Sex-Skandal in der CHP
Türkei: Oppositionschef Kilicdaroglu will Aussage zu Baykals Sex-Video verweigern
Ankara (nex) – Bülent Turan, ein Abgeordneter der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) für Canakkale in der türkischen Großen Nationalversammlung, kritisierte den Vorsitzenden der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kilicdaroglu, am Dienstag für dessen Weigerung, im Zusammenhang mit einer Untersuchung des Sexvideo-Skandals auszusagen, der 2010 zum Rücktritt des damaligen Parteichefs Deniz Baykal geführt hatte. Turan forderte, Kilicdaroglu solle aussagen, um zu zeigen, dass nicht er selbst in den Skandal verwickelt gewesen sei.
Kilicdaroglu wurde zum Parteivorsitzenden gewählt, nachdem Baykal zurückgetreten war. Zuvor wurde ein Video im Internet verbreitet, das ihn beim Geschlechtsverkehr mit einer CHP-Parlamentarierin zeigen soll. Im April hatte Baykal in diesem Zusammenhang angedeutet, dass Kilicdaroglu möglicherweise zur Aufklärung der Angelegenheit beitragen könnte.
Kilicdaroglu selbst, der im Jahre 2014 behauptet hatte, er habe ein Video gesehen, in dem der damalige Premierminister Recep Tayyip Erdogan Sexvideos von Baykal angeschaut habe, wurde infolge dieser Äußerung von der Staatsanwaltschaft in Ankara als Zeuge vorgeladen, Kilicdaroglus Parlamentsbüro kündigte jedoch an, er werde dieser Vorladung nicht Folge leisten.
„Kilicdaroglu ist derjenige, der nach dem Videoskandal den frei gewordenen Posten als Parteivorsitzender eingenommen hatte“, erklärte Turan. „Außerdem behauptete Kilicdaroglu zu einem früheren Zeitpunkt, er verfüge über Informationen zu dem Fall und erhob falsche Anschuldigungen, als er behauptete, Präsident Erdogan stehe hinter dem Skandal.“
Turan machte deutlich, dass Kilicdaroglu in den Augen der Öffentlichkeit für einen Mitwisser bezüglich des Vorfalls gehalten werde, solange er nicht in der Angelegenheit aussage. Der Parlamentarier erklärte weiter: „Wenn Kilicdaroglu behauptet, er habe nichts mit dem Fall zu tun, soll er vor dem Staatsanwalt aussagen.
Kilicdaroglu wird sich auch weigern, im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen ihn auszusagen, nachdem seine parlamentarische Immunität aufgehoben ist. Eine Person, die als Zeuge nicht aussagt, wird auch nie als Verdächtiger aussagen. Ich denke, das ist auch der Grund dafür, dass die CHP in der Großen Nationalversammlung mit Nein stimmen wird, wenn es um den Antrag geht, die Verfassung zu ergänzen, um die parlamentarische Immunität temporär aufzuheben.“
"Drei Milliarden versprochen, nichts gezahlt"
Erdogan platzt der Kragen: „Visafreiheit unwichtig, es geht um Vertrauen“
Ankara (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wertet das Zaudern der EU bezüglich der Umsetzung der zugesagten Visafreiheit als Anzeichen für ein mögliches Scheitern des Flüchtlingsdeals. Erdogan erklärte am Dienstagabend in einer Rede vor der türkischen Vereinigung der Kammern und Rohstoffbörsen (TOBB) in Ankara, der 28-Nationen-Block sei offenbar nicht in der Lage, seine Zusagen einzuhalten.
Die Frage der visafreien Einreise für türkische Staatsangehörige sei keine für Ankara entscheidende, es gehe jedoch um die grundsätzliche Vertrauenswürdigkeit. „Kümmern wir Türken uns nicht um drei Millionen Flüchtlinge?“, gab Erdogan mit Blick auf die Gesamtsituation zu bedenken.
