Bundestagswahlen
Team Todenhöfer erreicht bei Umfragen bereits 9 Prozent

Berlin – Die erst im November vergangenen Jahres gegründete Partei des ehemaligen CDU-Abgeordneten Jürgen Todenhöfer erreicht bei repräsentativen Umfragen bereits fast neun Prozent. Todenhöfer saß schon von 1972 bis 1990 für die CDU im Deutschen Bundestag. Wie die Partei Team Todenhöfer in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat das angesehene Meinungsforschungsinstitut INSA vom 16. August bis 23. August 2021 eine repräsentative Umfrage zur Bundestagswahl durchgeführt. Befragt wurden demnach 10.000 Wahlberechtigte. Bereits jetzt könnten sich neun Prozent der wahlberechtigten Befragten grundsätzlich vorstellen, bei der Bundestagswahl mit der Zweistimme Team Todenhöfer – Die Gerechtigkeitspartei zu wählen. Und das obwohl zum Zeitpunkt der Befragung nur 30 Prozent der Befragten von der Teilnahme der neuen Partei Team Todenhöfer – Die Gerechtigkeitspartei an der Bundestagswahl wussten. Das heißt: Jeder Dritte, der die Partei kennt, kann sich grundsätzlich vorstellen, sie zu wählen. Bei einem Bekanntheitsgrad von 100 Prozent wären das ein Drittel der deutschen Wähler. Das sind beachtliche Werte für eine neue Partei.

Team Todenhöfer weiter:

Gäbe es eine Direktwahl zur Kanzlerschaft könnten sich trotz des zur Zeit noch niedrigen Bekanntheitsgrades Todenhöfers von 34 Prozent etwa sieben Prozent der Befragten vorstellen, Todenhöfer zu wählen. Laschet bekäme trotz seines hohen Bekanntheitsgrades von über 90 Prozent lediglich 13 Prozent, Baerbock 14 Prozent und Scholz 32 Prozent der Stimmen. 24 Prozent der Befragten gaben an, keinen der Kandidaten wählen zu wollen.

Jürgen Todenhöfer: „Die Ergebnisse sind erfreulich, aber für uns nicht völlig überraschend. Im täglichen Straßenwahlkampf erfahren wir seit Wochen eine Zustimmung, wie ich sie in meinen früheren fünf Wahlkämpfen für die CDU noch nie erlebt habe. Zu unseren Kundgebungen kommen oft mehr Zuschauer als zu den Großveranstaltungen der Spitzenkandidaten der großen Parteien. Die Stimmung des Publikums bei unseren Veranstaltungen ist groß.

Es herrscht Wechsel- und Aufbruchsstimmung. Die Tatsache, dass wegen unseres Spätstarts bisher nur ein Drittel der Deutschen unsere junge Partei kennen, eröffnet ungeahnte Perspektiven. Unser Ziel ist es, mit harter Arbeit ein zweistelliges Ergebnis zu erzielen und die AfD zu überholen. Für viele Menschen sind wir die wahre Alternative zur Politik der Berufspolitiker in Deutschland, allerdings anders als die AfD weltoffen und humanistisch. Die Deutschen sehnen sich nach einer ehrlicheren, gerechteren und kompetenteren Politik. Jeder Zweite sagte uns: So kann es nicht weitergehen.“

