Türkei
Erdogan trifft Tesla-Chef: Kommt jetzt das türkische Super-E-Auto?

Ankara (nex) – Der in Deutschland für Häme und Spott sorgende Plan der Türkei, ein eigenes Auto herzustellen, scheint bereits im vollen Gange zu sein. Nicht einmal eine Woche nach der Ankündigung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, ein eigenes Auto zu entwickeln, überraschte Tesla-Chef Elon Musk heute mit einem Türkei-Besuch. Bei dem Treffen im Präsidialpalast in Ankara sei die bevorstehende Produktion des ersten türkischen Autos besprochen worden. Weitere Themen seien die neueste Generation von Akkus, Wind- und Sonnenenergie, aber auch Verkehrsprobleme in Ballungsräumen und das Graben von Verkehrstunneln gewesen. „Der Verkehr macht mich verrückt. Werde eine Tunnelbohrmaschine bauen und einfach mit dem Graben loslegen“, twitterte Musk im Dezember letzten Jahres, und sein Unternehmen The Boring Company begann bereits im Januar mit dem Bohren. Der Plan: Den Verkehr auf mehrere Ebenen tief unter die Erde zu verlagern. Was sich wie eine verrückte Idee anhört, könnte die Verkehrsprobleme von Millionenmetropolen wie Los Angeles und Istanbul lösen. Zudem hätten Erdogan und der in Südafrika geborene US-Unternehmer Musks Mega-Projekt „Hyperloop“ besprochen: Magnetschwebebahnen sollen mit über 1000 Kilometern pro Stunde durch luftleere Röhren reisen und die Reisezeit von Strecken wie etwa New York-Washington von drei Stunden auf 30 Minuten verkürzen. Erdogan hatte am vergangenen Donnerstag die Produktion des ersten vollständig in der Türkei produzierten Fahrzeugs angekündigt und in deutschen Medien und Kommentarbereichen Häme und Spott geerntet. „Erdo-Mobil“ titelten die Medien und in Kommentarbereichen fragte man, wieviel „Ziegenstärken“ das Fahrzeug denn haben würde. Erdogan zufolge werde der erste Prototyp 2019 einsatzbereit und bis spätestens 2021 serienreif sein.

Motorsport
Unglaublich: Türke Kenan Sofuoglu trotz mehrfachem Knochenbruch Vize-Weltmeister

Doha (nex) – Als der fünffache Supersport-Weltmeister nur fünf Wochen nach seinem schweren Unfall in Magny-Cours in Frankreich an der Rennstrecke in Katar auftaucht, können viele ihren Augen nicht trauen. Die Ärzte hatten Sofuoglu zwölf Wochen Bettruhe verordnet, doch der Türke wollte das nicht akzeptieren. „Sie sagten mir, dass ich bei einem zweiten Sturz aufs Becken mein Leben verlieren kann. Das machte mir Angst, ich wollte aber nicht aufgeben“, sagte Kawasaki-Pilot Sofuoglu in einem Interview mit speedweek.com und fügte hinzu: „Alle Ärzte, und es waren um die zehn, rieten mir, erst nach zwölf Wochen wieder zu laufen.“ Nach einem weiteren medizinischen Check und einer darauffolgenden Besprechung hätten die Ärzte dann aber doch ihr Okay gegeben. Er habe versprochen, nicht zu stürzen. „Anschließend teilten sie mir mit, dass sie mich eigentlich nicht fahren lassen sollten, dass sie aber meine Lage verstehen. Dass ich hier bin, um vielleicht Weltmeister zu werden. Davon wollten sie mich nicht abhalten“, so Sofuoglu gegenüber speedweek.com Nur fünf Wochen nach seinem Unfall war Sofuoglu beim Rennen in Katar mit dabei und stellte den Rundenrekord auf. Am Ende reicht es für Platz drei in Katar und einen 2017 Vizeweltmeister-Titel. „Dieser zweite Platz ist für mich wertvoller als ein WM-Titel“, so Sofuoglu gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Weltmeister wurde mit insgesamt 190 Punkten der französische Yamaha-Pilot Lucas Mahias. Platz drei geht an seinen Landsmann Jules Cluzel (Honda).

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Kenan Sofuoglu ist der alte und neue Weltmeister der Supersport-WM 2016.

