Ratgeber
Black Friday Preisstudie: Die durchschnittliche Ersparnis liegt bei nur 6 Prozent

Der Black Friday gilt inzwischen als der Schnäppchen-Tag des Jahres. Doch wie sehr lohnt sich der Black Friday für die Verbraucher wirklich? Wie hoch fallen die Rabatte aus, wenn man statt der Unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) den tatsächlichen Marktpreis als Vergleichswert heranzieht? Und in welchen Produktkategorien können Verbraucher am meisten sparen? Um diese Fragen zu beantworten, hat die Shopping- und Vergleichsplattform idealo die Preisentwicklung von über 2.500 Top-Produkten am und kurz vor dem Black Friday 2018 analysiert.[1] Drei Viertel (74 Prozent) der untersuchten Produkte waren am Black Friday 2018 günstiger als in den vier Wochen davor. Das ist das Ergebnis der idealo Preisstudie. Wer auf echte Schnäppchen mit mindesten 20 Prozent hoffte, musste allerdings genau hinschauen, denn nur 14 Prozent der untersuchten Produkte waren so stark reduziert. In den 50 nachfragestärksten Kategorien am Black Friday lag die durchschnittliche Preisersparnis bei lediglich 6 Prozent. Bei Gesellschaftsspielen (19 Prozent), Gamepads (19 Prozent) und Spielekonsolen (15 Prozent) konnten Verbraucher am meisten sparen. Flexibilität zahlt sich aus Wer am Black Friday echte Schnäppchen machen möchte, sollte vor allem flexibel sein. In der nachfragestärksten Kategorie Smartphones wird das besonders deutlich: Die durchschnittliche Preisersparnis fiel hier mit 34 Euro (7 Prozent) vergleichsweise moderat aus. Im direkten Vergleich zwischen den beiden beliebtesten Marken Apple und Samsung hatten die Südkoreaner die Nase vorn: 19 der 20 untersuchten Samsung-Modelle waren am Black Friday günstiger als im Vormonat, im Schnitt sieben Prozent. iPhones hingegen waren mit durchschnittlich nur zwei Prozent Ersparnis deutlich preisstabiler. Auch Ausstattung und Farbe können einen Unterschied machen. Das Samsung Galaxy S8 in „Midnight Black“ war am Black Friday nur 10 Euro (3 Prozent) reduziert, das baugleiche Modell in „Arctic Silver“ hingegen 32 Euro (8 Prozent). Käufer des iPhone 7 konnten bei der Variante mit 32GB Speicher ganze 40 Euro (9 Prozent) sparen, beim gleichen Gerät mit 128GB hingegen nur 24 Euro (4 Prozent). Wer nicht auf ein bestimmtes Modell, Ausstattung und Farbe festgelegt ist, erhöht die Chance auf ein echtes Schnäppchen deutlich. Das gilt auch für andere Produktkategorien wie Spielekonsolen, Fernseher oder Sneaker. Schnäppchentage im Vergleich: Black Friday vs. Cyber Monday Längst ist der Black Friday nicht mehr der einzige Schnäppchentag. Amazon hat den Cyber Monday etabliert, viele Händler werben sogar eine ganze Woche lang mit Sonderangeboten. Lohnt sich der Black Friday da überhaupt noch? Die idealo Preisanalyse zeigt ein eindeutiges Bild: Am Cyber Monday 2018 konnten Verbraucher zwar auch einige Schnäppchen machen. Kopfhörer, Kamera-Objektive und einige Kühlschränke waren sogar etwas mehr reduziert als am Black Friday. In nahezu allen anderen Produktkategorien war der Black Friday aber besser. Philipp Peitsch, Geschäftsführer von idealo: „Unser wichtigster Rat an Verbraucher lautet: Trefft keine übereilten Entscheidungen und bewahrt einen kühlen Kopf. Am Black Friday gibt es zwar überdurchschnittlich viele Preisnachlässe – gute Angebote lassen sich aber das ganze Jahr über finden.“ Verbraucherschutzorganisationen haben in den vergangenen Jahren immer wieder gewarnt, dass nicht alle Sonderangebote so gut sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Denn oft berechnen Händler ihre angeblichen Rabatte auf Grundlage der Unverbindlichen Preisempfehlung. Der tatsächliche Marktpreis der Produkte liegt aber meist weit darunter. „Nur jedes siebte Produkt war am Black Friday um 20 Prozent oder mehr reduziert. Werben Online-Shops mit hohen Rabatten, empfehle ich vor dem Kauf noch einmal den aktuellen Marktpreis zu überprüfen. So lassen sich überstürzte Käufe vermeiden, die man im Nachhinein bereut“, sagt Philipp Peitsch. [1] Untersucht wurden jeweils mindestens 50 Produkte in den 50 beliebtesten Kategorien auf idealo.de. Die Gesamtstichprobe betrug 2.541 Produkte. Zur Ermittlung der Ersparnis wurde auf Kategorie- und Produktebene die Differenz zwischen dem Median-Preis am Black Friday (23.11.2018) bzw. Cyber Monday (26.11.2018) und in den vier Wochen vor dem Black-Friday-Wochenende 2018 berechnet.