Dennoch bestehe kein Grund zum Übermut. Aus vielen Gesprächen im Straßenwahlkampf kenne Todenhöfer das Argument: „Für uns seid Ihr zwar die Besten, aber wir werden euch möglicherweise trotzdem nicht wählen, weil ihr die 5% nicht schaffen könnt. Wir wollen, jetzt, wo „rot, rot, grün“ oder „weiter wie bisher“ droht, unsere Stimme nicht „verschenken“.“ Man müsse nun jene, die sich grundsätzlich vorstellen können, die neue Partei zu wählen, „in einer leidenschaftlichen Schlussoffensive abholen“. „Wir müssen ihnen klar machen, dass es für das Überspringen der 5-Prozent-Marke ausreicht, wenn jeder zweite unserer offenen Sympathisanten uns am Ende tatsächlich wählt“, so Todenhöfer weiter.
Für was steht Team Todenhöfer? Ziele der Partei sind unter anderem die Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr sowie ein Stopp von Waffenexporten in Krisenregionen, Bürokratieabbau (Wegfall eines Drittels aller Stellen im Öffentlichen Dienst), die Bekämpfung von Rassismus, eine Steuersenkung für die Mittelschicht, das Verbot von Großspenden an politische Parteien und der Massentierhaltung. Die Aufnahme von Geflüchteten solle begrenzt werden. Elektroautos werden als „Irrweg“ und „nette Lösung für wohlhabende Leute in Deutschland“ abgelehnt, stattdessen sollen Autos mit Grünem Wasserstoff angetrieben werden. Des Weiteren sollen jährlich eine Million neue Wohnungen gebaut und die Elternzeit auf drei Jahre verlängert werden. Durch den Bürokratieabbau im Umfang von 50 Milliarden Euro im Jahr wolle man erreichen, dass die Staatsschulden auch ohne Steuererhöhungen begrenzt werden können. Außerdem soll die Kirchensteuer abgeschafft werden. Die Partei lehnt weitere Lockdowns und weitgehende Schließungen ab und fordert stattdessen andere Lösungen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Partei­vorsitzender Jürgen Todenhöfer spricht sich zudem gegen den gesellschaftlichen Ausschluss Ungeimpfter aus. Aufgrund des Vorgehens der chinesischen Regierung gegenüber den Uiguren fordert die Partei einen Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. (Quelle)

Russland
„Moskau hat Beweise für die Einmischung der USA in russische Wahlen“

Moskau – Das russische Außenministerium hat am Freitag den US-Botschafter John Sullivan wegen mutmaßlicher Einmischung Washingtons in die bevorstehenden Parlamentswahlen in Russland vorgeladen. Nach Angaben der US-Botschaft jedoch besuchte Sullivan das Gebäude des Außenministeriums in Moskau, um über die Stabilisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA zu sprechen. „Moskau hat dokumentarische Beweise für die Bemühungen der USA um eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Russlands und in den Wahlprozess und hat diese Beweise US-Beamten vorgelegt“, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. „Wir haben die Situation anhand konkreter Fakten dargelegt, die zeigen, dass es auf Internetplattformen, die sich auf amerikanischem Territorium befinden und im Besitz amerikanischer Internetmonopole sind und von diesen moderiert werden, offensichtliche, dokumentierte Akte der Einmischung in unsere internen Prozesse – politische Prozesse, Wahlprozesse – gibt“, sagte Sacharowa am Samstag gegenüber russischen Medien. Nach Angaben der Sprecherin haben sich die USA noch nicht zu den von Moskau vorgebrachten Anschuldigungen geäußert oder darauf reagiert. Am 17. und 19. September werden die Russen zu den föderalen Parlamentswahlen an die Urnen gehen. Jüngste Meinungsumfragen russischer Meinungsforschungsinstitute zeigen, dass die Regierungspartei „Einiges Russland“ zwischen 26 und 30 Prozent Unterstützung genießt, während die Oppositionsparteien Kommunistische Partei, Liberaldemokratische Partei und Gerechtes Russland mit 14,9 bis 22 Prozent, 7 bis 9,6 Prozent bzw. 5 bis 6,3 Prozent auf den Plätzen zwei, drei und vier liegen, berichtet die Nachrichtenagentur Sputnik weiter.

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„Der Druck war in der Tat beispiellos. Wir begrüßen die ziemlich harte und kategorische Haltung von Präsident Erdogan. Wir glauben, dass nur diese Position es uns ermöglicht, tatsächlich einen freien und souveränen Dialog aufzubauen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in der Sendung „Moskau. Kreml. Putin“ des russischen TV-Kanals Rossiya-1TV.

