Deprem Vergileri NEREDE?#deprem pic.twitter.com/tZM8aU5qy0
— Sadece (@sdcresmi) February 27, 2023
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
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— Sadece (@sdcresmi) February 27, 2023
„Dies bedeutet nicht, dass die Türkei sofort Mitglied wird, aber es ist eine Frage des Prozesses, und es ist der Prozess, der zählt. Denn wir wollen, dass unser Land ein demokratisches Land wird, ein Mitglied der Gemeinschaft der zivilisierten Nationen.“Ceviköz sagte auch, dass das Oppositionsbündnis den NATO-Beitrittsprozess Schwedens und Finnlands nicht mehr blockieren werde.
„Wer seine bilateralen Probleme in eine multilaterale Organisation wie die NATO trägt, der schafft eine Art Polarisierung zwischen seinem Land und allen anderen NATO Mitgliedern“, sagte er. „Ich denke, eine Mitgliedschaft Schwedens und Finnlands wird die Sicherheit einer kollektiven Verteidigungsorganisation wie der NATO erhöhen und stärken.“Ceviköz fügte hinzu, dass die Türkei unter der Führung von Kılıcdaroglu bereit wäre, weiterhin als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine aufzutreten und das Getreideabkommen zu erweitern. „Derzeit sind die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland eher asymmetrisch, da die Türkei in hohem Maße von Energieimporten aus Russland abhängig ist“, sagte er. „Wir werden einfach die Tatsache betonen, dass die Türkei Mitglied der NATO ist, und in unseren Gesprächen mit Russland werden wir sicherlich eine Beziehung unter Gleichen anstreben, aber wir werden Russland auch daran erinnern, dass die Türkei Mitglied der NATO ist.“ Im Juni 2023 finden in der Türkei landesweite Wahlen statt, bei denen die Wählerinnen und Wähler den Präsidenten und alle 600 Abgeordneten des Parlaments wählen werden. Der Präsident und die Abgeordneten des Parlaments werden für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt, wobei der Präsident auch die Möglichkeit hat, vorgezogene Neuwahlen auszurufen.
– Anfal-Genozid – Kurden gedenken weltweit des Anfal-Genozids – Hunderttausende flohen damals in die Türkei
Sulaimaniyya/Irak (nex) – Kurden auf der ganzen Welt gedenken diese Woche des 33. Jahrestages des Anfal-Genozids, bei dem verschiedenen Quellen zufolge 50.000 bis 180.000 Kurden von der Baath-Armee des Saddam-Regimes getötet wurden.
Kurden gedenken weltweit des Anfal-Genozids – Hunderttausende flohen damals in die Türkei
Assad sagte gegenüber RIA-Novosti: „(Alle Gespräche) sind damit verbunden, dass wir den Punkt erreichen, an dem die Türkei bereit ist, sich vollständig und ohne Ungewissheit aus syrischem Territorium zurückzuziehen.“
Die Türkei sollte zudem ihre Unterstützung für „terroristische Gruppen“ im Norden Syriens einstellen, sagte Assad, der am Dienstag zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau eintraf. Die Türkei unterstützt im Norden Syriens die Oppositionskräfte. Assad bezeichnete die Türkei als „Besatzerstaat“ und sagte weiter: „Welche Bedeutung hätte irgendein Treffen …, wenn es nicht zu einer Beendigung des Krieges in Syrien führt?“ Nach dem Treffen zwischen Putin und Assad sagte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow, die beiden Politiker hätten auch über die Beziehungen zwischen Ankara und Damaskus und die Rolle Russlands bei der Annäherung der beiden Länder gesprochen. Normalisierung der Beziehungen zwischen der Türkei und Syrien Erdogan hat in den vergangenen Monaten mehrfach erklärt, er könne sich mit Assad treffen und die Beziehungen zur Regierung in Damaskus „wiederherstellen“. Ende Dezember trafen sich die Verteidigungsminister und Geheimdienstchefs Russlands, der Türkei und Syriens in Moskau zu dem höchsten Treffen zwischen Ankara und Damaskus seit Beginn des Krieges in Syrien im Jahre 2011. Die Türkei unterstütze die territoriale Integrität Syriens, aber es müsse auch in dem Nachbarland Stabilität herrschen, und in diesem politischen Prozess müssten einige Schritte unternommen werden, so der türkische Außenminister Mevlüt Cavusolu im Januar. Die Verteidigungsminister und die Geheimdienstchefs Russlands, der Türkei und Syriens trafen sich am 28. Dezember in Moskau zu den ersten Gesprächen dieser Art zwischen Ankara und Damaskus seit Ausbruch des Krieges in Syrien.#Syria’s Assad favors #Russia over #Turkey! 👉Today, #Syria’s Al-Assad called for Turkish troops withdrawal from northern Syria as a provision for reconciliation with #Erdogan. 👉Meanwhile, Al-Assad welcomed and asked for extra #Russia troops and military bases in his country. pic.twitter.com/x0FexinZXi
— Dalia Ziada – داليا زيادة (@daliaziada) March 16, 2023
– Großbritannien – Jüdische Hilfsgruppe startet Spendenaufruf für uigurische Flüchtlinge in der Türkei
World Jewish Relief, unterstützt von den führenden jüdischen Gemeindeorganisationen Großbritanniens, hat als Reaktion auf die humanitären Bedürfnisse in der Türkei einen Dringlichkeitsappell für uigurische Flüchtlinge gestartet.
