Kampf gegen den Terror
Terror in Istanbul: Anzahl der Todesopfer auf elf gestiegen

Istanbul (nex) – Die Zahl der Opfer der Explosion am Dienstagmorgen in Istanbul hat sich wenige Stunden nach der Tat erhöht. Mittlerweile ist von elf Todesopfern die Rede, darunter sieben Polizeibeamten und vier Zivilisten. Dies bestätigte der Istanbuler Gouverneur Vasip Şahin und sprach von 36 weiteren Personen, die verletzt wurden. Drei davon befänden sich in kritischem Zustand. Am Dienstagmorgen hat sich im Istanbuler Bezirk Beyazıt nahe der U-Bahn-Station Vezneciler eine Explosion ereignet, als ein Mannschaftsbus der Bereitschaftspolizei die Örtlichkeit passieren wollte. Die Station befindet sich in der Nähe der Universität Istanbul, der Zeitpunkt der Detonation war 8.30 Ortszeit. Erste Meldungen hatten von fünf Polizeibeamte gesprochen, die dabei verletzt worden seien. Rettungswagen wurden zum Tatort beordert, Verletzte wurden in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Die Sicherheitsmaßnahmen im Viertel wurden im Anschluss an den Vorfall massiv verstärkt Gouverneur Vasip Şahin zufolge soll es sich bei der Explosion, die auch eine Reihe von Gebäuden und Fahrzeugen im Umfeld des Tatorts beschädigt haben soll, um einen Terroranschlag mittels einer Autobombe gehandelt haben. Berichte, wonach es auch zu einem Schusswechsel gekommen sei, konnten noch nicht bestätigt werden. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt, die für den Dienstag an der Universität angesetzten Prüfungen wurden abgesagt. Über die Hintergründe des Terrors und darüber, wer dafür verantwortlich ist, ist bis dato noch nichts bekannt. In den letzten Monaten wurde die Türkei mehrfach zum Ziel blutiger Anschläge mehrerer Terrormilizen, darunter des IS, der PKK und der linksextremen DHKP-C.

ARD/WDR-Doku: "Geheimsache Doping"
Neue Vorwürfe: Russischer Sportminister Mutko im Zentrum der Doping-Vertuschung

Köln (ots) – Der russische Staat bringt sich mit massiven Verfehlungen möglicherweise um die Teilnahme seiner Athleten bei den Olympischen Spielen im August in Rio de Janeiro. Die ARD/WDR-Dokumentation „Geheimsache Doping: Showdown für Russland“ (Mittwoch, Das Erste, 22.45 Uhr) erhärtet mit bislang unveröffentlichten Dokumenten den massiven Verdacht, dass die russische Regierung direkt an der Vertuschung des staatlich gesteuerten Dopings beteiligt war. Der Film von Hajo Seppelt, Florian Riesewieck und Felix Becker belastet zudem Russlands Sportminister Witali Mutko selbst. Der Film präsentiert Belege, nach denen Mutko die Veröffentlichung des Dopingvergehens eines Fußballers aus Russlands höchster Liga verhindert haben soll. Dazu belegen neue Filmaufnahmen, dass wegen Dopings belastete und lebenslang gesperrte Leichtathletiktrainer immer noch Top-Athleten betreuen. Die Taskforce des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF, der die ARD/WDR-Dopingredaktion die Recherchen zu diesem Film vorgelegt hatte, teilte in einem Brief vom 1. Juni 2016 mit, dass die Recherchen für sie eine „sehr ernste und dringliche Angelegenheit“ seien und eine „ernsthafte Besorgnis“ darstellten. Am 17. Juni wird der Weltverband entscheiden, ob die Suspendierung des russischen Leichtathletikverbandes und damit die Sperre für die Olympischen Spiele in Rio aufrechterhalten wird oder nicht. Im Anschluss an die Dokumentation wird sich auch die Sendung „Maischberger“ mit dem Thema befassen (Das Erste, 23.15 Uhr). „Gedopt, gelogen, gewonnen: Wie kaputt ist der Sport?“ – über diese Frage diskutieren Hajo Seppelt, ARD-Dopingexperte und einer der Autoren des Films, Ines Geipel, ehemalige Leichtathletin und Dopingopfer, Fußballtrainer Peter Neururer, Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender Deutscher Olympischer Sportbund, der russische Journalist Ivan Rodionov sowie der Sportmediziner Prof. Dr. Perikles Simon.

