Greek Helsinki Monitor
NEX24-Interview mit Menschenrechtler Dr. Panayote Dimitras

Athen – Menschenrechtler Dr. Panayote Dimitras: Griechenland ist verpflichtet Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte umzusetzen In einem Gespräch mit NEX24 bemängelt der Sprecher der griechischen Menschenrechtsorganisation Greek Helsinki Monitor das Fehlen einer strafrechtlichen Verfolgung rassistischer Verbrechen, die in seinem Land fast gänzlich fehle. Dr. Panayote Dimitras, Jahrgang 1953, ist Absolvent der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität in Athen (ASOEE) und promovierte an der Harvard-Universität in den USA. Er arbeitete als Dozent an US-amerikanischen Universitäten und in Griechenland. Wegen seines unermüdlichen Einsatzes für die Rechte von Minderheiten musste er seine Tätigkeit als Professor für Politikwissenschaften an der Wirtschaftsuniversität in Athen beenden. Er ist Autor des zweibändigen Werkes „Political Enviroment, Parties and Elections in Greece“, das 1991 erschien. Bei einer Sitzung der Vereinten Nationen vom 5.-7. Oktober 2021 zur regelmäßigen Überprüfung der allgemeinen Menschenrechtslage erläuterte der Sprecher von Greek Helsinki Monitor über die aktuelle Situation in Griechenland. NEX24 sprach mit Dr. Panayote Dimitras über Erkenntnisse und Beobachtungen seiner Organisation. Welche Art von Verstößen prangert Ihre Einrichtung in Griechenland an? Unsere Organisation überwacht die Umsetzung aller Menschenrechtsstandards und prangert daher Verletzungen aller Standards an, wenn sie relevant sind. Wie wir jedoch gegenüber den Vereinten Nationen erklärt haben, besteht das größte Menschenrechtsproblem in Griechenland in der weiten Verbreitung rassistischer Straftaten und dem fast völligen Fehlen einer strafrechtlichen Verfolgung und Bestrafung solcher Taten. Das zweitwichtigste Problem ist die Tatsache, dass Griechenland der einzige europäische Staat ist, der keine ethnische oder nationale Minderheit anerkennt. Alle, die derartige Behauptungen aufstellen, werden als Agenten fremder Länder betrachtet. Sie berichten, dass seit 2015 rund 1.000 Strafanzeigen wegen rassistisch motivierter Straftaten gestellt wurden, aber die meisten Taten nicht strafrechtlich verfolgt wurden. Warum werden diese Straftaten nicht aufgeklärt und die mutmaßlichen Täter vor Gericht gestellt? Leider scheint eine Mehrheit der Justizbeamten sowie der Regierungsbeamten mehrere dieser rassistischen Ansichten zu teilen und deren Äußerung als „freie Meinungsäußerung“ zu verteidigen. Seit Jahren stehen Griechenland und weitere europäische Staaten mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex wegen illegaler Push-Backs von Schutz suchenden Flüchtlingen an den Land- und Seegrenzen in der Kritik von Menschenrechtsorganisationen. Wie bewerten Sie die aktuelle Lage zu den rechtswidrigen Rückführungen in Griechenland und welche Lösungen schlagen Sie vor? Wir haben zweifelsfrei dokumentiert, dass die griechische Küstenwache und Polizeibeamte Asylbewerber – in der Regel mit Gewalt, Vergewaltigung und sogar durch Ertränken – zurück in die Türkei zwingen, während die Regierungsbehörden derartige Vorwürfe ungeniert abstreiten, sich aber auch weigern, den Vorwürfen nachzugehen, und griechische Staatsanwälte sich wie die Verteidiger der Regierung, der Küstenwache und der Polizei verhalten. Der Europäische Gerichtshof wird Griechenland in ein paar Jahren verurteilen, aber wie in anderen Fällen von Urteilen des Europäischen Gerichtshofs wegen Polizeigewalt wird Griechenland nicht ernsthaft versuchen das Problem anzugehen. Straflosigkeit hat und wird auch hier herrschen. Zivilgesellschaftliche Institutionen wie die Türkische Union von Xanthi (İskeçe) oder die Türkische Lehrerunion von Westthrakien wurden von den Behörden geschlossen, weil diese in ihrem Vereinsnamen den Begriff Türkisch führten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Griechenland diesbezüglich in mehreren Verfahren verurteilt, aber trotzdem weigert sich Athen, Entscheidungen des EGMR umzusetzen. Ist Griechenland nicht verpflichtet, Entscheidungen des EGMR umzusetzen? Griechenland ist verpflichtet, die Urteile umzusetzen, aber die für die Bewertung der (Nicht-) Umsetzung zuständige Behörde, das Ministerkomitee des Europarates, hat es bisher versäumt, Griechenland ernsthaft zu sanktionieren, selbst als der griechische Oberste Gerichtshof entschied, das Verbot der Türkischen Union von Xanthi nicht aufzuheben. Die einzige Sanktion, die sie haben, ist die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Griechenland vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Die von der türkischen Bevölkerung in Westthrakien gewählten Muftis werden vom griechischen Staat nicht anerkannt, und stattdessen ernennen die Behörden selbst einen Mufti. Verstößt diese Praxis nicht gegen geltendes Recht und internationale Abkommen? Im Grunde genommen verstößt es vielleicht nicht gegen ein Gesetz, aber wenn die gewählten Muftis trotz mehrerer Verurteilungen Griechenlands durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte von griechischen Gerichten verurteilt werden, weil sie das Amt des Muftis an sich gerissen haben, verstößt Griechenland, wie der Europäische Gerichtshof feststellte, gegen ein Grundprinzip der Demokratie, nämlich die Freiheit religiöser Gruppen, so viele Führer zu haben, wie sie wollen, die vom Staat gleich behandelt werden: In diesem Fall bedeutet dies, dass gewählte und ernannte Muftis frei nebeneinander existieren sollten und die Muslime sich für die gewählten entscheiden werden, wie sogar griechische Gerichte zugeben. Wir danken für das Gespräch. Das Interview führte Kemal Bölge

