Sachsen-Anhalt
Deutlich weniger Flüchtlinge kommen nach Sachsen-Anhalt

Halle (ots) – Die Zahl der nach Sachsen-Anhalt einreisenden Flüchtlinge schrumpft rapide. Laut jüngsten Daten des Innenministeriums wurde im Februar lediglich ein Zehntel der Flüchtlingszahlen registriert, die das Ministerium noch im November verzeichnete. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstagsausgabe). So wurden in der dritten Februarwoche 340 Flüchtlinge in den Erstaufnahmestellen des Landes registriert – in der ersten Novemberwoche 2015 waren es noch 3 211, in der ersten Dezemberwoche 967. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sprach gegenüber der Zeitung von einer „erfreulichen Entwicklung, die jedoch nicht mehr als eine Momentaufnahme ist“. Hauptgrund für den gebremsten Zuzug sind die Grenzschließungen entlang der Balkanroute, über die im vergangenen Jahr Hunderttausende Menschen aus Syrien und Afghanistan nach Europa geflüchtet waren. Mazedonien hat die Grenzen geschlossen, Tausende Menschen harren in Griechenland aus. Auch die harschen Wetterbedingungen entlang der Route bremsen den Flüchtlingsstrom. Haseloff sagte, vor dem Hintergrund, dass die EU-Staaten auf eine Verringerung der Flüchtlingszahlen hinarbeiten, sei der Rückgang ein gutes Zeichen. „Allerdings ist dies keine systematische Lösung für das Problem.“ Es sei davon auszugehen, dass die Zahlen auf Dauer wieder ansteigen werden. 2015 waren laut Innenministerium rund 41 000 Flüchtlinge nach Sachsen-Anhalt gekommen, knapp 28 000 blieben im Land.

Über die Meerenge von Gibraltar
Forscher: Die ersten „Flüchtlinge“ kamen vor 900.000 Jahren aus Afrika

Barcelona (prn) – Forscher an der Universität Barcelona haben Beweise gefunden, dass die Hominiden vor 900.000 bis 850.000 Jahren über die südliche Iberische Halbinsel nach Europa kamen. Das Journal of Human Evolution hat eine Studie auf der Grundlage einer neuen Altersbestimmung von fossilen Überresten von menschlichen und afrikanischen Primaten veröffentlicht, die in Cueva Victoria (Cartagena, Murcia) in Spanien gefunden wurden. Die Ergebnisse legen nahe, dass Menschen über die Meerenge von Gibraltar aus Afrika gekommen sind. „Bis jetzt galt die vorherrschende Theorie, dass Menschen auf verschiedenen Wegen zerstreut über den Mittelmeerraum nordwärts aus Afrika nach Europa und über die Pyrenäen auf die Halbinsel kamen; aber unsere Arbeit sowie andere frühere Studien legen nahe, dass die Hominiden zu verschiedenen Anlässen aus dem Süden kamen“, erklärt Lluís Gibert, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fakultät für Geologie an der Universität Barcelona und Leiter der Studie, die in Zusammenarbeit mit den Experten Carles Ferràndez und Maria Lería durchgeführt wurde. Cueva Victoria, ein Hyänenbau aus dem frühen Pleistozän mit drei Kilometer langen Gängen, war für die Forschungsarbeit von entscheidender Bedeutung. Dort wurden Überreste von an die neunzig Arten von Wirbeltieren gefunden, darunter die einer menschlichen Phalanx und eines Theropithecus oswaldi, eines afrikanischen Primaten, der dem heutigen Pavian ähnelte. „Das sind die einzigen Überreste des Theropithecus, die in Europa gefunden wurden. Ihr Vorkommen in Nordafrika während des Pleistozäns zusammen mit ihrem Fehlen an anderen europäischen Standorten ist das erste Anzeichen, dass die Hominiden über die Meerenge gekommen sind“, erklärt Carles Ferràndez. Die Überreste der Phalanx und des Primaten sind etwa 900.000 Jahre alt, im gleichen Alter wie eine Handaxt, die an der Ausgrabungsstätte in Cueva Negra in der Schlucht des Flusses Quípar, 50 Kilometer von Cueva Victoria, gefunden wurde. „Das sind die ersten Überreste der Acheuléen-Technologie in Europa, einer Art von Steinzeitkultur, die vor 1,6 Millionen Jahren in Afrika auftrat und von der man bis zur Altersbestimmung von Cueva Negra nicht wusste, dass sie schon vor 600.000 Jahren auch auf diesem Kontinent ankam“, sagt Lluís Gibert. Die Experten sagen, dass frühere Studien an entdeckten menschlichen Überresten an den Ausgrabungsstätten in Orce (Baza Basin, Granada) bereits nahegelegt hatten, dass vor etwa 1,3 Millionen Jahren eine Ausbreitung durch den Süd-Osten der Iberischen Halbinsel stattgefunden hatte, und zwar „unabhängig davon, dass andere Menschen versuchten, um das Mittelmeer herum zu wandern“, erklärt Lluís Gibert.   Kontakt: Lluís Gibert, Ramón y Cajal, Wissenschaftler an der Abteilung für Geochemie, Petrologie und geologische Erkundungsarbeit der Fakultät für Geologie der Universität Barcelona (UB). Tel.: +34-93-4021413, Mobil:+34-616-07-64-85, E-Mail: lgibert@ub.edu

Dubai Wholesale City
Dubai: Scheich Maktoum plant weltgrößtes Großhandelszentrum

Dubai (ots) – Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Vizepräsident und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sowie Herrscher von Dubai, hat bestätigt, dass die VAE mit ihrem Strategieplan zur Diversifizierung der nationalen Wirtschaft und Reduzierung der Abhängigkeit von Ölverkäufen Fortschritte erzielen. Er wies erneut darauf hin, dass die VAE eine einzigartige wirtschaftliche Strategie zur Schaffung neuer Wirtschaftssektoren verfolgen, um das Wachstum der Nation zu fördern, und dabei konventionelle Sektoren weiter ausbauen, um mit globalen Standards mitzuhalten. Während der Eröffnung wies Scheich Mohammed erneut auf die Rolle des Handels für die Beibehaltung des wirtschaftlichen Erfolges der VAE hin, der für die zukünftige Entwicklung der Nation entscheidend ist: „Die strategische Lage, die erstklassige Infrastruktur und die soliden Institutionen der VAE machen das Land zum idealen Standort, um die neue Wachstumsdynamik des internationalen Großhandels anzuführen.“ Scheich Mohammed verkündete dies während der offiziellen Eröffnung des mit 550 Millionen Quadratmetern weltweit größten Großhandelszentrums „Dubai Wholesale City“, das über einen Zeitraum von zehn Jahren für geschätzte 30 Milliarden AED gebaut wird. Das neue Zentrum wird die Beteiligung der VAE am internationalen Großhandel erhöhen, der mit 4,3 Billionen USD bewertet wird und in den kommenden fünf Jahren auf 4,9 Billionen USD zulegen soll. dubaiwholesalecenter Das neue internationale Zentrum wird spezielle integrierte Handelsparks und ein internationales Messezentrum umfassen. Dubai Wholesale City wird außerdem über „Länderpavillons“ verfügen, in denen sich Handelszentren und Einkaufszentren mit Produkten aus verschiedenen Ländern wie Indien, Malaysia, Thailand, der Türkei, Australien, China, Südkorea, Deutschland, Saudi-Arabien, den USA und Südamerika befinden werden. Das Zentrum wird Großhändlern umfassende Angebote wie z. B. eine hochmoderne Infrastruktur, Straßen, Lagerhallen und Unterstützungsdienste bereitstellen und somit ein hohes Maß an Betriebseffizienz bieten sowie die Durchführung von Geschäften erleichtern. Das internationale B2B-Messezentrum wird interessierte Käufer mit Anbietern aus aller Welt zusammenbringen. Die großflächige Einrichtung wird als Vermittler des internationalen Handels agieren und Herstellern und Händlern eine Vielzahl an Dienstleistungsoptionen zur Verfügung stellen, die ihnen Zeit und Mühen ersparen. Das Dubai Wholesale City richtet sich an strategische Sektoren wie z. B. Lebensmittel, Baumaterial, Elektrogeräte, Unterhaltungselektronik, Möbel/Inneneinrichtung, Maschinen, Ausrüstung, Holz, Fahrzeuge/Ersatzteile sowie Textilien und Kleidung. An dem Standort wird sich außerdem die größte E-Commerce-Großhandelsplattform der Region befinden, deren Ziel es sein wird, die Kapazitäten der VAE im internationalen E-Commerce-Sektor zu erhöhen, der bis 2018 bei einer jährlichen Wachstumsrate von 21 % einen Anstieg von 1,672 Billionen USD auf 2,941 Billionen USD verzeichnen soll. Es sei darauf verwiesen, dass man im Vegleich zum globalen Sektor in den VAE von einem doppelt so schnellen Wachstum des E-Commerce-Marktes ausgeht. Laut Marktprognosen soll sich die Größe des E-Commerce-Sektors in den VAE in den kommenden drei Jahren vervierfachen und sich bis 2018 bei einer jährlichen Wachstumsrate von 59 % von 2,5 Milliarden USD auf 10 Milliarden USD erhöhen. Die Nähe von Dubai Wholesale City zu bedeutenden Märkten, von denen aus 75 % der Weltbevölkerung innerhalb einer Flugzeit von sieben Stunden erreichbar sind, macht das Zentrum zum idealen Treffpunkt von Ost und West und stellt einen Schlüsselfaktor dar, der sich von anderen Großhandelszentren der Welt unterscheidet. Das neue Zentrum wird außerdem von den fortschrittlichen Logistikdiensten Dubais sowie von seinem besonderen Standort in der Nähe des Internationalen Flughafens Al Maktoum und des Hafens Jebel Ali profitieren, bei denen es sich um bedeutende Drehkreuze für die internationale Fracht- und Schifffahrtsindustrie handelt.

Berlin
Grünen-Politiker Beck mit harten Drogen erwischt

Berlin (nex) – Der Bundestagsabgeordnete der Grünen-Fraktion, Volker Beck, ist am Dienstag in Berlin-Schöneberg von der Polizei mit harten Drogen erwischt worden. Mit sofortiger Wirkung hat der Politiker seine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher seiner Fraktion sowie den Vorsitz der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe niedergelegt. Dies bestätigte Martin Steltner, der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, den Medien.

Wie die Berliner Zeitung berichtet, sei Beck nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Dienstagabend gegen 23.00 Uhr am Berliner Nollendorfplatz von Polizisten kontrolliert worden. Dabei sei 0,6 Gramm eines verdächtige Stoff gefunden worden. Es stehe aber noch nicht fest, ob es sich tatsächlich um das gefährliche Rauschgift Crystal Meth handelt. „Wir können noch nicht klar sagen, was es ist“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa. „Das muss noch untersucht werden.“ Aus Polizeikreisen heißt es, er habe sich während der Kontrolle „kooperativ“ gezeigt, berichtet die BZ weiter.

Auf Facebook teilte Volker Beck mit: „Hiermit stelle ich meine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher meiner Fraktion und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, die mir die Fraktion verliehen hat, der Fraktion zur Verfügung. Ich habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten. Zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen wird mein Anwalt zu gegebener Zeit eine Erklärung gegenüber der Staatsanwaltschaft abgeben. Ich werde mich dazu öffentlich nicht einlassen.“

Als Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe hat Beck sich auch für den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern eingesetzt und bekam dafür Auszeichnungen.

Aufgrund seiner Kritik an „Pegida“  bekam er viele Hassmails, ließ sich aber nicht einschüchtern und erstattete Strafanzeige gegen die islamfeindliche Protestbewegung.

 

 

Kurdische Autonomieregion
Erste Öllieferung aus irakischer Kurdenregion erreichte Japan

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Erbil (nex) – Wie Reuters berichtet, hat die japanische Mineralöl-Unternehmensgruppe TonenGeneral im Januar die erste Öllieferung aus der Kurdischen Autonomieregion (KRG) im Nordirak in Empfang genommen. Die Nachrichtenagentur beruft sich dabei auf eine angeblich direkt involvierte Quelle, die dies am Dienstag erklärt habe. Nachdem es der halbautonomen Region nicht gelungen war, mit der Zentralregierung in Bagdad eine Vereinbarung über die Verteilung der Erlöse aus dem Ölverkauf zu treffen, hatte man 2015 damit begonnen, das Öl eigenständig zu vermarkten, um die Staatstätigkeit aufrechterhalten und sich gegen die Terrormiliz IS verteidigen zu können. Im Regelfall hat die KRG ihr Öl über den türkischen Ölhafen Ceyhan an ihre Endabnehmer verschifft. TonenGeneral soll Daten des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) zufolge im Januar etwa eine Million Barrel kurdischen Öls aus dem Nordirak, klassifiziert als „Exportmix von irakischer Herkunft“, in Empfang genommen haben. Die Fracht soll den Quellen und den Daten des Finanzministeriums zufolge an Raffinerien geliefert worden sein, die TonenGeneral in Kawasaki und Chiba betreibt. Das Unternehmen selbst nahm von jedwedem Kommentar Abstand. Nachdem im Februar unerwarteterweise eine Pipeline nach Ceyhan geschlossen worden war, wurden die kurdischen Rohölexporte vorerst aus Sicherheitsgründen unterbrochen.

Neue Ebene der Islamkritik
Shitstorm nach Kopftuch-Cover: PI-Nazis wünschen Chefredakteurin den Tod

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Hamburg (nex) – Anfang des Jahres feierte die im Gruner + Jahr Verlag erscheinende Zeitschrift „Eltern“ ihr fünfzigjähriges Bestandsjubiläum. Sie gehört zu den beliebtesten Familienmagazinen in Deutschland mit einer verkauften Auflage von etwa 290 000 Exemplaren. Zum Jubiläum gab es fünf unterschiedliche Cover, die jeweils eine Mutter mit ihrem Kind zeigten und mit der Schlagzeile „Warum jede Mutter die beste für ihr Kind ist“. Eines der Cover zeigte auch eine Mutter mit Kopftuch, und vor allem in der türkischen Einwanderercommunity wurde dieses sehr positiv aufgenommen und in kurzer Zeit zigtausendfach in den sozialen Medien verbreitet. Die Anzahl der rassistischen Zuschriften hielt sich anfangs in überschaubaren Grenzen. Ende Januar äußerte der stellvertretende Chefredakteur Oliver Steinbach noch, Hetze hätte sich einigermaßen in Grenzen gehalten und auch die kritischen E-Mails seien größtenteils sachlich geblieben. Lediglich auf Twitter seien „jede Menge unqualifizierte und dämliche Kommentare“ zu verzeichnen gewesen. Offenbar hat die mutmaßlich größte rechtsextreme Hassseite im deutschsprachigen Raum, das Blog „Politically Incorrect“, erst spät von dem Cover erfahren, denn es dauerte mehrere Wochen, bis eine zweite und wesentlich aggressivere Welle an braunen Wortspenden in der Redaktion eintraf. Gegenüber dem Fachblatt „Meedia“ erklärte Eltern-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki: „Zunächst bekamen wir für die fünf Cover und die Vielfalt der Mütter in Deutschland, die sie zeigen, sehr positives Feedback. Das Titelbild einer fröhlichen Mutter mit Kopftuch ging unter anderem in den sozialen Medien durch die türkische Community und sorgte dort für wahnsinnig viele gute Reaktionen. Erst in einer zweiten Welle, nachdem das Heft bereits drei Wochen im Handel war, entdeckten uns die braunen Wirrköpfe.“ Auch die Telefonzentrale wurde von den Neonazis heimgesucht, via Mail wünschte man Lewicki unter anderem „einen Tod in der Gaskammer“. Unmittelbar nachdem die Hassplattform einen strafrechtlich nicht fassbaren Beitrag über das Zeitschriftencover gepostet und dahinter Telefonnummer und Mailadresse der Redaktion publiziert habe, habe der Mob die Initiative ergriffen. „Ich kann damit umgehen, wenn man mir an den Kopf wirft, dass ich vergast gehöre, dass ich eine Schande für mein Volk sei oder an die Wand gestellt werden sollte“, erklärte die Chefredakteurin. „Es kann aber nicht sein, dass unbeteiligte Mitarbeiter der Telefonzentrale beleidigt und angepöbelt werden. Da hört es für mich auf.“ Lewicki habe bereits einmal Anfang der 80er Jahre nach einer Reportage über Boat People Erfahrungen mit Rechtsextremen gemacht, die damals ihr Auto zerstört hätten. Die Rassisten würden sie mit ihrer Vorgehensweise jedoch nur in ihrer Entschlossenheit bestärken, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. „Damals habe ich mich nicht einschüchtern lassen und werde es heute erst recht nicht“, betont Lewicki. Gegenüber „Meedia“ äußerte sie weiter, die Resonanz auf das Cover hätte gezeigt, dass muslimische Mütter eine völlig neue Zielgruppe für das Magazin seien: „Diese jungen Mütter haben wir bislang völlig vernachlässigt. Sie sind aber Teil unserer Gesellschaft und haben zudem ein großes Interesse an unseren Themen. Deswegen wollen wir uns künftig verstärkt mit ihnen und anderen gesellschaftlichen Gruppen beschäftigten, die nicht immer in unserem Fokus standen.“ Auch in Zahlen ausgedrückt hatte sich die Jubiläumsausgabe um zehn Prozent besser verkauft als vergleichbare Hefte.

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Türkische Wirtschaft
Ratingagentur Fitch: „Wachstum der Türkei übertrifft alle Erwartungen“

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London (nex) – Die Ratingagentur Fitch hat das Kreditrating der Türkei, das eine große Bedeutung für das Vertrauen von Investoren aus dem In- und Ausland hat, stabil bei BBB- für Fremdwährungskreditoren und BBB für solche in lokaler Währung belassen. Die Aussichten seien dabei stabil, heißt es in einer Erklärung vom letzten Freitag. Unter anderem seien ein Sinken des Schuldenanteils gemessen am Bruttoinlandsprodukt und eine starke fiskalische Position der Türkei entscheidend für die Bestätigung vonseiten der Ratingagenturen, erklärte Paul Gamble aus dem Vorstandsdirektorat von Fitch. Gamble, der für Berichte und Kreditratings bezüglich der Türkei zuständig ist, erklärte, die starke fiskalische Position, die sinkenden Ölpreise und das fallende Außenhandelsdefizit seien die hauptsächlichen Faktoren hinter dem türkischen Erfolg. Eine Stabilisierung des Kreditratings erschien in Anbetracht des schwierigen Marktumfeldes und der politischen Unwägbarkeiten, denen sich die Türkei ausgesetzt sah, nicht unbedingt als selbstverständlich. Die Türkei habe jedoch auch aus eigener Kraft zu einer Stabilisierung ihrer Gesamtsituation beigetragen, erklärte Gamble gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, etwa durch eine strukturelle Verbesserung bei der Finanzierung des Außenhandelsdefizits und der Ausdehnung von Restlaufzeiten vonseiten der Banken im Hinblick auf dieses Vorhaben. „Auf der fiskalischen Seite verlief das Jahr 2015 relativ positiv in dem Sinne, dass das fiskalische Defizit schrumpfte und auch die Staatsverschuldung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt fiel“, sagte Gamble weiter. Während die politische Situation in der Türkei nun stabiler sei als noch sechs Monate zuvor, habe die steigende geopolitische Risikowahrnehmung jedoch die Verbesserung im politischen Ausblick ausgeglichen. „Betrachtet man die Situation von der Warte der makroökonomischen Leistung, übertrifft das Wachstum unsere Erwartungen. 2015 war ein starkes Jahr“, erklärte Gamble. „Auch 2016 sieht wieder nach einem guten Jahr aus. Wir erwarten einen Zuwachs von 3,5 Prozent.“ Die Türkei gehöre zudem, was das Außenhandelsdefizit anbelangt, zu den größten Nutznießern der niedrigen Ölpreise. Dieses werde bei 3,5 Prozent gemessen am BIP erwartet. Allerdings sei die Inflation höher als erwartet und dies werde bis auf weiteres so bleiben. Derzeit liebe sie bei 9,2 Prozent und man hoffe, sie im nächsten Jahr auf 8,2 Prozent drücken zu können. In Anbetracht der Effekte des Mindestlohnes wird eine Abwertung der Lira in Anbetracht der Inflation empfohlen.

Esskulturen
CDU fordert Schweinefleischpflicht in Kitas und Schulen

Kiel (nex) – „Die Landesregierung wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass insbesondere Schweinefleisch auch weiterhin im Nahrungsmittelangebot sowohl öffentlicher Kantinen als auch in Kitas und Schulen erhalten bleibt“, heißt es in einem Antrag der CDU-Fraktion für die nächste Landtagssitzung.

Dies berichten die Lübecker Nachrichten. Man wolle damit für eine „gesunde und ausgewogene Ernährung“ sorgen. „Immer mehr Kantinen, Kitas und Schulen nehmen Schweinefleisch aus ihrem Angebot, um auf religiöse Bräuche Rücksicht zu nehmen“, zitiert „die Welt“ CDU-Fraktionschef Daniel Günther. Vegetarier, Veganer und Moslems habe der CDU-Landwirtschaftspolitiker Heiner Rickers als Minderheiten ausgemacht, die die Mehrheit zu überstimmen drohten. „Toleranz bedeutet in einer pluralistischen Gesellschaft auch die Anerkennung und Duldung anderer Esskulturen und Lebensweisen“, schrieb er der Landesregierung in dem Antrag ins Stammbuch laut „Lübecker Nachrichten“.

Die genaue Anzahl der Schul-, Kita- und sonstigen Kantinen, die einen Schweinefleischverzicht beschlossen hätten, und den Grund dafür wisse die CDU allerdings nicht zu sagen. Man habe aus jedem Wahlkreis von mindestens einer Kita gehört, die das aus Rücksicht auf muslimische Kinder tue, zitieren die „Lübecker Nachrichten“ Fraktionschef Daniel Günther. Eine der Kitas, die auf Schweinefleisch verzichte, habe betont, die Entscheidung sei eine praktische gewesen. Ein großer Teil der Kinder esse nun mal kein Schweinefleisch, da sei es auch vernünftig, es gar nicht erst zu servieren.

FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki habe dazu gesagt, dass man die Zusammenstellung der Gerichte den jeweiligen Kantinen überlassen solle. SPD-Chef Ralf Stegner habe es grundsätzlich abgelehnt, mit der CDU „über Schweinefleisch“ zu diskutieren: „Wenn das die Schwerpunktsetzung der Union für die nächste Parlamentssitzung ist, dann ist deren innerparteiliche Krise doch größer als ich dachte“, so Stegner in den Lübecker Nachrichten.

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"Gemeinsame Lösungen"
Evangelische Kirche Deutschland kritisiert EU-Vorgehen in der Flüchtlingskrise

Düsseldorf (ots) – Die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) hat in der Flüchtlingskrise eine europäische Lösung angemahnt. „Zäune, Wasserwerfer und Tränengas lösen die Flüchtlingskrise nicht“, sagte die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber der „Rheinischen Post“.
Menschlichkeit könne nur gemeinsam gedacht werden und gelingen. „Chancen und Lasten der Aufnahme von Schutzsuchenden müssen gemeinsam getragen werden.“ Bosse-Huber kündigte an, die Kirche werde sich mit ihren Kontakten für eine solche Lösung einsetzen.

REWE ToGo-Shopkonzept
Aral und REWE starten langfristige Kooperation im Shopgeschäft

Bochum/Köln (ots) – Vom Pilotprojekt zur Partnerschaft: Knapp zwei Jahre nach dem Beginn der Testphase des REWE ToGo-Shopkonzepts an zehn Aral Tankstellen unterzeichneten der Tankstellenmarktführer und REWE, einer der führenden Lebensmitteleinzelhändler, jetzt einen langfristig angelegten Kooperationsvertrag. Im Zentrum der Vereinbarung steht die Einführung des innovativen REWE ToGo-Vertriebsformates an bis zu 1.000 unternehmenseigenen Aral Tankstellen in Deutschland. REWE ToGo beinhaltet unter anderem ein deutlich ausgeweitetes Angebot an frischen und frisch zubereiteten, qualitativ hochwertigen Lebensmitteln sowie an warmen Speisen. Und das Konzept trifft den Geschmack der mobilen Kunden: Im Testzeitraum stieg der Umsatz an den Pilotstationen über alle Warengruppen hinweg deutlich. Das Plus resultiert aus der höheren Einkaufsfrequenz der einzelnen Kunden, größeren Warenkörben pro Shopbesuch und neuen Kundensegementen. „Die Zeit ist reif für die nächste große Evolution im Shopgeschäft – das belegt die Pilotphase ohne jeden Zweifel“, so Patrick Wendeler, Vorstandsvorsitzender bei Aral. „Mit dem zukunftsweisenden REWE ToGo-Format können wir die wachsenden Ansprüche mobiler, qualitätsorientierter und auch Nachbarschaftskunden in unseren Tankstellen noch besser als heute erfüllen.“ Aral investiert in den kommenden fünf Jahren in die bauliche Umrüstung der Stationen zur Verbesserung des Shopangebotes. In diesem Jahr werden zusätzlich zu den zehn Pilottankstellen 50 weitere Standorte einen REWE ToGo-Shop erhalten – 14 davon bereits bis Ende April. Der Rest wird bis zum Jahresende umgestellt. Im kommenden Jahr sieht die Planung die Umrüstung von über 200 weiteren Stationen vor. „Wir freuen uns auf die langfristige strategische Zusammenarbeit mit einem starken Partner wie Aral. Mit unserer Kernkompetenz als Lebensmittelgroßhändler und Konzeptgeber des Vertriebskonzeptes REWE ToGo werden wir dazu beitragen, das Shopgeschäft an Aral Tankstellen nachhaltig zu stärken“, erklärt REWE Vorstand Lionel Souque. Kunden finden in jedem REWE ToGo-Shop eine einheitliche „Food Zone“ mit heißen und kalten Gerichten. In der Heißvitrine gehören Hähnchen, Frikadellen oder Schnitzel zu den Standards. Aus dem bisherigen Shop-Konzept von Aral rund um das PetitBistro bleiben die kalten und warmen Crossinos erhalten. Die Klassiker der Unterwegsversorgung wie Schokoriegel und andere Süßwaren sowie Getränke bleiben ebenfalls Teil des rund 1.200 Artikel umfassenden Sortiments. Neu sind dagegen Sandwiches, Wraps, Sushi, geschnittenes Obst, Salate, Suppen, Gemüse und Desserts. Hinzu kommen außerdem frische Backwaren zur Selbstbedienung, frisches Fleisch oder ganzes Obst. Darüber hinaus finden Kunden ein ausgewähltes Sortiment an Lebensmitteln wie beispielsweise Müsli, Brotaufstriche, Pasta, Saucen, Konserven, Gewürze oder Pflanzenöl. Welche Bedeutung die Umstellung im Shopgeschäft hat, zeigt der Blick auf das Ertragsmodell einer Tankstelle. Inzwischen werden durchschnittlich über 60 Prozent des Einkommens der Aral Tankstellenunternehmer im Shop erwirtschaftet. Die Autowäsche und der Verkauf von Kraft- und Schmierstoffen steuern jeweils einen Anteil von rund 15 Prozent zum Ertrag der Partner bei.