Luftfahrt-News
Thomas-Cook-Pleite: Reisebüroverband erwägt Klage gegen Bundesregierung

Osnabrück –  Einen Monat nach der Thomas-Cook-Pleite spitzt sich der Streit um die Entschädigung der Kunden zu. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ kündigte die Vorsitzende des Verbandes unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR), Marija Linnhoff, an, notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof in Luxemburg zu gehen, um Berlin in die Staatshaftung zu klagen. „Kein Deutscher soll auf dem Schaden der mangelnden Versicherung sitzen bleiben“, sagte sie. Schaden müsse zudem auch vom Modell Pauschalreise, die immer auch für Sicherheit stehe, abgewendet werden. „Vor allem für den touristischen Mittelstand, für den sie ein wichtiges Geschäftsmodell ist, wäre das eine Katastrophe“, warnte Linnhoff. Vorwurf der Fahrlässigkeit gegen Bundesregierung  Der Bundesregierung wirft Linnhoff „Fahrlässigkeit“ bei der Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht vor, weil sie eine Deckelung der Haftungssumme auf 110 Millionen Euro zugelassen habe. Dieser Insolvenzschutz für Thomas-Cook-Reisen reicht nach Angaben der Zurich Versicherungsgesellschaft bei Weitem nicht aus, um die Kunden vollständig zu entschädigen. Linnhoff beklagte, dass Ermahnungen des Verbraucherzentralen-Bundesverbandes (vzbv) und des VUSR, die zu niedrige Haftungssumme zu erhöhen, in Berlin ignoriert worden seien. Verbraucherzentralen-Bundesverband sieht Versicherer in der Pflicht Der Verbraucherzentralen-Bundesverband (vzbv) sieht unterdessen vorrangig die Zurich-Versicherung in der Pflicht, die Schäden der Verbraucher auszugleichen. „Die Pauschalreiserichtlinie sieht ausdrücklich vor, dass der Versicherungsschutz für Pauschalreiseanbieter wirksam sein und die nach vernünftigem Ermessen vorhersehbaren Kosten abdecken muss“, betonte der für Mobilität und Reisen zuständige vzbv-Referent Felix Methmann gegenüber der NOZ. Dies sei aber nicht der Fall gewesen. „Aus Sicht des vzbv ist die Haftungsbegrenzung im Verhältnis zwischen Reisenden und der Zurich-Versicherung daher unwirksam.“ Staatshaftungsansprüche hält Methmann für nachrangig. „Da der deutsche Gesetzgeber die EU-Pauschalreiserichtlinie nicht richtig umgesetzt hat, sind sie aber auch nicht auszuschließen“, sagte er.