Explosion in Istanbul
Istanbul: Fünf Polizeibeamte nach Explosion verletzt – einer in kritischem Zustand

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Istanbul (nex) – Am Dienstagmorgen hat sich im Istanbuler Bezirk Beyazıt nahe der U-Bahn-Station Vezneciler eine Explosion ereignet, als ein Mannschaftsbus der Bereitschaftspolizei die Örtlichkeit passieren wollte. Die Station befindet sich in der Nähe der Universität Istanbul, der Zeitpunkt der Detonation war 8.30 Ortszeit. Fünf Polizeibeamte sollen ersten Meldungen zufolge dabei verletzt worden sein, einer davon soll sich in einem kritischen Zustand befinden. Rettungswagen wurden zum Tatort beordert, Verletzte wurden in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Die Sicherheitsmaßnahmen im Viertel wurden im Anschluss an den Vorfall massiv verstärkt. Die Ursache der Explosion ist bis dato noch ungeklärt, es hat auch noch niemand die Verantwortung für einen allfälligen Anschlag übernommen. Die Nachrichtenagentur Anadolu spricht davon, dass im Anschluss an die Detonation Schüsse zu hören gewesen sein sollen. UPDATE (10.50) – Mittlerweile wurden erste Meldungen des Senders „A Haber“ bestätigt, wonach mindestens elf Menschen bei dem Anschlag ums Leben gekommen sein sollen. Der Sender hatte von sieben toten Polizeibeamten und vier Zivilisten berichtet.

Krieg gegen den Terror
Türkei: Nusaybin und Sirnak nach 82 Tagen von PKK befreit

Türkische Sicherheitskräfte beenden Anti-Terror-Operationen in zwei Gebieten Mardin (nex) – Wie Sicherheitsquellen am vergangenen Freitag mitteilten, ging eine im Distrikt Nusaybin der südosttürkischen Provinz Mardin gegen PKK-Terrroristen durchgeführte Operation nach 82 Tagen zu Ende. Die Quellen, die auf Grund von Restriktionen bezüglich öffentlicher Äußerungen unter der Bedingung der Anonymität mit den Medien sprachen, erklärten weiter, dass die Operation nach einer Ausgangssperre am 14. März begonnen hatte. Die Quellen berichteten, dass während des fast dreimonatigen Einsatzes insgesamt 496 Terroristen getötet, 508 Barrikaden entfernt, 52 Gräben wiederaufgefüllt und 1258 selbstgebaute Sprengsätze zerstört wurden. Eine Ausgangssperre solle weiterhin bestehen, da die Sicherheitskräfte versuchten, von den Terroristen gelegte Sprengsätze zu lokalisieren und zu zerstören. Während der Operation habe die PKK versucht, die Sicherheitskräfte mit selbstgebauten Sprengsätzen am Vorankommen zu hindern, die sie in Gebäuden, Gärten,den Eingangsbereichen der Häuser sowie unter die Teppiche in den Häusern gelegt hätten. Zerstörung von Moscheen und öffentlichen Gebäuden Die Sicherheitskräfte fügten hinzu, dass die PKK-Terroristen während der Operation Moscheen, öffentliche Gebäude, Schulen und Gesundheitszentren als Hauptquartiere genutzt hätten. Darüber hinaus hätten die Sicherheitskräfte viele Häuser vorgefunden, die von den Terroristen mit Sprengsätzen verkabelt  oder als Lebensmittel- und Arzneidepot genutzt worden seien. Desweiteren hätten die Terroristen Unterschlüpfe und Tunnel gegraben, um Durchgänge von Haus zu Haus zu errichten. Dieselben Quellen berichteten, dass die unter den Terroristen angesichts der fortschreitenden Operation ausgebrochene Panik über Funk gut zu vernehmen gewesen sei. Zudem sind die Kämpfe in der Provinz Sirnak, die ebenfalls seit dem 14. März andauerten, beendet worden, teilten die Quellen weiter mit. Den Angaben zufolge wurden hier 498 Terrroristen getötet, 240 Barrikaden entfernt, 39 Gräben wiederaufgefüllt, 1539 selbstgebaute Sprengsätze zerstört und 4131 Häuser kontrolliert. 20 Sicherheitskräfte und zwei Zivilisten verloren bei dem Einsatz in Sirnak ihr Leben. Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen. Seitdem haben fast 500 Sicherheitskräfte, einschließlich der Truppen, Polizisten und Bürgerwehren, ihr Leben verloren und es wurden über 4900 PKK-Terroristen bei landesweiten sowie im Nordirak durchgeführten Operationen getötet.

