Italien
Vatikan: Schwangere Mitarbeiterin tot in ihrer Wohnung aufgefunden

Rom (nex) – Wie die italienische Zeitung „il Messagero“ berichtet, wurde die 34-jährige Empfangsdame des Vatikan tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Wuolou Miriam, eine 34-Jährige mit eritreischen Wurzeln, war bereits im siebten Monat schwanger, als ihre Leiche entdeckt wurde.
Die Polizei untersuche jetzt den Fall und habe Familienmitglieder, ihren Ex-Mann und aktuellen Freund befragt, berichtet „il Messagero“ weiter. Die erste externe Prüfung zeige keine Anzeichen von Gewalt. Nachdem ihr Bruder tagelang nichts von ihr gehört hatte, fand er die Vatikanmitarbeiterin tot in ihrer Wohnung.
 „Franziskus wurde über ihren Tod informiert. Wir sind alle von dieser Nachricht sehr betroffen“, zitiert die Zeitung Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi. Wuolou Miriam hatte im im Casa Santa Marta, dem Gästehaus im Vatikan, gearbeitet.
             

Fremdenfeindlichkeit
Tillich: Sachsens guter Ruf nur mit Mühe wieder herstellbar

Dresden (dts) – Nach Ansicht von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) wird sich Sachsens Image wegen der fremdenfeindlichen Übergriffe so schnell nicht wieder verbessern lassen. Tillich sagte der „Saarbrücker Zeitung“: „Der Ruf Sachsens leidet.“ Es werde „Kraft und Zeit kosten, den guten Ruf als weltoffenes und inspirierendes Land wieder komplett herzustellen“. Der Ministerpräsident betonte, die weit überwiegende Mehrheit der Sachsen sei „genauso wütend wie ich über Anfeindungen und Gewalt gegen Flüchtlinge und Asylbewerber“. Zahlreiche Anschläge auf Asylunterkünfte seien in den letzten Tagen und Wochen aufgeklärt worden, mehrere mutmaßliche Täter säßen in Untersuchungshaft. „Wir wollen den Verfolgungsdruck nun noch weiter erhöhen“, so Tillich. Mit Blick auf die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte er: „Die Suche nach einer gemeinsamen europäischen Lösung ist richtig, aber uns läuft die Zeit davon.“ Für sein Bundesland sei es wichtig, dass noch unbearbeitete Asylanträge rasch abgearbeitet würden. „Es muss zu einer tatsächlichen Beschleunigung der Asylverfahren kommen“, so der Ministerpräsident.

Online-Shopping
Studie: Einkaufen in Webshops – Hauptsache unkompliziert

München (ots) – Was ist der Wohlfühlfaktor Nummer eins im Webshop, um immer wieder dort einzukaufen? Onlineshopping muss schnell und einfach gehen, so die Mehrheit von 86 Prozent der Verbraucher. Immerhin 41 Prozent legen Wert auf ein besonderes Einkaufserlebnis, vor allem Frauen und junge Leute. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie der Internet World Messe über Kundenerfahrungen in Webshops. Die im Fachjargon so genannte „Customer Experience“ ist eines der Fokusthemen auf der zweitägigen Internet World Messe, die am 1. März auf dem Messegelände München ihre Tore öffnet.

Was tun, damit Kunden wiederkommen und nicht bei der Konkurrenz einkaufen? Oder anders gefragt: Wie muss ein Shop aussehen und funktionieren, damit Verbraucher ihn zu ihrem Lieblingsshop ernennen? Die Studie der Internet World Messe zeigt, dass vorrangig Schnelligkeit zu den wichtigsten Webshopeigenschaften zählt. So hat beispielsweise für 83 Prozent der Nutzer ein schnelles Auffinden von Produkten großen Einfluss darauf, ob man je wieder einen Fuß in die Tür des Shops setzt. Ebenfalls 83 Prozent erwarten einen schnellen, unkomplizierten Bestellablauf. Immerhin 41 Prozent der deutschen Internetnutzer legen Wert auf ein besonderes Einkaufserlebnis. Dabei sind es vor allem weibliche und junge Nutzer, die beim Onlineshopping etwas erleben wollen. Für 47 Prozent der Nutzer sind gute Produktdarstellungen das A und O im Shop. Und auch Gefühle beim Onlineshopping sind nicht zu vernachlässigen: 43 Prozent aller Nutzer gaben an, dass ein Onlineshop ihnen sympathisch sein muss, um wiederholt dort einzukaufen. Über die Studie Fittkau & Maaß Consulting befragte im Auftrag der Internet World Messe in einer internetrepräsentativen Onlinebefragung über 2.800 deutsche Internetnutzer hinsichtlich ihrer Kundenerfahrungen in Webshops.