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Studie
Englischkenntnisse: Niederlande Platz 1 – Türkei 62.

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Düsseldorf (ots)  – Die EPI Studie mit mehr als einer Million Teilnehmern vergleicht die weltweiten Trends und Entwicklungen von 80 Ländern hinsichtlich des Englischsprachniveaus. Der internationale Wirtschaftsstandort Deutschland schafft es jedoch erneut nur knapp unter die besten zehn. Europäische Nachbarn wie die Niederlande und Dänemark schneiden im Index hingegen deutlich besser ab – ein Grund zur Sorge? Der von EF Education First jährlich erhobene EF Englisch Proficiency Index (EF EPI) ermittelt die nicht-muttersprachlichen Länder, die weltweit am besten Englisch sprechen. Auch in diesem Jahr nahmen tausende Schulen und Firmen sowie Regierungen aus 80 Ländern an dem standardisierten Englischtest teil. Die Ergebnisse des EF EPI 2017 wurden heute im House of Commons in London vorgestellt. EF EPI Ergebnisse: Deutschland nur auf Platz 9 Auf den ersten zehn Positionen platzieren sich auch 2017 fast ausschließlich europäische Länder. Die Spitzenposition belegt dabei wie im Vorjahr erneut die Niederlande, dicht gefolgt von Schweden (Platz 2) und Dänemark (Platz 3). Neu unter den weltweit besten Ländern ist Südafrika (Platz 8), während sich Polen (Platz 11) und Österreich (Platz 10) im Vergleich zum Vorjahr jeweils verschlechtert haben. Deutschland weist ebenfalls keine Verbesserung der Englischkenntnisse vor und erreicht wieder nur den neunten Platz in der EPI Studie – im Hinblick auf die enorme Bedeutung der englischen Sprache in globaler Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft kein zufriedenstellendes Ergebnis. Für die Analyse, warum Deutschland gegenüber seinen Nachbarländern und anderen europäischen Partnern so abgeschlagen ist, lohnt ein Blick auf die sprachliche Ausbildung der jeweiligen Länder: Kommunikativer Ansatz im Englischunterricht Viele der führenden Länder verfolgen im Gegensatz zu Deutschland bereits in frühen Klassenstufen einen kommunikativen Ansatz der Sprachvermittlung. Es steht weniger die grammatikalische Exaktheit im Fokus als die praktische Anwendung und Übung der Sprache. Integration der Sprache in den Alltag Besonders in den skandinavischen Ländern ist die englische Sprache schon bei Kleinkindern in den Alltag integriert. Viele Filme, Serien und Bücher werden nicht in die Landessprache übersetzt, sondern auf Englisch ausgestrahlt und veröffentlicht. Studium im Ausland und Auslandsaufenthalte Die führenden Länder der Erhebung zeigen im Vergleich zu Deutschland einen höheren Anteil an Studierenden, die über ein europäisches Austauschprogramm im Ausland studiert haben. Im Curriculum deutscher Studiengänge sind Auslandsaufenthalte oft nicht vorgesehen. „Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Englischkenntnissen, wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, sozialem Fortschritt und Innovation“, sagt Niklas Kukat, Geschäftsführer der EF Education (Deutschland) GmbH. „Länder mit besseren Englischkenntnissen weisen tendenziell ein höheres Durchschnittseinkommen sowie eine höhere Lebensqualität auf und investieren mehr in Forschung und Entwicklung.“ Der EF EPI diene daher als Denkanstoß und eine wertvolle Anregung zur Diskussion über die effizientesten Wege, wie man das durchschnittliche Englischniveau eines Landes verbessern könne, erklärte Kukat in Düsseldorf. Berlin hinkt in Englischkenntnissen hinterher Auch innerhalb Deutschlands gibt die EPI Studie Aufschlüsse über regionale Unterschiede von Englischkenntnissen. Das beste Englisch wird demnach wie auch in den Vorjahren in Hamburg gesprochen, dicht gefolgt von den Bundesländern Niedersachsen, NRW und Baden-Württemberg. Im direkten Städtevergleich belegt Hamburg ebenfalls die Spitzenposition, gefolgt von Düsseldorf. Berlin schafft es nur auf den vorletzten Platz; Schlusslicht der Studie ist Frankfurt. Schul-Englisch auf dem Prüfstand: EF EPI-s Neben dem EPI hat EF Education First in diesem Jahr zum zweiten Mal auch den EF EPI-s (English Proficiency Index for Schools) veröffentlicht – eine Studie, die das Englischsprachniveau von Schülern und Studierenden weltweit vergleicht. Für den EF EPI-s wurden in diesem Jahr insgesamt 260.000 Schüler und Studenten in weltweit 26 Ländern getestet. Die Studie zeigt unter anderem, dass sich in fast allen 26 untersuchten Ländern das Hörverständnis bei Schülern aller Altersgruppen deutlich schneller entwickelt als das Leseverständnis. Die Englischkenntnisse variieren zudem stark zwischen den Altersgruppen.   EF English Proficiency Index 2017 Rankings:

Englischkenntnisse Englischkenntnisse Ranking Land laut EF EPI Skala Ranking

1 Niederlande Sehr gute 2 Schweden Sehr gute 3 Dänemark Sehr gute 4 Norwegen Sehr gute 5 Singapur Sehr gute 6 Finnland Sehr gute 7 Luxemburg Sehr gute 8 Südafrika Sehr gute 9 Deutschland Gute 10 Österreich Gute 11 Polen Gute 12 Belgien Gute 41 Brasilien Geringe 42 Macau Geringe 43 Uruguay Geringe 62 Türkei Geringe

Krise in Spanien
Puigdemont an EU: Ist das das Europa, das Sie wollen?

Brüssel (nex) – Kataloniens gestürzter Präsident schwor am Dienstag, den Kampf für die Unabhängigkeit von Spanien fortzusetzen und forderte die Europäische Union auf, über die Inhaftierung katalanischer Regierungsvertreter zu sprechen. Carles Puigdemont äußerte sich auf einer wahlkampfähnlichen Veranstaltung in der belgischen Hauptstadt, an der rund 200 Bürgermeister aus Katalonien teilnahmen und die den abgesetzten Präsidenten mit von „Präsident“- und „Freiheit“-Rufen begrüßten. Puigdemont und seinen Kollegen drohen in Spanien wegen Rebellion, Volksverhetzung und Unterschlagung 30 Jahre Gefängnis, wenn die belgischen Justizbehörden deren Auslieferung zustimmen. Neun ehemalige katalanische Regierungsmitglieder wurden bereits in Spanien ins Gefängnis gesteckt. Einer von ihnen wurde während der Untersuchung gegen Kaution freigelassen. „Wir sind die legitime Regierung von Katalonien, und wir werden weitermachen“, erklärte das Mitglied der ehemaligem Regionalregierung, Meritxell Serret, dem Publikum mit brechender Stimme. Puigdemont forderte die Europäische Union außerdem auf, sich endlich Gehör zu verschaffen. Katalanische Regierungsvertreter forderten am gestrigen Dienstag die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf, die katalanische Sache aufzugreifen. „Ist das das Europa, das Sie wollen, ist das das Europa, das Sie aufbauen möchten, mit einer demokratisch gewählten Regierung im Gefängnis?“ fragte er. Anschließend hob eine Gruppe von Bürgermeistern große Buchstaben hochhielt, um „Hilfe Katalonien“ zu buchstabieren.

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Die Bayernpartei hat die angebliche Solidarität deutscher Politiker bei Unabhängigkeitsbestrebungen diverser Volksgruppen wie etwa der Kurden als „Lippenbekenntnisse“ kritisiert.

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Shell
Köln: Beseitigung von ausgelaufenem Kerosin in Wesseling dauert noch 20 bis 30 Jahre

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Köln (ots) – Die Shell Rheinland Raffinerie wird aller Voraussicht nach noch Jahrzehnte mit der Beseitigung der Kerosin-Rückstände auf dem Firmengelände in Wesseling beschäftigt sein. „Laut Prognosen wird die Sanierung noch 20 bis 30 Jahre dauern“, sagte Raffinerie-Chef Thomas Zengerly im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. 2012 hatten Shell-Mitarbeiter eine Leckage in einer Rohrleitung entdeckt. Eine Million Liter Kerosin waren aus dem fingernagelgroßen Loch ausgelaufen und im Erdreich versickert. Mit Hilfe von Pumpen seien seither 40 Prozent der Flüssigkeit aus dem Boden geholt worden, mehr könne auf diese Weise aber nicht gefördert werden, so Zengerly. Daher stimuliere man durch das Einpumpen von Sauerstoff ins Erdreich nun die Bildung von Bakterien, um den biologischen Abbau des Kerosins zu fördern. Damit sich solche Vorfälle möglichst nicht wiederholen, investiert die Raffinerie nach eigenen Angaben jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag. Unter anderem werden Rohrleitungen, die bislang unterirdisch verlegt sind, an die Oberfläche geholt. „Ich möchte, dass wir den Zustand unserer Rohrleitungen genau kennen und genau überwachen, um sich andeutende Schäden schon im Vorfeld zu erkennen“, sagt Zengerly.

