Terrorismus
USA: Schüsse am Ft. Lauderdale Flughafen – mehrere Tote

Ft. Lauderdale (nex) – US-Medienberichten zufolge sind auf dem Flughafen der Stadt Ft. Lauderdale Schüsse gefallen. Demnach sollen neun Menschen getroffen worden sein, mehrere davon tödlich, wie die Polizei bestätigte. US-Nachrichtensender CNN berichtet von bis zu fünf Toten. Der Ft. Lauderdale Flughafen meldete über Twitter, dass es „einen Vorfall im Terminal 2“ gebe. Auch der ehemalige Regierungssprecher von Ex-Präsident George W. Bush berichtete via Twitter über den Vorfall. Er befand sich demnach zum Zeitpunkt des Anschlags auf dem Flughafen. „Ich bin im Ft. Lauderdale Flughafen. Schüsse sind gefallen. Alle rennen weg“, so Fleischer. Wie mehrere Medien berichten, sollen die Schüsse im Gepäckausgabebereich des Flughafens gefallen sein. Wie das Büro des Sheriffs auf Twitter meldete, sei eine Person in Gewahrsam.

"Prüffall Islamismus"
„IS-Kontakte“: Anis Amri bereits 2015 durch andere Flüchtlinge angezeigt

Essen (ots) – Der Berliner Attentäter Anis Amri ist früher als bislang bekannt von Mitbewohnern der Asylunterkunft Emmerich als Sympathisant der Terrororganisation IS angezeigt worden. Der Tunesier sei bereits im Dezember 2015 anonym durch andere Flüchtlinge bei der Ausländerbehörde des Kreises Kleve ausdrücklich „wegen mutmaßlicher Kontakte zum sogenannten IS“ gemeldet worden, erklärte die Kreisverwaltung Kleve am Freitag gegenüber der Neue Ruhr Zeitung. Diese Anzeige sei sofort der zuständigen Staatsschutzdienststelle NRW zugleitet worden. Am 3. Dezember 2015 sei der Kreis Kleve „informell telefonisch darauf hingewiesen worden, dass Herr Amri im Fokus der Sicherheitsbehörden steht“. Bereits im Oktober 2015 hatte ein Zimmernachbar Amris gemeldet, dass dieser Handy-Fotos von schwarz gekleideten Personen mit Kalaschnikow besitze. Die Polizei erstellte einen „Prüffall Islamismus“. Wie die Ausländerbehörde Kleve erklärte, seien es auch Mitbewohner gewesen, die darauf hingewiesen hätten, dass es sich bei Amri „aufgrund seines Dialekts nicht um einen Ägypter handelte“. Der spätere Attentäter, der insgesamt 14 verschiedene Identitäten nutzte und allein in NRW zwischen Juli und Oktober 2015 in mehreren Asyl-Registrierstellen vorstellig wurde, gab sich unter anderem als Ägypter aus.

Türkei
PKK-Terror: Getöteter kurdischer Polizist ist Held des Anschlags in Izmir

Izmir (nex) – Tausende Menschen in der Türkei feiern den Polizisten Fethi Sekin, der beim gestrigen Terroranschlag in der westtürkischen Millionenmetropole Izmir getötet wurde, in den sozialen Medien als Helden. Die unter den Hashtags #FethiSekin und #Kahramanimiz (Unser Held) geteilten Posts haben sich Medienberichten zufolge ab gestern Nachmittag auf Twitter zu Trending Topics entwickelt. „Lebe wohl, mutiger Mensch, es ist unsere Pflicht, deinen Namen am Leben zu erhalten. #FethiSekin“, twitterte eine Gruppe mit dem Namen Izmirliyiz (Wir sind Izmirer). Aykut Elmas, ein anderer Twitter-User, teilte ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie Sekin sich ein Fußballspiel seines Sohnes ansieht. „#Fethi Sekin ruhe in Frieden“, ist darunter zu lesen. Auch der Fußballverein Galatasaray, dessen Anhänger Sekin war, gab auf seiner Webseite ein Statement heraus. Darin heißt es, Galatasaray werde Sekins Sohn ein Stipendium und die Nutzung aller Möglichkeiten des Fußballclubs anbieten. Der 43-jährige kurdischstämmige Polizist Sekin hielt ein verdächtiges Auto unmittelbar vor dem Justizpalast in Izmir an, das, wie sich herausstellen sollte, mit Sprengsätzen beladen war. Sekin, der die Terroristen als solche erkannte, sobald das Fahrzeug zum Stehen gekommen war, eröffnete das Feuer auf sie und verhinderte damit ein Massaker an den anwesenden Zivilisten. Es kam zu einem Schusswechsel zwischen den Terroristen und den Sicherheitskräften. Bei der bewaffneten Auseinandersetzung und der darauffolgenden Explosion der Autobombe verloren Sekin und ein Gerichtsangestellter das Leben. Der Gouverneur von Izmir, Erol Ayyildiz, teilte mit, dass fünf Menschen bei der Vereitelung eines weiteren Anschlags verletzt worden seien. Demnach sei eine größere Explosion durch ein zweites Fahrzeug verhindert worden. In verschiedenen Tweets fiel Sekins Name gemeinsam mit dem des Oberstabsfeldwebels Ömer Halisdemir, der zum Symbol des Widerstandes der Türken gegen den vereitelten Putschversuch vom 15. Juli 2016 geworden ist. Halisdemir hatte den pro-putschistischen Brigadegeneral Semih Terzi im Hauptquartier der Spezialkräfte erschossen. Facebook hat Sekins Account in den Gedenkzustand versetzt. Konten im Gedenkzustand stellen für Personen auf Facebook eine Möglichkeit dar, um das Leben der geliebten Personen, die sie verloren haben, zu feiern und ihrer zu gedenken, erklärt das soziale Netzwerk auf seiner Webseite.  

