Das erste Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft, einer paneuropäischen Plattform für Staats- und Regierungschefs zur Erörterung gemeinsamer Herausforderungen, begann fand in der vergenagenen Woche in der tschechischen Hauptstadt Prag statt.
Staats- und Regierungschefs aus 44 Ländern – den 27 EU-Mitgliedern und 17 weiteren europäischen Ländern, darunter die Türkei, das Vereinigte Königreich und Serbien – nehmen an dem Gipfel teil, der von der tschechischen Regierung ausgerichtet wird, die turnusmäßig den Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehat.
Das Treffen zwischen Erdogan, Paschinjan und Aliyev in Prag war eines der wichtigsten Treffen im Normalisierungsprozess zwischen der Türkei und Armenien seit Ende letzten Jahres. Im Rahmen der Gespräche, die im Januar in Moskau begannen, trafen sich die türkischen und armenischen Sonderbeauftragten, Botschafter Serdar Kılıç und der stellvertretende Sprecher des armenischen Parlaments Ruben Rubenyan, viermal.
Prag
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Das erste Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft, einer paneuropäischen Plattform für Staats- und Regierungschefs zur Erörterung gemeinsamer Herausforderungen, begann fand in der vergenagenen Woche in der tschechischen Hauptstadt Prag statt.
Staats- und Regierungschefs aus 44 Ländern – den 27 EU-Mitgliedern und 17 weiteren europäischen Ländern, darunter die Türkei, das Vereinigte Königreich und Serbien – nehmen an dem Gipfel teil, der von der tschechischen Regierung ausgerichtet wird, die turnusmäßig den Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehat.
Das Treffen zwischen Erdogan, Paschinjan und Aliyev in Prag war eines der wichtigsten Treffen im Normalisierungsprozess zwischen der Türkei und Armenien seit Ende letzten Jahres. Im Rahmen der Gespräche, die im Januar in Moskau begannen, trafen sich die türkischen und armenischen Sonderbeauftragten, Botschafter Serdar Kılıç und der stellvertretende Sprecher des armenischen Parlaments Ruben Rubenyan, viermal.
Energiekrise
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Integrationsratswahlen
Nürnberg: Ingenieurin Betül Özen kandidiert für den Integrationsrat
„Der Integrationsrat vertritt die Interessen aller Nürnbergerinnen und Nürnberger mit internationalen Wurzeln. Ich hoffe, dass durch die Wahl der Integrationsrat noch bunter zusammengesetzt ist und die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft künftig noch besser abgebildet wird. Immerhin leben Menschen aus über 170 Ländern der Welt in Nürnberg.“Dieser Aufgabe stellt sich die Ingenieurin für Energie und Gebäudetechnik, Betül Özen, sollte sie am Sonntag in den Integrationsrat gewählt werden. Betül Özen, eine 26-jährige junge, engagierte Frau, hat ganz konkrete Ziele für die Bevölkerung von Nürnberg mit Migrationshintergrund. Die gebürtige Nürnbergerin ist privat eine sehr disziplinierte Kämpferin. Nicht nur, dass sie gerne schwimmt, sie praktizierte 10 Jahre aktiv Taekwondo. Und mit dieser Disziplin stellt sie sich auch ihren Plänen für alle Zuwander*Innen in Nürnberg.

