Cyber-Kriminalität
Hackerangriff: Chef des Cyber-Sicherheitsrats fordert schärferes Netzgesetz

Düsseldorf –  Der Vorsitzende des Cyber-Sicherheitsrats, Hans-Wilhelm Dünn, fordert als Konsequenz aus dem Hackerangriff auf Hunderte von prominenten Politikern, Journalisten und Künstlern eine „Überarbeitung und Erweiterung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes“. Betreiber sozialer Plattformen müssten sich „stärker ihrer Verantwortung bewusst werden und sich dieser stellen“, sagte der IT-Sicherheitsexperte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Dünn führte weiter aus, dass bei einem Angriff auf ein Regierungs- oder Parteiennetzwerk der Vorfall hätte viel früher entdeckt und abgewehrt werden müssen. Allerdings gebe es dazu aktuell noch keine Hinweise. Trotzdem wäre mit der Veröffentlichung der ersten Unterlagen „über einen Account mit mehreren Tausend Followern eine Art Frühwarnmechanismus wünschenswert gewesen. Tatsächlich waren die sensiblen Unterlagen über einen Monat im Internet einsehbar gewesen. „Es ist beunruhigend, wenn alleine aufgrund der Größe des Internets solche Kampagnen unbemerkt durchgeführt werden können“, sagte der Chef des Cyber-Sicherheitsrats.

Hackerangriff: Grünen-Fraktionschefs stellen weiteren Strafantrag im Namen der Fraktion

 Die Grünen-Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter haben nach dem Hackerangriff auf Politiker im Namen der gesamten Fraktion einen Strafantrag gegen unbekannt gestellt. Der Strafantrag liegt der „Rheinischen Post“ vor. „Persönliche, nicht öffentlich zugängliche Daten der Fraktionsmitglieder wurden entwendet über den Twitter-Account @_0rbit (https://twitter.com/_0rbit), gegen ihren Willen und ohne ihr Wissen vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht“, heißt es zur Begründung in dem Antrag. „Es ist nicht auszuschließen, dass auch persönliche Daten von Fraktionsmitarbeiterinnen und – mitarbeitern betroffen sind.“ Die Parlamentsgeschäftsführerin der Grünen, Britta Haßelmann, bezeichnete den Hackerangriff als „Angriff auf unsere Demokratie“. Der Staat habe die Pflicht, das Grundrecht der Bürgerinnen und Bürger auf Vertraulichkeit und Integrität ihrer IT-Systeme zu schützen. „Es kann nicht sein, dass Hacker private Daten abgreifen und so für Verunsicherung bei vielen Bürgerinnen und Bürgern sorgen. Das ist auch ein Angriff auf unsere Demokratie, unsere Bürger- und Persönlichkeitsrechte“, sagte Haßelmann. „Die Bundesregierung ist in der Pflicht, wirksame Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit im Netz zu treffen.“

9. Staffel
Bastian Pastewka sieht sich nicht als Allrounder

Düsseldorf – Comedian Bastian Pastewka (46) sieht sich als Segment-Darsteller, nicht als Allround-Schauspieler. „Im Übrigen ist jedem klar: Mein Talent ist auch begrenzt“, sagte er der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Deshalb habe er auch nicht das Bedürfnis, etwa einen „Tatort“-Kommissar zu spielen. „Ich glaube nicht, dass ich eine Rolle zwingend deshalb übernehmen möchte, weil sie vorrangig spaßbefreit ist“, sagte er. „,Morgen hör ich auf‘ etwa habe ich seinerzeit gemacht, weil sich diese Mini-Serie genau auf der Grenze zwischen Komik und Ernst befand. Aber letztlich ist und war das bei ,Pastewka‘ auch nie anders. Humor kommt meines Erachtens immer aus dem Verlangen und dem Schmerz, etwas zu erreichen und sich zu verbessern, um dann fröhlich zu scheitern.“ Pastewka (46) glaubt, dass sich der deutsche TV-Markt in den kommenden zehn Jahren stark verändern muss. „Die Dritten Programme, die noch vor 25 Jahren die Trends fürs Hauptprogramm entwickelt haben, erzählen für mein Empfinden leider seit Jahren nichts Neues mehr, sondern lullen uns mit Retro-Themen ein“, sagte er der „Rheinischen Post“. „Das Privatfernsehen dagegen traut dem Serien-Trend meiner Ansicht nach nicht und setzt stattdessen vorwiegend auf längst bekannte Show-Konzepte. Das wird sich in den kommenden zehn Jahren zwangsläufig ändern.“ Die neunte Staffel der Comedy-Serie „Pastewka“ startet am 25. Januar bei Amazon Prime Video.  