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Arbeitspolitik
Grüne fordern Ende der „Schnellvermittlung“ von Arbeitslosen

Osnabrück (nex) – Die Grünen haben die Arbeitsagenturen und Jobcenter aufgefordert, Arbeitslose in nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Schnelle Vermittlung in Leiharbeit helfe den Betroffenen nicht, kritisierte die Grünen-Arbeitsmarktmarktexpertin Brigitte Pothmer in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Sie verwies auf die Antwort der Bundesregierung auf eine entsprechende Anfrage. Danach vermitteln Arbeitsagenturen und Jobcenter jeden dritten Arbeitslosen in Leiharbeit, obwohl insgesamt nur knapp drei Prozent aller Beschäftigten in dieser Branche arbeiten. „Dieses Verfahren wirkt allenfalls als Durchlauferhitzer. Man ist schnell drin, aber genauso schnell auch wieder draußen“, beanstandete Pothmer. Es müsse mehr in die Qualifizierung von Arbeitslosen investiert werden. Das sei im Gegensatz zur Leiharbeit ein „echtes Nachhaltigkeitsprogramm“ für die Chancen von Arbeitslosen. Die Bundestagsabgeordnete wies darauf hin, dass die Bundesagentur für Arbeit nach harscher Kritik des Bundesrechnungshofes im Jahr 2013 Besserung gelobt und leichte Korrekturen an der Praxis der schnellen Vermittlung in Leiharbeit vorgenommen habe. Diese hätten aber offensichtlich nicht ausgereicht.

