New York – US-Verteidigungsminister Mark Esper sagte in einem Interview mit CNNs Christiane Amanpour, dass die USA keine Verträge unterzeichnet hätten „die Kurden vor einem NATO-Partner zu verteidigen“.
„Wir haben uns nicht für einen Krieg zur Verteidigung der Kurden gegen einen langjährigen NATO-Verbündeten verpflichtet und schon gar nicht für die Gründung eines autonomen kurdischen Staates“, sagte Verteidigungsminister Mark Esper unter Bezugnahme auf die YPG, dem syrischen Ableger der PKK-Terrororganisation.
Verpflichtet habe sich die USA lediglich zur Verteidigung der Kurden vor der Terrororganisation IS. Diese hat US-Präsident Donald Trump bereits im März für besiegt erklärt.
Seit seinem Amtsantritt im Juli habe er mit seinem türkischen Amtskollegen Hulusi Akar zusammengearbeitet, um die von Ankara geplante Sicherheitszone in Nordsyrien einzurichten, so Esper.
(Screenshot/CNN)
Die amerikanische Regierung hebt die wegen der Syrien-Offensive verhängten Sanktionen gegen die Türkei wieder auf. Dies sei wegen des von der Türkei zugesagten dauerhaften Waffenstillstands in dem Gebiet möglich.
US-Präsident Donald Trump zufolge habe die türkische Regierung seine Regierung darüber informiert, dass sie die Kämpfe und die Offensive in Nordsyrien stoppen werde, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung(FAZ) unter Bezugnahme auf eine Stellungnahme Trumps am Mittwoch im Weißen Haus.
Screenshot/Twitter)
Doppelerfolg für türkische Gewichtheberinnen bei der EM
Bei den Junioren- und U23-Europameisterschaften im Gewichtheben in der rumänischen Hauptstadt Bukarest gewann die türkische Athletin Berfin Altun die Goldmedaille. Nach der Neuausrichtung der Gewichtsklassen startete Altun in der Kategorie bis 65 Kilogramm.
Glückwünsche von der THF
Im Reißen bewältigte die Jungathletin 94 Kilogramm und holte Bronze. Im Stoßen sicherte sich die türkische Nationalsportlerin dagegen mit 118 Kilogramm Gold, sodass sie in der Gesamtwertung mit 212 Kilogramm Europameisterin wurde und die Goldmedaille errang. Die Türkische-Gewichtheber-Föderation (THF) beglückwünschte daraufhin die Europameisterin.
Altun widmet Medaille der türkischen Armee
Berfin Altun erklärte, sie sei stolz und glücklich, in Rumänien die türkische Nationalhymne spielen zu hören und sagte: „Ich widme meine Medaille den türkischen Streitkräften, die bei der Operation Friedensquelle dienen“.
Nuray Levent holt Silber
Die türkische Gewichtheberin Nuray Levent, die in der selben Gewichtsklasse kämpfte, bewältigte dagegen beim Reißen 95 Kilogramm sowie im Stoßen 115 Kilogramm. Im Reißen holte sie damit Silber. Beim Stoßen gewann sie die Bronzemedaille. In der Gesamtwertung lag die Sportlerin bei 210 Kilogramm. Das reichte noch für Silber. Damit wurde Levent Vizeeuropameisterin.
Erfolge auch für Herren
Bei den U-23-Herren wurde Berkan Yigit dritter. Beim Reißen gelangen dem 61 Kilogramm schweren Athleten 111 Kilogramm zu heben. Beim Stoßen erhielt er für 150 Kilogramm die Bronzemedaille. Mit einer Gesamtwertung von 261 Kilogramm wurde er dritter. Ferdi Hardal sicherte sich in der gleichen Gewichtsklasse die Silbermedaille im Reißen.
31 Medaillen für die Türkei in nur fünf Tagen
Am fünften Tag der Europameisterschaften im Gewichtheben konnte die Türkei damit auf insgesamt 31 Medaillen zurückblicken. Davon sind elf Gold-, acht Silber- und zwölf Bronzemedaillen.