Kommentar
2019: Die Welt wird nicht mehr dieselbe sein

Ein Kommentar von Ernst Wolff Das Jahr 2018 wird als das Jahr der großen Wende in die Geschichte eingehen. Nach einer fast zehnjährigen Periode, in der die Finanzmärkte durch künstliche Geld-Injektionen aufgebläht wurden und immer neue Höchststände erreichten, sind die Kurse, insbesondere in den letzten drei Monaten, auf breiter Front gefallen. Hintergrund und tiefere Ursache dieser Trendwende ist die Tatsache, dass sich die Zentralbanken von ihrer lockeren Geldpolitik verabschiedet haben. Auch wenn die Mehrheit der Menschen es nicht einmal ahnt, wird diese geldpolitische Umkehr unser aller Leben von Grund auf verändern. Warum? Privathaushalte, Konzerne und Staaten haben die Geldschwemme und die niedrigen Zinsen der vergangenen Jahre genutzt, um den höchsten Schuldenberg aller Zeiten anzuhäufen. Sie können ihre Kredite jedoch nur so lange bedienen, wie die Finanzmärkte weiter wachsen oder zumindest nicht nachgeben. Das aber ist bei verringerter Geldzufuhr und höheren Zinsen nicht möglich. Wenn die Zentralbanken 2019 an ihrem neuen Kurs festhalten, wird sich zwangsläufig folgendes Szenario ergeben: Immer mehr Schuldner werden in Zahlungsverzug geraten und gezwungen sein, ihre Vermögenswerte (vor allem Aktien, Anleihen oder Immobilien) zu verkaufen. Das wird die Talfahrt an den Finanzmärkten beschleunigen und das Vertrauen der Kreditgeber in die Kreditnehmer so stark erschüttern, dass sie immer weniger Kredite vergeben. Auf diese Weise wird eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale entstehen, die irgendwann den sogenannten „Margin Call“, also ein flächendeckendes Einfordern sämtlicher Schulden, auslöst – mit der Folge, dass das gesamte System in sich zusammenbricht. Die Lage ist ausweglos Selbst wenn die Zentralbanken das Ruder entgegen ihren Ankündigungen herumreißen und zur lockeren Geldpolitik der vergangenen Jahre zurückkehren würden, könnten das System nicht mehr retten: Die Zinssätze sind weltweit auf historisch niedrigem Niveau, eine spürbare Entlastung des Finanzsektors wäre nur durch eine Senkung in den Negativbereich zu erreichen. Das aber würde die Kreditvergabe durch die Banken (die dann bei jedem Kredit draufzahlen müssten) ebenfalls zum Erliegen bringen. Auch weitere Geld-Injektionen können nicht mehr helfen, sondern höchstens ein vorübergehendes Strohfeuer entfachen. Das aber würde die vorhandenen Blasen weiter aufblähen und dadurch einen zunehmenden Vertrauensverlust erzeugen, der irgendwann zu einer Massenflucht aus den Finanzwerten und damit ebenfalls in den Systemkollaps führen würde. Die bittere Wahrheit zum Jahresende 2018 lautet: Das Spiel ist aus. Es gibt keine Möglichkeit mehr, das globale Finanzsystem auf Dauer zu retten. Angesichts dieser Bedrohung versuchen die Mainstream-Medien uns zurzeit einzureden, dass die negative Entwicklung an den Finanzmärkten nur ein vorübergehendes Phänomen und großenteils auf Handelskonflikte (insbesondere mit China), den bevorstehenden Brexit oder die italienische Bankenkrise zurückzuführen sei. Diese Probleme sind jedoch nicht Ursache der Krise, sondern eines ihrer Erscheinungsbilder