Ukraine-Konflikt
Russland rückt von Türkei-Erklärung ab

Russland hat den Raketenangriff auf die Hafenstadt Odessa eingeräumt. Als Grund nennt das Verteidigungsministerium die Zerstörung von US-Waffen.

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Moskau – In Istanbul war am Freitag ein Abkommen über die Ausfuhr von Millionen Tonnen ukrainischen Getreides unterzeichnet worden. Russland hatte in dem Abkommen zugesichert, die Schiffe über einen Seekorridor fahren zu lassen und nicht zu beschießen

Nur einen Tag nach dem Abkommen wurde am Samstag die Hafenstadt Odessa bombardiert. Kiew machte Russland für den Angriff verantwortlich.

„Gestern wurde der Export über den Seeweg vereinbart, und heute greifen die Russen den Hafen von Odessa an“, so Andrij Jermak, Chef des ukrainischen Präsidentenbüros.

Der türkische Verteidigungsminister erklärte noch am selben Tag, dass Moskau mit dem Angriff nichts zu tun habe.

„Die Russen haben uns gesagt, dass sie mit diesem Angriff nichts zu tun haben und dass sie die Angelegenheit sehr genau untersuchen“, hatte Hulusi Akar gestern versichert. Am Sonntag rückte der Kreml jedoch von dieser Darstellung ab.

Wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf Telegram mitteilte, hat Russland bei dem Raketenangriff auf Odessa „militärische Infrastruktur“ zerstört. Dabei seien „hochpräzise“ Kalibr-Marschflugkörper eingesetzt worden. Damit sei ein Kriegsschiff der Ukraine und ein Lager mit mit von den USA gelieferten „Harpoon“-Raketen zerstört worden, so das Verteidigungsministerium in Moskau weiter.

Welche Folgen der Angriff für das Getreideabkommen hat, ist noch unklar. Offenbar seien die Bereiche, in denen Getreide verladen werden kann und in denen das Getreide gelagert ist, nicht betroffen, berichtete die tagesschau.

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