Afghanistan-Krise
Taliban: Wir wollen keine türkischen Soldaten in Afghanistan

Kabul – Ein Sprecher der Taliban sagte am Dienstag, dass sie zwar „gute Beziehungen zur Türkei“ wünschten, aber keine türkischen Truppen auf afghanischem Boden. „Wir brauchen keine türkischen Truppen in Afghanistan, wir sind mehr als fähig, den Flughafen von Kabul selbst zu sichern“, sagte Zabihullah Mudschahid in seiner zweiten Pressekonferenz seit der Übernahme Kabuls durch die Gruppe am 15. August. Die Taliban werde nach dem 31. August die Sicherheit des internationalen Flughafens von Kabul übernehmen und es bestehe keine Notwendigkeit für den geplanten Einsatz türkischer Truppen dort. „Es besteht kein Bedarf an türkischen Truppen in Afghanistan, wir sind mehr als fähig, den Flughafen von Kabul selbst zu sichern“, wurde Mujahid auf einer Pressekonferenz von lokalen Medien zitiert. „Wir wollen gute Beziehungen zur Türkei, aber wir wollen ihre Soldaten nicht in Afghanistan.“ Die Taliban werde auch „keine Verlängerung“ der von der US-Regierung für den Abzug aller amerikanischen Truppen gesetzten Frist bis zum 31. August akzeptieren. Das Leben im Land normalisiere sich bereits wieder, aber das Chaos auf dem Flughafen bleibe ein Problem. Viele Afghanen versuchen verzweifelt, aus dem von den Taliban beherrschten Land zu fliehen. „Wir werden die Frist bis zum 31. August nicht verlängern. Sie (die USA) können alle Menschen mitnehmen, die zu ihnen gehören. Wir werden die Afghanen nicht gehen lassen“, sagte er. Türkei evakuiert 1.404 Menschen aus Afghanistan Unterdessen erklärte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am 24. August, dass die Türkei bisher 1.404 Menschen aus Afghanistan evakuiert habe – 1.061 davon türkische Staatsangehörige und 343 Staatsangehörige „verschiedener Länder“. „Aufgrund unserer Truppenpräsenz am Flughafen haben viele Länder, internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen uns um Hilfe bei der Evakuierung ihrer Mitarbeiter gebeten“, sagte Çavuşoğlu gegenüber Reportern. „Wir haben ihnen zusammen mit den Vereinigten Staaten und Großbritannien Hilfe geleistet.“ Çavuşoğlu erklärte, dass sich etwa 4.500 türkische Staatsangehörige in Afghanistan aufhielten, aber nur etwa 200 noch auf ihre Evakuierung warteten. „Wir haben jeden einzelnen von ihnen kontaktiert. Eine große Anzahl von ihnen hat gesagt, dass sie nicht zurückkehren wollen“, sagte Çavuşoğlu und erklärte, dass es sich dabei um Personen handele, die in Afghanistan Geschäfte oder Arbeitsplätze hätten oder mit Afghanen verheiratet seien. „Wir respektieren natürlich ihre Entscheidung, aber wir haben auch die notwendigen Vorschläge und Warnungen gemacht“, sagte er.  

