Hamburg
Terrorismus: Hamburger Oberlandesgericht verurteilt Türken zu 5 Jahren Haft

Hamburg (nex) – Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat das Hamburger Oberlandesgericht einen 47-jährigen Türken wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann vorgeworfen, seit 2002 in Belgien, den Niederlanden und in Deutschland als DHKP-C-Funktionär aktiv gewesen zu sein. Das berichtet die Hamburger Morgenpost (Mopo). Unter Berufung auf eine Mitteilung des Oberlandesgerichts berichtet die Mopo, dass das Ziel der „Revolutionären Volksbefreiungspartei/-front“ die Errichtung eines marxistisch-leninistischen Regimes in der Türkei sei. Die linksterroristische Organisation habe sich zu zahlreichen Morden sowie Brand- und Sprengstoffanschlägen bekannt. Seit 2001 soll die Organisation auch Selbstmordattentate verübt haben. Der Verurteilte selbst habe als aktiver Funktionär Spendenkampagnen, Demonstrationen und Schulungen organisiert, berichtet Mopo weiter. Er war im November 2017 in der belgischen Stadt Lüttich festgenommen und im Dezember nach Deutschland ausgeliefert worden. Im Februar dieses Jahres verurteilte das Hamburger Oberlandesgericht einen weiteren Führungsfunktionär der DHKP-C zu fast sieben Jahren Haft. Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland erhielt Musa Asoglu eine Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten. Wie „hamburg.de“ berichtete, sei der 57-Jährige von Ende 2009 bis zu seiner Festnahme am 2. Dezember 2016 als Europaverantwortlicher ein Bindeglied zwischen der DHKP-C-Führung und Kadern in verschiedenen Ländern gewesen. Asoglu ist niederländischer Staatsbürger und wurde von den USA und der Türkei als Terrorist gesucht. Neben der Türkei und den USA, haben auch die Europäische Union die DHKP-C als Terrororganisation eingestuft. Die Gruppe übernahm die Verantwortung für verschiedene Terroranschläge in der Türkei, darunter den Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara im Jahre 2013. Das türkische Innenministerium hatte auf Hinweise, die zur Verhaftung führen, ein Kopfgeld von 1,2 Millionen Euro ausgesetzt. Die USA setzten drei Millionen Dollar auf seinen Kopf aus. 1994 als Nachfolgeorganisation der THKP-C in Damaskus gegründet Die DHKP-C wurde 1994 als Nachfolgeorganisation der THKP-C (bzw. deren Nachfolgeorganisationen Devrimci Yol und Devrimci Sol) in Damaskus gegründet. Wie im Fall der PKK (bis 1998), wird auch die DHKP-C (bis heute) vom Assad-Regime protegiert. Die Geschichte der DHKP-C ab 1994 ist mit ihrem Gründer und langjährigen Führer Dursun Karataş eng verknüpft. Karataş Leben als Untergrundaktivist liest sich wie ein Agenten-Thriller. Nach dem Militärputsch von 1980 verhaftet, konnte Karataş 1989 unter bis heute ungeklärten Umständen aus dem Gefängnis fliehen. Sein Weg führte ihn bald ins nahe Nachbarland Syrien. Dort hatten sich schon andere Genossen, wie der Führer einer weiteren THKP-C Abspaltung Mihraç Ural oder der „Große Vorsitzende“ der PKK  (Abdullah Öcalan stammte ursprünglich ebenfalls aus dem Umfeld der THKP-C der frühen 70er Jahre) eingefunden.  Als Anfang 1994 die DHKP-C offiziell ins Leben gerufen (bzw. wiederbelebt) wurde, begab sich Karataş umgehend nach Westeuropa. Obwohl schon bei seiner ersten Einreise in Frankreich verhaftet, konnte er sich irgendwie aus der Affäre ziehen und tauchte unter. Zuvor gab es im Jahre 1992 einen innerparteilichen Putsch gegen Karataş. Von seinem Gegner Bedri Yağan für einige Monate festgesetzt, gelang Karataş wieder einmal die Flucht. In einem kurzen aber blutigen innerparteilichen Krieg wurde der Yağan-Flügel praktisch ausgelöscht. Bis zu seinem Tod im Jahre 2008 in Amsterdam soll sich Karataş im Länderdreieck Deutschland-Belgien-Holland aufgehalten haben. Seit 1998 ist die DHKP-C in Deutschland verboten.

Auch wenn die Organisationsstrukturen der DHKP-C als äußerst konspirativ eingestuft werden, bleibt es ein Mysterium, wie Karataş sich fast zwei Jahrzehnte in Westeuropa verstecken konnte. Zwar kann die DHKP-C in Westeuropa auf ein Netzwerk von ideologischen Unterstützern (bspw. linke Parteien in Deutschland) rechnen, dass Karataş aber über einen derart langen Zeitraum unbehelligt von deutschen, belgischen und niederländischen Geheimdiensten agieren konnte, ist äußerst merkwürdig. Ein Hauptverantwortlicher der Untergrundorganisation nach dem Tod von Karataş ist bisher namentlich nicht bekannt.