„Es ist mir daher sehr wichtig, dass es zum Beispiel für Kinder, deren Muttersprache Türkisch ist, zweisprachige Kindergärten gibt. Kindern muss von klein auf eine zweisprachige Erziehung ermöglicht werden.”Ein weiteres Ziel von Özen ist eine bessere Einbindung in den städtischen Arbeitsmarkt. Özen bemängelt, dass von 12.000 städtischen Beschäftigten der Migrantenanteil nur 10 Prozent beträgt. Dies zu ändern, sollte Aufgabe des Integrationsbeirates sein. Gerade den türkischen Jugendlichen müssten vermehrt aktive Rollen in der Stadt eingeräumt werden. Auch Ausländer in Führungsrollen sollten selbstverständlich werden. Hier sieht sie noch ein großes Potenzial der Stadt, in das sie sich unbedingt einbringen wolle. Ein weiteres Anliegen für ihre Aufgabe im Integrationsrat ist für sie die türkische Jugend. NEX24: Frau Özen, welche Möglichkeiten sehen Sie in der Unterstützung türkischer Jugendlichen? Betül Özen: “Ausländische Jugendliche, insbesondere auch die türkischen Jugendlichen, liegen mir sehr am Herzen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die türkischen jungen Leute die Möglichkeit erhalten, sich in Jugendzentren zu begegnen. Es sollen Treffpunkte entstehen, in denen sie lernen und sich weiterbilden können. Ihre Community muss gestärkt werden. Sie dabei zu unterstützen, ihnen zu helfen, das sehe ich als eine große Aufgabe für mich.” Betül Özen kandidiert für die Internationale Union Nürnberg unter der Nummer 6 10. Bei der Stimmabgabe ist Folgendes zu beachten: Jede Wählerin und jeder Wähler hat zwölf Stimmen, jede Bewerberin und jeder Bewerber kann unabhängig von Staatsangehörigkeit und Gruppenzugehörigkeit Stimmen erhalten, eine Bewerberin oder ein Bewerber kann jeweils bis zu drei Stimmen erhalten.
Türkei
Erdogan: Rechte der Aleviten sollen gestärkt werden
„Es gab viele Menschen im In- und Ausland, die aus heimtückischen Motiven versucht haben, unsere nationale Einheit zu untergraben, aber niemand war in der Lage, diese Flamme der Liebe zu löschen.“Die Regierung hat Maßnahmen ergriffen, um auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft einzugehen. Unter der Koordination der Ministerien für Inneres, Kultur und Tourismus wurden alle 1.585 Friedhöfe des Landes von Beamten besucht. Dabei stießen die Beamten auf 8.740 Forderungen, von denen sie bereits 5.600 erfüllt haben, berichtet Daily Sabah. Erdogan:
„Wir arbeiten Tag und Nacht daran, eine Türkei aufzubauen, in der jeder Einzelne in unserem Land alle seine Grundrechte und Freiheiten wahrnehmen kann, von der Religion und dem Gottesdienst bis hin zu Bildung und Arbeit.“Die Aleviten, die mit rund 20 Millionen Anhängern die zweitgrößte Religionsgemeinschaft des Landes bilden, haben eine Liste von Anliegen zu verschiedenen Themen, darunter die öffentliche Anerkennung ihrer Identität, der rechtliche Status der Cemevis und die Finanzierung sowie das Vorrecht der alevitischen Schüler, vom obligatorischen Religionsunterricht in Grund- und Oberschulen ausgeschlossen zu werden. Die Cemevis werden derzeit als Stiftungen betrachtet, die dem Innen- und dem Kultur- und Tourismusministerium unterstehen, und nicht als Gotteshäuser anerkannt, was sie rechtlich dazu berechtigen würde, wie Moscheen, Kirchen und Synagogen anerkannter religiöser Minderheiten im Lande staatliche Mittel zu erhalten. Etwa 80 % bis 90 % aller Friedhöfe im Land wurden unter den aufeinanderfolgenden Regierungen der AK-Partei seit 2002 gebaut. Der alevitische Glaube wird als eine Kombination aus dem schiitischen Islam, dem Bektaschi-Sufi-Orden und der anatolischen Volkskultur erklärt und nicht als eigenständige Religion. Im Jahr 2009 wurde während der Amtszeit des damaligen Premierministers Erdoğan die erste alevitische Initiative ins Leben gerufen. Alevitische Führer und Vertreter nahmen über einen Zeitraum von sechs Monaten an mehreren Workshops mit der Regierung teil. Später im Jahr 2011 entschuldigte sich Erdoğan im Namen des türkischen Staates in beispielloser Weise für die Tragödie von Dersim im Jahr 1937, bei der 13 806 Menschen nach einer Militäraktion getötet wurden, nachdem sich die mehrheitlich alevitischen Zaza-Kurdenstämme gegen das 1934 von der Republikanischen Volkspartei (CHP) während des Einparteienregimes verabschiedete Umsiedlungsgesetz gewehrt hatten.