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– NEX24-Interview – „Internationale Menschenrechtsorganisationen haben Griechenland ermahnt“

Interview mit dem Vorsitzenden der Türkischen Union von İskeçe Ozan Ahmetoğlu. Wegen „anti-demokratischer Haltung Griechenlands äußerst beunruhigt“.

„Internationale Menschenrechtsorganisationen haben Griechenland ermahnt“

E-Autos
Plug&Charge in ganz Deutschland: Wird das Laden von E-Autos endlich einfach?

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Das Laden von E-Autos sollte eigentlich genauso einfach funktionieren wie das Laden Ihres Handys: Einstecken, aufladen und GG bet besuchen, wenn der Akku dazu gerade leer war. Im Prinzip sollte es so einfach sein, wie ein herkömmliches Auto zu tanken. Innerhalb weniger Minuten haben Sie genug Treibstoff, um die nächsten 500 km zu bestreiten. Doch ganz so einfach ist es noch nicht – es sei denn, Sie haben Ihre eigene Ladesäule. Allerdings wird langfristig die eigene Ladesäule nicht sehr lohnenswert sein. Ladestrom an privaten Ladesäulen wird beschränkt So wunderbar modern und zukunftsorientiert E-Autos zu sein scheinen, gibt es einen Nachteil. Sofern zu viele Menschen zur gleichen Zeit Ihr E-Auto aufladen, kommt es zu Überlastungen des Stromnetzes. Dies haben Stromnetzbetreiber bereits bemerkt, sodass der Ladestrom für eine eigene Ladestation gedrosselt werden soll. Bereits 11 KW könnten zu viel sein, wenn mehrere E-Autos zur gleichen Zeit aufgeladen werden. Um eine Überlastung und einen damit einhergehenden flächendeckenden Stromausfall zu verhindern, soll entsprechend der Ladestrom verringert werden. Das bedeutet im Umkehrschluss eine längere Ladezeit für Ihr E-Auto. Sie könnten es damit vergleichen, als würden Sie zur Tankstelle fahren und dürften lediglich 8 Liter tanken. Mit den 8 Litern kommen Sie natürlich nicht so weit. Vielleicht ist der Tankwart nett und schlägt vor, Ihren Wagen einige Stunden an der Tankstelle zu lassen, sodass er nach und nach die 8 Liter portionsweise auftanken kann. Bisher boten sich private Ladesäulen als perfekte Gelegenheit, um Ihr Auto über Nacht einfach aufzuladen. Öffentliche Ladesäulen sind allerdings nicht von einer Ladestromrationierung betroffen. Das Laden an öffentlichen Ladesäulen Bisher wurde das Aufladen von E-Autos an öffentlichen Ladesäulen relativ kompliziert gestaltet. Nur mit einem QR-Code, einer App oder einer Ladekarte konnten Sie Ihr E-Auto aufladen. Aral ist nun Vorreiter einer sogenannten Plug & Charge Ladesäule. Die Authentifizierung funktioniert komplett automatisch, sodass Sie Ihr E-Auto wie ein herkömmliches Auto innerhalb weniger Minuten aufladen und weiterfahren können. In Stuttgart wurde die erste Plug & Charge Ladesäule getestet, die mit 350 kw fast in Lichtgeschwindigkeit E-Autos aufladen. Nun sollen bundesweit an allen Aral Tankstellen solche Plug & Charge Ladesäulen installiert werden, um Fahrern von E-Autos höchste Komfort beim Tanken zu bieten. Das Laden von E-Autos wird also endlich einfach. Sind Plug & Charge Ladesäulen sinnvoll? Vom Standpunkt für ein einfacheres Aufladen von E-Autos sind solcherlei Plug & Charge Ladesäulen durchaus sinnvoll. Besonders in Anbetracht einer Rationierung für Ladestrom an der eigenen E-Zapfsäule lohnt es sich kaum mehr, sich überhaupt eine solche anzuschaffen. Mit der eigenen Ladesäule sind Sie unabhängiger und laden Ihr E-Auto womöglich noch etwas günstiger als bei einer öffentlichen Ladestation auf. Nur können Sie selbstverständlich nicht die eigene Ladesäule mitnehmen, wenn Sie sich auf längere Fahrten begeben. Je schneller Sie unterwegs ihr E-Auto aufladen können und je weiter verbreitet Plug & Charge Ladesäulen sind, desto besser. Es sollte allerdings auch die Kehrseite der Medaille in Betracht gezogen werden. Wenn jetzt bereits Stromnetzbetreiber vor einer Überlastung des Stromnetzes warnen, würde rein theoretisch das Stromnetz mit Plug & Charge Ladestationen langfristig ebenfalls überladen werden. Stromnetzbetreiber haben nicht so viel Niederspannung in Reserve, um einen noch höheren Bedarf zu decken. Dies, obschon die Stromnetze bereits an den wachsenden Bedarf für E-Mobilität angepasst wurden. Das Problem bei der Geschichte mit E-Autos und dem vorhandenen Stromnetz ist die angestrebte Energiewende mit Deutschlands Komplettausstieg aus Kohle- und Atomkraftwerken. Da aktuell bereits Kohle- und Atomkraftwerke nacheinander abgeschaltet werden und nicht ausreichend Strom im eigenen Bundesnetz vorhanden ist, muss Strom aus dem Ausland hinzugekauft werden, wie z. B. aus Tschechien oder Polen. Die Frage der Effizienz Es gibt durchaus sogenannte nachhaltige Möglichkeiten, um Strom zu erzeugen:
  • Solarfarmen
  • Wasserkraftwerke
  • Windräder
Solarenergie scheint die perfekte Option, doch hat sie nur einen Wirkungsgrad von 20 %. Im Vergleich dazu ist der Wirkungsgrad fossiler Energien oder auch von Atomkraft mit 35 – 45 % wesentlich höher. Darüber hinaus liegt Deutschland nicht unbedingt an einem Fleck der Erde, an dem die Sonne immer scheint. Solarenergie können Sie bestenfalls im Sommer nutzen – sofern der Sommer nicht zu verregnet und verhangen ist. Wind- und Wasserkraft sind bereits effektiver als Solarenergie. Doch sind auch diese Energieformen stark wetterabhängig. Sofern das gesamte Land komplett auf sogenannte erneuerbare Energien umsteigt, um CO2-Abgase zu senken, wird kaum eine kontinuierliche Stromversorgung gewährleistet werden können. Insbesondere nicht im Angesicht des noch höheren Strombedarfs durch E-Autos. Vergessen werden sollte zudem nicht, dass überall, wo solcherlei erneuerbaren Energiekraftwerke aufgestellt werden, in die Natur eingegriffen wird. Solarfarmen lassen keine Bewässerung des Bodens unter ihnen durch, was zum Absterben von Pflanzen beiträgt. Windräder töten jährlich 440.000 Vögel und auch Insekten fallen den Rotoren zum Opfer, während sie Luftströmungen verändern. Wasserkraftwerke verändern die Strömung von Flüssen, was sich wiederum negativ auf das Grundwasser auswirkt. Solche Energien sind zwar erneuerbar, aber um welchen Preis? Es ist aktuell Deutschlands Ziel, dass jeder bis zum nächsten Jahrzehnt ein E-Auto fährt. Die Realität ist jedoch weit von ihrer Umsetzbarkeit entfernt.

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– Türkei – Türkisches E-Auto TOGG soll bereits 2022 in Serienproduktion gehen

TOGG-Vorstandschef Karakaş: Serienproduktion des türkischen E-Autos Ende 2022

Türkisches E-Auto TOGG soll bereits 2022 in Serienproduktion gehen
 

Digital
Die neuen WhatsApp Funktionen

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WhatsApp ist neben Telegram oder WeChat nach wie vor eine der beliebtesten Messenger-Apps. Mit WhatsApp können Sie täglich jederzeit mit Menschen aus der ganzen Welt schreiben oder gar kostenfrei telefonieren – sofern Sie WLAN haben. Allerdings gilt dies auch für Telegram, weshalb sich jene App zu einem immer höheren Beliebtheitsgrad entwickelt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, hat das zu Facebook gehörende Unternehmen seiner App neue Funktionen verliehen. Obendrein gibt es noch einen Schwung verborgener Funktionen, die Sie mit Sicherheit noch nicht kannten. Hier sind die neuen Features im Überblick.

Animierte Sticker

WhatsApp hatte bisher keine animierten Sticker, die allerdings bei Telegram-Usern sehr beliebt sind. Emojis sind mit Stickern bereits mehr oder minder Schnee von gestern und verleihen geschriebenen Nachrichten einen emotionalen Ausdruck. Unter den animierten Stickern ist ebenfalls ein Sticker-Paket von der WHO dabei. Sticker lassen sich zudem auf WhatsApp nun leichter finden, was unter anderem mit der Suchfunktion ein Kinderspiel wird. Sobald Sie jedoch ein Emoji in eine Nachricht einfügen, werden Ihnen ebenfalls diverse animierte Sticker vorgeschlagen.

QR Codes

QR Codes sind Ihnen mit Sicherheit bereits aus Werbeaktionen oder zum Senden und Empfangen von Kryptowährungen bekannt. QR Codes können nun ebenfalls verwendet werden, um neue Kontakte bei WhatsApp hinzuzufügen. Bisher hatte nur die Messenger App Line eine ähnliche Funktion. Falls Sie jemandem neuen begegnen, brauchen Sie lediglich einen QR Code abscannen und schon wird er Ihren Kontakten hinzugefügt.

Verbesserte Konferenzanrufe

Gruppengespräche über WhatsApp könnten in einer Zeit mit Kontaktbeschränkungen und Home Office kaum hilfreicher sein. Gruppenchats wurde ein Video-Icon hinzugefügt, sodass Sie mit nur einem Klick einen Videogruppenchat starten können. An den Videogruppenchats können nun bis zu acht Personen teilnehmen. Damit Sie nicht alle Teilnehmer im Miniformat auf dem Display mit einer Lupe anschauen müssen, brauchen Sie jetzt nur auf das Bild eines Teilnehmers zu klicken, um es zu vergrößern.

Dunkler Modus

Der Dunkle Modus ist bei vielen Usern beliebter, da sich die Schrift der Nachrichten besser lesen lässt. Der Helle Modus kann auf Dauer auch sehr anstrengend für die Augen werden, was mit dem dunklen Modus vermieden wird. Falls Sie WhatsApp auch auf Ihrem PC oder Laptop haben, lässt sich der dunkle Modus auf jene Endgeräte ausdehnen.

Individuelle Hintergrundgrafiken

Bisher war es bei WhatsApp nur möglich einen Hintergrund für alle Chats einzustellen. Jetzt können Sie jedoch bei jedem Chat den Hintergrund individuell anpassen. Mit individualisierten Hintergründen ist es gleich viel einfacher, den Familienchat vom Arbeitschat auseinanderzuhalten – falls Sie sich mal im Chatfenster vertun. Doch damit noch nicht genug: WhatsApp stellt ebenfalls weitere Hintergrundbilder sowohl für den hellen als auch den dunklen Modus mit Natur- und Architekturthemen zur Verfügung. So einfach stellen Sie ein anderes Hintergrundbild ein:
  • Öffnen Sie den Chat, in dem Sie ein neues Hintergrundbild hinzufügen möchten
  • Gehen Sie auf ‘Mehr Optionen’
  • Wählen Sie ‘Hintergrundbild’ aus
  • Suchen Sie sich eine der zahlreichen Hintergrundgrafiken aus
  • Falls es Ihnen doch nicht gefällt, können Sie jederzeit die Hintergrundgrafik wieder auf den Standard-Hintergrund von WhatsApp zurücksetzen

Neue Funktionen für Sprachnachrichten

Sprachnachrichten sind mittlerweile noch beliebter als Textnachrichten. Sie sprechen einfach in Ihr Handy und schicken jemandem eine Sprachnachricht – oder gar ein Hörspiel, je nachdem, wie lange Sie sprechen. Anfangs mussten Sie den Mikrofon-Button gedrückt halten, um Ihre Sprachnachricht aufzunehmen. Dann kam eine Funktion mit einem Schloss-Symbol hinzu, bei der Sie das Mikrofon-Symbol nach oben strichen und Ihre Sprachnachricht so ohne ständiges Halten des Buttons aufzeichnen konnten. Hier sind nun neue Funktionen dabei, wobei Sie sogar Ihre Sprachnachricht noch einmal abhören oder direkt löschen können.

Ein WhatsApp, mehrere Geräte

WhatsApp können Sie nun auf mehreren Geräten installieren und nutzen, selbst wenn Sie Ihr Smartphone mit Ihrem Hauptprofil von WhatsApp ausgeschaltet haben. Es funktioniert auch, wenn Ihr Smartphone nicht mit dem Internet verbunden ist.

Selbstzerstörungsmodus

Der Selbstzerstörungsmodus ist bereits Telegram-Nutzern bekannt, wobei man auf Telegram sowohl Nachrichten als auch Bilder mit einem solchen versehen kann. Der Selbstzerstörungsmodus kann optional gewählt werden, sodass sich ein Bild oder auch ein GIF automatisch löscht, nachdem der Empfänger es gesehen hat.

Bitte nicht stören!

Ebenfalls ganz neu hat WhatsApp eine ‘Bitte nicht stören’-Funktion eingebaut, sodass Sie für einen selbstbestimmten Zeitraum keinerlei Benachrichtigungen Ihrer Chats mehr erhalten. Momentan lässt sich bei iOS-Geräten die Funktion nur über die allgemeinen Einstellungen des Smartphones aktivieren. Android-Nutzer brauchen eine separate App, wie Block Apps. Mit der Funktion stört Sie niemand mehr, wenn Sie sich einen gemütlichen Abend zum Zocken bei Vulkanbet Deutschland machen.

Verborgene Funktionen

So wissen Sie, wann jemand Ihre Nachricht gelesen hat Die blauen Häkchen sind ja ein wundervolles Zeichen, dass jemand Ihre Nachricht gelesen oder gehört hat. Manchmal warten wir aber auch dringend auf eine Antwort. Halten Sie Ihre gesendete Nachricht gedrückt und klicken Sie auf das i-Symbol, um zu erfahren, wann Ihre Nachricht gelesen wurde. Gelöschte Nachrichten lesen Der Inhalt einer gelöschten Nachricht könnte wichtig gewesen sein. Mit der Notification Log App können Sie bereits gelöschte Nachrichten anderer Nutzer lesen sowie versehentlich selbst gelöschte Nachrichten wiederherstellen.

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– Gaming – Rekord-Deal: US-Unternehmen übernimmt türkischen Spieleentwickler Peak für 1,8 Milliarden

Der aus San Francisco stammende Online-Spiele-Anbieter Zynga („Farmville“) hat für 1,8 Milliarden US-Dollar den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak aus Istanbul übernommen.

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Türkei
Istanbul: Mutmaßliche russische Auftragskiller verhaftet

Ankara – Sechs Verdächtige, darunter vier Russen, wurden in der Türkei festgenommen, weil sie bewaffnete Anschläge auf tschetschenische Dissidenten geplant haben sollen. Die Festgenommenen werden der „politischen und militärischen Spionage“ beschuldigt. Dies sieht in der Türkei eine Freiheitsstrafe von 15 bis 20 Jahren vor. Ein türkisches Gericht hat sechs Verdächtige, darunter Russen, unter dem Vorwurf der Spionage verhaftet, nachdem sie unter dem Verdacht festgenommen wurden, bewaffnete Angriffe auf tschetschenische Oppositionelle vorbereitet zu haben, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Zu den Verdächtigen gehören auch ein Usbeke und ein Ukrainer. Dem Bericht zufolge wurden die Männer bereits am 8. Oktober bei Razzien in Istanbul und Antalya verhaftet. Zur Zeit werden sie im Istanbuler Gefängnis Maltepe festgehalten. Wie die türkische Generalstaatsanwaltschaft am 20. Oktober mitteilte, handelt es sich bei den Männern um Abdula Abdulajew, Rawschan Achmedow, Beslan Rasajew und Aslanbek Abdulmuslimow aus Russland, Ihor Jefrim aus der Ukraine und Amir Jusupow aus Usbekistan. Die Männer werden beschuldigt, die Ermordung von Kritikern des vom Kreml unterstützten Führers der russischen Nordkaukasusregion Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, geplant zu haben. In den letzten Jahren gab es mehrere Anschläge außerhalb Russlands gegen Kritiker Kadyrows. Im Januar verurteilte ein Gericht in Schweden zwei russische Staatsbürger aus Tschetschenien zu langen Haftstrafen für ihre Rolle bei der versuchten Ermordung von Tumso Abdurachmanow, einem tschetschenischen Blogger im Exil und offenem Kritiker von Kadyrow, im vergangenen Jahr. Ein Jahr zuvor wurde Imran Alijew, ein weiterer tschetschenischer Blogger, der für seine Kritik an Kadyrow bekannt war, erstochen in einem Hotelzimmer in der nordfranzösischen Stadt Lille aufgefunden. Österreich verhaftete zwei tschetschenische Asylbewerber im Rahmen der Ermittlungen zur Ermordung eines weiteren Kadyrow-Kritikers, Mamikhan Umarov, in einem Wiener Vorort im Juli 2020. Menschenrechtsgruppen werfen Kadyrow weit verbreitete Rechtsverletzungen und andere Verstöße in der Region vor, was er bestreitet. Kritiker sagen, Kadyrow sei letztlich für die Gewalt und Einschüchterung seiner politischen Gegner durch die tschetschenischen Behörden verantwortlich, einschließlich Entführungen, gewaltsames Verschwindenlassen, Folter und außergerichtliche Tötungen. Verteidiger betonen, Kadyrow habe nach zwei Kriegen zwischen Moskau und Separatisten nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 relative Ruhe in die unruhige Region gebracht.

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– Türkei – Türkischer Geheimdienst sprengt Mossad-Spionagering

Medienbericht: Spionagering des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad aufgeflogen. Spionage-Gruppe sammelte unter anderem Informationen über israelkritische palästinensische Studenten.

Türkischer Geheimdienst sprengt Mossad-Spionagering
   

Türkei
Türkischer Geheimdienst sprengt Mossad-Spionagering

Istanbul – In der Türkei wurden 15 Personen festgenommen, die im Verdacht stehen für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad spioniert zu haben. Nach Medienangaben hätten die aus Syrien und Palästina stammenden Verdächtigen über Monate „wichtige Informationen und Dokumente“ an den Mossad geliefert. Wie die Tageszeitung Sözcü berichtet, hätten die Verdächtigen als Gegenleistung über Kuriere, Überweisungsschalter und internationale Geldtransferunternehmen Geld erhalten. Wie der Nachrichtensender CNN Türk unter Berufung auf Geheimdienstkreise mitteilte, habe der türkische Nachrichtendienst MİT die Beschuldigten seit geraumer Zeit observiert und Beweise gesammelt. Die Verdächtigen sollen unter anderem Informationen über israelkritische palästinensische Studenten gesammelt haben, die in der Türkei studieren.
(Screenshot/Twitter)
Um nicht aufzufallen wurden Gruppenmitglieder als vermisst gemeldet Damit die Spionage-Zelle nicht auffällt, wurde ein Tatverdächtiger im Istanbuler Stadtteil Maltepe im Juni 2015 als vermisst gemeldet. Doch zu diesem Zeitpunkt wurden die arabischstämmigen Verdächtigen bereits vom türkischen Nachrichtendienst observiert. Ein ebenfalls als vermisst gemeldetes zweites mutmaßliches Mitglied des Spionagerings soll sich vom 27.-28. Juni 2021 in der kroatischen Hauptstadt Zagreb mit Verantwortlichen des Mossad getroffen haben. Ein drittes Mitglied kam nach CNN Türk Angaben mit Mitgliedern des israelischen Nachrichtendienstes in Zürich zusammen. Der Spionagering soll aus fünf Zellen bestanden haben. Haftbefehl gegen Beschuldigte Wegen des Verdachts auf „internationale Spionage“ hatte die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul Ermittlungen aufgenommen und im Rahmen dessen wurden die Beschuldigten in vier Provinzen zeitgleich von Anti-Terror-Einheiten der türkischen Polizei in einer geheimen Operation am 7. Oktober festgenommen. Die Tatverdächtigen wurden einem Ermittlungsrichter am Strafgericht des Çağlayan-Justizkomplexes vorgeführt. Wegen des Tatverdachts auf „internationale Spionage“ erließ der diensthabende Ermittlungsrichter gegen die Verdächtigen Haftbefehl. Kemal Bölge/Istanbul

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– Kampf gegen den Terror – Türkischer Geheimdienst MIT tötet hochrangigen PKK-Anführer im Nordirak

Der türkische Geheimdienst MIT hat nach Medienberichten einen hochrangigen Anführer der Terrororganisation PKK in der nordirakischen Region Sindschar außer Gefecht gesetzt.

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Leverkusen
Libanesischer Al-Zein-Clan operiert offenbar seit Jahrzehnten als internationales Verbrechersyndikat

Köln – Der libanesische Al-Zein-Clan aus Leverkusen operiert offenbar seit fast zwei Jahrzehnten vom Rhein aus als internationales Verbrechersyndikat. Dabei soll es unter anderem um Entführungen von Millionären im Libanon gehen, um dubiose Kontakte zu ehemaligen Geheimdienstlern, um Schmiergeldflüsse sowie Lösegeldforderungen. Das ergeben exklusive Recherchen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch-Ausgabe). Während die Großfamilie in Deutschland offiziell Hartz-IV in Höhe von gut 400 000 Euro einstrich, soll der Clan große Bargeldsummen in die Türkei und nach Beirut verschoben haben, um kriminelle Gewinne zu waschen. Dies zumindest legen Erkenntnisse der Ermittlungskommission (EK) Panda und der landesweiten Zentralstelle gegen die Organisierte Kriminalität (OK) bei der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft nahe, die im Juni zur Razzia in der Villa des Clans führten. In Nordrhein-Westfalen soll der Clan bei einer Reihe von Geschäftsleuten Schutzgeld erpresst haben. Recherchen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ belegen abgehörte Telefonate, wie die Leverkusener Spitze des auf 3000 Mitglieder geschätzten Clans Belastungszeugen in Strafprozessen massiv bedroht und sie mit Schweigegeld dazu bewegt haben soll, ihre belastenden Aussagen zu widerrufen. Laut Vermerken der EK Panda soll etwa der Leverkusener Clan-Chef Badia Al-Zein nach einem Überfall auf ein Café in Essen im Dezember 2017 den Betreiber zwei Jahre später während der Gerichtsverhandlung auf diese Weise eingeschüchtert haben. Im Zeugenstand nahm das Opfer seine belastenden Angaben zurück, so dass die Verfahren gegen den Clan-Chef und seine Mitangeklagten gegen Zahlung einer kleinen Geldauflage eingestellt wurden. Die Strafverfolger der EK Panda konstatierten später, dass die Clan-Bosse „durch Bedrohung und Einschüchterung es schaffen, Zeugenaussagen zu ihren Gunsten abzuändern und so einer Verurteilung entkommen“.

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– Kriminalität – Polizeipräsident: Kriminelle Clans wollen Behördenmitarbeiter einschüchtern

700 Clan-Einsätze in Westniedersachsen im Jahr 2020 – „Über Aussteigerprogramme nachdenken“.

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Flüchtlingskrise
Bundespolizeigewerkschaft fordert temporäre Kontrollen an deutsch-polnischer Grenze

Berlin – Die Bundespolizeigewerkschaft fordert angesichts der aktuellen Flüchtlingslage an der deutsch-polnischen Grenze temporäre Grenzkontrollen. Der Gewerkschaftsvorsitzende Heiko Teggatz sagte am Donnerstag im Inforadio vom rbb: „Gemeinsame Patrouillen (mit der polnischen Polizei) sind sicherlich für die Präventivarbeit immer gut und richtig, werden uns aber nicht aus dieser Situation heraushelfen.“ Die Zahl der Aufgriffe an der deutsch-polnischen Grenze sei in jüngster Zeit um 430 Prozent gestiegen. Die Entscheidung des Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) nur für Grenzpatrouillen am Mittwoch zeige einmal mehr, „wie handlungsunwillig und -unfähig unsere Bundesregierung derzeit ist. Ich hab´ so ein bisschen das Gefühl, als wenn man dieses Problem jetzt vor sich hin köcheln lässt, um dann die neue Bundesregierung mit den Folgen zu konfrontieren.“ Er fordere vor allem temporäre Grenzkontrollen, sagte Teggatz weiter. „Ich bin überzeugt davon, dass das das einzige Mittel sein wird, dort dem unkontrollierten Migrationsstrom Einhalt zu gebieten.“ Das Problem, dass es an der deutsch-polnischen Grenze viele Pendler gibt, sei für ihn kein Argument: „Selbst, wenn es tausende Pendler sind – die Interessen von Pendlern… vor die innere Sicherheit Europas zu stellen, das halte ich schon für sehr gewagt.“

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– Grenzsicherheit – Türkei: 764 km lange Mauer zu Syrien fertiggestellt

Die Türkei hat den Bau einer 764 Kilometer langen Schutzmauer entlang ihrer Grenze zu Syrien abgeschlossen.

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Finanzen
Worin sollte man Investieren?

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Unsere Welt wird immer teurer. Die Benzinpreise steigen von Woche zu Woche, es soll eine CO₂ Steuer kommen oder unsere Steuern werden prinzipiell erhöht. Viele wissen nicht, wie sie die neuen Kosten begleichen sollen. Durch die Pandemie haben viele ihren Arbeitsplatz und damit ihre Einnahmequelle verloren. Diejenigen, welche sich ein finanzielles Polster angespart haben, sind nun in der misslichen Lage dieses benutzen zu müssen. Statt tatenlos zuzusehen, wie die Finanzen stetig schwinden, haben viele Menschen den Entschluss gefasst: Ich möchte mein Erspartes Investieren! Doch worin macht eine Investition im Moment oder im allgemeinen Sinn? Welche Kapitalanlage hat eine glorreiche Zukunft und welche könnte morgen schon wieder verschwinden? Aktien Der „Klassiker“ unter den Investitionsmöglichkeiten sind und bleiben Aktien. Viele haben schon davon gehört, doch die meisten wissen nicht, wie man damit Geld erwirtschaften kann. Dabei gibt es unterschiedliche Herangehensweisen und Möglichkeiten, die sich dem Nutzer bieten. Zum einen kann man mit Aktien handeln (Trading), also kurz gesagt Aktien an und gewinnbringend verkaufen. Zum anderen kann man in ein Unternehmen investieren, also Aktienanteile erwerben, wodurch man Gewinne erzielt, falls das Unternehmen erfolgreich ist. Bei Aktien geht es primär um Dividenden, Kurswachstum und Zinseszinsen. Wenn man sich mit diesen Oberbegriffen allerdings nicht auskennt, sollte man sich vorab mit fachkundigen Beratern auseinandersetzen. Dadurch vermeidet man Fehlentscheidungen durch Unwissenheit. Früher wurden Aktien noch erworben, mit einem umständlichen Gang zur nächsten Börse. Mittlerweile, in unserem digitalen Zeitalter, geht das deutlich unkomplizierter und bequemer von Zuhause aus. So kann man zum Beispiel auch Aktien in Österreich kaufen, obwohl man gerade im Urlaub auf den Malediven ist. Völlig egal wo man sich gerade auf der Welt aufhält, kann man dies einfach und schnell mit seinem Smartphone oder Laptop erledigen. Oftmals rentiert es sich Aktien im Ausland zu erwerben, je nachdem um welches Unternehmen es sich handelt kann dies eine bessere Investition sein als auf dem „eigenen Markt“. Da innovative Geschäftsmodelle nicht alle bis zu uns nach Deutschland vordringen und gerade aus diesem Grund eine rentable Möglichkeit sein können, um Kapital anzulegen. Kryptowährungen In den letzten 10 Jahren haben Kryptowährungen einen regelrechten Boom in der Wirtschaft ausgelöst. Sie haben sich auf dem Markt etabliert und werden als vollwertiges Zahlungsmittel fast überall anerkannt. Doch was hat es bei Bitcoins und CO auf sich? Und sind sie eine sichere Investitionsmöglichkeit? Diese Frage wird unterschiedlich beantwortet, je nachdem wer gefragt wird. Sie bieten dem Käufer definitiv Vorteile. Die Währung ist nämlich nicht wie der Euro oder der Dollar von Institutionen wie Banken oder anderen staatlichen Einrichtungen abhängig. Das bedeutet, die Regierung hat keine „Verfügung“ über den Wert der Kryptowährung. Doch hierbei liegt auch ein großer Nachteil. Der freie Markt bestimmt den Wert des digitalen Zahlungsmittels, anhand von unterschiedlichen Faktoren. Darunter zählt auch Angebot und Nachfrage. Allerdings steigt die Nachfrage für die begehrten „Münzen“ in den letzten Jahren enorm. Da sie dem Nutzer Schutz in Form von Anonymität bieten. Da Bitcoins und andere durch eine Software mit einem Verschlüsselungscode die Daten der Inhaber nicht preis- oder weitergeben.

Anwerbeabkommen
Themenabend: „Von Türken zu Almans“

Mainz – Am 30. Oktober 1961 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei ein Anwerbeabkommen. 60 Jahre später blickt 3sat mit „3satThema: Fremde oder Freunde?“ am Mittwoch, 20. Oktober 2021, ab 20.15 Uhr in drei aktuellen Dokumentationen auf Geschichte und Gegenwart. Wie erging es den ersten Arbeiterinnen und Arbeitern in der Bundesrepublik, und wie leben sie heute? 3sat strahlt den ganzen Abend in Zweikanalton deutsch/türkisch aus. Zum Auftakt um 20.15 Uhr berichtet die Dokumentation „Von Türken zu Almans. Die Geschichte türkischer Gastarbeiter in Deutschland“ (Erstausstrahlung) über Hintergründe und Geschichte. Ab 1961 holte die Bundesrepublik türkische Gasterbeiter ins Land. Man brauchte die Menschen, um das Wirtschaftswunder fortzuschreiben. Hasan Özen und Aydin Fidan erinnern sich an ihre erste Zeit, als sie noch dachten, die Deutschen würden ihnen bei jeder Gelegenheit Schweinefleisch unterschieben. Waren die türkischen Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter erst willkommene Arbeitskräfte, die für wenig Geld schwer anpacken konnten, schlug in den 1990er-Jahren die Stimmung um. Um 21.00 Uhr zeigt die Dokumentation „Neue Heimat Almanya. Türkische Deutsche, deutsche Türken“ (Erstausstrahlung) das Leben heute. Filmemacherin Candan Six-Sasmaz ist selbst Tochter eines türkischen Gastarbeiters. Am Beispiel ihrer Familie erzählt sie eine typische Migrationsgeschichte. Ihr Vater Oguz hat in der Fabrik gearbeitet, damit seine drei Töchter es besser haben als er. Inzwischen ist er Rentner und verbringt die Hälfte des Jahres in Neumünster, die andere Hälfte in seiner Geburtsstadt in Antalya. Nach drei Tagen dort kommt der Deutsche im Türken Oguz Sasmaz heraus. In Antalya fehlen im deutsche Ordnung und Pünktlichkeit. Seine Frau weiß, dass sie nicht nur in Deutschland Fremde sind, sie haben sich auch von der Türkei entfremdet. Um 21.45 Uhr stellt die Dokumentation „Kültür für Deutschland. Künstler*innen zwischen Tradition und Integration“ (Erstausstrahlung) türkeistämmige Künstlerinnen und Künstler in Deutschland vor, die im Spannungsfeld zweier Kulturen leben und arbeiten und zeichnet ein authentisches Bild einer ganz besonderen Kulturszene in Deutschland. Kinder und Enkelkinder der sogenannten Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter werfen mit ihrer Kunst einen einzigartigen Blick auf Deutschland. In „Kültür für Deutschland“ geht es um ihre Geschichten und ihren Weg in die deutsche Kulturszene: Serdar Somuncu, Mousse T., Eko Fresh, Elif, Shermin Langhoff und andere erzählen von ihrem künstlerischen Schaffen und den Herausforderungen, die sie zu meistern hatten und noch immer haben. Eine weitere Sendung zum Anwerbeabkommen zeigt das ZDF am Dienstag, 30. November 2021, um 20.15 Uhr: In der „ZDFzeit“-Doku gewähren zahlreiche in Deutschland bekannte Prominente Einblicke in ihre ganz eigene Migrationsgeschichte, darunter Collien Ulmen-Fernandes, The Duc Ngo sowie Eko Fresh. Sie sind in Deutschland aufgewachsen und haben es bis ins Rampenlicht geschafft. Für viele sind sie Vorbilder, Identifikationsfiguren und Vorzeigebeispiele für gelungene Integration. Aber lief wirklich alles immer so glatt? Wie blicken sie auf ein Land, in dem über die Chancen und Probleme von Zuwanderung immer wieder heftig diskutiert wird? Was bedeutet für sie der Begriff „Heimat“?

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– German Medical Award – Türkischstämmige Dilek Gürsoy wird „Ärztin des Jahres“

Die Ärztin Dilek Gürsoy ist vom German Medical Award als „Medizinerin des Jahres 2019“ ausgezeichnet worden. Die 43-Jährige, die derzeit in einer Herzklinik in Siegburg arbeitet, ist europaweit die erste Frau, die einem Patienten ein Kunstherz eingepflanzt hat.

Türkischstämmige Dilek Gürsoy wird „Ärztin des Jahres“

Türkei
Pionier der türkischen Drohnentechnologie Özdemir Bayraktar verstorben

Istanbul – Einer der Architekten und Pioniere der türkischen Drohnentechnologie und Vorstandsvorsitzende von Baykar Technologies, Özdemir Bayraktar, ist gestern im Alter von 72 Jahren gestorben. Wegen einer Krebsbehandlung befand er sich seit einiger Zeit im Krankenhaus. Zum Tod seines Vaters veröffentlichte Selçuk Bayraktar, Technologiechef des Drohnenbauers Baykar, eine Mitteilung im Kurznachrichtendienst Twitter. Selçuk Bayraktar schrieb:
„Mein Vater, mein Lieber, mein Freund, mein Wegweiser und mein Kamerad, ging der Barmherzigkeit Gottes entgegen. Er hat sein Blut, sein Leben, seine Gesundheit und sein Vermögen der Auseinandersetzung für die volle Unabhängigkeit unserer Nation gewidmet…“
Ein Maschinebauingenieur mit Pilotenschein Als Sohn des Fischers Lütfi Reis erblickte Özdemir Bayraktar 1949 im Dorf Garipçe in Sarıyer das Licht der Welt. Sein Vater entstammte ursprünglich aus Trabzon Sürmeneli, bevor es ihn nach Istanbul zog. Özdemir Bayraktar schloss sein Abitur am berühmten Kabataş-Gymnasium in Istanbul ab und es folgte ein Studium an der Fakultät für Maschinenbau an der TU-Istanbul. Er arbeitete an der TU zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Motoren und schloss seinen Master über Verbrennungsmotoren ab. Später war er als technischer Leiter bei der Gründung von Unternehmen wie Burdur Traktör, Istanbul Segman, Uzel usw. beteiligt. Özdemir Bayraktar gehörte 1984 zu den Gründern von Baykar Makina, einem Zulieferer der türkischen Automobilindustrie und unterstützte deren Lokalisierungsbemühungen. Er leitete die Konstruktion und Herstellung vieler Originalmaschinen für die Präzisionsbearbeitungsindustrie sowie die Konstruktionsprozesse von Teilebearbeitungsapparaten bei Baykar. Özdemir Bayraktar war es auch, als er eine entscheidende Rolle bei Baykars Durchbruch in der Entwicklung einheimischer unbemannter Luftfahrzeugtechnologien spielte. Er war bei der Umsetzung dieser Projekte von der Entwurfs- bis zur Prototypenphase sowie der Herstellungsphase bis zur Investitionsplanung dabei. Türkische Luftwaffe erprobt zwischen 2005-2009 unbemanntes Fluggerät Bayraktar war das Erste für die türkische Luftwaffe entwickelte unbemannte Fluggerät und er leitete auch die Studien zwischen 2005-2009, die mit Soldaten in der südostanatolischen Region durchgeführt wurden. Der Pionier war auch verantwortlich für das Design und die Zeichnung aller von Baykar entwickelten einheimischen Produkte wie Bayraktar TB2 oder Bayraktar Akıncı TIHA. Wegen seiner Verdienste zur Befreiung Berg-Karabachs erhielt er 2021 vom Präsidenten der Republik Aserbaidschan, Ilham Aliyev, den Verdienstorden von Berg-Karabach. Özdemir Bayraktar galt als besessener Flieger, der einen privaten Pilotenschein besaß und selbst flog. Bis zuletzt arbeitete der Workaholic sehr akribisch nach dem Verständnis „Qualität steckt im Detail.“ Kemal Bölge/Istanbul

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