Jüdische Hilfsgruppe startet Spendenaufruf für uigurische Flüchtlinge in der Türkei
Die Nachrichten über die SVB verbreiteten sich bereits in der vergangenen Woche, doch trotz dieser Unsicherheiten zeigen die jüngsten Daten des SERIX, der regelmäßig von Spectrum Markets veröffentlichten Stimmungsdaten für Privatanleger, bis zum 13. März keine starke Reaktion auf das Ereignis. In der vergangenen Woche stieg der SERIX sowohl für den NASDAQ 100 als auch für den S&P 500 im Vergleich zur Vorwoche an – von 100 auf 101 bzw. von 97 auf 108, wobei beide Indizes damit in den positiven Stimmungsbereich vorstießen.
Dies gilt auch für den primären Referenzindex DAX, der eine starke Sektorgewichtung von Finanzwerten aufweist. Der SERIX-Durchschnitt für den deutschen Leitindex stieg in der vergangenen Woche bis zum 13. März von 93 auf 99 bis 101. Dies deutet darauf hin, dass die Privatanleger bis hierher nicht besonders besorgt über die Auswirkungen des Ausfalls der SVB waren.
Am Montag sahen wir einen Anstieg der Aktivitäten und eine starke Zunahme des Handelsvolumens, das sich im Vergleich zum Tagesdurchschnitt fast verdoppelte und den höchsten Stand der letzten sechs Monate bedeutete. Die Volatilität, die sich an den Märkten ausbreitete, stellt eine Chance für Privatanleger dar und so wurde anscheinend die allgemein positive Stimmung nicht beeinträchtigt. Die Privatanleger gehen anscheinend nicht davon aus, dass ein neues Lehman-Zeitalter droht und verlassen sich auf die Zusicherungen der US-Regierung und der FED.
In dieser Woche werden wir die Gelegenheit haben, die Reaktion der EZB auf die Nachrichten unmittelbar zu erfahren: Wird es zu einer Änderung des Zinserhöhungsplans der Zentralbank oder zumindest zu einer Änderung der Wortwahl kommen? Das Hauptaugenmerk liegt derzeit noch auf Frankfurt.
Michael Hall, Head of Distribution bei Spectrum Markets
Der Anstieg des Kern-Verbraucherpreisindex (CPI) gegenüber der Konsensprognose fiel moderat aus (0,45 % gegenüber dem Vormonat, nicht gerundet, gegenüber der Konsensprognose von 0,40 %), dennoch geben die zugrunde liegenden Details Anlass zur Sorge. So zeigt sich in der einzelnen Betrachtung eine anhaltende Stärke bei allen Dienstleistungskomponenten, nicht nur bei den Mieten und der Eigentümeräquivalenzmiete (OER).
Auch die Kernproduktion von Gütern ohne Gebrauchtwagen war stark. Der Manheim-Index für Gebrauchtwagen deutet darauf hin, dass die Gebrauchtwagenpreise in den kommenden Monaten wieder steigen dürften, was die Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung teilweise wieder zunichtemachen würde. Die Teuerung bei Hotels, Restaurants und Freizeiteinrichtungen blieb stabil, was die anhaltende Stärke der Dienstleistungsausgaben widerspiegelt. Die robusten Arbeitsmarkt-, Inflations- und Konjunkturdaten des vergangenen Monats deuten darauf hin, dass eine weitere Straffung der Geldpolitik erforderlich sein wird, um die Inflation zu dämpfen.