Alevi-Bektaşi vatandaşlarımızın tüm meselelerinin devlet nezdinde takibini ve yürütmesini yapacak kurumsal bir yapı kuruyoruz.
Alevi-Bektaşi Kültür ve Cemevi Başkanlığı; muhtarlıklara, derneklere, belediyelere, federasyonlara bağlı tüm cemevlerinin ihtiyaçlarını karşılayacak. pic.twitter.com/jbsuZ0Lwf9 — Recep Tayyip Erdoğan (@RTErdogan) October 7, 2022
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Die für ihr „heiliges Wasser“ bekannte Panagia Phaneromeni Kirche wurde 1890 im Stadtteil Kemal Paşa der westtürkischen Stadt Ayvalık in der Provinz Balıkesir erbaut. Die Kirche hat eine neoklassizistische Architektur und ist vielleicht das bekannteste und wichtigste Bauwerk im Zentrum von Ayvalık.
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Energiepolitik
EU und Athen verurteilen türkisch-libysches Gas-Abkommen
„Jeder Verweis oder jede Handlung zur Umsetzung des (Grenzabkommens von 2019) wird definitionsgemäß illegal sein und je nach Schweregrad wird es sowohl auf bilateraler Ebene als auch auf Ebene der Europäischen Union und der NATO eine Reaktion geben.“Ankara reagierte auf die Erklärung aus Athen und erklärte, „es spielt keine Rolle, was sie denken“. Das türkische Außenministerium ließ am Dienstag erklären, dass Äußerungen Griechenlands und der Europäischen Union (EU) zum neuen Abkommen der Türkei mit Libyen „keine Bedeutung oder keinen Wert“ hätten. Der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Tanju Bilgic, fügte in einer Erklärung hinzu, dass Einwände gegen ein zwischen den beiden Staaten unterzeichnetes Abkommen nicht nur gegen internationales Recht, sondern auch im Widerspruch zu den Grundprinzipien der UN stehen würden. Bilgic forderte die EU und ihre Mitgliedstaaten außerdem auf, ihre Grenzen oder Befugnisse nicht zu überschreiten und die Souveränität und Gleichheit der Staaten im Einklang mit dem Völkerrecht und den UN-Prinzipien zu respektieren. Çavuşoğlu zufolge hätten Drittstaaten zu diesem Thema nichts zu sagen und sich auch nicht einzumischen. Libyen befindet sich seit einer von der NATO unterstützten Aufstand im Jahre 2011 im Bürgerkrieg. Seit Jahren ist das Land zwischen rivalisierenden Warlords und Milizen geteilt. Die Türkei war ein prominenter Unterstützer der von Premierminister Abdul Hamid Dbeiba geführten libyschen Regierung in Tripolis, die auch von den Vereinten Nationen anerkannt wird. Ankaras Unterstützung für die Regierung der nationalen Einheit in Tripolis trug dazu bei, das Blatt des Bürgerkriegs in Libyen zu wenden. Durch die Versorgung der von Tripolis unterstützten Streitkräfte mit Beratern, Ausrüstung und Geheimdienstinformationen, konnte eine einjährige Offensivkampagne von General Chalifa Haftar, dem Kommandeur der Libyschen Nationalarmee (LNA) im Osten des Landes, vereitelt, die libysche Hauptstadt Tripolis verteidigt werden. Im Jahr 2019 unterzeichnete die Türkei das umstrittene Abkommen über die gemeinsame Seegrenze mit der früheren libyschen Regierung in Tripolis, das ihr Zugang zur libyschen Wirtschaftszone im östlichen Mittelmeer gewährt. Das Abkommen, das die Seegebiete mehrerer griechischer Inseln, einschließlich Kreta, die zwischen der Türkei und Libyen liegen, berührt, hat die bereits bestehenden Spannungen der Türkei mit Griechenland, Zypern und Ägypten über Öl- und Gasbohrrechte neu entfacht.