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Türkische Automobilindustrie im Plus
Türkei: Rekord-Wachstum im Automobil-Export

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Ankara (nex) – Die Automobilindustrie, der bedeutendste Exportsektor der Türkei, konnte sich im Mai über ihr höchstes Wachstum der letzten drei Jahre freuen. Den jüngsten Zahlen der Uludağ-Vereinigung der Exporteure aus der Autoindustrie (OİB) zufolge wuchs das Exportvolumen im Auto-Exportsektor im Wonnemonat auf knapp zwei Milliarden US-Dollar, was ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres darstellt. Die Zahl beruht auf der Summe der Exporte der vorangegangenen vier Monate. Der OİB zufolge seien die Exporte in die Europäische Union, den größten Zielmarkt der türkischen Autoindustrie, um 43 Prozent gestiegen, jene auf den Alternativmarkt in Amerika um 33 Prozent. Die meisten Güter aus dem Bereich der türkischen Automobilproduktion gehen nach Deutschland, hier stiegen die Exporte um 24 Prozent. Jene nach Italien und Frankreich stiegen sogar um 98 bzw. 76 Prozent an. Den stärksten Einfluss auf die eindrucksvollen neuen Zahlen hatte ein Zuwachs von 200 Prozent bei Autos und Nutzfahrzeugen, die in die genannten Länder exportiert wurden. Der türkische Automobilsektor verzeichnet seit Juli 2013 einen stetigen Exportzuwachs, wobei der Wert im Mai 2016 jedoch der höchste im bisherigen Verlauf der letzten Jahre war. Der Automobilsektor ist verantwortlich für etwa 18 Prozent des gesamten türkischen Exportvolumens. Dem OİB zufolge seien im Mai auch die Exporte im Bereich des Fahrzeugbaus um 73 Prozent angestiegen. Die gesamten Exporte der Periode von Januar bis Mai beliefen sich auf 9,572 Milliarden US-Dollar, was ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt. Die gesamten Exporte nach Deutschland im Auswertungszeitraum erreichten 335 Millionen US-Dollar. Nach Italien wurden Produkte des Automobilsektors im Gesamtwert von 235 Millionen US-Dollar exportiert, das Gesamtvolumen in Richtung Frankreich belief sich auf 218 Millionen. Bei den Nutzfahrzeugen betrug der prozentuale Zuwachs bei den Exporten in Richtung Italien 200 Prozent, in Richtung Frankreich 133 Prozent. Automobilexporte für den Endverbraucher stiegen um 126 bzw. 179 Prozent an. Auch die Exporte nach Spanien, Belgien, Rumänien, Israel, in die Niederlande, nach Slowenien und nach Polen stiegen um 56, 20, 58, 34, 64, 101 bzw. 58 Prozent an. Insgesamt wurden Automobile und Ersatzteile im Umfang von 1,564 Milliarden Euro in die Länder der EU ausgeführt, was einem Plus von 43 Prozent entsprach. Derzeit ist die EU mit 78 Prozent aller Exporte der wichtigste Außenhandelspartner in diesem Sektor. Das Gesamtexportvolumen auf den amerikanischen Kontinent erreichte 94 Millionen. Ein Plus von 20 bzw. 15 Prozent gab es auch mit Blick auf die Länder des Nahen Ostens und Afrikas.

