Freihandelsabkommens TTIP
FDP-Chef Lindner kritisiert Anti-TTIP-Demonstranten

Berlin (dts) – Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die Demonstration von Gegnern des geplanten Freihandelsabkommens TTIP am kommenden Samstag in Berlin kritisiert. „TTIP stoppen heißt, unseren Wohlstand von morgen zu gefährden“, schrieb Lindner in einem Gastbeitrag in der „Saarbrücker Zeitung“. „Wir können es uns aber nicht leisten, uns von der Globalisierung abzuschotten.“ Nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds werde künftig 90 Prozent der weltweiten Nachfrage außerhalb Europas entstehen. „Unsere Stärke hat nur im Verbund mit unseren Partnern in Nordamerika eine Zukunft.“ Mehr als 600.000 Jobs hingen in Deutschland derzeit vom Handel mit den USA ab. Ein von Zöllen und Bürokratie befreiter Handel werde neue Dynamik bringen. Die deutsche Wirtschaft könne dadurch jährlich um ein halbes Prozent zusätzlich wachsen. Die europäischen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards stünden nicht zur Debatte, betonte Lindner: „Das Verhandlungsmandat der EU schließt das ausdrücklich aus.“ Der FDP-Chef kritisierte auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Dessen Aufgabe wäre es gewesen, die Industriegewerkschaften für TTIP zu gewinnen. „Stattdessen stehen sie am Samstag auf der Straße und Gabriel zieht sich auf eine Zuschauerrolle zurück.“

Nobelpreis
Tunesische Dialoggruppe erhält Friedensnobelpreis

Oslo (dts) – Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an eine Dialoggruppe in Tunesien für ihren Beitrag zum Aufbau einer pluralistischen Demokratie. Das teilte die Nobel-Versammlung am Freitag in Oslo mit. Das „Tunesische Quartett für nationalen Dialog“ erhält die Auszeichnung als Ermutigung für ganz Tunesien – in dem nordafrikanischen Land begann im Dezember 2010 eine Revolution, die entscheidend zum „Arabischen Frühling“ beigetragen hat. Die Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen in der Arabischen Welt richtet sich gegen autoritär herrschende Regime. Zahlreiche Beobachter hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel dieses Jahr als vielversprechende Kandidatin genannt. Der Preis ist mit umgerechnet rund 860.000 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr erhielten die Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi und Malala Yousafzai den Friedensnobelpreis. Die Auszeichnungen werden seit 1901 vergeben. Die Verleihung der Preise findet am 10. Dezember statt – dem Todestag von Stifter und Namensgeber Alfred Nobel. Der Friedensnobelpreis wird in Oslo überreicht, alle anderen Preise in Stockholm.

Antisemitismus
Zentralrat der Juden fürchtet Antisemitismus durch Flüchtlinge

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Berlin (dts) – Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Sorge geäußert, dass der Antisemitismus in Deutschland durch die Einwanderung von muslimischen Asylsuchenden zunehmen könnte. „Wenn man zwanzig oder dreißig Jahre lang mit einem israel- und judenfeindlichen Bild aufgewachsen ist, dann wird man dieses Bild nicht einfach an der deutschen Grenze aufgeben“, sagte Schuster mit Blick auf Herkunftsländer, in denen starke antijüdische Tendenzen existieren. „Deshalb ist es ganz wichtig, dass wir jedem Flüchtling nahebringen, dass in Deutschland das Grundgesetz die Lebensgrundlage aller Menschen ist und zur unserem Wertekanon die Ablehnung jeglicher Form von Antisemitismus sowie das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels dazugehören“, sagte Schuster der F.A.Z. Gleichzeitig trat Schuster dem Eindruck entgegen, er wolle eine Stimmung erzeugen, in der die Deutschen muslimischen Flüchtlingen mit Skepsis begegnen sollten. „Es geht auch nicht darum, eine Abneigung gegen Menschen zu schüren, die aus Gebieten kommen, wo es israelfeindliche Bilder gibt. Es geht um die Sorge, dass diese Bilder nach Deutschland transportiert werden könnten und hier zu einem Antisemitismus führen, der das Wertegefüge in eine Richtung brächte, die wir alle nicht wollen.“  

Weltfrieden
Iraner und Israelis fragen: Was kostet ein Stück Weltfrieden?