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„Sie sagten, sie würden uns dafür drei Milliarden Euro geben. Hat bislang irgendeiner etwas bezahlt? Nein. Ihre Offiziellen kommen, besuchen unsere Camps und sagen dann, wir sollen ihnen etwas über unsere Projekte schicken für die Finanzierung. Soll das ein Scherz sein? Wir haben 25 Flüchtlingslager. Über welche Projekte sprechen sie überhaupt?“ Bezüglich des EU-Versprechens einer visafreien Einreise und die nun in diesem Zusammenhang erhobenen Forderungen nach einer Veränderung der Antiterrorgesetze erklärte Erdogan, die EU habe bereits im Oktober 2016 eine Visaliberalisierung versprochen. „Jetzt sagen sie, es wird auf den Juni verschoben. Ich hoffe, sie halten ihr Versprechen“, so der Präsident, der einmal mehr deutlich machte, dass die Türkei ihr Antiterrorgesetz nicht ändern werde, nur um die visafreie Einreise sicherzustellen. Erdogan stellte die Ernsthaftigkeit des Bekenntnisses der EU zum Kampf gegen den Terrorismus in Frage und warf einmal mehr die Frage auf, warum europäische Offizielle der Terrororganisation PKK erlaubten, Propagandazelte außerhalb des EU-Parlaments und anderer bedeutender Gebäude zu errichten. Außerdem hätten die EU-Staaten nur drei Prozent aller Auslieferungsgesuche der Türkei im Zusammenhang mit Terrorverdachtsfällen entsprochen. „Das bedeutet, 97 Prozent der Terroristen, die sich in unserem Land etwas zu Schulden kommen ließen, bewegen sich frei und ungehindert durch Europa“, erklärte Erdogan.
Türkei: Ein sicherer Hafen für Flüchtlinge
„Sie sagten, sie würden uns dafür drei Milliarden Euro geben. Hat bislang irgendeiner etwas bezahlt? Nein. Ihre Offiziellen kommen, besuchen unsere Camps und sagen dann, wir sollen ihnen etwas über unsere Projekte schicken für die Finanzierung. Soll das ein Scherz sein? Wir haben 25 Flüchtlingslager. Über welche Projekte sprechen sie überhaupt?“ Bezüglich des EU-Versprechens einer visafreien Einreise und die nun in diesem Zusammenhang erhobenen Forderungen nach einer Veränderung der Antiterrorgesetze erklärte Erdogan, die EU habe bereits im Oktober 2016 eine Visaliberalisierung versprochen. „Jetzt sagen sie, es wird auf den Juni verschoben. Ich hoffe, sie halten ihr Versprechen“, so der Präsident, der einmal mehr deutlich machte, dass die Türkei ihr Antiterrorgesetz nicht ändern werde, nur um die visafreie Einreise sicherzustellen. Erdogan stellte die Ernsthaftigkeit des Bekenntnisses der EU zum Kampf gegen den Terrorismus in Frage und warf einmal mehr die Frage auf, warum europäische Offizielle der Terrororganisation PKK erlaubten, Propagandazelte außerhalb des EU-Parlaments und anderer bedeutender Gebäude zu errichten. Außerdem hätten die EU-Staaten nur drei Prozent aller Auslieferungsgesuche der Türkei im Zusammenhang mit Terrorverdachtsfällen entsprochen. „Das bedeutet, 97 Prozent der Terroristen, die sich in unserem Land etwas zu Schulden kommen ließen, bewegen sich frei und ungehindert durch Europa“, erklärte Erdogan.
Kampf gegen den Terror
Frankreich: Parlament verlängert Ausnahmezustand wegen Terrorgefahr
Französisches Parlament verlängert Ausnahmezustand wegen Fußball EM 2016 und Tour de France
Paris (nex) – Das französische Parlament hat am gestrigen Dienstag die Verlängerung des nach den Terroranschlägen vom November letzten Jahres verabschiedeten Ausnahmezustands für die Fußball EM 2016 und die Tour de France beschlossen.
Der Senat winkte die Maßnahme mit einer großen Mehrheit durch: 309 Senatoren stimmten dafür, während 30 dagegen waren. Die Gegner sind der kommunistischen und der ökologischen Partei zuzuordnen.
Der Ausnahmezustand war am 13. November 2015 nach den Anschlägen in der französischen Hauptstadt, denen 130 Menschen zum Opfer fielen, ausgerufen und im Februar bereits um drei Monate, bis zum 26. Mai 2016, verlängert worden.
Er erlaubt der Polizei, Personen, deren Verhalten als Gefahr für die Sicherheit und öffentliche Ordnung gewertet wird, unter Hausarrest zu stellen.