Ungarn
Budapest: Stadtrundgang gegen Islamfeindlichkeit erfreut sich großer Beliebtheit

Budapest (nex) – Ein Rundgang durch das „muslimische Budapest“, um etwas über die muslimische Gemeinde und die Moscheen in der ungarischen Hauptstadt kennenzulernen, genießt bei den Ungarn eine große Beliebtheit. Er soll dazu dienen, Ängste und Vorbehalte abzubauen, während die Regierung ihre restriktive Migrations- und Flüchtlingspolitik fortsetzt.

Der in Budapest ansässige Reiseveranstalter Setamuhely – Budapest Walkshop – bietet 30 verschiedene Rundgänge an, die Besucher durch die architektonischen und kulturellen Stätten der Stadt sowie durch die jüdischen und muslimischen Gemeinden führen.

„Ich kann durchaus sagen, dass der Walk ‚Muslime, die unter uns leben‘, die beliebteste Tour ist“, erklärt Geschäftsführerin Anna Lenard gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Als die Muslim-Tour vor drei Jahren an den Start ging, hätten sich noch sehr wenige dafür interessiert.

„Die meisten Menschen haben in ihrem Leben noch nie einen Muslim getroffen. Dann kommt noch hinzu, was sie jeden Tag in den Medien hören. Das alles zusammen führt im Alltag zu jeder Menge Spannung und Stress. Ich denke, das ist der Hauptgrund, warum die Leute jetzt kommen. „

Daten des Thinktanks Tarki zeigen, dass der Anteil der Menschen, die eine fremdenfeindliche Haltung und Ressentiments gegenüber Einwanderern haben, in diesem Jahr um 19 Punkte gestiegen sind und nun bei 60 Prozent liegen, so Reuters.

„Ich interessiere mich sehr für alles Multikulturelle, für die Kulturen und Religionen, die bei uns leben“, sagt Nauszika, eine Psychologin, die ihren vollen Namen nicht nennen möchte.

Der beste Weg seine Ängste zu überwinden sei es mit den Menschen vor denen man sich fürchtet zu reden, fügte Marianna Karman hinzu. Karman ist Afrika-Expertin und selbst zum Islam konvertiert. „Diese Menschen entscheiden sich für diese Tour, weil sie über dieses Problem sprechen möchten. Sie möchten ihre Ängste bekämpfen“, betonte Karman.  

Steuerfahndung
Paradise Papers: Steuergewerkschaft fordert Konsequenzen in der EU

Düsseldorf (ots) – Der Chef der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, hat Deutschland und die übrigen EU-Staaten im Skandal um die Paradise-Papers-Enthüllungen aufgefordert, europäische Steueroasen wie Malta, Luxemburg oder Irland zu bekämpfen. „Steuervermeidung durch Superreiche und große Konzerne findet mitten in der EU statt. Europa darf davor nicht mehr die Augen verschließen und muss Steuerparadiese wie Malta, Luxemburg oder Irland dichtmachen“, sagte Eigenthaler der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ . Nach dem Panama-Papers-Skandal wurden die Strafen für schwere Steuerhinterziehung und Transparenzregeln nur für Steuervergehen in Drittstaaten außerhalb der EU verschärft. „Diese Regelverschärfungen müssen unbedingt auch für Steuervergehen innerhalb der EU gelten“, forderte Eigenthaler. Das investigative Journalistennetzwerk ICIJ hatte am gestrigen Sonntag neue Steuerschlupflöcher und ominöse Geschäftskontakte hochrangiger Persönlichkeiten weltweit aufgedeckt.  Laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, die ICIJ angehört, geht es um Millionen Dokumente zu Briefkastenfirmen von einer Anwaltskanzlei auf den Bermudas und einer Firma in Singapur. Von insgesamt 13,4 Millionen Dokumente aus Steuerparadiesen weltweit ist die Rede. Namen von mehr als 120 Politikern aus fast 50 Ländern dazu Unternehmer, Sportler und Unternehmer würden genannt.