Nürnberg (ots) – Erstmals gehen junge Musiker aus dem Iran und Israel gemeinsam auf Tour. Ein Vorhaben, das in ihren Heimatländern niemals möglich wäre, initiiert von zwei Bands, die sich genau genommen gar nicht kennen dürften. Langtunes (Iran) und Ramzailech (Israel) machen sich auf, um einen mutigen symbolischen Akt zu vollbringen: Ein musikalischer Händedruck der Freundschaft zwischen jungen Künstlern, deren Heimatländer in scheinbar unversöhnlicher Feindschaft zueinander stehen. In Deutschland sehen die beiden Bands jedoch den idealen neutralen Boden, um mit einer gemeinsamen Tour ihrer Vision Bestand zu verleihen. „Deutschland bietet uns nicht nur den politisch neutralen Boden, um dieses Projekt umsetzen zu können, sondern entspricht auch unserem persönlichen Verständnis von Demokratie und Freiheit.“, sagen die Musiker. „Außerdem haben wir schon bei unseren letzten Deutschland-Besuchen viele Freunde und Fans gefunden, die wir auf unserer Tour zusammenbringen wollen.“ „Become a Peace-Dealer!“ fordern die Musiker ihre Fans auf, um die Finanzierung der mehrwöchigen Tour zu bewerkstelligen und bieten im Gegenzug kleine und große Belohnungen, wie Peace-Dealer-Buttons, CDs, Dankeschön-Pakete mit iranischen und israelischen Goodies, bis hin zu ganz privaten Begegnungen oder einem Wohnzimmer-Konzert. Hier geht es zur Kampagne: www.the-secret-handshake.com  

Kampagne SUPPLY CHA!NGE
Orangensaft-Produktion: Die großen Discounter und ihre „Sklaven“ in Brasilien

Münster (ots) – Deutschland ist Fruchtsaft-Weltmeister und größter Abnehmer von Orangensaft aus Brasilien. Die heute veröffentlichte Studie der Christlichen Initiative Romero e.V. (CIR) und GLOBAL 2000 stellt die gesamte Orangensaft-Lieferkette von den Plantagen Brasiliens bis in die deutschen Supermärkte dar. Sie deckt prekäre Arbeitsbedingungen auf und liefert neue Erkenntnisse über die verheerenden Umweltauswirkungen der Orangensaft-Produktion. „Für knapp 10 Euro Tageslohn müssen die ArbeiterInnen ungefähr 1,5 Tonnen Orangen täglich ernten. Der Sonne sind sie ungeschützt ausgesetzt, wenn sie die wackligen Holzleitern mit bis zu 30 kg schweren Säcken hoch und runter steigen.“, fasst Sandra Dusch Silva von der Christlichen Initiative Romero die Recherche-Ergebnisse zu den Arbeitsbedingungen in Brasilien zusammen. „Die von wenigen internationalen Konzernen dominierte brasilianische Landwirtschaft ist extrem Pestizid-intensiv. In der Orangenproduktion werden dabei die größten Mengen Pestizide pro Hektar verbraucht“, ergänzt Martin Wildenberg, Umweltexperte der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. „Dabei ist auch ein völliger Verzicht auf Pestizide im Orangenanbau möglich – wie bio-zertifizierte Betriebe überall auf der Welt beweisen.“
Joan aus dem Nordosten von Brasilien bei seiner Arbeit (Name von der Redaktion geändert) Foto: ci-romero.de
Joan aus dem Nordosten von Brasilien bei seiner Arbeit (Name von der Redaktion geändert)
Foto: ci-romero.deopäischen Union geförderten Kampagne SUPPLY CHA!NGE statt. Gleichzeitig zur Veröffentlichung der Studie startet das Kampagnenbündnis eine europaweite Petition, die europäische Supermärkte auffordert, für ihre Eigenmarken soziale und ökologische Standards zu implementieren. Der Aufruf ist ab dem 08.10.15 auf www.supplychainge.org geschaltet.
Hintergrund Bereits im Jahr 2013 hatte die Christliche Initiative Romero e.V., damals gemeinsam mit der Gewerkschaft VER.DI eine Studie zu den Arbeitsbedingungen in der brasilianischen Orangensaft-Produktion vorgelegt. Das Urteil über die Entwicklungen der Branche von Studienleiterin Sandra Dusch sind empörend: „Trotz enormer Gewinne der brasilianischen Exportunternehmen und europäischer Handelsketten werden Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter zu Bedingungen beschäftigt, die sich nur noch als moderne Sklavenarbeit bezeichnen lassen.“ Die Orangensaft-Industrie ist – in Brasilien wie in Deutschland – von einer enormen Konzernkonzentration gekennzeichnet. Obwohl die Hälfte des weltweit konsumierten Orangensaftes aus Brasilien stammt, betreiben aufgrund von Wettbewerbsverdrängung lediglich drei Großkonzerne Orangenanbau und Konzentrat-Gewinnung. Auch am Ende der Lieferkette stehen immer weniger Handelskonzerne, die in Deutschland Lebensmittel anbieten. Edeka, Rewe, Lidl/Kaufland und Aldi vereinigen 85 Prozent Marktanteil auf sich und diktieren damit indirekt die Arbeitsbedingungen von Millionen Beschäftigten. Dabei ist die Produktion und der Verkauf von Eigenmarken eine zentrale Strategie der europäischen Handelsunternehmen: Anstatt Produkte eigenständiger Marken zu handeln, stellen Supermärkte verstärkt ihre eigenen Produkte her. In Europa werden 66% des Orangensaftes als Eigenmarken der Supermärkte und Discounter verkauft.
Bei einer Razzia auf der Orangensaftplantage im brasilianischen Avaré inspiziert der Regionalchef des Arbeitsministeriums, Luis Henrique Rafael, das Gelände.
Vom 07. bis 08. Oktober 2015 fand in Antwerpen der Juice Summit, das Wirtschaftstreffen der globalen Saftindustrie statt. VertreterInnen von Gewerkschaften kamen nicht zu Wort. „Es ist bezeichnend für die Verfassung der internationalen Saftindustrie, dass die Diskussion über die Zukunft der Branche unter Ausschluss von ArbeiterInnen und ihren VertreterInnen stattfindet“, sagt Sandra Dusch Silva. Die Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) setzt sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Ländern Mittelamerikas ein. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen in Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Honduras sowie die Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland. Ziel ist, eine Brücke zwischen Ländern des Südens und Deutschland zu schlagen. Im Sinne ihres Namensgebers, des 1980 ermordeten salvadorianischen Erzbischofs Oscar Romero, setzt sich die Christliche Initiative Romero gegen Ungerechtigkeitsverhältnisse ein und ergreift Partei für die Armen. GLOBAL 2000 ist Österreichs führende, unabhängige Umweltschutzorganisation. Als aktiver Teil von Friends of the Earth International (FOEI) setzt sie sich für eine intakte Umwelt, eine zukunftsfähige Gesellschaft und nachhaltiges Wirtschaften ein.

