Pressefreiheit in der Türkei
Türkischer Außenminister: Kein Journalist „wegen Artikelschreiben“ in Untersuchungshaft

„Es gibt keinen einzigen Journalisten, der sich in der Türkei in Untersuchungshaft befindet, weil er Artikel geschrieben hat“, antwortete Cavusoglu auf eine Frage zur Pressefreiheit in der Türkei und fügte hinzu: „Falls es einen gibt, wüsste ich gerne, wer das ist. Diese Personen, die sich als Journalisten bezeichnen, haben entweder den Terror oder Terrororganisationen unterstützt.“

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Madrid (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat erklärt, dass sich derzeit kein Journalist in der Türkei in Untersuchungshaft befinde, nur weil er seiner Arbeit nachgegangen sei und Artikel geschrieben habe.

Vier spanische Tageszeitungen – El Pais, El Mundo, ABC and La Razon – zitierten den türkischen Außenminister in ihren heutigen Ausgaben. Cavusoglu hatte diesen am gestrigen Freitag während eines eintägigen offiziellen Besuchs in Madrid ein Interview gegeben.

„Es gibt keinen einzigen Journalisten, der sich in der Türkei in Untersuchungshaft befindet, weil er Artikel geschrieben hat“, antwortete er auf eine Frage zur Pressefreiheit in der Türkei und fügte hinzu: „Falls es einen gibt, wüsste ich gerne, wer das ist. Diese Personen, die sich als Journalisten bezeichnen, haben entweder den Terror oder Terrororganisationen unterstützt.“

Viele Menschen seien verhaftet worden, weil sie den Putschversuch unterstützt hätten, „und einige haben die Medien als Propagandamittel benutzt“, unterstrich Cavusoglu. Es sei wichtig, zwischen kritischen Journalisten und jenen, die in den Putschversuch involviert gewesen seien, zu unterscheiden, so der türkische Außenminister weiter.

Er kritisierte auch die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen, deren Türkei-Bericht nicht objektiv sei.

Ankara beschuldigt den selbsternannten, in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, den Putschversuch mithilfe seiner Anhänger innerhalb des Militärs durchgeführt zu haben, die das gülennahe Netzwerk FETÖ gegründet hätten.

Die Türkei hat offiziell die Auslieferung Gülens an die Türkei beantragt.

Dem Prediger wird auch vorgeworfen, durch die Gründung eines Parallelstaates seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner Unterstützer zu kämpfen, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.

Nach dem gescheiterten Staatsstreich wurden zehntausende FETÖ-Verdächtige festgenommen.

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