und selbst nichts anderes als das Ergebnis einer zehnjährigen Geldpolitik, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Werden nämlich – wie in den vergangenen zehn Jahren geschehen – von den Zentralbanken aus dem Nichts geschaffene riesige Geldmengen in das Finanzsystem gepumpt, ohne dass gleichzeitig der Geldmenge entsprechende Werte in der Realwirtschaft erzeugt werden, dann entsteht ein zunehmendes Missverhältnis zwischen dem Geld einerseits und den tatsächlichen Werten andererseits. Dieses Missverhältnis kann nur so lange aufrechterhalten werden, wie die Märkte sich positiv entwickeln. Das aber ist nicht unbegrenzt möglich, da selbst manipulierte Märkte sich in Zyklen entwickeln. Kommt es zu einem Abschwung wie in den vergangenen Monaten, beginnt das Kartenhaus der aufgeblähten Geldmenge zunächst Stück für Stück zu bröckeln, bevor es schlussendlich schlagartig in sich zusammenfällt. Auch die Politik steht vor unlösbaren Aufgaben Die vollzogene Kehrtwende in der Geldpolitik stellt aber nicht nur die Zentralbanken, sondern auch die internationale Politik vor unlösbare Aufgaben. Sie war es ja, die 2008 die rechtlichen Weichen für die größte Vermögensumverteilung in der Geschichte der Menschheit gestellt, private Unternehmen mit öffentlichen Geldern gerettet und der arbeitenden Bevölkerung anschließend die Last der Krise mittels Austeritätsprogrammen auferlegt hat. Da wir zu Beginn des Jahres 2019 vor einer ähnlichen Situation wie 2008 stehen, beginnt die Finanzindustrie bereits mit Nachdruck, die Politik zu drängen, ihr zu Hilfe zu kommen und ähnlich wie damals zu handeln. Die Versuche der Regierungen in Frankreich und Ungarn, Kündigungen zu erleichtern, Löhne zu drücken und Arbeitszeiten zu verlängern, sind nur die Vorboten dessen, was uns alle erwartet: Die Politik wird in den kommenden Monaten mit Sicherheit flächendeckend versuchen, die Folgen des einsetzenden Zusammenbruchs des Finanzsystems auf die arbeitende Bevölkerung abzuwälzen. Das kann nur – wie in Frankreich und Ungarn – zu schweren Konflikten zwischen Staat und Bürgern führen und eine weitere Abwendung der Menschen von den etablierten Parteien und aller Wahrscheinlichkeit nach die Entstehung immer neuer Bewegungen bewirken. Was auch immer die Mainstream-Medien derzeit voraussagen: Wir erleben gerade das Ende eines historisch einmaligen Geld-Experiments, das einigen wenigen zu unvorstellbarem Wohlstand verholfen, den Lebensstandard der Mehrheit der arbeitenden Menschen aber auf breiter Ebene gesenkt und Millionen in Armut und Elend gestürzt hat. Sowohl Europa als auch die übrigen Kontinente stehen zum Jahreswechsel 2018/2019 vor den größten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen seit dem Zweiten Weltkrieg.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

– Kommentar – „Deutschtürkische Polemik gegenüber syrischen Flüchtlingen erreicht Bild-Zeitungs-Niveau“

In den letzten Tagen machen Nachrichten und Videoaufnahmen in den sozialen Medien inkl. von Verschwörungstheorien über die Feierlichkeiten am Silvester in Taksim die Runde, dass man als objektiver Betrachter viele Parallelen zu Deutschland feststellt. Ein Kommentar.