Innenminister Bernard Cazeneuve wies jedoch darauf hin, dass Präventivmaßnahmen die Bedrohung nicht vollständig beseitigen könnten. „Die sicherheitstechnischen Herausforderungen werden noch komplexer werden, da wir wegen der EM 2016 eine große Zahl Besucher aus dem Ausland erwarten“, betonte Cazeneuve.
Die französische Menschenrechtsliga (LDH) äußerte Kritik an der Verlängerung des Ausnahmezustandes und warf der Regierung vor, „süchtig nach dem Ausnahmezustand geworden“ zu sein.
Wie die Regierung Mitte April mitteilte, wurden seit dem Inkrafttreten der Maßnahmen im November 2015 etwa 3500 Durchsuchungen durchgeführt, 56 Verdächtige in Gewahrsam genommen und 69 Personen unter Hausarrest gestellt.
Zur Fußball EM 2016, die vom 10. Juni bis zum 10. Juli ausgetragen werden soll, werden circa zwei Millionen Besucher erwartet. Auch die Tour de France, die vom 2. bis zum 24. Juli gehen und deren Strecke in diesem Jahr 3519 km betragen soll, wird Millionen Zuschauer anziehen.
Hilfspaket
CDU gegen Schuldenerleichterung für Griechen
Düsseldorf (ots) – Die Unionsfraktion im Bundestag hat ihre Kritik an den Forderungen des IWF nach Schuldenerleichterungen für Griechenland bekräftigt.
„Die hohe Schuldenlast ist gegenwärtig nicht Griechenlands Problem“, sagte Unionsfraktionsvize Ralph Brinkhaus der „Rheinischen Post“. „Griechenland geht jetzt nicht Pleite, nur weil es ab 2020 mit der Rückzahlung von Schulden an die Europäer beginnen soll“, erklärte Brinkhaus.
Zudem stünden noch Reformschritte aus, die Griechenland im Gegenzug für das dritte Hilfspaket zugesagt hatte. „Insbesondere bei Privatisierungen und der Verwaltungsmodernisierung hat Griechenland die Vereinbarungen zum dritten Hilfspaket noch nicht erfüllt“, sagte Brinkhaus.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) will Schuldenerleichterungen der Europäer erzwingen.
Save the Children
„Most Shocking Second a Day“
Berlin (ots) – Save the Children, die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation weltweit, veröffentlicht die Fortsetzung des Social-Media-Erfolgs „Most Shocking Second a Day“. Der Kurzfilm wurde 2014 innerhalb von 24 Stunden mehrere Millionen Mal geklickt und hat bis heute eine Reichweite von über 50 Millionen erzielt.
Das Video erzählt die Geschichte der 11-jährigen Lily, der dieselben Dinge widerfahren wie einem Mädchen im Kriegsgebiet. Der Alptraum der ersten Version – heute noch genau so aktuell wie vor zwei Jahren – findet im jetzigen Video seine Fortsetzung in der Flucht aufs europäische Festland. Das Mädchen erlebt die traurige Realität unzähliger Kinder ihres Alters.
„Die Situation der Kinderflüchtlinge erfordert sofortiges Umdenken und Handeln. Vor wenigen Tagen habe ich mit eigenen Augen in Griechenland gesehen, wie verheerend die Situation vor allem für Kinder ist. Und immer mehr Krisen und Konflikte werden unzählige weitere Kinder zwingen, ihre Heimat auf der Suche nach Schutz und Sicherheit zu verlassen – allein oder gemeinsam mit ihren Familien. Die beiden Videos zeigen die aktuelle humanitäre Notlage. Wir dürfen diese Kinder nicht allein lassen“, betont Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland.
2015 war das Jahr der traurigen Höhepunkte: 60 Millionen Menschen waren auf der Flucht, die Hälfte davon Kinder. Noch nie zuvor haben so viele Menschen bei der Suche nach Sicherheit und Schutz ihr Leben verloren. Weit über 3500 Menschen sind im vergangenen Jahr ertrunken, seit September 2015 sind im Durchschnitt zwei Kinder pro Tag auf dem Meer ums Leben gekommen.