Was dies für die Fed-Sitzung nächste Woche bedeutet
Ich gehe davon aus, dass die Fed auf ihrer Sitzung am 22. März die Zinsen um 25 Basispunkte anheben wird:
Ich denke, dass Fed-Chef Powell bei der Sitzung nächste Woche wahrscheinlich auf eine Erhöhung um 50 Basispunkte gedrängt hätte, aber die jüngsten Bankenzusammenbrüche und der Marktstress machen eine größere Erhöhung unwahrscheinlich.
Erhöhungen um 50 Basispunkte sind vorerst vom Tisch
Das Aufrechterhalten eines Straffungskurses in langsameren Schritten und über einen längeren Zeitraum auf einem höheren Niveau ist die umsichtige Risikomanagementstrategie der Fed. Eine andere Strategie könnte zu „Unfällen“ auf dem Weg führen, die die Fed zwingen, die Geldpolitik zu früh zu lockern oder ihr die Hände zu binden, wenn die Wirtschaft eindeutig auf einen Abschwung zusteuert. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass eine zu rasche Zinswende erhebliche Risiken birgt, dass die US-Wirtschaft empfindlich auf Zinserhöhungen reagiert und dass die verzögerten Auswirkungen dieser Erhöhungen immer noch in der Wirtschaft zu spüren sind.
Es ist mit einem höheren Spitzenwert zu rechnen, als vom Markt eingepreist wird
Wesentlich größer ist die Unsicherheit über den künftigen Kurs der Fed. Auch wenn die jüngsten Bankenzusammenbrüche nicht auf die Politik der Fed zurückgeführt werden können, so kann doch mit Fug und Recht behauptet werden, dass eine rasche Anhebung der Zinssätze unweigerlich Schwachstellen in der Wirtschaft aufdecken wird. Die Marktpreise für die nächsten drei Sitzungen bewegten sich nach der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex in die richtige Richtung, wobei die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen im März und Mai zunahm und die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen im Juni abnahm. Eine Zinssenkung im Juni muss jedoch ausgeschlossen werden, da das zweite Quartal für eine Zinssenkung durch die Fed zu früh ist.
Die Erwartungen für den Höchststand der Federal Funds Rate in den nächsten sechs Monaten dürften niedriger ausfallen, sobald sich das Tempo der Straffung auf 25 Basispunkte verlangsamt. Ein Risiko, das es jetzt zu berücksichtigen gilt, ist der negative Multiplikatoreffekt auf die Makroökonomie, der sich daraus ergibt, dass die Banken als Reaktion auf die jüngsten Turbulenzen ihre Kreditvergabe einschränken. Die Kreditbedingungen haben sich bereits verschärft, könnten sich aber noch weiter verschlechtern, was eine rezessive Dynamik in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen würde. Dies ist jedoch keine grundlegende Arbeitshypothese, und die Daten zum Kreditwachstum werden in den kommenden Monaten für Klarheit sorgen.
Alles in allem sehe ich den Leitzins jetzt in einer Spanne von 5,25 % bis 5,5 % mit einem Risiko von +/- 25 Basispunkten, je nach Stärke der Daten und Marktbedingungen. Kurz gesagt, das bedeutet ein höheres Niveau, als der Markt derzeit einpreist, und das für einen längeren Zeitraum.
Blerina Uruci, Chief U.S. Economist bei T. Rowe Price
Durch den in der vergangenen Nacht plötzlich einsetzenden starken Regen kam es heute in beiden Städten zu Überschwemmungen. Medienberichten zufolge sind die Flüsse in der Provinz Adiyaman über die Ufer getreten. Zahlreiche Fahrzeuge wurden durch die Fluten mitgerissen und unzählige Gebäude überflutet. Rettungskräfte fanden die Leichen von fünf syrischen Staatsangehörigen in einem überfluteten Keller.
Die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD, Polizei, Gendarmerie und Gemeindeteams evakuierten die Bewohner aus den überfluteten Gebieten. Ein Krankenhaus wurde schwer beschädigt und die Patienten wurden evakuiert. Die Such- und Rettungsmaßnahmen dauern an.
