München (ots) – Verliert ein Urlauber seinen Führerschein im Ausland, muss er das nicht der Botschaft, dem Konsulat oder der örtlichen Polizei melden.
Ein Interimsdokument im Sinne eines Führerscheins wird nicht ausgestellt. Der Betroffene kann seinen Ersatzführerschein erst nach Rückkehr aus dem Ausland beantragen und sich dafür an die Führerscheinstelle seines Wohnorts wenden.
Wurde das Dokument gestohlen, empfiehlt sich grundsätzlich eine Anzeige bei der örtlichen Polizei, die eine Diebstahlsanzeige ausstellt. Diese sollte der Fahrer immer bei sich haben, weil bei einer Kontrolle manchmal von einem Bußgeld abgesehen wird.
Egal ob Verlust oder Diebstahl, die deutsche Behörde erteilt erst nach der Rückkehr aus dem Urlaub einen vorläufigen Führerschein. Er ist bis zur Ausstellung des Ersatzführerscheins (Kartenführerschein) gültig.
Fährt der Urlauber auf dem Heimweg ohne Führerschein über mehrere Grenzen hinweg, droht ein Bußgeld des jeweiligen Landes. Dies beträgt in Österreich meist 36 Euro, in der Schweiz 20 Franken und Italien ab 86 Euro.
Bei einer Polizeikontrolle in Deutschland kann ein Verwarnungsgeld von zehn Euro für das Nichtmitführen verhängt werden. Wer ohne Führerschein zurück nach Deutschland fährt, riskiert aber kein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, da diese nach dem Verlust bestehen bleibt.
Dortmund (nex) – Für die türkische Einwanderercommunity könnte es der Kampf des Jahrhunderts werden. Nicht, weil der Boxverband GBU, der erst seit 2005 existiert und erst seit kurzem wieder eine Männersparte aufweist, oder sein Weltmeister Ünsal Arik einen so großen internationalen Bekanntheitsgrad aufweisen würde.
Was vor allem türkische Boxsportfans an der so genannten Challenge des Jahrhunderts so stark Anteil nehmen lässt, dass es jeden Klitschko-Kampf in den Schatten stellt, ist, dass es aus Sicht vieler Einwanderer um die Ehre ihrer Nation geht. Ünsal Arik ist in letzter Zeit weniger durch seine sportlichen Erfolge aufgefallen als durch kontroverse politische Statements.
Diese richten sich vor allem gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dessen Anhänger in der Türkei selbst und in Deutschland. Im Vorfeld des Verfassungsreferendums in der Türkei im April 2017 hatte Arik für ein „Nein“ geworben und dabei auch Sendungen wie das SAT1-Frühstücksfernsehen und die Show des umstrittenen Moderators Jan Böhmermann genutzt, um gegen Regierungsbefürworter auszuholen. Sinngemäß forderte der 36-jährige Superweltergewichtler unter anderem in Deutschland lebende Anhänger des türkischen Präsidenten dazu auf, das Land zu verlassen.
Dem 32-jährigen, aus Kempten stammenden und mittlerweile in Darmstadt lebenden Profiboxer Sükrü Altay ging diese Form der Akkommodation an die deutsche Mehrheitsgesellschaft allerdings zu weit. Altay, der bekennender Erdogan-Anhänger ist und auch für ein „Ja“ zum Referendum geworben hat, forderte in einem viral gegangenen Video Arik zum Kampf heraus.
Diese Ansage machte sogar den Weg durch große Medien. Ünsal Arik machte sich erst öffentlich über die Herausforderung lustig, später aber verdichteten sich die Gerüchte, wonach es tatsächlich zu einem Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten aus dem politischen Meinungskampf kommen könnte.
Altay in einem Interview mit dem TV-Sender SAT 1 (Foto: nex24)
Ünsal Arik teilte auf Facebook mit, dass es an einem bereits feststehenden Datum zu einem Kampf kommen und er dann „das Großmaul bestrafen“ werde. Da er jedoch keine Namen nannte, ging das Rätselraten weiter. Mittlerweile sollen sich die Informationen dahingehend verdichten, dass der Kampf doch stattfinden wird.
Wie Altay NEX24 mitteilte, habe er auf Grund seiner offen deklarierten Loyalität zum türkischen Präsidenten Erdogan seinen Verein verlassen müssen.
Um seinem Land näher zu sein, wolle Altay schon bald in der Türkei trainieren und sich dort auf den Kampf vorbereiten. Er sei sich sicher, Ünsal Arik besiegen zu können. Bis zuletzt habe er daran gezweifelt, dass es zu dem Kampf kommen werde. Als Ariks Manager mehrmals nicht auf seine Anrufe reagierte, ging er von einem Rückzieher aus.
