Löhne
„PKK-Nähe“: Verfassungsschutz beobachtet Jesiden-Verein

Löhne – Der Jesidenverein in der Ulenburg in Löhne wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Wie die Neue Westfälische (NW) unter Berufung auf den Jahresbericht des Landesverfassungsschutzes berichtet, soll der „Zentralverband der Ezidischen Vereine“ mit der Abkürzung NAV-YEK, eine „Nähe zur in Deutschland verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorweisen und tauche im Kapitel über „auslandsbezogenen Extremismus“ auf. Die Jesidische Gemeinde hat ihren Sitz seit 2014 im Wasserschloss Ulenburg. Die gemeinnützige EZDai Gesellschaft Kultur und Wissenschaft in der Ulenburg ist der Besitzer des Anwesens. Gegenüber der NW erklärte der Geschäftsführer, dass er von der Nachricht überrascht sei und er mit den Verantwortlichen sprechen wolle. Verfassungswidrige Aktivitäten wolle man nicht zulassen.

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– Terrorismus – Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Während die auch in Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK in großen Teilen der hiesigen Medien und bei Politikern eine gewisse Sympathie genießt, bleiben die Hilferufe verschiedener Minderheiten aus den Regionen im Norden Syriens und des Irak in Deutschland weitgehend ungehört.

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Kampf gegen den Terror
Anti-Terror-Operation: PKK-Anführer in Istanbul festgenommen

Istanbul – Einer der meistgesuchten PKK-Terroristen der letzten Jahre konnte bei einer Anti-Terror-Operation im Istanbuler Stadtteil Ataşehir von Spezialkräften in seinem Unterschlupf festgenommen werden. Durch Festnahme möglichen Terroranschlag vereitelt Wie das türkische Innenministerium am 24. August mittteilte, sei der wegen neunfachen Polizistenmordes in der Kategorie Orange per Haftbefehl gesuchte PKK-Terrorist Sonuç Gürdeğir in Istanbul Ataşehir in den frühen Morgenstunden von Beamten des Dezernats für Sondereinsätze der türkischen Polizei überwältigt und festgenommen worden. Die Nachrichtendienste der Sicherheitsbehörden hatten demnach Hinweise erhalten, wonach sich der Terroristen-Anführer zur Vorbereitung eines Terroranschlags in Istanbul befinde. Der seit Jahren von der Polizei gesuchte Terrorist sei zuvor von Erzurum nach Istanbul gereist und halte sich mit abwechselnder gefälschter Identität in Ataşehir auf. Die Operation zur Festnahme des Extremisten-Anführers wurde vom Polizeipräsidium Istanbul und Bitlis sowie vom Nachrichtendienst der Polizei koordiniert. Unterschlupf des Terroristen wurde observiert Vor dem erfolgten Zugriff sei die vermutete Adresse von Zivilfahndern tagelang intensiv observiert und die Ermittlungsbehörden hätten wegen eines möglichen Terroranschlags erheblich unter Druck gestanden. Erst als die Ermittler die Identität des untergetauchten Terroristen zweifelsfrei feststellen konnten und ob dieser sich tatsächlich in dem Unterschlupf befand, entschied man sich zur Operation. Wegen Polizistenmorden mit Haftbefehl gesucht Dem wegen elf terroristischer Vorstrafen gesuchten PKK-Anführer wird zu Last gelegt an dem Anschlag am 9. Oktober 2014 auf den Polizeipräsidenten und seines Personenschützers in Bingöl, an der Ermordung von zwei Polizisten, ebenfalls in Bingöl, sowie an dem blutigen Autobombenanschlag auf ein gepanzertes Fahrzeug der Bereitschaftspolizei am 1. August 2016 beteiligt gewesen zu sein, bei dem sieben Polizisten starben und drei verletzt wurden. Nach der Identitätsfeststellung des Beschuldigten wurde dieser zur weiteren Vernehmung ins Präsidium der Anti-Terror-Abteilung der Polizei gebracht. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich. Kemal Bölge/Istanbul

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– Irak – Kurdischer Minister Lazgin: Die PKK ist eine Bedrohung für Zivilisten

In der kurdischen Autonomieregion (KRI) des Irak wurde erneut ein Soldat der Peschmerga durch eine PKK-Mine verletzt.

