Türkei-Erdbeben
Türkei: Bereits fast 4.000 Nachbeben

Mehr als eine Woche nach den verheerenden Mega-Beben in der Türkei kommt das Land noch immer nicht zur Ruhe. 

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Ankara – Mehr als eine Woche nach den verheerenden Mega-Beben in der Türkei kommt das Land noch immer nicht zur Ruhe.

Laut dem Sprecher der Katastrophenschutzbehörde AFAD befindet sich das Land in einer „ungewöhnlichen, nie dagewesenen Situation“. Es habe bereits fast 4.000 Nachbeben gegeben und die Erdkruste habe sich um 7,3 Meter verschoben, so Orhan Tatar. Nationale und internationale Experten seien in Kahramanmaras, dem Epizentrum des Bebens, um die geologischen Folgen zu untersuchen.

Tatar:

Es gibt intensive Nachbeben. Wir stehen vor einer ungewöhnlichen Situation.Die Gesamtzahl der Nachbeben beträgt bisher 3.858. Dies ist eine sehr ernste Zahl. Selbst jetzt können wir sagen, dass die Anzahl  der Nachbeben 3.900 überschreiten wird. Die Nachbeben der Größe 3 bis 4 betragen 1.253 und der Größen 4 bis 5 ist 394, ungefähr 400. Dies bedeutet, dass es fast alle 10-15 Minuten ein Erdbeben gibt. Die Anzahl der Nachbeben der Stärken zwischen 5 und 6 beträgt 38.

Erdbeben reißen gigantische Schlucht in der Türkei auf

Nach türkischen Medienberichten haben die verheerenden Beben von letzter Woche nahe der türkischen Stadt Hatay eine riesige Schlucht gerissen. Sie soll etwa 300 Kilometer lang und teilweise bis zu 200 Meter breit und 30 Meter tief sein. Drohnenaufnahmen zeigten das aufgerissene Gebiet.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte am 6. Februar die Türkei und Syrien, zerstörte ganze Wohnblocks und Krankenhäuser und hinterließ Tausende von Toten und Verletzten. Es folgten zwei weitere Beben der Stärke 7,6 und 6,0. Etliche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Türkische Experten gehen nach groben Schätzungen von 180.000 Verschütteten aus.

Bei dem Erdbeben handelt es sich um die schwerste Erschütterungen in der Türkei, mindestens seit dem Erzincan-Beben des Jahres 1939. Das damalige Erdbeben erreichte  eine Stärke von 7,7. Mehr als 30.000 Menschen starben damals bei der Katastrophe in Ostanatolien.

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