Israel
Gaza: Mindestens ein Journalist von israelischen Soldaten erschossen

Jerusalem (nex) – Der palästinensische Journalist Yaser Murtaja ist am Samstag seinen Verletzungen erlegen. Mit Murtajas Tod ist die Zahl der Opfer der seit dem 30. März andauernden Massenproteste auf 31 gestiegen. Medienberichten zufolge wurde der 30-jährige Journalist von einer Kugel der israelischen Streitkräfte in der Brust getroffen. Einige Medien berichten von einem Schuss in den Bauch. Sieben weitere Journalisten seien verletzt worden. Murtaja, ein Fotograf bei der in Gaza ansässigen Agentur Ain Media, wurde am Freitag in Khuza’a im Süden des Gazastreifens erschossen, so das palästinensische Gesundheitsministerium. Murtaja habe an dem Tag eine Weste mit dem Aufdruck „Press“ getragen und war somit nach außen als Journalist erkennbar. Nach Angaben der palästinensischen Journalistenvereinigung wurde Murtaja 350 Meter vor dem Grenzzaun erschossen. Vor einigen Wochen schrieb Murtaja auf Facebook, dass er Gaza nie verlassen habe und postete ein Luftbild des Hafens. https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1883970868300435&set=a.100942126603327.1895.100000626201179&type=3&theater Auch der Journalist Khalil Abu Akatrah, der unter anderem für die „Deutsche Welle“ arbeitete, sei gestern an der Grenze Gaza/Israel von der israelischen Armee „gezielt beschossen“ worden. Eine Kugel habe ihn am Bein und eine weitere Kugel am Bauch getroffen. Am heutigen Samstag sei er seinen Verletzungen erlegen. Israelischen Streitkräfte: Umstände werden untersucht „Die IDF beabsichtigt nicht, auf Journalisten zu schießen, und die Umstände, unter denen Journalisten angeblich durch IDF-Schüsse verletzt wurden, sind unbekannt und werden untersucht“, so die israelischen Streitkräfte in einer Mitteilung. Menschenrechtsorganisationen verurteilt Schüsse auf Demonstranten Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat die tödlichen Schüsse der israelischen Armee auf palästinensische Demonstranten scharf kritisiert und das Vorgehen Israels bei den Massenprotesten mit mindestens 18 Toten an der Gaza-Grenze verurteilt. Das Vorgehen sei kalkuliert und nicht rechtmäßig gewesen, sagte der stellvertretende Nahost-Direktor Goldstein in Tel Aviv. Für die Toten seien die leitenden israelischen Beamten verantwortlich. Sie hätten den Einsatz scharfer Munition gegen die Demonstranten angeordnet. Israelische Soldaten hätten zudem „exzessive Gewalt“ angewendet. Das Ergebnis seien „vorhersehbare Tode und Verletzungen der Demonstranten“, die dabei keine „unmittelbare Bedrohung für das Leben“ der Soldaten gewesen seien. Bei Protesten waren im Gazastreifen am Karfreitag viele Demonstranten während einer Protestaktion für das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge und deren Nachkommen in das Gebiet des heutigen Israel erschossen worden. Israel lehnt die Rückkehr ab.      

Auto-News
Abgeordnete planen Initiative für Rauchverbot in Autos

Berlin / Saarbrücken – Nachdem auch Österreich ab 1. Mai Autofahrern das Rauchen in Gegenwart von Kindern verbietet, gibt es nun im Bundestag ebenfalls entsprechende Überlegungen. Er werde in sechs Wochen zu einem fraktionsübergreifenden „Nichtraucher-Frühstück“ einladen und dort eine Initiative vorschlagen, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding der „Saarbrücker Zeitung“. „Viele Leute brauchen offenbar ordnungspolitische Vorgaben, damit sie ihre eigenen Kinder schützen“. Der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke, ein Arzt aus Aachen, erklärte gegenüber der Zeitung, einen solchen Vorstoß unterstützen zu wollen. Zwar zeigten die meisten Raucher sich ihrer Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen bewusst und verzichteten auf die Zigarette im Auto. Aber manche ignorierten die Gefährdung des Kindeswohls und das schwerwiegende Risiko für die Gesundheit noch immer. „Dann hat der Schutz der Gesundheit für mich einen höheren Stellenwert als die Freiheit zur Ignoranz“, so Henke gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD gibt es zu dem Thema keine Festlegung.