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Armenien
„Positive Signale“ zwischen der Türkei und Armenien

Jerewan – Armenien sieht „positive Signale“ aus der Türkei und wird entsprechend reagieren, sagte der armenische Premierminister am Freitag. Auf einer Kabinettssitzung in der Hauptstadt Eriwan räumte Premierminister Nikol Paschinjan ein, dass aus Ankara positive Signale für den regionalen Frieden kämen. „Um auf die Agenda der Schaffung von Frieden in der Region zurückzukommen, muss ich sagen, dass wir einige positive öffentliche Signale aus der Türkei erhalten haben. Wir werden diese Signale bewerten und auf positive Signale mit positiven Signalen reagieren“, sagte er. „Alle Länder der Region, einschließlich Armenien, und die ganze Welt werden von Frieden und Entspannung im Kaukasus profitieren“, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan in einer Rede vor dem aserbaidschanischen Parlament im Juni. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte Erdogan bei einem Staatsbesuch in Aserbaidschan in einer bedeutungsvollen Geste des Frieden eine mögliche Öffnung der Grenzen zu Armenien angekündigt.  Erdogan sagte damals, sein Land könne seine Grenzen zu Armenien öffnen, wenn auch Jerewan Schritte für einen regionalen Frieden unternimmt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Aliyev in Baku betonte Erdogan, dass die Türkei keine Probleme mit der armenischen Bevölkerung habe. „Wir hegen keinen Groll gegen das Volk von Armenien. Das Problem ist mit der armenischen Regierung. Über 100.000 Armenier leben in meinem Land“, erklärte Erdogan. Die Grenze zwischen der Türkei und Armenien wurde nach den Massakern an der aserbaidschanischen Zivilbevölkerung in Bergkarabach durch armenische Milizen 1993 geschlossen und seitdem nicht mehr geöffnet. Unter den damaligen türkischen Außenminister Abdullah Gül, Ali Babacan und Ahmet Davutoglu (2003-2014) gab es eine Annäherung zwischen der Türkei und Armenien was 2009 zur Unterzeichnung der Züricher Protokolle führte, in denen eine Wiederöffnung der Grenze in Aussicht gestellt wurde. Die Gespräche scheiterten jedoch und die Grenze blieb geschlossen. Der türkische Staatschef erwähnte in seiner Rede einen Plan für einen „Sechs-Nationen-Block“. Auch Russland befürworte dieses Vorhaben. „Russland, die Türkei, Aserbaidschan, Iran, Georgien….Armenien könnten in diese Plattform einbezogen werden“, so Erdogan. Im April dieses Jahres hatte Erdogan in einem Brief an das Oberhaupt des armenischen Patriarchats in Istanbul zudem den Wunsch zu einer gutnachbarlichen Beziehung zu Armenien geäußert. In seiner Botschaft an Sahak Maschalian, das Oberhaupt des armenischen Patriarchats der Türkei, erklärte Erdogan, dass die Debatte über die armenischen Behauptungen zu den Ereignissen von 1915, die von Dritten politisiert und zu Instrumenten der Einmischung gemacht worden sei, niemandem geholfen habe. „Wir können nicht zulassen, dass die jahrhundertealte Kultur des Zusammenlebens von Türken und Armeniern in Vergessenheit gerät“, so Erdogan weiter. Der türkische Präsident wiederholte seinen Aufruf, gutnachbarschaftliche Beziehungen zu Armenien zu entwickeln. Die Türkei erkennt die Tragödie hinter den Todesfällen Hunderttausender Menschen an, die von 1915 an im Zusammenhang mit den Ereignissen in Ostanatolien während des Ersten Weltkrieges ihr Leben verloren hatten. Allerdings verwahrt sich die Türkei gegen die Beurteilung der Ereignisse als „Völkermord“ und spricht von einer beiderseitigen Tragödie.