Bei den Erdbeben, die die Region am 6. Februar 2023 erschütterten, wurden Tausende von Häusern zerstört. Viele der von den aktuellen Überschwemmungen Betroffenen leben in Zelten in zahlreichen Notunterkünften in der Region. Am 15. März gab die Regierung der Provinz Adiyaman eine Liste von Schulen und Moscheen bekannt, in denen die von den Überschwemmungen Betroffenen Schutz suchen können. Auf Videos, die in den sozialen Medien geteilt wurden, waren mehrere Fahrzeuge zu sehen, die von den Fluten mitgerissen und über Flüsse oder Straßen geschleift wurden.Video çekmeye devam etmek yerine elinizi uzatabilirdiniz!#selfelaketi pic.twitter.com/9MnlajnJxM
— 23 DERECE (@yirmiucderece) March 15, 2023
Şanlıurfa Şehrimizin Ardından Diyarbakır’dada yaşanan, sel felaketinde etkilenen vatandaşlarımıza geçmiş olsun. Hala uyarılar var lütfen tedbirli olalım. pic.twitter.com/qN2CVE2tA0
— Muhammed Baysal (@Muhammedbaysll) March 15, 2023
Das türkische Außenministerium verurteilte die Tat „aufs Schärfste“ und bezeichnete sie als „verachtenswert“. Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erklärte außerdem, dass Ankara den geplanten Besuch des schwedischen Verteidigungsministers in der Türkei abgesagt habe.
Stockholm bemüht sich um die Zustimmung Ankaras zum NATO-Beitritt. Finnland und Schweden haben ihre historische Neutralitätspolitik aufgegeben und sich angesichts der russischen Invasion in der Ukraine am 24. Februar 2022 um einen NATO-Beitritt beworben. Die beiden skandinavischen Länder waren bereits enge Partner der NATO, aber durch ihren Beitritt würden sie die Unterstützung von 30 Mitgliedsländern erhalten, falls sie von ihrem Feind Russland oder einem anderen Land angegriffen würden. Nur die Türkei und Ungarn weigerte sich, für einen Beitritt zu stimmen. Der NATO-Verbündete Türkei hob im Juni sein Veto gegen den Antrag Finnlands und Schwedens auf Beitritt zum Militäbündnis auf. Vorausgegangen waren wochenlange angespannte Verhandlungen, in denen Ankara die beiden nordischen Länder beschuldigte, Kämpfer der Terrororganisation PKK zu beherbergen.Ein Gastkommentar von Kemal Bölge
Es ist ein Sonntag am 13. März 2016, als an einer Bushaltestelle am Güvenpark in Ankara Extremisten der Terrororganisation PKK ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug zur Explosion bringen. Manche der bei Detonation getöteten oder verletzten Menschen kommen gerade von der Arbeit, andere vom Nachhilfeunterricht und wiederum andere vom Kinobesuch, als das Fahrzeug in die Luft gesprengt wird und 36 Menschen in den Tod mitreißt und 349 verletzt werden. Gestern war der 7. Jahrestag dieses feigen Terroranschlags, der nur das Ziel hatte, unschuldige Zivilisten zu töten.
Zu der Tat hatte sich eine Splitterorganisation der PKK bekannt. Die Täter dieses Anschlags wurden festgenommen, vor Gericht gestellt und zu lebenslanger Haft verurteilt, aber noch immer scheint es „Abgeordnete“ im türkischen Parlament zu geben, die den Urheber des Terrors, die Terrororganisation PKK, bei ihrem Beileidstweet im Andenken an die Opfer nicht erwähnen. Es geht um den Tweet des Abgeordneten Veli Ağbaba von der Republikanischen Volkspartei (CHP). Aber in einem anderen Tweet aus dem Jahre 2021 hat Ağbaba die Extremistenorganisation PKK als Verantwortlicher des blutigen Bombenanschlags erwähnt.
Verbot der PKK nur auf dem Papier
Aber auch sonst gibt es im wahrsten Sinne des Wortes im Westen nichts Neues. Die PKK wird in den EU-Staaten und den USA als Terrororganisation eingestuft und ist offiziell verboten, aber das Verbot existiert nur auf dem Papier, denn Sympathisanten, Medien, Hilfsorganisationen und etliche Vereine, denen von den Sicherheitsbehörden und vom Verfassungsschutz Verbindungen zur PKK nachgesagt wird, können ungehindert hierzulande agieren. Im Kampf gegen den PKK-Terrorismus wird die Türkei im Stich gelassen, denn die angeblichen NATO-Verbündeten unterstützen die PKK und ihren syrischen Ableger, die YPG.
Investigativ-Journalist Uğur Mumcu hatte die Verbindungen der USA zur PKK aufgedeckt
Obwohl selbst der frühere US-Verteidigungsminister Ash Carter in einer Anhörung im US-Kongress die Verbindungen der PKK zur YPG bestätigt hatte. Damit der Schwindel mit der YPG nicht so ins Auge fällt, hatten PR-Strategen im Pentagon die Idee, diese in „Syrian Democratic Forces“ („Demokratische Kräfte Syriens“) umzubenennen, was sie auch dann taten. Nach dem Sturz Saddam Husseins im Irak und dem Bürgerkrieg in Syrien entstand ein Machtvakuum, das sich extremistische Organisationen zu Nutze machten. Um Syriens Machthaber Assad zu stürzen, bildete die CIA und andere arabische Staaten terroristische Gruppierungen aus, einschließlich Waffen und Munition.