Auto-News
Schulze will Zuschuss für E-Lieferwagen auf 7000 Euro erhöhen

Düsseldorf (ots) – Um die Luftqualität in deutschen Städten zu verbessern, hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) eine deutliche Erhöhung des Zuschusses für Elektrolieferwagen von derzeit 4000 auf 7000 Euro vorgeschlagen. „Viel bewegen ließe sich im Segment der Kleintransporter, insbesondere beim Lieferverkehr“, sagte Schulze der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ am Samstag. Dort könne sich die Elektromobilität als erstes durchsetzen, weil die Strecken meist kurz und gut planbar seien und die Autos nachts aufladen könnten. „Darum setze ich mich dafür ein, dass der bisherige Zuschuss von 4000 Euro für kleine E-Lieferwagen deutlich erhöht wird. 7000 Euro wäre eine Größenordnung, ab der sich die Flottenumstellung für viele Logistiker und auch Handwerker lohnt“, sagte Schulze. Bisher wird der Zuschuss je zur Hälfte vom Bund und von den Herstellern getragen. (ots)

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Der in Deutschland für Häme und Spott sorgende Plan der Türkei, ein eigenes Auto herzustellen, scheint bereits im vollen Gange zu sein.

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Meinung
Kommentar: Die Linke darf Erdogan-Anhänger nicht dämonisieren

