Islamophobie in Europa
Nach Moschee-Attacke: Schwedische Ministerin verurteilt Angriff

„Tötet Muslime“: Anschlag auf Moschee in Stockholm während des Morgengebets Stockholm (nex) – Die schwedische Ministerin für Kultur und Demokratie, Alice Bah Kuhnke, hat einen Angriff auf eine Moschee verurteilt, der sich am Samstag in der Hauptstadt Stockholm ereignet hatte. Gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu gab sie an, die Regierung habe eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet. „Ich habe Herrn Orhan Karan angerufen, den Vorsitzenden der Türkisch-Islamischen Kulturvereinigung Setra. Ich habe ihm die Nachricht des Premierministers Stefan Lofven übermittelt, dass dieser traurig sei und den Angriff verurteile“, erklärte die Ministerin. „Jedermann hat in Schweden das Recht, seine Religion auszuüben. Diejenigen, die versuchen, das zu verhindern oder Anschläge verüben, haben keinen Platz in Schweden. Dieser Anschlag fand in Schweden statt. Wir als Regierung werden das Beste tun, um die Verantwortlichen für diesen Angriff zu ermitteln. Wir wollen, dass sich solche hässlichen Angriffe nicht wieder ereignen.“ Am Samstag tauchten Hakenkreuze und der Text „Tötet Muslime“ nahe dem Eingang der Moschee im Stockholmer Vorort Bredang auf. Kurz vor 8 Uhr morgens war während des Morgengebets ein lauter Knall aus einer angrenzenden Turnhalle zu vernehmen. In dem Gebäude wurden Reste von Feuerwerkskörpern gefunden, aber es kam zu keinen Verletzungen. Mit Blick auf den Anschlag erklärte der Vorsitzende des Türkischen Direktorats für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Mehmet Görmez, am Sonntag in Ankara, er sei besorgt über die Zunahme an Anschlägen auf Moscheen in Europa und über die dortige Islamophobie.

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Studie
Abschaffung der privaten Krankenversicherung bedroht 87.000 Jobs

Düsseldorf (nex) – Eine Abschaffung der privaten Krankenversicherung (PKV) und Überführung in eine Bürgerversicherung droht 87.000 Arbeitsplätze zu vernichten. Denn bundesweit hat die PKV insgesamt 115.846 Arbeitsplätze geschaffen, davon 20.656 direkt in der PKV, die übrigen bei Zulieferern und in anderen Branchen, wie aus einer Studie des Forschungsinstitutes Wifor hervorgeht. Diese wurde im Auftrag des PKV-Verbands erstellt und liegt der „Rheinischen Post“ vor. Zuvor hatte die Böckler-Stiftung ermittelt, dass eine Bürgerversicherung bis zu drei Viertel der Jobs im PKV-System vernichten würde und kam auf bis zu 51.000 bedrohte Stellen. „Die Zahlen der Böckler-Studie belegen eindrucksvoll die Bedeutung der PKV für den Arbeitsmarkt. Unser Forschungsprojekt bezieht auch die indirekten und induzierten Brancheneffekte durch die Wertschöpfung der PKV mit ein. Demnach sind insgesamt mehr als 115.000 Arbeitsplätze in Deutschland mit der PKV verbunden“, sagt Wifor-Chef Dennis Ostwald. „Wir Betriebsräte bedauern sehr, dass die DGB-Gewerkschaften die Bürgerversicherung fordern. Diese vernichtet Zehntausende Jobs. Eine solche Gesundheitspolitik ist alles andere als solidarisch“, sagte Peter Abend, Sprecher der Betriebsrats-Initiative „Bürgerversicherung? Nein danke!“, der Redaktion. In der Initiative sind die Betriebsräte der großen Versicherungen wie Allianz, Barmenia und DKV engagiert.