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Wirtschaft
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Insgesamt 46 etablierte Medien, die überwiegend in den USA ansässig sind, veröffentlichten mehr als 90 Meinungsartikel von 19 nichtexistierenden Experten, die die Türkei und Katar kritisierten.
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Zentralmoschee Köln
Thema Umweltschutz beim Tag der Offenen Moschee
Köln – Muslime in Köln haben dieses Jahr, am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, wieder zum Tag der offenen Moschee (TOM) eingeladen.
In diesem Jahr stand die bundesweite Aktion auf Grund der aktuellen besonderen Herausforderung unter dem Motto „Knappe Ressourcen – große Verantwortung“. Fragen rund um die Bereiche Umweltschutz, gerechte Verteilung von knappen Ressourcen aber auch die Auswirkungen der Klimakrise waren dieses Jahr zentrale Gesprächsthemen.
Tausende Besucher nutzten die Möglichkeit, sich über den Islam zu informieren
Tausende Besucher kamen zu diesem Anlass erneut in die Zentralmoschee Köln und hatten bei der ganztägigen Veranstaltung die Möglichkeit, die Moschee aus nächster Nähe kennenzulernen. Dazu bot das Moschee-Forum der Zentralmoschee Köln ihren Besuchern ein attraktiv gestaltetes Begrüßungs- und Rahmenprogramm an.
Ein engagiertes und junges Team des Moschee-Forums bot alle 30 Minuten Führungen durch die Zentralmoschee an der Venloer Str. 160 an. Besucherinnen und Besucher hatten so die Möglichkeit, das Bauwerk in Ehrenfeld zu besichtigen und Fragen rund um den Islam und zur Moschee zu stellen.
Atasoy: „Herausforderungen unserer Zeit können nur gemeinsam bewältigt werden“
Eröffnet wurde der Tag der offenen Moschee mit den Eingangsworten des stellvertretenden DİTİB-Bundesvorsitzenden Abdurrahman Atasoy. Atasoy wies in seiner Rede auf die moderne und transparente Architektur der Moschee hin und sagte, dass dadurch „Schwellen- und Kontaktängste abgebaut“ und der „einladende Charakter von Bau und Gemeinde gleichermaßen betont“ werde.
Der stellvertretende Vorsitzende betonte, dass die Herausforderungen unserer Zeit nur gemeinsam zu bewältigen seien. „Dies gilt ebenfalls und insbesondere für den Umweltschutz, der gefühlt aktuell akuter ist, als noch vor einigen Jahren. Er ist jedoch nur deshalb für uns akuter, weil er zunehmend uns selber betrifft. Hier, in unserer Heimat. Die Hitze- und Trockenperioden, die Unwetter und Überflutungen sind in diesem Ausmaß neu für uns in Deutschland und in ganz Europa“, sagte Atasoy.
Es gehe darum, wie der Menschheit sowohl jetzt als auch in der Zukunft eine lebenswerte Welt ermöglicht werden könne. „Wir brauchen ein Bewusstsein dafür, dass alles Handeln direkt und indirekt Auswirkungen hat auf andere. So, wie jede und jeder von uns Teil des Problems ist, so ist jede und jeder auch Teil der Lösung. Das gilt für jedes Individuum, für alle gesellschaftlichen Einrichtungen und Akteure, für alle Glaubensgemeinschaften und für alle Staaten sowieso! Gemeinsam können wir viel bewegen“, so Atasoy.

Muezzinruf zum Freitag Ausdruck der Beheimatung und Akzeptanz
Zum Muezzinruf in Köln sagte Atasoy, dass er den öffentlichen Ruf zum Freitagsgebet ausdrücklich begrüße. „Dies ist Ausdruck der Beheimatung der Muslime, die bereits seit Generationen in Deutschland als selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft leben.“ In anderen Städten sei der öffentliche Ruf zum Freitagsgebet möglich und unproblematisch. Die Entscheidung in Köln reihe sich somit in eine Kette gegenseitiger Toleranz und Akzeptanz ein.