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– Brief an „John Doe“ – Panama Papers: NRW-Steuerfahndung sucht Kontakt zu Informanten

Das Land Nordrhein-Westfalen versucht, die riesigen Dateien zu den weltweit diskutierten Panama-Papieren nun vom geheimen Informanten des Journalistennetzwerkes ICIJ zu erhalten.

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Abfallwirtschaft
Recycling: Türkei verschwenderischstes Land Europas

London (ots) – Die Türkei hat die verschwenderischsten Bewohner Europas und wirft laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der Firma Expert Market aus dem Vereinigten Königreich die gigantische Menge von 32,3 Millionen Tonnen Haus- und Gewerbemüll direkt auf die Mülldeponie. Expert Market listete die verschwenderischsten Länder auf, indem die Abfallmenge untersucht wurde, die direkt auf Mülldeponien in 29 europäischen Ländern gelandet war. Spanien steht mit rund 23 m³ deponierten Abfällen an zweiter Stelle, gefolgt von Frankreich und Italien mit rund 18 m³ und 16 m³. Laut Expert Market ist Deutschland Europas „Recycling-Held“. Obwohl das Land mit rund 106 Mio. m³ die höchste Gesamtabfallmenge in Europa generiert, geht nur ein Bruchteil davon (ca. 169.000 m³) auf Deponien. Das Vereinigte Königreich befindet sich auf Platz fünf der verschwenderischen Länder Europas: Es würde das römische Amphitheater Kolosseum mit seinem Abfall über elf Mal füllen. Über 20 Prozent des Hausmülls in Großbritannien kommen direkt auf die Mülldeponie . Der aktuelle Bericht von Expert Market ist der erste, der sich auf die Deponierate konzentriert, um zu bestimmen, welches europäische Land am verschwenderischsten ist. Es wird auch auf die finanzielle Belastung hingewiesen, die die Länder tragen müssen, sollte sich an den gegenwärtigen Deponierungsraten nichts ändern.  

Recherche
Bericht: Die unbekannte Seite des Essener „Kanal-Kartells“

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Köln (ots) – Bei Kanalbau-Aufträgen in Essen haben sich Unternehmer über Preise abgesprochen – diese vermutlich illegalen Absprachen wurden als Essener „Kanal-Kartell“ bekannt. Doch die Geschichte hat noch eine ganz andere Seite, wie exklusive Recherchen des WDR-Politmagazins „Westpol“ und dem „Handelsblatt“ belegen: Das geschlossene Vergabesystem der Stadtwerke Essen hat offenbar wesentlich dazu beigetragen, dass es überhaupt zu den Preisabsprachen kam. Preisabsprachen brachten den Unternehmer Willi Zerres in U-Haft. Er war einer der Angeklagten im Prozess um das Essener „Kanal-Kartell“. Zerres erzählt in „Westpol“ und „Handelsblatt“ erstmals aus seiner Sicht. Demnach hatte er sich mit anderen Unternehmern über Preise abgestimmt, um bei den Essener Stadtwerken Aufträge über Kanal-Bauarbeiten zu bekommen. So entstand das sogenannte „Kanal-Kartell“, das 2012 aufflog. Doch es gibt noch andere Akteure, deren Verhalten kritische Fragen aufwirft: Als sich die Unternehmer im März 2017 vor Gericht verantworten mussten, nahm die Geschichte eine überraschende Wendung: Die Unternehmer, auch Willi Zerres, mussten nur eine Geldbuße zahlen. Stattdessen gerieten die Auftraggeber in den Fokus, die Essener Stadtwerke. Sie vergaben Kanalbau-Aufträge nur an eine Handvoll regionaler Unternehmen, die zudem nur gemeinsam Angebote abgeben und ähnlich ausgelastet sein sollten. Dieses geschlossene Vergabesystem hat offenbar wesentlich dazu beigetragen, dass es überhaupt zu den illegalen Preisabsprachen kam. Zu diesem Ergebnis kommt die Landeskartellbehörde: Laut einem Bescheid, der „Handelsblatt“ und „Westpol“ exklusiv vorliegt, „liegt in dem Vergabeverhalten der Stadtwerke Essen ein wesentliches Initialpotential für das rechtswidrige Verhalten der Unternehmen.“ Deshalb reduzierten die Kartellwächter ihre Bußgelder gegen die Bau-Unternehmer um 67 Prozent – „einen derartigen Fall hat es bislang nicht gegeben“, so eine Behördensprecherin. Die Stadtwerke verteidigen sich: Die Landeskartellbehörde habe das Vergabeverfahren nicht als rechtswidrig bewertet.“Letztlich bleibt festzuhalten, dass das Vergabeverfahren (…) rechtmäßig und transparent war.“ Außerdem haben fast alle beauftragten Kanal-Unternehmer bei der Staatsanwaltschaft angegeben, für Sportvereine gespendet zu haben, bei denen die damaligen Stadtwerke-Chefs persönlich engagiert waren. Dies sei freiwillig geschehen. Willi Zerres aber sagt, er habe sich dabei unter Druck gesetzt gefühlt, zu spenden, um weiter Aufträge zu erhalten. Die Ex-Chefs widersprechen den Vorwürfen. Daniela Trunk forscht im Auftrag der Bundesregierung zum Thema Korruption in Deutschland – gerade in Kommunen sei das ein verkanntes Problem. Sportspenden seien ein klassisches Beispiel. „Die Frage ist immer, ob es strafrechtlich relevant wird. Aber im öffentlichen Bereich kann man das sehr schnell bejahen“, sagt Trunk.

