Erdogan-Auftritt
Türkische Botschaft: Erdogan bedarf für Auftritt keine Genehmigung der Bundesregierung

Düsseldorf (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan benötigt nach Einschätzung der türkischen Botschaft in Berlin nicht in jedem Fall eine Genehmigung der Bundesregierung für einen Redeauftritt in Deutschland. „Für einen Auftritt des Präsidenten in einem türkischen Generalkonsulat bedarf es keiner Genehmigung der Bundesregierung“, sagte Botschaftssprecher Refik Sogukoglu der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Diese Entscheidung liege allein bei Präsident Recep Tayyip Erdogan, betonte Sogukoglu. Zuvor hatte die Bundesregierung eine Anfrage Erdogans für einen Auftritt vor oder nach dem G20-Gipfel abgewiesen und eine solche Veranstaltung untersagt. Dem folgte am Freitag ein grundsätzliches Verbot für alle ausländischen Staatsgäste und Oppositionspolitiker, sofern sie in einem Zeitraum von drei Monaten vor einer deutschen Wahl oder einer Abstimmung im jeweiligen Land in Deutschland auftreten wollen. EU-Politiker sind von dieser Regelung ausgenommen.

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Fußball International
Millionen-Transfer: Calhanoglu wechselt zum AC Mailand

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Mailand (nex) – Wie der italienische Pay-TV-Anbieter Sky Italia berichtet, verlässt der türkische Mittelfeldspieler Hakan Calhanoglu Bayer 04 Leverkusen in Richtung AC Mailand. Demnach muss Mailand rund 20 Millionen Euro für Calhanoglu überweisen. 30 Millionen hatte Bayer Leverkusen gefordert. Laut „Reviersport“ (RS) soll in den kommenden Tagen nun endgültig alles unter Dach und Fach sein. Calhanoglus Berater Bektas Demirtas habe gegenüber RS betont, dass alles „ganz gut“ aussehe. „MilanNews“-Reporter Antonio Vitiello zufolge reist der Calhanoglu in den kommenden Tagen nach Mailand, um den Wechsel zu finalisieren. Der türkische Nationalspieler liebäugelte bereits im vergangenen Sommer damit, Bayer Leverkusen zu verlassen, ein Wechsel zu Tottenham Hotspur fand jedoch nicht statt. Wie „goal“ berichtet, sollen auch in den letzten Wochen einige Top-Klubs aus der Premier League ihr Interesse am 23-Jährigen gezeigt haben.

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Verfassungsklage
Ehe für alle: Armin Schuster würde Verfassungsklage unterstützen

Heilbronn (ots) – Armin Schuster, Obmann der CDU im Innenausschuss, sagte der „Heilbronner Stimme“ zur Entscheidung über die „Ehe für alle“: „Eine Verfassungsklage würde ich unterstützen.“ Schuster fügte hinzu: „Das Grundgesetz hat definitiv mehr verdient als die oberflächliche Polarisierung in Konservativ und Modern. Und vor allen Dingen hat es ein würdiges parlamentarisches Verfahren verdient. Genau das hat Angela Merkel angeboten, eine tiefgründige überparteiliche offene Diskussion, aber nicht in drei Tagen. Das wurde von R2G (Rot-Rot-Grün, Anm. d. Red) mit einer infamen Unterstellung ausgenutzt.“ Schuster sagte weiter: „Ich war gestern froh, Angehöriger der einzigen Fraktion gewesen zu sein, die nur ihrem Gewissen folgen durfte. Auf der anderen Seite gab es Zählapelle und Vergatterung. R2G im Bundestag erstmals zu erleben werden viele von uns bis 24.9. nicht vergessen, das war ein maximaler Beweis wie weit die SPD geht, um an die Macht zu kommen!“ Schuster sagte außerdem: „Die Ehe aus Mann und Frau ist ein nicht dem Zeitgeist unterliegendes Institut mit Ewigkeitsgarantie, nur aus ihr entsteht neues Leben. Die Lebenspartnerschaften müssen gleichwohl diskriminierungsfrei gestaltet werden und das haben wir ganz weitgehend vollzogen. Der Staat ist aber nicht verpflichtet Ungleiches gleich zu behandeln.“

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Meinung
Islam: Der Missbrauch einer friedlichen Religion – ein Kommentar

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Von M. Teyfik Özcan

Es vergeht mittlerweile kein Tag, wo nicht die friedvolle Religion „DER ISLAM“ durch seelenlose Terroristen, machthungrige Politiker oder sensationsgeile Medien instrumentalisiert werden und der durch die Manipulation beängstigte Bürger die Friedensbotschaft Allahs/Gottes nicht mehr unvoreingenommen einordnen können.

Das dadurch erzeugte soziale Deutungsmuster gegenüber Muslimen stellt das harmonische Zusammenleben der verschiedenen Religionen in vielen europäischen Ländern nachhaltig auf eine harte Probe.

Ein dunkelhäutiger Mann mit Bart, eine Frau mit Kopftuch, ist der Inbegriff des neuen Feindbildes. Viele Europäer reagieren mittlerweile mit großen Vorbehalten, mit der Konsequenz, dass der religiöse und kulturelle Graben immer größer zu werden scheint. Muslime werden nicht nur medial entmenschlicht und marginalisiert sondern auch für die verfehlte Integrationspolitik der Bundesregierungen verantwortlich gemacht.

Ein Zusammenleben ist unter diesen Vorurteilen schwer vorstellbar, es ist nur noch ein Nebeneinanderleben, was zu Ghettobildungen führt und zu kulturellen Autonomiegebieten innerhalb von Großstädten, mit dem dazugehörigen Verlust an Vertrauen gegenüber der staatlichen Autorität.

Eine freundschaftliche und respektvolle soziale Beziehung mit den Andersgläubigen, mit gegenseitiger Wertschätzung und gemeinsamem Zusammenleben ist im Allgemeinen schwer vorstellbar. Daher wird es jetzt Zeit, dieses Denkmuster, was als Negativbeispiel dient, aufzubrechen und mit positivem Handel zu pushen. Dieses primitive Schubladendenken bedarf dringend einer grundlegenden Revision.

Nur weil die Andersgläubigen offenkundig gläubige Muslime sind, heißt das nicht, dass sie nicht herzliche, friedvolle und tolerante Menschen mit einer gesunden Portion Humor sein können. Spätestens seit dem 11. September 2001, als eine neue Zeitrechnung für die Muslime weltweit begann, stehen sie in unserer Gesellschaft auf der Liste der Feindbilder ganz oben. Auch Berichte über Terrorregime wie die Schreckensherrschaft des Terroristischen Staates (IS) im Irak und in Syrien, haben zu diesem negativen Image beigetragen. Ferner die durchgeführten Terror Attentate in Westeuropa, wo der Islam durch geistig Unzurechnungsfähige als Mittel zum Zweck missbraucht wird.

Der Begriff „Islamismus“, dessen Verwendung ich aktuell konsequent ablehne, ist heute ein gängiger Sprachgebrauch in den deutschen Medien und taucht immer auf, wenn ein Terrorist mit einer muslimischen Glaubenszugehörigkeit unschuldige Menschen tötet, die Opfer wiederum in der Mehrheit muslimischen Glaubens sind. Wenn ein Terrorist mit einem christlichen Glaubensbekenntnis unschuldige Menschen tötet, die Opfer wieder in der Mehrheit muslimischen Glaubens sind, dann wird der Terrorist nicht auf seinen Glauben reduziert, sondern leidet mit großer wahrscheinlich an psychischen Störungen.

In diesem Zusammenhang sollte man die geistige Zurechnungsfähigkeit von Georg Bush Junior, Barack Obama und Donald Trump dringend untersuchen lassen. Das Phänomen des religiösen Extremismus ist nicht nur auf den Islam begrenzt, sondern findet sich u.a. im Christen- und Judentum wieder. In den USA legen vor allem die evangelikalen Kirchen die Bibel wörtlich aus und lehnen z.B. die Evolutionslehre ab und versuchen sie aus den Schulbüchern zu verbannen.

Selbst bei der Rechtfertigung von Gewalttaten kann man in den monotheistischen Religionen viele Parallelen feststellen, wie Steinigungen, die es auch in der Historie im Juden- und im Christentum gab. Nur, dass diese unmenschlichen Rituale, die Relikte aus einer anderen Zeit sind, noch in einigen islamisch geprägten Ländern zur Anwendung kommen, ist ein weiteres Indiz für eine antiquierte Gesellschaftsordnung, wo die Menschenrechte der Beliebigkeit ausgesetzt sind. Trotzdem sollte man sich davor hüten, die heutigen Gewalttaten, die im Namen von Religionen begangen werden und wo auf überlieferte Texte in den heiligen Büchern Bezug genommen wird, gegeneinander aufzurechnen und damit Gefahr zu laufen, wichtige politische und historische Entwicklungen auszublenden.

Zu erwähnen wären da exemplarisch die Kolonialisierung vieler Länder durch die Europäer oder der Amerikaner, die einen erheblichen Anteil bis heute daran hatten, dass sich religiös motivierter Extremismus in weiten Teilen der arabischen Staaten einen fruchtbaren Nährboden fand. Die Gründung vieler religiöser Gruppierungen in den arabischen Staaten, die sich gegen die westliche Dekadenz richten, sind ein Ergebnis des amerikanischen Imperialismus, der Erniedrigung ihrer Glaubensbrüder durch die USA und die Ausbeutung ihrer Bodenschätze von fremden Mächten.

Das Fundament ihrer religiösen Überzeugung ist das heilige und unverfälschte Buch der Muslime, das im Originalarabisch aus dem 7. Jahrhundert vorliegt und glücklicherweise im Gegensatz zur Bibel nicht Opfer einer permanenten Sprachanpassung wurde. Das unverfälschte Wort Gottes, also der Koran wurde durch die Offenbarungen, die in einem Zeitraum von 23 Jahren von dem Propheten Muhammed empfangen wurde, an die Glaubensbrüder weitergegeben. Aufgrund dieser Texttreue lehnt sich die religiöse Auslegung eng an den Koran Text, der so wenig eindeutig ist, wie die Bibel und damit zu verschiedenen teilweise bis zur gegensätzlichen Interpretationen führen kann.

Muslimische Wissenschaftler, Theologen und Autoritäten haben im Lauf der Zeit verschiedene Rechtsschulen und Traditionen studiert, die sich mit der Ableitung von konkreten Lebensregeln aus den religiösen Texten befassen. Neben dem Koran ziehen sie unter anderem die Sunna – die Lebensgeschichte des Propheten – und die Hadithe, Überlieferungen seiner Äußerungen, heran. Ein Beispiel für die breiten Interpretationsmöglichkeiten des Korans ist z.B. der Vers 100 aus der zehnten Sure: „Gott sendet (Seinen) Zorn über jene, die ihre Vernunft und ihren Verstand nicht gebrauchen mögen.“ Es ist eine Frage der Abwägung, ob man sich inhaltlich eng an den Koran anlehnt oder versucht eine situations-, orts- und zeitbedingte eigene Interpretation zuzulassen.

Und genau an diesem Punkt kann der Koran je nach politischer, religiöser oder ideologischer Überzeugung instrumentalisiert werden mit dem Ergebnis, dass jeder mit einem übertriebenen Maß an Flexibilität die Essenz des Korans ad absurdum führen kann. In der Regel sind wir als Laien mit der absolut richtigen Interpretation des Korans überfordert und sollten daher ein gesundes Maß an ethischen Werten als Grundlage unseres Handelns nehmen, um das respektvolle Zusammenleben von verschiedenen Kulturen und Religionen in Westeuropa – im Interesse aller – auf einem stabilen Fundament aufzubauen.

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Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Berlin
AD-Demokraten Vorstand Remzi Aru solidarisiert sich mit Nilgün Demir (SPD)

Berlin (nex) – AD-Demokraten Vorstand Remzi Aru solidarisiert sich mit Nilgün Demir (SPD) und lädt Politiker, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, zur Mitgliedschaft ein. Die nach eigenen Angaben „freiwillig“ zurückgetretene Ratsfrau aus Schleswig gab als Grund unter anderem die Nachwirkungen eines Interviews vor einem Jahr an. Bei einem Gespräch habe sie versucht, die „Sichtweise der türkischen Bevölkerung“ zu vermitteln. „Er hat viel Gutes für die Türkei getan – und zwar alles auf demokratischem Wege. Die Türkei hat endlich mal eine Regierung, die gut arbeitet.“ Das sind einige der Sätze, mit denen die Schleswiger SPD-Politikerin Nilgün Demir viele ihrer Ratskollegen entsetzte. Man warf ihr daraufhin eine Erdogan-freundliche Position vor. In der Folge soll sie aus ihrer Partei ausgegrenzt worden sein. Nilgün Demir ist nur eine von vielen türkischstämmigen Politikerinnen und Politikern, die systematisch isoliert und aus ihren Parteien ausgegrenzt oder zum Austritt gedrängt wurden. In Deutschland traf es davor bereits Refik Mor (CDU) – auch bei ihm standen ähnliche Vorwürfe im Raum. Europaweit wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur AA knapp ein Dutzend türkischstämmiger Politiker aufgrund pro-türkischer oder vermeintlich Erdogan-naher Positionen diffamiert. Der Vorsitzende der AD-Demokraten Remzi Aru solidarisierte sich nun öffentlich mit allen Politikern, die aufgrund ihrer differenzierten Positionen gegenüber Minderheiten aus ihren Parteien gedrängt wurden und werden. „Es ist unerträglich, wie die deutsche Politik mit ihren eigenen Mitgliedern wegen ihrer Meinung und Herkunft umgeht. Wir laden alle Politiker, die aufgrund ihrer Herkunft und den Parteivorgaben abweichenden Positionen gegenüber Minderheiten aus Ihren Parteien ausgeschlossen wurden dazu ein, sich uns anzuschließen“. Aru führte weiter aus, dass der Rücktritt „symbolisch für die zunehmend türkeifeindliche Stimmung in der deutschen Gesellschaft und Politik“ sei und nun „einen gefährlichen Höhepunkt“ erreicht habe. Medienbeobachter warnen, dass die anti-türkische Stimmung in Deutschland im Wesentlichen durch die Leitmedien unter Anwendung konstruierter Halbwahrheiten und einseitiger Berichterstattung umgesetzt wird. Deutsche Medien und Politiker stünden Aru zufolge schon seit längerem unter Verdacht, aufgrund ihrer Nähe zu transatlantischen Organisationen fremdbeeinflusst zu agieren. Die laufenden de facto-Parteiausschlüsse von Türkischstämmigen aus ihren angestammten Parteien offenbarten gleichzeitig die wachsende Kluft zwischen dem „demokratisch-pluralistischen Selbstverständnis Deutschlands und der gelebten Realität“.

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EU-Türkei-Beziehungen
Ungarischer Ministerpräsident Orban: „Europa braucht die Türkei“

Ankara (nex) – Das visumfreie Reisen nach Europa für türkische Staatsangehörige würde einen großen Beitrag zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen zwischen Ankara und Budapest leisten, sagte der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim bei einem Treffen mit seinem ungarischen Amtskollegen Victor Orban in Ankara. „Europa gewährt einigen Ländern Visumfreiheit, mit denen noch nicht einmal Verhandlungen aufgenommen worden sind, der Türkei aber, deren Vollmitgliedschaft seit über vierzig Jahren verhandelt wird, zeigt es weiterhin Hindernisse auf“, erklärte Yildirim am heutigen Freitag auf dem Türkisch-Ungarischen Business-Forum in Ankara. Orban stattete der Türkei einen offiziellen Besuch ab, währenddessen er mehrere Treffen absolvierte. „Wir müssen das Visumverfahren vereinfachen, vor allem für Geschäftsleute“, betonte der türkische Ministerpräsident und forderte Orban auf, entsprechende Schritte zu unternehmen. Orban: ‘Europa braucht Türkei’ Nach der Zusammenkunft brachte Orban auf einer Pressekonferenz die Unterstützung seines Landes für die EU-Mitgliedschaft der Türkei zum Ausdruck: „Europa braucht die Türkei“, betonte er und ergänzte: „Wenn eine Verhandlung aufgenommen wurde, sollte sie auf eine seriöse Weise fortgesetzt werden.“ Ungarn unterstütze auf keinen Fall den Abbruch oder ein Einfrieren der Verhandlungen, unterstrich er. „Europa braucht ein großes Abkommen mit der Türkei. Wir unterstützen alle Verhandlungen mit der Türkei.“ Orban wies auf die immense Rolle der Türkei in der Flüchtlingskrise hin und brachte ihr gegenüber „die Wertschätzung und den Respekt Ungarns“ zum Ausdruck: „Die Türkei schützt nicht nur Ungarn, sondern ganz Europa. Dessen sollte sich jeder bewusst sein.“

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Business
Turkish Airlines unterzeichnet weiteren Vertrag mit chinesischer Leasingfirma

Istanbul (nex) – Turkish Airlines hat nach eigenen Angaben vom gestrigen Freitag mit der in Shanghai ansässigen Leasingfirma CMB einen Finanzierungsleasingvertrag unterzeichnet. Demnach wird die Flugzeugflotte der teilstaatlichen Fluggesellschaft der Türkei um eine Boeing 777-300ER erweitert, die das achte von CMB im Rahmen des Abkommens finanzierte Luftfahrzeug darstellt. Die Leasingfirma bietet großen, mittleren und kleinen Unternehmen Finanzierungslösungen an. Trotz des intensiven Wettbewerbs in der globalen Luftfahrt, der politischen und ökonomischen Instabilität in der Region und der Währungsturbulenzen, die den Sektor direkt treffen, gelang es Turkish Airlines, ihren Platz unter den weltweit profitabelsten Airlines zu halten. Vor allem wolle man in Asien und auf dem amerikanischen Kontinent weiter an Bedeutung gewinnen. So wie man die Zahl der Anflugziele in Afrika von vier auf 48 steigern konnte, wolle man dies auch mit Blick auf Lateinamerika bewerkstelligen.

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#notinmyname
Tausende Inder demonstrieren gegen tödliche Attacken auf Muslime

Mumbai (nex) – Tausende Menschen sind in ganz Indien nach einer Welle von Anschlägen auf Muslime auf die Straße gegangen – Letztere hätten Kühe getötet oder Rindfleisch gegessen. Mit „Not in my Name“- und „Stop Cow Terrorism“-Transparenten marschierten trotz Monsunregen in mindestens zehn Städten, darunter auch Mumbai, Kalkutta und Neu Delhi , Intellektuelle und Aktivisten gemeinsam mit Menschen, deren Angehörige in jüngster Vergangenheit Opfer von Lynchjustiz geworden waren. Vielen Hindus ist die Kuh aus religiösen Gründen heilig. Kritiker beschuldigen dem rechten Flügel zuzuordnende Hindu-Gruppen – einige stehen der Regierungspartei Bharatiya Janata Party (BJP) des Ministerpräsidenten Narendra Modi nahe – die Gewalt gegen Muslime und Hindus niederer Kasten, die Rindfleisch essen oder in der Fleisch- und Lederindustrie arbeiten, zu schüren oder nicht ausreichend dagegen vorzugehen. Modi weist die Anschuldigungen zurück. Er hat die so genannten Kuh-Bürgerwehren öffentlich kritisiert. https://twitter.com/Chemburstudio/status/880056651302060032 Am vergangenen Freitag griffen etwa 20 Männer vier Muslime in einem Zug vor Neu Delhi an. Ein Sechzehnjähriger soll Rindfleisch dabei gehabt haben. Bei der Messerattacke starb ein Teenager, zwei weitere wurden schwer verletzt. „Ich bin ein Hindu“, sagt Narendra Bhandari, ein Geschäftsmann in den Zwanzigern und ergänzt: „Ich betrachte die Kuh als meine Mutter. Aber es ist nicht richtig, Menschen zu töten.“

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Berlin
Ehe für alle: Bundeskanzlerin Angela Merkel stimmt dagegen

Berlin (nex) – „Für mich ist die Ehe im Grundgesetz die Ehe zwischen Mann und Frau“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel heute gegenüber der Presse. Gleichgeschlechtliche Paare dürfen künftig in Deutschland heiraten und bekommen auch das Recht, Kinder zu adoptieren. Der Bundestag beschloss die „Ehe für alle“ mit 393 zu 226 Stimmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel stimmte dagegen. Der von Rot-Rot-Grün eingebrachte Gesetzentwurf erhält eine klare Zustimmung. Fast ein Viertel der Unionsabgeordneten stimmte ebenfalls dafür. Das ist eine historische Entscheidung. Erst 2001 wurde in Deutschland die eingetragene Lebenspartnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt. Unions-Politiker prüften allerdings schon eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Die Ehe für alle sei grundgesetzwidrig und bedürfe einer Verfassungsänderung, sagte Hans-Peter Uhl der „Passauer Neuen Presse“.

Beteiligungsfinanzierung
KfW gründet Venture Capital Gesellschaft

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Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft Anfang 2018, Aufnahme operatives Geschäft Mitte des Jahres Frankfurt am Main (nex) – Die KfW wird ihre Aktivitäten im Bereich Beteiligungsfinanzierung in den kommenden Jahren substantiell ausbauen. Dazu wird sie zu Beginn des Jahres 2018 eine eigene Tochtergesellschaft gründen. Der gemeinsamen Initiative von Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), Bundesfinanzministerium (BMF) und KfW hat der Verwaltungsrat der KfW bei seiner Sitzung am 29. Juni 2017 zugestimmt. Die neue Gesellschaft wird künftig das Finanzierungsangebot der KfW im Bereich Venture Capital (VC) bündeln und erweitern. Stärkung des Standorts Deutschland für Startups und schnell wachsende innovative Technologieunternehmen Ziel der neuen Gesellschaft ist es, das Angebot an Wagniskapital für innovative technologieorientierte Unternehmen in der Startup-Phase und in der besonders kapitalintensiven frühen Wachstumsphase zu verbessern. Speziell in der Phase, in der Unternehmen neue Märkte erschließen und schnell expandieren wollen, mangelt es in Deutschland bisher an einem ausreichenden Kapitalangebot. Die Angebotslücke in der Start-up- und frühen Wachstumsphase bei Anschluss- und Wachstumsfinanzierungen in Deutschland beläuft sich nach Schätzungen auf derzeit rund 500 bis 600 Mio. EUR p. a. Hierzu der Staatssekretär im BMWi, Matthias Machnig: „Mit der heute beschlossenen Gründung einer KfW-Tochtergesellschaft macht die KfW den entscheidenden Schritt, um ihr Beteiligungsgeschäft neu auszurichten und marktgängiger zu gestalten. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zu unserem Ziel, das Wagniskapitalvolumen in Deutschland in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Dazu müssen wir die bestehende Finanzierungslücke schließen, damit Startups das nötige Kapital haben, um zu wachsen und sich am Markt durchzusetzen.“ Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Jens Spahn, betonte: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass digitale Zukunft in Deutschland stattfindet. Mit dem neuen Angebot der KfW werden die Finanzierungsbedingungen für Start-Ups weiter verbessert. Wir gehen die Angebotslücke bei Anschluss- und Wachstumsfinanzierungen konsequent an. Das Geld kann jetzt schneller, mit marktüblichen Prozessen und mehr Start-Up-Expertise bei den Unternehmen ankommen.“ Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW, sagte: „Deutschland verfügt mittlerweile über eine beachtliche, vielfältige Start-up-Szene. Gegenwärtig stellt die Finanzierung jedoch viele dieser innovativen Unternehmen vor Probleme. Dies kann dazu führen, dass wichtige Wachstumsinvestitionen verzögert oder gar nicht angegangen werden. Um das zu ändern, braucht es eine Finanzierungslandschaft, die Unternehmen auch bei starkem Wachstum aktiv begleitet. Mit der Gründung der Tochtergesellschaft bündeln wir unser Engagement in der Beteiligungsfinanzierung unter einem Dach und schaffen die Voraussetzung dafür, das Ökosystem für Wachstumsfinanzierungen in Deutschland weiter zu stärken.“ Die neue KfW-Tochter fokussiert sich auf Investitionen in Venture-Capital-Fonds. Diese wiederum beteiligen sich an jungen technologieorientierten Unternehmen in Deutschland und stärken dadurch deren Kapitalbasis. Auch Investitionen in so genannte Venture Debt Fonds werden möglich sein. Diese Fonds stellen Unternehmen zur Finanzierung ihrer risikoreichen Expansionsphase Fremdkapital zur Verfügung. Das Geschäft der KfW im Bereich Venture Capital wird künftig von der neuen Beteiligungstochter betrieben. Darunter fallen das Engagement im High-Tech Gründerfonds, der in 2016 gegründete Venture Capital-Fonds coparion sowie das Engagement im Programm „ERP-Venture Capital-Fondsinvestments“ im Risiko des ERP-Sondervermögens. Geplantes Investitionsvolumen von 2 Mrd. EUR in den kommenden 10 Jahren Bis zum Jahr 2020 soll die Gesellschaft ihr jährliches Investitionsvolumen auf 200 Mio. EUR steigern und so in den kommenden zehn Jahren rund 2 Mrd. EUR für wachstumsorientierte High-Tech-Firmen zur Verfügung stellen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird mit jeweils einem Experten aus dem Markt und aus der KfW besetzt. Die Gesellschaft wird Mitte des Jahres 2018 ihre operative Geschäftstätigkeit aufnehmen.