Altay reagierte sehr ungehalten auf die unklare Lage und nahm kein Blatt vor den Mund:
„Arik Ünsal, sei ein Mann und steh zu deinem Wort, was du in den sozialen Netzwerken verbreitet hast. Ein Mann, ein Wort, steh zu deinem Wort, egal ob du im Ring gewinnst oder verlierst. Zeig der ganzen Welt, dass du deinen Mann stehst. Jetzt hast du mich offiziell herausgefordert, jetzt steh auch dazu. Und wenn du, dein Team oder dein Management nicht in der Lage dazu seid, diesen Kampf zu organisieren, ich und mein Management sind in der Lage dazu. Wir haben jederzeit die Möglichkeit und Mittel dazu, ein Event zu planen und zu veranstalten.“
Mittlerweile sollen beide Managerteams aber intensive Gespräche miteinander führen. Ein großer türkischer TV-Sender habe Interesse gezeigt und es sei auch mittlerweile ein Austragungsort in der Türkei kein Tabu mehr. Altay zufolge sollen auch deutsche Kanäle Interesse an der Herausforderung zeigen, sodass es möglicherweise sogar möglich sei, den Kampf aus der Türkei in beide Länder zu übertragen.
Eine eindeutige Bestätigung vonseiten des Managements Ariks gibt es bis dato noch nicht, erst recht nicht, ob der bislang mehrfach kolportierte mögliche Termin 23.9. realistisch sein wird. Bis es eine hundertprozentige Entscheidung gibt, bleibt es jedoch spannend. NEX24 wird seine Leser auf dem Laufenden halten.
Sana (nex) – Hunderte Männer, die bei der Jagd nach Mitgliedern der Terrororganisation Al-Kaida gefangen genommen wurden, sind in einem geheimen Netzwerk von Gefängnissen im Südjemen verschwunden, wo Misshandlungen an der Tagesordnung sind und Folter der extremsten Art angewandt wird, so auch die Grillmethode, bei der das Opfer – wie ein Grillgut an einen Spieß gebunden – über einem Feuerplatz gedreht wird.
Wie Recherchen der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ergeben haben, befinden sich die Geheimgefängnisse auf Militärstützpunkten, an See- und Flughäfen und sogar in privaten Villen sowie einem Nachtclub. Manche Gefangene seien nach Angaben des jemenitischen Innenministers Hussein Arab und anderen über das Rote Meer auf einen emiratischen Stützpunkt in Eritrea geflohen.
In einem der Hauptgefangenenlager am Flughafen Riyan in Mukalla, einer Stadt im Süden des Landes, seien die Häftlinge in mit Fäkalien beschmierte Schiffscontainer gesteckt worden; sie mussten wochenlang mit verbundenen Augen in den überfüllten Containern ausharren.
(Foto: Screenshot/AP)
Sie seien geschlagen worden, berichteten ehemalige Häftlinge, an einen Grill gebunden und auch sexuell misshandelt worden. Nach Angaben eines Mitglieds der Hadramawt Elite, einer von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) errichteten jemenitischen Sicherheitstruppe, waren US-amerikanische Kräfte oft nur wenige Meter vom Ort des Geschehens entfernt.
„Wir konnten die Schreie hören“, erzählte ein Ex-Häftling im Gespräch mit AP. Er habe sechs Monate im Gefängnis am Flughafen Riyan verbracht. „Der ganze Ort ist von Angst erfüllt. Fast jeder ist krank, der Rest ringt mit dem Tode. Wenn sich jemand beklagt, kommt er direkt in die Folterkammer.“
Er sei mit Stahldrähten ausgepeitscht worden, eine von den Wachen sehr häufig angewandte Methode. Er habe sich auch in einem Schiffscontainer befunden, unter dem die Wachen ein Feuer zündeten, damit der Container sich mit Rauch füllte. Der Ex-Gefangene habe nach Angaben der AP aus Furcht vor einer erneuten Festnahme mit der Nachrichtenagentur unter der Bedingung der Anonymität gesprochen. AP traf den Mann nach dessen Entlassung aus der Haft persönlich im Jemen.
Mehrere anonyme Quellen aus US-Verteidigungskreisen hätten AP bestätigt, dass US-Amerikaner an den Befragungen der Gefangenen an verschiedenen Orten im Jemen beteiligt seien, Fragen für Vernehmungen durch andere vorbereiteten und von ihren emiratischen Verbündeten Protokolle der Verhöre erhielten. Hochrangige US-Militärführer kannten zwar die Foltervorwürfe in den jemenitischen Gefängnissen, begnügten sich aber mit der Tatsache, dass keine Misshandlungen in Anwesenheit von US-Kräften stattfänden.