EuroVolley 2021
Volleyball-EM: Türkei holt auch gegen Niederlande einen Sieg

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Cluj-Napoca – Nach ihren Siegen gegen Rumänien, Schweden, Ukraine und Finnland bezwang die türkische Frauen Volleyball-Nationalmannschaft in der Gruppenphase der EM am heutigen Dienstag auch die Niederlande und sicherte sich somit den Einzug ins Achtelfinale. Die Türkinnen gewannen das Match in der BT Arena im rumänischen Cluj Napoca mit 25:21, 25:21 und 25:20 und beendeten die erste Runde als Gruppensieger. Im Achtelfinale trifft die Türkei am 29. August in der Kolodruma-Sporthalle in Bulgarien auf den Vierten der Gruppe B. Die Türkei bezwang am gestrigen Montag Finnland mit 25-19, 25-12 und 21-15. Nach einem Sieg gegen Griechenland mit 3:0 sicherte sich am heutigen Dienstag auch die deutsche Nationalmannschaft ihren Einzug ins Achtelfinale. Zum Abschluss in Gruppe B trifft Deutschland an diesem Mittwoch auf Spanien. Vierundzwanzig Mannschaften treten in vier Gruppen gegeneinander an. Die vier besten Mannschaften jeder Gruppe steigen am Ende der Gruppenphase auf. Das Achtelfinale und das Viertelfinale werden in Bulgarien und Serbien ausgetragen, das Halbfinale und das Finale in Serbien. Die Gruppenphase endet am Donnerstag, und das dreitägige Achtelfinale beginnt am Samstag. Die Viertelfinal- und Halbfinalspiele werden am 31. August und 3. September ausgetragen, das Finale und das Spiel um Platz drei am 4. September.

Lebensmittelsicherheit
Untersuchung: Multiresistente Keime auf Putenfleisch von Aldi und Lidl

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert Bundesregierung, EU-Kommission und EU-Parlament auf, die derzeit erlaubte Massenmedikation mit Reserve-Antibiotika in der industriellen Tierhaltung schnellstmöglich zu beenden. Die aktuelle Rechtslage hat gefährliche Konsequenzen, warnt der Umwelt- und Verbraucherschutzverband und präsentiert eine Stichprobenuntersuchung von Putenfleisch aus den Regalen der Discounter Aldi und Lidl. So ist es legal, in Deutschland Fleisch zu verkaufen, auf dem sich antibiotikaresistente Keime befinden, Grenzwerte für diese Belastungen gibt es keine. Ihren Ursprung haben die Keime in der industriellen Massentierhaltung. Dort werden die Antibiotika den Tieren unter anderem in die Tränke oder ins Futter gemischt. Das trägt dazu bei, dass sich Resistenzen gegen die Medikamente bilden. Seit Jahren werden auch bei staatlichen Untersuchungen auf dem Fleisch von Puten aus der intensiven Tiermast resistente Keime gefunden. Dennoch ist diese Praxis weiterhin gesetzlich erlaubt, ebenso wie der Verkauf von derartig belastetem Fleisch. Neue Labortests im Auftrag der DUH zeigen nun, wie massiv teilweise die Belastung mit multiresistenten Krankheitserregern bei Putenfleisch ist. Die DUH hat dazu in verschiedenen Regionen Deutschlands 62 Testkäufe bei Discountern durchgeführt, jeweils 31 in Lidl-Filialen und 31 in Aldi-Filialen. Gekauft wurde immer Putenfleisch der Haltungsstufe 2 (Stallhaltung Plus). Die Proben wurden am Institut für Pharmazie und Pharmazeutische Mikrobiologie der Universität Greifswald unter Leitung von Frau Professor Schaufler untersucht. Das Ergebnis: Jede dritte Putenfleischprobe von Lidl und jede vierte Probe von Aldi war mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Auf jeder vierten Lidl-Putenfleischprobe (26 Prozent) fand das Labor sogar besonders gesundheitsgefährliche Erreger, die gegen die für Menschen wichtigen Reserve-Antibiotika resistent sind. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Geflügel in Massentierhaltung wird vollgepumpt mit Antibiotika, bei der Putenmast sogar zu einem erheblichen Teil mit Reserve-Antibiotika. Das ist besonders dramatisch, da hier resistente Erreger entstehen, gegen die uns dann möglicherweise keine Medikamente mehr zur Verfügung stehen. Dieses katastrophale System muss beendet werden. Kommission und Parlament müssen auf EU-Ebene Reserve-Antibiotika als Massenmedikation in der industriellen Tierhaltung verbieten und nur noch für die Einzeltierbehandlung beispielsweise von Haustieren erlauben.“ In Europa infizieren sich jährlich rund 670.000 Menschen mit antibiotikaresistenten Erregern, weit über 245.000 Infektionen stammen aus Quellen außerhalb der Gesundheitsversorgung, dazu zählt die Massentierhaltung. Für Infektionen mit resistenten Erregern, bei denen viele Antibiotika nicht mehr greifen, sind Reserve-Antibiotika überlebenswichtig. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt deshalb, Reserve-Antibiotika Menschen vorzubehalten, sie nur in Ausnahmefällen bei Haustieren und gar nicht bei Tieren in der Fleischwirtschaft einzusetzen. DUH und Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery fordern EU-Parlament auf, im September Massenmedikation mit Reserve-Antibiotika in der industriellen Tierhaltung zu beenden Frank Ulrich Montgomery, Präsident des Ständigen Ausschusses der Ärzte der Europäischen Union und Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes: „Die EU droht zwei große Chancen zu verpassen: Erstens Menschenleben zu retten, durch das Verhindern weiterer Antibiotikaresistenzen und zweitens das Tierwohl und die artgerechte Haltung von Nutztieren zu verbessern. Wir brauchen die Beschränkung der Reserve-Antibiotika auf den Einsatz beim Menschen, damit schwerstkranke Menschen eine Chance auf Heilung bekommen. Und auch den Tieren ist mit der aktuellen Politik nicht gedient. Antibiotika werden in der Tierhaltung eingesetzt, um Mängel auszugleichen in nicht-artgerechten Haltungsformen. Es ist jetzt am EU-Parlament, bei seiner Abstimmung im September den Weg der Vernunft und der Menschlichkeit zu gehen und den Änderungsvorschlag des Umweltausschusses zur Tierarzneimittelverordnung anzunehmen.“ Reinhild Benning, Agrarexpertin bei der DUH: „Lidl, Aldi und Co. kündigen vollmundig an, bis 2030 bessere Haltungsformen umzusetzen. Es darf aber nicht sein, dass sie den Menschen noch neun Jahre lang Fleisch mit mehrfach resistenten Keimen verkaufen dürfen. Wir fordern einen sofortigen Ausstieg aus den Haltungsstufen 1 und 2. Der Handel muss langfristige Verträge mit bäuerlichen Betrieben mit Haltung 3 und 4 zu fairen Erzeugerpreisen schließen. Gesunde Tiere brauchen keine Antibiotika. Puten aus Ökolandbau sind erheblich weniger belastet mit resistenten Erregern als Puten aus konventioneller Massentierhaltung.“ Katharina Schaufler von der Universität Greifswald, die die Labortests durchgeführt hat: „Unsere Laborergebnisse belegen, dass die routinemäßige Massenmedikation nicht ohne Folgen bleibt. Putenfleisch mit Belastung von multiresistenten Krankheitserregern gefährdet die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern.“

