Blutspende-Vorgaben
Israel hält weiter an Blutspendeverbot für Schwule und Äthiopier fest

Obwohl seit dem Vorschlag des Sonderpanels des Gesundheitsministeriums, die Kriterien für Blutspenden zu ändern, sodass auch äthiopischstämmige und schwule Israelis daran teilnehmen können, achtzehn Monate vergangen sind, warten die Empfehlungen noch immer darauf, umgesetzt zu werden – ob dies überhaupt jemals eintreten wird, ist ungewiss.

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Tel Aviv (nex) – Obwohl seit dem Vorschlag des Sonderpanels des Gesundheitsministeriums, die Kriterien für Blutspenden zu ändern, sodass auch äthiopischstämmige und schwule Israelis daran teilnehmen können, achtzehn Monate vergangen sind, warten die Empfehlungen noch immer darauf, umgesetzt zu werden – ob dies überhaupt jemals eintreten wird, ist ungewiss.

In den Empfehlungen wird dazu aufgefordert, Blutspenden von Äthiopiern, die seit mehr als zehn Jahren in Israel leben, sowie von Männern, die in den vorangehenden zwölf Monaten in keiner sexuellen Beziehung zu anderen Männern standen, anzunehmen.

Die Empfehlungen müssen noch veröffentlicht werden; es gab bislang keine Begründung dafür, warum sie noch nicht umgesetzt wurden. In einer Erklärung teilte das Gesundheitsministerium am gestrigen Sonntag mit, dass man die Angelegenheit erörtere und nach deren Überprüfung die Vorgaben bezüglich Blutspenden genau festlegen werde.

Derzeit können nur in Israel geborene äthiopischstämmige Israelis Blut spenden; Schwule, die seit 1977 homosexuell aktiv waren, dürfen es gar nicht. Diese Einschränkungen wurden vor Jahrzehnten eingeführt, als man die Befürchtung hatte, dass HIV-kontaminiertes Blut in den Blutbanken des Landes landen könnte. Das Virus ist für die AIDS-Erkrankung verantwortlich.


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