Gastbeitrag von Richard Lederer In Deutschland und Österreich leben viele Türken und Türkinnen, die nur deswegen hier sind, weil sie 1980 vor dem grausamen, blutigen Putsch des türkischen Militärs geflüchtet sind. In diesem Putsch kam es zum Verbot von Gewerkschaften, 45.000 Festnahmen, massenhaften Folterungen und Dutzenden Todesurteilen. Die Präsenz des kemalistischen Militärs war in der Türkei allgegenwärtig und dominierte das Leben der Menschen für viele Jahrzehnte und stellte immer klar, dass es alles wegputschen werde, was ihm nicht genehm ist. Als schließlich Recep Tayyip Erdogans AKP im Jahre 2002 an die Macht kam und genau das bekämpfte, wovor sie (oder ihre Eltern) geflohen waren, war es kein Wunder, dass die AKP viele Sympathien bei den in Deutschland und Österreich lebenden Türkinnen und Türken auslöste und sie Erdogan als Befreier empfanden. Das gilt übrigens auch für viel Kurden, die nach dem Machtantritt der AKP viel mehr Freiheiten als zuvor hatten und ihre Sprache wieder sprechen durften. Es gibt Kurdisch als Wahlfach an Schulen, Kurdologieinstitute, einen staatlichen kurdischen Sender, der auf Kurdisch sendet, kurdische Presse und sogar eine kurdische Suchmaschine. Auch der Konflikt mit der PKK war für eine Zeit lang deutlich gelindert. Ich selber bin AKP-Kritiker, war auf Seiten der Gezi Proteste und habe den Einmarsch der türkischen Armee in Syrien verurteilt. Aber was hier an Dämonisierung von AKP-Sympathisanten betrieben wird, ist furchtbar. Man muss kein Erdogan-Fan sein, um zu verstehen, warum viele türkische und kurdische MuslimInnen Sympathien für ihn empfinden. Wenn „Linke“ heute AKP-Wählerinnen und Wähler mit Nazis gleichsetzen, ist das einfach nur eine Frechheit. Wenn auf Demos gegen Rassismus AKP-SympathisantInnen ausgeschlossen werden – wie jüngst in Österreich -, dann schließt man zu einem großen Teil jene aus, die am meisten unter der rassistischen Regierung leiden. Das ist kein Antirassismus! Nach dieser Erläuterung, warum es absolut verständlich ist, dass viele muslimische Frauen und Männer Sympathien für die AKP haben, und die Verteufelung von ihnen als Rechtsextreme, Faschisten oder gar Nazis eine Frechheit ist, möchte ich nun weitergehen und erklären, warum der bisherige Umgang der Linken in Bezug auf den Islam und auch die AKP komplett katastrophal und kontraproduktiv ist. Religiöse Freiheiten sind ein Grundrecht und waren weltweit fast immer zentrale Forderung bei Aufständen. Nur in Diktaturen und unter der Herrschaft von Despoten wurden Religionsfreiheiten von Minderheiten eingeschränkt. Religionen spielten und spielen bei vielen Menschen eine sehr wichtige Rolle und stehen für sie für Gerechtigkeit und Moral.Ich finde, dass man auch als Nichtreligiöser, so wie ich es bin, es schaffen sollte, dieses Bedürfnis ernst zu nehmen und nicht zu bekämpfen. Wenn in der Türkei die Linke also traditionell immer extrem religionsfeindlich eingestellt war und religöse Menschen pauschal als Spinner oder rückständig angesehen hat, bei denen es sich nicht lohnt, sich mit ihnen zu solidarisieren, dann darf man sich eben nicht wundern, wenn genau diese Menschen sich von ihnen überhaupt nicht angesprochen fühlen, sondern sie im Gegenteil als Gegner oder sogar als Feinde wahrnehmen. Auch sollten sich Linke nicht wundern, wenn diese Bevölkerungsgruppen andere Parteien wählen – und zwar jene, welche ihnen glaubhaft versichern, auf ihrer Seite zu sein und für ihr Recht auf freie Religionsausübung zu kämpfen. Weder die türkischen „Sozialdemokraten“, noch die „Kommunisten“ haben sich jemals für diese Leute eingesetzt – sie haben sie sogar dämonisiert. Ich selber hatte einmal Kontakt mit einer in der Türkei lebenden Kommunistin, die in den „ungebildeten Religiösen“ die Hauptgefahr und nicht jene Kraft sah, auf die eigentlich Linke sich fokussieren sollten: die „kleinen Leute“, die unter Not leiden und eine bessere Welt ersehnen. Und wenn in Deutschland oder Österreich „Linke“ lieber muslimische Menschen bekämpfen, dämonisieren und aus Bündnissen rausschmeißen wollen, dann zeigt sich auch hier, dass sie in Wahrheit nur die AKP stärken. Für die meisten muslimischen Menschen ist daher die AKP total alternativlos – was übrigens auch für einen großen Teil der kurdischen PKK-Gegner gilt. Sie betonen immer die Freiheiten, welche Erdogan den Kurden gebracht hat. Seit der AKP dürfen sie ihre eigene Sprache sprechen und ihre Kultur leben, während sie in den Jahrzehnten des Kemalismus wie Menschen zweiter Klasse behandelt wurden. Ich habe am mehreren Stellen schon betont, dass ich sehr AKP-kritisch bin und den Einmarsch der Türkei in Syrien (was ich übrigens für ein traditionell nationalistisches und kein muslimisches Problem halte) verurteile. Diese Ignoranz und Verachtung jener Menschen, die entweder in der Türkei leben oder aus ihr hierher geflüchtet sind, ist aber genau das, was die AKP groß gemacht hat und sie weiter stärken wird. Wenn es uns wirklich darum geht, linkes Gedankengut bei Türken salonfähig zu machen, dann sollten wir das Gegenteil von dem tun was wir bisher praktiziert haben. Wir sollten das religiöse Bedürfnis von Menschen ernst nehmen und uns für ihre Bedürfnisse einsetzen. Wir sollten zeigen, dass eine unterschiedliche Auffassung über Gott und das Paradies nicht dazu führen muss, den anderen die Solidarität zu verweigern. Wir müssen für jene Leute kämpfen, die am meisten unter Not und Militärdiktaturen gelitten haben, egal ob und woran sie glauben. Erst dann wird es für einen großen Teil der Menschen in der Türkei eine ernsthafte Alternative geben. Richard Lederer ist österreichischer Marxist und Musiker.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Erdogans steigende Popularität – Deutsch-Türken: „Deutsche Medien Grund für Erdoğans Popularität“

