Abschied von Muhammad Ali
Muhammad-Ali-Begräbnis: Erdogan und Abdullah II. geben Redezeit an Überraschungsgäste ab

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat auf seine geplante Rede im Rahmen des Begräbnisses der Boxlegende Muhammad Ali verzichtet. So konnte die Familie des Sportlers noch zwei Überraschungsgäste auf der Rednerliste unterbringen, die kurzfristig ihr Kommen zugesagt hatten.

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Louisville/KY (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der jordanische König Abdullah II. werden zu Gunsten zweier Überraschungsredner auf ihre eingeplanten Redebeiträge im Rahmen der bevorstehenden Begräbniszeremonie für die am letzten Wochenende verstorbene Boxlegende Mohammad Ali verzichten.

Dies berichtet der „Telegraph“ unter Berufung auf Bob Gunnell, den Sprecher der Familie des verstorbenen Spitzensportlers. Ursprünglich waren beide Staatschefs als Redner im Rahmen der Zeremonie vorgesehen, die am kommenden Freitag im KFC Yum! Centre in Louisville stattfinden wird.

Nach der Zusage der Überraschungsgäste habe man sich jedoch aufseiten der Organisatoren dafür entschieden, diese anstelle der ausländischen Staatsgäste auf die Rednerliste zu nehmen. Beide Präsidentenbüros hätten „großzügig und verständnisvoll“ auf das Ansinnen reagiert, so Gunnell.

Zur Abschiedszeremonie im Yum! Centre werden 15 000 Teilnehmer erwartet, hieß es vonseiten der Veranstalter. Zum Jenazah, dem muslimischen Totengebet, sollen 14 000 Personen erscheinen. Unter den vorgesehenen Rednern befinden sich Attalah Shabazz, die Tochter des Bürgerrechtskämpfers Malcolm X, Alis Witwe Lonnie, seine älteste Tochter Maryum und der US-Schauspieler Billy Crystal. Bereits am Donnerstag wird es eine 30-minütige öffentliche islamische Gedenkfeier in der Freedom Hall geben, wo Ali einst gekämpft hatte.

Diese wird vom kalifornischen Gelehrten Imam Zaid Shakir geleitet. Das Programm sei strikt an Willen des verstorbenen Boxchampions ausgerichtet, erklärte Gunnell. „Er wollte ein Begräbnis, das sein Leben reflektiert, und wie er gelebt hat“, so der Familiensprecher. „Er wollte, dass jeder teilnehmen kann. Er war der Champ des Volkes, und das sollte sich auch auf seinem letzten Weg zeigen.“ Vor allem sollte das Begräbnis Muslimen wie Nichtmuslimen offenstehen, damit Menschen aller Glaubensrichtungen teilnehmen könnten, hieß es vonseiten der Familie, „damit sie auch etwas lernen können und mehr wie Muhammad Ali sein können, der jedem sein Herz geöffnet hat“.

Die Feier sei kein politisches Statement und es gehe darin nicht um Politik, sondern darum, wie Muhammad Ali sein Leben gelebt hätte. Der mehrmalige Schwergewichtsweltmeister, der an der Parkinson-Krankheit litt, starb am Freitag im Alter von 74 Jahren in Arizona.

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