Berichten türkischer Sicherheitskreise zufolge hat die DHKP-C in der Türkei bis zu 400 aktive Kader und etwa 6000 Sympathisanten. Als politische wie auch ideologische Kraft innerhalb der (legalen) kommunistischen bzw. sozialistischen Parteien in der Türkei, spielt sie nur eine marginale Rolle. In der breiten Öffentlichkeit ist die Untergrundorganisation in etwa so populär wie die linksextremen Autonomen in Deutschland. Das Mobilisierungspotenzial der DHKP-C gegenüber den „Volksmassen“ tendiert also gegen Null.

Filme
Spannender als das wahre Leben: Der Erfolg der TV-Show „Narcos“

Die Geschichte um den Drogenbaron Pablo Escobar ist ein Fernsehhit. Drei Staffeln und ein Reboot, das von den Anfängen des Kartells erzählt, bescherten Streamingdienst Netflix traumhafte Einschaltquoten. Aber was ist das Geheimnis hinter der erfolgreichen Serie? Mit dem Meilenstein House of Cards begann Netflix seinen Siegeszug um die Welt. Schon vor der Eroberung des deutschen Marktes war das Politdrama allen Serienfans ein Begriff und der Name Netflix ein Garant für fantastische Inhalte.  Dieser Erwartungshaltung ausgesetzt schafft es der Streamingdienst immer wieder, mit neuen Erfolgen zu punkten. Auffällig ist, dass viele neue Produktionen auf wahren Begebenheiten basieren. Die Zuschauer scheinen die aufgearbeiteten Momente des Weltgeschehens zu lieben. Zwar veröffentlicht Netflix keine Abrufzahlen, doch sind Serien wie die Königsserie The Crown in der Boulevard- wie auch Fachpresse ein stetiges Gesprächsthema.
Wachsender Markt für Serien
Obwohl die bisher zwei Staffeln über das britische Königshaus von Kritikern hochgelobt werden, rangiert das Drogen-Epos Narcos auf der Beliebtheitsskala der Fans und Netflix-User in den oberen Rängen. Die Story um das Medellin-Kartell und seinen Anführer Pablo Escobar fasziniert Zuschauer über drei Staffeln lang. Obwohl die Serie keine leichte Kost und überwiegend mit Untertiteln versehen ist, nimmt die Story den Zuschauer von der ersten Sekunde an gefangen. Die inhaltliche Dichte und Nähe zu realen Personen machen die Faszination der Show aus. Aufstieg und Fall von Pablo Escobar werden in düsteren Bildern erzählt, die den Staub und die Hitze Südamerikas auf der heimischen Couch spürbar werden lassen. Der Hype der Serie schlug sich kurz nach Serienstart auch in anderen Entertainmentmärkten nieder. Genesis Casino bietet zum Beispiel die Möglichkeit, mit Pablo Escobar und Ermittler Steve Murphy in die schwüle Hitze Mexicos einzutauchen. Im gleichnamigen Slot Game werden auf fünf Walzen verschiedene Buchstaben, bekannte Charaktere aus der Serie und themenspezifische Elemente dargestellt, die in bestimmten Kombinationen positioniert werden müssen. In der richtigen Reihenfolge platziert, erwarten den Spieler einige Überraschungen, die den Spaß der Serie elegant verlängern. Auf diese Weise lässt sich die Spannung der Serie hervorragend transportieren. Nachdem die ursprüngliche Story nach zwei Staffeln beendet wurde, fürchteten Fans ein zeitiges Aus der Serie. Die Macher konzentrierten sich jedoch in der dritten Staffel auf ein weiteres echtes  Kartell und verlagerten die vierte Staffel an den Beginn der Drogen-Ära. Ein handwerklicher Kniff, der mehr Raum zur Entwicklung der Figuren gibt und einen tieferen Einblick in die dunkle Welt des Drogenhandels ermöglicht. Für die Autoren ein schwieriges Unterfangen, wenn eine Serie auf wahren Begebenheiten basiert: Ihr Handlungsverlauf ist von Beginn an begrenzt. Ist die eigentliche Geschichte beendet, stehen die Verantwortlichen vor der Frage, ob die Serie eine neue Perspektive einnimmt oder beendet wird. In Zeiten der Vermarktung eines erfolgreichen Titels eine schwierige Entscheidung.
Handlung im Cross-Selling fortführen
Mit dem Ausweichen auf andere Bereiche erlauben sich die Produzenten einer Serie, die Story weiter leben zu lassen und auf neue Märkte zu erweitern. Die Gaming-Industrie ist sehr eng mit der Filmindustrie vernetzt, um bereits etablierte Figuren und Namen als Spielerlebnis aufzubereiten. So wurde auch für Herbst 2019 die Veröffentlichung des Videogames Narcos: Rise of the Cartels angekündigt. Ein Spiel, das es dem User ermöglicht, die Ereignisse aus den ersten Staffeln selbst nachzuspielen und zu ermitteln.