Rüstungsindustrie
Türkei und Deutschland kooperieren im Rüstungssektor

Dortmund (nex/eurasia) – Ein neues multinationales Gemeinschaftsunternehmen, bestehend aus türkischen, deutschen und malaysischen Herstellern, führt Verhandlungen mit Katar über den Verkauf von 1.000 gepanzerte Fahrzeuge. Experten betrachten diese Initiative als Bestandteil einer aggressiven Marketingstrategie, die auf die Golfstaaten, den Nahen Osten und Zentralasien ausgerichtet ist. Im August unterzeichneten das türkische Rüstungsunternehmen BMC, Deutschlands Rheinmetal und Malaysias Etika Strategi ein Abkommen über die Gründung einer türkischen Tochtergesellschaft. RBSS, wie das neue Gemeinschaftsunternehmen heißt, wird dem türkischen Militär und anderen Armeen künftig gepanzerte Systemlösungen anbieten. Die Unternehmen informierten, dass sich das Gemeinschaftsunternehmen auf die Herstellung von Panzerfahrzeugen fokussieren wird, die sich auf Rädern und auf Kettenfahrgestellen bewegen. Vertreter der Rüstungsschmiede machten publik, dass RBSS über BMC kürzlich eine Vertragsverhandlung mit der katarischen Regierung über einen potenziellen Verkauf von bis zu 1.000 gepanzerte Fahrzeuge verschiedener Typen und Konfigurationen einleitete. Medien prachen mit dem renommierten türkischen Rüstungsexperten Arda Mevlütoglu. Dieser bemerkte, dass die türkische Initiative deshalb bemerkenswert ist, weil die das industrielle Komitee der katarischen Streitkräfte 50 Prozent der Anteile an BMC hält. Auf die Frage hin, warum BMC mit Deutschlands Rheinmetall kooperiert, erklärte Mevlütoglu: „Für BMC dürfte einer der Hauptgründe darin bestehen, seine Position als Produzent für Landsysteme durch das Know-How und einem Know-How-Transfer von Rheinmetall zu stärken. Rheinmetall ist eines der weltweit führenden Unternehmen in diesem Sektor. Ein weiterer Grund könnte sein, die generelle Position auf Exportmärkten auszubauen, was für beide Unternehmen ein Motivationsfaktor ist.“ Über die konkreten Leistungen des deutschen Rüstungskonzerns im Rahmen der neuen Tochterfirma in der Türkei wollte Mevlütoglu keine Details nennen. Er sagte: „Es ist noch nicht viel bekannt. Ich halte es aber für sehr möglich, dass Rheinmetall wichtige Erfahrungen und Technologien für die gemeinsame Fertigungs- und Entwicklungsprogramme zur Verfügung stellen wird.“ Die Gegenfrage, wie eine Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und BMC erklärt werden kann, während zwischen Deutschland und der Türkei auf politischen Feld gegenwärtig erhebliche Spannungen herrschen, beantwortete der Verteidigungsanalyst wie folgt: „Es ist kein Geheimnis, dass die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei heute nicht die besten sind. Das bedeutet für die Akteure aber offensichtlich nicht, dass es auch in Zukunft weiter so bleibt. Vor allem wenn es zur Integration von Hochtechnologien kommt, kann diese sehr effektiv sein, die politischen Beziehungen zu gestalten oder zumindest zu beeinflussen.“ Unterdessen gewann BMC eine Ausschreibung von der türkischen Regierung über die Auslieferung von 35 Panzerfahrzeuge vom Typ Amazon. Potenzielle internationale Kunden sind Pakistan und das türkische Brudervolk in Zentralasien Turkmenistan, gaben Unternehmensvertreter an. Die Auslieferung der 35 Amazon Fahrzeuge lässt sich BMC 480 Millionen US-Dollar kosten. Erstmals stellte BMC das Panzerfahrzeug Amazon bei der Maritimen Verteidungsausstellung 2016 in Katar vor. Das Fahrzeug eignet sich laut Unternehmensangeben ideal für die polizeiliche und militärische Nutzung bei urbanen Operationen. Im Amazon finden bis zu sieben Insassen Platz. Das Fahrzeug wird mit einer Extra-Panzerung und einem aufmontierten Waffensystem zum Verkauf angeboten. https://youtu.be/kiltKDvgLAM Daneben arbeitet BMC einen Vertrag über die Herstellung von 329 „Minen widerstehende und Hinterhalt-geschützte Fahrzeuge“, auch MRAP genannt, vom Typ Kirpi für die türkische Armee ab. Die Fahrzeuge sollen 2017 allesamt der Armee übergeben werden. Kirpi hat einen 375 PS starken Motor, eine Vier-Rad-Antriebskonfiguration, ein vollautomatisches Getriebe. Es wirbt mit seiner Beförderungskapazität von bis zu 15 voll bewaffneten Personen. Kirpi bietet Schutz gegen Minen, ballistische und improvisierte Sprengstoffbedrohungen. Zur Verteidigung weist es eine ferngesteuerte Waffenstation aus. Außerdem besitzt es ein zentrales Reifenfüllsystem und eine automatische Feuerlöschanlage. Es kann auf platten Reifen weiterfahren. https://youtu.be/fMPO7mzwRgM BMC befindet sich im Gespräch mit Turkmenistan über den Verkauf von 10 Kirpis. Diese sollen für ambulante Zwecke modifiziert werden. Insgesamt stehen internationale Lieferungen von rund 300 Kirpis an andere Regierungen auf der Kundenliste. „Unsere nächsten Zielmärkte sind der Nahe Osten, Zentralasien, Südafrika und Europa“, sagte ein Manager des Unternehmens. In der Türkei versuchen BMC und seine Partner, einen milliardenschweren Vertrag von der türkischen Regierung für die Serienproduktion eines Kampfpanzers der neuesten Generation zu gewinnen. Der heimisch entwickelte Altay-Panzer ist der erste seiner Art in der Türkei. Insgesamt sollen 1.000 Panzer ausgeliefert werden. Die Prototypen des Altays wurden von Otokar, einem rivalisierenden türkischen Panzerhersteller, gebaut. Im Januar 2016 reichte Otokar ein Angebot für die eigene Serienproduktion ein. Die Beschaffungsbehörden forderten das Unternehmen daraufhin auf, ein sein „bestes und letztes Angebot“ vorzulegen. Dieses wurde laut einem Bericht des militärischen Fachmagazins „Defense News“ im September eingereicht. Dieses Jahr werden die türkischen Behörden entscheiden, ob Otokar als einzelnes Unternehmen oder mehrere Unternehmen, einschließlich BMC beziehungsweise RBSS und damit Rheinmetall, den Auftrag erhalten werden. „RBSS versucht in der Rüstungsindustrie, eine echte Marke mit Nachhaltigkeit zu werden. Es gibt viele Gründe, warum sie es schaffen könnten“, zitierte der türkische Rüstungsexperte Burak Ege Bekdil einen anonymen Türkei-Spezialisten mit Sitz in London.  