Bad Segeberg
Zwei Tote bei Absturz eines Bundespolizei-Hubschraubers neben Fußballplatz

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Bad Segeberg (nex/dts) – Beim Absturz eines Hubschraubers der Bundespolizei im schleswig-holsteinischen Bimöhlen sind am Donnerstagabend zwei Insassen ums Leben gekommen. Ein weiteres Besatzungsmitglied wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, teilte die Polizei mit. Insgesamt seien drei Personen an Bord des gegen 20 Uhr verunglückten Hubschraubers vom Typ Eurocopter 135 gewesen. Doch das Unglück hätte auch noch schlimmer enden können. Denn knapp neben der Absturzstelle fand zum Zeitpunkt des Absturzes ein Fußballtraining statt. Wie die Kieler Nachrichten berichten, war es kurz vor 20 Uhr, als die Fußballer auf dem Trainingsplatz auf ein lautes Motorengeräusch aufmerksam wurden. Zunächst nahmen die Sportler ein Stottern wie von einem kaputten Motor wahr, anschließend folgte ein heftiger Aufschlag. Die Fußballer seien sofort zu der Unglücksstelle gerannt und hätten die Sanitäter und Rettungskräfte alarmiert. Nach Informationen der Kieler Nachrichten gelang es ihnen, einen schwer verletzten Mann aus den Trümmern zu ziehen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Für die beiden anderen Besatzungsmitglieder kam jede Hilfe zu spät. Der Hubschrauber gehörte zur Fliegerstaffel Fuhlendorf bei Bad Bramstedt.    

Fernsehen
Bester Wert seit fünf Jahren! #GNTM gewinnt mit 19,3 Prozent die Prime Time am Donnerstag

Unterföhring (ots) – Bestwert! Marktführer! Grandiose 19,3 Prozent der 14-49-jährigen Zuschauer verfolgten gestern Abend das große Umstyling bei „Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“.
Sie fieberten mit, wie Kim und ihre Mitstreiterinnen verwandelt wurden. Keine klassische #GNTM-Folge in den vergangenen fünf Jahren erreichte bessere Quoten – nur zwei Finalshows waren stärker. Für Cindy gab es gestern leider kein Foto. Steigende Quoten für „Kiss Bang Love“.
Die dritte Folge der ProSieben-Datingshow „Kiss Bang Love“ mit Annemarie Carpendale steigerte sich im Vergleich zur Vorwoche auf sehr gute 13,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer.
„Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“ – immer donnerstags, um 20:15 Uhr, auf ProSieben.

Flüchtlingspolitik
Umfrage: Kommunen durch Flüchtlinge weniger überfordert als angenommen