Ankara hat wiederholt die Bildung einer gemeinsamen internationalen Historikerkommission angeregt, um die Ereignisse vom Grunde her aufzuarbeiten und historisch zu bewerten. Die Regierung des Osmanischen Reiches hatte 1915 die Deportation armenischer Bevölkerungsteile aus der Region beschlossen, nachdem sich armenische Terrormilizen und Teile der Bevölkerung mit der russischen Armee verbündet hatten, die im Osten an der Kaukasusfront in osmanische Gebiete vorrückte.

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– Türkei – Armenischer Patriarch Maschalian verurteilt Instrumentalisierung der Ereignisse von 1915

Der armenische „Patriarch von Konstantinopel“, Sahag Maschalian, hat die Instrumentalisierung der Ereignisse von 1915 im Osmanischen Reich scharf verurteilt.

Armenischer Patriarch Maschalian verurteilt Instrumentalisierung der Ereignisse von 1915
 

Gesellschaft
Frauenärztliche Versorgung: „Frauen mit Migrationshintergrund werden in Österreich diskriminiert“

Von Fausia A. In Österreich ist die Abtreibung in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nach einer ärztlichen Beratung erlaubt. Jedes Jahr werden dort ca. 30.000 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Fast ein Drittel aller Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen, sind Frauen of Color, und fast die Hälfte von ihnen wurde nicht in Österreich geboren. Warum ist das so? Laut einem Bericht des österreichischen Gynäkologen Dr. Christian Fiala wenden 40 Prozent der eingewanderten Menschen wirkungsvolle Verhütungsmethoden an – bei den in Österreich geborenen sind es dagegen 58 Prozent. Diese Studie gilt als erste und bis heute einzige repräsentative Untersuchung in Österreich zur Sexualität und Verhütung bei Menschen im Alter von 16 bis 49 Jahren. In dem Bericht stellt Dr. Fiala fest, dass höhere Abtreibungsraten unter Frauen mit Migrationshintergrund üblicher seien. Überhaupt kämen ungewollte Schwangerschaften aufgrund von Hormonskepsis und einer Fehleinschätzung der Fruchtbarkeit häufiger vor. Zwischen 2012 und 2019 ist die Nutzung der Pille als Verhütungsmethode bei Frauen von 60 auf 44 Prozent gesunken. Laut dem Verhütungsreport 2019 von Dr. Christian Fiala wächst die Skepsis gegenüber der Pille aufgrund wiederholter Fehlinformation, was zu mehr ungewollten Schwangerschaften führen könnte, denn die Pille ist eines der effektivsten Verhütungsmittel. Lediglich ein kleiner Anteil der Menschen hat die Pille durch eine andere effektive Verhütungsmethode ersetzt. Die Gynäkologin Dr. D. Jalali glaubt hingegen, dass die Fehlinformation von den Ärzten und Ärztinnen selbst stammen könnte. Auf Zoom erklärte sie mir:
Die Untersuchung von Dr. Fiala zeigt nicht auf, ob das mit ihrer eigenen Fehleinschätzung (von Fruchtbarkeit) zu tun hat, oder ob es auf Fehlinformation seitens ihrer Ärzte zurückzuführen ist. Ich kann gar nicht aufzählen, wie viele Frauen, vor allem Frauen mit Migrationshintergrund, falsche Informationen über ihre Fruchtbarkeit und über Verhütung bekommen haben. Oft erleben diese jungen Frauen schon seit langem Fehlbehandlung in gynäkologischen Fragen, was zu ungewollten Schwangerschaften, Komplikationen und Gesundheitsschäden führt. Somit haben sie oft gar keine andere Wahl, als abzutreiben, sei es nun gewollt oder nicht.
Darüber hinaus sehen viele die Sexualerziehung an den Schulen, für die es an qualifiziertem Lehrpersonal mangelt, durch konservative Gruppen im Land bedroht, und die Pille wird nicht durch die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt. In einer ausführlichen Untersuchung von GynMed, einer Klinik für Schwangerschaft und Familienplanung, gab mehr als die Hälfte der befragten Frauen an, dass sie sich für eine der Verhütungsmethoden entscheiden würden, wenn die Kosten dafür übernommen würden. Auf der anderen Seite ist die „Pille danach“, ein Notfallverhütungsmittel, einfach erhältlich, wenn Frauen die damit verbundene Stigmatisierung überwinden. Seit