Jamal Khashoggi Way
USA: Straße der Saudi-Botschaft soll nach Khashoggi umbenannt werden

Lokale Beamte des gehobenen Stadtteils Foggy Bottom der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. haben dafür gestimmt,  eine Straße vor der Botschaft Saudi-Arabiens zu Ehren des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi umzubenennen.

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Washington – Lokale Beamte des gehobenen Stadtteils Foggy Bottom der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. haben dafür gestimmt,  eine Straße vor der Botschaft Saudi-Arabiens zu Ehren des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi umzubenennen. Damit sollen die Botschaftsmitarbeiter „täglich an die Ermordung des saudischen Journalisten erinnert werden“.

Wenn der Stadtrat den Antrag des beratenden Ausschusses genehmigen sollte, wird ein Straßenabschnitt, der an dem weitläufigen Botschaftsgebäude vorbeiführt, feierlich in Jamal Khashoggi Way umbenannt werden.

„Jeder, der die saudische Botschaft besucht, wird an den Mut von Herrn Khashoggi erinnert werden […] Durch seinen Journalismus war Jamal Khashoggi ein leidenschaftlicher Verfechter der Demokratie, der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit,“ zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Brooke Pinto, Ratsmitglied des Stadtteils, aus einer Stellungnahme.

„Journalisten auf der ganzen Welt und hier in Amerika stehen jeden Tag ähnlichen Gefahren gegenüber, und wir dürfen niemals zulassen, dass diejenigen, die versuchen, sie einzuschüchtern, Erfolg haben, denn wenn der Journalismus angegriffen wird, sind unsere Freiheit und Demokratie unter Beschuss,“ fügte sie hinzu.

Der regelmäßige Kolumnist der US-Zeitung Washington Post wurde Anfang Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet. Khashoggi verschwand, nachdem er am 3. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten hatte. Saudi Arabien hatte mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden Khashoggis den Tod des Journalisten eingeräumt.

Im Istanbuler Konsulat sei es während des Verhörs zu einem Streit gekommen, was zu seinem Tod führte, berichteten saudische Staatsmedien. Riad hatte die Kenntnis über den Verbleib Khashoggis stets abgestritten. Medienberichten zufolge soll er in dem Konsulat schwer gefoltert und zerstückelt worden sein.

Khashoggi war ein saudi-arabischer Journalist. Er war Direktor der saudi-arabischen Tageszeitung Al-Watan und Medienberater des saudi-arabischen Prinzen Turki ibn Faisal. Khashoggi war ein Kritiker des Kronprinzen Mohammed bin Salman, der de facto über das Königreich herrscht.

Erdogan: Befehl für die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi kam von den obersten Ebenen der saudischen Regierung 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, dass der Befehl für die Ermordung des Journalisten von „den obersten Ebenen der saudischen Regierung“ kam.

In einem Gastbeitrag für die „Washington Post“ schrieb Erdogan im November 2018: „Wir wissen, dass sich die Täter unter den 18 in Saudi-Arabien festgenommenen Verdächtigen befinden. Wir wissen auch, dass sie kamen, um ihre Befehle auszuführen: Khashoggi töten und flüchten.“

„Schließlich wissen wir, dass der Befehl, Khashoggi zu töten, von den höchsten Ebenen der saudischen Regierung kam“, sagte Erdogan.

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