Biggest @AP scoop in a long time: US government behind UAE torture in Yemen, with some reportedly grilled alive. https://t.co/2ggHLcgZzM
Berlin (nex) – Die deutschen Nachrichtendienste hatten konkrete Hinweise auf den Anschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul und haben davor gewarnt. Das erfuhr das rbb-Inforadio aus Sicherheitskreisen. Tatsächlich war sogar bekannt, wie der Anschlag verübt werden soll.
Bereits am 18. Januar, also gut fünf Monate vor dem Anschlag, hatte der MAD (Militärischer Abschirmdienst) von einer Quelle einen Hinweis auf den Anschlagsplan erhalten. Schon zu diesem Zeitpunkt war die Rede davon, dass ein Anschlag auf die deutsche Botschaft mit einem Tanklastwagen zur Abwasser-Entsorgung geplant sei. In den darauffolgenden Wochen gab es insgesamt drei weitere Warnhinweise, zwei davon von ausländischen Nachrichtendiensten. Der BND warnte schließlich sechs Tage vor dem Anschlag, am 25. Mai, erneut vor einem geplanten Anschlag auf die Botschaft.
Am 31. Mai schließlich versuchte der Fahrer eines Lastwagens zur Abwasser-Entsorgung, auf das Botschaftsgelände zu gelangen. Der afghanische Wachdienst am Checkpoint vor dem Botschaftsgelände ließ ihn jedoch nicht durch und verweigerte ihm nach Rücksprache mit dem Hausmeister der Botschaft die Weiterfahrt auf das Gelände, da in der Botschaft keine Bestellung vorlag. Darüber hinaus war der Fahrer nicht bekannt. Daraufhin zündete der LKW-Fahrer den Sprengsatz im Tank des LKW vor dem Botschaftsgelände. Durch die Detonation wurden 160 Menschen getötet, darunter zwei Wachleute der Botschaft, und 450 Menschen verletzt. Das Botschaftspersonal blieb unverletzt.
Die Sprengladung war nach rbb-Informationen deutlich größer als bisher bekannt: Während zunächst von 1000 Kilo die Rede war, befanden sich tatsächlich zehn Tonnen Sprengstoff in dem Tank. Obwohl der Sprengstoff außerhalb des Botschaftsgeländes detonierte, wurden die Gebäude der deutschen Botschaft so stark verwüstet, dass sie nicht mehr benutzbar sind. Aufgrund der Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag empfahl die Bundespolizei, die für die Sicherheit der Botschaftsmitarbeiter zuständig ist, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen. Deshalb wurde das Gebäude auf der Zufahrtsseite der Botschaft geräumt, da es im Falle eines Anschlags als besonders gefährdet galt.
Das Unternehmen wird die erste internationale QSR-Marke im Iran
Madrid – Telepizza, der weltweit nach Anzahl an Filialen größte, nicht in den USA ansässige Pizzalieferdienst, gibt heute mit der Eröffnung seiner ersten iranischen Filiale in Marzdaran Boulevar, Teheran, und zwei zusätzlichen Filialen mit geplanter Eröffnung Ende des Monats, seine weitere Expansion bekannt.
Telepizzas Strategie für den Iran umfasst die Eröffnung von 200 Filialen innerhalb der nächsten zehn Jahre
Telepizza hat letztes Jahr einen Master-Franchise-Vertrag mit der Momenin Investment Group unterzeichnet. MIG werde in den nächsten zehn Jahren 100MillionenEuro investieren.
Die Eröffnung der Filiale in Teheran markiert den Start der jüngsten Phase von Telepizzas ehrgeizigen globalen Expansionsplänen. Telepizza wird die erste internationale QSR-Marke, die in den iranischen Markt eintritt, und betreibt 1.421 Filialen weltweit. Telepizza plant mit sieben weiteren Filialen auf seine erste erfolgreiche Markteinführung aufzubauen, die in Teheran bis Ende 2017 eröffnet werden sollen, und 200 Filialen in ganz Iran, die in den nächsten zehn Jahren vorgesehen sind.
Die erheblichen Chancen, die Irans große, junge Bevölkerung (mehr als 80 Millionen Menschen, von denen 65 % jünger als 36 Jahre alt sind) bietet, und die stark fragmentierte Wettbewerbslandschaft machten das Land zu einer naheliegenden Wahl für die Expansion.