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Kampf gegen den Terror
Türkei: Vier Soldaten bei PKK-Anschlägen getötet

Ankara – Zwei weitere türkische Soldaten wurden bei grenzüberschreitenden Operationen in Syrien und im Irak getötet, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag unter Berufung auf das türkische Verteidigungsministerium meldet, womit sich die Gesamtzahl der militärischen Opfer am Wochenende auf vier erhöhte. Nachdem am Samstag zwei Soldaten bei einem Angriff in der nordwestlichen syrischen Region Idlib getötet worden waren, erklärte die Regierung, dass einer der drei bei dem Vorfall verletzten Soldaten später gestorben sei.
(Screenshot/Twitter)
Die so genannte „Deeskalationszone“ südlich der Türkei ist das letzte größere Gebiet in Syrien, das nach einem zehnjährigen Krieg noch in der Hand von Rebellen ist. Teile davon werden von türkischen und russischen Streitkräften gemeinsam patrouilliert, wie es die beiden Länder Anfang letzten Jahres vereinbart haben. Das vierte Todesopfer wurde im Nordirak gemeldet, nachdem die Terrororganisation PKK ein türkisches Militärfahrzeug angegriffen hatten das einen Stützpunkt verließ, so das Ministerium. Die türkische Operation im Irak richtet sich gegen die PKK, die dort Stützpunkte hat und von der Türkei, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union als terroristische Vereinigung eingestuft wird. Die Gruppe begann 1984 einen Aufstand im Südosten der Türkei, bei dem seither mehr als 40.000 Menschen getötet wurden.

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Während die auch in Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK in großen Teilen der hiesigen Medien und bei Politikern eine gewisse Sympathie genießt, bleiben die Hilferufe verschiedener Minderheiten aus den Regionen im Norden Syriens und des Irak in Deutschland weitgehend ungehört.

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BVB in Leverkusen
„Alhamdulillah“: BVB und Erling Haaland danken Allah für Sieg

Dortmund – Der seit 2020 beim BVB unter Vertrag stehende Nationalstürmer Norwegens wird in den sozialen Netzwerken seit Samstag für einen Tweet gefeiert. Bei der Bundesliga-Begegnung am Samstag gegen Bayer Leverkusen feierte Erling Haaland seine Tore mit gen Himmel zeigenden Zeigefinger. Eine Geste muslimischer Spieler, mit der sie sich für einen Erfolg bei Gott zu bedanken. Auch Borussia Dortmund twitterte ein Foto Haalands wie er gemeinsam mit seinem Teamkollegen Mahmoud Dahoud diese Geste durchführt und schrieb „Alhamdulillah habibi“, was so viel bedeutet wie „Gott sei Dank, Lieber“. Der 21-jährige Stürmer antwortete auf den BVB-Tweet ebenso mit einem „Alhamdulillah“.
(Screenshot/Twitter)
Bei der Partie gegen Bayer Leverkusen, die der BVB mit einem 4:3 für sich entscheiden konnte, gelangen dem alles überragenden Haaland gleich zwei Tore. Raphaël Guerreiro (71.) und Julian Brandt (49.) trafen je einmal für den BVB. Moussa Diaby (55.), Patrick Schick (45.+1) und Florian Witz schossen die Tore der Bayer. Wie das Fußballportal „onefootball.com“ berichtet, stellte er mit seinen beiden Toren einen neuen Bundesligarekord auf. 45 Bundesligatore erzielte nicht mal der nun ehemalige Rekordhalter Uwe Seeler schneller. Der BVB-Stürmer brauchte dafür 47 Partien und unterbot Seelers Bestmarke von 52 Spielen deutlich.

Flüchtlingskrise
Türkei verhindert Weiterreise von 1,25 Mio Flüchtlingen nach Europa

Ankara – Die Türkei hat alleine in den letzten drei Jahren bereits die Weiterreise von 1,25 Millionen Flüchtlingen nach Europa verhindert. In einem Gespräch mit dem in Katar ansässigen Nachrichtensender Al Jazeera Mubasher teilte der türkische Innenmiister Süleyman Soylu mit, dass Ankara seit 2016 400.000 Afghanen aufgegriffen habe und 151.000 auf dem Luftweg in ihr Land zurückgeschickt worden seien. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu mit Bezugnahme auf das Interview berichtet, hätten 80.000 internationalen Schutz erhalten und seien in der Türkei geblieben, weitere 20.000 hätten eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, während der Rest das Land illegal verlassen habe. Soylu versicherte den Türken, dass es keine neue Einwanderungswelle aus Afghanistan in die Türkei geben werde, und wies darauf hin, dass sein Land die illegale Einwanderung genau verfolge und hart daran arbeite, sie zu bekämpfen. Nach Angaben Anadolus bestätigte der Minister, dass sich rund acht Millionen Flüchtlinge in den Gebieten um die Türkei aufhielten, darunter 3,8 Millionen in Idlib, 600.000 in Afrin und 1,2 Millionen im Gebiet des Euphrat-Schildes im Norden Syriens. Er betonte, dass sein Land über ausreichende Mittel verfüge, um die illegale Einwanderung entlang seiner Grenzen zu kontrollieren, und fügte hinzu, dass 175 Kilometer der Grenzmauer zwischen der Türkei und dem Iran fertiggestellt worden seien.

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– Bosnien – Sarajewo: Erdogan wie ein Popstar empfangen

Während alleine schon die Erwähnung seines Namens bei der Mehrheit der Bevölkerung hierzulande die Haare zu Berge stehen lässt, wird der türkische Staatschef in zahlreichenden Ländern wie ein Popstar gefeiert. Bei seinem Besuch in Bosnien etwa drängten sich die Menschen auf die Straßen und jubelten Erdogan am Freitag begeistert zu.

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Bundestagswahlen
Söder sieht Chance für Neuauflage der großen Koalition

Bonn Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Neuauflage einer Regierungs-Zusammenarbeit mit der SPD nach der Bundestagswahl nicht ausgeschlossen. „Es kann ja auch noch einmal eine große Koalition wiederkommen mit der SPD, wenn sie schwächer wird“, sagte Söder im phoenix-Interview und ergänzte: „Das Entscheidende ist, dass wir stärker sind als die SPD, denn davon leitet sich auch der Führungsanspruch in der Bundesregierung ab“. Der CSU-Vorsitzende machte deutlich, dass die Union in den letzten zwei Wochen vor der Wahl entschlossen und geschlossen kämpfen werde. „Ich gehe davon aus, dass wir noch eine Chance haben, die SPD abzufangen“, so der CSU-Vorsitzende. Der Parteitag in Nürnberg habe gezeigt, wie geschlossen CSU und CDU agierten und verwies auf die große Zustimmung der Delegierten nach dem Auftritt von Unions-Kanzlerkandidat Laschet. „Heute kann sich keiner beschweren, da kann jedem nur das Herz aufgehen. Ich habe bei der SPD nicht erlebt, dass Olaf Scholz so gefeiert wird, wie Armin Laschet bei uns“, so Söder.

"Drei Brüder - 2021"
Aserbaidschan kündigt Militärübungen mit der Türkei und Pakistan an

Baku – Das türkische, aserbaidschanische und pakistanische Militär werden vom 12. bis 20. September in Baku zum ersten Mal gemeinsame Übungen abhalten, teilte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium am Samstag mit. Ziel der Übung „Drei Brüder – 2021“ sei es, die Zusammenarbeit zwischen den Spezialkräften zu verbessern und Wissen und Erfahrungen auszutauschen, teilte das Ministerium in einer Erklärung mit. Im Juli nahmen die türkischen, aserbaidschanischen und pakistanischen Parlamentssprecher die Erklärung von Baku in einer Zeremonie im aserbaidschanischen Parlament an. Die gemeinsame Erklärung unterstreicht die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern auf der Grundlage kultureller und historischer Bindungen, gegenseitigen Respekts und Vertrauens zu stärken. Sie unterstreicht auch die Rolle der Türkei, Aserbaidschans und Pakistans bei der Schaffung von Frieden, Stabilität und Entwicklung in ihren Regionen. Die Türkei und Aserbaidschan haben zu Beginn dieses Jahres in Baku ein gemeinsames Manöver abgehalten. Ankara hat sich im vergangenen Jahr hinter Baku gestellt, dessen Region Berg-Karabach fast drei Jahrzehnte lang unter illegaler armenischer Besatzung stand, bevor sie im November letzten Jahres befreit wurde. Im vergangenen September kam es zu Zusammenstößen zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan, als die armenische Armee Angriffe auf Zivilisten und aserbaidschanische Streitkräfte verübte und gegen mehrere humanitäre Waffenstillstandsvereinbarungen verstieß. Während des 44-tägigen Konflikts, der am 10. November mit einem Waffenstillstand endete, befreite Aserbaidschan mehrere Städte und fast 300 Siedlungen und Dörfer in Berg-Karabach von einer fast drei Jahrzehnte währenden Besetzung. Die beiden Länder unterzeichneten schließlich eine von Russland vermittelte Vereinbarung zur Beendigung der Kämpfe und zur Erarbeitung einer umfassenden Lösung. Die Türkei und Aserbaidschan unterhalten enge Beziehungen, da die beiden Länder das Motto „eine Nation, zwei Staaten“ beherzigen. Während seiner Präsidentschaft hat Präsident Recep Tayyip Erdoğan Aserbaidschan mehr als 20 Mal besucht, und die Zahl der Delegationsbesuche hat mehr als 100 erreicht. Die trilateralen Beziehungen zwischen Aserbaidschan, der Türkei und Pakistan haben mit der Unterzeichnung der dreigliedrigen Baku-Erklärung in Aserbaidschans Hauptstadt Baku im Juli neue Horizonte erreicht. Die Unterzeichnung des strategischen Dokuments war das Ergebnis eines Treffens der Parlamentspräsidenten der drei Länder. Die Erklärung legt den Grundstein für ein völlig neues Format der politischen Zusammenarbeit. Sahiba Gafarova, die Sprecherin des aserbaidschanischen Parlaments, sagte, die Erklärung von Baku werde dazu dienen, den interparlamentarischen Dialog sowie die Beziehungen zwischen Aserbaidschan, der Türkei und Pakistan zu stärken. Laut Gafarova ermöglicht das neue Format die Zusammenarbeit in regionalen und globalen Fragen von gemeinsamem Interesse, die Demonstration einer gemeinsamen Position in internationalen parlamentarischen Organisationen und die Suche nach parlamentarischer Unterstützung zur Stärkung des globalen Friedens und der Sicherheit. Die Parlamentspräsidenten vereinbarten, das zweite trilaterale Treffen im Jahr 2022 in Pakistans Hauptstadt Islamabad abzuhalten. Die Kooperationsachse Aserbaidschan-Türkei-Pakistan wird seit langem als eine der potenziell einflussreichsten Vereinigungen in der Region angesehen. Die Beziehungen Aserbaidschans sowohl zur Türkei als auch zu Pakistan befinden sich auf dem höchsten Niveau einer strategischen Partnerschaft, seit diese beiden Länder 1991 die von der aufgelösten Sowjetunion wiedererlangte Unabhängigkeit Aserbaidschans anerkannt haben. Die Türkei und Pakistan waren das erste bzw. dritte Land, das die Unabhängigkeit Aserbaidschans anerkannte. Die drei Länder haben sich gegenseitig in zahlreichen Fragen auf der internationalen Bühne unterstützt, u. a. im Zusammenhang mit den Konflikten in Karabach, Nordzypern und Kaschmir. Sowohl die Türkei als auch Pakistan brachen die diplomatischen Beziehungen zu Armenien ab, nachdem dieses Anfang der 1990er Jahre die aserbaidschanische Region Karabach (Garabagh) besetzt hatte.

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Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Gallup International, einem in der Schweiz ansässigen globalen Verbund von Meinungsforschungsunternehmen, ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan der weltweit beliebteste muslimische Politiker.

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Türkei
Istanbul: Proteste gegen Corona-Politik der Regierung

Istanbul – Tausende Türken protestierten am Samstag in Istanbul gegen behördliche Auflagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, darunter Impfungen, Tests und Masken, und reagierten damit auf neue Maßnahmen der Regierung und einer Impfkampagne. Zahlreiche Demonstranten bezeichnen die Pandemie als menschengemacht und als Plan „geheimer Mächte“. „Globale Räuberbande – Hände weg von der Türkei“ oder „Richtige Ärzte sind uns willkommen. Von Scharlatanen werden wir Rechenschaft verlangen“ ist auf Plakaten zu lesen.
(Foto: Plandemi)
Bei der größten Demonstration dieser Art in der Türkei riefen die meist unmaskierten Menschen Parolen, hielten Plakate und türkische Flaggen in die Höhe und sangen Lieder zur Verteidigung dessen, was sie als individuelle Rechte bezeichneten – ein Echo auf Anti-Impf-Kundgebungen in einigen anderen Ländern. Auch der Journalist Abdurrahman Dilipak von der regierungsnahen Tageszeitung Yeni Akit nahm an der Demonsttration teil und trat als Redner auf. „Diese Pandemie schränkt unsere Freiheiten immer weiter ein, und es gibt kein Ende“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Erdem Boz, 40, ein Softwareentwickler. „Masken, Impfstoffe, PCR-Tests – all das könnte zur Pflicht werden. Wir sind hier, um unsere Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck zu bringen“. Die Demonstranten, die an der von der Regierung genehmigten Kundgebung im Istanbuler Stadtteil Maltepe teilnahmen, mussten weder einen Impfnachweis noch einen negativen Test vorweisen, wie Reuters weiter berichtet. Die Polizei griff nicht ein.
(Foto: Plandemi)
„Wir sind gegen all diese Vorschriften“, sagte Aynur Buyruk Bilen von der sogenannten Pandemie-Widerstandsbewegung (Plandemi Mücadele Hareketi), die Organisatoren der Proteste. „Ich denke, dass die Impfstoffe nicht vollständig sind und dass es sich um eine experimentelle Flüssigkeit handelt.“ Der meistgenutzte Twitter-Hashtag in der Türkei war: „Maltepe ist überall, der Widerstand ist überall“. #HerYerMaltepeHerYerDirenis Seit Montag verlangt die Regierung von allen Passagieren von Überlandflugzeugen, Bussen und Zügen sowie von Besuchern von Großveranstaltungen wie Konzerten oder Theateraufführungen einen Nachweis der Impfung oder einen negativen COVID-19-Test. Alle nicht geimpften Schulangestellten müssen sich zweimal pro Woche einem PCR-Test unterziehen. In der Öffentlichkeit sind Masken und soziale Distanzierung vorgeschrieben. Etwa 64 Prozent der Türken haben im Rahmen eines nationalen Programms, bei dem mehr als 100 Millionen Impfungen verabreicht wurden, zwei Impfungen erhalten. Dennoch treten täglich etwa 23.000 neue Fälle auf, was Gesundheitsminister Fahrettin Koca dazu veranlasste, diesen Monat vor einer „Pandemie der Ungeimpften“ zu warnen. Am Samstag schrieb Koca auf Twitter: „Impfstoffe sind die endgültige Lösung! Regeln sind sehr notwendig.“

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– Corona-Pandemie – Türkei: Kinder-Impfprogram womöglich noch vor Schulbeginn

Um vor dem Schulanfang im September mit der Impfung von Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren zu beginnen, erwägen die Behörden in der Türkei eine Ausweitung des aktuellen COVID-Impfprogramms, so Professorin Sema Turan vom Wissenschaftsrat.

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Reuters -Bericht
Dubai: Aramex möchte türkischen Kurierdienst MNG Kargo kaufen

Dubai -Der börsennotierte Kurierdienst Aramex (ARMX.DU) aus Dubai befindet sich nach Angaben von drei Quellen in fortgeschrittenen Gesprächen über den Kauf des türkischen Zustelldienstes MNG Kargo, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das potenzielle Geschäft, das einen Wert von bis zu 500 Millionen Dollar haben könnte, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Beziehungen zwischen den regionalen Rivalen Vereinigte Arabische Emirate und Türkei Anzeichen einer Verbesserung zeigen, so Reuters unter Berufung auf die Quellen, die „mit der Angelegenheit vertraut“ seien. Die Gespräche befänden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. „Es versteht sich von selbst, dass wir Gerüchte und Spekulationen nicht kommentieren“, sagte ein Sprecher von Aramex. Auch MNG Kargo lehne eine Stellungnahme ab Aramex, an dem ADQ im vergangenen Jahr einen Anteil von 22,25 % erwarb, gab diese Woche bekannt, dass es seine Kerngeschäfte aufgespalten hat, um das Wachstum in der Transport- und Logistikbranche nach der COVID-19 zu nutzen. Im Rahmen der Umstrukturierung wurde eine neue regionale Struktur geschaffen und ein Chief Strategy Officer ernannt, der die internationale Expansion und die Pläne für Fusionen und Übernahmen leitet. Der türkische Präsident Tayyip Erdogan führte letzten Monat Gespräche mit dem nationalen Sicherheitsberater der VAE, Scheich Tahnoun bin Zayed al-Nahyan, bei denen es um wirtschaftliche Zusammenarbeit und Investitionen der VAE in der Türkei ging. Das Konglomerat International Holding Co. aus Abu Dhabi, dessen Vorsitzender Scheich Tahnoun ist, sucht nach Investitionsmöglichkeiten in der Türkei, wie sein Vorstandsvorsitzender letzten Monat gegenüber Reuters erklärte. MNG Kargo wurde 2003 gegründet und ist eines der führenden Kurierdienstunternehmen in der Türkei, das sich seit 2017 im Besitz der privaten Beteiligungsgesellschaft Turkven und der Familie Sancak befindet. Das Unternehmen hat über 850 Niederlassungen und mehr als 11.000 Mitarbeiter.

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– Gaming – Rekord-Deal: US-Unternehmen übernimmt türkischen Spieleentwickler Peak für 1,8 Milliarden

Der aus San Francisco stammende Online-Spiele-Anbieter Zynga („Farmville“) hat für 1,8 Milliarden US-Dollar den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak aus Istanbul übernommen.

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Corona-Krise
Ministerpräsident Weil: Einschränkungen für ungeimpfte Menschen unumgänglich

Osnabrück – Ungeimpfte müssen sich nach den Worten von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auch in Niedersachsen auf Einschränkungen einstellen. Weil sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wenn die Corona-Infektionszahlen und die Zahlen infizierter Patientinnen und Patienten in den Kliniken deutlich ansteigen, werden Einschränkungen für ungeimpfte Menschen unumgänglich sein.“ Der Grund dafür wäre nicht, dass die Politik die Betroffenen ärgern wolle, „sondern dass von dieser Gruppe die Risiken ausgehen“, so der SPD-Politiker weiter. Er betonte, für Kinder und für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könnten, müsse es dann besondere Regelungen geben. Die aktuelle Corona-Verordnung gilt noch bis zum 22. September. Die neue Version ist unmittelbar davor zu erwarten. Im nächsten Schritt könnte nach den Worten von Weil die Öffnung einer Option für private Anbieter erfolgen: „Wer die 2G-Regelung für Geimpfte und Genesene einführt, der kann bei Gästen und Besucherinnen und Besuchern auf die Maskenpflicht und auf Abstand verzichten.“ Der Ministerpräsident erläuterte, die Möglichkeit des Verzichts auf die Maske bestehe jetzt schon für Clubs und Diskotheken. Und er fügte hinzu: „Hamburg hat damit auch in anderen Bereichen, wie man hört, gute Erfahrungen gemacht.“ Die 2G-Regelung, die Getestete ausschließt, wird laut Weil dann eine private Entscheidung sein. Er sagte: „Wir eröffnen den privaten Anbietern Alternativen. Sie können frei entscheiden, nur Geimpfte und Genesene hineinzulassen, um ein ungestörteres Miteinander zu ermöglichen. Das ist kein staatlicher Eingriff.“ Bei öffentlichen Einrichtungen gebe es dagegen einen rechtlichen Anspruch auf Zutritt. Weil erläuterte: „Das Problem der Infektionen liegt in der Gruppe der Ungeimpften. Also müssten sich auch alle einschränkenden Maßnahmen auf diese Gruppe konzentrieren, und zwar insbesondere dort, wo viele Menschen zusammenkommen.“ Geimpfte hätten dagegen schlimmstenfalls einen milden Krankheitsverlauf zu befürchten. Auch seien diese Menschen im Großen und Ganzen nicht ansteckend: „Die Zahl der Impfdurchbrüche ist überschaubar: ein Mensch auf 4000 Geimpfte.“

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– Corona-Pandemie – Scholz: 52 Millionen geimpft, und „niemand ist ein Alien geworden“

Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will Corona-Tests bald kostenpflichtig machen. „Die Tests sollten in absehbarer Zeit nicht mehr aus Steuermitteln bezahlt werden. Denn es ist genug Impfstoff vorhanden, sodass sich jeder Erwachsene impfen lassen kann. Ich plädiere für einen Zeitpunkt im Herbst, damit sich die Leute darauf einstellen können“, sagte Scholz.

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