Nicht wenige Beobachter politischer Entwicklungen in Deutschland und der Türkei diagnostizieren bereits seit Längerem, eine allgegenwärtige Dämonisierung Erdoğans und einseitiger Kampagnenjournalismus bewirkten eine Solidarisierung der Türken mit ihrem Präsidenten weit über die Anhängerschaft der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) hinaus.

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Korruptionsskandal
Südkoreas Ex-Präsidentin zu 24 Jahren Haft verurteilt

Seoul – Ein südkoreanisches Gericht hat die ehemalige Präsidentin Park Geun-hye zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt. Geun-hye wurde am Freitag in einem Urteil wegen mehrerer Korruptionsvorwürfe, Machtmissbrauch und Nötigung für schuldig befunden. Außerdem wurde sie mit einer Geldstrafe von 16 Millionen Dollar belegt. Park habe Unternehmen dazu gezwungen, Bestechungsgelder in Höhe von 77,4 Milliarden Won (etwa 59 Millionen Euro) zu spenden. Laut Gericht habe sich Park (66) mit einer Bekannten und einem ehemaligen Präsidentenhelfer zusammengeschlossen, um große Unternehmen – darunter auch Samsung – unter Druck zu setzen, an zwei Stiftungen zu spenden, die gegründet wurden, um ihre politischen Initiativen zu unterstützen. Die Staatsanwaltschaft hatte für Park eine Haftstrafe von 30 Jahren gefordert. Park befand sich seit über einem Jahr in Untersuchungshaft. Die Urteilsverkündung wurde live im südkoreanischen Fernsehen übertragen. (aj, ap)        

Islam in Deutschland
Laschet: Muslime sind Teil unserer Gesellschaft

Bielefeld (ots) –  NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält die von CSU-Chef Horst Seehofer losgetretene Islam-Debatte in Deutschland für kontraproduktiv. „Die Bürger erwarten jetzt Problemlösungen, nicht künstlich angezettelte theoretische Interviewdebatten“, sagte Laschet der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ in einem Interview. „Wenn vier Millionen Muslime in Deutschland leben, sind sie offenkundig Teil unserer Gesellschaft“, fügte der CDU-Politiker, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei ist, hinzu. Die Debatte über den Islam gehe völlig an den praktischen Erfahrungen vorbei, die Bürger Tag für Tag machten. Viele politische Beobachter sehen die von Seehofer und Alexander Dobrindt, dem neuen Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, befeuerte Islam-Debatte im Zusammenhang mit dem beginnenden bayerischen Landtagswahlkampf. Er glaube nicht, dass man mit einer solchen Debatte in Wahlkämpfen mobilisieren könne, sagte dagegen Armin Laschet. Die Stimmung anzuheizen, Menschen nach ihrer Religion zu beurteilen, sei falsch und nutze am Ende nur den Falschen, so der Politiker. „Die Frage ist doch: Gewinnst du Wahlen, indem du Aufreger-Themen benennst, ohne aber etwas zu ändern? Erfolgreiche Politik löst Probleme und dient dem Zusammenhalt einer Gesellschaft“, sagte der Chef der NRW-Landesregierung in dem Interview weiter. (ots)

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Bis zu 24 Prozent der Soldaten im Landeskommando Baden-Württemberg sollen bereits Muslime sein. Die Truppe scheint religiöse Vielfalt gut zu bewältigen. Gegen rassistische Tendenzen wird durchgegriffen, die religiösen Rechte werden respektiert.

