Auch wenn die Organisationsstrukturen der DHKP-C als äußerst konspirativ eingestuft werden, bleibt es ein Mysterium, wie Karataş sich fast zwei Jahrzehnte in Westeuropa verstecken konnte. Zwar kann die DHKP-C in Westeuropa auf ein Netzwerk von ideologischen Unterstützern (bspw. linke Parteien in Deutschland) rechnen, dass Karataş aber über einen derart langen Zeitraum unbehelligt von deutschen, belgischen und niederländischen Geheimdiensten agieren konnte, ist äußerst merkwürdig. Ein Hauptverantwortlicher der Untergrundorganisation nach dem Tod von Karataş ist bisher namentlich nicht bekannt.
Berichten türkischer Sicherheitskreise zufolge hat die DHKP-C in der Türkei bis zu 400 aktive Kader und etwa 6000 Sympathisanten. Als politische wie auch ideologische Kraft innerhalb der (legalen) kommunistischen bzw. sozialistischen Parteien in der Türkei, spielt sie nur eine marginale Rolle. In der breiten Öffentlichkeit ist die Untergrundorganisation in etwa so populär wie die linksextremen Autonomen in Deutschland. Das Mobilisierungspotenzial der DHKP-C gegenüber den „Volksmassen“ tendiert also gegen Null.
Hamburg
Terrorismus: Hamburger Oberlandesgericht verurteilt Türken zu 5 Jahren Haft
Filme
Spannender als das wahre Leben: Der Erfolg der TV-Show „Narcos“
Wachsender Markt für Serien
Obwohl die bisher zwei Staffeln über das britische Königshaus von Kritikern hochgelobt werden, rangiert das Drogen-Epos Narcos auf der Beliebtheitsskala der Fans und Netflix-User in den oberen Rängen. Die Story um das Medellin-Kartell und seinen Anführer Pablo Escobar fasziniert Zuschauer über drei Staffeln lang. Obwohl die Serie keine leichte Kost und überwiegend mit Untertiteln versehen ist, nimmt die Story den Zuschauer von der ersten Sekunde an gefangen. Die inhaltliche Dichte und Nähe zu realen Personen machen die Faszination der Show aus. Aufstieg und Fall von Pablo Escobar werden in düsteren Bildern erzählt, die den Staub und die Hitze Südamerikas auf der heimischen Couch spürbar werden lassen. Der Hype der Serie schlug sich kurz nach Serienstart auch in anderen Entertainmentmärkten nieder. Genesis Casino bietet zum Beispiel die Möglichkeit, mit Pablo Escobar und Ermittler Steve Murphy in die schwüle Hitze Mexicos einzutauchen. Im gleichnamigen Slot Game werden auf fünf Walzen verschiedene Buchstaben, bekannte Charaktere aus der Serie und themenspezifische Elemente dargestellt, die in bestimmten Kombinationen positioniert werden müssen. In der richtigen Reihenfolge platziert, erwarten den Spieler einige Überraschungen, die den Spaß der Serie elegant verlängern. Auf diese Weise lässt sich die Spannung der Serie hervorragend transportieren. Nachdem die ursprüngliche Story nach zwei Staffeln beendet wurde, fürchteten Fans ein zeitiges Aus der Serie. Die Macher konzentrierten sich jedoch in der dritten Staffel auf ein weiteres echtes Kartell und verlagerten die vierte Staffel an den Beginn der Drogen-Ära. Ein handwerklicher Kniff, der mehr Raum zur Entwicklung der Figuren gibt und einen tieferen Einblick in die dunkle Welt des Drogenhandels ermöglicht. Für die Autoren ein schwieriges Unterfangen, wenn eine Serie auf wahren Begebenheiten basiert: Ihr Handlungsverlauf ist von Beginn an begrenzt. Ist die eigentliche Geschichte beendet, stehen die Verantwortlichen vor der Frage, ob die Serie eine neue Perspektive einnimmt oder beendet wird. In Zeiten der Vermarktung eines erfolgreichen Titels eine schwierige Entscheidung.Handlung im Cross-Selling fortführen
Mit dem Ausweichen auf andere Bereiche erlauben sich die Produzenten einer Serie, die Story weiter leben zu lassen und auf neue Märkte zu erweitern. Die Gaming-Industrie ist sehr eng mit der Filmindustrie vernetzt, um bereits etablierte Figuren und Namen als Spielerlebnis aufzubereiten. So wurde auch für Herbst 2019 die Veröffentlichung des Videogames Narcos: Rise of the Cartels angekündigt. Ein Spiel, das es dem User ermöglicht, die Ereignisse aus den ersten Staffeln selbst nachzuspielen und zu ermitteln.