„Deutschtürkische Polemik gegenüber syrischen Flüchtlingen erreicht Bild-Zeitungs-Niveau“
Ernst Wolff
Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“.
Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«

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2019 nach Las Vegas

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Las Vegas ist mit seinen legendären Spielcasinos und den einzigartigen Shows und Events auch 2019 ein Traumziel für viele Glücksritter. Die Spielpaläste rund um den Strip wie das Bellagio, Rio, MGM oder Wynn gehören mit Sicherheit zu den besten weltweit. Geboten wird alles: Poker, Black Jack, Roulette, Baccarat und tausende von atemberaubenden Spielautomaten. Drumherum finden täglich Live-Events statt. Weltstars geben sich Abend für Abend die Klinke in die Hand, um das Publikum mit ihren Show Acts zu begeistern. Man muss Las Vegas einfach einmal erlebt haben. World Series of Poker Main Event Ein richtig guter Anlass für einen Trip nach Las Vegas ist das Main Event der World Series of Poker (WSOP) im Juli 2019. Einen Monat lang kämpfen die besten Pokerspieler der Welt bei No Limit Hold’em um den Titel und die begehrten Bracelets. Zu den bisherigen Champs gehört unter anderen Pius Heinz, der als erster und bislang einziger deutscher Pokerspieler das Main Event im Jahr 2011 gewann und ein Preisgeld in Höhe von 8,715 Mio. Dollar einsackte. Mit dem erstmaligen Gewinn des Amateurs Chris Moneymaker – er heißt tatsächlich so – wurde weltweit der große Online-Poker-Boom ausgelöst. Millionen Menschen meldeten sich in den großen Pokernetzwerken wie PokerStars an und wollten es ihm nachmachen. Deutsche Spielcasinos offerieren auch hoch dotierte Turniere Wer es nicht nach Las Vegas schafft, kann sich auch hierzulande an besten Casinospielen erfreuen. In den Spielnaken und Spielhallen werden alle Arten von Roulette, Black Jack, Poker sowie hunderte der modernsten Multi-Game-Terminals mit Slots von Merkur, Novoline oder Bally Wulff geboten. In den großen Casinos wie in Baden-Baden, Berlin, Hohensyburg oder Bad Oeynhausen gibt es zudem das ganze Jahr über tolle Live-Events mit Konzerten, Theater sowie vielen Gewinnspielen. Wer an einem der vielen Slotmachines spielt, hat zudem die Chance einen großen Mystery Jackpot zu gewinnen, der zufällig an einen der Player ausgeschüttet wird. Informationen zu den besten und nächstgelegenen Spielcasinos finden sich bei https://www.spielhalle.net/. Schon mal im Online-Casino warm spielen Wer es nun gar nicht abwarten kann, kann sich auch in einem der zahlreichen Online-Casinos anmelden. Die Auswahl an Spielautomaten sowie Tisch- und Kartenspielen ist hier noch viel größer. Geboten werden zum Beispiel atemberaubende 3D-Slots mit Freispielen und vielen anderen Bonus-Features, fast ein wenig so wie in Las Vegas. Im Live-Casino können sich Player virtuell per Stream zu einem von zahlreichen Spieltischen in echten Spielbanken zuschalten und dem Croupier bei Drehen des Roulette-Kessels oder beim Ausgeben der Black Jack-Karten auf die Hände schauen. Einsätze sind oft schon ab wenigen Cent möglich. Wer möchte kann jedoch auch ums große Geld in High-Limit-Games spielen. Für neue Spieler gibt es oft einen Willkommensbonus und Freispiele zum Beispiel für Spielautomaten. Vielfach werden auch Spielern, die regelmäßig ihre Einsätze machen Freispiele und andere Boni geboten. Nur in Online-Casinos mit Lizenz anmelden Wer ein bestimmtes Online-Casino ins Auge gefasst hat, sollte sich vor der Registrierung etwas über den Ruf des Anbieters schlau machen. Einschlägige Casinotestseiten im Netz nehmen die Anbieter regelmäßig unter die Lupe und geben Erfahrungen der Spieler wider. In jedem Fall sollte das Online-Casino über eine in einem EU-Land ausgestellte Lizenz verfügen. Nur mit einer Lizenz ist legales Spielen und eine steuerfreie Auszahlung der Gewinne möglich. Bei den Gewinnauszahlungen sollten Player darauf achten, dass diese zügig und möglichst kostenlos ausgezahlt werden. Lange Wartezeiten und hohe Gebühren müssen nicht akzeptiert werden. Darüber hinaus sollte auch ein Blick auf das Bonusangebot und insbesondere auf die Bonusbedingungen geworfen werden. Viele Online-Casinos locken mit hohen Bonusangeboten für Neukunden. Jedoch ist der höchste Bonus nicht immer der Beste. In der Regel wird vor der Auszahlung des Bonus und der damit erzielten Gewinne ein gewisser Mindestumsatz gefordert. Hier sollten Spieler darauf achten, dass dieser nicht unangemessen hoch ausfällt und dass die Möglichkeit besteht viele Spiele für den Bonusumsatz zu nutzen.