Arbeitsmarkt
„Deutschland braucht 400.000 Zuwanderer pro Jahr“

Berlin – Aufgrund der stagnierenden Bevölkerungszahl in Deutschland, hat der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, die Bundesregierung aufgerufen, mehr Zuwanderer ins Land zu holen. Deutschland könne das Problem nur lösen, indem es etwa Ungelernte qualifiziere, Arbeitnehmerinnen mit unfreiwilliger Teilzeit länger arbeiten lasse – und vor allem, indem es Zuwanderer ins Land hole, sagt Scheele. Deutschland brauche rund 400.000 Zuwanderer pro Jahr. Scheele warnte vor einem „massiven Arbeitskräftemangel in Deutschland“. „Wir brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr. Also deutlich mehr als in den vergangenen Jahren“, sagte Scheele der Süddeutschen Zeitung. Er sehe in diesem Jahr eine Abnahme um 150.000 der potenziellen Arbeitskräfte. „Von der Pflege über Klimatechniker bis zu Logistikern und Akademikerinnen: Es werden überall Fachkräfte fehlen“, so Scheele. In den kommenden Jahren werde es „noch viel dramatischer“.
Man kann sich hinstellen und sagen: Wir möchten keine Ausländer. Aber das funktioniert nicht.

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– Weltbevölkerungstag – Türkei: Geburtenrate erneut gefallen

Nach Angaben des nationalen Statistikinstituts, steht die Türkei einem Problem gegenüber, das den meisten europäischen Ländern gemein ist – nämlich dem der alternden Bevölkerung.

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Afghanistan-Krise
SPD-Außenexperte Nils Schmid: „Ich hoffe, das war nicht das letzte Wort der Taliban“

Der außenpolitische Sprecher der SPD Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hat die Hoffnung geäußert, dass die Evakuierungsflüge aus Afghanistan im September fortgesetzt werden können. Ein Ende der Aktion sei höchst problematisch, sagte Schmid am Dienstag im Inforadio vom rbb: „Die Amerikaner selbst wollen ja noch viele Staatsangehörige und auch ihre Ortskräfte evakuieren. Da geht es um mehrere zehntausend Personen. Deshalb ist es gut, wenn auf dem G7 Gipfel darüber gesprochen wird, wenn die Amerikaner das vielleicht verlängern könnten. Wie die ganze Zeit über in Afghanistan, hängen die anderen NATO-Alliierten, der ganze Westen an der militärischen Fähigkeit der Amerikaner.“ Er hoffe, dass die Taliban einer Verlängerung der Evakuierungsflüge über den 31. August hinaus zustimmen, sagte Schmid: „Ich hoffe, das war nicht das letzte Wort der Taliban. Es gibt ja Gespräche in Doha, wo auch hochrangige deutsche Diplomaten diese Frage behandeln. Alternativ wäre eine Zusage der Taliban erforderlich, dass zivile Flugzeuge reinkommen können und dann auch Afghanen mit rausfliegen dürfen. Wenn es zu einer solchen Verständigung käme, könnte die militärische Evakuierungsmission beendet werden… aber das ist offen. Umso wichtiger ist es, dass die G7 Staaten ein gemeinsames Vorgehen vereinbaren.“

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In der kurdischen Autonomieregion (KRI) des Irak wurde erneut ein Soldat der Peschmerga durch eine PKK-Mine verletzt.

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Kampf gegen den Terror
Türkische Kampfflugzeuge bombardieren PKK-Stellungen im Nordirak

Ankara – Bei einem groß angelegten Angriff der türkischen Luftwaffe gegen Stellungen der Terrororganisation PKK im Nordirak wurden nach Informationen des türkischen Verteidigungsministeriums 28 Terrorziele bombardiert. An der Attacke gegen Stellungen der Terrororganisation PKK im Nordirak, die in Koordination mit dem türkischen Nachrichtendienst MIT erfolgt sei, sollen nach Ministeriumsangaben mehr als 20 Kampfflugzeuge teilgenommen haben. Die bombardierten Ziele der Extremisten sollen sich am Asos-Gebirge, nördlich von Suleymaniyah, befinden. Verteidigungsminister Hulusi Akar, Generalstabschef Yaşar Güler sowie die Kommandeure der drei Waffengattungen verfolgten die Angriffe vom Operationszentrum der türkischen Luftwaffe in Ankara. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich.

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Syrien
Terrororganisation PKK verschleppt Lehrer und Kinder

Diyarbakır – Die Terrororganisation PKK hat Medienberichten zufolge in den von ihr besetzten Gebieten Syriens einen Lehrer und zwei Jugendliche im Alter von 13 und 16 Jahren verschleppt. Demnach wurden der arabisch-stämmige Klassenlehrer Eymen Hasan am Sonntag (22. August) in Manbidsch sowie der 13-jährige Veil Adnan Ibrahim und der 16-jährige Ibrahim Caver aus Qamischli von Extremisten der PKK/YPG entführt. Seit Jahrzehnten verschleppt die PKK Kinder und Jugendliche, um sie anschließend in Terrorcamps politisch zu indoktrinieren und im Krieg einzusetzen. Am 20. August fielen PKK/YPG Terroristen über der syrischen Ortschaft Mansura/Rakka her und verschleppten 28 Bewohner, die später in den erwähnten Terrorlagern ausgebildet werden sollten. UN-Bericht: Die PKK/YPG hat in Syrien die meisten Kinder verschleppt Nach einem Bericht der Vereinten Nationen („Children and armed conflict“) von 2019 hat der syrische Ableger der PKK, die YPG, die meisten Kinder in Syrien zwangsrekrutiert. Allein 2018 habe die Terrororganisation in Syrien 700 Kinder von ihren Familien verschleppt, um sie im Krieg einzusetzen, wobei die meisten dieser verschleppten Kinder noch nicht einmal kurdischer Abstammung seien. Ferner weist der Bericht auf Angriffe der PKK/YPG auf Schulen und das Verbot der arabischen Sprache in mehr als 250 Schulen hin, die sich in den von der PKK okkupierten Gebieten in Syrien befinden. Die Vereinten Nationen schätzen, dass 2018 zirka 60.000 Schülerinnen und Schüler von der Terrororganisation daran gehindert wurden eine Schule zu besuchen. Mütter von Diyarbakır weiten Sitzstreik gegen PKK auf 24 Stunden aus Die seit dem 3. September 2019 vor der Provinzdirektion der HDP in Diyarbakır protestierenden kurdisch-stämmigen Mütter haben während ihres Sitzstreiks mitgeteilt, dass sie den Protest gegen die HDP auf 24 Stunden am Tag ausgeweitet hätten. Die Mütter protestieren mit der Aktion gegen die Verschleppung ihrer Kinder durch die Terrororganisation PKK. Die am Sitzstreik teilnehmenden Eltern betrachten die HDP als den politischer Arm der PKK. Kemal Bölge/Diyarbakir

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– Berlin – Kurdische Mutter: „Warum ignorieren mich die Medien?“

Nach vielen Jahrzehnten der Angst und Drohungen sowie Einschüchterungen der PKK, trauen sich immer mehr Kurdischstämmige gegen die Terrororganisation offen Stellung zu beziehen.

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Russlandsanktionen
AfD-Chef Meuthen hält Sanktionen gegen Russland für falsch

In Bezug auf das angespannte deutsch-russische Verhältnis hat der Co-Vorsitzende der AfD Jörg Meuthen der Bundesregierung „Versagen“ vorgeworfen: „Am Ende der Ära Merkel steht ein hochgradig belastetes Verhältnis zu Russland. Das sollten wir korrigieren.“ Die russlandfreundliche Haltung seines Co-Vorsitzenden Tino Chrupalla kommentierte Meuthen mit einer „differenzierten Position“: „Ich halte zunächst einmal daran für richtig, dass wir ein Interesse an gut nachbarschaftlichen Beziehungen zu Russland haben müssen. Und ich halte auch die Sanktionen für falsch, die wir da haben, weil die nichts bringen und weil sie die Beziehungen dauerhaft belasten.“ Gleichzeitig distanzierte sich Meuthen von seinem Co-Chef. Zu einigen Einzelheiten habe er „etwas zurückhaltendere Positionen als Herr Chrupalla. Das klären wir aber intern“, so Meuthen. Eine Lösung des Ost-Ukraine-Konflikts auf diplomatischem Weg sieht Meuthen kritisch. Die Verhandlungen gingen bereits auf das Minsker Abkommen im Jahr 2014 zurück. „Dass das erfolglos verlief, wird auch Frau Merkel nicht ernsthaft bestreiten. Das hat bis jetzt nichts gebracht“. Dennoch sollte man versuchen, den Konflikt immer wieder auf diplomatischem Weg beizulegen. „Zur Ehrlichkeit gehört aber auch, zu sagen: Das war bis jetzt völlig erfolglos“. Er sei daher „nicht sehr optimistisch, dass das Normandie-Format da wirklich etwas erreichen wird.“

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– Raketendeal – Russland und Türkei unterzeichnen bald Abkommen für weitere S-400-Raketensysteme

Russland und die Türkei wollen bald eine neue Vereinbarung über die Lieferung von S-400 treffen. Nach Angaben des Geschäftsführers des staatlichen Waffenexporteurs Rosoboronexport, Alexander Mikheyev, gehen die Konsultationen weiter und befinden sich in der Endphase.

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Antisemitismus
Mehr als 200 antisemitische Straftaten in NRW im ersten Halbjahr 2021

Im ersten Halbjahr 2021 wurden in Nordrhein-Westfalen 206 antisemitische Straftaten begangen. Dies geht aus einem Bericht der Landesregierung hervor, der dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt. Dabei ging es vor allem um Volksverhetzungs-, Beleidigungs- und Propagandadelikte, aber auch um Sachbeschädigung, Bedrohung und in drei Fällen um Körperverletzung. Etwa die Hälfte der Taten sei von Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum verübt worden, 70 Fälle seien dem „Phänomenbereich ausländische Ideologie“ zuzuordnen, heißt es in der Antwort des NRW-Innenministeriums auf Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag. Im gesamten Vorjahr hatte die Zahl der Fälle bei 276 gelegen. Im Mai dieses Jahres hatte es in Deutschland in mehreren Städten antisemitische und anti-israelische Ausschreitungen gegeben. Zuvor war der Gaza-Konflikt zwischen militanten Palästinensern und Israel wieder eskaliert. Vom 10. bis zum 21. Mai wurden in NRW in diesem Zusammenhang etwa 90 antisemitische Straftaten gemeldet, teilte das Innenministerium mit. Die 276 Fälle im Jahr 2020 hatten einen Rückgang bedeutet, es waren 39 Straftaten weniger als im Vorjahr.

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– Islam – Angriffe auf Muslime auf niedrigstem Stand seit Jahren

Die Zahl der Übergriffe auf Muslime und Moscheen in Deutschland ist so niedrig wie seit Beginn dieser Zählung 2017 noch nie. So wurden im zweiten Quartal, also von April bis Juni, insgesamt 99 islamfeindliche Straftaten verzeichnet – das ist ein überraschend starker Rückgang.

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Luftfahrt
Turkish Airlines bietet ab September Direktflüge nach Dallas an

Istanbul –Turkish Airlines, die Fluggesellschaft, die mehr Ziele als jede andere Airline der Welt anfliegt, baut ihr Flugnetz weiter aus. Ab dem 24. September wird die Fluggesellschaft vier Direktflüge pro Woche von Istanbul nach Dallas, Texas, anbieten – am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag. Für die Flüge von Sofia nach Dallas können Turkish Airlines-Passagiere von Vorzugspreisen für Hin- und Rückflugtickets ab 600 Euro inklusive aller Gebühren profitieren. Turkish Airlines nimmt zudem ihre Flüge in verschiedene Teile der Welt wieder auf und baut ihr Flugnetz weiter aus. Mit der Ankündigung des neuen Ziels stellt die Fluggesellschaft den elften amerikanischen Standort vor, den sie anfliegen wird. Seit dem 24. September dieses Jahres ist Dallas eines von insgesamt 215 Zielen, die Passagiere von Turkish Airlines derzeit besuchen können. Die türkische Fluggesellschaft werde die Reise mit einer Boeing 787-9 Dreamliner durchführen. Laut SeatGuru.com verfügt dieses Flugzeug über etwa 300 Sitzplätze. Die Flüge von Dallas nach Istanbul Airport sollen etwa 14 Stunden dauern. Dallas, die drittgrößte Stadt des Bundesstaates Texas, bietet mit ihren Sehenswürdigkeiten und Attraktionen wie dem Dallas Museum of Art, dem Themenpark Six Flags Over Texas, dem Dallas World Aquarium und vielen anderen beliebten Museen und Stadien ein beeindruckendes Erlebnis für Touristen. Nach dem Abflug vom Flughafen Sofia müssen die Passagiere nicht länger als drei Stunden auf den Anschlussflug Istanbul – Dallas warten.

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– Reisen – Turkish Airlines gewinnt prestigeträchtigen World Travel Awards

Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines ist bei den World Travel Awards für ihre branchenführende Economy Class ausgezeichnet worden. Die Airline hat sich den ersten Platz für das Jahr 2020 gesichert und damit die Konkurrenz einer Vielzahl von europäischen Full-Service-Airlines geschlagen.

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