Januar 2014 wird die Pille in österreichischen Apotheken ohne Rezept und Altersbeschränkung abgegeben. Frauen berichten allerdings, dass sie in den Apotheken doch häufig nach einem Rezept gefragt werden. Der „weiße Blick“ der öffentlichen Gesundheitsversorgung in Österreich Seit im Jahr 2020 die Black Lives Matter-Bewegung aufkam, ist das Bewusstsein für rassistisch motivierte Diskriminierung in Österreich gestiegen. So erklärte zum Beispiel die Historikerin, Anti-Rassismus-Expertin und Journalistin Vanessa Spanbauer einer lokalen Zeitung: „Medizin ist vielfach auf weiße Menschen ausgerichtet.“ Ärzte und Ärztinnen lassen sich offenbar – häufig unbewusst – von Vorurteilen über Ethnizität leiten, was zur Unterversorgung bestimmter Bevölkerungsgruppen führt. Andere Studien haben gezeigt, dass Frauen unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit auch unterschiedlich auf Krankheiten reagieren, wie zum Beispiel auf das Polyzystische Ovarialsyndrom (kurz: PCO-Syndrom). Jede zehnte Frau ist davon betroffen. Zu den Symptomen zählen die Entstehung von Zysten, hormonelles Ungleichgewicht, Gewichtszunahme und Unfruchtbarkeit. Es scheint allerdings, dass sich diese Erkrankung bei Frauen aus arabischen und asiatischen Kulturkreisen anders auswirkt als bei westlichen Frauen, was wiederum Folgen für die Diagnostik haben kann. So könnte beispielsweise Übergewicht „in manchen Kulturen nicht als eine ungünstige Folgeerscheinung, sondern eher als ein Zeichen von Wohlstand“ wahrgenommen werden, heißt es in einer Studie zum ethnisch-spezifischen PCO-Syndrom. Menschen, die an PCO leiden und solchen Kulturkreisen angehören, würden also womöglich nichts Schlechtes vermuten, wenn sie an Gewicht zunehmen. Es ist jedoch nicht nur eine Frage der Kultur. Die Studie stellt fest, dass ethnische Unterschiede auch das Ausmaß von Symptomen und die Wirksamkeit verschiedener Behandlungsansätze beeinflussen. So haben südasiatische Frauen mit PCO ein höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken, und entwickeln bis zum Alter von 25 Jahren schwerwiegendere Symptome als weiße europäische Frauen. Dies könnte laut der Studie auf „unterschiedliche genetische Prädisposition und Umweltfaktoren, die sich bereits intrauterin auswirken“, zurückzuführen sein. In einer Facebook-Gruppe mit über 16.000 (internationalen) Frauen aus Wien beschweren sich Mitglieder regelmäßig über Diskriminierung bei der gynäkologischen Versorgung aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit. Manche waren zwei Jahre in Behandlung bevor ihr Problem von einer anderen Gynäkologin nach 20 Minuten richtig erkannt und nach zwei Wochen komplett behoben war. Anderen wurde mehrfach eine psychische Störung diagnostiziert, anstatt dass ihre physischen Leiden anerkannt wurden. Patienten und Patientinnen of Color, die glauben, dass sie im österreichischen Gesundheitssystem mit dem „weißen Blick“ gesehen werden, erleiden wegen der Diskriminierung auch Probleme mit ihrer psychischen Gesundheit. Das Magazin Vice hat die Situation im benachbarten Deutschland beschrieben. So erzählte Jasmin, eine 33-jährige Patientin: „Diese rassistischen Erlebnisse im Krankenhaus und in Ordinationen haben mir das Gefühl gegeben, als wäre ich nichts wert. So als würde ich stören und übertreiben und die Ärzte von ihren ‚echten‘ Patienten abhalten.“ Parissima Taher, eine Psychologin, hat dies aus ihrer Erfahrung in der Psychologie kommentiert: „In einer Psychotherapie wurde mir gesagt, dass ich Schwierigkeiten in meiner Beziehung akzeptieren muss. Weil die Männer hier [in Österreich] Weiße Frauen wollen und es schwierig sein wird, einen anderen Mann als meinen Partner zu finden, der mich schön findet“, erzählte sie und fügte hinzu, dass „es leider auch heute immer noch zutrifft. Ich erlebe es regelmäßig in meiner Arbeit mit meinen Klient*innen [die durch andere Psycholog*innen Diskriminierung erfahren haben].“ Dieser Beitrag erschien zuerst auf GlobalVoices      

