Baku-Tiflis-Kars-Bahnstrecke
Georgien: „Eiserne Seidenstraße“ zwischen Türkei und Kaukasus wird noch 2016 fertiggestellt

Tiflis (eurasia/nex) – Die Baku-Tiflis-Kars-Bahnstrecke (BTK), die die Türkei mit dem Südkaukasus verbindet, werde Ende 2016 fertiggestellt, teilte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am 19. Februar mit.
Bei einer Pressekonferenz mit seinen georgischen und aserbaidschanischen Amtskollegen, Michail Janelidze und Elmar Mammadyarow, in Tiflis am 19. Februar sagte Cavusoglu, Handelsbarrieren würden fortan „mit der Inbetriebnahme der BTK-Bahnstrecke dieses Jahr überwunden“, berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Cavusoglu bemerkte, dass die Bahnstrecke künftig London mit Peking logistisch verbinden werde. Die Außenminister der Türkei, Georgiens und Aserbaidschans „hoben die Schlüsselrolle der BTK-Bahnstrecke bei der Stärkung eines konkurrenzfähigen Transportwesens zwischen Asien und Europa hervor und merkten an, dass die georgische Sektion der Strecke 2015 bereits erfolgreich getestet wurde“, geht aus der gemeinsamen Stellungnahme nach dem fünften Treffen der drei Außenminister hinsichtlich des Projekts in Tiflis hervor. „Unter diesem Eindruck wollen wir die fruchtbaren Konsultationen des trilateralen Ministertreffens hinsichtlich des Koordinationsrates der BTK-Bahnstrecke, der am 12. Februar 2016 in Tiflis tagte, willkommen heißen“, ist der Stellungnahme weiter zu entnehmen. Die BTK-Bahnstrecke wird in Übereinstimmung mit einem zwischenstaatlichen Abkommen zwischen Aserbaidschan, Georgien und der Türkei gebaut. Es wird erwartet, dass die Eisenbahn den Handel von Asien nach Europa stärken werde. Die Anfangskapazität der Bahnstrecke soll bei 6,5 Millionen Tonnen transportierter Waren und Güter liegen. Zudem sollen eine Million Menschen transportiert werden. Ihren Höhepunkt soll die Strecke mit 17 Millionen Tonnen transportierter Waren erreichen, geht aus einer Erklärung der am Projekt beteiligten Staaten aus dem Jahr 2013 hervor.   Mehr zum Thema:

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Ausbildungslager Tunesien
Bundeswehr steht vor Einsatz in Tunesien

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Berlin (dts) – Die Bundeswehr steuert offenbar auf einen Einsatz in Tunesien zu. Am kommenden Donnerstag und Freitag reisen der „Bild am Sonntag“ zufolge Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums und des Auswärtigen Amtes nach Tunis. In Gesprächen mit tunesischen Regierungsvertretern soll ausgelotet werden, wie Bundeswehrsoldaten tunesische Sicherheitskräfte ausbilden können. In einem zweiten Schritt könnten die Ausbildungslager auf tunesischem Boden auch für das Training libyscher Sicherheitskräfte genutzt werden. „Der ISIS-Terror bedroht ganz Nordafrika“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen der „Bild am Sonntag“. „Deshalb ist es wichtig, um Demokratie ringende Länder wie Tunesien nach Kräften zu stützen. Sollte Deutschland künftig dort mit anderen Partnern ein Ausbildungscamp für tunesische Sicherheitskräfte betreiben, dann wäre das ein Stabilitätsgewinn für die gesamte Region. Und wenn sich eines Tages im direkten Nachbarland Libyen eine Einheitsregierung bildet, könnten deren Sicherheitskräfte auch von etablierten Ausbildungskapazitäten in Tunesien profitieren.“  

Bürgerkrieg in Syrien
Doppelanschlag in Syrien: Mindestens 25 Tote

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Homs (dts) – Bei einem Doppelanschlag in der syrischen Stadt Homs sind am Sonntag zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab es mindestens 25 Tote und 100 Verletzte. Staatliche syrische Medien sprachen von mindestens 14 Toten. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Erst im vergangenen Monat waren bei einem Anschlag in Homs 24 Menschen ums Leben gekommen, die Terrormilz „Islamischer Staat“ hatte sich zu der Tat bekannt.  