Ausland
Pakistanischer Botschafter: Freihandelsabkommen zwischen Türkei und Pakistan steht vor Sommerende

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Pakistanischer Botschafter optimistisch wegen Freihandelsvertrag mit Türkei Ankara (nex/aa) – Nach Angaben des pakistanischen Botschafters in Ankara hofft Pakistan, vor dem Ende des Sommers ein Freihandelsabkommen mit der Türkei abschließen zu können. Sohail Mahmood erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass die Vereinbarung im September abgeschlossen werden solle. Die Gespräche hierüber wurden im Oktober vergangenen Jahres während eines Besuchs des pakistanischen Premierministers Nawaz Sharif in der Türkei aufgenommen. „Viele türkische Firmen operieren in Pakistan, hauptsächtlich im Bau- und Energiesektor, und es sollte mehr Handelsaktivitäten zwischen den beiden Ländern geben“, sagte Mahmood in einem am Freitag während seines Besuchs einer Kunstpreisverleihung in der zentralanatolischen Stadt Konya geführten Gesprächs. „Das Freihandelsabkommen könnte der Ankurbelung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Pakistan dienen. Wir erwarten, dass wir zu einem Ergebnis kommen und das Abkommen im September abschließen.“ Im vergangenen Jahr erreichte der Handelsumsatz zwischen den beiden Ländern 600 Millionen US-Dollar. Türkische Exporte im Wert von etwa 289 Millionen US-Dollar, hauptsächlich Waren aus dem Telekommunikations- sowie Textilbereich, Fernsehgeräte und Industriemaschinen gingen nach Pakistan. Mahmood wiederholte erneut, dass sein Land die Türkei bei ihrem Kampf gegen den Terror unterstütze. „Die Türkei ist ein sehr starkes Land“, betonte er. „Ich hoffe, dass dieser Kampf ein Ende nimmt und die Türkei den Terror besiegt.“

Al-Haschd al-Schaabi-Miliz
Irak untersucht Hinrichtung von 17 Zivilisten durch regierungsnahe Schiiten-Miliz

Sunnitische Politiker besorgt wegen potenzieller konfessionell motivierter Gewalt beim Kampf um Falludscha Bagdad (nex) – Wie ein Regierungsvertreter gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu erklärte, wurden Ermittlungen wegen der angeblichen Tötung von 17 irakischen Zivilisten durch regierungsnahe Milizen während des Kampfes um Falludscha eingeleitet. Der Bürgermeister der Stadt, Sadoun Shallan, teilte mit: „Die Ermittlungen wegen der Hinrichtung von 17 Personen aus Falludscha sind im Gange.“ Am vergangenen Donnerstag hatte ein örtlicher Stammesführer behauptet, dass die schiitische Gruppierung al-Haschd al-Schaabi 17 Zivilisten durch ein Erschießungskommando in al-Karma, einer Stadt nordöstlich von Falludscha, hinrichten ließ. Shallan erklärte weiter, dass die Zivilisten Berichten zufolge von den Milizmitgliedern, die zurzeit an der Offensive zur Rückeroberung Falludschas vom IS (Daesh) teilnehmen, misshandelt worden seien. Die Gruppierung war zuvor schon wegen Menschenrechtsverletzungen beschuldigt worden, als sie sunnitisches Territorium wiedereinnahmen. Sunnitische Politiker hatten ihre Sorge zum Ausdruck gebracht, dass durch die Präsenz der Schiitenmiliz es zu konfessionsbedingter Gewalt un Falludscha kommen könnte. In den vergangenen Tagen tauchte in den sozialen Medien ein Video auf, das zeigt, wie ein schiitischer Miliz aus Falludscha fliehende Zivilisten misshandelt. Shallan teilte mit, dass der betreffende Miliz verhaftet worden sei. „Wir arbeiten daran, dass sich derartige Gewaltakte nicht mehr wiederholen“, sagte er. Am vergangenen Samstag hatte der Premierminister Haider al-Abadi die Festnahme der regierungsnahen Milizen wegen des Vorwurfs der Misshandlungen festnehmen lassen. Seit Mitte 2014 leidet der Irak  unter dem verheerenden Sicherheitsvakuum, das durch die Einnahme der nördliche und westliche Teile des Landes durch den IS (Daesh) entstand.