Revolution in Ingolstadt
Nach 100 Jahren: Audi schafft Fließbandfertigung ab

Audi ersetzt Fließbänder durch Montageinseln Ingolstadt (nex) – Montageinsel statt Fließband: Audi will nach 100 Jahren seine Produktionsweise revolutionieren und die Autos bereits als Karosserie in der Phase der Herstellung mit den erforderlichen Voraussetzungen für einen autonomen und digitalisierten Betrieb ausstatten. Dies berichten mehrere Medien unter Berufung auf die dpa. Die Idee dazu sollen bisherige Konzepte zum selbstfahrenden Auto sowie Warteschlangen an der Supermarktkasse gegeben haben, so Audi-Vorstand Hubert Waltl. Das einst von Henry Ford konzipierte Fließband habe ausgedient, weil der Kunde ein Auto nach Maß und keine uniforme Massenanfertigung mehr wünsche. Bereits jetzt gäbe es in der Oberklasse keine identischen Fahrzeuge mehr, die vom Band laufen. Das Problem wäre bislang gewesen, dass die Produktion stillstand, sobald ein Bauteil fehlte oder ein Umbau zu Gunsten einer neuen Linie erfolgte. Künftig werden 200 Montageinseln die Fließbänder ersetzen, kündigte Waltl an. Die Karosserie werde mithilfe von Robotern auf Transportwägen gepackt, die sich selbsttätig ihren Weg zu den entsprechenden Inseln suchten. „Wie vor den Kassen im Supermarkt, wo sich der Kunde an der kürzeste Warteschlange anstellt, steuert das vernetzte Fahrzeug zunächst die Stationen an, wo die Auslastung niedriger ist“, äußerte der Ingenieur und Innovationsmanager Fabian Rusitschka gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Fahrzeuge würden die Station schneller verlassen, die Auslastung würde höher. Der Audi-Vorstand rechnet mit einem dadurch bedingten Produktivitäts-Plus von 20 Prozent. Mehrkosten sollen dadurch keine entstehen. Unter den deutschen Autobauern würde Audi damit Pionierarbeit leisten.