Vatikan
Papst Franziskus ruft zu Abschaffung der Todesstrafe auf

Rom (dts) – Papst Franziskus hat erneut zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe aufgerufen. Das Gebot „Du sollst nicht töten“ gelte für die Schuldigen wie auch für die Unschuldigen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag beim traditionellen Angelusgebet auf dem Petersplatz. Das Strafrecht müsse sich immer stärker an der Menschenwürde und Gott orientieren. Es sei ein Hoffnungszeichen, dass sich die öffentliche Meinung zunehmend gegen die Todesstrafe richte, so der Papst weiter. Er rief Katholiken weltweit dazu auf, sich nicht nur für eine Abschaffung der Todesstrafe, sondern auch für eine Verbesserung der Haftbedingungen einzusetzen.  

Preisverfall beim Öl
Munich Re: Billiges Öl ist ein Fluch

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München (dts) – Die Munich Re sieht den Preisverfall beim Öl kritisch. „Bislang war das billige Öl immer ein Segen, weil es den Unternehmen Kosten erspart und den Verbrauchern Geld für den Konsum gebracht hat“, sagte der Chefökonom der weltgrößten Rückversicherung, Michael Menhart, dem „Tagesspiegel“. „Aber inzwischen ist es eher ein Fluch, die Risiken überwiegen“, warnte der Ökonom. Am Dienstag stellt die Internationale Energieagentur ihren Ausblick auf die Entwicklung der Ölpreise vor.

Fremdenfeindlichkeit
Laschet: Integration mancher Deutscher in unsere Leitkultur gescheitert

Berlin (dts) – Nach den fremdenfeindlichen Vorfällen in Sachsen zeigt sich CDU-Vize Armin Laschet alarmiert: „In Bautzen und Clausnitz ist die Integration mancher Deutscher in unsere Leitkultur, die für Humanität, Respekt und Anstand steht, gescheitert“, sagte Laschet im Interview der „Welt“. Ihn ließen „die Bilder von Menschen, die johlen, wenn Häuser brennen, erschaudern. Weil alles schon einmal da war.“ In Bautzen war in der Nacht zum Sonntag im Dachstuhl einer geplanten Unterkunft für Flüchtlinge ein Feuer ausgebrochen. Laut Polizei hielten sich während der Löscharbeiten Anwohner und mehrere teils alkoholisierte Schaulustige in der Nähe des Gebäudes auf, einige hätten das Brandgeschehen mit abfälligen Bemerkungen oder unverhohlener Freude kommentiert. Bautzener sollen die Löscharbeiten massiv behindert haben. In Clausnitz hatten am Donnerstag rund 100 Menschen einen Bus mit Flüchtlingen blockiert. Erst nach mehreren Stunden konnten die Flüchtlinge in die Unterkunft gebracht werden. Am Freitag war dann ein Video aufgetaucht, das Kritik am Vorgehen der Polizei ausgelöst hatte.  

Flüchtlingskrise
Bautzen: Asylantenheim brennt – Schaulustige jubeln

Bautzen (nex/dts) – „Ich bin schockiert, dass so etwas in Bautzen möglich ist.“ Im Dachstuhl des Gebäudes, das ab Mitte März zur Unterbringung von etwa 300 Asylsuchenden genutzt werden sollte, war in der Nacht zum Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Laut Polizei hielten sich während der Löscharbeiten Anwohner und mehrere teils alkoholisierte Schaulustige in der Nähe des Gebäudes auf, einige hätten das Brandgeschehen mit abfälligen Bemerkungen oder unverhohlener Freude kommentiert.
Applaus von Schaulustigen

„Wir wollen keine Asylantenheime“, sollen Schaulustige gerufen haben, wie die „Sächsische Zeitung“ unter Berufung auf Augenzeugen berichtet. Auch Kinder sollen unter den Schaulustigen gewesen sein, erfuhr die Dresdener Morgenpost. Die Löscharbeiten seien von Schaulustigen teils massiv behindert worden.

Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Das teilte das für Extremismus zuständige Abwehrzentrum der Polizei mit. Die Untersuchungen liefen aber noch, Tatverdächtige gebe es bisher nicht. „Leider ist auch ein fremdenfeindlicher Hintergrund für diese Tat nicht auszuschließen“, so der Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens am Sonntag.

 
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Türkei
Antalya: Erstes Touristen-U-Boot startklar

Antalya (nex) – „Nemo“, das erste U-Boot der Türkei für Touristen, wurde vor Kurzem im Mittelmeer zu Wasser gelassen und steht nun für Touren und kulturelle Veranstaltungen bereit. Das in Finnland von einem privaten Unternehmen gebaute U-Boot ist 20 m lang und kostete 4 Mio. Dollar. Nemo wurde unter belgischer Flagge verschifft und zunächst im Hafen von Antalya aufbewahrt, bevor er anschließend zum Setur-Marina-Yachthafen gebracht wurde.
Das 106 Tonnen schwere, 20 m lange, 4 m breite und 6,5 m hohe U-Boot kann bis zu 110 Meter tief tauchen. Nemo startete seine Tauchfahrten im April im Bezirk Alanya in Antalya. Das Boot mit Vollausstattung bietet Platz für 48 Personen und wird elf Monate im Jahr sechsmal täglich einsatzbereit sein. Eine Tauchfahrt dauert zwischen 60 und 90 Minuten.
uboot.antalya.2Wie der U-Bootsbesitzer Yunus Emre Yavuzyigit, CEO von IHS Travel and Touristfly, der Nachrichtenagentur Dogan in einem Interview mitteilte, finde der Tourismus in Antalya hauptsächlich zwischen Meer, Sand und Sonne statt und man habe vor diesem Hintergrund etwas Neues einbringen wollen.
(Foto. AA)
(Foto. AA)
Das Unternehmen machte sich auf die Suche nach U-Booten für Touristen und wurde auf einer der Kanarischen Inseln fündig. „Das Modell, das wir auf Lanzarote entdeckten, bestand nur aus Blechplatten und musste rundumerneuert werden. Die Renovierung dauerte zwei Jahre und das U-Boot wurde in zehn Tagen nach Antalya gebracht.” Yavuzyigit sagte auch, dass ein weiteres U-Boot bestellt worden sei.
Das U-Boot mit der notwendigen Ausstattung ist voll auf die Bedürfnisse von Reisenden und Crew zugeschnitten. Sauerstoffmasken und Versorgungsgüter für 48 Personen sind ebenfalls vorhanden.
uboot.antalya.4Nemo kann bis zu 110 Meter tief tauchen und während einer Fahrt länger als 80 Stunden unter Wasser bleiben.
Unterwassertouren finden sechsmal täglich statt, eine Tour dauert eine Stunde.
 