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Hannover
Fotograf und Polizistin bei Kurden-Demo angegriffen und verletzt

Hannover – Bei einer Kurden-Demo in Hannovers Innenstadt hat es am Mittwochabend eine Auseinandersetzung gegeben. Gegen 19.30 Uhr war ein Demo-Teilnehmer einen Pressefotografen an der Leinstraße mehrfach angegangen und hatte diesen aufgefordert, dem Protestzug nicht weiter zu folgen. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Der Demonstrant habe laut HAZ daraufhin den Fotografen nahe der Markthalle mit seinem Demoschild angegriffen. Der Journalist habe eine Kopfverletzung erlitten. Auch eine Polizistin sei getroffen und verletzt worden. Bei der Festnahme des Angreifers sei es zu Tumulten unter den Protestierenden gekommen. Wie die HAZ weiter berichtet, habe die Polizei eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung gegen den Demonstranten eingeleitet. Bei der Demo am Mittwochabend hätten in Hannover etwa 100 Kurden gegen die Offensive der türkischen Armee in Nordsyrien demonstriert. Die hohe Gewaltbereitschaft der Teilnehmer bei Demos von PKK-nahen kurdischen Organisationen lässt die anfänglichen Sympathien für die in Deutschland seit 1994 verbotenen Terrororganisation in der deutschen Bevölkerung stark sinken. In den sozialen Netzwerken verurteilen immer mehr Menschen die Aktionen, und in den Kommentaren machen sich Zorn und Unmut bemerkbar.
(Screenshot/Facebook)
Immer wieder kommt es bei Demonstrationen von PKK-Sympathisanten zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. Wie bei den Gewaltexzessen in Stuttgart vor zwei Jahren oder in Berlin im vergangenen Jahr mit 19 verletzten Polizisten, wurden auch bei der Demo in Düsseldorf im November vergangenen Jahres viele Beamte verletzt. Razzien bei PKK-nahen Medienhäusern „Unser Rechtsstaat ist eine gegenüber allen extremistischen Phänomenen wehrhafte Demokratie“, so der ehemalige Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière nach Razzien bei PKK-nahen Medienunternehmen in Neuss.
„Die heutigen Durchsuchungen richten sich gegen Firmen im Einflussbereich der bereits seit 1993 verbotenen PKK. Wir lassen es nicht zu, dass Verbote umgangen werden oder gegen Verbote verstoßen wird und damit terroristische Organisationen unterstützt werden. Die heutige Maßnahme reiht sich ein in vorausgegangene Verbotsmaßnahmen: Der Rechtsstaat bietet seinen Feinden die Stirn!“
Das Medienunternehmen Mezopotamya veröffentlichte Schriften des seit 1999 in der Türkei inhaftierten Gründers der PKK, Abdullah Öcalan, sowie Propagandamaterial der Terrororganisation. (haz/nex)

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Das Bundesinnenministerium hat gegen die in Neuss ansässigen Firmen Mezopotamien Verlag und Vertrieb GmbH und MIR Multimedia GmbH ein vereinsrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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NRW
Reul kritisiert Spahns „flotte Sprüche“ zur Sicherheit

Düsseldorf (ots) – Die Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über rechtsfreie Räume in Essen und Duisburg haben in NRW Empörung ausgelöst – auch in den eigenen Reihen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“: „Die innere Sicherheit verbessert man nicht mit Interviews und flotten Sprüchen.“ Die neue Landesregierung arbeite seit neun Monaten mit Hochdruck daran, das unter Rot-Grün verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. „Dafür brauchen wir keine klugen Ratschläge der Bundesregierung“, sagte Reul. Diese sei aber herzlich eingeladen mitzuhelfen, indem sie die Bundespolizisten statt nach Bayern zurück an die NRW-Bahnhöfe zurückbeordere. In einem Interview der „Neuen Zürcher Zeitung“ hatte Spahn gesagt, dass der Staat in den vergangenen Jahren nicht ausreichend für Recht und Ordnung gesorgt habe. Wörtlich sagte der Minister: „Schauen Sie sich doch Arbeiterviertel in Essen, Duisburg oder Berlin an. Da entsteht der Eindruck, dass der Staat gar nicht mehr willens oder in der Lage sei, Recht durchzusetzen.“ (ots)

