es noch, das BVB-Trikot zu tragen und Teil dieser außergewöhnlichen Mannschaft zu sein. Bevor ich im Sommer in meine Heimatstadt zurückkehre, haben wir alle noch ein großes, gemeinsames Ziel: erneut den DFB-Pokal nach Dortmund zu holen und mit den BVB-Fans ein riesiges Fußballfest zu feiern. Dafür werde ich genauso wie meine Mitspieler alles geben. Von ganzem Herzen bedanke ich mich bei meinen Teamkameraden, allen Mitarbeitern und Fans für diese lange und wunderbare Zeit in Schwarzgelb.“  

Bluttat von Grafing
Grafing: „Allahu Akbar“-Rufer verwirrt und drogensüchtig

München (nex) – Wie der „Focus“ berichtet, soll der vermeintlich „islamistische“ mutmaßliche Attentäter, der am frühen Dienstagmorgen am Bahnsteig, in einer S-Bahn sowie am Bahnhofsvorplatz in München-Grafing unvermittelt auf mehrere Männer eingestochen haben soll, rauschgiftsüchtig und verwirrt gewesen sein. Auch am Tatort soll ein Behältnis gefunden worden sein, das Spuren von Rauschgift aufweise und dem 27 Jahre alten, aus Hessen stammenden deutschen Staatsangehörigen zuzuordnen sei.
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Bei der Bluttat ist nach bisherigen Erkenntnissen ein 56-jähriger Mann ums Leben gekommen, drei weitere wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft prüft einen politischen Hintergrund, weil der Täter neben der Ankündigung „Ich steche euch alle ab“ auch noch politische Parolen und „Allahu Akbar“ gebrüllt haben soll.

Ausland
Türkei: Bruder des 9. Präsidenten Demirel gestorben

Istanbul (nex) – Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu verstarb der Bruder des neunten Präsidenten der Türkei am Montag im Amerikanischen Krankenhaus in Istanbul. Der 90-jährige Geschäftsmann Sevket Demirel erkrankte vor wenigen Tagen zu Hause und wurde anschließend im Krankenhaus behandelt. Der Leichnam Demirels wird nach Isparta geflogen, wo er in der Familiengrabstätte beerdigt werden soll. Er hinterlässt neben seiner Frau noch vier Kinder. Sevket Demirels Bruder Süleyman war siebenmal Ministerpräsident und von 1993 bis 2000 Staatspräsident der Türkei. Im April des Jahres 2000 wurde Süleyman Demirel vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Demirel starb im Juni 2015 in einem Krankenhaus in Ankara. Er wurde 90 Jahre alt.          

Zentralasien
Russland: Turkstaat Tatarstan möchte Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran stärken

Kasan (eurasia/nex) – Tatarstan ist an einer Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen mit Iran interessiert. Dies hat ein Offizieller der Handelskammer von Tatarstan am Sonntag bekanntgegeben.
Der stellvertretende Vorsitzende der Handelskammer des Turkstaates in Russland, Igor Nikolajew, sagte im Gespräch mit Reportern, dass Tatarstan nach starken Beziehungen auf wirtschaftlicher Ebene mit Iran suche. Er gab wörtlich zur Kenntnis: „Die Nachbarschaft zu Russland offeriert Iran eine Chance, seine Handelspartner über eine Reihe von Republiken in der Föderation zu diversifizieren. Dort werden iranische Produkte willkommen geheißen, da diese aus einem muslimischen Land kommen. Unsere Hauptstadt Kasan wird die Fußballweltmeisterschaft 2018 abhalten und ermöglicht iranischen Wirtschaftskreisen, insbesondere der Lebensmittelindustrie, die Option, uns zu besuchen und die Profitabilität des Marktes auszutesten“, fügte Nikaljew hinzu. „Wir werden eigens eine Ausstellung in Kazan für iranische Lebensmittelproduzenten organisieren, die eruieren wird, wo die Chancen Irans in Tatarstan liegen.“ Die Mehrheitsbevölkerung in Tatarstan, einem Turkstaat, und in weiteren acht umliegenden Regionen ist muslimisch geprägt. In diesen Regionen werden insbesondere Lebensmittel, die islamischen Ansprüchen gerecht werden, hoch angesehen und gerne konsumiert.  
Erschienen bei unserem Kooperationspartner eurasianews.