Cybercrime
Online-Reisebuchung: Zahl der Betrugsfälle steigt

München (ots) – Was im Online-Handel schon an der Tagesordnung ist, wird auch im Online-Reisegeschäft zu einer wachsenden Bedrohung: Betrug durch Cyberkriminelle. Das zeigt eine aktuelle Warnung des britischen Verbands der Reisevermittler (Association of British Travel Agents, ABTA). Die Organisation verzeichnet eine steigende Zahl an Beschwerden von Verbrauchern, die durch nachgeahmte Reisebüro-Websites hereingelegt wurden. Auch in Deutschland wächst laut Online-Markenschützer NetNames die Gefahr. Ein genauer Blick auf Angebot und Anbieter vor der Buchung hilft Verbrauchern, sich zu schützen.
Unglücklicherweise fällt der Online-Betrug oft erst bei der Ankunft am Flughafen oder am Reiseziel auf, wenn Flugtickets nicht gültig oder Zimmer nicht reserviert sind. Das ist doppelt ärgerlich, da die Geschädigten dadurch nicht nur Geld verlieren, sondern auch wertvolle Urlaubszeit. Umso wichtiger ist es, die Maschen der Betrüger zu kennen und einige grundsätzliche Sicherheitstipps zu befolgen. Die Maschen der Betrüger „Eine der Online-Betrugsmaschen ist es, die Website realer Reiseveranstalter nachzuahmen“, so André Stadelmaier, Sprecher von NetNames Deutschland. „Anschließend werden die gefälschten Seiten unter einer ähnlichen Adresse wie die Original-Website – zum Beispiel mit einer leicht anderen Schreibweise oder einer anderen Domain-Endung – ins Internet gestellt. Dadurch landen einige Verbraucher direkt auf den Websites, weil sie sich vertippen oder die falsche Domain-Endung eingeben. Oft führen außerdem Internet- und Social-Media-Anzeigen zu solchen auf den ersten Blick seriösen Angeboten.“ Stadelmaier weiter: „Ein anderer typischer Weg ist die Schaffung komplett neuer Internetauftritte mit Fantasienamen, die vorgeben, Flüge oder Zimmer zu vermitteln. Um Besucher zu den betrügerischen Angeboten zu lenken, werden die Scheinanbieter anschließend in Kommentaren auf bekannten Bewertungsportalen wie TripAdvisor empfohlen. Dazu kommen auch bei dieser Masche häufig Online- und Social-Media-Anzeigen, die direkt zu den kriminellen Seiten verlinken.“ Was Verbraucher tun können „Um nicht auf Betrüger hereinzufallen, sollten Verbraucher vor der Buchung versuchen, ein Gefühl für die Echtheit und Vertrauenswürdigkeit eines Angebots zu bekommen“, rät André Stadelmaier. „Ein guter Indikator für betrügerische ist zum Beispiel der Preis. Wenn eine Buchungsplattform, die nicht zu einem der großen Reiseanbieter gehört, einen Flug oder eine Reise weit günstiger anbietet als andere, ist das Angebot vielleicht tatsächlich zu gut, um wahr zu sein.“ Stadelmaier weiter: „Stutzen sollten Käufer auch, wenn die Web-Adresse noch nicht lange vergeben ist. Über die Website www.who.is lässt sich das meist schnell herausfinden. Nach Eingabe der URL zeigt das Portal – abhängig von der jeweiligen Domain-Endung – verschiedene Daten zur Website an, darunter auch das Datum der Registrierung. Ist die Webseite schon mehrere Jahre alt, ist dies ein Zeichen dafür, dass sie vertrauenswürdiger ist als eine Seite, die zum Beispiel erst kürzlich registriert wurde.“ „Wer sich nicht hundertprozentig sicher ist, mit wem er es zu tun hat, sollte die Reise auf keinen Fall per Überweisung oder Western Union bezahlen“, ergänzt der NetNames-Sprecher. „Kreditkarten bieten hier zumindest einen gewissen Schutz. Außerdem sollten grundsätzlich keine persönlichen Details oder Kreditkarten-Angaben übermittelt werden, wenn die Übertragung nicht durch eine SSL-Verbindung gesichert ist. Eine SSL-Verbindung wird bei besonders aufwändiger Sicherung über eine farbig hervorgehobenen Browser-Adresszeile oder andernfalls über ein Vorhängeschloss-Symbol angezeigt.“  

Kiew
Ukraine erinnert an Opfer der Maidan-Proteste

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Kiew (dts) – In der Ukraine ist am Samstag der Opfer des Maidan-Aufstandes vor zwei Jahren gedacht worden. Hunderte Menschen kamen auf den zentralen Unabhängigkeitsplatz in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko stellte Kerzen an einer Gedenkstätte auf. Bei den schweren Protesten im Februar 2014 gegen den damaligen Präsidenten Wiktor Janukowytsch waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Am 22.Februar 2014 war Janukowytsch schließlich für abgesetzt erklärt worden.  
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