SWR Doku
Doku: „Terror von rechts – Die neue Bedrohung“
Baden-Baden (ots) – Im vergangenen Jahr wurden mehr als 900-mal Flüchtlingsunterkünfte angegriffen, darunter 94 Brandanschläge. Im Jahr 2014 waren es gerade einmal sechs. Dazu kommen neuerdings auch Anschläge mit Sprengstoff. Wird diese Gefahr verharmlost? Dieser Frage geht Filmemacher Thomas Reutter in der SWR Dokumentation „Terror von rechts – Die neue Bedrohung“ nach.
Anschläge werden nicht ernst genommen
Wie gehen Ermittlungsbehörden und Justiz damit um, dass durch rechtsextreme Anschläge immer mehr Menschen verletzt werden? 2015 wurde ein Sprengstoffanschlag auf eine Asylunterkunft in Sachsen von den Medien zunächst als „Böllerwurf“ bezeichnet, in einem anderen Fall wird ein polizeibekannter Rechtsextremist von der Staatsanwaltschaft zunächst gar nicht dem rechten Spektrum zugeordnet – dies sind nur zwei Beispiele, anhand derer die Dokumentation deutlich macht: Anschläge werden oft banalisiert, Ermittlungsansätze beiseitegeschoben, Täter verharmlost. Die meisten werden erst gar nicht gefasst oder nur zu Bewährungsstrafen verurteilt oder die Ermittlungen zu Anschlägen werden sogar komplett eingestellt.
Begegnung mit verurteilten Rechtsterroristen Rechtsextreme Netzwerke agieren selbstbewusst und völlig offen auf der Straße und im Internet. Verurteilte Rechtsterroristen sind wieder in der Szene aktiv. Filmemacher Thomas Reutter hat verurteilte Terroristen getroffen und sie mit der Kamera beobachtet.
Wird Rechtsterrorismus hinreichend bekämpft? Wie ist es möglich, dass ein bereits straffällig gewordener Neonazi trotz laufender Bewährung weiter Hass verbreiten kann? Was machen Polizei, Justiz und Politik? Die Dokumentation beschäftigt sich mit der Frage, wie konsequent Deutschland gegen den Rechtsterrorismus vorgeht. Sind Ermittler und Richter immer noch auf dem rechten Auge blind?
Montag, 7. März, 22:45 Uhr, „Die Story im Ersten“/Langfassung am 9. März um 23.30 Uhr im SWR Fernsehen
Lost in Space
Die Astronautin: Bewerbungsstart für die erste deutsche Frau im All
Berlin (ots) – Export-Weltmeister, Energiewende-Vorreiter: Deutschland liegt ganz vorn im globalen Wettbewerb. Doch ausgerechnet in der Luft- und Raumfahrt, dem Bereich der anspruchsvollsten Hochtechnologie, in der die Bundesrepublik eine führende Rolle spielt, gibt es einen gravierenden Schwachpunkt: Denn noch nie ist eine deutsche Frau ins Weltall entsandt worden. Das soll sich ändern. HE Space Operations, der erste Personaldienstleister für hochqualifizierte Fachkräfte in der Raumfahrt, plant, noch vor 2020 eine deutsche Frau ins Weltall zu entsenden. Die Suche nach den Kandidatinnen startet ab sofort: Frauen können sich noch bis zum 30. April für die Mission bewerben.
Mit Valentina Tereschkowa schickte Russland 1963 die erste Frau als Astronautin ins Weltall, 20 Jahre später folgten die USA mit der Astronautin Sally Ride. 1996 war mit Claudie Haigneré die erste Französin im Orbit. Heute bestehen die Hälfte der Astronautenklassen der USA und China aus Frauen. Die elf Astronauten, die Deutschland bisher auf Mission ins Weltall entsandt hat, waren Männer. Dabei gibt es auch in der Politik bereits starke Stimmen für eine erste deutsche Frau im All. Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt erklärte im vergangenen Jahr, dass es ihre „persönliche Präferenz“ sei, nach elf Männern endlich eine Frau ins Weltall zu entsenden.
Es gibt hochqualifizierte Frauen in den Ingenieurswissenschaften, in Raumfahrt und Technik. Der internationale Verein „Women in Aerospace“ umfasst allein 500 Frauen, knapp 30 Prozent von ihnen kommen aus Deutschland. Und der Nachwuchs lässt nicht auf sich warten. In deutschen Hörsälen saßen zuletzt 302.182 Frauen, die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) studieren. Das zeigt eine Studie des Statistischen Bundesamtes für das Wintersemester 2014/2015. Das brachliegende Potenzial muss nur noch ausgeschöpft und Frauen und Mädchen müssen weiter für IT und Technik motiviert werden.
Das Projekt „Die Astronautin“
HE Space, der erste Personaldienstleister für hochqualifizierte Fachkräfte in der Raumfahrt, wird die Vision nun Realität werden lassen und kündigt an, bis 2020 die erste deutsche Frau auf eine Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) zu entsenden. Finanziert wird das Projekt mithilfe von privatwirtschaftlichen Sponsoren. Unterstützt wird es von Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.
Mit dem Projekt werden drei Ziele verfolgt: Die Astronautin soll der deutschen Luft- und Raumfahrt eine neue Dynamik verleihen. Sie soll außerdem als Vorbild insbesondere Frauen und Mädchen für die Luft- und Raumfahrt begeistern. Während der Mission wird die Astronautin darüber hinaus medizinische Tests durchführen, mit denen Besonderheiten des weiblichen Körpers in der Schwerelosigkeit untersucht werden.
Die Tests stehen unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Hanns-Christian Gunga, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Physiologie der Charité Berlin. Er erklärt: „Bislang liegen zu wenig Untersuchungen zur Physiologie von weiblichen Astronautinnen vor. Die geplante Mission soll dazu beitragen, das Ausmaß der Veränderungen bei einem Raumflug besser zu erforschen, insbesondere im Hinblick auf die Veränderungen im Herz-Kreislaufsystem, bei der Temperaturregulation und dem Salz-Wasserhaushalt sowie im Skelettsystem und in der Muskulatur. Es ist wahrscheinlich, dass es – unter anderem aufgrund des unterschiedlichen Hormonhaushalts bei Männern und Frauen – Unterschiede zwischen Astronautinnen und Astronauten beim Aufenthalt im All gibt.“
Das Bewerbungs- und Auswahlverfahren
Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung sind ein abgeschlossenes Studium in Ingenieur- oder Naturwissenschaften oder eine vergleichbare Ausbildung im militärischen Bereich, gute physische und psychische Kondition und die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Bewerberinnen werden psychologische und medizinische Tests durchlaufen. Im Oktober werden zwei Finalistinnen bekannt gegeben, die jeweils eine 18-monatige Ausbildung zur Astronautin im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum im russischen Sternenstädtchen erwartet. Eine der Astronautinnen wird noch vor 2020 den Flug zur ISS antreten. Bewerben können sich Frauen noch bis zum 30. April unter www.dieastronautin.de.
„Deutschland verfügt über vielversprechende und hochqualifizierte Expertinnen, die für so eine Mission geeignet sind. Eine deutsche Astronautin wird der deutschen Luft- und Raumfahrt neuen Auftrieb geben. Mit ihr können verstärkt Frauen und Mädchen für Raumfahrt und Technik begeistert werden. Und die Astronautin hätte eine enorme Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus. Deutschland hat jetzt die Chance, wieder Geschichte zu schreiben“, so Claudia Kessler, diplomierte Ingenieurin für Luft- und Raumfahrt, CEO von HE Space Operations und Initiatorin der Kampagne.
Weitere Informationen unter www.dieastronautin.de und unterwww.facebook.com/DieAstronautin.
Über HE Space Operations
HE Space Operations ist das einzige Personaldienstleistungsunternehmen mit Spezialisierung auf hochqualifizierte Fachkräfte für die Raumfahrt. Die MitarbeiterInnen kommen aus über 28 Ländern der Welt und sind in den Bereichen Ingenieurswesen, Wissenschaft, Recht, Marketing und der allgemeinen Verwaltung beschäftigt. Standorte gibt es in den Niederlanden, in Deutschland und den USA. Weitere Informationen zu HE Space Operations finden Sie unter www.hespace.com.
TV-Tipp
SWR2 sendet Berliner Sonderkonzert für Flüchtlinge und Helfende
Baden-Baden (ots) – „Willkommen in unserer Mitte.“ Unter diesem Motto gaben die Berliner Philharmoniker, das Konzerthausorchester Berlin und die Staatskapelle Berlin am Dienstag ein Konzert für Flüchtlinge, ihre Familien sowie Helferinnen und Helfer. SWR2 sendet das Konzert mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Sergej Prokofjew und Ludwig van Beethoven am Donnerstag, 3. März, um 10.30 Uhr.
Musik erreicht alle Menschen
Die Musiker der drei Orchester sowie die Chefdirigenten Daniel Barenboim, Iván Fischer und Sir Simon Rattle möchten mit dem Konzert aus der Berliner Philharmonie Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, willkommen heißen und zwar in einer Sprache, die alle Menschen erreicht und berührt, die Musik. Sie danken aber zugleich auch den vielen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement.
Das Konzertprogramm
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert d-Moll KV 466 Staatskapelle Berlin Klavier und Leitung: Daniel Barenboim
Sergej Prokofjew: Sinfonie Nr. 1 D-Dur, „Symphonie classique“ Konzerthausorchester Berlin Leitung: Iván Fischer
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur, 2. Satz und 4. Satz Berliner Philharmoniker Leitung: Simon Rattle (Konzert vom 1. März aus der Berliner Philharmonie)
TV-Tipp
On Demand verfügbar: „Spectre“ ab März auf Sky Select
Unterföhring (ots) – Es war einer der am sehnlichsten erwarteten und erfolgreichsten Kinofilme des vergangenen Jahres: der 24. offizielle Bond-Film „Spectre“. Sky präsentiert den bombastischen Blockbuster ab 3. März auf Sky Select, Sky Select HD und Sky Select auf Sky On Demand.
In Daniel Craigs viertem Doppelnullauftritt – mit 7 Millionen Kinobesuchern in Deutschland nach „Skyfall“ sein zweiterfolgreichster Einsatz – scheint James Bond am Ende. Doch das ist für Regisseur und Oscarpreisträger Sam Mendes nur die Grundlage für eine atemberaubende Jagd nach Bösewicht Franz Oberhauser (Christoph Waltz) durch die verschiedensten Kontinente.
In „Spectre“ deckt James Bond die Existenz einer Organisation auf, die ihn schon öfters beschäftigte. So machte „Spectre“- in der deutschen Synchronisation früher als „Phantom“ bezeichnet – schon in „Jagd auf Dr. No“, „Liebesgrüße aus Moskau“, „Feuerball“, „Man lebt nur zweimal“, „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ und „Diamantenfieber“ Bond das Leben schwer.
Ausstrahlungstermine „Spectre“ auf Sky
Ab 3. März exklusiv verfügbar auf Sky Select, Sky Select HD und Sky Select auf Sky On Demand.
Über „Spectre“
Obwohl James Bond in Mexiko unter Einsatz seines Lebens einen Terroranschlag verhindert, führt sein eigenmächtiges Handeln zur unbefristeten Beurlaubung. Da das ungeliebte Doppelnullprogramm ohnehin einer Umstrukturierung der Geheimdienste zum Opfer fallen soll, scheint der Geheimagent Ihrer Majestät allein im Kampf gegen eine übermächtige Organisation, die weltweit Terror sät. Doch in M, Moneypenny und Q findet er loyale Mitstreiter – und bei der mysteriösen Tochter eines gefährlichen Kriminellen sogar die große Liebe.
Mehr noch als im global erfolgreichen Vorgänger rücken Regisseur Sam Mendes und sein Autorenteam die Actionelemente des Franchise fast in den Hintergrund, richten den Fokus auf Drama, Figureninteraktion und Ernsthaftigkeit, die kaum noch Raum für platte Dialoge lässt. Behutsam baut der Film Figuren und Geschichte auf – und zahlreiche Querverweise auf die Bondhistorie ein. Diese neuen Stärken machen „Spectre“ zu einem intimen Spektakel. Der Bond Song „Writings on the wall“ von Sam Smith wurde außerdem mit einem Oscar ausgezeichnet.
OT: Spectre; USA/GB 2015, 148 Min., R: Sam Mendes. D: Daniel Craig, Christoph Waltz, Naomie Harris, Léa Seydoux, Ralph Fiennes, Ben Whishaw, Dave Bautista, Monica Bellucci, Andrew Scott, Rory Kinnear, Jesper Christensen, Stephanie Sigman
Online
REWE gewinnt prestigeträchtigen E-Commerce-Award für seinen Onlineshop rewe.de
München (ots) – REWE hat mit seinem Online-Angebot rewe.de den 1. Platz des Internetworld-Shop-Awards in der Kategorie Multichannel gewonnen. Der Award wird alljährlich von einer Expertenjury vergeben und im Vorfeld der Internetworld-Messe in München überreicht.
Genussvolles Einkaufen auf allen Kanälen: Mit seinem Online-Angebot rewe.de möchte der Lebensmittelhändler rund um die Uhr für seine Kunden erreichbar sein und ihnen auch im Internet sein Sortiment präsentieren. Über die Internetseite oder die REWE-App können Kunden die gewünschten Artikel bestellen und sie bequem zur eigenen Haustür liefern lassen. Außerdem gibt es einen umfangreichen Servicebereich, in dem sich Kunden leckere Rezepte aussuchen und die entsprechenden Zutaten direkt in den Warenkorb legen.
Um dieses digitale Einkaufserlebnis zu realisieren, hat sich REWE für die flexible E-Commerce-Plattform von commercetools und die CMS-Lösung von Magnolia entschieden. commercetools entwickelt ein System, über das Händler komplexe Produktkataloge bequem verwalten und ihre Kunden auf allen Kanälen ansprechen können. Als modernes Content-Management-System setzt Magnolia seine Kunden in die Lage, redaktionelle und multimediale Inhalte zu verwalten und damit ansprechende Informationsseiten zu erstellen.
Mit dem Konzept, sein Sortiment sowohl im Markt als auch im Internet zu präsentieren, konnte REWE die Jury, bestehend aus bekannten Experten und Journalisten der E-Commerce-Welt, überzeugen. Im Rahmen einer feierlichen Gala wurde der Preis gestern den Verantwortlichen überreicht. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und werden Händler auch in Zukunft gerne dabei unterstützen, ihren Kunden inspirierende Angebote im Internet und im stationären Handel anzubieten“, sagt Dirk Hörig, CEO und Mitgründer von commercetools.
commercetools und Magnolia präsentieren heute und morgen auf der Internetworld (B112/Halle B6) innovative Lösungen und spannende Referenzprojekte rund um das Thema Omnichannel und Content Commerce. Im Rahmen des Internetworld-Shops (H42/Hall B5) können Interessenten mit der neuen Sunrise-App von commercetools den Einkauf der Zukunft selbst ausprobieren.
ÜBER COMMERCETOOLS
Die commercetools GmbH wurde 2006 von Denis Werner und Dirk Hörig gegründet. Das Technologieunternehmen hat Standorte in München, Berlin und New York und beschäftigt derzeit mehr als 80 Mitarbeiter. commercetools ist einer der weltweit führenden Anbieter Cloud-basierter E-Commerce-Technologie. Mit seiner hochverfügbaren Plattform lassen sich komplexe Handelsmodelle über alle Verkaufskanäle und für sämtliche Endgeräte realisieren. Mittels der umfangreichen E-Commerce-API können bestehende Unternehmens-Prozesse und -Technologien flexibel angebunden werden. Außerdem ermöglicht die Plattform zukunftsfähige Lösungen für den B2C- und B2B-Handel. Zu ihren Kunden gehören unter anderem BRITA, Koffer24, Merkur, Wöhrl und REWE.