Immobilien
Neuer Rekordwert: Bauland war noch nie so teuer wie im Jahr 2020

Bauland war in Deutschland noch nie so teuer wie im Jahr 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kostete ein Quadratmeter baureifes Land durchschnittlich 199 Euro. Im Jahr 2010 hatte der Quadratmeterpreis noch bei 130 Euro gelegen. Je nach Bundesland und Gemeindegröße zeigt sich dabei ein erhebliches Preisgefälle: So zahlten Grundstückskäufer in den Flächenländern Bayern und in Baden-Württemberg im Jahr 2020 mit 349 beziehungsweise 245 Euro besonders viel für einen Quadratmeter Bauland. In Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern wurde nur ein Bruchteil dieses Betrags fällig: Hier lagen die Preise zwischen 46 und 63 Euro. Preise in Städten ab 500 000 Einwohnerinnen und Einwohnern besonders hoch Grundsätzlich steigen die durchschnittlichen Kaufwerte mit der Gemeindegröße. In Gemeinden mit weniger als 2 000 Einwohnerinnen und Einwohnern kostete ein Quadratmeter Bauland 2020 im Schnitt 71 Euro. In den 14 größten Städten mit mindestens 500 000 Einwohnerinnen und Einwohnern mussten Käuferinnen und Käufer mit durchschnittlich 1 213 Euro das 17-Fache bezahlen. Baugrundstücke in Geschäftsgebieten etwas teurer als in Wohngebieten Mehr als drei Viertel (76 %) aller Verkäufe baureifen Landes waren Transaktionen von Grundstücken in Wohngebieten. Hier kostete der Quadratmeter Bauland 234 Euro. In Geschäftsgebieten waren die Grundstücke mit durchschnittlich 242 Euro pro Quadratmeter unter allen Baugebieten am teuersten. Der Quadratmeterpreis in Wohngebieten geschlossener Bauweise lag dabei mit 309 Euro pro Quadratmeter rund 92 Euro höher als in Wohngebieten offener Bauweise (217 Euro). Bei geschlossener Bauweise dürfen Gebäude ohne Abstand errichtet werden (beispielsweise Reihenhäuser), die offene Bauweise hingegen erfordert einen seitlichen Grenzabstand. In Dorfgebieten wurde dagegen nur ein Quadratmeterpreis von durchschnittlich 62 Euro erzielt. Neben der Wohnnutzung ist in Dorfgebieten ausschließlich der Bau von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben zulässig. Darüber hinaus sind nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe und Handwerksbetriebe erlaubt, die der Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner des Gebietes dienen.

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– Investitionen – Türkei: Kauf von Immobilien bald aus dem Ausland möglich

Für im Ausland lebende türkische Staatsbürger und auch für im Ausland lebende Ausländer, vor allem Engländer, Deutsche und Russen, die in der Türkei investieren möchten, gibt es eine gute Nachricht.

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Afghanistan-Krise
Diakonie-Präsident: Deutschland muss am Hindukusch jetzt die Menschenwürde verteidigen

Der Präsident der Diakonie in Deutschland dringt auf einen „starken Beitrag“ der Bundesrepublik bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan. „Wenn wir der Erzählung treu bleiben wollen, dass unsere Freiheit und Sicherheit am Hindukusch verteidigt wird, dann müssen wir dort gerade jetzt auch die Menschenwürde verteidigen“, sagte Ulrich Lilie der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Diejenigen, die in Afghanistan Gefahr an Leib und Leben befürchten müssen, benötigten eine menschenwürdige Perspektive. „Darum brauchen wir einen deutschen Beitrag und müssen ein großes Kontingent an Afghanen bei uns aufnehmen“, sagte Lilie. Nur so werde man dem Versprechen gerecht, „das wir diesen Menschen gegeben haben. Auch in Wahlkampfzeiten sollten wir den Mut dazu haben“, betonte der Diakonie-Präsident im Gespräch mit der Zeitung. Die Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan stelle Deutschland zudem vor keine Probleme. Lilie kritisierte in diesem Zusammenhang den derzeit häufig zu hörenden Vergleich mit dem Jahr 2015. Dies sei nicht angebracht. Damals waren fast eine Million Flüchtlinge ins Land gekommen. „Wir reden heute über ganz andere Zahlen, wahrscheinlich geht es zunächst um eher 50.000 Menschen.“ Der Prozess sollte aber vorher europäisch abgestimmt werden – „damit wir es besser machen als 2015.“