MSC Mandy
Benin: Piraten entführen russische Seeleute

Cotonou (nex) – An der Küste von Benin griffen Piraten am 1. Januar ein russisches Schiff an und entführten sechs russische Staatsbürger. Wie „Sputnik“ berichtet, handele es sich bei dem Schiff um die MSC Mandy. Dem Maritim-Journal Hansa-online zufolge, ereignete sich der Vorfall etwa 50 Seemeilen südlich von Cotonou, Benin. Das unter Panama-Flagge fahrende Schiff war demnach auf dem Weg von Lome (Togo) nach Lagos (Nigeria). Die verbleibende Crew habe die Fahrt daraufhin fortgesetzt. Die MSC Mandy ankere derzeit vor Lagos. Laut Hansa-Online kommt es im Golf von Guinea immer wieder zu Piraten-Angriffen auf Schiffe. Die Küste vor Westafrika gelte derzeit als Hotspot der weltweiten Pirateri, so Hansa-Online.
(Foto: Wikimedia)      

Balkannews
Kosovo-Serben: Serbischer Geheimdienst befragt uns zur geplanten Armee

Pristina (nex) – Bei einer Pressekonferenz in Pristina sagte ein serbischer Abgeordneter des Kosovo, dass er und weitere Mitglieder seiner Partei wiederholt Schikanen der serbischen Polizei und des Geheimdienstes BIA ausgesetzt gewesen seien. Der Abgeordnete Slobodan Petrovic, Vorsitzender der Unabhängigen Liberalen Partei (SLS), sagte, dass auch er und sein Stellvertreter Boban Stankovic, öfters von der serbischen Polizei am Grenzübergang Merdare zwischen dem Kosovo und Serbien festgehalten worden seien. „Was gestern Abend in Merdare geschah, zwang uns, eine Parteiversammlung einzuberufen. Die SLS wird vom serbischen Innenministerium (MUP) und der BIA schikaniert. Sie haben mich zuerst aufgehalten, und gestern haben sie den stellvertretenden Parteichef und den stellvertretenden (Kosovo)-Minister Stankovic angehalten. Wir glauben, dass es sich um Belästigung handelt, auch wenn sie nicht physisch ist. Es ist unangebracht, jemanden für vier oder fünf Stunden an der Grenze festzuhalten, um ihn über Dinge zu befragen, die allgemein bekannt sind und in den Medien berichtet wurden“, zitiert ihn das serbische Newsportal „N1“ am Donnerstag. Lokalen Medien zufolge, seien sie unter anderem zur geplanten Armee Kosovos befragt worden, ob Serben im Kosovo dieser beitreten würden. Er forderte den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und die Premierministerin Ana Branbic zu einer Erklärung auf. „Es ist unmöglich, dass sie nicht wissen, warum wir an der Grenze angehalten wurden“, sagte Petrovic. Das kosovarische Parlament hat am 14. Dezember, in einer für den jungen Staat historischen Abstimmung, einstimmig ein Gesetzespaket zur Schaffung einer regulären Armee beschlossen. Die leichtbewaffnete KSF soll somit in eine offizielle Nationalarmee umgewandelt werden. Für die militärische Sicherheit im kleinen Balkanland sorgen seit 1999 die von der NATO gestellten KFOR-Truppen. Zu den Plänen wurden international viele Bedenken geäußert. Besonders scharfe Kritik kommt von Serbien, das die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt und das Territorium Kosovos für sich beansprucht. Die Serben sehen den Aufbau einer Nationalarmee des Kosovo als Bedrohung für die serbische Minderheit. Die Regierung in Pristina wies den Vorwurf einer Bedrohung zurück und weist darauf hin, dass auch viele Serben in der KSF dienten. Die Streitkräfte seien multiethnisch ausgerichtet. Die kosovarischen Politiker sind überzeugt, dass der Aufbau einer Armee den Frieden und die Sicherheit der Bürger garantiere. Auch unter den Serben Kosovos gebe es ein großes Interesse, den geplanten Streitkräften beizutreten. Bisher seien über 300 Bewerbungen eingegangen, so Rrustem Berisha, Minister der Kosovo-Sicherheitskräfte (KSF), in einem Gespräch mit Kosovapress.