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Energiedeal mit dem Iran
Rekord-Deal: Türkischer Energiekonzern besiegelt 4,2-Milliarden-US-Dollar-Vertrag mit Iran

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Teheran (nex) – Das türkische Energieunternehmen Unit International hat am Samstag einen 4,2-Milliarden-US-Dollar-Deal mit dem Iran bekanntgegeben. Man werde im Nachbarland insgesamt sieben thermische Kraftwerke mit einer installierten Gesamtkapazität von 6020 Megawatt errichten, hieß es aus der Konzernleitung. In einer Erklärung wurde zudem angekündigt, dass mit dem Bau der Kraftwerke bereits im ersten Quartal des Jahres 2017 begonnen werden würde. Ünal Aysal, der Chef des Unternehmens und frühere Präsident des türkischen Fußballklubs Galatasaray Istanbul, erklärte, dass Unit International bereits seit 1982 mit dem Iran zusammenarbeite und man sich nun mit dem iranischen Energieministerium auf einen 20-Jahres-Vertrag geeinigt habe. „Der Iran wird uns für die nächsten 20 Jahre Erdgas liefern, im Gegenzug verkaufen wir Strom für die nächsten sechs Jahre zum vereinbarten Festpreis“, erläuterte Aysal. „Diese Vereinbarung ist eine Pionierleistung mit Blick auf die Öffnung des iranischen Marktes für ausländisches Kapital. Wechselseitiges Vertrauen und eine bereits lange Jahre zurückreichende Freundschaft schaffen uns die Voraussetzungen, um die Türen für Kapitalzufluss in den Iran zu öffnen.“ Die Kraftwerke, die im Rahmen der Vereinbarung gebaut werden sollen, würden zehn Prozent des gesamten Energiebedarfs des Iran decken. Die Parteien hätten im Vorfeld mehr als ein Jahr lang in mehr als 1000 Stunden an der Vereinbarung gearbeitet, erklärte Mohsen Tarztalap, der Generaldirektor der Thermal Power Plant Holding (TPPH), die im Auftrag des iranischen Energieministeriums den Deal auf den Weg gebracht hatte. Tarztalap zufolge sei die Technologie der Erdgas-Kombikraftwerke des Iran veraltet, während neue Kraftwerke doppelt so effizient arbeiten würden und einen geringeren Erdgasverbrauch zur Folge hätten. „Die Vereinbarung, die wir mit der Türkei geschlossen haben, ist exemplarisch für alle ausländischen Investoren“, erklärte Tarztalap. Zuvor hatte Unit International bereits fünf Kraftwerke mit einer eingebauten Kapazität von 3210 MW im Iran errichtet. Darüber hinaus hatte das Unternehmen bereits vier Kraftwerke in der Türkei und zwei in Europa mithilfe innovativer Finanzierungsmodelle errichtet und einige davon haben dafür bereits Auszeichnungen vonseiten internationaler Finanzinstitutionen erhalten.

TV-Tipp
Anlässlich des Todes von Boxlegende Muhammad Ali: „Ali“ bei RTL II

Sendetermin: Dienstag, den 07. Juni 2016 um 20:15 Uhr bei RTL II München (ots) – Zehn Jahre im Leben eines Mythos: 1964 sichert sich der junge afroamerikanische Boxer Cassius Clay (Will Smith) erstmals den Boxweltmeistertitel im Schwergewicht. Er wird zur Ikone der Bürgerrechtsbewegung, konvertiert zum Islam und ändert daraufhin seinen Namen in Muhammad Ali. Als er sich weigert, in den Vietnamkrieg zu ziehen, scheint seine viel versprechende Karriere beendet zu sein. Doch der Champ gibt nicht auf… „Regisseur Michael Mann und Hauptdarsteller Will Smith lassen in ‚Ali‘ entscheidende Jahre einer Boxerkarriere Revue passieren“, urteilte „Der Standard“ und der „Kölner Stadtanzeiger jubelte: „‚Ali‘ ist ein Kunstwerk“. Um größtmögliche Authentizität bei seinem Film gewährleisten zu können, arbeitete Regisseur Michael Mann nicht nur mit Muhammad Ali selbst zusammen, sondern engagierte außerdem seinen Vertrauten, den Fotografen Howard Bingham, als Berater sowie Alis ehemaligen Trainer Angelo Dundee als Choreographen. Dem Rapper und Schauspieler Will Smith ist eine schauspielerische Meisterleistung gelungen. Er hat nicht nur mühelos den Wechsel ins dramatische Fach geschafft, sondern verkörpert den „Champ“ in Mimik und Gestik geradezu genial. Kein Wunder, dass Will Smith für seine beeindruckende Leistung 2002 mit einer Oscar- und einer Golden Globe-Nominierung belohnt wurde. Jamie Foxx verkörpert Trainer Drew Brown. Zwei Jahre nach „Ali“ erhielt er den Oscar für die Darstellung einer anderen afroamerikanischen Legende: Er mimte Musiker Ray Charles in dem Biopic „Ray“. In weiteren Rollen überzeugen Jon Voight („Das Vermächtnis der Tempelritter“) als Howard Cosell, Mario Van Peebles („Defender – Der Schutzengel“, „Whitmans Rückkehr“) als Bürgerrechtler Malcolm X und Ron Silver („The Arrival – Die Ankunft“, „Blue Steel“) als Trainer Angelo Dundee. Auch Jon Voight wurde übrigens für seine Darstellung für den Oscar und den Golden Globe nominiert. „Ali“ Kino-Klassiker mit Starbesetzung, USA 2001 Mit Will Smith, Jamie Foxx, Jon Voight, Ron Silver u.a. Regie: Michael Mann

STOP THE BOMB Kampagne
Organisator der iranischen Holocaustleugnung ist Partner der Bundesregierung

Berlin (ots) – Am 31. Mai fand die Preisverleihung beim iranischen Holocaust-Karikaturen Wettbewerb statt, der antisemitische und den Holocaust leugnende Karikaturen prämierte. Die Preise wurden von Majid Mollanoroozi vergeben, Direktor des Teheraner Museums für Zeitgenössische Kunst und Visual Arts Direktor im iranischen Ministerium für Kultur und Islamische Führung. Ausgerechnet Mollanoroozi wurde kürzlich vom Auswärtigen Amt zum Partner eines Kulturprojektes ausgewählt, wie der „Iran Appeasement Monitor“ berichtete. Im Oktober 2015 wurde in Anwesenheit von Frank Walter Steinmeier eine Absichtserklärung zwischen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Mollanoroozi unterzeichnet, in der es darum geht, iranische Kunstwerke in Deutschland zu zeigen. Ulrike Becker, Sprecherin der STOP THE BOMB Kampagne, kritisiert die Kooperation des Auswärtigen Amtes mit Mollanoroozi scharf: „Das Kulturabkommen ausgerechnet mit dem Preisverleiher der antisemitischen Karikaturen zeigt exemplarisch das Versagen des kulturellen Dialogs mit dem iranischen Regime. Die Vorstellung, es gäbe innerhalb der iranischen Führung gemäßigte, moderate oder nicht antisemitische Kreise ist Augenwischerei.“ Dr. Kazem Moussavi, Herausgeber des „Iran Appeasement Monitor“ und Sprecher der Green Party of Iran erklärt: „In der geplanten Ausstellung sollen Kunstwerke gezeigt werden, die im Iran selbst verboten sind. Dass die Bundesregierung mit dem iranischen Regime kollaboriert, ist besonders perfide, solange Künstler wie viele andere kritische Stimmen im Iran täglich zensiert, verhaftet und gefoltert werden.“ Der Karikaturen-Wettbewerb wurde in diesem Jahr von der Islamischen Organisation für Propaganda veranstaltet und war Teil der „Iranischen Karikaturen-Biennale“, die vom Ministerium für Kultur und islamische Führung bezahlt und organisiert wird. Aussagen von Außenminister Zarif, der Veranstalter sei eine unabhängige NGO und habe mit der Regierung nichts zu tun, sind nachweislich falsch.

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