FSVTS
Russland will gemeinsam mit Griechenland Kalaschnikow-Sturmgewehre herstellen

Moskau – Moskau hat Athen vorgeschlagen, eine gemeinsame Produktion von Kalaschnikow-Sturmgewehren in Griechenland zu starten. Laut dem Direktor des Russischen Föderalen Dienstes für militärisch-technische Zusammenarbeit (FSVTS), Dmitri Schugajew, wartet man nun auf eine Entscheidung der griechischen Seite, berichtet die Nachrichtenagentur Sputnik.  Nach einer Anfrage der Griechen habe Russland daran gearbeitet, eine gemeinsame Produktion von Kalaschnikow-Sturmgewehren auf der Grundlage des Unternehmens ‚Griechische Verteidigungssysteme‘ zu organisieren, zitiert Sputnik Schugajew. Man habe der griechischen Seite entsprechende Vorschläge unterbreitet, jedoch noch keine Antwort bekommen. Moskau warte derzeit auf eine Rückmeldung von seinen griechischen Partnern, so Schugajew.

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– Türkei – Made in Turkey: „Weltbestes Sturmgewehr“ MPT-76 entwickelt sich zum Renner

Das in der Türkei entwickelte Sturmgewehr MPT-76 gilt aktuell als das beste der Welt. Als bisher einziges Sturmgewehr hat sie insgesamt 42 Nato- und weitere acht Tests bestanden.

Made in Turkey: „Weltbestes Sturmgewehr“ MPT-76 entwickelt sich zum Renner

Türkei
Kurden gegen PKK: Weitere Mutter schließt sich Protesten in Diyarbakir an

Diyarbakir – Seit Wochen protestieren kurdische Mütter vor den Büros der oppositionellen „Demokratischen Volkspartei“ (HDP) in der südosttürkischen Stadt Diyarbakır gegen die Verschleppung und Rekrutierung ihrer Kinder durch die Terrororganisation PKK. Nachdem sich in den letzten Wochen mächtige Kurden-Clans, Prominente, sowie Eltern aus dem benachbarten Iran den Protesten angeschlossen hatten, schloss sich am Freitag eine weitere Mutter dem Sitzstreik vor dem Büro der HDP in Diyarbakir an. Immihan Nilifirka sei extra aus der türkischen Millionenmetropole Istanbul angereist, um sich dem täglich wachsenden Protest anzuschließen. Ihr Sohn sei vor vier Jahren in Istanbul von der PKK entführt worden. „Mehmet war 22 Jahre alt, als er verschwand“, so die Mutter gegenüber türkischen Medien. „[….] Er hatte nur noch zwei Monate, um sein Studium an der Ege Universität in Izmir abzuschließen. Seitdem gibt es keine Neuigkeiten mehr. Wir haben ihn überall gesucht. Ich kam hierher, um andere Mütter zu unterstützen und hoffentlich meinen Sohn zurückzuholen“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu die trauernde Mutter.

Im August hatte die kurdische Mutter Hatice Akar vor dem Provinzbüro der HDP in Diyarbakir einen Sitzstreik begonnen und verbrachte auch die Nächte vor dem Gebäude. Alles was sie wollte, war die Rückkehr ihres Sohnes. Trotz ihrer Erschöpfung hatte sie gesagt, sie werde mit ihrem Protest nicht aufhören. Laut Akar war ihr Sohn in die Berge verschleppt worden. „Mein Sohn betrat das HDP-Provinzbüro und kam nicht mehr heraus“, so Akar gegenüber Medien. Etwa eine Woche später konnte sie ihren 21-jährigen Sohn wieder in die Arme schließen.

In der darauffolgenden Woche setzte sich Fevziye Cetinkaya, eine weitere kurdische Mutter, die behauptet, ihr 17-jähriger Sohn sei über Mitglieder der HDP in die Reihen der Terrorgruppe aufgenommen worden, vor das Gebäude der Partei.