Comeback-Album „Unbreakable“
Janet Jackson kommt nach Deutschland

New York (nex) – Nach sieben Jahren musikalischer Pause kommt Janet Jackson mit ihrer „Unbreakable World Tour“ zurück auf die Bühne. Mit ihrem neuen Album ist der Mega-Star seit Ende August auf den Bühnen in Nordamerika unterwegs, nun kommt sie auch nach Deutschland. Auf ihrem Tourplan stehen für April gleich vier Konzerte in Deutschland: Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und Berlin. Am 2. Oktober erschien Janets Comeback-Album „Unbreakable“. Die erste Singleauskopplung „No Sleeep“ stürmte auf die Nr. 1 der Billboard Adult R&B Charts und belegt bereits die sechste Woche in Folge den Spitzenplatz. An diesen Erfolg wird garantiert auch die neue Single „BURNITUP!“ (Feat. Missy Elliott) anknüpfen. Mit dem Dancefloor-Hit eröffnet Janet ihre stets ausverkauften Shows. Und das sind die Termine der „Unbreakable World Tour“ in Deutschland: Mi. 13.04.16 Hamburg – Barclaycard Arena Do. 14.04.16 – Frankfurt Festhalle Sa. 16.04.16 – Düsseldorf Mitsubishi Electric Halle Mo. 18.04.16 – Berlin Max-Schmeling-Halle Allgemeiner Vorverkaufsstart ist am Freitag, 9. Oktober 2015, um 10:00 Uhr  

0:1-Blamage in Irland
Deutschland verpasst vorzeitige Qualifikation für EM in Frankreich

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Dublin (dts) – Deutschland hat die vorzeitige Qualifikation für die Fußball-EM 2016 in Frankreich verpasst. „Die Mannschaft“ spielte am Donnerstagabend 0:1 gegen Irland. Deutschland hatte über weite Strecken die besseren Chancen, bekam den Ball aber nicht ins Tor. Das gelang dafür den Iren in der 70. Minute, Shane Long bewies Laufstärke und drosch die Kugel aus halbrechter Position aus etwa 13 Metern Torentfernung ins lange Eck. 1994 war letztmalig eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen eine irische unterlegen.

Weil Schottland und Polen 2:2-unentschieden spielten, ist Deutschland noch nicht vorzeitig qualifiziert. Die Fußball-Europameisterschaft 2016 der Männer ist die 15. Austragung dieses Turniers und wird vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2016 stattfinden. Erstmals werden 24 statt wie bisher 16 Mannschaften an der Endrunde teilnehmen.

Nobelpreis
Enttäuschung für PKK-Anhänger: Nobelpreisträger Aziz Sancar bedankt sich bei türkischem Staat und Volk

Enttäuschung für HDP: Türkisch-kurdischer Nobelpreisträger dankt dem türkischen Staat
Istanbul (nex) – Die Verleihung eines naturwissenschaftlichen Nobelpreises an einen in der Türkei geborenen und aufgewachsenen Wissenschaftler aus der kurdischen Community hat in den sozialen Medien für ein breites Echo gesorgt. Neben Freude und Stolz vor allem in seinem Heimatland selbst hat Aziz Sancar unter anderem auch Anhänger der terroristischen PKK und ihres parlamentarischen Arms, der „Demokratischen Partei der Völker“ (HDP) mobilisiert.
Sie versuchten den Preisträger für sich zu vereinnahmen und dichteten ihm auf Wikipedia sogar angebliche türkeifeindliche Äußerungen an. Dass diese Darstellungen keinerlei Substanz haben sollten, zeigte der Nobelpreisträger selbst noch am Tag der Verleihung der an ihn gerichteten Auszeichnung.
(Foto: screenshot)
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Er ließ sich vor türkischen Fahnen ablichten und drückte in einem Fernsehinterview mit dem Nachrichtensender Habertürk seine Dankbarkeit gegenüber dem türkischen Volk und dem türkischen Staat aus, der es ihm erst möglich gemacht habe, Bildung zu erwerben und in weiterer Folge eine wissenschaftliche Karriere anzusteuern.
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Der 69-jährige Molekularbiologe Aziz Sancar war am Mittwoch mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden. Er habe, so hieß es in der Begründung, „auf molekularer Ebene entschlüsselt, wie Zellen beschädigte DNA reparieren und die genetischen Informationen erhalten können“ – was aufzeigt, dass auch bereits vorhandene Erbgutschäden gezielt behoben werden können.
(Foto: screenshot)
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Konkret hat Sancar gemeinsam mit seinen beiden Forscherkollegen Tomas Lindahl und Paul Modrich Enzyme entdeckt, die im DNA-Strang UV-Schäden beheben. Sancar wurde 1946 in der Provinz Mardin als eines von acht Kindern geboren. Seine Eltern waren des Lesens und Schreibens nicht mächtig.
Dennoch gelang es Aziz Sancar, durch eisernen Willen die Zulassung zur Universität Istanbul zu erreichen, wo er Medizin studierte. Seine Studienerfolge ließen auch im Ausland Bildungs- und Forschungseinrichtung auf ihn aufmerksam werden. 1977 promovierte Sancar in Molekularbiologie an der University of Texas at Dallas. 1982 erhielt er die Professur für Biochemie und Biophysik an der University of North Carolina. Seit 2006 ist Sancar Mitglied der Türkischen Akademie der Wissenschaften (TÜBA).
Die Sancars sind Gründer des Studentenzentrums „Carolina Türk Evi“ (Türkisches Haus in Carolina) und der Sancar Stiftung. Auch Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Berichten zufolge Sancar telefonisch beglückwünscht und ihm noch viele weitere Erfolge in seinen künftigen wissenschaftlichen Projekten gewünscht. Sancar habe daraufhin seine Dankbarkeit darüber ausgedrückt, seine Freude mit dem Präsidenten der türkischen Republik teilen zu können und sich bei Erdoğan bedankt.

Internationaler Währungsfonds
Deutschland will zweite Amtszeit von Lagarde als IWF-Chefin unterstützen

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Berlin (dts) – Viele europäische Regierungen setzen darauf, dass Christine Lagarde den Internationalen Währungsfonds (IWF) weitere fünf Jahre führt. Wenn Lagarde eine zweite Amtszeit wolle, würde die Bundesregierung sich für sie stark machen, erfuhr das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) aus Regierungskreisen. „Eine zweite Amtszeit von Lagarde ist das Beste, was den Europäern passieren kann“, hieß es auch von einem Vertreter der Eurozone. Der Vertrag von IWF-Chefin Lagarde läuft im kommenden Jahr aus. Für Europa wäre es eine gute Chance, an der Tradition festzuhalten, dass der IWF von einem Europäer geführt wird. Die Schwellenländer stellen diesen Anspruch zunehmend infrage. Die entscheidende Frage wird sein, ob sich Brasilien, Russland, Indien, China und Co. auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen können. Innerhalb des IWF werden vor allem die Notenbankchefs von Mexiko und Indien, Agustin Carstens und Raghuram Rajan, gehandelt. Allerdings glaubt man in Europa, dass Lagarde sich bei einer Bewerbung um eine zweite Amtszeit durchsetzen würde und die Schwellenländer auf eine Kampfkandidatur verzichten würden.

Dreijahres-Vertrag
Klopp neuer Trainer beim FC Liverpool

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Liverpool (dts) – Der Wechsel von Jürgen Klopp auf die Insel ist offenbar perfekt: Laut übereinstimmenden Medienberichten unterschreibt der frühere Trainer von Borussia Dortmund beim FC Liverpool einen Dreijahres-Vertrag.

„Sky Sport News HD“ berichtet, dass Klopp am Freitag auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt werden soll. Die „Bild“ berichtet unterdessen, dass der frühere BVB-Trainer in Liverpool ein geschätztes Jahresgehalt von zehn Millionen Euro einstreichen soll. Klopp hatte die Borussia aus Dortmund von 2008 an trainiert und war mit ihr zweimal Deutscher Meister und einmal DFB-Pokalsieger geworden, ehe er zum Ende der zurückliegenden Saison von seinem Posten zurückgetreten war.