Türkei
Istanbul OB-Wahl: Kommunalparlament weiterhin in AKP-Hand

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Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beglückwünschte am Dienstag in einer Fraktionssitzung der regierenden AKP erneut den neuen Oberbürgermeister Istanbuls von der oppositionellen CHP.
Erdogan betonte, dass er die Entscheidung der Istanbuler Bevölkerung respektiere:
„Die Entscheidung der Istanbuler Bevölkerung bedeutet uns sehr viel“, so Erdogan. Er wünsche, dass die Ergebnisse sich segensreich für die Stadt sowie den Staat auswirken werden.
Die Ausmaße „gravierender Unregelmäßigkeiten“ bei den Kommunalwahlen am 31. März, seien in der Metropolregion Istanbul so groß gewesen, dass eine Neuwahl erforderlich gewesen sei, so Erdogan. Daraufhin habe die hohe Wahlkommission beschlossen die Wahlen in Istanbul zu wiederholen.
Der Posten des Oberbürgermeisters sei zwar an die oppositionelle CHP gegangen, im Kommunalparlament der Metropolregion Istanbul habe jedoch die AKP eine absolute Mehrheit erzielt.
Erdogan erklärte, dass der bisherige Prozess der Neuwahl rechtlich vollkommen in Ordnung sei und erläuterte weiter:
„Natürlich haben wir uns gewünscht, dass unser Koalitionskandidat, Herr Binali Yildirim, gewinnen würde.Für seine Anstrengungen und seine Opferbereitschaft möchte ich mich bei ihm sehr bedanken. Bevor Binali Yildirim dem türkischen Volk als Abgeordneter, Minister, Ministerpräsident sowie bis heute als Parlamentspräsident gedient hat, startete er seinen Werdegang als Verwalter in Istanbul“ sagte Erdogan. 
Dass Binali für die AKP als Kandidat des Bürgermeisteramtes der Metropolregion Istabul nominiert wurde, verdanke er seiner jahrelangen Erfahrung sowie seinem Wissen und die dazugehörigen Fähigkeiten, Projekte anzugehen und erfolgreich umzusetzen, betonte Erdogan. „Die Istanbuler Bevölkerung hat dies leider anders beurteilt“, so der türkische Staatschef.
Weiter fügt er hinzu, dass grundsätzlich wichtiger als jeder Wahlsieg, die Beseitigung der Zweifel am Nationalen Willen sei. Der Wille des Volkes sowie die Realisierung dessen sei das entscheidende maßgebliche Kriterium für seine Regierung, verdeutlichte Präsident Erdogan.
Über einen Monat nach der Kommunalwahl in der Türkei hat die Wahlkommission die Abstimmung in Istanbul aufgehoben und eine Wiederholung angeordnet. Sie gab damit am Montag einem Antrag der Regierungspartei AKP von Präsident Erdogan statt. Die YSK sagte, dass die Entscheidung auf der Tatsache beruhe, dass einige Mitglieder des Wahlausschusses, die bei den Wahlen in der Provinz den Vorsitz über die Wahlurnen führten, keine Beamten waren, wie es das Gesetz vorschreibe.
Ahmet Cetinkaya