„Alles, was ich von ihnen (HDP-Mitglieder) will, ist, dass mein Kind zu mir zurückgebracht wird“, sagte sie. „Entweder haben sie mein Kind hier versteckt oder es woanders hingebracht…. Ich werde nicht gehen, bis mein Kind zurück ist“, fügte sie hinzu. Der Vater warf HDP-Mitgliedern vor, ihre Kinder zum Beitritt zur PKK zu ermutigen. „Sie schicken Kinder von armen Menschen [zur PKK]…. Ich will meinen Sohn zurück, sonst nichts. Wir haben diese Kinder unter schwierigen Bedingungen aufgezogen und in die Schulen geschickt“, sagte er. Die HDP wird seit ihrer Gründung beschuldigt, Verbindungen zur PKK zu unterhalten. Die separatistische PKK, die neben der Türkei auch in den USA und der EU als terroristische Organisation geführt wird, ist für den Tod von etwa 40.000 Menschen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, verantwortlich.

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– Kurden gegen PKK – Türkei: Künstler, Musiker und Schauspieler schließen sich Protesten kurdischer Eltern gegen HDP an

Der andauernde Sitzstreik gegen die Verschleppung und Rekrutierung kurdischer Kinder durch die Terrororganisation PKK und deren politischen Arm, der „Demokratischen Volkspartei“ (HDP), in Diyarbakır, entwickelt sich zu einem Lauffeuer. Nachdem sich in den letzten Tagen mächtige Kurden-Clans den Protesten angeschlossen hatten, bekamen die „Mütter von Diyarbakır“, wie die Aufbegehrenden genannt werden, prominente Unterstützung.

Türkei: Künstler, Musiker und Schauspieler schließen sich Protesten kurdischer Eltern gegen HDP an

Balkan
Albanien, Serbien und Nordmazedonien planen eigenen „Schengenraum“

Belgrad – Die Strategie der gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung – die Bildung des so genannten „kleinen Schengen-Raums“ – wird eines der Themen auf dem Treffen der Premierminister Albaniens Nordmazedonien und Serbiens Anfang Oktober in Belgrad sein, berichtet die serbische Tageszeitung Danas. „Gemeinsam können wir wettbewerbsfähiger sein, sowohl in Bezug auf die EU als auch auf andere Weltmärkte“, sagte die stellvertretende serbische Premierministerin Zorana Mihajlović und fügte hinzu, dass jedes dieser Länder des westlichen Balkans zu klein ist, um globale Investoren anzuziehen und ohne die könne es kein konstantes Wirtschaftswachstum geben. Sie betonte, dass es auch für die westlichen Balkanländer von Vorteil wäre, ihre Infrastrukturpolitik zu harmonisieren.
Am Dienstag traf sich der serbische Präsident Aleksandar Vučić bei der UN-Generalversammlung in New York mit den Premierministern von Nordmazedonien und Albanien, Zoran Zaev und Edi Rama. Dabei diskutierten sie über ein Konzept zur weiteren Beseitigung der verschiedenen Geschäftsbarrieren sowie über einen freieren Waren-, Personen- und Dienstleistungsverkehr in den drei Westbalkanstaaten, berichtet Danas weiter.

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– Balkan – Albanien und Saudi-Arabien wollen Handel stärken

Albanien wird den Handel von landwirtschaftlichen und tierischen Erzeugnissen mit Saudi-Arabien stärken, teilte der albanische Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Bledi Cuci am Donnerstag mit.

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EU-Japan-Abkommen
Brüssel: EU und Japan verbünden sich gegen China und USA