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– Arbeitsmarkt – „Deutschland braucht 400.000 Zuwanderer pro Jahr“

Aufgrund der stagnierenden Bevölkerungszahl in Deutschland, hat der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, die Bundesregierung aufgerufen, mehr Zuwanderer ins Land zu holen.

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Griechenland
Westthrakien: Angriff auf Fremdsprachen-Nachhilfezentrum der türkischen Minderheit

Gümülcine (Komitini) – Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Mittwoch, 25. August 2021, die Schaufensterscheibe eines Nachhilfezentrums (Kültür Dershaneleri) für Fremdsprachen in der nordostgriechischen Stadt Gümülcine (Komotini) eingeschlagen. Nach Polizeiangaben steht noch nicht fest, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. Das Fremdsprachen-Nachhilfezentrum in der Region Rodop befindet sich im Stadtteil Mastanlı von Gümülcine und hat insgesamt vier Nachhilfezentren. Am Vormittag bemerkten die Mitarbeiter die eingeschlagenen Schaufensterscheiben und verständigten die Polizei. Diese nahm die Ermittlungen auf und sucht Zeugen. Die Inhaber der Sprachschule gehören der türkischen Minderheit in Westthrakien an.

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– Minderheiten – Griechenland: „Doppelstandards im Umgang mit Menschenrechten“ Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat bereits mehrfach auf die diskriminierende Behandlung (Quelle) von Minderheiten in Griechenland aufmerksam gemacht und der Regierung Griechenlands Doppelstandards im Umgang mit Menschenrechten vorgeworfen. Insbesondere kritisierte die Organisation den Umgang mit der türkischen Minderheit, die sich nicht über ihre „ethnische oder nationale Zugehörigkeit definieren“ darf, sondern als muslimische Minderheit angesehen werde.
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Afghanistan-Krise
Afghanistan: Türkei beginnt Truppenabzug

Kabul – Die Türkei will den Kabuler Flughafen offenbar doch nicht mehr sichern und hat laut Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums am Mittwochabend mit dem Abzug ihrer Soldaten aus Afghanistan begonnen. „Die türkische Armee kehrt in unser Heimatland mit dem Stolz zurück, die ihr anvertrauten Aufgaben erfüllt zu haben“, erklärte das Verteidigungsministerium in Ankara am Mittwochabend. Seit 2002 sind die türkischen Streitkräfte im Rahmen der UNO, der NATO und bilateraler Abkommen in Afghanistan im Einsatz, um zu Frieden, Wohlergehen und Stabilität des afghanischen Volkes beizutragen, heißt es in der Erklärung. Sie fügte hinzu, dass die türkischen Truppen während des Chaos gemeinsam mit den Soldaten anderer Länder eingriffen und für die Sicherheit auf dem internationalen Flughafen Hamid Karzai in Kabul sorgten. Nicht weniger als 1.129 zivile türkische Staatsbürger wurden dabei mit Militärflugzeugen evakuiert, heißt es in der Erklärung.

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– Afghanistan-Krise – Taliban: Wir wollen keine türkischen Soldaten in Afghanistan

Ein Sprecher der Taliban sagte am Dienstag, dass sie zwar „gute Beziehungen zur Türkei“ wünschten, aber keine türkischen Truppen auf afghanischem Boden. „Wir brauchen keine türkischen Truppen in Afghanistan, wir sind mehr als fähig, den Flughafen von Kabul selbst zu sichern“, sagte Zabihullah Mudschahid in seiner zweiten Pressekonferenz seit der Übernahme Kabuls durch die Gruppe am 15. August.