Türkei
Istanbul OB-Wahl: Kommunalparlament weiterhin in AKP-Hand
Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beglückwünschte am Dienstag in einer Fraktionssitzung der regierenden AKP erneut den neuen Oberbürgermeister Istanbuls von der oppositionellen CHP.
Erdogan betonte, dass er die Entscheidung der Istanbuler Bevölkerung respektiere:
„Die Entscheidung der Istanbuler Bevölkerung bedeutet uns sehr viel“, so Erdogan. Er wünsche, dass die Ergebnisse sich segensreich für die Stadt sowie den Staat auswirken werden.
Die Ausmaße „gravierender Unregelmäßigkeiten“ bei den Kommunalwahlen am 31. März, seien in der Metropolregion Istanbul so groß gewesen, dass eine Neuwahl erforderlich gewesen sei, so Erdogan. Daraufhin habe die hohe Wahlkommission beschlossen die Wahlen in Istanbul zu wiederholen.
Der Posten des Oberbürgermeisters sei zwar an die oppositionelle CHP gegangen, im Kommunalparlament der Metropolregion Istanbul habe jedoch die AKP eine absolute Mehrheit erzielt.
Erdogan erklärte, dass der bisherige Prozess der Neuwahl rechtlich vollkommen in Ordnung sei und erläuterte weiter:
„Natürlich haben wir uns gewünscht, dass unser Koalitionskandidat, Herr Binali Yildirim, gewinnen würde.Für seine Anstrengungen und seine Opferbereitschaft möchte ich mich bei ihm sehr bedanken. Bevor Binali Yildirim dem türkischen Volk als Abgeordneter, Minister, Ministerpräsident sowie bis heute als Parlamentspräsident gedient hat, startete er seinen Werdegang als Verwalter in Istanbul“ sagte Erdogan.
Dass Binali für die AKP als Kandidat des Bürgermeisteramtes der Metropolregion Istabul nominiert wurde, verdanke er seiner jahrelangen Erfahrung sowie seinem Wissen und die dazugehörigen Fähigkeiten, Projekte anzugehen und erfolgreich umzusetzen, betonte Erdogan. „Die Istanbuler Bevölkerung hat dies leider anders beurteilt“, so der türkische Staatschef.
USA
Trumps Flüchtlingspolitik fordert immer mehr Opfer
Während sehr arme Länder wie Uganda oder Pakistan Millionen von Flüchtlinge aufnahmen, schließt der mächtigste Staat der Welt seine Grenzen.
Das ergreifende Bild eines toten Vaters und seiner kleinen Tochter aus El Salvador erschüttert die Welt. Beide Körper, die mit dem Gesicht nach unten leblos am Ufer des Rio Grande an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko lagen, erinnerten in grausamer Weise an vergangene Versäumnisse der Politiker bei der weltweiten Problematik zum Thema Migration.
Wie eine Journalistin berichtet, überquerte Oscar Alberto Martinez den Fluss ein zweites Mal, um seine Frau auf der gegenüberliegenden Seite abzuholen. Seine 23 Monate alte Tochter sah ihn wegschwimmen und sprang ihm nach. Obwohl der Vater versucht, das Mädchen zu halten, werden beide von der Strömung ergriffen und sterben in den Fluten, so Julia Le Duc, die Fotografin der mexikanischen Zeitung La Jornada.