Şahinarslan: „Nicht nur die Türen unserer Moscheen, sondern auch unserer Herzen haben 365 Tage geöffnet“
Der Direktor des Moschee-Forums, Murat Şahinarslan, sagte, dass Moscheen den Besuchern nicht nur am Tag der offenen Moschee, sondern jeden Tag offen stehen und die Menschen die Gotteshäuser jederzeit, sowohl zum Gebet als auch zu Besuchszwecken besuchen können.
Şahinarslan schloss seine Rede wie folgt:
„Als Teil dieser Gemeinschaft öffnen wir nicht nur am 3. Oktober die Türen unserer Moscheen. Wir halten die Türen unserer Moscheen und unserer Herzen 365 Tage im Jahr offen.“ Der Vers im Koran, „O ihr Menschen! Wahrlich, Wir schufen euch aus Mann und Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr euch kennen lernet“, zeige, „dass wir als Gemeinschaft und Gesellschaft zusammen leben müssen.“
Fotoausstellung, Vortrag und Podiumsdiskussion
Beim Tag der offenen Moschee wurde außerdem eine Fotoausstellung des Hobbyfotografen Karl-J. Gramann präsentiert. Gramann‘s Ausstellung, die noch eine Weile für Besucher offen steht, trägt den Namen „Look Up“ und besteht aus ästhetischen Architekturfotografien, die monumentale Gebäude in Köln und Umgebung aus einer besonderen Perspektive heraus zeigen.

Energieeinsparungspotenziale von Moscheen
In einem Vortrag über Gotteshäuser in Zeiten der Energie- und Klimakrise wies Baraa Abu El-Khair von dem gemeinnützigen Verein Nour Energy e.V. auf Energieeinsparungspotenziale von Moscheen hin. Dabei ging Abu El-Khair auf Fragen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes ein und verwies auf die Technik der Erneuerbaren Energien.
„Es gibt Hoffnung: Eine Reihe von Moscheen stellt sich seit Jahren diese und weitere Fragen. Ihr Engagement reicht vom Verzicht auf Plastik über das Einkaufen von qualitativen Bio- und Fairtrade-Lebensmitteln bis hin zur Installation von Photovoltaikanlagen für die grüne Stromgewinnung“, zeigte sich Abu El-Khair erleichtert.
In einer vom Direktor des Moschee-Forum, Murat Şahinarslan, moderierten Podiumsrunde ging es zudem um den Gebetsruf zum Freitag an der Zentralmoschee Köln. Hier erörterten Dr. Zekeriya Altuğ, Abteilungsleiter für Gesellschaft und Zusammenarbeit der DİTİB, Gökhan Uygun sowie Mustafa Kader, beide Religionsbeauftragte der Zentralmoschee Köln, die Frage nach dem zukünftigen Gebetsruf zum Freitag.
Moscheen finden ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft
In Zeiten des gesellschaftlichen Wandels finden die Moscheen mehr und mehr ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft, so dass Sie zunehmend als Raum für Begegnung und persönlichen Austausch wahrgenommen werden. Rahmenprogramme mit Moscheeführungen, Informationsständen zum sozialen Engagement und der religiösen Bildung, aber auch Ausstellungen im künstlerischen, kulturellen oder historischen Kontext werden dabei immer bedeutender.
Der Tag der offenen Moschee, der seit 1997 jährlich am Tag der Deutschen Einheit stattfindet, wird seit 2007 von den islamischen Religionsgemeinschaften ausgerichtet, die im Koordinationsrat der Muslime (KRM) organisiert sind. Zum Koordinationsrat gehören der Zentralrat der Muslime, die Türkisch-Islamische Union (DİTİB), der Islamrat und der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) sowie die Union der Islamisch-Albanischen Zentren in Deutschland (UIAZD) und der Zentralrat der Marokkaner in Deutschland (ZRMD).
ybas