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Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews

Kampf gegen den Terror
Türkei: Regierung droht mit Schließung des Luftwaffenstützpunkts Incirlik

Ankara (nex) – „Türkei hat das Recht Incirlik zu schließen“, sagte der türkische Präsidentensprecher Ibrahim Kalin am Donnerstag gegenüber dem türkischen TV-Sender TV24.

Die Türkei habe immer das Recht, werde aber zuerst die Bedingungen auswerten, fügte Kalin hinzu. Als souveräner Staat sei es das Recht der Türkei die Nutzung des Luftwaffenstützpunktes jederzeit einzuschränken.

Die Türkei habe der US-Regierung wiederholt mitgeteilt, dass sie im Kampf gegen die Terror-Miliz IS nicht ausreichend unterstützt werde und die volle Unterstützung bei der Vertreibung der IS-Terroristen aus al-Bab erwarte.

„Die Türkei wird die Bildung eines Terror-Korridors in der Region unter keinen Umständen erlauben“, so Kalin weiter.

Wie der türkische Außenminister Cavusoglu am Mittwoch gegenüber den Medien sagte, wundere sich die türkische Bevölkerung über die Präsenz der US-Amerikaner am Luftwaffenstützpunkt Incirlik, wo sie die Türkei bei der „für uns wichtigsten Operation“ ohnehin nicht unterstützten. Die USA seien dennoch weiter ein wichtiger Verbündeter.

Koalitionssprecher John Dorrian entgegnete auf Cavusoglus Äußerungen, dass Incirlik für den Kampf gegen den IS von unschätzbarem Wert sei.

„Die ganze Welt wurde dank den von hier aus durchgeführten Operationen sicherer gemacht“, fuhr Dorrian fort und fügte hinzu: „Dies ist ein sehr wichtiger Stützpunkt für die Koalition und den andauernden Kampf gegen den IS (Daesh).“

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Terrorismus
Türkei: Hochrangiger PKK-Terrorist bei Fluchtversuch an bulgarischer Grenze gefasst

Istanbul (nex) – Ein hochrangiges Mitglied der Terrororganisation PKK wurde am heutigen Donnerstag in der westtürkischen Provinz Edirne beim Versuch, gemeinsam mit illegalen Migranten die Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien zu passieren, gefasst. Der Terrorist mit dem Codenamen Piling, der seit 1999 bei der PKK aktiv war und 2010 nach Syrien ging, um sich den YPG – dem bewaffneten Arm des syrischen PKK-Ablegers PYD – anzuschließen, habe Berichten zufolge seinerzeit vom Kandilgebirge aus für einen Anschlag den Befehl gegeben, bei dem viele Sicherheitskräfte getötet worden waren. Anti-Terror-Einheiten der Polizei starteten nach einem Hinweis auf Pilings Anwesenheit in Edirne einen Einsatz in der Nähe des türkisch-bulgarischen Grenzübergangs Kapikule und fassten den PKK-Terroristen bei dessen Versuch, die Grenze unter Flüchtlingen zu passieren. Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen, bei dem bislang über 800 Sicherheitskräfte und über 300 Zivilisten ihr Leben verloren haben sowie über 4.000 Sicherheitskräfte und über 2.000 Zivilisten verletzt worden sind. Seitdem wurden im Zuge von Anti-Terror-Einsätzen über 10.000 PKK-Terroristen tot oder lebendig gefasst und etwa 5.500 Waffen, Munition, 142 Tonnen Sprengsätze sowie 15.000 Bomben konfisziert.