„Wenn Eltern versuchen, sich mit ihren Kindern über das Meer in Sicherheit zu bringen, obwohl sie nicht schwimmen können, ist das Ausdruck vollkommener Verzweiflung und Ausweglosigkeit. Es ist unsere moralische Pflicht, die Situation in den Herkunfts-, Transit- und Aufnahmeländern zum Wohl der Kinder zu verändern. Wir brauchen ein neues Abkommen, damit Kinderflüchtlinge besser geschützt sind und diese Mädchen und Jungen nicht zu einer verlorenen Generation werden“, so Susanna Krüger. „Solange es keine legalen Fluchtrouten nach Europa gibt, werden sich Kinder weiter auf gefährlichen Routen durchschlagen.“
66. Europatag
Türkei: Erdogan hofft auf beschleunigte EU-Beitrittsverhandlungen
Türkei begeht 66. Europatag
Ankara (nex) – „Der Europatag ist von großer Bedeutung, um die gegenwärtige Situation Europas zu verstehen und seine Zukunft zu planen“, so Erdogan in einem schriftlichen Statement zum Europatag.
Er hoffe, dass die EU-Beitrittsverhandlungen mit seinem Land beschleunigt würden. Ankara begann im Oktober 2005 mit den intensiven Beitrittsverhandlungen.
Die Türkei begehe seit dem Beginn ihrer EU-Beitrittskandidatur im Jahr 1999 den 9. Mai als Europatag, so Erdogan.
Erdogan wies darauf hin, dass die EU ihr Versprechen bezüglich des visafreien Reisens türkischer Staatsbürger einhalten sollte.
In der vergangenen Woche hatte die EU-Kommission die Aufhebung der Visabestimmungen für türkische Staatsbürger innerhalb des Schengen-Raums vorgeschlagen.
Jedoch hatte die EU als eines von fünf noch zu erfüllenden Kriterien verlangt, dass Ankara seine Anti-Terrorgesetze ändern solle, um die zugesagte Visafreiheit für türkische Staatsangehörige zu erhalten – ein Ansinnen, das Erdogan kritisierte.“Wir gehen unseren Weg, geh Du Deinen Weg”, sagte Erdogan am vergangenen Freitag in Istanbul an die Adresse der EU.
Am gestrigen Montagmorgen nutzte der EU-Minister den 66. Jahrestag des Paktes, der zur Gründung der EU führte, als Gelegenheit, hervorzuheben, dass Ankara dazu bestimmt sei, ihre Beziehungen mit dem europäischen Kontinent voranzubringen.
In einem Statement zum Europatag lobte der türkische EU-Minister Volkan Bozkir die Europäische Union als „eines der wichtigsten Friedensprojekte und zwar nicht nur in unserem Zeitalter, sondern möglicherweise in der gesamten Geschichte der Menschheit, das das geteilte europäische Kontinent einte.“
Am Europatag wird der Schumann-Erklärung aus dem Jahr 1950 gedacht, die die Bildung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, bestehend aus Frankreich, Westdeutschland, Italien, die Niederlande, Belgien und Luxemburg, vorschlug. Somit wurde die erste europäische Wirtschaftsunion im Nachkriegseuropa gegründet.
Bozkir betonte: „Die Europäische Union ist seit ihrer Gründung eine Quelle der Hoffnung und Inspiration nicht nur für die Menschen Europas, sondern auch für die internationale Gemeinschaft. Die Türkei ist vollkommen überzeugt davon, dass ihre EU-Mitgliedschaft eine natürliche Konsequenz ihrer geografischen Lage und Geschichte ist.“
Die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei wurden nach Jahren des Stillstands, die der Eröffnung der Beitrittsverhandlungen im Jahre 2005 folgten, in den letzten Monaten aufgrund der Zusammenarbeit beider Seiten zur Eindämmung der Flüchtlingsströme in die EU wieder intensiviert.
Die Visafreiheit für türkische Staatsbürger und die Beschleunigung der EU-Beitrittsverhandlungen sind Teil des Migrationsdeals, über den seit November 2015 verhandelt und der im März dieses Jahres schließlich abgeschlossen wurde.
Muttertagsgeschenk
Türkei: Schiff mit 11.000 Tonnen Hilfsgütern für Somalia verlässt Istanbul
Türkei entsendet Schiff mit Hilfsgütern nach Somalia
Istanbul (nex) – Wie die Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement mitteilte, hat die Türkei am vergangenen Sonntag ein Schiff mit 11.000 Tonnen Hilfsgütern nach Somalia entsandt.
Der Chef der Behörde Fuat Oktay teilte mit, dass das Schiff am Muttertag am Hafen Haydarpasa in Istanbul abgelegt hat. „Wir helfen Somalia seit fünf Jahren“, so Oktay weiter. „Das Schiff wird in zwei Wochen sein Ziel erreichen. Unser Dank gilt allen somalischen Müttern.“
Die Türkei hat bislang Hilfen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar an Somalia geleistet. Das Land befindet sich zwar auf dem Weg zur Stabilität, ist dennoch stark unterentwickelt und der andauernden Gewalt der al-Shabaab-Miliz ausgesetzt.
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Türkei: Sauberes Wasser für weitere Millionen Menschen in Afrika
Rüstungstechnologie in der Türkei
Türkei: Bewaffnete Bayraktar-Drohne schon bald reif für die Massenproduktion
Ankara (nex) – Nachdem alle Versuche und Testreihen erfolgreich verlaufen waren, sind die im eigenen Land produzierten türkischen bewaffneten Drohnen bereit für ihren Markteintritt und den Gebrauch durch Sicherheitskräfte, insbesondere in der Terrorbekämpfung.
Der Kommandant der türkischen Streitkräfte, Gen. Hulusi Akar, kündigte eine baldige Massenproduktion im eigenen Land hergestellter bewaffneter Drohnen an mit dem Ziel, die Stärke der Türkei im Kampf gegen den Terrorismus zu festigen.
Auf einem Treffen des Ministerrates unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan in Beştepe/Ankara gehörten der Kampf gegen den Terror ebenso wie aktuelle Projekte, etwa die heimische Herstellung von Drohnen und Helikoptern, zu den wichtigsten Themen, die diskutiert wurden.
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Akar skizzierte dem Ministerrat einen ungefähren Fahrplan bis zur Fertigstellung der Projekte und Ideen zur Stärkung der Streitkräfte. Die im eigenen Land hergestellte Drohne wurde entsprechend auch von zwei türkischen Firmenkonglomeraten gebaut, der Bayraktar-Gruppe und der Zorlu-Gruppe. Akar bezeichnete die Tests der bewaffneten Drohnen als Erfolg und fügte hinzu, dass mit dem Abschluss der Testreihen zu Sicht und Manövrierfähigkeit die bewaffneten Drohnen schon bald in die Massenproduktion gehen und systematisch in die reguläre Ausstattung der Armee integriert werden könnten. Akar zufolge seien die Drohnen in der Lage, mit hoher Effizienz und selbst unter schlechten Witterungsbedingungen zu arbeiten. Damit seien die türkischen Drohnen sogar qualitativ noch besser als die in den USA produzierten. Außerdem unterrichtete der Generalstabschef den Ministerrat über den Stand der Entwicklungen hinsichtlich des türkischen Kampfhubschraubers T129 und des Fırtına-Panzers.
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Im April schoss das in der Türkei gefertigte unbemannte Luftfahrzeug (UAV) „Bayraktar“, das zusammen mit dem Hersteller Kale-Baykar hergestellt worden war, sein erstes mit einem Sprengkopf bestücktes Projektil an intelligenter Munition im Zuge eines Tests auf einem Gelände in der Nähe von Konya ab. Die von Roketsan gefertigte Munition erreichte das anvisierte Ziel. Der Staatssekretär für die Verteidigungsindustrie, İsmail Demir, präsentierte stolz die Bilder des Tests auf seinem Twitter-Account und sprach von einem „Start-Ziel-Sieg“. Mit den derzeitigen Tests der mit Waffen bestückten Drohne ist die „Qualifikationsphase“ zu Ende. Über die nächsten Monate hinweg soll bereits die Planung für die Nutzung der Bayraktar-Drohnen durch die türkischen Streitkräfte beginnen, sobald alle vorgeschriebenen Tests durchgeführt worden waren. Im Rahmen der laufenden Testreihe sollen die Drohnen fähig gemacht werden, Munition zu tragen und zu verwenden. Sowohl Munition des Typs MAM-L als auch jene des Typs MAM-C, die beide von Roketsan für die Drohnenplattform entwickelt wurden, wiegt 22,5 Kilogramm. Die mit dem Sprengkopf gelenkte Munition, die zehn Kilogramm wiegt, kann ein Ziel aus acht Kilometern Entfernung treffen. In Reaktion auf die Raketenangriffe der Terrormiliz IS (Daesh) auf das südtürkische Kilis bestellte die Türkei bewaffnete Predator-Drohnen aus den USA. Sobald die Entwicklung der Bayraktar-Drohnen abgeschlossen ist, sollen diese als Waffensysteme in der betreffenden Region zum Einsatz kommen. Hält der Erfolg in der Türkei an und erweist sich die im eigenen Land hergestellte Rüstungstechnologie weiterhin als schlagkräftig, möchte Hersteller Zorlu die Rüstungsgüter auch auf den Exportmärkten anbieten. Dabei will man das Einvernehmen mit dem Partner im Bereich der Software und Hardware für die Drohnen, der Vestel-Gruppe, suchen.
Sicherheitsexperten: Türkische Rüstungsunternehmen bringen israelische Waffenindustrie in große Bedrängnis
Akar skizzierte dem Ministerrat einen ungefähren Fahrplan bis zur Fertigstellung der Projekte und Ideen zur Stärkung der Streitkräfte. Die im eigenen Land hergestellte Drohne wurde entsprechend auch von zwei türkischen Firmenkonglomeraten gebaut, der Bayraktar-Gruppe und der Zorlu-Gruppe. Akar bezeichnete die Tests der bewaffneten Drohnen als Erfolg und fügte hinzu, dass mit dem Abschluss der Testreihen zu Sicht und Manövrierfähigkeit die bewaffneten Drohnen schon bald in die Massenproduktion gehen und systematisch in die reguläre Ausstattung der Armee integriert werden könnten. Akar zufolge seien die Drohnen in der Lage, mit hoher Effizienz und selbst unter schlechten Witterungsbedingungen zu arbeiten. Damit seien die türkischen Drohnen sogar qualitativ noch besser als die in den USA produzierten. Außerdem unterrichtete der Generalstabschef den Ministerrat über den Stand der Entwicklungen hinsichtlich des türkischen Kampfhubschraubers T129 und des Fırtına-Panzers.
Bayraktar: Erfolgreicher Drohnentest mit in der Türkei entwickelter Munition
Im April schoss das in der Türkei gefertigte unbemannte Luftfahrzeug (UAV) „Bayraktar“, das zusammen mit dem Hersteller Kale-Baykar hergestellt worden war, sein erstes mit einem Sprengkopf bestücktes Projektil an intelligenter Munition im Zuge eines Tests auf einem Gelände in der Nähe von Konya ab. Die von Roketsan gefertigte Munition erreichte das anvisierte Ziel. Der Staatssekretär für die Verteidigungsindustrie, İsmail Demir, präsentierte stolz die Bilder des Tests auf seinem Twitter-Account und sprach von einem „Start-Ziel-Sieg“. Mit den derzeitigen Tests der mit Waffen bestückten Drohne ist die „Qualifikationsphase“ zu Ende. Über die nächsten Monate hinweg soll bereits die Planung für die Nutzung der Bayraktar-Drohnen durch die türkischen Streitkräfte beginnen, sobald alle vorgeschriebenen Tests durchgeführt worden waren. Im Rahmen der laufenden Testreihe sollen die Drohnen fähig gemacht werden, Munition zu tragen und zu verwenden. Sowohl Munition des Typs MAM-L als auch jene des Typs MAM-C, die beide von Roketsan für die Drohnenplattform entwickelt wurden, wiegt 22,5 Kilogramm. Die mit dem Sprengkopf gelenkte Munition, die zehn Kilogramm wiegt, kann ein Ziel aus acht Kilometern Entfernung treffen. In Reaktion auf die Raketenangriffe der Terrormiliz IS (Daesh) auf das südtürkische Kilis bestellte die Türkei bewaffnete Predator-Drohnen aus den USA. Sobald die Entwicklung der Bayraktar-Drohnen abgeschlossen ist, sollen diese als Waffensysteme in der betreffenden Region zum Einsatz kommen. Hält der Erfolg in der Türkei an und erweist sich die im eigenen Land hergestellte Rüstungstechnologie weiterhin als schlagkräftig, möchte Hersteller Zorlu die Rüstungsgüter auch auf den Exportmärkten anbieten. Dabei will man das Einvernehmen mit dem Partner im Bereich der Software und Hardware für die Drohnen, der Vestel-Gruppe, suchen.