Zum Thema

– NEX24-Exklusivinterview – Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

Mit seiner Entscheidung, eine erste Nationalarmee zu gründen, schrieb Mitte Dezember nicht nur das kosovarische Parlament Geschichte. Der in einer türkischen Militärflugschule ausgebildete Pilot Afrim Zabeli, schloss nur einen Tag vor der Abstimmung seine Schulung zum Militärhubschrauber-Piloten ab und wurde somit 1. Pilot der kosovarischen Armee. NEX24 Kosovo-Korrespondent Mustafë Mehmeti sprach mit dem 27-Jährigen in der Hauptstadt Pristina.

Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch
   

"Türkischer Bruder"
Ein Küsschen von Bayern-Star Ribéry für türkischen Superstar-Metzger Nusret

Dubai (nex) – Zu seinen Gästen gehören die Reichen und Schönen der Welt. Sportler, Hollywoodstars und Milliardäre gehen in seinen weltweiten Luxus-Restaurants ein und aus. Zu seinen Fans gehören neben Mesut Özil und Manuel Neuer, auch Stars wie Rihana und der venezolanische Staatspräsident Nicolás Maduro. Im vergangenen Jahr spielte er sogar in der populären NETFLIX TV-Serie „Narcos“ mit. Am Mittwochabend besuchte in Dubai auch Bayern-Star Franck Ribéry das Restaurant des weltberühmten türkischen Metzgers Nusret Gökce. „Es gibt keinen besseren Start ins Jahr, als mit einer Prise Salz und einem Besuch bei meinem türkischen Bruder. Elhamdulillah!“, so Ribéry auf Instagram. In einem geteilten Video macht der Franzose noch die Salzstreu-Bewegung des Türken und küsst ihn anschließend auf seinen Kopf. Wie die „Bild“ berichtet, habe Ribéry in dem Restaurant mit dem Namen „Nusr-Et“ ein goldüberzogenes 1200-Euro-Steak bestellt.
(Foto: Screenshot/Instagram)

Zum Thema

– TV-Serie Narcos – Nusret: Türkischer Superstar-Metzger spielt in US-Serie Narcos mit

Der Ko-Partner der Luxus-Steak-Restaurantkette Nusr-Et, Nusret Gökce hat eine Rolle in der bekannten TV-Serie Narcos bekommen.

Nusret: Türkischer Superstar-Metzger spielt in US-Serie Narcos mit

Kommentar
„Deutschtürkische Polemik gegenüber syrischen Flüchtlingen erreicht Bild-Zeitungs-Niveau“