Tamer Taspinar, Vorsitzender der Türkischen-Gewichtheber-Föderation sagte in einer Erklärung: „Wir sehen jede einzelne Medaille als ein Beginn für den nächsten Erfolg. Wir beglückwünschen die Sportclubs und Trainer, die bei diesen Erfolgen mitgewirkt haben.“
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Ein Gastkommentar von Nabi Yücel
Die seit 40 Jahren anhaltenden Angriffe auf die Türkei durch die Terrororganisation PKK und ihren diversen Dreibuchstaben-Ablegern zeigen, dass die alte Weisheit über die Kriegsführung nicht mehr gelten. War es noch Guerilla-Taktik, mit der die PKK den Kampf gegen die türkische Staatsmacht führte, ist es heute ein asymmetrischer Guerillakampf, der nicht nur in die Städte getragen, sondern auch an den Außengrenzen ausgefochten wird. Dennoch beharrt die Türkei weiterhin, den Konflikt im In- wie auch Ausland als „Operation“ gegen Terrororganisationen zu bezeichnen.
Seit sich die kurdischen Volksverteidigungseinheit YPG während des syrischen Bürgerkrieges in weiten Teilen Nordsyriens entlang der türkischen Grenze festgesetzt haben, sieht die Türkei darin ein eklatantes Sicherheitsrisiko. Dieses Sicherheitsrisiko führte bereits in den 90er Jahren dazu, dass die Türkei gegenüber dem syrischen Staat zum Schluss militärische Gewalt androhte. Damals, 1998, konnte unter Vermittlung Ägyptens und Russlands der damalige Regimeführer Hafiz al-Assad (Vater von Baschar al-Assad) dazu überredet werden, mit der Türkei das Abkommen von Adana zu unterzeichnen.
Das Ergebnis war, dass die Terroranschläge in den Folgejahren rapide abnahmen, der Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, aus Syrien hinausgewiesen wurde und schlussendlich in Kenia vom türkischen Nachrichtendienst MIT gefasst und in die Türkei überführt werden konnte. Die Türkei, USA und Europa stufen die PKK wie auch ihren syrischen Ableger YPG auch gegenwärtig als Terrororganisation ein.
Im Nordirak hat die Türkei bereits in Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung und der Kurdischen Autonomiebehörde Nordirak ein stilles Übereinkommen erzielt, die vorsieht, dass türkische Streitkräfte im Grenzgebiet zum Nordirak gegen die Terrororganisation PKK operieren und kleinere militärische Stützpunkte unterhalten können.
Aus dem Dreiländereck Irak, Iran und Türkei heraus plante und führte die PKK die meisten Terroranschläge aus. Seit 2016 nehmen die Attacken aufgrund der Modernisierung der türkischen Sicherheitskräfte und der geschlossenen Grenzen immer weiter ab. Nun ist die Türkei aber auch dem Ableger der PKK an der gesamten Südgrenze ausgesetzt; ein Fanal.
Bisher hat die Türkei während des anhaltenden syrischen Bürgerkrieges drei militärische Operationen gegen die YPG wie auch den sogenannten Islamischen Staat IS geführt. Die türkische Militäroffensive in Nordsyrien 2016/17 begann am 24. August 2016 unter dem Operationsnamen „Schutzschild Euphrat“ und endete am 29. März 2017. Die zweite türkische Militäroffensive auf Afrin begann am 20. Januar 2018 unter dem Namen „Operation Olivenzweig“ und endete nach nur knapp 2 Monaten am 18. März 2018. Die dritte und gegenwärtige türkische Militäroffensive in Nordsyrien unter dem Operationsnamen „Friedensquelle“ begann offiziell am 9. Oktober 2019 und hält seitdem offiziell noch an, auch wenn ein Deal zwischen Washington und Ankara das weitere militärische Vorgehen zumindest bis Mittwoch pausiert hat.
Während die Türkei die derzeitige und vergangenen Operationen als Selbstverteidigung gegen eine terroristische Bedrohung und als völkerrechtskonform bezeichnet, wird der Angriff von Kritikern – meist Aktivisten die der YPG nahestehen oder andere politische Interessen verfolgen – als völkerrechtswidrig verurteilt. Die schärfsten Kritiker wollen gar, dass der amtierende türkische Staatspräsident aufgrund von mutmaßlichen Kriegsverbrechen und Angriffskrieg vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) der Vereinten Nationen im niederländischen Den Haag zur Verantwortung gezogen wird.
Zunächst einmal ist der türkische Staatspräsident laut türkischer Verfassung nur die ausführende Exekutive bzw. die ausführende Gewalt. Die Entscheidung, eine militärische Operation oder ein Verteidigungsfall auszurufen, obliegt der Legislative, in dem Fall dem Parlament. Am 8. Oktober erteilte das türkische Parlament mit einer überwältigenden Mehrheit mit den Stimmen der AKP-, CHP-, MHP- und İYİ-Partei für ein weiteres Jahr ein Auslandsmandat zum Einsatz militärischer Streitkräfte. Das Parlament gab diesen Entschluss dann dem türkischen Staatspräsidenten bekannt, der das Mandat an das Militär weitergab. Wer im Fall einer utopischen Anklage vor dem IGH dann zur Verantwortung gezogen werden könnte, steht daher abschließend nicht fest.
Fest steht aber, dass die Weltgemeinschaft seit 1999 bis in die Gegenwart hinein eigentlich ständig ein Déjà-Vu-Erlebnis haben müsste, wenn es um Kriegsverbrechen bzw. Angriffskriege geht. Laut der juristischen Definition ist der Angriffskrieg das größte vorstellbare Kriegsverbrechen und der größte denkbare Verstoß gegen das Völkerrecht. Weitere Kriegsverbrechen, die von beiden Seiten der Parteien begangen werden, fallen als Kriegsschuld auf diesen Angreifer zurück bzw. sind ihm als Schuld anzurechnen.
Die USA haben in den letzten Jahrzehnten seit 1999 weltweit die meisten Angriffskriege vor unserer Nase geführt und damit die schwerstmöglichen Kriegsverbrechen und die schlimmsten Verletzungen des Völkerrechts begangen; wenn man denn die Argumentationsmuster der gegenwärtigen Kritiker aufgreift. In allen diesen Angriffskriegen war den USA und ihren Verbündeten der NATO oder der EU sehr wohl bewusst, dass der Angriff „Kollateralschäden“ unter der Zivilbevölkerung hervorrufen würde. Egal wie die USA und ihre Verbündeten diese „Kollateralschäden“ auch versuchen zu erklären, es würde sich laut diesen kritischen Stimmen doch auch um vorsätzliches Töten handeln.
Die NATO und die EU wurden bislang und werden auch weiterhin von diesem US-amerikanischen Standpunkt, es handle sich um Selbstverteidigung oder eine Friedensmission, dominiert. Besonders im Irak-, Libyen-, Kosovo- und Afghanistankrieg. Auch im gegenwärtigen Jemen-Krieg wird das überaus deutlich, auch wenn es diesmal die USA nicht direkt betrifft. Indirekt betrifft es aber alle Staaten, die die Angreifer Saudi-Arabien oder VAE mit Waffen versorgen.
Daraus können wir schlussfolgern, dass die westlichen Kritiker und damit auch die Medien bei Fragen, die die geopolitischen Interessen des Hegemons USA entscheidend betreffen, einseitig im US-amerikanischen Sinn berichtet haben und auch weiterhin so berichten – und wenn es nur durch die richtige Themenauswahl und das passende Weglassen war – und in keiner Weise dem entsprach, was man von kritischem Journalismus erwarten würde. Die transatlantische Verflechtung der deutschen Medienvertreter wird hieran besonders deutlich, wenn es um die Berichterstattung über die gegenwärtige türkische Militäroperation geht.
Krieg setzt voraus, dass der Verteidigungsfall vorliegt. Nach türkischer Rechtsprechung wird der Verteidigungsfall erst dann ausgelöst, wenn das Land militärisch angegriffen wird.
„Militärisch“ bedeutet in dem Fall konkret, dass eine Streitmacht oder Streitkräfte, die von einer fremden Staatsmacht als Träger mit Kriegswaffen ausgestattet wurden, gegen die Türkei mit Gewaltanwendung vorgeht. Bei vereinzelten Terroranschlägen oder Terrorangriffen wird der Verteidigungsfall nicht ausgelöst, weil keine Staatsmacht dahintersteht.
Dennoch kann nach türkischer Verfassung ein Fall ausgelöst werden; dann, wenn die Attacken die Voraussetzungen für eine innen- bzw. außenpolitische Gefahrenlage erfüllen. Nach internationalem Recht herrscht formal in diesem Fall kein Krieg. Die Konventionen des Völkerbundes und der Vereinten Nationen definieren „Krieg“ als bewaffneten Konflikt zwischen Staaten, weshalb beim Auslösen einer innen- oder außenpolitischen Gefahrenlage „Krieg“ nicht zutreffen kann.
Auf der anderen Seite hat sich die klassische Deutung von „Krieg“ maßgeblich geändert. In Zeiten, in denen Bürgerkriege zwischen regulären Armeen und irregulären Guerillakräften immer mehr Bedeutung gewinnen, wird diese ständig neu bewertet. Der Terrorismus wird zu einer globalen Strategie, „ein vorläufiger Endpunkt einer Entwicklung, in deren Verlauf sich der Krieg aus einer Konfrontation professioneller Militärapparate in eine Abfolge von als Zivilisten getarnten Kämpfern an Zivilisten veranstalteten Massakern verwandelt hat“, wie es Politikwissenschaftler Herfried Münkler treffend bezeichnete. Diese „Massaker“ an der türkischen Bevölkerung, aber auch die Verbrechen der YPG in Nordsyrien, haben die türkische Gesellschaft in den letzten 9 Jahren aber entscheidend geprägt. Auf die 31 Jahre zuvor gehen wir erst gar nicht ein.
1916 beschrieb der Soziologe Max Weber, wie eine Gesellschaft sich im Kriegszustand verwandelt: „Der Krieg als die realisierte Gewaltandrohung schafft, gerade in den modernen politischen Gemeinschaften, ein Pathos und ein Gemeinschaftsgefühl.“ Das traf auf die USA am 9. November 2011 und bei den Terroranschlägen in Frankreich, Spanien oder Großbritannien im weitesten Sinn zu. In der Türkei trifft es in diesem Sinn alltäglich zu.
Die derzeit von Kritikern angeführte Debatte gegen die Türkei ist an Absurdität daher kaum noch zu überbieten, zumal das mit einem Schlag erledigt wäre, gäbe es vergleichbare häufige Terroranschläge in deutschen Großstädten wie Istanbul, Ankara, Gaziantep oder Diyarbakir. Die derzeit heftig geführte Kritik an der türkischen Operation „Friedensquelle“ wäre ohne den Luxus des Friedens in Deutschland oder Europa längst undenkbar. Daher sollte Deutschland und Europa dankbar sein, nicht seit 40 Jahren einem Terror der PKK ausgesetzt zu sein, die seit 2011 an der südlichen Außengrenze eine neue Terrorfront eröffnet hat.
Die Liste von Terroranschlägen in der Türkei sollte sich eigentlich für europäische Verhältnisse wie eine Lektüre über Terrorismus lesen: Seit Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges starben in der Türkei im Jahr…
2011 – 21 Menschen durch Terroranschläge der PKK
2012 – 61 Menschen durch Terroranschläge der PKK
2013 – 23 Menschen durch Terroranschläge der PKK
2014 – 19 Menschen durch Terroranschläge der PKK
2015 – 69 Menschen durch Terroranschläge der PKK
2016 – 298 Menschen durch Terroranschläge der PKK
2017 – 68 Menschen durch Terroranschläge der PKK
2018 – 27 Menschen durch Terroranschläge der PKK
2019 – 28 Menschen durch Terroranschläge der PKK
Allein 2011 bis 2018 wurden bei diesen Terroranschlägen der PKK über 2.100 Menschen zum Teil schwer verletzt, erlitten psychosomatische Störungen, sind für ihr Leben gezeichnet. Insgesamt wurden in dieser Zeit 49 Terroranschläge von der PKK bzw. ihren Ablegern verübt, wobei Attacken auf militärische Grenzposten und Gendarmerie-Einheiten in dieser Liste erst ab 2015 miterfasst sind. Laut der unabhängigen NGO „Crisis Group“ wurden zwischen Juli 2015 und Oktober 2019 bei Terroranschlägen und Terrorattacken der PKK und ihren Ablegern in der Türkei insgesamt 490 Zivilisten und 1.215 türkische Sicherheitskräfte getötet.
(Screenshot(Crisisgroup)
Jetzt wo diese Zahlen bekannt sind, es aber Vergleichbares nicht einmal ansatzweise in Deutschland oder Europa gibt, lehnen sich Kritiker aber dennoch sehr weit aus dem Fenster hinaus. Der Appell an die Türkei verfliegt daher, da die Gesellschaft in der Türkei die Bekämpfung der Terrororganisation PKK und ihren Ablegern im In- wie Ausland gefordert hat und das Parlament dieser Forderung nachkam.
Es ist in der Türkei kaum einem verständlich zu vermitteln, weshalb einer längst verinnerlichten Terrororganisation im grenznahen Gebiet eine Autonomie zugesprochen werden soll, wenn diese auch weiterhin zivilisatorische Errungenschaften wie Wasserversorgung, Autobahn, Linienbus oder Schulen in die Luft sprengen, Lehrer und Lehrerinnen, Bauarbeiter und Ingenieure aus dem Hinterhalt ermorden oder Kinder und Jugendliche entführen und zu Kämpferinnen dressieren.
Wenn sich die Kritiker der türkischen Militäroperation so weit hinauslehnen, weshalb hören oder wollen sie dann die Klagen der einheimischen Bevölkerung in Nordsyrien nicht wahrnehmen und übergehen sie geflissentlich? Seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges erfasste u.a. die in Berlin ansässige NGO „KurdWatch„, die Menschenrechtsverbrechen des politischen syrischen Flügels der PKK, der PYD, ihrer Miliz YPG, dann der SDF in Nordsyrien bis September 2016. Die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International wie auch Human Right Watch berichteten über die YPG bzw. SDF breit und tief über Vertreibungen, ethnische Säuberung sowie Mord und Totschlag an Oppositionellen.
Gegenwärtig melden sich aramäische wie assyrische Minderheiten in Nordsyrien wie auch in den USA, Schweden sowie Österreich in sozialen Netzwerken zu Wort und wollen erhört werden, doch nur im deutschsprachigen Onlinendienst Tagesspiegel wurde darüber ausführlich berichtet. In Zeitungen wurde darüber nur Lokal die negative Sicht dieser christlichen Minderheiten über die YPG bzw. SDF erneut zur Aussprache gebracht; eine Breitenwirkung erzielten diese Meldungen daher nicht.
(Screenshot/Afdonbladet)Auch in der Politik scheint man sich über die Lage dieser christlichen Minderheit im sogenannten „Rojava“ kaum auszukennen und wenn bekannt geworden, wird es geflissentlich übergangen.
Nur der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu betonte jüngst ausdrücklich in der US-amerikanischen Zeitung New York Times, in welcher prekären Lage sich die christlichen Minderheiten in Nordsyrien unter der Herrschaft der YPG befinden würden.
Die christlichen Minderheiten der Aramäer und Assyrer bedankten sich für diese kurze Erwähnung in der New York Times. Eigentlich ein Schlag ins Gesicht derer, die sich den Menschenrechten verpflichtet haben und derzeit eine Terrororganisation verherrlichen.
(Screensjhot)Mit Sotschi-Memorandum haben Syrien und Russland Legalität der türkischen Offensive unterstrichen.
Noch ein Schlag ins Gesicht derer, die jetzt vor vollendeten Tatsachen stehen! Die militärische Offensive der Türkei auf syrischem Territorium ist nicht völkerrechtswidrig, da er in Einklang mit dem Abkommen von Adana mit der damaligen syrischen Regierung immer noch besteht.Mit dem Sotschi-Memorandum vom Dienstag, hat nicht nur die Türkei, sondern auch Syrien sowie Russland das Abkommen bestätigt und damit die Legalität der Operation unterstrichen.Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Zum Thema
– Syrienkrise –
Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“
Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.
Die Zahl der Krankheitstage von deutschen Arbeitnehmern ist im vergangenen Jahrzehnt um mehr als 70 Prozent gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt.
Demnach nahm die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage bei Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 319 Millionen im Jahr 2008 auf 546 Millionen im Jahr 2017 zu. Das ist ein Zuwachs von 71 Prozent. Zwar stieg in den zehn Jahren auch die Zahl der Beschäftigten stark an. Doch nahm der durchschnittliche Krankenstand ebenfalls deutlich zu. Er stieg von 3,3 Krankheitstagen pro GKV-Versichertem im Jahr 2008 auf 4,0 Tage im Jahr 2018, wie aus der Antwort des Arbeitsministeriums hervorgeht.
Psychische Erkrankungen als Ursache der Krankschreibungen nahmen demnach zwischen 2008 und 2017 enorm um 144 Prozent zu. Frauen seien davon deutlich häufiger betroffen als Männer. Die Linken bekräftigten ihre Forderung nach einer Anti-Stress-Verordnung der Regierung. „Sie ist längst überfällig. Sie bedeutet klare und verbindliche Richtlinien, um Stress bei der Arbeit einzudämmen“, sagte Linken-Politikerin Jutta Krellmann.
Ob Soja-, Reis- oder Mandeldrinks – in Sachen Vitamine und Mineralstoffe können sie mit Kuhmilch nicht mithalten. „Wer Milch verträgt, sollte nicht völlig auf sie verzichten“, rät Sonja Schäche vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. „Pflanzendrinks sind eine Alternative für Veganer und für Menschen mit Laktoseintoleranz oder Milcheiweiß-Allergie.“
Die Milch-Alternativen sind vegan und laktosefrei, unterscheiden sich aber in ihrer Zusammensetzung. „Der Verbraucher muss auf die Zutatenliste schauen“, empfiehlt Monika Bischoff vom Berufsverband Oecotrophologie. Oft sind Nährstoffe wie Kalzium oder Folsäure zugesetzt, mitunter aber auch Zucker und Verdickungsmittel.
Mandelmilch besteht aus mit Wasser aufgegossenen Mandeln oder Mandelmus. „Meist sind nur zwei bis zehn Prozent Mandeln enthalten“, erläutert Bischoff. Daher stecken kaum Vitamine und Nährstoffe darin. Der Fettgehalt entspricht ungefähr dem von fettarmer (1,5 Prozent) Kuhmilch, der Eiweißgehalt ist überschaubar. Dagegen enthält Sojamilch fast so viel Eiweiß wie Kuhmilch.
Aber Vorsicht: „Soja kann bei Birken- und Pollenallergikern Reaktionen auslösen“, sagt Bischoff. Reismilch enthält der Expertin zufolge von allen Milch-Alternativen die wenigsten Allergene, aber auch kein Eiweiß und kaum Fett, dafür aber fast doppelt so viel Zucker wie Kuhmilch. In Hafermilch steckt viermal weniger Eiweiß als in Kuhmilch – und ebenfalls mehr Zucker. Weitere Infos über Milch-Alternativen sind in der aktuellen „Apotheken Umschau“ zu finden.
Tod eines türkischen Studenten gibt Fragen auf: Wurde Mert Cokluk ermordert?
Der mysteriöse Tod des türkischen IT-Studenten Mert Cokluk sorgt seit Tagen für Diskussionen und Spekulationen in den sozialen Medien sowie in türkischen Nachrichtenportalen und der Öffentlichkeit.
Vater des Toten: „Sie haben den Jungen gefoltert“
Der 24-jährige türkische Student Mert Cokluk, der in Nürnberg seine Masterarbeit schrieb, wurde am 5. Oktober am Bahnhof Erlangen tot aufgefunden.
Der Vater von Mert Cokluk, Bekir Cokluk, geht von einem Verbrechen aus:
„Sein Zehnagel wurde rausgerissen. An vielen Stellen seines Körpers gibt es große Prellungen und Brüche. Sie haben den Jungen gefoltert. Wir zweifeln sehr an der Sache. Was ist passiert? Wie ist er getötet worden? Wir rufen täglich an, doch die deutschen Behörden geben keinerlei Informationen“, so Bekir Cokluk im Gespräch mit türkischen Medien. Der Vater des toten Studenten geht davon aus, dass der Tod seines Sohnes etwas mit den sensiblen Ergebnissen seiner Abschlussarbeit zu tun haben könnte. „Das ist ein zweifelhafter Tod. Und muss verfolgt werden“, sagte Bekir Cokluk.
(Screenshot/Hurriyet)Polizei spricht von Suizid
Zudem wurde in Bezug auf die Todesumstände von Mert Cokluk auf Facebook eine E-Mail des Polizeipräsidiums Mittelfranken veröffentlicht, die an die lokale türkische Zeitung „Bayern Aktüel“ adressiert ist. Darin heißt es: „Herr Cokluk wurde am 05.11.2019 im Bereich des Bahnhofs Erlangen von einem Zug erfasst und getötet. Aus den Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Erlangen geht hervor, dass es sich hierbei um einen Suizid handelt.“ In dem Schreiben der Polizei wird ein Unfall oder ein Tötungsdelikt ausgeschlossen.
Bruder des Toten geht von Mord aus
Auf der türkischen Investigativplattform „Oda Tv“ äußerte sich der Bruder des Toten und gab den Mordgerüchten weiteren Auftrieb: „Er wurde gefoltert“, sagte Murat Cokluk. Ferner äußerte sich der Bruder des toten Masterstudenten zu dem angeblichen Abschiedsbrief, der bei seinem Bruder gefunden wurde. Murat Cokluk sagte, dass es sich dabei um einen Brief der kleinen Schwester aus der Türkei handle.
Generalkonsulat gibt Erklärung ab
Das türkische Generalkonsulat sah sich aufgrund der Spekulationen und Diskussionen in den türkischen Medien aber auch in den sozialen Netzwerken gezwungen, eine schriftliche Erklärung zu veröffentlichen. Darin wird der türkischen Öffentlichkeit gesagt, dass sie „anstatt spekulativer Nachrichten und Verschwörungstheorien über konkrete juristische und polizeiliche Befunde zur Wahrheit gelangen“ müssten. Die Angelegenheit werde jedoch mit Nachdruck verfolgt bis es von Seiten der deutschen Behörden eine überzeugende Antwort gebe.
Türkische Politiker fordern Aufklärung
Auch türkische Politiker forderten Aufklärung und äußerten sich über die sozialen Medien zu dem Thema. Beklagt wurde unter anderem, dass die Angelegenheit von deutschen Medien übersehen werde. Suspekt erschien überdies, dass das Mobiltelefon sowie der Laptop des Studenten verschwunden seien.
Wolfsburg – Der deutsche Autokonzern suche nicht nach Alternativen für das ursprünglich in der Türkei geplante neue Osteuropawerk.
„Wir sind nicht dabei, alternative Standortplanungen zu machen“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters VW-Produktionsvorstand Andreas Tostmann, der am Dienstag bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten sprach.
Man beobachte die Lage nach der Militäroffensive sorgfältig. Deswegen sei die Planung für ein Werk “on hold”. Sobald sich eine Entscheidung in Sachen Türkei-Werk “in die eine oder andere Richtung” abzeichne, wolle man darüber informieren. VW sehe sich in der komfortablen Situation, dass man noch etwas Zeit habe, um das geplante Projekt zu realisieren, berichtet Reuters weiter.
Nach Beginn der türkischen Anti-Terror-Offensive gegen den IS und den syrischen Ableger der Terrororganisation PKK, die YPG, in Nordsyrien, hatte VW angekündigt, die Pläne für das geplante Türkei-Werk vorerst gestoppt zu haben.
Die türkische Militäroffensive im Norden Syriens schaffe ein Umfeld, in dem es kein Votum für den Standort Türkei geben könne. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtete, bewerbe sich Bulgarien wieder um die Milliarden-Investitionen des deutschen Autobauers.
Um sich den Zuschlag für das neue Werk zu sichern, sei Bulgarien bereit, die von Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdogan angebotenen Subventionen zu verdoppeln. „Wir haben einen Weg gefunden, dem Volkswagen-Konzern statt 135 Millionen Euro 250 bis 260 Millionen Euro anzubieten“, zitiert die Bildden bulgarischen Ex-Staatschef und Präsident des „Automobilclusters“ in Sofia, Rossen Plewneliew (55), der mit der FAZ sprach.
Demnach sei VW das Angebot unterbreitet worden, die Antwort stehe jedoch noch aus, so Plewneliew. Rechne man die Infrastruktur hinzu – etwa die Anbindung an die Schiene, an die Autobahn und die U-Bahn –, biete Sofia 800 Millionen Euro, damit VW die neue Fabrik in Bulgarien baue, berichtet Bild weiter.
Der türkische Einmarsch in Nordsyrien zwinge die Wolfsburger zu einer Neubewertung, berichtete das Handelsblatt am Dienstag.
Die Unterschrift unter den Verträgen werde es daher vorerst nicht geben. Wie die Deutsche Welle berichtete, bestätigte ein Unternehmenssprecher die Berichte: „Die endgültige Entscheidung für das neue Werk wurde vom Vorstand der Volkswagen AG vertagt.“
Wuhan – Der türkische Nationalringer Taha Akgül ist Olympiasieger im Ringen bei den diesjährigen Militärweltmeisterschaften im chinesischen Wuhan geworden.
Der Türke traf im Finale im freien Stil im Schwergewicht auf den iranischen Asienmeister Yadollah Mohebbi.
Sieg gegen den Asienmeister
Im freien Stil in der Gewichtsklasse bis 125 KG bezwang Akgül seinen Rivalen mit 3:0. Auf dem Podium machte Akgül den obligatorischen Militärgruß. Durch das Salutieren drücken türkische Sportler ihre Solidarität mit den Streitkräften aus, die derzeit an einer Anti-Terror-Offensive gegen die Terrororganisation YPG/PKK in Nordsyrien teilnehmen.
Dieses Jahr schon mal im Finale einer WM gewesen
Akgül ist zweimaliger Weltmeister im Ringen. Er stand dieses Jahr bei der Ringer-WM in Kasachstan im Finale, musste sich jedoch seinem georgischen Rivalen Geno Petriashvili trotz eines 6:6 geschlagen geben, da der letzte Punkt im Match an seinen Gegner ging.
Schon 2014 in Usbekistan und 2015 in Las Vegas hatte Taha Akgül Gold im Freistil gewonnen.
Zudem gewann er bei den Olympischen Sommerspielen 2016 Gold und ging als erster türkischer Ringer, der während der Sommerolympiade eine Goldmedaille für die Türkei gewann, in die Geschichte ein.
Militärolympiaden seit 1995
Die Militärolympiaden werden seit 1995 alle vier Jahre nach Vorbild der Olympischen Spiele im Sommer und seit 2010 alle vier Jahre im Winter durch den Militär-Weltsportverband ausgetragen. Dabei finden die Sommerspiele immer ein Jahr vor den Olympischen Sommerspielen statt, die Winterspiele werden im selben Jahr ausgetragen.
Die siebte Auflage des Sommerevents findet seit vergangenen Freitag und noch bis zum 30. Oktober im chinesischen Wuhan statt.
Rabbime şükürler olsun peygamber ocağında vatani görevimi yaparken Askeri Olimpiyatlarda şampiyon olarak bayrağımızı dalgandırmak nasip oldu..Dua edip mesaj atan herkesten Allah razı olsun🇹🇷🇹🇷🥇 #militarygames#olimpiyatşampiyonupic.twitter.com/3wGDJ5zfrd
Die drogenpolitische Sprecherin der Berliner Grünen, Catherina Pieroth, fordert, auch für harte Drogen eine Eigenbedarfsregelung einzuführen. Pieroth sagte rbb24, dass die Grenze für Kokain oder Heroin zum Beispiel bei drei Gramm liegen könnte.
Rechtlich gesehen müssten für eine solche Regelung keine Gesetze geändert werden. Grünen-Justizsenator Dirk Behrendt könnte die Staatsanwaltschaft anweisen, das Betäubungsmittelgesetz weniger streng anzuwenden. Derzeit sehe er dafür aber keine Mehrheit im rot-rot-grünen Senat, teilte er rbb24 auf Anfrage mit.
Auch dem Koalitionspartner SPD geht Pieroths Forderung zu weit. „Für harte Drogen führen wir diese Diskussion nicht, das steht auch nicht im Koalitionsvertrag. Mit der SPD gibt es da keine Priorität im Moment“, so der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Isenberg, gegenüber rbb24.
Aktuell gilt in Berlin nur für Cannabis eine Eigenbedarfsregelung. Diese liegt bei 15 Gramm. Bis zu dieser Grenze kann die Staatsanwaltschaft Strafverfahren einstellen und die Betroffenen bleiben straffrei.
In anderen Bundesländern ist es bereits üblich, dass auch bei harten Drogen Verfahren bei kleineren Mengen eingestellt werden. In Schleswig-Holstein zum Beispiel liegt die Grenze für Kokain und Amphetamin bei drei Gramm und für Heroin bei einem Gramm.