Geschichte
Türkei: Briefe Osmanischer Soldaten sollen Enkelkindern übergeben werden

Istanbul (nex) – Ein ganze Reihe von osmanischen Soldaten verfasster Briefe – sie waren während des Ersten Weltkriegs von der britischen Armee gefangen gehalten worden – sollen nun deren Enkelkindern übergeben werden. Dies hat der Generaldirektor des Türkischen Roten Halbmonds „Kizilay“ Ibrahim Altan bekannt gegeben. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu sagte Altan, seine Hilfsorganisation habe bereits Briefe von etwa 12.000 osmanischen Soldaten, die als Kriegsgefangene von der britischen Armee in der heutigen westmyanmarischen Rakhine-Staat festgehalten worden waren, an ihre Familien weitergegeben. In dieser Hinsicht sei der Kizilay die bedeutendste und sicherste Brücke zwischen den Soldaten und ihren Familien gewesen, unterstrich er. Einige der Briefe, die damals nicht korrekt zugestellt werden konnten, seien kürzlich von der türkischen Rothalbmond-Gesellschaft archiviert worden und würden nun den Enkelkindern der Soldaten übergeben, so Altan weiter. Einer der Briefe war vom 25-jährigen Hüseyin Mustafa aus der nordwestlichen Provinz Kastamonu geschrieben worden. Ein anderer stammt von Haci Dede aus der Hauptstadt Ankara, der schrieb, dass er sich seit drei Jahren in Gefangenschaft befinde. Tausende von osmanischen Soldaten wurden gefangen gehalten, nachdem die Briten Anfang 1917 die irakische Stadt Basra besetzt hatten. Die meisten dieser Soldaten sollen in Gefangenenlagern im Rakhine-Staat gestorben sein, der zu dieser Zeit ein Teil Indiens war. Die Initiative zur Übergabe der historisch wertvollen Briefe wurde vom türkischen Roten Halbmond übernommen, der im kommenden Jahr sein 150-jähriges Jubiläum feiern wird. Die türkische Rothalbmondgesellschaft hilft seit ihrer Gründung im Jahr 1868 Verwundeten auf dem Schlachtfeld und leistet weltweit humanitäre Hilfe.

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– Myanmar – Türkischer Außenminister Cavusoglu besucht osmanischen Soldatenfriedhof in Myanmar

Der türkische Außenminister nahm an einer Zeremonie auf einem Ehrenfriedhof teil, wo osmanische Soldaten beerdigt sind, die von den Briten gefangengenommen und zu Zwangsarbeit in Myanmar gezwungen worden waren.

Türkischer Außenminister Cavusoglu besucht osmanischen Soldatenfriedhof in Myanmar