Offensive des IS auf Tadmur
Kriegsstrategie Assads: Alles dem Erdboden gleichmachen

Von Ömer Özkizilcik Urla (nex) – Im Mai 2015 startete der IS eine Operation im Osten von Homs und nahm die strategisch wichtige Stadt Tadmur und die Gebiete in der Umgebung ein. Schon im März hatte das Assad Regime eine schwere Niederlage erlitten, indem sie sich aus der Stadt Idlib zurückziehen musste. Kurz vor dem Sommer 2015, war das Regime mit dem Zusammenbruch konfrontiert. Als sich der Iran aktiv am Krieg beteiligt hat und Russland Ende September 2015 mit Luftangriffen begann, verursachte dies eine Wende im Krieg. Einem Jahr nach dem der IS im Jahre 2015 die Stadt Tadmur eingenommen hatte, hat das Regime mit Hilfe Russlands und der schiitischen Milizen im März 2016 eine neue Offensive gestartet und die Stadt am 27 März unter ihre Kontrolle gebracht. Russische Spezialeinheiten, die an der Bodenoffensive beteiligt waren, haben sich mit dem IS heftige Gefechte geliefert und ihre Verteidigungslinie durchbrochen, womit sie dann in die Stadt eindringen konnten. Die Offensive endete nach dem die Stadt eingenommen wurde. Der IS konnte jedoch nicht vollständig von der Stadt vertrieben werden. Die IS Stellungen befand sich etwas weiter weg, in den östlichen Nachbarschaften. Neue Angriffe des IS 2016 hat der IS sehr viel Verluste erlitten und musste sich aus mehreren Gebieten im Irak und Syrien zurückziehen. Nach dem der IS, die in Nordaleppo gelegene Stadt Manbij, Jarablus und Dabiq verlor und in Al Bab heftig unter Beschuss steht, sind sie gezwungen sich in die Wüste zurückzuziehen. Der IS steht in seiner Hauptstadt Raqqa ebenfalls unter Druck, weil sie im Norden gegen die YPG-SDF, die von der USA unterstützt wird, kämpfen muss. Nahezu an jeder Front ist der IS unter Druck gesetzt, und hat trotzdem die Chance genutzt, die im Norden Homs gelegene Stadt Tadmur anzugreifen, weil das Regime mit einer Offensive in Aleppo beschäftigt ist. Bei den Angriffen in der Nacht vom 7. bis 8. Dezember hat sich der IS die Ortschaft Huwaysis ans Ziel gesetzt und in der Zone mehrere Stellungen des Regimes eingenommen. Mit einer abrupten Offensive gelang dem IS ein schneller Vormarsch, worauf sie mindestens 3 Panzer, darunter ein T-55 und T-62 und Panzerabwehrlenkwaffen erbeutet haben. Als Einheiten des Regimes von Aleppo aus Verstärkung in das Gebiet schicken wollten, hat Jabhat Fatah al-Sham in der Isriye Umgebung, auf dem Aleppo- Homs Weg, den Konvoi des Regimes überfallen und zerstört. Viele Fahrzeuge des Regimes sind nicht mehr funktionsfähig. Und die restlichen Fahrzeuge des Konvois wurden im Norden Homs komplett zerstört, berichtete der IS. Nach diesen Ereignissen hat der IS am nächsten Tag seinen Vormarsch fortgesetzt, ist dann in das Cezal Erdölfeld eingedrungen und hat das Cihad Erdölfeld erreicht. Zur gleichen Zeit hat der IS westlich von der Stadt, bei den Getreidescheunen einen SVBIED- Angriff auf Stellungen des Regimes verübt. Auch gleichzeitig im Süden von Tadmur versucht weitervorzurücken und die Stadt einzukesseln. Die Gefechte gehen immer noch weiter. Die Truppen des Regimes haben angefangen aus dem Umland von Damaskus Verstärkung zu schicken. Tedmur’un Saldırısının Hatırlattıkları In letzter Zeit haben die regierungsnahen Truppen aus Aleppo ihren Vormarsch fortgesetzt, und das zeigt, dass es Missverständnisse über die Stärke der Regierungstruppen und ihren Verbündeten gibt (check das nochmal ab, hab den Satz nicht richtig verstanden) Während der IS das Regime in Tadmur angreift und auf dem Vormarsch ist, kämpften Assads Truppen immer noch in Aleppo. Das zeigt, dass das Regime trotz russischer, iranischer Hilfe und der Hilfe von ausländischen schiitischen Milizen nicht in der Lage ist, an zwei Fronten gleichzeitig zu operieren. Die Kriegsstrategie der Iraner, Russen, schiitischen Milizen und regierungsnahe Truppen ist alles dem Erdboden gleichzumachen. Ein großer Vorteil der regierungsnahen Truppen ist es ein Gebiet auszuwählen und es mit schweren Waffen ( Russische Luftwaffe und Bodentruppen) und der Hilfe von Bodentruppen (mit zehntausend ausländischen schiitischen Kämpfern) auf engstem Raum komplett zu zerstören. Mit dieser Strategie hat das Regime es beinahe geschafft die belagerten Gebiete der Rebellen in der Umgang von Damaskus, Homs und Aleppo nach und nach einzunehmen. Die Verteidigung gegen diese Kriegstaktik die mit Luftwaffe und Bodentruppen geführt wird, in dem die Rebellen eingekesselt werden, scheint wirkungslos zu sein. Allerdings konnten die Rebellen im letzten Sommer als die Offensive in Aleppo gegen das Regime stattfand, Erfolge in der Offensive in Hama erzielen und mehrere Gebiete einnehmen. Trotz der russischen und iranischen Unterstützung zeigt es die Schwachpunkte des Regimes.

Flughafen-Gate
Deutschland schlägt zurück: Türkische Sportler am Düsseldorfer Flughafen über sechs Stunden festgehalten

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Düsseldorf (nex) – Das „Flughafengate“ zwischen Deutschland und der Türkei geht in die nächste Runde. Nachdem am vergangenen Montag die stellvertretende türkische Parlamentssprecherin Aysenur Bahcekapili und ihre Delegation von deutschen Beamten am Kölner Flughafen festgehalten worden waren, hatte Erdogan am vergangenen Mittwoch damit gedroht, dass er „das auf die gleiche Weise handhaben muss“. Am selben Abend hatten vier deutsche Diplomaten am Flughafen Istanbul Atatürk „aufgrund der neuen Vorgehensweise gegenüber deutschen Diplomaten“ ihr Flugzeug verpasst. Nun schlägt Deutschland zurück: Die deutsche Polizei hat am gestrigen Freitagabend eine Gruppe von 14 türkischen Sportlerinnen und Sportlern am Flughafen Düsseldorf über sechs Stunden festgehalten. Eine Person wurde festgenommen. Die festgenommene Person, dessen Identität nur mit T. Ö. bekannt gegeben wurde, soll türkischen Diplomatenkreisen zufolge versucht haben, einem Menschen die illegale Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Die Flughafenpolizei habe die Sportlergruppe, in der sich auch Kinder und Frauen befinden, mit Hilfe eines Dolmetschers vernommen. Türkischen Regierungsvertretern sei vonseiten der Flughafenpolizei mitgeteilt worden, dass die Vernehmung der Sportler lange dauern könne und diese bis zum Ende des Verhörs zu niemandem Kontakt aufnehmen dürften. Über den Zwischenfall habe sie keine weiteren Informationen erteilen wollen, heißt es weiter. Die Sportler waren Berichten zufolge für die Teilnahme an einem Karateturnier nach Deutschland geflogen. Anfang der Woche waren die türkische stellvertretende Parlamentssprecherin Aysenur Bahcekapili und ihre Delegation von deutschen Beamten am Kölner Flughafen festgehalten. „Nach den Maßstäben meines Landes war das Verhalten unhöflich“, hatte Bahcekapili nach dem Zwischenfall erklärt, der bei Politikern in der Türkei für Empörung gesorgt hatte. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte anschließend damit gedroht, dass er „das auf die gleiche Weise handhaben muss“. Die deutsche Polizei spielte den Zwischenfall herunter – es habe sich um eine Routineüberprüfung gehandelt.

Ausland
Türkei: Bruder des Oppositionsführers beschuldigt Kilicdaroglu der Verbündung mit „FETÖ“

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Urla (nex) – Der Bruder des Hauptoppositionsführers Kemal Kilicdaroglu, Celal Kilicdaroglu, kritisierte ihn dafür, Putschisten den Zugang in seine Republikanische Volkspartei (CHP) zu gewähren. Celal Kilicdaroglu rief seinen Bruder in einer Reihe von Tweets auf, die CHP davor zu bewahren, zu einer FETÖ-Terrorgruppenpartei zu werden. „Wenn Recep Tayyip Erdogan der Anführer dieses Landes ist und wenn er diesen Krieg angefangen hat, ist es dann ein Verbrechen, aus staatsbürgerlicher Pflicht heraus ihn zu unterstützen?“, fragte er in einem der Tweets. Er beschuldigte den CHP-Vorsitzenden auch, versucht zu haben, eines seiner Interviews zensieren und Geld dafür angenommen zu haben, die Aktionen seines Bruders zu kritisieren. „Wenn du diese Behauptungen beweisen kannst, werde ich mir vor dem Parlamentsgebäude in den Kopf schießen“, erklärte er. https://twitter.com/cllkilicdaroglu/status/807293830903042048 Im vergangenen November hatte Celal Kilicdaroglu seinen Austritt aus der CHP erklärt; zuvor war er zum Ausschluss aus der Partei auf unbefristete Zeit dem Disziplinarausschuss der Partei überstellt worden. Celal Kilicdaroglu und 20 weitere Personen waren am vergangenen Montag von Söke nach Didim, einem ägäischen Urlaubsort, fast 38 Kilometer gelaufen, um gegen das Gülen-Netzwerk zu protestieren. Mit einem Banner, auf dem „FETÖ-Mitglieder haben auch meinen Bruder hereingelegt“ zu lesen war, führte Celal Kilicdaroglu die Gruppe an. Ankara beschuldigt den selbsternannten, in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, den Putschversuch mithilfe seiner Anhänger innerhalb des Militärs durchgeführt zu haben, die das Gülen-nahe Netzwerk FETÖ gegründet hätten. Der Putschversuch vom 15. Juli, bei dem 246 Menschen getötet wurden, erfuhr einen unerwarteten Widerstand der Öffentlichkeit. Am Morgen des 16. Juli war der Staatsstreich gescheitert: Die Antiputschisten in den Reihen der Polizei und des Militärs sowie unbewaffnete Zivilisten führten einen harten erfolgreichen Kampf, um Soldaten, die FETÖ-Anhänger waren, zu stoppen.

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Flüchtlingspolitik
Rüttgers hält Beschlüsse des CDU-Parteitags zur Flüchtlingspolitik für notwendige Kurskorrektur

Köln (nex) – Der frühere NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hat die Beschlüsse des CDU-Parteitags zur Flüchtlingspolitik als notwendige Kurskorrektur bezeichnet. „Die Rechtsordnung darf nicht wie im Verschiebebahnhof hin und her manövriert werden. Konkret: Wer kein Recht hat, sich in Deutschland aufzuhalten, kann nicht auf Dauer hierbleiben. Das muss der Staat konsequent durchsetzen“, sagte Rüttgers dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ . Deutlich kritisierte der frühere Stellvertreter von Parteichefin Angela Merkel deren Wahlkampfstrategie einer „asymmetrischen Demobilisierung“. „Wer aus taktischen Gründen oder um die Bevölkerung nicht zu polarisieren nicht sagt, was er nach der Wahl machen will, hinterlässt inhaltlich Leerstellen. Das rächt sich.“ Politik brauche „eine Programmatik mit klaren Leitlinien“. Andernfalls neige sie zu „tagesaktuellem Aktionismus“. Im Umgang mit der AfD und rechtspopulistischen Wortführern riet Rüttgers zu einer unmissverständlichen Sprache. „Wir sollten aufhören, politische Lügner als ‚Populisten‘ zu bezeichnen, sondern sie ganz einfach Lügner nennen“, so Rüttgers. Auch müsse man die Lügen der Lügner offen legen. „Beim Oberlügner namens Trump ist das gemacht worden. Lügen ist auch etwas ganz anderes als ‚dem Volk aufs Maul schauen‘, was zu tun die Populisten von sich behaupten.“

Terrorismus
Syrische Flüchtlinge an PYD-Chef: „Ihr habt nicht das Recht, uns zu vertreiben“