„Wir sind sehr stolz auf die Einweihung unserer ersten zwei iranischen Filialen. Es ist eine großartige Aufgabe, die erste QSR-Kette in dem Land zu werden“, bemerkt Pablo Juantegui, Chairman und CEO der Telepizza Group. „Wir bei Telepizza freuen uns, die Essenz unserer Marke mit den iranischen Konsumenten zu teilen, die ihnen den einzigartigen Geschmack unserer Pizzen zu jeder Zeit und an jeden Ort bringt.“
Telepizza International President, Giorgio Minardi, erklärt: „Der Start unserer ersten iranischen Filiale markiert einen aufregenden Schritt in unserer internationalen Expansion, die weiter an Aufschwung gewinnt. Iran ist bereit, ein sehr wichtiger Markt für uns zu werden, der signifikantes Wachstumspotenzial bietet. Wir sind uns gewiss, dass unsere innovativen Aromen und unsere Verpflichtung, nur iranische Zutaten von lokaler Qualität zu verwenden, gepaart mit unserem hervorragenden Kundenservice und unseren großartigen Werten die iranischen Konsumenten anziehen werden.“
Bei der Markteinführung bringt Telepizza seine Expertise und bewährte Erfahrung in Marketing, Liefertechnologien, einschließlich Full-Service-Website und Bestell-App, Franchising und Supply Chain Management ein. Gepaart mit der Stärke und dem Immobilien-Know-how sowie der lokalen Management-Expertise der Franchisenehmer ist Telepizza perfekt positioniert, um die Chancen des aufstrebenden iranischen Marktes voll auszuschöpfen.
Nach der Zahl der Filialen ist Telepizza das größte Pizzalieferunternehmen außerhalb der USA. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in der spanischen Hauptstadt Madrid und ist über ein Netzwerk aus eigenen Filialen, Franchise- und Hauptfranchiseunternmehmen in mehr als 20 Ländern tätig, mit 1.421 Filialen weltweit, davon 478 eigene Filialen (34 %) und 943 Franchise- und Hauptfranchise-Filialen (66 %).
Nach eigenen Angaben beträgt der Jahresumsatz des Unternehmens, einschließlich eigener Filialen sowie der Franchise- und Hauptfranchisebetriebe 527 Mio. EUR.
Berlin (nex) – Erdogan wird nicht am Rande des G-20-Gipfels in Hamburg zu seinen Anhängern sprechen dürfen. Die Bundesregierung kündigte an, den geplanten Auftritt des türkischen Präsidenten zu verbieten. Das berichten Medien unter Berufung auf eine dpa-Meldung.
„Wir teilen der Türkei mit, dass wir der Überzeugung sind, dass ein solcher Auftritt in Deutschland nicht möglich ist. Da gibt es verfassungsrechtliche Rechtssprechung, dass wir das auch können“, habe Bundesaußenminister Sigmar Gabriel demnach am Donnerstag in Moskau gesagt.
Das Auswärtige Amt habe laut dpa mitgeteilt, dass die Bundesregierung sich ausdrücklich vorbehalte, in Deutschland geplante politische Veranstaltungen ausländischer Regierungsvertreter zu untersagen. Darüber würden die diplomatischen Vertretungen nun informiert.
Istanbul (nex) – 65 Tote, 489 Verletzte: Das ist die traurige Bilanz des dreitägigen Ramadanfestes in der Türkei, meldet die Nachrichtenagentur Anadolu.
Am 27. Juni, dem dritten Tag des Festes also, machten sich viele Urlauber und Menschen, die zwecks Verwandtschaftsbesuch unterwegs waren, am Nachmittag auf die Rückreise. Der Verkehr kam dadurch in vielen Gebieten, so auch an einigen Zufahrtstraßen von Istanbul, zum Erliegen.
Allein an diesem Tag gab es 13 Todesfälle und 155 Verletzte.
Einer der tödlichsten Unfälle passierte in der zentralanatolischen Stadt Kirikkale, als zwei Fahrzeuge kollidierten. Drei Menschen erlagen ihren Verletzungen, die anderen Unfallbeteiligten wurden in Krankenhäuser verbracht.
Eine Mutter und ihr drei Monate altes Baby wurden bei einem Verkehrsunfall in der Marmaraprovinz Bursa getötet, als der 29-jährige Ehemann und Vater die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und dieses sich überschlug. Die 26-jährige Frau und der Sohn verstarben beide im Krankenhaus.