London
.ART: Die erste Internetdomain speziell für Kunst und Kultur

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London (nex/prn) – Art Institute of Chicago, Centre Pompidou, Fondation Beyeler, Fondation Cartier, Guggenheim Museum, Hauser & Wirth, ICA Miami, LACMA, MAXXI, Tate and Walker Art Center und weitere werden als erste Websites auf .ART einstellen .ART, die erste Domain, die exklusiv für die Kunstwelt eingerichtet wurde, ist erfreut, bekannt geben zu können, dass mehr als 60 weltbekannte Museen und Kunstinstitutionen spezielle Websites auf dieser neuen Top-Level-Domain einstellen werden, darunter Art Institute of Chicago, Centre Pompidou, Fondation Beyeler, Fondation Cartier, Guggenheim Museum, Hauser & Wirth, ICA Miami, LACMA, MAXXI und Tate and Walker Art Center. Diese Organisationen haben als Frühbucher von .ART interessante Pläne zur Aktivierung ihrer neuen Domains. Manche werden ihre existierenden Websites vollständig nach .ART migrieren oder dort konsolidieren, andere hingegen richten neue, spezielle Websites ein, um einzigartige Inhalte von Künstlern oder aus Sammlungen zu zeigen. „Wir sehen unseren Auftrag darin, das kulturelle Erbe der globalen Kunst zu bewahren. Wir fühlen uns geehrt, dass so viele angesehene Institutionen aus der ganzen Welt diese Vision und unsere Überzeugung teilen, dass .ART die Beziehung der Kunstwelt mit dem Internet verändern wird und das Erbe dieser Institute im Internet bewahren hilft“, erklärt Ulvi Kasimov, Gründer von .ART. John Matson, CEO von .ART, setzt hinzu: „.ART bedeutet für die Kunstwelt eine neue Identität im Internet. Die Domain ist kurz, einfach, einprägsam und unmittelbar mit den Künsten verbunden. Für unsere Frühbucher ist eine .ART-Domain natürlicher Ausdruck ihrer Marke.“ Frühbucher erhalten als erste Zugriff auf .ART-Domainnamen und haben damit die Möglichkeit, Inhalte ihrer Websites einzustellen, bevor im Sommer 2017 Domains allgemein zum Erwerb verfügbar sind. Frühbucher von .ART drücken ihre Begeisterung aus: Ros Lawler, Digital Director der Tate, sagte, das Museum sei „erfreut, an der Einführung dieser neuen Domain teilzunehmen, die dazu beitragen wird, einige der besten Kunstsammlungen, Galerien und Museen der Welt zu fördern“. Benoît Parayre, Direktor des Bereichs Communication and Partnerships des Centre Pompidou, erklärt: „Ein Domainname für die Kunstwelt war lange überfällig und wird vielen führenden Kräften, Museen, Kunstzentren, Galerien, Sammlern etc. ermöglichen, mit relevanteren Domainnamen für ihre Sammlungen und Programme zu werben.“ „Die Fondation Cartier für zeitgenössische Kunst ist erfreut darüber, Teil der neuen digitalen Welt von .ART zu werden und ihre Programme weiterzuentwickeln“, sagte Digital Manager David Desrimais. Anton Vidokle, Künstler und Gründer von e-flux, setzt hinzu: „Das Internet bringt enormes Bildungspotenzial mit sich und eine zuverlässige und informative Domain speziell für die Künste wird eine Wissensquelle von unschätzbarem Wert sein. Die ART.-Domain wird zu einer wirksamen Plattform, welche die exzellente Arbeit von Kunstinstitutionen und Künstlern aus aller Welt würdigt – für alle Liebhaber der Kunst.“ Dominique Chevalier, Präsident des Syndicat National des Antiquaires (SNA), welches die Biennale des Antiquaires im Grand Palais in Paris organisiert, erklärt: „Für uns und unsere Galerien ist .COM zu kommerziell und .FR zu allgemein. Das Problem mit den meisten Domainnamen ist, dass sie nicht vermitteln, welche Tätigkeit man ausübt. Mit .ART ist dies behoben.“ Lélia Pissarro, Miteigentümerin der Stern Pissarro Gallery und Großenkelin des Malers Camille Pissarro, setzt hinzu: „Das Internet hat auf den weltweiten Kunstmarkt den größten Einfluss. Es hat die Kunst in jeden Winkel der Welt gebracht. Bei Domainnamen ist die zukünftige Entwicklung eindeutig, Branchen klar zu kennzeichnen. Wir waren der Überzeugung, dass der Name Pissarro zusammen mit .COM Eleganz und Relevanz vermissen ließ. Jetzt können wir pissarro.art nutzen und dies ist schlicht die perfekte Lösung. Damit wird eine lange klaffende Lücke unserer Marketingstrategie und Selbstdarstellung gefüllt.“ Die Frühbucher haben weitreichende Pläne für Ihre Websites: Tate, LACMA, Multimedia Art Museum und Solomon R. Guggenheim Museum werden Websites einrichten, welche verschiedene Aspekte ihrer Sammlungen herausstellen. Die Fondation Cartier hingegen wird die Domain nutzen, um ihre Sammlung erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Centre Pompidou wird derweil eine spezielle Website mit hilfreichen Informationen in Englisch und anderen Sprachen für Besucher aus dem Ausland einrichten. Hauser & Wirth wird den 25. Jahrestag des Bestehens der Galerie mit der Einführung einer interaktiven Website begehen, auf welcher sich eine visuelle Chronologie der Geschichte der Galerie findet. Zudem werden Canesso Gallery, Galerie Meyer Oceanic & Eskimo Art, Galerie Perrin, Tomasso Brothers Fine Art, Stern Pissarro Gallery und Venus ihre vorhandenen Websites vollständig zu ihren neuen .ART-Domains migrieren. Ab Februar 2017 sind .ART-Domainnamen für professionelle Mitglieder der Kunstwelt verfügbar. Dies gewährleistet, dass wichtige Beteiligte die Gelegenheit haben, sich als erste gewünschte Domains zu sichern.