Wohnungspolitik
Linke: Mietendeckel könnte bundesweit Schule machen

Nach Ansicht von Berlins Stadtentwicklungssenatorin Kathrin Lompscher (Linke) könnte der geplante Mietendeckel bundesweit Schule machen. Er betreffe nicht nur Berlin, sondern habe Bedeutung weit darüber hinaus, sagte die Senatorin gegenüber rbb24 Recherche. Lompscher weiter: „Es scheint sich die Erkenntnis so langsam durchzusetzen, dass hier gesellschaftliche Grundfragen verhandelt werden. Insofern haben wir auch eine große Verantwortung, das richtig zu machen.“ Anlass für die Äußerungen der Senatorin ist die ARD- Dokumentation „Erst die Miete, dann die Moral?“, in der die rbb24 Recherche Autoren Ute Barthel, Jana Göbel und Ansgar Hocke den ethischen Fragen des Wohnungsmarktes nachgehen. Auf die Frage, wieviel Profit in der Wohnungswirtschaft moralisch vertretbar sei, antwortet die Senatorin: „Wenn jemand was investiert, dann darf er auch was verdienen. Wir wollen nicht, dass die Stadt vor sich hin bröckelt, weil keiner mehr Geld hat zu investieren. Man muss sogar verdienen, es muss bloß alles im Rahmen bleiben.“ Gegen den Vorwurf, Deutschlands Vermieter wollten nur abzocken, wehrt sich unterdessen Sun Jensch, Geschäftsführerin des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Es werde kaum noch differenziert, beklagt sie, obwohl 99% der Eigentümer ihren sozialen Verpflichtungen nachkämen und gute Vermieter seien. Die Lobbyistin, die 37.000 Unternehmen der Wohnungswirtschaft vertritt, nimmt ihre Klientel in Schutz: „Sie bauen neu, sie bauen klimagerecht, sie bauen sozialverträglich, das heißt: sie investieren in den Wohnungsbau und die Renditen liegen bei zwei bis sechs Prozent. Das ist nicht viel.“ Wirtschaftliches Handeln könne also sehr wohl auch mit moralischem Verhalten in Einklang stehen. Der Film „Erst die Miete, dann die Moral?“ von Ute Barthel, Jana Göbel und Ansgar Hocke läuft am Montag, den 28.10.2019, 23:30 Uhr im Ersten.

Gesundheit
Warnung vor verdorbenen Pilzen aus dem Handel

Pilze aus dem Handel sind häufig verdorben und können schwere gesundheitliche Beschwerden verursachen. Zu diesem Ergebnis kommt Wolfgang Bivour, Sachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie. Der Pilz-Experte hatte im Auftrag des Verbrauchermagazins SUPER.MARKT vom rbb 15 Stichproben begutachtet und nur vier als unbedenklich eingestuft. Dafür hatte die rbb-Redaktion bei Wochenmarkthändlern, Discountern und Supermärkten Champignons und Waldpilze gekauft. Das Ergebnis war erschreckend: 11 der 15 gekauften Pilzproben waren nach Ansicht des Experten gesundheitsbedenklich. Sie waren zum Teil vergammelt, verschimmelt oder enthielten Maden und seien „eigentlich nur noch für die Mülltonne bestimmt“ (Bivour). Der Verzehr solcher Pilze kann eine unechte Pilzvergiftung auslösen. Das sind Erkrankungen, die nicht durch Giftpilze, sondern durch verdorbene Waren ausgelöst werden. „Eine unechte Pilzvergiftung kann zu leichten Symptomen führen, wie Übelkeit und Erbrechen“, erklärt Antje Engel vom Giftnotruf der Charité gegenüber dem rbb-Verbrauchermagazin. „Sie kann aber auch zu schweren Symptomen führen, die zu einem massiven Flüssigkeitsverlust führen.“ Besonders gefährdet seien kleine Kinder, ältere Menschen oder Risikopatienten wie chronisch Kranke. (Die Charité bietet für Betroffene eine Telefonhotline an. Der sogenannte Giftnotruf ist 24 Stunden unter 030-19240 erreichbar.) Vor schlechter Ware können sich Verbraucher durch leichte Tests schützen: So sind frische Champignons hart und trocken und dürfen keine dunkelbraunen Stellen haben. Pfifferlinge sollten gelb aussehen und der Hut von Steinpilzen sollte nach einem leichten Drucktest mit dem Finger von allein wieder ausbeulen. Ideal: Pilze lose kaufen und nicht in eingeschweißten Plastikverpackungen. Weitere Informationen dazu im rbb-Verbrauchermagazin „SUPER.MARKT“ am 28.10.2019, 20:15 Uhr rbb-Fernsehen.

Landtagswahlen
Björn Höcke (AfD): „Wir sind eine bürgerlich-patriotische Kraft und wollen staatspolitische Verantwortung tragen“

Björn Höcke, AfD-Spitzenkandidat in Thüringen, neigt angesichts des guten Wahlergebnisses bei der Landtagswahl sein Haupt vor dem Wähler. Die Menschen wollten eine Neubelebung der Demokratie. „Die Alt-Parteien sind gut beraten, dieses Ergebnis sehr, sehr genau zu registrieren“, sagte Höcke im Interview mit dem TV-Sender phoenix. Die Alt-Parteien seien in den zentralen Politikfeldern nicht zu unterscheiden. Die Thüringer seien nicht mehr bereit, diese Art von erstarrter Parteiendemokratie weiter zu tolerieren. „Wir stehen zu unserem Wort, wir wollen staatspolitische Verantwortung tragen. Wir sind eine bürgerlich-patriotische Kraft, die in den letzten fünf Jahren eine gute parlamentarische Arbeit in der Opposition gemacht hat – und jetzt wollen wir regieren“, so Höcke weiter. Thüringen müsse neu aufgestellt werden. In Richtung CDU sagte er, die Partei müsse sich entscheiden, „ob sie weiter dem rot-grünen Zeitgeist hinterher hecheln oder zu ihren konservativen Wurzeln zurück kehren will. Ich sage der CDU: Wenn ihr den Weg so weiter geht, den ihr in den letzten Jahrzehnten eingeschlagen habt, dann werdet ihr den Weg der italienischen Christdemokratie gehen, und das ist der Weg in die politische Bedeutungslosigkeit.“

Militäroffensive in Syrien
BBC-Reporter: YPG schmuggelt IS-Kämpfer gegen Geld

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BBC-Reporter: IS-Anhänger werden gegen Kopfgeld von kurdischen SDF- und YPG-Milizen nach Idlib geschleust. Von Nabi Yücel Bis zu 10.000 US-$ pro Kopf nimmt YPG und SDF offenbar für eine Route nach Idlib ein. Kam der berüchtigte IS-Anführer al-Baghdadi ebenfalls über diese Schmuggelroute in die Region Idlib, wo er in der Nacht zum Samstag offenbar von US-Spezialstreitkräften getötet worden sein soll? Die Vorwürfe wiegen schwer, so ein Reporter der BBC aus Syrien, der seit April diesen Jahres von einem Informanten regelmäßig kontaktiert wird, der eine Schmuggelroute entdeckt haben will. Offenbar nehmen korrupte SDF- sowie YPG-Milizionäre Schmiergelder an, um IS-Kämpfer sowie Angehörige aus dem Osten des Landes in die Region Idlib zu bringen. Riam Dalati, Korrespondent der BBC aus Syrien teilte die Meldung jüngst über Twitter mit. Der Menschenschmuggel erfolge u.a. über den Euphrat in Öltankern und werde zeitweise in LKW-Tanks fortgesetzt. In einem Beispiel spricht Dalati von einer Familie aus Belgien die IS-Anhänger seien und in der Region Idlib so angekommen seien. „Die IS-Familie benutzte die Ölschiffahrtswege in ausgehöhlten Öltankschiffen“, es scheine ein von der SDF genutzter Trick zu sein, um IS-Familien herauszuschmuggeln, so Dalati weiter. Die derzeitigen Meldungen überstürzen sich, zumal die SDF selbst bekannt gab, seit fünf Monaten in der Region nach IS-Anführern zu suchen. Wie konnten aber IS-Kämpfer samt Familien in Scharen aus dem Südosten Syriens in die Region Idlib gelangen, wenn sie durch SDF/YPG-kontrolliertes Gebiet marschiert sind, so u.a. ein Twitter-User auf die Meldung von Dalati. Ragip Soylu, Journalist der „Middle East Eye“ twittert hierzu, „einige SDF/YPG-Milizionäre haben laut BBC IS-Familien nach Idlib geschmuggelt. Dies könnte teilweise erklären, wie al-Baghdadi in Idlib gelandet ist.“ Das erkläre auch, warum US-Drohnen einen Öltanker anvisiert hätte, um in dieser Nacht einen IS-Vertreter zu töten. Eben jene Ölschifffahrtswege, die zuvor die Schmuggler der SDF/YPG benutzt haben, so Soylu weiter. Soylu in Twitter weiter: „Sie [IS-Angehörige] zahlen zwischen 2.000 bis 10.000 US-$ pro Kopf, um dann über Manbidsch, Dscharablus, Azaz nach Idlib gebracht zu werden.“ Die Region Manbidsch und Dscharablus standen bis vor einer Woche noch unter der Kontrolle der SDF bzw. YPG. Seither übernimmt Stück für Stück die syrische Regimearmee sowie russische Soldaten die Kontrolle über die Regionen. Eine andere Sicht hat dagegen der türkische Journalist Mete Sohtuoglu, wonach IS-Anhänger während der Belagerung der Stadt Deir ez-Zor sich mit Milizen des syrischen Regimes und der syrischen Armee verständigt hätten, um nach Idlib gebracht zu werden. Dabei geht es um etwa 400 IS-Angehörige, die so in die Region Idlib geschmuggelt worden seien, so Sohtuoglu und weiter: „Laut örtlichen Quellen war al-Baghdadi nicht hier. Was die USA als Ort der Operation ausgezeichnet haben, da war al-Baghdadi nicht anwesend.“

Zum Thema

– Tod Baghdadis – Kommentar: Wie gelang Baghdadi über YPG-kontrolliertes Gebiet nach Idlib?

Der „Kalif“ der Terrororganisation „Islamischer Staat“, Abu Bakr al-Baghdadi, ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bei einem Einsatz von US-Spezialkräften getötet worden. Überraschenderweise aber nicht im Osten Syriens, sondern in der Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten.

Kommentar: Wie gelang Baghdadi über YPG-kontrolliertes Gebiet nach Idlib?

Balkan
Albaniens Premierminister Edi Rama will seinen kosovarischen Amtskollegen Haradinaj verklagen

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Tirana – Der albanische Premierminister Edi Rama kündigte an, dass er den scheidenden kosovarischen Premierminister wegen Verleumdung verklagen werde, berichten kosovarische Medien. Laut dem Nachrichtenportal KoSSev, habe Ramush Haradinaj gesagt, dass Rama, gemeinsam mit dem serbischen Staatspräsidenten Aleksandar Vucic und dessen kosovarischen Amtskollegen Hashim Thaci 10 Milliarden Europe bekämen, um den Kosovo aufzuteilen. Es sei nicht das erste Mal, dass Haradinaj „Lügen“ über ihn erzähle, so Rama. „Er hatte nach dem Berliner Gipfel offen gelogen, als er sagte, dass ich damals in Berlin mehr Druck auf ihn ausgeübt habe als auf die anderen und ihn gebeten habe, die Zölle auf Waren aus Serbien und Bosnien aufzuheben. Ich habe ihn nie gebeten, das zu tun, ich habe nur zu ihm gesagt: ‚Ramush, das ist ein einmaliges Angebot von Emmanuel Macron‘, erklärte Rama. „Heute konnte er seinem Volk die Visaliberalisierung ermöglichen, weil Makron in Berlin vor meinen Augen in Anwesenheit von Merkel, Thaci, Vucic, Brnabic ausdrücklich sagte: ‚Ramush, gib mir und Merkel vier Monate Zeit für den Dialog und die Aussetzung der Zölle‘, niemand sagte ihm, er solle die Strafzölle abschaffen, Nach seiner Rückkehr aus Berlin beschuldigte Haradinaj den albanischen Premierminister Edi Rama, ihn unter Druck gesetzt zu haben, die Zölle gegen Serbien und Bosnien abzuschaffen, und behauptete, er habe „einen begründeten Verdacht“ gehabt, dass Rama, Vucic und Thaci unter der Leitung der Hohen Vertreterin der Europäischen Union Federica Mogherini die Teilung des Kosovo diskutiert hätten. Auch Mogherini wies Haradinajs Anschuldigungen zurück. „Wir sind nicht Teil einer Verschwörung. Wir vermitteln, um eine Atmosphäre und Raum für die beiden Seiten zu schaffen, die am Tisch sitzen“, sagte Mogherini.

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– Balkan – Albanien, Serbien und Nordmazedonien planen eigenen „Schengenraum“

Die Strategie der gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung – die Bildung des so genannten „kleinen Schengen-Raums“ – wird eines der Themen auf dem Treffen der Premierminister Albaniens Nordmazedonien und Serbiens Anfang Oktober in Belgrad sein, berichtet die serbische Tageszeitung Danas.

Albanien, Serbien und Nordmazedonien planen eigenen „Schengenraum“
 

Tod Baghdadis
Kommentar: Wie gelang Baghdadi über YPG-kontrolliertes Gebiet nach Idlib?

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Der „Kalif“ der Terrororganisation „Islamischer Staat“, Abu Bakr al-Baghdadi, ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bei einem Einsatz von US-Spezialkräften getötet worden. Überraschenderweise aber nicht im Osten Syriens, sondern in der Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten. Schon acht Mal wurde der Kalif der IS, Abu Bakr al-Baghdadi, getötet. Aber heute Wissen wir es genauer, der US-Präsident hat uns aufgeklärt. Er wurde laut US-Präsident Trump von den Delta Force gestellt, al-Baghdadi sprengte sich jedoch samt Frauen und Kindern selbst in die Luft. Das russische Verteidigungsministerium erklärte kurz danach, man habe keine gesicherten Erkenntnisse darüber, dass es sich bei dem Toten um al-Baghdadi handelt. US-Präsident Trump bedankte sich jedenfalls in seiner Rede recht herzlich, nicht nur bei den Streitkräften der 1st SFOD-D, auch genannt Delta Force, die die Operation ausgeführt haben soll, sondern auch bei den eingesetzten Spürhunden. Offenbar galt der Dank nicht diesen Spürhunden, sondern anderen, wie wir jetzt feststellen werden. Wie aus der Pistole geschossen meldete sich kurz nach bekannt werden der Operation in der Nacht von Freitag auf Samstag der hochrangige Oberkommandierender der „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF) und Mitglied der Terrororganisation PKK, Mazlum Kobanê. Noch bevor Trump vor die Kameras trat um Einzelheiten über die Operation zu nennen, vereinnahmte Mazlum Kobanê die Operation auch für sich bzw. die SDF. Man verdanke die Operation den Informationen der SDF, sprich „Kurden“ hätten die entscheidenden Hinweise gegeben. In sozialen Netzwerken kann sich Mazlum Kobanê dabei auch reichlich auf die Unterstützung aus den Staaten stützen, die laut Insiderwissen die Angaben der SDF stützen. So twittert z.B. Lara Seligman, die SDF habe mit dem US-Militär fünf Monate zusammengearbeitet, um al-Baghdadis Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Nun, da haben sich die SDF aber mächtig Zeit gelassen, diesen Kalifen zu suchen. Fünf lange Jahre stehen die SDF inzwischen wie eine Mauer zwischen der Region Idlib und dem Irak, wollen aber nicht bemerkt haben, wie al-Baghdadi von seinem letzten bekannten Aufenthaltsort im Irak in das gegenwärtig bekannt gewordene Aufenthaltsort gelangt ist. Er muss ja schließlich mit einem Tross vom Osten quer über kontrolliertes Gebiet in die Region Idlib gelangen – mehr als 500 km. Man muss die Frage auch anders stellen: wieso war man erst vor fünf Monaten in der Lage, den Schlächter zu suchen, wenn man seit fünf Jahren glaubhaft machen will, eine sichere Zone in Nordsyrien betrieben zu haben? Ist ja nicht so von Bedeutung, aber die Tötung von al-Baghdadi erfolgt kurz nach dem die türkische Militäroffensive begonnen und das türkische Militär sich weiterhin tief in das Landesinnere Nordsyriens vorgewagt hat. Jetzt, wo die türkische Offensive in Nordyrien fast schon unter Dach und Fach ist, taucht plötzlich al-Baghdadi mitten in der Rebellenhochburg auf. Der türkische Journalist Mete Sohtaoğlu verweist nun auf einen Deal zwischen der YPG/SDF/USA sowie der IS, die des Öfteren im Jahre 2017 zustande kam. So u.a. in Rakka, in der die eingeschlossenen IS-Milizkämpfer sich mit der SDF/YPG arrangierten sowie freies Geleit bekamen und seitdem wie vom Erdboden verschluckt waren. Tauchen diese nun in Idlib auf? Hier setze ich immer das Prinzip der Parsimonie an, um weiterzukommen, schließlich wird die Geschichte immer verrückter und undurchsichtiger. Von mehreren hinreichenden möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen. So ist eine Theorie einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält und wenn diese in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt. Halten wir also fest:
  • Abu Bakr al-Baghdadi starb inzwischen mindestens acht Mal.
  • Die USA, ihre Anti-IS-Koalitionspartner wie auch SDF/YPG, verhandelten 2017 mehrmals mit IS-Strukturen um Einstellung der Kämpfe. Im Gegenzug sicherte man der IS freies Geleit aus umkämpften Städten im Irak wie Nordsyrien.
  •  Assad und russische Streitkräfte bekämpfen, wie die türkischen Streitkräfte, den IS.
  • Die Türkei hat bislang mehrere IS-Anschläge durchlebt. Bislang starben dabei in Ankara (107), Gaziantep (54), Atatürk Flughafen Istanbul (45), Reina Istanbul (39), Suruc (34), Sultanahmet Istanbul (13), Diyarbakir (5), Istiklal Istanbul (4) und Nigde (3) Menschen.
  • Fünf Jahre lang konnte al-Baghdadi nicht gefasst werden.
  • Am 9. Oktober startet die Türkei ihre militärische Operation der türkischen Streitkräfte in den nördlichen Provinzen Syriens.
  • Am 17. Oktober einigen sich die USA mit der Türkei über den Rückzug der SDF/YPG.
  • Am 22. Oktober einigen sich Russland und die Türkei über den Rückzug der SDF/YPG.
  • Am 26. Oktober soll al-Baghdadi offenbar getötet worden sein, durch Selbstmord.
  • SDF/YPG erklären, entscheidende Hinweis für die Operation geliefert zu haben. Man arbeite daran seit fünf Monaten.
  • Irakische Quellen erheben ebenfalls den Anspruch, den USA die entscheidenden Erkenntnisse geliefert zu haben und verweisen auf Angehörige von al-Baghdadi, die man zuvor verhaftet habe.
Jeder kann selbst und frei seine Schlüsse ziehen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Syrienkrise – Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.

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Militäroffensive in Syrien
Lage im Nordosten Syriens: Merkel und Erdogan wollen im engen Kontakt bleiben

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Berlin – Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben in einem Telefongespräch die Lage im Nordosten Syriens erörtert.
„Sie vereinbarten, hierzu im engen Kontakt zu bleiben“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa eine Sprecherin der Bundesregierung. Die Türkei hatte vor gut zwei Wochen eine Anti-Terror-Offensive in Nordsyrien gegen den IS und dem syrischen Arm der Terrororganisation PKK, die YPG, gestartet. Ankara will dort gemeinsam mit Russland eine 30 km breite und etwa 400 km lange Sicherheitszone schaffen, um zwei Millionen syrischen Flüchtlingen eine Rückkehr zu ermöglichen.

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Terrorismus
Türkei und USA gingen koordiniert gegen Abu Bakr al-Baghdadi vor

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  Von Nabi Yücel Das türkische Verteidigungsministerium hat bekannt gegeben, dass der Anführer der Terrororganisation „Islamischer Staat“ IS, Abu Bakr al-Baghdadi, bei einer koordinierten Aktion von US-Streitkräften in Syrien getötet wurde. Das US-Militär hat zuvor gegenüber der „The Associated Press“ mitgeteilt, IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi seit einer Woche im Visier gehabt und ihn demnach am Samstag bei einer gezielten militärischen Aktion im Nordwesten von Syrien getötet zu haben. US-Präsident Donald Trump hatte offenbar in Bezug auf die Operation dazu getwittert: „Es ist gerade etwas sehr Großes passiert!“ Bislang wurde die Tötung des meistgesuchten Terroristen der Welt jedoch noch nicht offiziell bestätigt. Trump soll demnächst hierzu ein Statement abgeben. Unter Berufung auf zwei anonyme Quellen aus dem US-Pentagon und der US-amerikanischen Armee wurde Abu Bakr al-Baghdadi in Idlib im Nordwesten Syriens getötet. Es wird berichtet, dass die Operation vom Luftwaffenstützpunkt Incirlik im südtürkischen Adana erfolgte. Hierzu teilte das türkische Verteidigungsministerium mit, dass die Operation zuvor mit türkischen Behörden koordiniert wurde: „Vor der Operation in der syrischen Provinz Idlib fand gestern Abend ein Informationsaustausch und eine Koordinierung zwischen den Streitkräften beider Länder statt“, teilte das türkische Verteidigungsministerium in einem Tweet mit. Ein hochrangiger türkischer Diplomat teilte mit, man habe Erkenntnisse gewinnen können, wonach al-Baghdadi 48 Stunden vor der Operation an diesem besagten Ort eingetroffen sei. „Wir haben uns eng mit den betroffenen Parteien in der Region abgestimmt, um die Operation einleiten zu lassen.“ Demnach hatte das türkische Militär Kenntnis über die letzte Nacht und der bevorstehenden Operation in der Region Idlib. Fahrettin Altun, Pressesprecher des türkischen Präsidenten Erdogan erklärte in Ankara während einer Pressesitzung, Ankara arbeite weiterhin mit seinen Freunden und Verbündeten gegen den Terrorismus zusammen. Offenbar waren auch Nachrichtendienste und Militärs anderer Länder in die geheime Operation miteinbezogen. Ein hochrangiger irakischer Diplomat teilte der Nachrichtenagentur AP mit, dass der irakische Geheimdienst ebenfalls eine Rolle bei der Operation gespielt habe. Al-Baghdadi und seine Frau haben nach Angaben des anonym gehaltenen Diplomaten, Sprengstoffwesten gezündet, die sie während der US-Operation getragen hätten. Er fügte hinzu, dass weitere hochrangige IS-Führer bei dem Angriff getötet wurden. Unterdessen wird stark spekuliert, ob und welche internationale Ausmaße die Operation gegen den Anführer der IS angenommen hat. Das syrische Observatorium für Menschenrechte berichtete vor der Meldung der AP in der Nacht von einem Angriff eines unbekannten Kampfgeschwaders mit insgesamt acht Kampfhubschraubern in Begleitung eines Kampfflugzeugs sowie Aufklärungsdrohnen der internationalen Anti-IS-Koalition auf Positionen einer mit Al-Qaida eng verbundenen Gruppierung nördlich von Idlib in der Nacht von Freitag auf Samstag. In der Anti-IS-Koalition sind neben westlichen Staaten auch die Türkei vertreten. Es hieß, die Kampfhubschrauber hätten etwa 120 Minuten lang Stellungen der Al-Qaida beschossen, währenddessen Terroristen mit schweren Waffen auf die Hubschrauber zurückgefeuert hätten. Es sei jedoch noch nicht bekannt, ob al-Bagdadi unter den vielen Todesopfern sei. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Zahl der Todesopfer steigt. Abu Bakr al-Baghdadi führte den „Islamischen Staat“ IS die letzten fünf Jahren an und soll sich bislang irgendwo an der irakisch-syrischen Grenze versteckt haben. Abu Bakr al-Baghdadi ist ein IS-Kommandeur, dessen Tod bislang achtmal gemeldet wurde, jedoch nie bestätigt werden konnte. Am 16. September veröffentlichte die IS zuletzt eine 30-minütige Audio-Botschaft, die angeblich von al-Baghdadi stammt.