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Auto-News
Kfz-Beleuchtung – was sind die Vorteile von LED-Leuchten?

Die Fahrsicherheit ist von entscheidender Bedeutung, sowohl um die Müdigkeit während der Fahrt zu verringern als auch um sicherzustellen, dass die Fahrgäste sicher an ihrem Ziel ankommen und die Integrität des Fahrzeugs kurz-, mittel- und langfristig erhalten bleibt. Genauso wie passive Sicherheitsmerkmale wie Auto-Fußmatten dazu beitragen, ist es notwendig, die Bedeutung der Beleuchtung des Autos zu berücksichtigen, wobei nicht nur die Innenbeleuchtung, sondern auch die Scheinwerfer eine wichtige Rolle als aktive Sicherheitsmerkmale spielen. Im Folgenden erläutern wir, wie wichtig die Wartung von Autolampen ist, warum sich immer mehr Menschen für LED-Leuchten statt für herkömmliche entscheiden, welche Vorschriften es für zugelassene LED-Leuchten gibt und welche Preis-/Leistungsvorteile sie bieten. Warum ist es wichtig, die Autolampen regelmäßig zu wechseln? Beim Fahren werden Fahrer und Fahrzeug zu einer Einheit, weshalb die Koordination zwischen beiden perfekt beherrscht werden muss. In diesem Sinne sind die Lichter das Mittel, mit dem der Fahrer alle Details der Straße wahrnimmt. Wenn man bedenkt, dass die Reaktionsfähigkeit des Fahrers am Steuer zu 90 % von der Qualität der Sicht abhängt, ist es umso wichtiger, dass die Beleuchtung des Fahrzeugs instand gehalten wird. Nach den Empfehlungen der Hersteller sollten die Scheinwerfer alle zwei Jahre oder alternativ alle 50.000 Kilometer ausgetauscht werden – und zwar immer paarweise, auch wenn einer der Scheinwerfer noch einwandfrei funktioniert. Bevor ein Scheinwerfer vollständig durchbrennt, verliert er etwa 30 % seiner Leuchtkraft, was die Fahrqualität und die Sicherheit der Insassen erheblich beeinträchtigt, insbesondere auf schlecht beleuchteten Straßen und bei Nacht. Wir müssen immer daran denken, dass die Funktion des Lichts darin besteht, zu sehen und gesehen zu werden. In hohem Maße beeinflussen Faktoren wie die Marke der Leuchten die Lichtleistung und die Verlängerung der Lebensdauer, aber auch die Art der Leuchte spielt eine Rolle, wobei sich Led-Lampen fürs Auto, wie eingangs erwähnt, aufgrund ihrer Energieeffizienz, Ästhetik und einfachen Handhabung immer mehr durchsetzen. Was besagen die gesetzlichen Bestimmungen? Obwohl es keine Vorschriften für die Helligkeit von LED-Leuchten gibt, schreibt die Europäische Kommission vor, dass das Fernlicht eine ausreichende Ausleuchtung bieten muss und das Abblendlicht nicht blenden darf. Darüber hinaus muss die LED-Leuchte auf einer für diese Art von Licht optimalen Leuchte montiert werden, um eine ausreichende Ausleuchtung auf allen Straßen zu erreichen und andere Fahrzeuge nicht zu blenden. Die Zulassungsnorm für LED-Lampen ist ECE 128. Die Vorteile von LED-Leuchten Zu den wichtigsten Vorteilen von LED-Lampen gehört, dass sie effizienter sind, da sie weniger Energie verbrauchen als herkömmliche Glühbirnen. Außerdem sind sie heller und bieten daher eine bessere Sicht, insbesondere bei Nacht. Aufgrund dieser Eigenschaften haben sie eine längere Lebensdauer als herkömmliche Glühlampen und sind daher wirtschaftlicher. Die Installation der zugelassenen Glühbirnen ist einfach und schnell, da die meisten von ihnen aus flexiblen Materialien bestehen, um die Form der Schaltkreise zu berücksichtigen, und ihre Konfiguration nicht mehr als 10 Minuten erfordert. Darüber hinaus sind LED-Leuchten nicht nur in Bezug auf die Lichtqualität und den einfachen Einbau vorteilhaft, sondern auch ein treuer Verbündeter des Autotunings, das sich in den letzten Jahren für Angel Eyes oder deren Äquivalent Devil Eyes entschieden hat. Bei dieser Art von Leuchten ist darauf hinzuweisen, dass sie zwar legal sind, dass aber die Farbe weiß sein muss und dass die gewählten Glühbirnen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen müssen. Das am meisten verbreitete Modell ist die Angel Eyes LED H8. Die richtige Fahrzeugbeleuchtung erfüllt eine wesentliche Funktion, die für Komfort, Ästhetik und Sicherheit sorgt, um die Fahrt auf der Straße so angenehm wie möglich zu gestalten. Aus diesem Grund wird die Entscheidung für langlebige, hochwertige Beleuchtungsoptionen wie zugelassene LED-Leuchten das Fahrerlebnis zweifellos verbessern.

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– iF Design Award – Türkisches Auto TOGG gewinnt internationalen Designpreis

Die türkische Automobile Joint Venture Group (TOGG), die das erste Elektrofahrzeug des Landes produziert, erhielt für ihr C-SUV-Modell einen der weltweit renommiertesten Designpreise, den iF Design Award.

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Gelsenkirchen
Verdacht auf Ausplünderung des ehemaligen Schalke-Managers Rudi Assauer: Seine Tochter Bettina Michel spielt eine Schlüsselrolle

Rudi Assauers Tochter Bettina Michel (56) spielt nach Informationen der Wochenzeitung DIE ZEIT eine Schlüsselrolle bei der Frage, warum der demenzkranke ehemalige Manager des Fußballclubs Schalke 04 am Ende seines Lebens nahezu mittellos war. Bettina Michel, die den Vater bei sich zuhause in der Ruhrgebietsstadt Herten pflegte, hat Zugriff auf ein Schattenreich von Konten bei der Volksbank Ruhr Mitte in Gelsenkirchen. Wie die ZEIT berichtet, handelt es sich um elf Konten, darunter zwei Schließfächer. Dies ergibt sich aus einer Aufstellung des Bundeszentralamtes für Steuern. Einige dieser Konten gehören Bettina Michel, andere ihrer Mutter, wieder andere Sabine Söldner (61), der früheren Sekretärin Assauers. Wieder andere Konten gehören der Mirandum GmbH. Diese Firma wurde von Assauers früheren Generalbevollmächtigten gegründet und geführt: von Sabine Söldner und dem Schönheitschirurgen Heinz Bull (77), einem Freund Assauers. Über all diese Konten kann Bettina Michel verfügen. Nachdem die ZEIT im August vergangenen Jahres über den Verdacht berichtete, dass Rudi Assauer ausgeplündert worden war, nahm die Staatsanwaltschaft Essen Ermittlungen wegen Untreue auf. Zu den Verdächtigen gehören neben der Tochter Michel auch die früheren Bevollmächtigten Söldner und Bull. Im Namen der drei erklärt ihr Anwalt, sie hätten kein Geld veruntreut. „Sämtliche Rechtsgeschäfte“ seien Rudi Assauer zugutegekommen. Laut seinen Steuerunterlagen hatte Assauer im Jahr 2010 noch ein Vermögen von rund 2,3 Millionen Euro, bei seinem Tod im Jahr 2019 war davon fast nichts mehr übrig. Die Staatsanwaltschaft geht der Frage nach, wo das Vermögen geblieben ist. Wie die ZEIT berichtet, schlossen die Bevollmächtigten dubiose Verträge über den Verkauf von Assauers Immobilien ab: In einigen dieser Verträge wurde kein Konto genannt, so dass sich die Frage stellt, wer den Kaufpreis erhielt. Im Sommer 2018, gut ein halbes Jahr vor Assauers Tod, flossen rund 264.000 Euro auf ein Konto von Assauers Bevollmächtigten. Im Februar 2019, als Assauer starb, sollen laut einer Vermögensaufstellung seiner Tochter Bettina Michel nur noch 15.000 Euro Bargeld, Firmenanteile im Wert von 25.000 Euro und ein zehn Jahre alter Opel Meriva vorhanden gewesen sein.