Einheitliche Presseausweise
Journalismus: Innenminister wollen offiziellen Presseausweis einführen

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Pistorius: Einigung auf bundeseinheitliches Verfahren steht bevor Osnabrück (nex) – Niedersachsen Innenminister Boris Pistorius hat die Einführung eines einheitlichen offiziellen Presseausweises angekündigt. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der SPD-Politiker, „wir müssen die Arbeit der hauptberuflichen Journalisten und damit eine seriöse, faktenbasierte Informationskultur schützen“. Dazu gehöre ein offizieller Presseausweis, der Behörden und insbesondere auch Polizisten verdeutliche, einen professionellen Berichterstatter vor sich zu haben. Die baldige Einführung des bundeseinheitlichen Ausweises soll Thema bei der Konferenz der Innenminister von Bund und Ländern am Dienstag und Mittwoch dieser Woche in Saarbrücken sein. „Ich bin nach inzwischen jahrelanger Vorbereitung unter niedersächsischer Federführung sehr optimistisch, dass wir das hinbekommen, und dass wir umgehend mit dem Deutschen Presserat eine Vereinbarung vorstellen werden“, sagte Pistorius. Als Grund einer Neuregelung führte er an, dass in den vergangenen Jahren ein Wildwuchs rund um Presseausweise entstanden sei. „Wer im Netz nach dem Wort Presseausweis sucht, findet sofort unzählige Anbieter, die diesen für mehr oder weniger geringe Summen anbieten“, sagte der Minister. In jüngster Zeit hätten sich beispielsweise Extremisten als Journalisten ausgegeben und so Zugang zu geschützten Bereichen etwa bei Demonstrationen erhalten. So etwas solle ein offizieller Ausweis, der von anerkannten Stellen vergeben werde, verhindern.

Syrien
Kurden-Politiker: PYD teilt Macht nicht mit anderen kurdischen Parteien

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Ankara (nex) – Die offensive Haltung der PYD, des syrischen Ablegers der PKK, zwinge nach den Worten des Vorsitzenden des Kurdischen Nationalrats in Syrien (KNC) die Kurden, die Region zu verlassen. Der KNC-Vorsitzende und Generalsekretär der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), Ibrahim Biro, der am gestrigen Sonntag dem englischsprachigen TV-Sender TRT World ein Interview gab, erklärte: „Die PYD ist eine totalitäre, stalinistische Partei. Sie teilt die Macht nicht mit anderen kurdischen Parteien.“ Sie bestimme, so Biro weiter, ihr Verhalten gegenüber anderen kurdischen Gruppen in der Region über deren Loyalität zum syrischen Regime: „Wenn sie sich gegenüber dem syrischen Regime loyal verhalten, dann bedeutet das, dass sie auch der PYD gegenüber loyal sind.“ Biro betonte, dass die PYD keinen Frieden in die Region bringe. „Ich denke nicht, dass die PYD die Errichtung eines unabhängigen Staates anstrebt“, erklärte er. Der Politiker wies darauf hin, dass alle kurdischen Gruppen eine föderale Struktur in Syrien wollten und prognostizierte einen Positionswechsel bei der PYD, wenn erst einmal der Kampf gegen den IS (Daesh) vorbei sei. „Nach der Befreiung von Mossul und Rakka wird es keine Notwendigkeit mehr geben, gegen den IS (Daesh) zu kämpfen, und dann werden die USA eine andere Einstellung der PYD gegenüberhaben“, so Biro weiter. Die PKK und deren syrischer Ableger, die PYD, werden beide von der Türkei als Terrororganisation eingestuft, während die EU und die USA lediglich die PKK als eine Terrororganisation betrachten. Die Türkei kämpft in Syrien gegen die PYD, um eine Verbindung von Gebieten in West- und Ostsyrien zu verhindern. Dies würde der PKK/PYD die Kontrolle über den größten Teil der türkischen Südgrenze ermöglichen.

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Schantall und die Scharia
Wallah?#02: Wird Deutschland wirklich zu einem muslimischen Land?

Wird Deutschland zu einem islamisches Land? Sind religiöse Menschen intoleranter? Gehen muslimische Mädchen wirklich nicht schwimmen? Unzählige Stereotype kursieren über Muslime und Migranten. Die Serie “Wallah?“ (sinngemäß: wirklich?) untersucht, was an ihnen dran ist.

