Start Panorama Jahreswechsel 2025/26 Tote und Verletzte in der Silvesternacht in Deutschland

Jahreswechsel 2025/26
Tote und Verletzte in der Silvesternacht in Deutschland

Die Silvesternacht in Deutschland ist erneut von schweren Vorfällen überschattet worden: Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, beide 18-Jährige in Bielefeld

(Beispielfoto: nex24)
Teilen

Berlin – Die Silvesternacht in Deutschland ist erneut von schweren Vorfällen überschattet worden: Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, beide 18-Jährige in Bielefeld (NRW), die durch explodierende selbstgebaute Pyrotechnik getötet wurden. Hunderte weitere wurden verletzt – oft schwer.

Schwere Verletzungen durch Feuerwerk

Deutschlandweit meldeten die Behörden Tausende Verletzte, darunter zahlreiche schwere Fälle. Besonders dramatisch: Mehrere Menschen verloren Hände oder Finger durch illegale Böller. Ärzte berichteten von schweren Gesichtsverletzungen, Augenverletzungen und Amputationen.

In Berlin allein wurden über 300 Personen behandelt, viele mit Hand- und Gesichtstraumen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft warnte vor bleibenden Schäden durch Raketen und Böller. Insgesamt waren es bundesweit mehr als 500 Verletzte durch Pyrotechnik – ein Anstieg im Vergleich zu Vorjahren.

Angriffe auf Einsatzkräfte

Polizisten und Feuerwehrleute standen wieder im Fokus von Angriffen: In Berlin wurden über 50 Beamte verletzt, bundesweit mehr als 100. Böller und Raketen wurden gezielt auf Einsatzkräfte abgefeuert. In mehreren Städten kam es zu Krawallen, mit über 1.000 Festnahmen – allein in Berlin etwa 400. In Neukölln und anderen Brennpunkten eskalierten Auseinandersetzungen, bei denen Polizisten mit Flaschen und Feuerwerkskörpern attackiert wurden.

Brände und illegale Pyrotechnik

Illegale und hochgefährliche Pyrotechnik aus Polen und Tschechien spielte eine große Rolle: Viele Böller der Kategorie F2 und höher waren verboten, doch sie wurden massenhaft eingesetzt.

Dadurch entstanden zahlreiche Brände – in Wohnungen, auf Balkonen und in Mülltonnen. Die Feuerwehr rückte bundesweit zu Tausenden Einsätzen aus, darunter schwere Wohnungsbrände in Hamburg und München.Trotz Verboten in vielen Städten und Appellen der Behörden wiederholte sich das Chaos der Vorjahre. Experten fordern strengere Kontrollen und höhere Strafen für illegale Importe.