Weitere Informationen: www.commercetools.com.
ÜBER MAGNOLIA
Magnolia ist ein freies Open-Source Content-Management-System (CMS) auf Java-Basis. Einfache Bedienbarkeit und flexible Nutzungsmöglichkeiten überzeugen Kunden aller Größenordnungen mit unterschiedlichsten Anforderungen wie die EADS, Seat, DeutschlandCard, Migros, Stadtwerke München sowie U.S. Navy, jBoss, Texas State University und viele mehr. Magnolia wird in über 100 Ländern von führenden Unternehmen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand eingesetzt.
Flüchtlingskrise
Verdi-Chef Bsirske verteidigt Gabriel gegen Schäuble
Berlin (ots) – Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske hat sich im Streit um höhere öffentliche Ausgaben im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise auf die Seite des Bundeswirtschaftsministers und SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel gestellt. „Die Tatsache, dass von der CDU-Spitze so empfindlich reagiert wurde, ist ein Zeichen von Schwäche“, sagte Bsirske dem Tagesspiegel. Die Flüchtlingskrise wirke „als Katalysator für lange vorhandene Probleme“. Beispielhaft nannte der Verdi-Vorsitzende den Wohnungsbau. Bis zu 20.000 Sozialwohnungen würden im Jahr gebaut, aber 80.000 gingen gleichzeitig aus der Sozialbindung. „Und das in einer Situation, in der in den Ballungsräumen bereits jetzt ein enormer Mangel an bezahlbaren Wohnungen besteht. Das Problem wird sich dramatisch zuspitzen.“
Die von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verteidigte „schwarze Null“ im Bundeshaushalt nannte der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft „absolut unsinnig“. Wenn der Finanzminister in Zeiten von Negativzinsen auf Kredite verzichte, für die er sogar noch Geld bekomme, sei das „ökonomisch nicht mehr nachvollziehbar und unsozial. Man muss den sozialen Zusammenhalt stärken, wenn man die aktuellen Probleme lösen will“, sagte Bsirske der Zeitung. „Dabei stärken wir Minister Gabriel den Rücken.“
Online
Strengere Regeln für Bewertungsportale sind notwendig
Stuttgart (ots) – Unsere Gesellschaft begreift immer stärker, dass sich im Internet trotz seiner angeblichen Transparenz keineswegs stets die Wahrheit durchsetzt. Zu dieser Entwicklung passt die jüngste Entscheidung des Bundesgerichtshofs über das Ärztebewertungs-Portal Jameda.
Die Justiz schreibt den Anbietern solcher Plattformen, auf denen Patienten ihre Erfahrungen mit Ärzten schildern oder Touristen ihren Urlaub resümieren, ins Stammbuch, dass sie solche Bewertungen stärker überprüfen müssen als bisher. Dass es dieses Urteils bedurfte, ist ein Skandal und stellt den Betreibern der Portale ein schlechtes Zeugnis aus. Denn selbstverständlich müssen die Anbieter sicherstellen, dass etwa ein Patient wirklich in der Praxis war, die er bewertet.
Die BGH-Entscheidung setzt hier einen vernünftigen Mindeststandard. Dieser hilft den Verbrauchern, sich zu orientieren. Auch der Schutz der Bewerteten vor Verleumdungen wird erhöht. Gleichwohl wäre es gerade beim Thema Gesundheit gefährlich, sich blind auf die im Internet verbreiteten Erfahrungen anderer zu verlassen. Ob man rasch einen Termin bekommt, in der Praxis freundlich behandelt wurde oder sich der Arzt Zeit genommen hat, vermag jeder Einzelne zwar leicht einzuschätzen. Doch ein Urteil über die Behandlungsqualität bleibt in der Regel laienhaft.
Weltweite Handynutzung
Türkei: Größter Zuwachs bei Smartphone-Käufen weltweit
Ankara (nex) – Die Türkei ist in den letzten zwei Jahren mit einer Zunahme von 42 Prozentpunkten bezüglich des prozentualen Zuwachses der Anzahl der Smartphonebesitzer auf Platz eins unter den 40 größten Wirtschaftsmächten gerückt. Nach Angaben des Statistikinstituts der Türkei (TÜIK) betrug der Gegenwert der importierten Mobiltelefone des Landes in den letzten 15 Jahren 23,4 Milliarden Dollar.
Auch nach dem aktuellen Bericht des US-amerikanischen Thinktanks Pew Research Center stieg der Anteil der Smartphonebesitzer weltweit von 41 Prozent im Jahr 2013 auf 72 Prozent im Jahr 2015. Diese schnelle Zunahme hatte auch einen signifikanten Anstieg des Internetkonsums zur Folge. Auf globaler Ebene rangiert die Türkei diesbezüglich auf Platz elf. Spitzenreiter in diesem Bereich ist Südkorea, wo 94 Prozent der Bevölkerung über ein Smartphone verfügen und mit diesem ins Internet gehen.
Japaner sind genügsam
Während im Jahr 2013 der Anteil der Smartphonebesitzer in der Türkei noch 17 Prozent betrug, kletterte dieser Anteil im Jahr 2015 auf 59 Prozent. In Frankreich hingegen stagnierte dieser Anteil bei 49 und in Japan bei 39 Prozent. Die Hälfte der Erwachsenen in Japan nutzen klassische Mobiltelefone. Elf Prozent besitzen sogar überhaupt kein Mobiltelefon – in der Türkei sind das lediglich fünf Prozent der Erwachsenen.
Ausgaben so hoch wie für ein Kernkraftwerk
Bemerkenswert ist auch, dass in der Türkei die Gesamtsumme von 23,4 Milliarden Dollar, die zwischen 2000 und 2015 für importierte Mobiltelefone ausgegeben wurde, im Vergleich sogar die Investitionssumme für das Kernkraftwerk Akkuyu (Provinz Mersin, Südtürkei) übersteigt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu, die sich auf Daten des Statistikinstituts der Türkei (TÜIK) beruft, erreichte die Zahl der importierten Telefone in den letzten sechzehn Jahren mit einer Zunahme von 78 Prozent 165,7 Millionen. Die dafür bezahlte Gesamtsumme weist dabei einen Anstieg um 200 Prozent aus. Der Wert des Mobiltelefonexports des Landes selbst betrug dagegen rund 31 Millionen Dollar.
Gefälle Schwellenländer – Industrieländer
87 Prozent aller Internetnutzer in der Türkei sind in den sozialen Medien aktiv. Das Land befindet sich somit in diesem Bereich nach Jordanien, Indonesien, den Philippinen und Venezuela an fünfter Stelle. Auffallend ist, dass in den USA 71, in Frankreich 57 und in Japan nur 51 Prozent der Internetuser soziale Medien in Anspruch nehmen. Die Nutzung der sozialen Medien in den Schwellenländern wie der Türkei ist also im Vergleich zu der in den Industrieländern um einiges höher.
Über 35-Jährige internetfaul
Auch wenn der Internetkonsum in der Türkei rasend zunimmt, gibt es dennoch im Vergleich zu den Industrieländern in diesem Bereich immer noch Aufholbedarf: So müssten vor allem die über 35-Jährigen noch viel häufiger “online” sein, um diese Lücke zu schließen. Ende 2015 gingen 93 Prozent aller 18- bis 34-Jährigen online. In der Altersgruppe 35+ hingegen fiel dieser Anteil auf 53 Prozent. Mit dieser Differenz von 40 Prozentpunkten befindet sich die Türkei nach China und der Ukraine unter den Ländern mit der größten „Kluft“ zwischen den Generationen an dritter Stelle. In Südkorea hingegen haben auch 92 Prozent aller über 35-Jährigen einen Internetzugang.
Börsen-Kooperation
Finanzmarkt: Börsen in Istanbul und Teheran arbeiten künftig zusammen
Istanbul (nex) – Die Börse Istanbul und die Börse Teheran haben in der iranischen Hauptstadt Teheran ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Wie der Generaldirektor der Börse Istanbul, Tuncay Dinç, erklärte, wolle man mit diesem Abkommen die wirtschaftliche Entwicklung beider Länder unterstützen.
Die Türkei und der Iran würden mit ihrer jungen Bevölkerung und der großen Nachfrage in ihrer Region ein bedeutendes Wirtschaftspotenzial darstellen. Die Mission der Börsen sei es, den Wert der Ersparnisse des Volkes zu steigern, die Wirtschaftsentwicklung zu unterstützen und das Kapital zu verteilen.
Beide Länder würden sich in einer wichtigen Ära befinden, denn sowohl die Türkei als auch der Iran würden in der Zukunft zu den bedeutenden Staaten der Welt gehören. Bereits im Oktober habe man gemeinsam mit der Teheraner Börse eine Absichtserklärung unterzeichnet, um diese Kooperation weiter auszubauen und in die Zukunft zu tragen. Künftig wolle man auch noch weitere Abkommen unterzeichnen, fügte der Generaldirektor der Börse Istanbul hinzu.
Turkish Airlines
Rekord: Gewinn von Turkish Airlines knackt 2015 erstmals Milliarden-Dollar-Marke
Istanbul (nex) – Turkish Airlines hat einen neuen Meilenstein in seiner Firmengeschichte gesetzt und am Montag erstmals in der Geschichte des Flaggschiffs der türkischen Luftfahrt einen Nettogewinn von mehr als einer Milliarde US-Dollar für das Jahr 2015 verkündet.
Nachdem Turkish Airlines seine konsolidierten Berichte über die Finanzlage an die Istanbuler Börse weitergeleitet hatte, wurde auch der Öffentlichkeit gegenüber enthüllt, dass die Fluglinie gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ihren in Türkischer Lira ausgewiesenen Gewinn um 65 Prozent auf 2,993 Mrd. TL (1,08 Mrd. US-Dollar) steigern und damit ihr Milliardenziel übertreffen konnte. Auch der Nettogewinn aus dem laufenden Geschäft wuchs um 72 Prozent auf 2,486 Md TL (895 Mrd. US-Dollar) an. Die Umsatzerlöse wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 28,752 Mrd. TL.
Während der vorangegangen neun Monate konnten die Turkish Airlines ihre Kapazität (Sitzauslastung pro Kilometer) um 13,6 Prozent steigern. Man beförderte insgesamt 61,2 Millionen Passagiere im Rahmen von 453 000 Flügen bei einer Auslastung von 78 Prozent. Die Gewinnmarge des Unternehmens vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisierung (EBITDA), ein guter Maßstab bezüglich des Potenzials, Barmittel zu lukrieren, stieg um 5,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 24,5.
Trotz des intensiven Wettbewerbs in der globalen Luftfahrt, der politischen und ökonomischen Instabilität in der Region und der Währungsturbulenzen, die den Sektor direkt treffen, gelang es der TA, ihren Platz unter den weltweit profitabelsten Airlines auch 2015 zu halten. Bereits zum fünften Mal wurde sie zu „Europas bester Fluglinie“ gewählt und seitdem mit Beginn des Jahres 2016 auch Direktflüge nach San Francisco, Miami, Maputo, Taipei, Manila und Mauritius angeboten werden, ist die Zahl der Destinationen der Turkish Airlines auf 284 (49 im Inland, 235 international) in 113 Ländern der Welt angestiegen.
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