Landtagswahlen 2017
Migrantenpartei Allianz Deutscher Demokraten benötigt in NRW 1000 Unterschriften

Düsseldorf (nex) – Die im Juni letzten Jahres gegründete Migrantenpartei Allianz Deutscher Demokraten hat die Bürger in Nordrhein-Westfalens zur Unterstützung aufgerufen. Damit die Partei bei den nordrhein-westfälischen Landtagswahlen im Mai 2017 teilnehmen darf, benötige der Landesverband bis Donnerstag, den 23. März 2017 dringend 1000 Unterschriften von Bundesbürgern mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen. Diese Voraussetzung sei der Allianz Deutscher Demokraten vom Landeswahlleiter in dem Bundesland vorgeschrieben worden und sei obligatorisch. Unter Allianz Deutscher Demokraten kann das benötigte Dokument herunterladen werden. Nach dem Ausfüllen und Unterschreiben solle man das Dokument im Rathaus beglaubigen lassen und bis spätestens Mittwoch, den 22. März 2017 per Post an folgende Adresse schicken: Allianz Deutscher Demokraten c/o Seref Kahramanoglu Schlagenkamp 12 59065 Hamm Parteigründer Remzi Aru bittet interessierte Wähler, auch den Bekanntenkreis zu mobilisieren. „Die Partei Allianz Deutscher Demokraten wurde in den vergangenen Monaten an mehreren Fronten attackiert“, so Schatzmeister Halil Ertem gegenüber NEX24. Seit ihrer Gründung hätten nicht nur mehrere deutsche Banken der Allianz Deutscher Demokraten die Führung eines Kontos verweigert, sondern auch bereits mehrfach abgeschlossene Verträge nach kurzer Zeit aus fadenscheinigen Gründen gekündigt. Auch Banken, die nach geltender deutscher Gesetzeslage und höchstrichterlicher Rechtsprechung dazu verpflichtet wären, jeder zugelassenen Partei die Führung eines Kontos zu ermöglichen, zeigten sich laut Ertem bis dato uneinsichtig. Parteisprecher Remzi Aru vermutet, dass die konzertierte Kontenverweigerung von oben gesteuert werde und von der parteipolitischen Konkurrenz ausgehe. Ende letzten Jahres verklagte die rechtskonservative AfD die Allianz Deutscher Demokraten wegen einer Ähnlichkeit des Parteikürzels „ADD“ mit „AfD“. Aufgrund einer einstweiliger Verfügung des Landgericht Kölns musste die Partei nun auf das Kürzel verzichten. Wegen des laufenden Verfahrens stand auch kurzfristig die Teilnahme bei den bundesweit ersten – und aufgrund der Demographie bedeutendsten – Landtagswahlen in NRW auf der Kippe. Mit den Unterschriften könne der Allianz Deutscher Demokraten der Weg zu den NRW Landtagswahlen geebnet werden.
Der Vorsitzende Remzi Aru warnte eindrücklich: „Dort draußen gab es in den letzten 30 Jahren keine einzige Partei, die ein ernsthaftes Interesse an der gesellschaftlichen Integration von Minderheiten hatte, aber anstatt besser zu werden wird es immer schlimmer – noch nie wurde durch Medien und Politiker so viel gegen Minderheiten gehetzt und beleidigt wie heute. Wir dürfen nicht länger tatenlos zusehen wie man uns wie Bürger zweiter Klasse behandelt. Wir müssen jetzt Verantwortung für uns selbst übernehmen und ein Zeichen setzen – gegen Hetze, Rassismus und Populismus, für Meinungsfreiheit“.
Die Allianz Deutscher Demokraten wurde im Juni 2016 durch die Vorsitzenden Remzi Aru und Ramazan Akbas gegründet. Die Partei setze sich nach eigenen Angaben für die gesellschaftliche Gleichberechtigung von Menschen mit Migrationshintergrund, gegen deren kulturelle Assimilierung und sprachliche Ausgrenzung ein. Wirtschaftlich fordere die Partei eine Reduktion der staatlichen Regulierung der Märkte und ein Ende des Wirtschaftslobbyismus mit mehr sozialer Marktwirtschaft. Die Partei stehe fest hinter der Europäischen Idee und distanziere sich von jeglichem politischen Extremismus.