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Brüssel – Um Risiken aus China und den USA zu begegnen unterzeichneten die EU und Japan am gestrigen Freitag in Brüssel ein entsprechendes Abkommen. Der scheidende EU-Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker sagte, dass das Abkommen „in erster Linie“ ein Zeichen für die Zusammenarbeit zwischen zwei Partnern sei, die den Protektionismus ablehnten, sich für Offenheit einsetzten und ein regelbasiertes Handelssystem verteidigten.
“Wir leben in einer Zeit, in der ganz fundamentale Werte und Prinzipien ins Wanken geraten sind. Der neue Konnektivitäts-Plan der EU und Japans soll sie wieder festigen. Und er beginnt heute und hier mit einer klaren Botschaft: Tokio und Brüssel werden ihre langjährige Zusammenarbeit als strategische Partner auf der Grundlage gemeinsamer Werte und Prinzipien ausbauen, „, zitiert Nachrichtensender Euronews den japanischen Premier.
Beide Partner einigten sich darauf, „freie, offene, regelbasierte, faire, nichtdiskriminierende und vorhersehbare regionale und internationale Handels- und Investitionstätigkeiten, transparente Beschaffungspraktiken, die Gewährleistung der Schuldennachhaltigkeit und die hohen Standards der wirtschaftlichen, steuerlichen, finanziellen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit zu fördern“, heißt es im Text, berichtet Euraktiv. Diese Grundsätze waren bereits in dem im vergangenen Jahr unterzeichneten strategischen Partnerschaftsabkommen EU-Japan und dem Abkommen über wirtschaftliche Partnerschaft verankert. Der seit langem andauernde Zollstreit zwischen der EU und den USA könnte sich nächste Woche verschärfen, da US-Präsident Donald Trump voraussichtlich im Rahmen des Airbus-Falls neue Zölle auf europäische Produkte ankündigen wird. Die Initiative wurde jedoch von einigen asiatischen Nationen mit Vorsicht aufgenommen. Murat Zhurebekov, Kasachstans stellvertretender Energieminister, warnte davor, dass neue Strategien zur zusammenarbeit „nicht mit den derzeit bestehenden Dialogen konkurrieren oder in Konflikt geraten“ sollten, vor allem mit der chinesischen Initiative „One Belt, One Road“, die derzeit von 152 Ländern und Organisationen, darunter acht Europäern, unterstützt wird, berichtet Euractiv weiter. Der massive Investitionsplan Pekings wird jedoch in einigen Ländern in Frage gestellt, da er strenge finanzielle Bedingungen in den Gastländern vorschreibe und einige Umwelt- und Governance-Grundsätze nicht beachte. Wie Euronews weiter berichtet, sei in beiden Stellungnahmen Kritik in Richtung China mitgeschwommen. Mit seiner „Neuen Seidenstraße“ wolle Peking ein weltweites Verkehrs- und Handelsnetzwerk schaffen. Ein wirtschaftliches und geopolitisches Mega-Projekt – ohne verbindliche Standards und Transparenz, befürchte die EU. Der Deal mit Japan sei als Gegenentwurf zur „Neuen Seidenstraße“ gedacht, so Euronews. Der stellvertretende koreanische Wirtschaftsminister Kang-hyeon Yun stimmte zu, dass der Plan „One Belt, One Road“ „eine Menge Probleme schafft“. Aber er beklagte, dass sein Land und die EU im vergangenen Jahr Foren zur Unterstützung der Zusammenarbeit ins Leben gerufen haben, aber seitdem „nichts passiert“ sei, während die USA und China bei ihren Initiativen vorankämen. „Wir müssen aufholen und mehr aktionsorientiert sein“, betonte er. Andere äußerten sich positiver über die neue europäische Initiative. Der Vorsitzende der vietnamesischen Zentralwirtschaftskommission, Van Binh Nguyen, sagte, es gebe keine „Rivalität“ zwischen der EU und den Strategien Chinas. „Es wird mehr Möglichkeiten in Asien schaffen“, sagte er, und aus diesem Grund gibt „Vietnam seine volle Unterstützung“.      

Trump-Selenskij-Telefonat
Moskau wünscht keine Veröffentlichung von Putin-Trump-Telefonaten

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Moskau – Der Kreml hoffe, dass Gespräche zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump nicht veröffentlicht würden. Zwischen Moskau und Washington gebe es schon genug Probleme. „Natürlich möchten wir hoffen, dass wir in unseren bilateralen Beziehungen, in denen es bereits viele sehr ernste Probleme gibt, solche Situationen nicht erleben müssen“, zitierte die RBC-Nachrichten-Website den Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag. Das Weiße Haus hatte Telefongespräche zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten vom 25. Juli 2019 veröffentlicht, in denen Wolodymyr Selenskij den US-Präsidenten darum bittet, gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden zu ermitteln. Die Demokraten haben deshalb bereits erste Schritte für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet.    