Katalonienkrise
Puigdemont darf Deutschland nicht verlassen

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Osnabrück – Sollte Carles Puigdemont gegen Zahlung der Sicherheitsleistung von 75.000 Euro das Gefängnis verlassen, muss er sich regelmäßig einmal pro Woche bei der Polizei in Neumünster melden. Auch darf der katalanische Ex-Präsident die Bundesrepublik nicht ohne Zustimmung der Generalstaatsanwaltschaft verlassen, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf Details des Beschlusses des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts von diesem Donnerstag. Auch einen Wechsel seines Aufenthaltsortes innerhalb Deutschlands müsse Puigdemont unverzüglich bekannt geben. Das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht hatte heute seinen Auslieferungshaftbefehl unter Auflagen ausgesetzt. Der Auslieferungshaftbefehl bezieht sich nur auf den Vorwurf der Veruntreuung, nicht den der Rebellion. Puigdemont muss unter anderem eine Kaution in Höhe von 75.000 Euro hinterlegen. „Der 1. Strafsenat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts hat heute auf Antrag des Generalstaatsanwalts gegen Carles Puigdemont Auslieferungshaft und gleichzeitig Haftverschonung unter Auflagen angeordnet“, teilte das Oberlandesgericht am Donnerstag mit. Der Vorwurf der Rebellion rechtfertige keine Auslieferung. Das gelte jedoch nicht für die Anschuldigung der Korruption in Form von Untreue. Jedoch sei durch den geringeren Vorwurf sei die „Fluchtgefahr deutlich herabgemildert“. Puigdemont war am Sonntag aufgrund eines von Spanien ausgestellten europäischen Haftbefehls bei der Einreise aus Dänemark in Schleswig-Holstein festgenommen worden. Er war Medienberichten zufolge mit dem Auto auf dem Weg von Dänemark nach Hamburg, von wo aus er nach Belgien zurückkehren wollte. Dort hatte er sich nach seiner Flucht aus Spanien im Oktober vergangenen Jahres abgesetzt. Puigdemont und weiteren katalanischen Politikern drohen in Spanien wegen Rebellion, Volksverhetzung und Unterschlagung 30 Jahre Gefängnis.

Philippinen
Präsident Duterte: CIA will mich töten

Manila (nex) – Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte teilte in einer Rede am heutigen Donnerstag wieder mal gegen die US-Regierung aus. „Tatsache ist, dass die Amerikaner ihr Wort nicht halten“, sagte er und rechtfertigte seine Entscheidung, sich an China und Russland zu wenden, um Gewehre für philippinische Streitkräfte zu erwerben. Die US-Regierung hatte einen geplanten Verkauf von Schusswaffen an die Philippinen aus Menschenrechtsgründen gestoppt. „Das ist meine Erfahrung mit denen und ich teile diese mit euch. Mindestens wenn mein Flugzeug oder eine Bombe am Straßenrand explodiert, können Sie die CIA fragen,“ sagte Duterte einer Gruppe von Bauern und Fischern, die sich im Präsidentenpalast von Malacanang versammelt hatten. Es war nicht das erste Mal, dass der philippinische Präsident die CIA beschuldigte, sich gegen ihn zu verschwören. Im Jahr 2016 sagte er in einer Rede in Vietnam, dass er Berichte über einen angeblichen „Plan der CIA, Duterte zu töten“ erhielt. Im Jahr 2017 wurde er auch mit den Worten zitiert: „Wenn ich sterbe, dann ist es Amerika [das dahinter steckt]. Es ist die CIA“. Er hatte auch behauptet, dass die CIA für eine Razzia im Jahr 2015 gegen einen muslimischen Führer verantwortlich sei, bei der 44 Mitglieder einer Eliteeinheit getötet wurden.

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– Mindanao – Bombenanschlag auf Duterte: Neun Verletzte

Nach einer Meldung des US-amerikanischen Fernsehsenders CNN wurden bei einem Bombenanschlag sieben Leibwächter und zwei Soldaten aus dem Sicherheitsteam des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte verletzt.

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