Burka-Debatte, Gebetsteppich-Debatte, Schwimmbad-Debatte, Handschlag-Debatte: Die Angst vor einer vermeintlichen Islamisierung Deutschland prägt längst nicht mehr nur selbsternannte patriotische Europäer beim Dresdner Abendspaziergang. „Es gibt ja schon eine schleichende Islamisierung durch die Bevölkerungsentwicklung“, sagte AfD Chef Jörg Meuthen kürzlich in der FAZ. Und selbst für viele, die darin nicht automatisch etwas Schlechtes sehen, dürfte doch die Gewissheit bestehen, dass es vor allem Muslime sind, die nach Deutschland kommen. Darin liegt ein Körnchen Wahrheit: Legt man die Jahresberichte des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu Grunde dürften rund Zweidrittel der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge Muslime sein. Aber Flüchtlinge sind nicht die einzige Menschen, die nach Deutschland zuwandern.

Der Zuzug christlicher Arbeitsmigranten ist seit Jahren auf konstant hohem Niveau

Rund 700.000 Menschen kamen 2015 aus anderen EU-Staaten in die Bundesrepublik. Die meisten von ihnen kamen aus osteuropäischen Ländern wie Rumänien, Polen, Bulgarien und Kroatien. Und damit aus Ländern, deren Bevölkerung überwiegend christlich ist. Das Ausmaß der Katholizierung des Abendlandes zeigt sich noch deutlicher, wenn man sich die Vorjahre anschaut. Denn anders als im Fall der muslimischen Flüchtlingszuwanderung ist der Strom christlicher Arbeitsmigranten seit Jahren auf konstant hohem Niveau.
(Foto: Emdstationrechts)
(Foto: Emdstationrechts)
Wahr ist trotzdem: Die Zahl der in Deutschland lebenden Muslime hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht – in relativen wie absoluten Zahlen. Wahr ist auch: Der relative Teil der muslimischen Bevölkerung wird sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen. Aber nicht in dem Maße, wie es Islamophobiker befürchten.

2030 werden 7 Prozent der deutschen Bevölkerung Muslime sein

Rund vier Millionen Muslime leben derzeit in Deutschland und machen damit rund fünf Prozent der Bevölkerung aus. Dass sich daran auch in in 10, 20 oder 50 Jahren nicht viel geändert haben wird, hat vor vier Jahren eine Studie des „Pew Research Center“ ergeben. Das Washingtoner Institut untersuchte die Entwicklung muslimischen Bevölkerungen weltweit. Für Deutschland kamen die Forscher auf einen Anstieg des muslimischen Bevölkerungszahl von 4 auf 5,5 Millionen bis zum Jahr 2030 – oder 7,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Das bedeutet: Im Land, das nach Meinung Vieler kurz vor der Islamisierung steht, sind auch in anderthalb Jahrzehnten 93 Prozent der Bewohner keine Muslime. Zu einem muslimischen Land wird Deutschland auf absehbare Zeit nicht nicht. Wallah! 
 