Berlin (dts) – Deutschlands Kommunen fühlen sich durch die steigenden Flüchtlingszahlen weniger überfordert als bisher angenommen. Dies geht aus einer breit angelegten aktuellen Umfrage unter Deutschlands Kommunen hervor, die das ARD-Magazin „Monitor“ durchgeführt hat: Nur sechs Prozent der Städte und Gemeinden halten sich demnach bereits jetzt für überfordert. 50 Prozent der Kommunen antwortete, dass sie – trotz Kapazitätsproblemen – mit der aktuellen Zahl der Flüchtlinge klar kommen. 16 Prozent könnten laut eigener Einschätzung sogar noch mehr Flüchtlinge aufnehmen. 28 Prozent wollten sich zu der Frage nicht äußern. An der Umfrage haben sich 373 der 700 größten Städte und Gemeinden Deutschlands beteiligt, die das ARD-Magazin in den letzten Wochen angefragt hatte. Die Umfrage gibt auch Aufschluss über die aktuelle Pro-Kopf-Verteilung der Flüchtlinge in deutschen Kommunen zum Jahresanfang 2016: Der Durchschnitt liegt demnach bei 14,5 Flüchtlingen je Kommune pro tausend Einwohner. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede: Während einzelne Kommunen nur einen Flüchtling pro 1.000 Einwohner aufgenommen haben, liegt der Spitzenwert im bayerischen Lichtenfels laut Umfrage bei 78 Flüchtlingen pro 1.000 Einwohnern. Besonders viele Kommunen Bayerns und Nordrhein-Westfalens finden sich hier in der Spitzengruppe wieder, während sich überproportional viele Kommunen in Baden-Württemberg am Ende der Tabelle wiederfinden. Bei diesen Berechnungen wurden von den Bundesländern betriebene Einrichtungen nicht mit eingerechnet. Auch bei der Unterbringungsart gibt es große Unterschiede. 43 Prozent der Kommunen setzen laut Umfrage auf Gemeinschaftsunterkünfte, während 40 Prozent bei der Unterbringung von Flüchtlingen einzelne Wohnungen bevorzugen. Der Deutsche Städtetag sieht sich durch die „Monitor“-Umfrage in seiner Einschätzung bestätigt, dass die deutschen Kommunen zwar an der Grenze ihrer Belastbarkeit agierten, aber nicht überfordert seien. Die Kommunen „bewältigen die Situation gegenwärtig dank großer Anstrengungen“, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber „Monitor“. Man brauche dafür aber auch die nötige Unterstützung von Bund und Ländern.  

Eurovision Song Contest
Jamie-Lee Kriewitz gewinnt ESC-Vorentscheid

Köln (dts) – Jamie-Lee Kriewitz hat den Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2016 gewonnen: Mit dem Song „Ghost“ erhielt die 17 Jahre alte Popsängerin am Donnerstagabend beim deutschen ESC-Vorentscheid in Köln die meisten Zuschauerstimmen.

Das ESC-Finale findet am 14. Mai in der schwedischen Hauptstadt statt. Im vergangenen hatte Jahr Måns Zelmerlöw den ESC in Wien mit dem Lied „Heroes“ für sich entschieden. Die deutsche Kandidatin Ann Sophie hatte mit ihrem Song „Black Smoke“ keine Punkte geholt.
 

Megaprojekte
Istanbul: Weltgrößter Flughafen wird 2018 eröffnet – Dritte Bosporus-Brücke bereits im August

Istanbul (nex) – Über den Zeitplan bezüglich einiger großer Bauvorhaben setzte der türkische Minister für Transport, Maritime Angelegenheiten und Kommunikation, Binali Yildirim, am Mittwoch Journalisten der Nachrichtenagentur Anadolu in Kenntnis. Ein Abschnitt des dritten Flughafens in Istanbul werde demnach im Februar 2018 eröffnet, während die dritte Brücke im Hafenbereich der Stadt bereits im August zur Nutzung freigegeben werden soll. „Der Abschnitt des neuen Flughafens wird etwa 10,3 Mrd. Euro kosten und eine Kapazität zur Abfertigung von 90 Millionen Passagieren aufweisen“, erklärte Yildirim. Das Konsortium aus den Unternehmen Cengiz, Kolin, Limak, Mapa und Kalyon, ein Joint Venture türkischer Unternehmen, gewann im Jahr 2013 eine Ausschreibung zur Errichtung des dritten Flughafens in Istanbul. Dieser Auftrag bringt insgesamt 22,1 Milliarden Euro vonseiten der Regierung ein, die von 2017 an über einen Zeitraum von 25 Jahren bezahlt werden. Mit einer erwarteten Kapazität von 150 Millionen Passagieren pro Jahr soll der Flughafen der größte der Welt und damit auch der größte Verkehrsknotenpunkt in Europa werden. Bis dato ist der Hartsfield–Jackson Atlanta International Airport in den USA der weltgrößte Flughafen mit einem Passagieraufkommen von 90 Millionen jährlich. Auch für das Flaggschiff der türkischen Luftfahrt, die Turkish Airlines, wird der Flughafen zum zentralen Fokus für die Geschäftstätigkeit werden. Die Fluglinie, die als eine der am schnellsten wachsenden Airlines der Welt gilt, fliegt derzeit mehr als 200 internationale Ziele an. Yildirim kündigte ebenfalls an, dass die dritte Brücke in Istanbul im August für die Eröffnung bereit sein werde. bosporusbruecke.haber „Die Silhouette der Brücke wird in fünf bis zehn Tagen zum Vorschein kommen und sie wird zusammen mit den Verbindungen zu den Straßen bis August fertig sein“, erklärte der Minister. Auf die Frage nach größeren Schwierigkeiten von Schwellenländern, an Finanzmittel zu kommen, und wie die Türkei damit umgehe, sagte Yildirim: „Ich glaube nicht, dass die Megaprojekte des Landes davon in negativer Weise beeinflusst werden. Was Fremdkapitalakquise anbelangt, bewähren sich in unserem Lande weiterhin die Public-Private Partnerships.“
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Türkischer Immobilienmarkt wird im Laufe des Jahres 2016 weiter aufblühen

Erfolgreiche Explorer
Türkei: Bei Probebohrungen Erdgas entdeckt

Sakarya (nex) – In der Nähe der Orte Sögütlü, Serdivan und Ferizli in der Provinz Sakarya hat ein Privatunternehmen in einer Tiefe von 400 bis 450 Metern Erdgas ausgemacht und will nun Versuchsbohrungen durchführen.
Die Firma aus Istanbul hat vom Ministerium für Energie und Natürliche Ressourcen die Erlaubnis eingeholt, um in der Nähe von Sakarya auf einer Fläche von 498 000 Quadratmetern Gasprobebohrungen durchzuführen und hat in und um Sakarya Bohrungsbrunnen errichtet.
Das Unternehmen meldete dem Gouverneur, die Explorationen an drei Bohrbrunnen seien erfolgreich gewesen und schüttete diese danach aus Sicherheitsgründen wieder zu.
Das Gouverneursamt bestätigte den Fund im Zuge dieser Probebohrungen und teilte mit, dass man in den nächsten Tagen eine ausführliche Erklärung über den Umfang der Vorkommen machen werde.

Eklat um Udi Aloni
Jüdischer Filmemacher Udi Aloni: „Israel ist der wahre Terrorist“

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Berlin (nex) – Mit markigen Worten in Richtung seines ursprünglichen Heimatlandes hat der israelisch-amerikanische Filmemacher Udi Aloni, einer der drei Söhne der 2014 verstorbenen früheren Erziehungsministerin und Vorsitzenden der linksgerichteten Meretz-Partei, Schulamit Aloni, in Berlin Aufsehen erregt. Der Regisseur, der jüngst den Publikumspreis im Rahmen der Berlinale gewann, bezeichnete die israelische Regierung als „faschistisch“ und forderte Deutschland dazu auf, seine Militärhilfe für den jüdischen Staat einzustellen. Dies berichtet die Tageszeitung „Independent“. Im Rahmen einer Fragestunde über sein preisgekröntes Filmprojekt Junction 48, wenige Stunden vor der Preisverleihung, soll Aloni Channel 10 zufolge darüber geklagt haben, dass Deutschland das „faschistische Regime von Israel“ unterstütze. Israel sei eine „Demokratie von Weißen“, so der 56-Jährige. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sparte Aloni nicht von seiner Kritik aus: „Merkel erwähnt die Besetzung nicht und verkauft U-Boote an Netanjahu, die ihm ermöglichen, mit dieser fortzufahren.“ Gegenüber Channel 10 soll Aloni später klargestellt haben, dass seine Kommentare „gegen die israelische Regierung gerichtet waren und nicht gegen das Land, das ich liebe“. Im Unterschied zum israelischen Premierminister, der „Hass verbreitet“, verbreiteten seine Filme „Liebe und Koexistenz“. Aloni brachte auch seine Unterstützung und Bewunderung für den palästinensischen Rapper Tamer Nafar zum Ausdruck, um dessen Biografie es in dem Film geht und der jüngst ebenfalls behauptet hatte, Israel sei ein „terroristischer Staat“. Aloni erklärte wörtlich: „Was Tamer zu einem so faszinierenden Menschen macht, ist, dass er tatsächlich in Lod aufgewachsen ist und von Beginn an gesungen hat, dass Israel der tatsächliche Terrorist ist.“