PKK-Terror
Bombenanschlag auf Polizei in Südtürkei: Verletzte Zivilisten
Beim einem Terroranschlag in Diyarbakir werden 12 Menschen verletzt
Diyarbakir (nex) – Ein mit Bomben bestücktes Auto hat am heutigen Dienstag in Baglar, einem Distrikt in der südtürkischen Provinz Diyarbakir, ein Polizeifahrzeug angefahren
Wie Polizeiquellen miteilten, die auf Grund von Restriktionen bezüglich öffentlicher Äußerungen anonym bleiben müssen, wurden mindestens zwölf Menschen – sowohl Zivilisten als auch Polizisten – bei dem Anschlag in Baglar verletzt.
Die PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft ist, hat ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat im Juli lezten Jahres wiederaufgenommen.
Seitdem sind mehr als 430 Sicherheitskräfte ums Leben gekommen und über 3800 PKK-Terroristen wurden außer Gefecht gesetzt.
Islam in Europa
„Subhan Allah“: Im Ramadan fahren Londoner Busse mit islamischem Ausruf
Londoner Busse fahren mit islamischer Werbung im Ramadan
London (nex) – Londoner Busse werden im Rahmen einer Aktion von Islamic Relief, der größten muslimischen Hilfsorganisation Großbritanniens, zur Unterstützung der Opfer des syrischen Bürgerkrieges mit einer Werbeaufschrift unterwegs sein, die Allah lobpreist.
Islamic Relief erklärte, dass sie hoffe, dass die Poster mit der Aufschrift „Suban Allah“ – zu Deutsch: „Gepriesen sei Allah“ – dabei helfen würden, den Islam und die internationale Hilfe in einem positiven Licht darzustellen.
Die Werbung wird ab Ende dieses Monats in London, Birmingham, Manchester, Leicester und Bradford zu sehen sein.
Die Leiter der Hilfsorganisation wünschen sich, dass die Werbung die Menschen dazu ermuntert, großzügige Spenden während des Fastenmonats, der dieses Jahr am 6. Juni beginnt, zu tätigen. Die Organisatoren verliehen ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Kampagne jungen Muslimen die Gelegenheit bieten werde, sich mit humanitärer Hilfe zu beschäftigen.
Imran Madden, der Islamic Relief-Chef in Großbritannien, erklärte: „In einem gewissen Sinne könnte dies als eine Stimmungswandel-Kampagne gedeutet werden. Denn wir möchten das negative Klima in Bezug auf internationale Hilfe und die muslimische Community in diesem Land ändern. Dank internationaler Hilfe wurde in den letzten 15 Jahren die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen um die Hälfte reduziert. Die britischen Muslime sind eine unglaublich großzügige Gemeinde, die im Ramadan über 100 Millionen Pfund an internationale Wohlfahrtsorganisationen gespendet haben.
London hat erst in der vergangenen Woche seinen ersten muslimischen Bürgermeister, Sadiq Khan, gewählt. Khan gewann die historischen Wahlen haushoch gegen seinen konservativen Konkurrenten Zac Goldsmith.
Die britische Hauptstadt ist für etwa die Hälfte aller in Großbritannien lebenden drei Millionen Muslime ihr Zuhause..
Die für die Verwaltung öffentlicher Nahverkehrsmittel in London zuständige Behörde Transport for London legt fest, welche Werbung auf den Stadtbussen erscheinen darf. Werbung mit parteipolitischen Inhalten ist nicht zugelassen, mit religiösem Inhalt jedoch erlaubt.
Der frühere Bürgermeister Boris Johnson hatte aber auch schon die Werbeanzeige einer christlichen Wohltätigkeitsorganisation entfernen lassen, da diese beschuldigt wurde, zu behaupten, Homosexuelle heilen zu können.


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