Corona-Krise
Fast jeder Zweite ändert Reisepläne wegen Beherbergungsverbot

Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger ändert wegen des umstrittenen Beherbergungsverbots ihre Reisepläne bis Jahresende.

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Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger ändert wegen des umstrittenen Beherbergungsverbots ihre Reisepläne bis Jahresende.

Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey für den Fachdienst „Tagesspiegel Background Verkehr & Smart Mobility“ hervor. Demnach geben 45 Prozent an, ihre Pläne wegen der Reisebeschränken für Urlauber aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten zu ändern. 42 Prozent ändern ihre Pläne nicht, 13 Prozent sind unentschieden.

Vor allem Stadtbewohner stornieren massenhaft, da vor allem Metropolen zunehmend zu den Risikogebieten zählen. Außerdem zeigen sich Unterschiede zwischen Jüngeren und Älteren. Bei den 18- bis 29-Jährigen ändern 37 Prozent ihre Urlaubspläne, bei den über 65-Jährigen sind es dagegen mehr als 50 Prozent. „Unentschieden“ antwortet in allen Altersgruppen mindestens jeder Achte.

Unabhängig von den eigenen Urlaubsplänen hält eine knappe Mehrheit das Beherbergungsverbot für richtig. 52 Prozent der Befragten geben an, die Maßnahme sei „angemessen“. Je älter die Teilnehmer der Umfrage sind, desto höher steigt die Zustimmung. Während bei den unter 30-Jährigen rund 42 Prozent das Beherbergungsverbot angemessen finden, steigt die Zustimmung zu der Maßnahme auf mehr als 56 Prozent bei den Rentnern.

Unterschiede zeigen sich nicht nur im Alters- und Stadt-Land-Gefälle, sondern auch bei den Anhängern unterschiedlicher Parteien. Bei CDU/CSU-Wählern hat das Beherbergungsverbot die meisten Unterstützer – fast zwei Drittel sagen, es sei angemessen. Bei den Grünen sind es knapp 60 Prozent, bei der SPD genau die Hälfte. Bei FDP und Linkspartei sind es mit 40 Prozent und 45 Prozent deutlich weniger.

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