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Kultur
Türkei: Tausende Menschen begehen landesweit Newroz-Feier

Ankara (nex) – Tausende Menschen in der Türkei begehen am heutigen Dienstag das Frühlingsfest Newroz. Dabei sind die Feierlichkeiten je nach Region und Tradition unterschiedlich geprägt. Die Menschen springen über Lagerfeuer, die als Zeichen für das Ende des Winters angezündet werden, Schmiede schlagen in Anspielung auf die Newroz-Legende mit dem Hammer auf Metall und auch Essen wird angeboten. Rund 200 geistige Führer der alevitischen Community aus aller Welt sind nach Ankara gekommen, um gemeinsam mit dem türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim an der offiziellen Newrozfeier in der türkischen Hauptstadt teilzunehmen. In seiner Rede betonte Yildirim die Bedeutung der Einheit und des Weltfriedens: „Unsere Priorität war immer der Frieden. Wir kämpfen für den Frieden in unserem Land, unserer Region und für die ganze Menschheit ohne irgendeinen Unterschied.“ Yildirim unterstrich auch, wie wichtig die Geschwisterlichkeit zwischen Aleviten und Sunniten sei und wies darauf hin, dass „wir alle dieselben Werte teilen“. Auch die Konfessionen teilten dieselben Werte, so der türkische Ministerpräsident weiter. Die Feierlichkeiten in Istanbul wurden im Park von Topkapi Palast abgehalten. Vasip Sahin, der Gouverneur, sowie Kadir Topbas, der Oberbürgermeister von Istanbul, waren ebenfalls anwesend Ähnliche Veranstaltungen fanden landesweit in vielen anderen Städten wie im westtürkischen Izmir, im südosttürkischen Diyarbakir oder auch im nordtürkischen Trabzon statt.

Verfassungsreform in der Türkei
Eilmeldung: AKP plant keine weiteren Wahlkampfauftritte in Deutschland

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Köln (nex) – Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) plant bis zum Verfassungsreferendum in der Türkei keine weiteren Auftritte von Vertretern Ankaras mehr. Das berichten deutsche Medien unter Berufung auf eine DPA-Meldung. Man werde bis zum Referendum keine weiteren Veranstaltungen mit türkischen Regierungsvertretern mehr organisieren, habe UETD-Präsident Zafer Sirakaya gegenüber der „Wirtschaftswoche“ erklärt. Auf lokaler Ebene werde die UETD aber weiterhin Informationsveranstaltungen organisieren. Die Türkei wird am 16. April das Referendum über die Verfassungsänderung abhalten. Die Verfassungsänderung wurde seit Erdogans Wahl zum Präsidenten im August 2014 erörtert. Dem Paragrafenwerk aus 18 Artikeln hatte das Parlament im Januar mit 339 Stimmen – 330 wären nötig gewesen – zugestimmt. Mit den Änderungen würden die Befugnisse des Präsidenten erheblich ausgeweitet, der Posten des Ministerpräsidenten würde abgeschafft. Der Präsident dürfte künftig einer Partei angehören. Die Senkung des Wahlalters auf 18 Jahre sowie die Erhöhung der Zahl der Abgeordneten von 550 auf 600, gehören ebenfalls zu den darüber abzustimmenden Änderungen. Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen würden bei einem positiv ausfallenden Referendum im November 2019 stattfinden. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Auslandstürken dazu aufgerufen, trotz den „ihnen in den Weg gelegten Hindernissen“ am bevorstehenden Referendum teilzunehmen. „Welches Hindernis auch immer man Ihnen in den Weg legt, Sie sollten gehen und an den für Sie vorgesehenen Terminen Ihre Stimme beim Referendum abgeben“, forderte Erdogan in einem im staatlichen Fernsehen TRT ausgestrahlten Interview. Grund für diesen Aufruf war die Untersagung mehrerer Veranstaltungen von türkischen Regierungsmitgliedern, anlässlich des auf den 16. April festgelegten Verfassungsreferendums durch deutsche Behörden. Die Absage der Versammlungen führte zu einer großen Verstimmung in der Türkei. Erdogan verglich diese Vorgehensweise mit Praktiken aus der Nazi-Ära. Deutsche Oppositionsparteien und verschiedene Medienorganisationen befürworten das Auftrittsverbot für türkische Politiker mit der Begründung, dass dies den sozialen Frieden im Land unterminiere. „Ihre Stimmen werden die aussagekräftigste Antwort an die Länder im Westen und der ganzen Welt sein“, betonte der türkische Präsident und fügte hinzu, dass die Verfassungsänderungen die Zukunft des Landes sichern würden.

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Ausland
Belgische PKK-Sympathisantin verteidigt Kopftuch-Urteil der EU

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Brüssel (nex) – Die belgische Staatssekretärin für Armutsreduzierung und Gleichstellung hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum Kopftuchverbot in Unternehmen unter bestimmten Bedingungen verteidigt und als eine Wende bezeichnet. „Muslime sollten unsere Werte übernehmen“, forderte Zuhal Demir, die am gestrigen Montag der belgischen Tageszeitung De Tijd ein Interview gab, und fügte hinzu, dass die meisten es nicht aus eigener Initiative tun würden. „Einige brauchen dafür Unterstützung oder müssen dazu gezwungen werden“, so Demir weiter. Die Politikerin, deren Eltern aus der Türkei der stammen, vertritt im Interview die Auffassung, dass die Kopftuchfrage nicht zu solch einem Problem geworden wäre, wenn der EuGH dieses Urteil früher gefällt hätte. Demir hatte bei einem Auftritt im belgischen Fernsehen verneint, dass sie an Veranstaltungen der in der EU, der Türkei und den USA als Terrororganisation eingestuften PKK teilgenommen habe. Als sie daraufhin mit Fotos von PKK-Aktionen, auf denen sie zu sehen ist, konfrontiert worden war, hatte sie dies als „normal“ bezeichnet. Wenn auch die 37-Jährige in der Sendung erklärt hatte, dass sie keinerlei Sympathien für die PKK hege, war sie in den Onlinemedien starker Kritik ausgesetzt. Auf den Fotos der PKK-Veranstaltung sind auch Fahnen der Terrororganisation und Poster ihres Gründers Abdullah Öcalan zu sehen. Das Gericht in Luxemburg hat am vergangenen Dienstag entschieden, dass Arbeitgeber religiöse Symbole am Arbeitsplatz verbieten dürfen. Anlass der Urteile waren die Klagen einer belgischen und einer französischen Muslimin, denen gekündigt worden war, weil sie sich geweigert hatten, das Kopftuch am Arbeitsplatz abzulegen. „Eine interne Arbeitsordnung, die sichtbare Zeichen von politischen, philosophischen oder religiösen Überzeugungen nicht erlaubt, stellt keine Diskriminierung dar“, begründete das Gericht sein Urteil.

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Auto&Motor
Tachobetrug kann für wenige Cent verhindert werden

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München (nex) – Bei Automodellen mit digitalen Tachometern kann der Kilometerstand ohne großen Aufwand manipuliert werden – nicht nur im Tacho, sondern auch in allen anderen Steuergeräten. Die Manipulationsgeräte sind frei erhältlich, Billigkopien für Privatanwender kosten weniger als 150 Euro. Die nötige Technik zur Abhilfe existiert bereits. Es handelt sich um sogenannte HSM-Chips (Hardware Security Module). Diese sind derzeit schon in Auto-Steuergeräten verbaut. Allerdings werden sie nicht zum Schutz gegen Tachobetrug verwendet, sondern gegen Diebstahl und Chiptuning. Eine Nutzung der HSM-Chips auch gegen Tachobetrug würde nach Einschätzung des ADAC nur wenige Cent pro Auto kosten. Nach Ermittlungsergebnissen der Polizei fallen pro Jahr allein in Deutschland rund zwei Millionen Gebrauchtwagenkäufer Tachobetrügern zum Opfer. Der Gesamtschaden liegt etwa bei sechs Milliarden Euro. Dennoch war bis vor Kurzem in der Typgenehmigungsverordnung ein Gesamt-Kilometerzähler nicht verpflichtend vorgeschrieben. Das ändert sich zwar, jedoch ist bis heute keine Regelung vorgesehen, die sicherstellt, dass der Kilometerstand verlässlich abgesichert sein muss. Deshalb hat der ADAC einen entsprechenden Vorschlag für die Neuregelung der diesbezüglichen Richtlinie in der Typgenehmigungsverordnung vorgelegt. Immer wieder werden Kilometerstands-Datenbanken in die politische Diskussion gebracht. Die Datenbanken täuschen eine Problemlösung allerdings nur vor: Weil ein Kilometerstand nicht auf Manipulation geprüft werden kann, können manipulierte Werte Eingang in solche Datenbanken finden – und den Betrug damit offiziell machen.

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Blaulicht
Reutlingen: Kinder nach Drogenkonsum im Krankenhaus

Reutlingen (nex) – Nach dem Rauchen einer offenbar mit Betäubungsmitteln versetzten Zigarette mussten am Montagnachmittag zwei 13-jährige Jungs und ein gleichaltriges Mädchen vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Mädchen Polizeiangaben zufolge die Zigarette im Wissen, dass sich darin Drogen befinden, vor ein paar Tagen von einem Unbekannten erworben. Am Montag kam sie mit drei Freunden überein, sie gemeinsam im Freien zu rauchen. Als sich Gesundheitsprobleme einstellten, begaben sich die Kinder zu einem Schnellrestaurant in der Max-Eyth-Straße, von wo aus gegen 13.20 Uhr der Rettungsdienst alarmiert wurde. Das Mädchen und zwei ihrer Freunde litten unter massiven Gesundheitsproblemen, das Mädchen kollabierte sogar und war zeitweise nicht mehr ansprechbar. Nach Untersuchung und Behandlung konnten alle drei die Klinik in Begleitung ihrer Eltern wieder verlassen. Nach ersten Erkenntnissen dürfte die Zigarette mit einer Kräutermischung versetzt gewesen sein. Entsprechende Untersuchungen sind noch im Gange. Eine Rauschgiftermittlungsgruppe der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu dem noch unbekannten Dealer aufgenommen, der dem Mädchen die gefährliche Mischung verkauft hatte.

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Gesundheitspolitik
„Drei Frauen gleichzeitig“: Hebammen-Mangel auf Geburtsstationen

Düsseldorf (nex) – In vielen Kliniken herrscht Hebammen-Mangel: Fast die Hälfte der Hebammen in Krankenhäusern kümmert sich „um drei Frauen gleichzeitig während der Geburt“, heißt es in einem noch unveröffentlichten Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, das der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vorliegt. Die meisten Kliniken stehen unter erheblichem Kostendruck. Wie auch aus dem Gutachten hervorgeht, arbeiten 60 Prozent der Entbindungsstationen trotz Sparmaßnahmen nicht kostendeckend. Hinzu kommt der Personalmangel: Fast jede zweite Klinik hat Schwierigkeiten, für offene Hebammenstellen Fachkräfte zu finden, wie es im Gutachten heißt. „Der ökonomische Druck auf Kliniken in Deutschland hat dazu geführt, dass die Versorgung von Frauen in der Geburtshilfe schlecht ist“, sagte Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, der Zeitung. Die Obfrau der Linksfraktion im Gesundheitsausschuss, Birgit Wöllert, die das Gutachten in Auftrag gegeben hat, fordert: „Im Interesse der Frauen und Säuglinge, aber auch der Hebammen mit ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit muss die Umsetzung der Leitlinie und der Eins-zu-Eins- Betreuung endlich zur Grundlage einer gesetzlichen Personalbemessung werden.“ Aus Sicht des Hebammen-Verbandes sind die Zustände in Entbindungskliniken nicht mehr tragbar: „Die Geburtshilfe insgesamt ist chronisch unterfinanziert. Hebammen haben dies bisher kompensiert“, sagte Verbandschefin Klenk. „Wir haben jetzt jedoch den Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weitergeht.“ Viele Kliniken fänden keine Hebammen oder Ärzte mehr, die unter den Bedingungen dort arbeiten wollten. „Darunter leiden letztlich dann Schwangere und Gebärende.“

50 Milliarden Euro Schaden
Cyber-Sicherheitsbehörde warnt vor unsicheren Produkten im „Internet der Dinge“

BSI-Chef Schönbohm: Hersteller sollen haften – 50 Milliarden Euro Schaden in Deutschland pro Jahr durch Kriminelle Osnabrück (ots) – Die nationale Cyber-Sicherheitsbehörde BSI hat zur IT-Messe CeBIT vor unsicheren Produkten im „Internet der Dinge“ gewarnt. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm:
„Wir werden von der IT immer abhängiger werden, deshalb dürfen keine Beta-Versionen auf den Markt kommen, also Produkte, die noch nicht ausgereift sind.“ Heute könnten Hacker an Autos noch Scheibenwischer fremdsteuern oder Türschlösser hacken: „Das muss sich ändern.“
Die Digitalisierung werde nur gelingen, wenn die Unternehmen mehr für die Sicherheit der Daten und der Datenübertragung tun würden. „Bisher ist das für viele ein Randthema“, kritisierte Schönbohm. Dieses Thema dürfe aber nicht der Wirtschaft überlassen werden: „Auch die Politik muss für Sicherheit sorgen.“ Die Bundesregierung habe im Herbst eine Cybersicherheitsstrategie verabschiedet. Schönbohm sagte: „Wir wollen ein Gütesiegel einführen, das garantiert, dass das Gerät Mindeststandards für die IT-Sicherheit erfüllt.“ Auch das Haftungsrecht müsse sich ändern: „Wer ein Produkt herstellt, das nicht sicher ist, sollte für Schäden verantwortlich gemacht werden können.“ Cyberattacken richteten sich oft gezielt gegen Firmen. Dabei richteten Kriminelle einen geschätzten Schaden von rund 50 Milliarden Euro in Deutschland pro Jahr an, etwa durch entgangenen Gewinn und gestohlene Patente. Das Problem werde immer größer, sagte Schönbohm: „Seit 2009 verdient die organisierte Kriminalität mehr Geld mit Cyber-Crime als mit Drogen.“  

Berlin
FDP warnt Grüne: Türkischen Wahlkampf nicht nach Deutschland holen

Osnabrück (nex) – FDP-Vize Wolfgang Kubicki hält die Forderung von Grünen-Chef Cem Özdemir für „dumm“, wonach Deutsch-Türken in einem gemeinsamen Appell des Bundestages zur Ablehnung der geplanten türkischen Verfassungsreform aufgefordert werden sollen. „Damit bewirken die Grünen genau das, was unbedingt zu vermeiden ist: Sie holen den türkischen Wahlkampf nach Deutschland“, kritisierte Kubicki in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er warf Özdemir vor, türkische mit deutscher Innenpolitik zu vermischen. „Das schadet unseren Interessen massiv“, betonte Kubicki. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan will ein Präsidialsystem einführen, das nach Ansicht von Kritikern Erdogans Machtbefugnisse massiv ausweiten würde. Geplant ist ein Referendum in der Türkei, über das im Ausland lebende Türken bereits ab Ende März abstimmen können. Laut Özdemir sollen die Fraktionen im Bundestag die Deutsch-Türken dazu aufrufen, an dem Referendum teilzunehmen, aber mit Nein zur Diktatur und mit Ja zur Demokratie zu stimmen.

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Promis
Nadja abd el Farag : „Ich bin verzweifelt und habe große Angst“

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Hamburg (nex) – Nadja abd el Farrag (52) leidet an einer Leberzirrhose. Die Erkrankung ist lebensbedrohlich, führt im Endstadium zum Tod. Mit CLOSER sprach Naddel über die erschütternde Diagnose – und ihre Ängste … Die Diagnose ist eine wahre Hiobs-Botschaft für die 52-Jährige. Doch sie weiß, dass sie nicht ganz schuldlos an der Erkrankung ist. Hauptursache für eine Leberzirrhose ist Alkoholmissbrauch. „Mir ist klar, dass ich in meinem Leben etwas ändern muss“, erklärt sie. Bei fortgeschrittener Leberschädigung sterben 50 Prozent der Erkrankten innerhalb der nächsten fünf Jahre. Immerhin: Naddel befindet sich im Anfangsstadium. Doch die Erkrankung bleibt unheilbar – lediglich das Fortschreiten der Leberzirrhose kann aufgehalten werden. Für Nadja ist die Schock-Diagnose der bisher wohl größte Rückschlag in ihrem Kampf zurück ins Leben. Mithilfe einer Reise-Show beim Sender sonnenklar.TV und durch weitere Aufträge wollte die Moderatorin ihrer Karriere neuen Schwung geben, mental und finanziell endlich wieder besser dastehen. „Ich weiß ja, dass ich mir alles selbst zuzuschreiben habe. Trotzdem frage ich mich, warum bei mir all die Fehler, die ich gemacht habe, umso schlimmer bestraft werden“, sagt Naddel traurig. „Kaum habe ich das Gefühl, mich endlich ein bisschen gefangen zu haben, kommt der nächste Tiefschlag. Das ist wirklich kräfteraubend. Aber ich werde den Kopf nicht in den Sand stecken.“