Ein Polizist starb auf der Strecke Izmir-Istanbul, als er die Kontrolle über sein Motorrad verlor.
Eine Person wurde bei einem Verkehrsunfall in der nordtürkischen Provinz Tokat getötet, während ein weiterer Unfall in Istanbul das Leben eines Menschen kostete – ein bislang noch nicht identifizierter Fahrer war in einen Fußgänger gerast, der eine Straße im Stadtviertel Yenikapi an der Ausfahrt auf der europäischen Seite des Eurasia-Tunnels überqueren wollte.
Die verheerendste Unfallbilanz während der Feiertage musste die südosttürkische Provinz Adiyaman ziehen: Hier sind bei fünf Verkehrsunfällen 38 Menschen verletzt.
Berlin (nex) – Der türkische Präsident Erdogan hat offiziell einen Auftritt in Deutschland am Rande des G-20-Gipfels beantragt.
„Wir haben seit gestern eine offizielle Anfrage der Türkei, die uns mitgeteilt hat, dass der türkische Staatspräsident Erdogan rund um den G20-Gipfel zu seinen Landsleuten sprechen möchte“, sagte Außenminister Sigmar Gabriel am Donnerstag bei einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow in Krasnodar.
Gabriel halt einen Besuch für „keine gute Idee“. Es gebe rund um den G20-Gipfel gar nicht die Polizeikräfte, um die Sicherheit herzustellen.
Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sprach sich gegen eine Kundgebung aus. „Ausländische Politiker, die unsere Werte zu Hause mit Füßen treten, dürfen in Deutschland keine Bühne für Hetzreden haben. Ich will nicht, dass Herr Erdogan, der in der Türkei Oppositionelle und Journalisten ins Gefängnis steckt, in Deutschland Großveranstaltungen abhält“, sagte Schulz in einem Gespräch mit der „Bild“.
Muju (nex) – Nachdem sich die türkische Taekwondo-Kämpferin Nur Tatar Azkari bereits am Montag gegen ihre US-amerikanische Gegnerin Paige McPherson im Finale der Klasse bis 67 kg durchsetzen konnte und Gold gewann, folgt ihr nun ihre Team-Kollegin Zeliha Ağrıs mit einem Finalsieg.
(Foto: AA)
Im Finalkampf der 53-kg-Klasse konnte sich Ağrıs gegen ihre russische Gegnerin Tatyana Kudashova durchsetzen und den Kampf mit 11-8 für sich entscheiden. Bereits im vergangenen Jahr trafen Kudashova und Ağrıs im Finale der Taekwondo-WM aufeinander, damals ging jedoch Kudashova als Siegerin hervor.
Am 24. Juni gingen 971 Sportler aus 183 Nationen bei der Weltmeisterschaft im neuen Zentrum des Teakwondo in Muju Südkorea an den Start und kämpfen um die heißbegehrten Titel. Die WM dauert noch bis zum 30. Juni an.
Netzpolitischer Sprecher von Notz nennt Vorgehensweise des Justizministers riskant
Osnabrück (ots) – Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, kritisiert die Vorgehensweise von Justizminister Heiko Maas (SPD), das umstrittene Facebook-Gesetz so kurzfristig noch diese Woche durch den Bundestag zu bringen, als voreilig und riskant.
„Selbst wenn es noch zu den notwendigsten Korrekturen kommen sollte: Es bleibt fraglich, ob dieses Gesetz dann rechts- und praxisfest ist“, warnte von Notz, zugleich netzpolitischer Sprecher seiner Partei, im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Drei Jahre lang habe der Justizminister „verschlafen, eine rechtsfeste und wirksame Lösung für die sensible Abwägung zwischen Persönlichkeitsrechten und Meinungsfreiheit zu erarbeiten“, sagte von Notz.
„Stattdessen wollte er nun die Rechtsdurchsetzung komplett auf die Anbieter schieben – es drohte eine Rechtsprivatisierung mit einem schleichenden Zensureffekt“, so der Grünen-Politiker. Nach einhelliger Expertenkritik habe Maas zwar Änderungen angekündigt, „aber bis jetzt warten die Abgeordneten auf konkrete Änderungen“, so von Notz.
Dass das Gesetz trotzdem noch vor der Sommerpause in aller Eile verabschiedet werden soll, sei auch Beleg dafür, dass die Große Koalition der Thematik nicht gewachsen sei, so der netzpolitische Sprecher. „Wieder einmal muss der Bundestag über Nacht hoch komplexe Grundrechtsfragen prüfen, weil die Große Koalition auf ein ordentliches Verfahren pfeift“, kritisierte von Notz.