Syrienkrise
Russischer Außenminister Lawrow: Wunsch der Türkei nach Sicherheitszone gerechtfertigt

New York (aa) – Der Wunsch der Türkei, eine Sicherheitszone in Nordsyrien einzurichten, ist gerechtfertigt, sagte der russische Außenminister Lawrow am Freitag. „Sie leiden unter dem Eindringen von Terroristen, die aus dem von den USA kontrollierten Gebiet kommen“, sagte Sergej Lawrow Reportern in New York am Rande der 74. UN-Generalversammlung. Russland sei die Frage der Sicherheitszone nicht gleichgültig, da sie mit der territorialen Integrität und Souveränität Syriens zusammenhänge, so Lawrow. Moskau treffe sich mit beiden Seiten. Die Türkei setzt sich seit geraumer Zeit für eine Sicherheitszonen in Nordsyrien, sowie die Umsiedlung syrischer Migranten aus der Türkei und Europa in diese ein. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wiederholt betont, dass Ankara seine eigene Militäroffensive durchführen würde, um eine Sicherheitszone in Nordsyrien einzurichten, falls Gespräche mit den USA scheitern sollten. Türkische und US-amerikanische Militärbeamte haben sich am 7. August darauf geeinigt, dass die Sicherheitszone in Nordsyrien als „Friedenskorridor“ für vertriebene Syrer dienen soll und dass ein gemeinsames Operationszentrum in der Türkei eingerichtet wird, um seine Einrichtung zu koordinieren. Die Vereinbarung sieht die Schaffung einer bis zu 32 Kilometer breiten Sicherheitszone entlang der türkischen Grenze zu den Kurdengebieten in Nordsyrien vor.

Im vergangenen Monat teilte die US-Armee mit, dass die syrischen demokratischen Kräfte (SDF) – ein Etikett, das von der Terrorgruppe YPG/PKK verwendet wird – begonnen haben, sich , wie von der Türkei gefordert, aus dem Nordosten Syriens zurückzuziehen und ihre militärischen Befestigungen abzureißen. Die USA, die die PKK als terroristische Organisation betrachten, änderten im Juli 2017 den Namen der YPG in syrische demokratische Kräfte, um sie von der PKK zu trennen.

In den letzten zwei Jahren haben die Militäroffensiven der Türkei „Operation Euphratschild und „Operation Olivenzweig“ die Region von den Terrorgruppen YPG/PKK und IS befreit, so dass bereits Hunderttausende von vertriebenen Zivilisten in ihre Heimat zurückkehren konnten. Seit dem Ausbruch eines blutigen Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 mussten Millionen von Menschen aus ihrem vom Krieg zerrütteten Land fliehen. In der Türkei leben derzeit insgesamt 3,6 Millionen Syrer, von denen sich viele auf die Rückkehr in ihre Heimat freuen.

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– Sicherheitskorridor – Erdogan: Können 2-3 Millionen syrische Flüchtlinge aus Europa und der Türkei umsiedeln

Die von der Türkei und den USA gemeinsam errichtete Sicherheitszone im Norden Syriens, kann zwei bis drei Millionen Syrer aufnehmen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Mittwoch.

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Rüstungsindustrie
In der Türkei gebautes Kriegsschiff „Kinaliada“ wird Marine übergeben