Die Vereinigten Staaten hatten die PKK bereits nach dem ersten Golfkrieg mit Waffen unterstützt. Der Investigativ-Journalist Uğur Mumcu hatte die Machenschaften der Amerikaner mit der PKK aufgedeckt. Seine journalistische Neugier wurde Mumcu zum Verhängnis, denn bei einem Autobombenanschlag kam dieser 1993 ums Leben.
US-Luftwaffe hätte die Fahrzeugkolonnen von Daesh/IS angreifen können
Um einen PKK/YPG-Staat in Syrien aufzubauen, benutzten die Planer in Washington eine andere Terrororganisation im Nahen Osten: Daesh/IS. Ex-US-Präsident Donald Trump hatte einmal erklärt, Daesh/IS sei von den Vereinigten Staaten aufgebaut worden. Ob das stimmt, lässt sich schwer beweisen, aber dieser Terrorgruppe gelang es innerhalb kürzester Zeit große Teile des Nordirak und Nordsyriens unter Kontrolle zu bringen. Wenn die US-Regierung der amerikanischen Luftwaffe den Befehl erteilt hätte, die Fahrzeugkolonnen der Daesh/IS-Terroristen anzugreifen, wäre das ohne Schwierigkeiten über die Stützpunkte in der Region möglich gewesen. Man ließ die Extremisten gewähren, die vor der Weltöffentlichkeit Exekutionen von Geiseln durchführten und Millionen von Fernsehzuschauern in aller Welt wurden Zeugen dieser Grausamkeiten. Jetzt kam die PKK/YPG zum Zug.
Hollywood-Drehbuch mit „Happy End“
Die Macher in Hollywood assistierten beim Drehbuch und ein Happy End war minutiös einstudiert. Die Extremisten der PKK/YPG „kämpften“ gegen das Böse, und das waren nun einmal die Terroristen von Daesh/IS. Die Türkei wurde mit dem Slogan „Kampf gegen den IS“ auf Distanz gehalten und eine internationale Koalition gegen diese Terrororganisation ins Leben gerufen.
Türkische Armee kämpfte alleine gegen Daesh/IS
Im August 2016 startete die türkische Armee eine Militäroffensive gegen Daesh/IS in Syrien, bei dem mehrere Tausend Kämpfer des IS getötet wurden. Es war die bis dahin größte und effektivste Operation einer Armee gegen die Daesh-Terroristen. Vor Beginn des türkischen Vorstoßes hatte die türkische Regierung die USA und andere „Verbündete“ aufgerufen, gemeinsam gegen die IS-Extremisten vorzugehen, was von diesen abgelehnt wurde. Schon mehrfach haben die türkischen Streitkräfte Operationen gegen die PKK/YPG und Daesh/IS durchgeführt, aber wie auf Knopfdruck erklärte der wissenschaftliche Dienst des Bundestags die Offensive der türkischen Armee in Syrien „verstoße gegen das Völkerrecht“, aber wenn die US-Armee in Syrien Einheiten und Stützpunkte unterhält, schweigt sich der wissenschaftliche Dienst aus und dann gilt das amerikanische Völkerrecht.
Rund 30 Prozent syrischen Territoriums werden von der PKK/YPG besetzt gehalten, einschließlich der größten Öl- und Gasfelder sowie fruchtbarem Land und Wasserreserven. Allerdings hat in dieser Frage der wissenschaftliche Dienst anscheinend keine Meinung und hat dazu auch nichts verlautbart. Die Vereinigten Staaten liefern seit Jahren der PKK/YPG Waffen, bilden die Terroristen aus und unterstützen die Extremisten mit Geld vom US-Haushalt. Wenn die PKK als Terrororganisation eingestuft ist, warum werden dann mit US-Steuermitteln diese Terroristen unterstützt? Die Antwort ist immer die gleiche: „Wir betrachten die SDF nicht als Terrororganisation.“ So läuft das Schmierentheater seit Jahren.
Kemal Bölge, studierter Politologe und Historiker. Ressortleiter Balkan bei der Forschungseinrichtung für Mezalim. Er schreibt zudem als freier Autor für verschiedene Online-Publikationen. Seine Schwerpunkte sind die Außen- und Sicherheitspolitik, insbesondere die Beziehungen EU-Türkei, die zukünftige Struktur der NATO und die Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei.