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Militäroffensive in Syrien
BBC-Reporter: YPG schmuggelt IS-Kämpfer gegen Geld
Riam Dalati, Korrespondent der BBC aus Syrien teilte die Meldung jüngst über Twitter mit. Der Menschenschmuggel erfolge u.a. über den Euphrat in Öltankern und werde zeitweise in LKW-Tanks fortgesetzt. In einem Beispiel spricht Dalati von einer Familie aus Belgien die IS-Anhänger seien und in der Region Idlib so angekommen seien. „Die IS-Familie benutzte die Ölschiffahrtswege in ausgehöhlten Öltankschiffen“, es scheine ein von der SDF genutzter Trick zu sein, um IS-Familien herauszuschmuggeln, so Dalati weiter. Die derzeitigen Meldungen überstürzen sich, zumal die SDF selbst bekannt gab, seit fünf Monaten in der Region nach IS-Anführern zu suchen.
Wie konnten aber IS-Kämpfer samt Familien in Scharen aus dem Südosten Syriens in die Region Idlib gelangen, wenn sie durch SDF/YPG-kontrolliertes Gebiet marschiert sind, so u.a. ein Twitter-User auf die Meldung von Dalati.
Ragip Soylu, Journalist der „Middle East Eye“ twittert hierzu, „einige SDF/YPG-Milizionäre haben laut BBC IS-Familien nach Idlib geschmuggelt. Dies könnte teilweise erklären, wie al-Baghdadi in Idlib gelandet ist.“ Das erkläre auch, warum US-Drohnen einen Öltanker anvisiert hätte, um in dieser Nacht einen IS-Vertreter zu töten. Eben jene Ölschifffahrtswege, die zuvor die Schmuggler der SDF/YPG benutzt haben, so Soylu weiter.
Soylu in Twitter weiter: „Sie [IS-Angehörige] zahlen zwischen 2.000 bis 10.000 US-$ pro Kopf, um dann über Manbidsch, Dscharablus, Azaz nach Idlib gebracht zu werden.“
Die Region Manbidsch und Dscharablus standen bis vor einer Woche noch unter der Kontrolle der SDF bzw. YPG. Seither übernimmt Stück für Stück die syrische Regimearmee sowie russische Soldaten die Kontrolle über die Regionen.
Eine andere Sicht hat dagegen der türkische Journalist Mete Sohtuoglu, wonach IS-Anhänger während der Belagerung der Stadt Deir ez-Zor sich mit Milizen des syrischen Regimes und der syrischen Armee verständigt hätten, um nach Idlib gebracht zu werden.
Dabei geht es um etwa 400 IS-Angehörige, die so in die Region Idlib geschmuggelt worden seien, so Sohtuoglu und weiter: „Laut örtlichen Quellen war al-Baghdadi nicht hier. Was die USA als Ort der Operation ausgezeichnet haben, da war al-Baghdadi nicht anwesend.“
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Der „Kalif“ der Terrororganisation „Islamischer Staat“, Abu Bakr al-Baghdadi, ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bei einem Einsatz von US-Spezialkräften getötet worden. Überraschenderweise aber nicht im Osten Syriens, sondern in der Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten.
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Kommentar: Wie gelang Baghdadi über YPG-kontrolliertes Gebiet nach Idlib?
- Abu Bakr al-Baghdadi starb inzwischen mindestens acht Mal.
- Die USA, ihre Anti-IS-Koalitionspartner wie auch SDF/YPG, verhandelten 2017 mehrmals mit IS-Strukturen um Einstellung der Kämpfe. Im Gegenzug sicherte man der IS freies Geleit aus umkämpften Städten im Irak wie Nordsyrien.
- Assad und russische Streitkräfte bekämpfen, wie die türkischen Streitkräfte, den IS.
- Die Türkei hat bislang mehrere IS-Anschläge durchlebt. Bislang starben dabei in Ankara (107), Gaziantep (54), Atatürk Flughafen Istanbul (45), Reina Istanbul (39), Suruc (34), Sultanahmet Istanbul (13), Diyarbakir (5), Istiklal Istanbul (4) und Nigde (3) Menschen.
- Fünf Jahre lang konnte al-Baghdadi nicht gefasst werden.
- Am 9. Oktober startet die Türkei ihre militärische Operation der türkischen Streitkräfte in den nördlichen Provinzen Syriens.
- Am 17. Oktober einigen sich die USA mit der Türkei über den Rückzug der SDF/YPG.
- Am 22. Oktober einigen sich Russland und die Türkei über den Rückzug der SDF/YPG.
- Am 26. Oktober soll al-Baghdadi offenbar getötet worden sein, durch Selbstmord.
- SDF/YPG erklären, entscheidende Hinweis für die Operation geliefert zu haben. Man arbeite daran seit fünf Monaten.
- Irakische Quellen erheben ebenfalls den Anspruch, den USA die entscheidenden Erkenntnisse geliefert zu haben und verweisen auf Angehörige von al-Baghdadi, die man zuvor verhaftet habe.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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Terrorismus
Türkei und USA gingen koordiniert gegen Abu Bakr al-Baghdadi vor
Ein hochrangiger türkischer Diplomat teilte mit, man habe Erkenntnisse gewinnen können, wonach al-Baghdadi 48 Stunden vor der Operation an diesem besagten Ort eingetroffen sei. „Wir haben uns eng mit den betroffenen Parteien in der Region abgestimmt, um die Operation einleiten zu lassen.“ Demnach hatte das türkische Militär Kenntnis über die letzte Nacht und der bevorstehenden Operation in der Region Idlib.
Fahrettin Altun, Pressesprecher des türkischen Präsidenten Erdogan erklärte in Ankara während einer Pressesitzung, Ankara arbeite weiterhin mit seinen Freunden und Verbündeten gegen den Terrorismus zusammen.
Offenbar waren auch Nachrichtendienste und Militärs anderer Länder in die geheime Operation miteinbezogen. Ein hochrangiger irakischer Diplomat teilte der Nachrichtenagentur AP mit, dass der irakische Geheimdienst ebenfalls eine Rolle bei der Operation gespielt habe. Al-Baghdadi und seine Frau haben nach Angaben des anonym gehaltenen Diplomaten, Sprengstoffwesten gezündet, die sie während der US-Operation getragen hätten. Er fügte hinzu, dass weitere hochrangige IS-Führer bei dem Angriff getötet wurden.
Unterdessen wird stark spekuliert, ob und welche internationale Ausmaße die Operation gegen den Anführer der IS angenommen hat. Das syrische Observatorium für Menschenrechte berichtete vor der Meldung der AP in der Nacht von einem Angriff eines unbekannten Kampfgeschwaders mit insgesamt acht Kampfhubschraubern in Begleitung eines Kampfflugzeugs sowie Aufklärungsdrohnen der internationalen Anti-IS-Koalition auf Positionen einer mit Al-Qaida eng verbundenen Gruppierung nördlich von Idlib in der Nacht von Freitag auf Samstag. In der Anti-IS-Koalition sind neben westlichen Staaten auch die Türkei vertreten.
Es hieß, die Kampfhubschrauber hätten etwa 120 Minuten lang Stellungen der Al-Qaida beschossen, währenddessen Terroristen mit schweren Waffen auf die Hubschrauber zurückgefeuert hätten. Es sei jedoch noch nicht bekannt, ob al-Bagdadi unter den vielen Todesopfern sei. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Zahl der Todesopfer steigt.
Abu Bakr al-Baghdadi führte den „Islamischen Staat“ IS die letzten fünf Jahren an und soll sich bislang irgendwo an der irakisch-syrischen Grenze versteckt haben. Abu Bakr al-Baghdadi ist ein IS-Kommandeur, dessen Tod bislang achtmal gemeldet wurde, jedoch nie bestätigt werden konnte. Am 16. September veröffentlichte die IS zuletzt eine 30-minütige Audio-Botschaft, die angeblich von al-Baghdadi stammt.