Istanbul – TCG Kinaliada, das vierte Schiff des MILGEM-Projekts – ein nationales türkisches Kriegsschiffprogramm – wird am Sonntag bei einer Zeremonie in Istanbul an die türkische Marine übergeben. Die Werft in Istanbul begann im Oktober 2015 mit dem Bau der Kinaliada (F-514), der vierten Ada-Klasse Korvette. Zuvor wurden die ebenfalls nach den Prinzeninseln benannten und heimisch gebauten Kriegsschiffe TCG Heybeliada, TCG Buyukada und TCG Burgazada an die türkischen Marine geliefert. Nach Angaben des Herstellers sei das Schiff in der Lage, einen Sikorsky S-70 Hubschrauber oder unbemannte Flugzeuge zusammen mit den dazugehörigen Rüstungen, 20 Tonnen JP-5-Flugzeugtreibstoff, Luftbetankungssysteme und Wartungseinrichtungen zu transportieren. Die Pakistanische Marine habe bereits einen Vertrag über den Erwerb von vier Schiffen der MILGEM-Klasse aus der Türkei unterzeichnet, so die Nachrichtenagentur Anadolu.  Mit der Entwicklung und dem Bau eigener Schiffe soll die Abhängigkeit der Verteidigungsindustrie vom Ausland verringert werden. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte in vorherigen Reden erklärt, dass die Verteidigungsindustrie vor 2023, dem 100-jährigen Jubiläum der Ausrufung der Republik, unabhängig sein werde. Eigener Flugzeugträger im Bau Auch ein eigener Flugzeugträger, der TCG Anadolu, wurde angekündigt. Wir werden der zehnte Staat sein, der ein solches Schiff hat. Es gibt nur fünf oder sechs Produzenten auf der Welt“, betonte Metin Kalkavan, Vorsitzender der türkischen Schiffahrtskammer gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.

TCG Anadolu kann als Mehrzweckkriegsschiff sowohl in der Rolle eines Flugzeugträgers wie auch eines amphibischen Angriffsschiffs eingesetzt werden. Das Schiff wird gegenwärtig von der Sedef Werft in Istanbul in Kooperation mit dem spanischen Hersteller Navantia gebaut. TCG Anadolu wird das größte und am besten bewaffnete Kampfschiff, das „Mutterschiff“ der türkischen Marine. 

(Foto: Türkische Marine) Das Schiffsbauunternehmen Sedef wird von der türkischen Marine und dem Unterstaatssekretariat für Verteidigungsindustrie (SSM) unterstützt. Im Interview mit der türkischen Tageszeitung Milliyet drückte Sedef-Vorstandsmitglied Orkun Kalkavan seinen Stolz über „die verantwortungsvolle Aufgabe“ aus, an diesem weitreichenden Militärunterfangen mitwirken zu dürfen. „Wir sind stolz, die Möglichkeiten unseres Landes in der Verteidigungsindustrie durch den Bau eines hochgerüsteten Schiffes mit transkontinentalen Fähigkeiten zu präsentieren“, sagte Kalkavan. Die TCG Anadolu wird 225 Meter lang und 32 Meter breit sein. Die Wasserverdrängung des Schiffes wird ein totales Gewicht von 28,000 Tonnen ausweisen und eine Fahrgeschwindigkeit von 20 bis 21 Knoten (37 bis 39 Kilometer pro Stunde) erreichen können. Die Landungsplattform wird den Anforderungen des modernen Kampfjets vom Typ F-35B Lightning angepasst. Bis zu acht Kampfhubschrauber vom Typ ATAK und ein 700 Mann starkes amphibisches Bataillon sowie mehrere Panzer finden Platz in den Innenräumen der TCG Anadolu. Medienberichte weisen daraufhin, dass die Bewaffnung des Flugzeugträgers größtenteils von lokalen türkischen Unternehmen wie Havelsan und ASELSAN zur Verfügung gestellt werden wird.        

Finanzpolitik
Finanzminister Scholz: „Bitte nehmt das Geld!“ – 15 Milliarden Euro

Beim Bund stehen nach den Worten von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) Investitionsmittel für Schulen, Straßen und Digitalisierung in Höhe von mehr als 15 Milliarden Euro bereit, die nicht abgerufen werden. „Wir mobilisieren schon heute Milliarden für den Klimaschutz, für bessere Schulen, neue Straßen und sozialen Wohnungsbau – und stellen am Jahresende regelmäßig fest, dass viel Geld nicht abgerufen wird“, sagte Scholz der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag). „Das steigt von Jahr zu Jahr. Inzwischen sind das im gesamten Etat mehr als 15 Milliarden Euro“, sagte der Minister. Es fehle an Planungskapazitäten und Bauarbeitern. Zudem seien viele Regelungen zu kompliziert und Entscheidungsprozesse zu lang. „Ich bin überzeugt, dass viele Prozesse in Deutschland zu langsam geworden sind – durch unsere Freude an der Regulierung und an zu komplizierten Entscheidungsprozessen“, sagte Scholz. „Ich habe jetzt meine Kolleginnen und Kollegen im Kabinett gebeten, die Regeln zu überarbeiten. Es kann nicht sein, dass Investieren so kompliziert geworden ist“, so der Minister. Scholz forderte Länder, Kommunen und Investoren auf: „Bitte nehmt das Geld!“ Es stünden genügend ungenutzte Investitionsmittel beim Bund bereit.