Bosnisch-türkische-Partnerschaft
Davutoglu in Bosnien: „78 Millionen Türken unterstützen euch“

Davutoglu nimmt an Wiedereröffnung der historischen Moschee in Bosnien teil. Banja Luka (nex) – Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu erklärte am vergangenen Samstag, dass die wiedereröffnete geschichtsträchtige Ferhadiye Moschee eine Botschaft des Friedens an alle Menschen in Bosnien und Herzegowina sowie auf der ganzen Welt sende. Die Moschee wird als ein kulturelles Symbol des Landes angesehen, erlitt jedoch im Mai 1993 während des Bosnienkrieges enormen Schaden durch Raketenangriffe. „Die Wiedereröffnung der Ferhat Pascha-Moschee ist eine Friedensbotschaft an die ganze Welt“, betonte Davutoglu. „Es gibt nur eine Handvoll Städte, in denen eine Moschee, eine Synagoge und eine Kirche nebeneinanderstehen. In Istanbul vielleicht oder in Sarajevo. Wenn dieser besondere Charakterzug von Bosnien und Herzegowina erhalten bleibt, dann würde die Menschlichkeit oder Menschheit??? in Bosnien repräsentiert werden. Wenn nicht, würde auch Bosnien seine Seele verlieren“, stellte er fest und fuhr fort: „Ihr habt 78 Millionen Türken als Freunde, die euch unterstützen“.
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Die Türkei hat sich an den Wiederaufbaukosten beteiligt. Die Restaurierung der Moschee dauerte 15 Jahre. Schließlich war es am 7. Mai, dem Jahrestag ihrer Zerstörung, so weit: Dank der intensiven Restaurationsarbeiten des Türkischen Präsidiums für Internationale Kooperation und Koordination (TIKA) wurde die Moschee wiedereröffnet. Das Gotteshaus aus dem 16. Jahrhundert, das als herausragendes Beispiel osmanischer Architektur unter UNESCO-Denkmalschutz steht, wurde vor 23 Jahren zerstört. An ihre Stelle wurde ein Parkplatz gebaut. Viele glauben, dass die Zerstörung der Moschee von bosnischen Serben beauftragt wurde, um alle Spuren des islamischen Erbes aus der ehemals multiethnischen Stadt zu beseitigen. Während der Grundsteinlegung für die Moschee im Jahr 2001 hatten serbische Nationalisten Besucher und Würdenträger angegriffen und dabei Dutzende Menschen verletzt sowie einen Muslim getötet. Es dauerte 15 Jahre, bis die Muslime in Bosnien die Baugenehmigung und Mittel zum Wiederaufbau der Moschee erhielten. Tausende Trümmerteile des Originalgebäudes wurden verwendet, nachdem sie im Fluss Vrbas und auf einer Müllhalde wiederentdeckt wurden. Der 7. Mai – der Tag, an dem sie dem Erdboden gleichgemacht wurde – ist heute der Tag der Moscheen in Bosnien, wo während des Krieges von 1992 bis 1995 insgesamt 614 islamische Gebetsstätten zerstört worden waren. Heute sind nur noch 10 Prozent der muslimischen und kroatischen Bevölkerung der Vorkriegszeit von Banja Luka in der Stadt geblieben, was als eine Folge der serbischen Kampagne ethnischer Säuberung von Gebieten zur Gründung eines serbischen Kleinstaats anzusehen ist. „Ich bin so aufgeregt“, sagt die 64-jährige Muslimin aus Banja Luka Ajsa Nezirovic. „Ich weiß, dass es nie mehr wieder so sein wird wie vorher, aber zumindest fühlen sich auf diese Weise einige Leute wieder willkommen in ihrer Stadt.“