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Türkei
Terroranschlag in Izmir

Izmir (nex) – In der Nähe des Justizgebäudes in der westtürkischen Millionenmetropole Izmir hat eine Explosion stattgefunden, bei der Medienberichten zufolge zehn oder elf Menschen verletzt worden seien. Nach der Detonation sei ein Schusswechsel zu vernehmen gewesen, heißt es aus Sicherheitskreisen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur DHA erklärte gegenüber dem Nachrichtensender CNN Türk, dass es sich wahrscheinlich um eine Autobombe gehandelt habe. CNN Türk und Anadolu berichten, dass die Polizei zwei mutmaßliche Terroristen getötet habe und der dritte sich auf der Flucht befinde. Bei dem Anschlag seien ein Polizist und ein Gerichtsangestellter ums Leben gekommen, berichtet Anadolu weiter. Es seien viele Rettungswagen vor Ort. Die Verletzten seien in umliegende Krankenhäuser verbracht worden, so Anadolu. RTÜK, die Regulierungsbehörde für den privaten Rundfunk in der Türkei, hat über die Explosion in Izmir eine vorübergehende Nachrichtensperre verhängt. Dies teilte die Behörde in einer Erklärung mit.

Islam in Deutschland
Gefragter denn je: Islamische Religionslehrer

Von Caglar S. Efe Köln (nex) – In NRW leben nach Angaben des Landes 1,5 Millionen Muslime, darunter 349 000 Schüler. Mit der steigenden Anzahl der muslimischen Schüler in Deutschland, wächst auch vor allem eines: der Bedarf an islamischen Religionslehrern. Uni Münster als Vorreiter Nachdem der Wissenschaftsrat bereits 2010, mit großer Zustimmung von Parteien Gewerkschaften und Verbänden, die Ausbildung von Islamlehrern für deutsche Schulen forderte, führte die Universität Münster bundesweit die ersten Studiengänge für islamische Theologie ein. Die Universitäten Osnabrück und Tübingen zogen nach. Große Nachfrage Während es im Jahr 2008 deutschlandweit nur 350 Islamkundelehrer gab, studieren heute rund 60 Prozent das Fach Islamische Theologie auf Lehramt – Tendenz steigend. So bewarben sich für das Wintersemester 2016/17 insgesamt 1800 Bewerber auf circa 220 Studienplätze, erklärt Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie, in einem Gespräch mit dem WDR. Um den Bedarf an islamischen Religionslehrern zu decken, werden ihm zufolge bundesweit 3000 bis 5000 Religionslehrer benötigt, davon 2000 allein in Nordrhein-Westfalen, meint er weiter. Gute Berufsaussichten trotz Unsicherheit Da der Beruf sehr gefragt ist, erhielt die Hälfte von 30 Masterabsolventen bereits vor Ende ihres Studiums Jobangebote von Schulleitern, erläutert Khorchide. Bestehende Ängste und Unsicherheiten hinsichtlich des islamischen Religionsunterrichts, seien nach Gesprächen mit den Lehramtsanwärtern geklärt worden.

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Einbürgerungen
Beck: „Verbot der Mehrstaatigkeit für Israelis muss endlich fallen“

Düsseldorf (ots) – Die Zahl der Einbürgerungen israelischer Staatsbürger in Deutschland ist trotz des seit Jahren gärenden Nahost-Konflikts seit 2013 wieder rückläufig. 2015 haben 1481 Israelis und 2014 weitere 1432 den deutschen Pass erworben. 2013 lag ihre Zahl dagegen noch deutlich höher bei 1904. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der „Rheinischen Post“ vorliegt. Die höchste Zahl der Einbürgerungen israelischer Staatsbürger gab es demnach 2006 mit 4313 Fällen. Insgesamt nahmen 33.321 israelische Staatsbürger seit dem Jahr 2000 die deutsche Staatsbürgerschaft an. Nach dem Grundgesetz werden Abkömmlinge früherer deutscher Staatsbürger, denen aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 8. Mai 1945 die Staatsbürgerschaft entzogen worden ist, auf Antrag wieder eingebürgert. Ihre anderen Staatsangehörigkeiten müssen sie nicht aufgeben. Dies gilt allerdings nicht für alle übrigen israelischen Staatsbürger. Sie müssen ihren israelischen Pass aufgeben. „Das Verbot der Mehrstaatigkeit zwischen Deutschland und Israel muss endlich fallen“, forderte daher der Grünen-Politiker Volker Beck. „Viele Israelis haben einen engen Bezug zu Deutschland und viele Deutsche, insbesondere jüdischen Glaubens, sind eng mit Israel verbunden“, sagte Beck.

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