Wie die lokale Tageszeitung La Jornada weiter berichtet, hat sich die Familie nach einem zweimonatigen Aufenthalt in einem mexikanischen Auffanglager entschlossen, die gefährliche Überfahrt zu machen.
Rosa Ramirez, die Mutter von Oscar Martinez berichtete gegenüber Reportern, dass ihr Sohn als Koch in einer Pizzeria gearbeitet habe, während seine Frau und sein Kind bei ihr in San Martin, einer Gemeinde im Zentrum El Salvadors, östlich der Hauptstadt des Landes, gelebt haben .
Sie wollten ein eigenes Zuhause haben, so Ramírez. Das sei der Grund für ihre Motivation gewesen. Sie sagte, sie habe versucht, ihren Sohn und seine Familie davon zu überzeugen, den gefährlichen Weg nach Norden nicht zu machen. „Als Mutter willst du nicht, dass deine Kinder so weit weg sind“, sagte sie. „Aber… die Idee, zu gehen, hatten sie sich in den Kopf gesetzt“
Dieses Foto weckt Erinnerungen an den dreijährigen syrischen Jungen Aylan Kurdi, der 2015 auf der Flucht nach Europa tot an einen Strand in der Nähe von Bodrum angespült worden war. Um Gewalt und Armut in ihren Heimatländern zu entgehen, versuchen jedes Jahr viele Migranten aus mittelamerikanischen Ländern in die USA zu fliehen. Dabei nehmen sie die Gefahren der Wüsten oder der Flüsse auf sich.
Die harte Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump, die gegen legale und illegale Einwanderer gerichtet ist, sowie die Vernachlässigung der humanitären Grundbedürfnisse von Asylsuchenden an den Granzkontrollstationen, werden auch weiterhin ihren Tribut an Menschenleben fordern.
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Die Welt sollte würdigen, dass die Türkei für mehr als drei Millionen Flüchtlinge ein sehr guter Gastgeber sei. Dies hat UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi (UNHCR) am gestrigen Dienstag gesagt.
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Kommunalwahlen in der Türkei
Türkei: Erdogan gratuliert Wahlsieger Ekrem Imamoglu
Der Kandidat der oppositionellen CHP-Partei, Imamoglu, hat am Sonntag die Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul gewonnen. Er erhielt laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu rund 54 Prozent der Stimmen. Der ehemalige Ministerpräsident Binali Yildirim von der AKP kam demnach auf rund 45 Prozent. Imamoglu bezeichnete seinen Sieg als „neuen Beginn“ für die Türkei: „Nicht eine einzelne Partei, sondern ganz Istanbul und die Türkei haben diese Wahl gewonnen.“ Die Istanbuler hätten „den Ruf der Demokratie verteidigt“. Er kündigte an, Erdogan bald zu besuchen, mit dem er „in Harmonie“ zusammenarbeiten wolle, berichtet die tagesschau.İstanbul Büyükşehir Belediye Başkanlığı yenileme seçimi sonuçlarının İstanbul'umuz için hayırlara vesile olmasını diliyorum. Milli irade bugün bir kez daha tecelli etmiştir. Gayrı resmi sonuçlara göre seçimi kazanan Ekrem İmamoğlu'nu tebrik ediyorum.
— Recep Tayyip Erdoğan (@RTErdogan) June 23, 2019
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"Queen of Metal"
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Cumhurbaşkanı @RTErdogan, Irak Kürt Bölgesel Yönetimi (IKBY) Başkanı Neçirvan Barzani’yi Cumhurbaşkanlığı Dolmabahçe Ofisi’nde kabul etti. pic.twitter.com/pMiWhXf0rL
— T.C. Cumhurbaşkanlığı (@tcbestepe) June 21, 2019
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