Izmir (nex) – Syrische Flüchtlinge und Einwohner der Grenzprovinz Sanliurfa reagieren wütend auf die Terrorgruppe PKK/PYD, deren „Fetzen“ in ihren Farben grün, rot und gelb auf der syrischen Seite der Grenze zu sehen sind, in dem Land, so sagen sie, das seinen rechtmäßigen Besitzern genommen worden sei. Syrer, die Schutz im Distrikt Akcakale von Sanliurfa gefunden haben, erzählen, dass sie im vor Kurzem vom IS (Daesh) befreiten Norden Syriens von der PYD gezwungen worden seien, ihre Häuser zu verlassen. Die PYD ist der syrische Ableger der PKK. Omar Ismail erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass der Distrikt Tal Abyad im nordsyrischen Gouvernement Rakka „das Land aller Syrer ist“. „Wir wissen, dass die USA die PYD ihre Fetzen aufhängen lässt“, sagt der Syrer in Anspielung auf die Unterstützung der USA für die Terrorgruppe. „Bald werden wir in unser Land zurückkehren.“ Ein anderer Syrer, Yasin Omar, weist darauf hin, dass die PYD die echten Besitzer aus ihrem Land vertreibe und versuche, die demographische Struktur der Region zu ändern.
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An die Adresse des PYD-Anführers, Salih Muslim Muhammad, und des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan gerichtet sagt er: „Meine Worte gelten Öcalans Partner Salih Muslim. Das ist das Land unserer Urgroßväter. Sie haben nicht das Recht dazu, die Grenzgebiete einzunehmen und uns zu vertreiben.“ Laut Omar soll die PYD junge Araber zwangsrekrutieren und zur „Militärausbildung“ schicken. Dafür gehe sie, so Omar weiter, von Tür zu Tür: „Wenn es keine Söhne im Haus gibt, wollen sie die Töchter. Wenn es gar keine Kinder gibt, verlangen sie Geld. Sie haben nicht das Recht dazu.“ Auch der Bürgermeister von Akcakale, Abdulhakim Ayhan, erklärt, dass die Präsenz der PYD in Tal Abyad nur vorübergehend sein werde. „Wir hoffen, dass die wahren Besitzer dieses Landes wieder zurückkehren und die PYD-Fetzen herunternehmen werden“, betont er und fügt hinzu: „Die Stadtverwaltung wird unsere Türkeifahnen wehen lassen.“ Die Einwohner seien bei dem Thema sehr empfindlich, so der Bürgermeister weiter. Im vergangenen September hatte die PYD an Gebäuden US-Flaggen angebracht, um den Anschein zu erwecken, dass auch das US-Militär in dem Gebiet präsent sei. Die PKK und ihr syrischer Ableger, die PYD, werden von der Türkei als Terrororganisationen eingestuft, während die USA und die EU lediglich die PKK als eine Terrororganisation betrachten.

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Bad Iburg
Mehr als 100 Opfer: Mann soll Kinder zu Sex-Aufnahmen verleitet haben

Osnabrück (nex) – Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt gegen einen 32-Jährigen aus Bad Iburg wegen dutzendfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, soll der Beschuldigte unter falscher Identität sieben- bis dreizehnjährige Mädchen und Jungen über das Internet angeschrieben und dazu verleitet haben, ihm Nacktaufnahmen von sich zu schicken. Dabei soll er die Kinder auch aufgefordert haben, für Bilder und Videos sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Die Ermittler gehen von 122 Opfern in Deutschland, Belgien und der Schweiz aus. Nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer soll in Kürze Anklage am Landgericht Osnabrück erhoben werden. Weil die Ermittler aber nicht alle Opfer identifizieren konnten, wird die Anklageschrift voraussichtlich weniger Fälle umfassen. Der Anwalt des Beschuldigten nahm auf Anfrage der „NOZ“ keine Stellung zu den Vorwürfen. Bei der Durchsuchung der Wohnung in Bad Iburg sollen mehr als 600 kinderpornografische Dateien sichergestellt worden sein, darunter auch die Aufnahmen der minderjährigen Opfer, die der Verdächtige aber nicht weitergegeben oder verkauft haben soll. Experten bezeichnen derartige Taten als Cyber-Grooming. Laut Bundeskriminalamt verzeichnen die Sicherheitsbehörden 2005 noch 946 Fälle, bei denen Kinder mithilfe von Kommunikationstechnologie zu sexuellen Handlungen überredet oder in denen ihnen pornografische Inhalte gezeigt wurden. Im vergangenen Jahr waren es bereits 1958. Das BKA gehe auch weiterhin von einer steigenden Tendenz aus, sagt eine Sprecherin. Zudem müsse von einem „erheblichen Dunkelfeld“ ausgegangen werden. Das Strafgesetzbuch fasst derartige Taten unter Paragraf 176 als sexuellen Missbrauch von Kindern zusammen, die mit drei Monaten bis fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Der Verdächtige soll nicht vorbestraft sein.

"Schlüsselfigur der organisierten Bandenkriminalität"
NRW hat „König der Taschendiebe“ abgeschoben

Düsseldorf (nex) – Der als „König der Taschendiebe“ bekannt gewordene Marokkaner Taoufik M. wurde am späten Donnerstagnachmittag unter massivem Widerstand abgeschoben. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf das NRW-Innenministerium. Den Angaben zufolge wurde der 33-Jährige, der zuletzt in Düsseldorf lebte, in Begleitung von Bundespolizisten mit einer Maschine der Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca ausgeflogen. NRW-Innenminister Ralf Jäger sagte der Rheinischen Post: „Dieser Mann ist kein Flüchtling, sondern ein Krimineller.“ Gegen den vorbestraften M. lagen zeitweilig rund 20 Anzeigen unter anderem wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und gewerbsmäßigen Diebstahls vor. Für die Düsseldorfer Polizei war er eine Schlüsselfigur der organisierten Bandenkriminalität.

Rüstungsindustrie
Türkei testet erfolgreich eigene Luftabwehrrakete Hisar-O

Verteidigungsminister Isik lobt Fortschritte beim Aufbau eigener Raketenabwehrsysteme Ankara (nex) – Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik hat an einem Probelauf für eine in der Türkei hergestellte Luftabwehrrakete des Typs Hisar-O teilgenommen. Dieses für mittlere Höhen vorgesehene Gerät soll dem Kommando der türkischen Landstreitkräfte dienen. „Wir verfügen über zahlreiche Systeme, die von Roketsan und Havelsan entwickelt wurden“, äußerte Isik gegenüber den Projektingenieuren im Anschluss an den Test in der zentralanatolischen Provinz Aksaray. „Wir arbeiten auf Hochtouren, um ausgereiftere Systeme herzustellen. Heute haben wir den Start des Hisar-Systems getestet.“ Die Unternehmen Roketsan und Aselsan haben Hisar als Abwehrwaffe entwickelt, um Militärbasen, Häfen, Einrichtungen und Truppen gegen Bedrohungen aus der Luft zu verteidigen. „Ihre Ziele sind Militärflugzeuge, Helikopter, Lenkraketen und unbemannte Flugkörper mit einer maximalen Reichweite von 25 Kilometern“, heißt es dazu auf der Webseite von Roketsan. Isik machte deutlich, dass es für die Türkei unabdingbar sei, „entscheidende Technologie zu erlangen und zu entwickeln, sowohl in der Luft- als auch in der Raketenabwehr“. Trotz des späten Beginns habe die Türkei enorme Fortschritte gemacht. Wenn diese Entwicklung abgeschlossen sei, werde es schneller vorangehen. Die türkischen Langstrecken-Verteidigungssysteme gegen Flugzeuge und Raketen würden auch ein enormes Abschreckungspotenzial gewährleisten. „Wenn wir unsere eigenen starken Verteidigungssysteme haben, kann sich kein Land uns gegenüber feindselig verhalten“, so Isik. Aselsan hat die Radar-, Kommandokontroll- und Feuerkontrollsysteme des Typs Hisar entwickelt, Roketsan die Raketensysteme, die alle von den türkischen Streitkräften definierten Erfordernisse hinsichtlich der Luftabwehr in niedriger und mittlerer Höhe erfüllen. Der erste Test einer unbewaffneten Hisar-0 fand 2014 in Aksaray statt. Bis 2020 soll es auch das seit 2011 in Planung befindliche, weiterentwickelte Hisar-A-System geben. Derzeit verwenden die türkischen Streitkräfte Stinger-Raketen mit einer Reichweite von bis zu acht Kilometern für diese Bereiche der Luftabwehr. Der bewaffnete Konflikt mit terroristischen Kräften des IS und der YPG im Norden Syriens macht eine Weiterentwicklung der Raketenabwehr erforderlich.

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Versuchte Körperverletzung
Türkei: „Hausschuh-Mutter“ freigesprochen

Urla (nex) – Türkischen Medienberichten zufolge ist Senay Güzel aus dem Distrikt Honaz der westtürkischen Provinz Denizli am 9. Dezember vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen worden.

Der Sohn, Halil Güzel, hatte Anzeige gegen sie erstattet, da diese während eines Streits im vergangenen Mai mit einem Plastikhausschuh nach ihm geworfen habe. Dabei soll sie jedoch beide Male ihren Sohn verfehlt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin Ermittlungen eingeleitet, die Anklage in dem Fall vorbereitet und eine Haftstrafe zwischen zwei und fünf Jahren wegen versuchter Körperverletzung beantragt, da die Hausschuhe als eine Angriffswaffe gelten könnten. Die 62-Jährige, die wegen „versuchter vorsätzlicher leichter Körperverletzung“ angeklagt worden war, hatte erklärt, dass sie nicht gewusst habe, dass Hausschuhe als Waffen betrachtet würden. Nun hat ein Gericht in Denizli am 9. Dezember nach der ersten Anhörung in dem Fall Senay Güzel freigesprochen, da ihr Sohn die Anklage zurückgezogen hat. „Ich bin froh, dass ich freigesprochen wurde“, sagte die Mutter zu den Reportern vor dem Gerichtsgebäude.

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Mega-Bauten
Schweiz: Längster Eisenbahntunnel der Welt geht in Betrieb

Zürich (nex) – Tiefer und länger als jeder andere Eisenbahntunnel der Welt führt der Gotthard-Basistunnel durch den Berg. Am Sonntag, 11. Dezember 2016, geht das Jahrhundertbauwerk in Betrieb. In rund 17 Minuten rauschen Reisende fortan unter den Alpen hindurch. Der Megatunnel bringt den Norden und Süden der Schweiz und ihre Nachbarländer näher zusammen. Dank deutlich kürzerer Fahrzeiten gewinnen Gäste aus Nah und Fern mehr Zeit, um die Schweiz nördlich und südlich des Gotthards ausgiebig zu erkunden. Die Schweiz ist weltmeisterlich unterwegs. Sie verfügt über das dichteste öffentliche Verkehrsnetz auf dem Globus. Systematisch baut die Alpennation ihren Vorsprung aus. Im Juni 2016 eröffnete sie in einer feierlichen Zeremonie den Gotthard-Basistunnel. 17 Jahre Arbeit stecken in dem Jahrhundertbauwerk, das Weltrekorde bricht: 57 Kilometer lang sind die beiden parallel verlaufenden Einspurröhren. In einer Tiefe von bis zu 2300 Metern unterqueren sie die Gipfel des Gotthardmassivs. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben den Betrieb im Tunnel in den letzten Monaten auf Herz und Nieren geprüft, nun geht er am 11. Dezember 2016 pünktlich zum jährlichen Fahrplanwechsel offiziell ans reguläre Netz. Neue Zeitrechnung auf der Nord-Süd-Achse Der Tunnel der Superlative ist weit mehr als eine bautechnische Attraktion. Das Vorzeigeprojekt für einen effizienten und nachhaltigen Verkehr durch die Alpen ist bahnbrechend: Dank dem Gotthard-Basistunnel reisen Zugpassagiere künftig innerhalb von sagenhaften rund 17 Minuten durch das imposante Gebirgsmassiv hindurch und erreichen die deutsch- oder italienischsprachige Schweiz 30 bis 40 Minuten schneller als auf der legendären Gotthard-Bergstrecke. Durch die neue verkehrstechnische Hauptschlagader zwischen Zürich und Milano verkehren häufigere Verbindungen sowie neues und modernisiertes Rollmaterial, was die Reisequalität auf dieser Achse deutlich steigert. Der Gotthard-Basistunnel ist damit ein weiterer bestechender Grund, den Norden oder Süden der Schweiz mit dem öffentlichen Verkehr zu erkunden.

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