Verkehrspolitik
FDP verlangt bundesweites Parkleitsystem für Lkw

Um den knappen Parkraum an Autobahn-Rastplätzen und -Parkplätzen besser in den Griff zu bekommen, verlangt die FDP die Einführung eines bundesweiten Parkleitsystems. Der FDP-Verkehrspolitiker Torsten Herbst sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Ein digitales Parkplatzmanagement auf Autobahnen wäre nicht nur ein echter Gewinn für die Verkehrssicherheit auf deutschen Autobahnen, sondern auch eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Tausenden Kraftfahrern.“ Die auf Parkplatzzufahrten abgestellten Lkw seien eine Unfallgefahr. Wie andere Länder zeigten, könne es nicht so schwer sein, die Auslastung eines Parkplatzes per App oder auf Tafeln anzuzeigen, sagte der FDP-Politiker. „Im zweiten Schritt ließe sich die Parkplatznutzung mit Reservierungen nach Ankunfts- und Abfahrtszeiten digital managen.“ Wie aus einer Anfrage an das Bundesverkehrsministerium hervorgeht, gibt es derzeit zwei vom Bund geförderte Pilotprojekte – auf der A9 und der A45 – zu dem Thema. Diese gibt es jedoch bereits seit 2015 beziehungsweise 2009. Herbst kritisierte: „Selbst für solche kleinen Infrastrukturprojekte braucht es in Deutschland inzwischen eine Ewigkeit. Es ist traurig, wie anspruchslos diese Bundesregierung agiert, obwohl alle benötigten Technologien zur Verfügung stehen.“

Flüchtlingskrise
Türkei plant in Nordsyrien 200.000 Wohneinheiten für Flüchtlinge

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Ankara – Wie eine namentlich nicht genannte Quelle des türkischen Präsidialamtes gegenüber dem Nachrichtensender Habertürk am Freitag äußerte, hat die Türkei Pläne für ein gigantisches Bauprojekt. Dabei sollen in Nordsyrien für eine Million Flüchtlinge neue Gemeinden aufgebaut werden. Demnach sollen 140 Dörfer errichtet werden, in denen jeweils 5.000 syrische Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Geplant seien 10 Distrikte in der von der Türkei geplanten Sicherheitszone im Norden Syriens, in die jeweils 30.000 syrische Flüchtlinge umgesiedelt werden sollen. Insgesamt seien 200.000 Wohneinheiten für rund eine Million Syrer geplant, die seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2011 in die Türkei geflohen sind. Zu den Bauplänen gehörten auch Sporthallen, Schulen, Jugendzentren, Moscheen und medizinische Kliniken. Das gesamte Projekt werde auf etwa 27 Milliarden Dollar geschätzt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe diesen Plan bereits mit amerikanischen Regierungsvertretern während seines Besuchs in der Generalversammlung der Vereinten Nationen diese Woche geteilt, so türkische Medienberichte. „Wir wollen in der Lage sein, mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, zwei Millionen Syrer in den Friedenskorridor umzusiedeln“, sagte Erdogan am Dienstag bei den Vereinten Nationen. „Wenn wir diesen Korridor bis zur Linie Deir ez-Zor-Raqqqa erweitern können, können wir die Zahl der Syrer, die aus der Türkei, Europa und anderen Ländern nach Hause zurückkehren, auf bis zu drei Millionen erhöhen“, fügte er hinzu.

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– Sicherheitskorridor – Erdogan: Können 2-3 Millionen syrische Flüchtlinge aus Europa und der Türkei umsiedeln

Die von der Türkei und den USA gemeinsam errichtete Sicherheitszone im Norden Syriens, kann zwei bis drei Millionen Syrer aufnehmen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Mittwoch.

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