USA
Trumps Flüchtlingspolitik fordert immer mehr Opfer

Während sehr arme Länder wie Uganda oder Pakistan Millionen von Flüchtlinge aufnahmen, schließt der mächtigste Staat der Welt seine Grenzen.
Das ergreifende Bild eines toten Vaters und seiner kleinen Tochter aus El Salvador erschüttert die Welt. Beide Körper, die mit dem Gesicht nach unten leblos am Ufer des Rio Grande an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko lagen, erinnerten in grausamer Weise an vergangene Versäumnisse der Politiker bei der weltweiten Problematik zum Thema Migration.
Wie eine Journalistin berichtet, überquerte Oscar Alberto Martinez den Fluss ein zweites Mal, um seine Frau auf der gegenüberliegenden Seite abzuholen. Seine 23 Monate alte Tochter sah ihn wegschwimmen und sprang ihm nach. Obwohl der Vater versucht, das Mädchen zu halten, werden beide von der Strömung ergriffen und sterben in den Fluten, so Julia Le Duc, die Fotografin der mexikanischen Zeitung La Jornada.
Oscar Alberto Martínez mit seiner Tochter Angie Valeria. (Foto: Rosa Ramirez)
Wie die lokale Tageszeitung La Jornada weiter berichtet, hat sich die Familie nach einem zweimonatigen Aufenthalt in einem mexikanischen Auffanglager entschlossen, die gefährliche Überfahrt zu machen.
Rosa Ramirez, die Mutter von Oscar Martinez berichtete gegenüber Reportern, dass ihr Sohn als Koch in einer Pizzeria gearbeitet habe, während seine Frau und sein Kind bei ihr in San Martin, einer Gemeinde im Zentrum El Salvadors, östlich der Hauptstadt des Landes, gelebt haben .
Sie wollten ein eigenes Zuhause haben, so Ramírez. Das sei der Grund für ihre Motivation gewesen. Sie sagte, sie habe versucht, ihren Sohn und seine Familie davon zu überzeugen, den gefährlichen Weg nach Norden nicht zu machen. „Als Mutter willst du nicht, dass deine Kinder so weit weg sind“, sagte sie. „Aber… die Idee, zu gehen, hatten sie sich in den Kopf gesetzt“
Dieses Foto weckt Erinnerungen an den dreijährigen syrischen Jungen Aylan Kurdi, der 2015 auf der Flucht nach Europa tot an einen Strand in der Nähe von Bodrum angespült worden war. Um Gewalt und Armut in ihren Heimatländern zu entgehen, versuchen jedes Jahr viele Migranten aus mittelamerikanischen Ländern in die USA zu fliehen. Dabei nehmen sie die Gefahren der Wüsten oder der Flüsse auf sich.
Die harte Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump, die gegen legale und illegale Einwanderer gerichtet ist, sowie die Vernachlässigung der humanitären Grundbedürfnisse von Asylsuchenden an den Granzkontrollstationen, werden auch weiterhin ihren Tribut an Menschenleben fordern.

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– Flüchtlingslösungen – UNO: Türkei nimmt weltweit die meisten Flüchtlinge auf

Die Welt sollte würdigen, dass die Türkei für mehr als drei Millionen Flüchtlinge ein sehr guter Gastgeber sei. Dies hat UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi (UNHCR) am gestrigen Dienstag gesagt.