Erschienen bei Schantall und die Scharia

Islamhass
„Kill Muslims“: Fremdenfeindliche Schmierereien an Moschee in Schweden

  Stockholm (nex) – Am gestrigen Samstag wurde ein Anschlag auf eine Moschee in einem Vorort von Stockholm verübt. Es wurden Nazi- und islamophobe Schmierereien in der Nähe der Gebetsstätte festgestellt. Die Stockholmer Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. In Bredang, dem südwestlich von Stockholm liegenden Vorort, hätten Medienberichten zufolge Unbekannte in der Nähe des Eingangsbereichs der Moschee Wände mit Hakenkreuzen und den Worten „Kill Muslims“ beschmiert. Bredang befindet sich unweit des Zentrums der schwedischen Hauptstadt. Auch ein lauter Knall aus einem benachbarten Fitnessstudio sei gegen acht Uhr Ortszeit während des Morgengebets gemeldet worden. Am Gebäude seien Rückstände von Feuerwerkskörpern festgestellt worden, es sei aber niemand verletzt worden. Polizeisprecher Sven-Erik Olsson erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass es noch keine Verdächtigen gebe. „Wir sind zur Moschee gegangen, um Fotos zu machen. Wir haben den Zwischenfall als Sachbeschädigung und Aufstachelung zum Hass aufgenommen “, teilte Olsson mit und fügte hinzu, dass die Moschee sich im ersten Obergeschoss befinde und jemand Hakenkreuze und die Worte „Kill Muslims“ auf alle drei Wände im Eingangsbereich geschmiert habe. Im vergangenen Oktober wurde ein Brandanschlag auf eine islamische Gebetsstätte im südschwedischen Malmö verübt. Der Täter war polizeibekannt. Eine Untersuchung des Islamic Cooperation Council in Schweden vom vergangenen Jahr hat ergeben, dass jede siebte Moschee im Land Ziel eines Anschlags gewesen sei. Radio Sweden hatte 2014 eine Liste mit 13 Moscheeanschlägen im ganzen Land erstellt.

Fastfood-Offensive
Mega-Expansion: Burger King plant in Deutschland 300 Restaurants

Dortmund (nex) – Die Fastfoodkette Burger King plant in Deutschland eine massive Expansion. Laut Deutschland-Chef Andreas Borg gebe es noch viel Potenzial. In den nächsten Jahren sollen bundesweit 300 Restaurants eröffnet werden. Der Hygiene-Skandal ist nur zwei Jahre her, dennoch will die Fastfoodkette Burger King ihre Geschäfte in Deutschland ausweiten. In den kommenden Jahren plane man in Deutschland etwa 300 neue Restaurants. Das hat Deutschland-Chef Andreas Bork in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ angekündigt. „Aktuell haben wir in Deutschland rund 700 Filialen und damit noch viel Potenzial. Eine vierstellige Anzahl an Restaurants sollte es schon sein in den kommenden sechs, sieben Jahren“, so Bork. Geplant seien nebst neuen Standtorten in Innenstädten auch Restaurants außerhalb der Zentren. Bei der Expansion gehe es vor allem um eine Verdichtung des Filialnetzes. In München zum Beispiel könne die Zahl der Restaurants von 15 auf 25 oder in Köln von sieben auf 12 bis 15 erhöht werden. Dass die Pläne ehrgeizig seien, wisse Bork. Die entsprechenden Vorbereitungen dazu liefen aber schon seit einigen Jahren. Es könne und werde daher in nächster Zeit schnell gehen.

50 Meter Seide
Gold-und Silbertinte: Kunsthistorikerin überträgt gesamten Koran auf Seide

Istanbul (nex) – Die aserbaidschanische Malerin und Dekorationskünstlerin Tünzale Memmedzade hat den gesamten Koran auf transparente Seide übertragen. Für ihr Projekt setzte die 33-Jährige 50 Meter transparenten schwarzen Seidenstoff und 1.500 Milliliter Gold- und Silbertinte ein. Für die Beendigung ihrer Arbeit brauchte Memmedzade drei Jahre. Die Künstlerin erzählt, dass sie mit der Koranausgabe des türkischen Präsidiums für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) gearbeitet habe. Memmedzade übertrug die Verse aus dem heiligen Buch der Muslime auf Seidenblätter mit den Maßen 29×33 Zentimeter. Sie habe bei ihren Recherchen festgestellt, dass der Koran zwar auf verschiedene Materialien, jedoch nie zuvor auf Seide geschrieben worden sei, so Memmedzade weiter. Das habe sie motiviert, das Projekt zu starten. Die Künstlerin betrachtet ihre Arbeit als ihr Meisterwerk und fügt hinzu, dass die Übertragung der Koranverse auf Seide nicht unislamisch sei, schließlich werde Seide als Material auch im Koran erwähnt. Memmedzade promovierte an der Marmara-Universität Istanbul in Kunstgeschichte. Sie sei Gott dankbar, dass sie ihr Kunstwerk nach drei Jahren habe beenden dürfen und der erste Mensch sei, der so ein Projekt in Angriff genommen habe, so Memmedzade gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.