Von M. Teyfik Oezcan Syrische Halay in Taksim zu Silvester wird zum Politikum Liebe Freunde, in den letzten Tagen machen Nachrichten und Videoaufnahmen in den sozialen Medien inkl. von Verschwörungstheorien über die Feierlichkeiten am Silvester in Taksim die Runde, dass man als objektiver Betrachter viele Parallelen zu Deutschland feststellt. Ein erfreuliches Ereignis in der Silvesternacht, das eigentlich keiner medialen Aufmerksamkeit bedarf, wird seit Tagen in den sozialen Medien mit Hinweis auch auf die türkischen Soldaten in Syrien missbraucht und zum Politikum hoch stilisiert. Worum geht es? Einige wenige syrische Flüchtlinge, die (wie im Geiste des Osmanischen Reiches) durch die Aufnahmebereitschaft der Türkei Schutz gefunden haben, wagen es tatsächlich in der Silvesternacht mit einem halayischen Tanz ausgelassen und unbeschwert zu feiern, und ihre Freiheit in einer friedvollen Atmosphäre auszuleben. Einige türkische Landsleute haben das mit Hinweis auf kämpfende türkische Soldaten in Syrien in übertriebenem Maß kritisiert. Dazu möchte ich Euch bitten Folgendes zu bedenken: 1.) Es gehörte schon immer zu der Charta des Osmanischen Reiches sowie der Türkischen Republik hilfsbedürftigen Menschen, sei es in Europa verfolgte Juden wie im Osmanischen Reich, ferner Kurden aus dem Irak oder wie aktuell Flüchtlinge aus Syrien Schutz vor Verfolgung, Vergewaltigung und Tod zu geben. Auf diese humanitäre Geste des Staates sollte jeder von uns stolz sein! 2.) Vom Krieg traumatisierte Menschen, die Familienangehörige, ihr Haus, ihre Freunde, ihre Heimat verloren haben, werden von einigen Personen verurteilt, weil sie nicht im Krieg gegen Assad kämpfen. Dazu sollten sich diese Leute folgende Frage beantworten: “Würdest Du Deine Familie, vor allem Deine Mutter und Schwester in einem fremden Land (Türkei) alleine lassen und als kriegsunerfahrener Jugendlicher in den Krieg ziehen und Dich als Kanonenfutter abschlachten lassen?“ 3.) Die türkischen Soldaten kämpfen nicht stellvertretend für die syrischen Flüchtlinge in Syrien, sondern verfolgen eigene nationale und berechtigte Interessen, unabhängig davon, ob syrische Flüchtlinge in der Türkei leben oder nicht. Es geht um die territoriale Integrität und um die Vertreibung von Terroristen von der Südgrenze der Republik Türkei. 4.) Die übertriebene Polemik von einigen wenigen türkischstämmigen Bürgern in Deutschland gegen syrische Flüchtlinge hat mittlerweile das Schema und das Niveau der Bild-Zeitung erreicht. Gerade wir, als die größte Minderheit in Deutschland, die tagtäglich der Diskriminierung ausgesetzt ist, sollten aufpassen uns nicht des Rassismus schuldig zu machen. Außerdem wird von einigen gerne das Vokabular der AfD bedient, womit man sich mit ihnen geistig auf eine Stufe stellt. 5.) Weil einige syrische Jugendliche feiern, sollen alle syrischen Flüchtlinge das Land verlassen. Das ist in höchsten Maße moralisch verwerflich und zeigt wieder Parallelen zu den verbalen Pogromen in Deutschland. Wenn ein Bürger mit türkischen Wurzeln in Deutschland eine Straftat begangen hat, kreischen alle Rassisten „Türken raus“. Damit setzen wir uns gleich mit diesen menschenverachtenden Antidemokraten. 6.) Die Flüchtlinge, die wohlhabend sind, haben in der Türkei Geschäfte und Produktionsstätten eröffnet und so zum Bruttoinlandsprodukt der Türkei ihren Beitrag geleistet. Ferner die vielen Flüchtlinge, die als preisgünstige Arbeitskräfte eingesetzt werde und so die Konkurrenzfähigkeit der türkischen Wirtschaft steigern. Wir sollten aufpassen, dass wir bei unserem Kampf gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland nicht unsere Glaubwürdigkeit verlieren.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
 

Khashoggi-Mord
Saudi-Arabien: Staatsanwaltschaft fordert Todesstrafe für mutmaßliche Khashoggi-Mörder