UNO: Türkei nimmt weltweit die meisten Flüchtlinge auf

Geschichte
Völkermord: Herero fordern Entschuldigung von Deutschland

Die namibische Volksgruppe der Herero verlangt vom Bundestag eine Entschuldigung für die von deutschen Kolonialtruppen begangenen Verbrechen an den Herero und Nama. Wie die dpa berichtet, fordert die Herero-Vertreterin Esther Utjiua Muinjangue eine Verurteilung der deutschen Gräueltaten sowie die Bitte um Vergebung von „höchster Stelle“ im Namen Deutschlands. Würde dies nicht geschehen, stelle sich die Frage, ob es Deutschland „wirklich ernst mit der Versöhnung meint“. Sie warnte Deutschland vor „Heuchelei“ und verwies darauf, dass der Bundestag auch keine Scheu gehabt habe, die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord zu bezeichnen. Die Herero und Nama fordern auch eine finanzielle Wiedergutmachung von Deutschland. „Wir finden es sehr interessant, dass sich die Deutschen so aktiv für die Sache der Armenier einsetzen, während sie ihre eigenen Angelegenheiten unter den Tisch kehren“, wird die Vorsitzende des Ovaherero Genocide Committee (OGC), Esther Muinjangue, in der „Welt“ zitiert. „Was ist der Unterschied? Die Herero sind schwarz, die Deutschen glauben, dass sie Schwarze nicht ernst nehmen müssen. Das ist für mich die einzige Schlussfolgerung.“ Deutschland verhalte sich den Herero gegenüber „wie ein Vergewaltiger, der gleichzeitig Richter ist“. Berlin bezeichnet die Verbrechen seit 2006 zwar auch offiziell als Völkermord, Entschädigungszahlungen lehnt die Bundesregierung aber ab. Stattdessen erhöhte man die Entwicklungshilfe an Namibien. Im Jahre 1904 erteilte der deutsche Generalleutnant Lothar von Trotha in der damaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika den Befehl, alle Stammesangehörigen der Herero zu töten. Bis 1908 wurden zwischen 65 000 und 80 000 Herero umgebracht, außerdem bis zu 20 000 Angehörige des Stammes der Nama. Herero-Vertreter legen Berufung ein Vertreter der Herero und Nama haben im Mai vor einem Gericht in New York Berufung gegen ein Urteil einer Richterin eingelegt, welches im März verkündet wurde. Die New Yorker Distriktrichterin Laura Taylor Swain hatte eine Klage zu den unter deutscher Kolonialherrschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts verübten Massakern abgewiesen. Die Justiz in den Vereinigten Staaten sei wegen mangelnder Auswirkungen auf das Land nicht für den Fall zuständig. Swain hatte befunden, dass Deutschland in diesem Fall Immunität vor einer Strafverfolgung genießt und das Gericht weder für den Fall zuständig sei, noch befugt sei, diesen Fall anzuhören. Das Landeskommunaloberhaupt der Herero-Bevölkerung in Namibia, Vekuii Rukoro, hatte bereits kurz darauf in Windhoek angedeutet, dass Deutschland sich in New York verantworten müsse, „ob es will oder nicht“, berichtet die namibische Tageszeitung Allgemeiner Anzeiger. Die USA sei sehr wohl zuständig, so Anwalt Kenneth McCallion, der die Stämme vertritt. Der Fall betreffe auch die USA, unter anderem wegen des Verkaufs von Schädeln getöteter Afrikaner, die vor etwa 100 Jahren an ein Museum in New York geschickt wurden. „Der Völkermord hat eine direkte Verbindung nach New York“, sagte er der dpa. Die deutsche Bundesregierung hatte seit der Einreichung der Klage erklärt, es gebe keine rechtliche Grundlage für das Verfahren. Im Januar 2017 hatten Nachfahren beider Volksgruppen eine Sammelklage gegen Deutschland eingereicht. Die namibische Regierung hat wiederholt „Entwicklungshilfe“ als Basis ihrer Verhandlungen mit Deutschland bekräftigt. Vertreter der Herero und Nama fordern jedoch Reparationenzahlungen wie im Falle Israels. Auch eine Entschuldigung hochrangiger Regierungsvertreter Deutschlands wird immer wieder gefordert. In einer gemeinsamen Resolution fordern Vertreter zudem die direkte Beteiligung der Herero und Nama an allen Verhandlungen mit Deutschland. In einem Interview mit Radio Dreyeckland kritisierte auch Israel Kaunatjike, ein Herero, der in Berlin lebt und sich für das Bündnis “Völkermord verjährt nicht!”, sowie bei Berlin Postkolonial engagiert ist, dass namibische Herero- und Nama-Verbände von den Gesprächen über eine Aufarbeitung des deutschen Völkermordes Anfang des 20. Jahrhundert ausgeschlossen seien. Kaunatjike spricht gegenüber dem Sender von “Geheimverhandlungen, zu denen die Opferverbände nicht eingeladen sind” und erklärt, die Gruppen wollten die Ergebnisse, die ohne ihre Beteiligung verhandelt worden seien, nicht respektieren. Die namibische Regierung verfolge nur finanzielles Interesse an so genannter Entwicklungshilfe und sei nie in der Frage selbst engagiert gewesen, betonte der Aktivist. “Das ist ein ‘Teile und herrsche’, und das stört uns einfach”, erklärt der Herero-Aktivist. Eine Bedeutung für die Gegenwart habe die Frage, wer in wessen Namen verhandelt, durchaus noch, so Kaunatjike. “Vertriebene in Botswana, Südafrika und Angola, deutsche Siedler leben heute noch auf deren Land”, erklärte er weiter. Zu 75 Prozent handle es sich dabei um Farmland. Man strebe diesbezüglich eine Restitution oder eine Entschädigung an. “Unsere Anliegen werden ignoriert”, so Kaunatjike in einem Gespräch mit dem Nachrichtenportal NEX24. “Sie werden uns aber nicht bremsen können.” „Wir wollen keine Entwicklungshilfe, wir wollen Reparationen und Heilung, so wie bei den Juden“, sagte Aktivistin Kambanda Nokokure Veii von der Ovaherero Genozid Stiftung in einer Videobotschaft. „Behandelt man uns anders, weil wir Afrikaner sind?“, fragt Veii. Ein Genozid sei ein Genozid, ganz gleich, ob an Juden oder Afrikanern verübt. „Schadenersatzklage kann weitreichende Folgen haben“ Eine Schadenersatzklage kann nach Ansicht des Hamburger Historikers Jürgen Zimmerer weitreichende Folgen haben. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Zimmerer: „Wenn es gelingt, Deutschland zu direkten Verhandlungen mit Vertretern einzelner Bevölkerungsgruppen und zu Reparationen zu zwingen, können viele weitere Fälle aus der Kolonialzeit akut werden.“ Der Professor für die Geschichte Afrikas an der Universität Hamburg sagte, ein Erfolg der Klage in New York könnte zu Reparationsforderungen gegen Deutschland auch wegen Massakern während des Maji-Maji-Aufstands im heutigen Tansania führen, ebenso wegen Massakern und Strafaktionen in Togo, in Kamerun und in der Südsee. Auch Opfer unter der Zivilbevölkerung im Zuge des Ersten Weltkriegs in Afrika könnten Anlass von Klagen und Verhandlungen werden, sagte der Direktor der Forschungsstelle „Hamburgs (post)koloniales Erbe und Berater des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Zwischen 1885 und 1903 sei ein Viertel des Landes der Herero und Nama mit Einverständnis der Kolonialbehörden von deutschen Siedlern enteignet worden. Frauen und Mädchen der Herero und Nama seien, ebenfalls geduldet von den Kolonialbehörden, von Siedlern vergewaltigt und der Bevölkerung Zwangsarbeit auferlegt worden.

SPD
„Die wahre SPD“ ist schon wieder Geschichte

„Die wahre SPD“ ist schon wieder Geschichte. Die innerpartliche Intiative, die einen Linksruck der SPD verhindert will, nennt sich jetzt „SPDpur 2030“. Damit reagiert die Initiative, wie ihr Sprecher, der Herforder Bürgermeister Tim Kähler, der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ bestätigte, auch auf Kritik an dem ursprünglichen Namen. Zuletzt hatte auch der NRW-Landeschef der SPD, Sebastian Hartmann, den Namen als Provokation bezeichnet. Außerdem hat die Initiative ein dreiseitiges programmatisches Paier vorgelegt, in dem die SPD als „Volkspartei der linken Mitte“ positioniert wird. In dem Papier betonzt die Initiative auch die Nähe zu erfolgreichen Kommunalpolitikern der Partei, deren Kompetenz die Partei stärker nutzen sollte. Kähler begrüßte den beschluss des Parteivorstands, vor der Neubesetzung der Parteispitze einen Mitgliederberagung durchzuführen. Einig sei die Initiative auch darin, dass die SPD bis 2021 in der Großen Koalition bleiben solle, um die Aufträge aus dem Koalitionsvertrag weirer abzuarbeiten.  

Finanzen
Bargeld, Karte, E-Wallet? Die Zahlungsmittel der Deutschen

Die Deutschen gelten in mancherlei Hinsicht als konservative Nation. Dies gilt nicht zuletzt bei den Zahlungs-Gewohnheiten. Vor 10 Jahren hatte sich in den meisten Industriestaaten die Kreditkarte durchgesetzt. An deutschen Supermarktkassen galt währenddessen weiterhin die Devise Bargeld lacht. Wie verhält es sich im heutzutage bei online getätigten Käufen? Gilt Deutschland noch immer als Entwicklungsland im Anwenden moderner Zahlungsmittel? Deutsche halten am Kauf auf Rechnung fest Der Kauf auf Rechnung ist bei den Deutschen noch immer beliebt. Die Seite musikmedia.de berichtet von einer für das Jahr 2018 durchgeführten Studie. Dernach entfielen knapp 28 % aller Online-Käufe auf das Rechnungsverfahren. Von Platz 2 verdrängt wurde die Bezahlung per Lastschrift. Mit 20,6 % aller Käufe ist nun die E-Wallet Paypal am zweitbeliebtesten. Paypal rückt vor auf Platz 2 Paypal ist ein Online-Zahlungsanbieter, der lange Zeit ausschließlich mit eBay in Verbindung gebracht wurde. Erst im Jahr 2015 spaltete sich Paypal vom Internet-Auktionshaus eBay ab, um eigenständig zu werden. Während bei eBay selbst die Zahlungen weiterhin vom einstigen Tochterunternehmen dominiert werden, setzen sich in anderen Branchen inzwischen andere Online-Wallets durch. Bezahldienste wie Paysafecard, Neteller und Skrill erfreuen sich immer stärkerer Beliebtheit. Im Einzelhandel wächst dieses Segment nur langsam an. Doch gerade bei international operierenden Shops sind sie mittlerweile weit verbreitet. Eine Branche, die E-Wallets wie selbstverständlich nutzt, ist das Online-Glücksspiel. Schaut man sich zum Beispiel die Online Casinos auf bonus.com.de an, wo die besten Boni gelistet werden, sticht die Beliebtheit der Online-Bezahldienste ins Auge. Darunter befinden sich auch neue E-Wallets wie Zimpler. Der Zahlungsdienstleister Zimpler kommt aus Schweden. Das skandinavische Land ist ein gutes Beispiel für die Anwendung des technischen Fortschritts im Alltag. So ist Bargeld in Schweden kaum noch vorhanden. Wer als Urlauber eine Woche in Stockholm verbringt, ist inzwischen auf bargeldloses Bezahlen angewiesen. In Schweden wird geswisht Die Schweden selbst tätigen ihre Käufe bevorzugt mit einer mobilen App. Direkt mit dem Handy zu bezahlen – das ist in Deutschland noch immer die absolute Ausnahme. Die App Swish wurde in der Zusammenarbeit mehrerer schwedischer Großbanken entwickelt und von der Bevölkerung bereitwillig angenommen. Die Bezahlung per Swish ist sogar in den schwedischen Sprachgebrauch eingegangen. Das Verb swisha bezeichnet das Bezahlen per Handy-App, wie die Seite management-circle.de berichtet. Wie die Zahlung der Zukunft in Deutschland aussieht, ist schwer vorauszusagen. Die Nachteile des Zahlens auf Rechnung liegen auf der Hand. Man muss stets den Überblick behalten, was noch zu begleichen ist. Es kann schon passieren, dass man einen offenen Posten vergisst. Das kann zu Verzögerungen im Versand führen und im schlimmsten Fall zu Mahnungen der Verkäufer. Die Angst vor Betrügern  Was vielen Kunden hingegen wichtig ist: die Kontrolle über Buchungsvorgänge zu behalten. Wenn man jede Bezahlung eigenhändig ausführt, geraten nur wenige persönliche Informationen in den Umlauf. Man hat das Gefühl, weniger anfällig für die Fallen von potenziellen Betrügern zu sein, die sich zum Beispiel Kreditkarten-Informationen besorgen. Auch bezüglich der Login-Informationen von Online-Bezahldiensten bleibt bei manchem Käufer eine gewisse Skepsis. Dass Einkaufen im Supermarkt irgendwann ganz ohne Schlangestehen an der Kasse funktionieren kann, zeigt ein Pilotprojekt von Amazon. Wie auf tagesspiegel.de berichtet wird, kann man sich in den USA in sogenannten Amazon Go-Läden einfach die Waren greifen, die man kaufen möchte. Anschließend geht man ohne Bezahlung hinaus. Der käufliche Erwerb wird nämlich automatisch über eine App abgewickelt. Ob das auch im konservativen Deutschland die Zukunft ist, wird sich zeigen.

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– Zahlungslösungen –

Moskau: Putin möchte mit Türkei eigenes Kreditkarten-Bezahlsystem aufbauen

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan bei dessen Moskaubesuch den Vorschlag unterbreitet, die Infrastruktur des russischen Zahlungssystems „Mir“ aufzubauen.

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Kommunalwahlen in der Türkei
Türkei: Erdogan gratuliert Wahlsieger Ekrem Imamoglu

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan begrüßte am Sonntag die hohe Beteiligung an den Kommunalwahlen in Istanbul und gratulierte dem gewählten Bürgermeister. „Ich gratuliere Ekrem İmamoğlu, der die Wahl nach den inoffiziellen Ergebnissen gewonnen hat“, sagte Erdogan in einem Tweet.   Der Kandidat der oppositionellen CHP-Partei, Imamoglu, hat am Sonntag die Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul gewonnen. Er erhielt laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu rund 54 Prozent der Stimmen. Der ehemalige Ministerpräsident Binali Yildirim von der AKP kam demnach auf rund 45 Prozent. Imamoglu bezeichnete seinen Sieg als „neuen Beginn“ für die Türkei: „Nicht eine einzelne Partei, sondern ganz Istanbul und die Türkei haben diese Wahl gewonnen.“ Die Istanbuler hätten „den Ruf der Demokratie verteidigt“. Er kündigte an, Erdogan bald zu besuchen, mit dem er „in Harmonie“ zusammenarbeiten wolle, berichtet die tagesschau.

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– Ausland – Kurden-Präsident Barzani lobt gute Beziehungen mit der Türkei

Eine neue Phase der Beziehungen zwischen der Türkei und dem Irak wird beginnen, sagte Nechirvan Barzani, neu gewählter Präsident der kurdischen Regionalregierung (KRG) des Irak am Samstag.

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"Queen of Metal" 
Doro Pesch: Harte Kerle haben oft ein sanftes Herz

Sängerin behauptet sich seit mehr als 30 Jahren in der Männerdomäne Heavy Metal – „Hat mir nie etwas ausgemacht“ Osnabrück – Seit mehr als 30 Jahren behauptet sich Sängerin Doro Pesch in der männerdominierten Heavy-Metal-Welt – doch ausgemacht habe ihr dieser Umstand nie etwas. Das verriet die „Queen of Metal“ in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Grund dafür liege in ihrer Kindheit, vermutet die 55-Jährige: „Mein Vater war Transportunternehmer, da bin ich als Baby schon mitgefahren“, erzählt sie. „Ich fand das toll“, erinnert sich die gebürtige Düsseldorferin. „Wenn wir in einem Hafen abgeladen haben, das war die große, weite Welt für mich. Und da waren diesen ganzen echte Kerle, die da gearbeitet haben und die alle meine Freunde waren.“ Außerdem trüge der harte Schein oft, so die Sängerin: „Man sagt ja immer, Rock und Metal wäre eine Männerwelt. Ich habe das nie so empfunden. Und ehrlich gesagt: Diese harten Kerle, diese Raubeine haben ja ganz oft ein ganz sanftes, empfindsames Herz und eine tiefe Seele. Ich glaube, das habe ich damals schon erkannt.“ Ihr verstobener Vater, dem Pesch „sehr nahe stand“, habe ihr auch die Liebe zur Musik vererbt – und die Leidenschaft fürs Reisen: „Mein Vater hat die Musik geliebt. Er konnte super singen und auch Klavier spielen, er war ein Naturtalent. Ich glaube aber auch, mein Vater ist der Grund, weshalb ich es so liebe, unterwegs zu sein. Ich habe das einfach im Blut. Auch wenn man immer zu wenig Schlaf bekommt, aber das macht mir nichts aus“, sagte die Sängerin, die seit 29 Jahren in den USA lebt. Pesch, die 2018 nicht nur ihr jüngstes Album „Forever Warriors/Forever United“ herausgebracht hat, sondern auch in die „Hall of Heavy Metal History“ aufgenommen wurde – und damit quasi den „Oscar“ der Metal-Szene bekam – ist mit ihrer Band unermüdlich auf Tour. Gerade hat sie eine Amerika-Tour beendet, bis Ende des Jahres folgen noch rund 30 Auftritte bei Festivals und als Solo-Künstlerin. Fit hält sich die 55-Jährige für ihren anstrengenden Job mit Kampfsport, aber auch die Shows selbst würden helfen: „Singen ist eine Art Jungbrunnen, glaube ich. Dazu noch die viele Bewegung auf der Bühne, rumspringen, headbangen, das ist das beste Workout. Natürlich ist es auch stressig, aber es hält fit und gesund“, sagte sie. Ihr Antrieb seien die Fans, so Doro: „Ich liebe meine Fans über alles. Sie sind der Grund, warum ich das alles mache, sie sind das Allerwichtigste für mich. Sie sind wie meine engste Familie.“ Auf die Frage, ob sie nicht selbst eine Familie hätte gründen können, schüttelte sie den Kopf: „Ach, ich bin ja verheiratet: mit der Musik und mit meinen Fans. Die Fans kommen immer an erster Stelle, und die Musik verbindet uns. Damit bin ich sehr glücklich.“

Ausland
Kurden-Präsident Barzani lobt gute Beziehungen mit der Türkei

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Istanbul – Eine neue Phase der Beziehungen zwischen der Türkei und dem Irak wird beginnen, sagte Nechirvan Barzani, neu gewählter Präsident der kurdischen Regionalregierung (KRG) des Irak am Samstag. Der türkische Staatpräsident Recep Tayyip Erdogan empfing am Freitag Nechirvan Barzani, der zu seinem ersten Auslandsbesuch seit der Amtseinführung am 10. Juni in Istanbul eingetroffen ist. „Ich bin überzeugt, dass eine neue Phase in den Beziehungen zwischen der kurdischen Region des Irak, der Türkei und dem Irak beginnen wird. Ich hoffe, mein Besuch trägt zur Verbesserung der Beziehungen bei“, sagte Barzani der Nachrichtenagentur Anadolu. Ankara und Erbil hätten einen „historischen Bund der Freundschaft“. „Die Türkei hat unserem Volk in all den schwierigen Zeiten beigestanden“, betonte Barzani. Das derzeitige Handelsvolumen zwischen der Türkei und dem Irak betrage insgesamt rund 13 Milliarden US-Dollar. Barzani habe beim Treffen mit Erdogan eine Erhöhung des Handelsvolumens sowie die dazu notwendigen Schritte erörtert. Barzani betonte auch die Rolle der KRG im Ölgeschäft zwischen der Türkei und dem Irak und erklärte, dass sie bereit sei, die Kapazität der bestehenden Pipeline zu erhöhen, um in Zukunft mehr Öl zu exportieren.
Barzani sprach sich zudem gegen die Präsenz der PKK-Terrorgruppe in den irakischen Gebieten Sinjar, Makhmur und den Grenzgebieten aus. Er betonte, die KRG sei gegen die Nutzung ihrer Gebiete, um Nachbarländer, insbesondere die Türkei, anzugreifen. Der Hauptgrund für Militäroperationen in der Region sei dort die Präsenz der PKK.
„Die Tatsache, dass die PKK oder eine andere bewaffnete Organisation unseren Nachbarn Probleme bereitet, ist in der kurdischen Autonomieregion sicherlich nicht akzeptabel. Unsere Politik in dieser Angelegenheit war schon vorher klar und wird es auch weiterhin sein.“ „Als kurdische Autonomieregion ist es unsere Politik, gute Beziehungen zu unseren Nachbarn zu pflegen“, fügte er hinzu.
„Einige Gruppen berücksichtigen den Frieden und die Sicherheit unseres Volkes nicht und nutzen unsere Gebiete für Angriffe gegen andere. Wo um alles in der Welt würde jemand diese Art von Handlungen akzeptieren? Sie kommen hierher, trainieren und greifen andere an, und die KRG und ihre Mitarbeiter zahlen dafür“, zitierte das kurdische Nachrichtenportal „Rudaw“ den Premierminister im Januar.
In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei ist die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation aufgeführt – für den Tod von fast 40.000 Menschen verantwortlich, darunter viele Frauen und Kinder. Am 28. Mai wurde Barzani zum Präsidenten der autonomen kurdischen Region des Irak gewählt, in der er zuvor zwei Amtszeiten Premierminister war. (aa/rudaw/nex)

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– Irak – Premierminister Nechirvan Barzani: PKK soll kurdische Autonomieregion verlassen

Premierminister Nechirvan Barzani forderte am Sonntag die Terrororganisation PKK auf, die kurdische Autonomieregion Irak zu verlassen.

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