Riad (nex) – In der saudi-arabischen Hauptstadt Riad hat am Donnerstag der Prozess gegen elf Angeklagte begonnen. Sie werden beschuldigt, mit dem Mord an Jamal Khashoggi in Verbindung zu stehen. Der regelmäßige Kolumnist der US-Zeitung Washington Post wurde Anfang Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet. Die saudische Staatswanwaltschaft forderte beim heutigen Prozessbeginn für fünf der Tatverdächtigen die Todesstrafe. Khashoggi verschwand, nachdem er am 3. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten hatte.Saudi Arabien hatte mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden Khashoggis den Tod des Journalisten eingeräumt. Im Istanbuler Konsulat sei es während des Verhörs zu einem Streit gekommen, was zu seinem Tod führte, berichteten saudische Staatsmedien. Riad hatte die Kenntnis über den Verbleib Khashoggis stets abgestritten. Medienberichten zufolge soll er in dem Konsulat schwer gefoltert und zerstückelt worden sein.
   

Kosovo
Trotz Druck aus Belgrad: Großes Interesse der serbischen Minderheit für neue Kosovo-Armee

Pristina (nex) – Auch wenn Belgrad und die kosovarische Partei „Serbische Liste“ ethnische Serben im Kosovo aufforderten, die KSF (Kosovo-Sicherheitskräfte) zu verlassen – und einige diesem Aufruf gefolgt sind -, besteht weiterhin großes Interesse seitens der serbischen Minderheit, der geplanten Kosovo-Armee beizutreten. Wie die kosovarische Nachrichtenagentur „Kosovapress“ berichtet, seien 70 ethnische Serben dem Aufruf gefolgt und hätten daraufhin die KSF verlassen. Ungeachtet dessen gebe es aber immer noch ein großes Interesse seitens der serbischen Minderheit, der künftigen Armee des jungen Balkanstaates beizutreten. Für die freigewordenen Stellen im Ministerium und den Sicherheitskräften der KSF hätten sich bereits über 300 Kosovo-Serben beworben, so Rrustem Berisha, Minister der KSF, in einem Gespräch mit Kosovapress. Die freien Stellen würden laut Berisha innerhalb von drei Monaten besetzt werden. Auch die Umwandlung der KSF in eine reguläre Armee würde in etwa dieselbe Zeit beanspruchen, so Berisha weiter. Das kosovarische Parlament hat am 14. Dezember, in einer für den jungen Staat historischen Abstimmung, einstimmig ein Gesetzespaket zur Schaffung einer regulären Armee beschlossen. Die leichtbewaffnete KSF soll somit in eine offizielle Nationalarmee umgewandelt werden. Für die militärische Sicherheit im kleinen Balkanland sorgen seit 1999 die von der NATO gestellten KFOR-Truppen. Zu den Plänen wurden international viele Bedenken geäußert. Besonders scharfe Kritik kommt von Serbien, das die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt und das Territorium Kosovos für sich beansprucht. Die Serben sehen den Aufbau einer Nationalarmee des Kosovo als Bedrohung für die serbische Minderheit. Die Regierung in Pristina wies den Vorwurf einer Bedrohung zurück und weist darauf hin, dass auch viele Serben in der KSF dienten. Die Streitkräfte seien multiethnisch ausgerichtet. Die kosovarischen Politiker sind überzeugt, dass der Aufbau einer Armee den Frieden und die Sicherheit der Bürger garantiere.

Zum Thema

– NEX24-Exklusivinterview – Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

Mit seiner Entscheidung, eine erste Nationalarmee zu gründen, schrieb Mitte Dezember nicht nur das kosovarische Parlament Geschichte. Der in einer türkischen Militärflugschule ausgebildete Pilot Afrim Zabeli, schloss nur einen Tag vor der Abstimmung seine Schulung zum Militärhubschrauber-Piloten ab und wurde somit 1. Pilot der kosovarischen Armee. NEX24 Kosovo-Korrespondent Mustafë Mehmeti sprach mit dem 27-Jährigen in der Hauptstadt Pristina.

Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch