EU-Türkei-Abkommen
Visafreiheit: Treffen zwischen EU und Türkei verschoben

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Brüssel (nex) – Der bevorstehende Sonderparteitag der regierenden türkischen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), der am 22. Mai stattfinden soll, nachdem Premierminister Ahmet Davutoglu in der Vorwoche seinen Rücktritt angekündigt hatte, droht nun die von der EU bis Ende Juni in Aussicht gestellte Visaliberalisierung zu verzögern. So wurde ein für den kommenden Freitag in Brüssel geplantes Treffen des türkischen EU-Ministers und Chefverhandlers Volkan Bozkır sowie des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu mit den EU-Amtskollegen verschoben. Wie aus Brüssel durchgesickert ist, sollte es bei dem Treffen um die noch zu klärenden Fragen im Vorfeld der Visaliberalisierung gehen sowie um die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei im Allgemeinen.
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Desweiteren sollte Bozkir in der kommenden Woche nach Straßburg und Brüssel reisen, um mit Spitzenpolitikern der EU und Vertretern der Parteien im Europäischen Parlament zusammenzutreffen und dort Ankaras Reformpläne zu erläutern. Zudem sollte er auf Bedenken hinsichtlich des Visaliberalisierungsprozesses eingehen. In einem jüngst veröffentlichten Bericht empfiehlt die EU-Kommission, die im Zuge der Flüchtlingsvereinbarung vonseiten Brüssels gegenüber der Türkei zugesagte Aufhebung des Visazwangs für türkische Staatsangehörige bis Ende Juni umzusetzen. Allerdings sieht Brüssel in fünf von 72 thematisierten Bereichen, in denen Vorbedingungen gestellt wurden, aufseiten der Türkei noch Handlungsbedarf: Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption, europäische Standards im Datenschutz, Kooperation mit Europol, polizeiliche und richterliche Zusammenarbeit mit allen EU-Mitgliedsstaaten sowie Revision der Gesetzgebung und der Praxis im Anti-Terror-Kampf im Einklang mit europäischen Standards. Der letzte Punkt stößt in der Türkei auf scharfe Kritik. Präsident Erdogan hat in den letzten Tagen mehrfach erklärt, die Türkei denke gar nicht daran, ihre Anti-Terror-Gesetzgebung auf Zuruf aus Brüssel zu überarbeiten. „Die EU erklärt uns, wir sollen unsere Gesetze gegen den Terrorismus ändern; sie selbst erlaubt Terroristen, Zelte aufzubauen, aber kommt dann auf einmal mit Forderungen“, hatte Erdogan erklärt und damit auf Informationszelte angespielt, die PKK-Anhänger im März mit Billigung der Behörden in der Nähe des Europaratsgebäudes in Brüssel aufgerichtet hatten. Während Europa nach Anschlägen auf eigenem Territorium durch weitreichende Sondergesetze massiv die Bürgerrechte einschränke, mahne Brüssel in anderen Ländern eine nachgiebige Haltung gegenüber Terroristen an, wirft Erdogan der EU vor. Gleichzeitig lasse man zu, dass Terroristen, die in anderen Ländern aktiv seien, aber in Europa selbst aus taktischen Gründen keine Anschläge begingen, die EU als ruhiges Hinterland benutzen, um in anderen Staaten Terrorakte zu planen und Propaganda in eigener Sache  zu betreiben.

Mega-Transfer
Es ist entschieden: Mats Hummels wechselt nach Bayern

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Dortmund (nex) – Wie Borussia Dortmund heute auf seiner Facebook-Seite verkündet, verlässt Dortmunds Abwehrspieler Mats Hummels (27) den achtmaligen Deutschen Meister zwölf Monate vor Ablauf seines Vertrages und wird sich bis zum 1. Juli 2016 dem FC Bayern München anschließen. Beide Klubs hätten sich – vorbehaltlich des noch ausstehenden Medizinchecks – am heutigen Dienstag auf die Rahmenbedingungen des Transfergeschäfts geeinigt. „Mats Hummels hat sich nach langen, intensiven Überlegungen entschieden, achteinhalb Jahre nach seinem Wechsel zum BVB in seine Heimat München zurückzukehren. Ich möchte betonen, dass er sich uns gegenüber zu jedem Zeitpunkt offen und fair verhalten hat. Mats steht für zwei Deutsche Meisterschaften mit dem BVB und das Double 2012, er ist mit uns 2013 ins Endspiel der Champions League eingezogen und als Dortmunder 2014 Weltmeister geworden“, betont Hans-Joachim Watzke, Borussia Dortmunds Vorsitzender der Geschäftsführung: „Wir respektieren Mats‘ Entscheidung und wünschen uns für ihn und den BVB, dass er während seiner letzten Wochen in Schwarzgelb jene Anerkennung erfährt, die er verdient und Dortmund mit dem DFB-Pokal in Händen verlässt.“ Mats Hummels unterstreicht, „dass ich mir meine Entscheidung nach achteinhalb erfolgreichen Jahren beim BVB nicht leicht gemacht habe. Ich war immer stolz und bin es noch, das BVB-Trikot zu tragen und Teil dieser außergewöhnlichen Mannschaft zu sein. Bevor ich im Sommer in meine Heimatstadt zurückkehre, haben wir alle noch ein großes, gemeinsames Ziel: erneut den DFB-Pokal nach Dortmund zu holen und mit den BVB-Fans ein riesiges Fußballfest zu feiern. Dafür werde ich genauso wie meine Mitspieler alles geben. Von ganzem Herzen bedanke ich mich bei meinen Teamkameraden, allen Mitarbeitern und Fans für diese lange und wunderbare Zeit in Schwarzgelb.“  

Bluttat von Grafing
Grafing: „Allahu Akbar“-Rufer verwirrt und drogensüchtig

München (nex) – Wie der „Focus“ berichtet, soll der vermeintlich „islamistische“ mutmaßliche Attentäter, der am frühen Dienstagmorgen am Bahnsteig, in einer S-Bahn sowie am Bahnhofsvorplatz in München-Grafing unvermittelt auf mehrere Männer eingestochen haben soll, rauschgiftsüchtig und verwirrt gewesen sein. Auch am Tatort soll ein Behältnis gefunden worden sein, das Spuren von Rauschgift aufweise und dem 27 Jahre alten, aus Hessen stammenden deutschen Staatsangehörigen zuzuordnen sei.
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Bei der Bluttat ist nach bisherigen Erkenntnissen ein 56-jähriger Mann ums Leben gekommen, drei weitere wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft prüft einen politischen Hintergrund, weil der Täter neben der Ankündigung „Ich steche euch alle ab“ auch noch politische Parolen und „Allahu Akbar“ gebrüllt haben soll.

Ausland
Türkei: Bruder des 9. Präsidenten Demirel gestorben

Istanbul (nex) – Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu verstarb der Bruder des neunten Präsidenten der Türkei am Montag im Amerikanischen Krankenhaus in Istanbul. Der 90-jährige Geschäftsmann Sevket Demirel erkrankte vor wenigen Tagen zu Hause und wurde anschließend im Krankenhaus behandelt. Der Leichnam Demirels wird nach Isparta geflogen, wo er in der Familiengrabstätte beerdigt werden soll. Er hinterlässt neben seiner Frau noch vier Kinder. Sevket Demirels Bruder Süleyman war siebenmal Ministerpräsident und von 1993 bis 2000 Staatspräsident der Türkei. Im April des Jahres 2000 wurde Süleyman Demirel vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Demirel starb im Juni 2015 in einem Krankenhaus in Ankara. Er wurde 90 Jahre alt.          

Zentralasien
Russland: Turkstaat Tatarstan möchte Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran stärken

Kasan (eurasia/nex) – Tatarstan ist an einer Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen mit Iran interessiert. Dies hat ein Offizieller der Handelskammer von Tatarstan am Sonntag bekanntgegeben.
Der stellvertretende Vorsitzende der Handelskammer des Turkstaates in Russland, Igor Nikolajew, sagte im Gespräch mit Reportern, dass Tatarstan nach starken Beziehungen auf wirtschaftlicher Ebene mit Iran suche. Er gab wörtlich zur Kenntnis: „Die Nachbarschaft zu Russland offeriert Iran eine Chance, seine Handelspartner über eine Reihe von Republiken in der Föderation zu diversifizieren. Dort werden iranische Produkte willkommen geheißen, da diese aus einem muslimischen Land kommen. Unsere Hauptstadt Kasan wird die Fußballweltmeisterschaft 2018 abhalten und ermöglicht iranischen Wirtschaftskreisen, insbesondere der Lebensmittelindustrie, die Option, uns zu besuchen und die Profitabilität des Marktes auszutesten“, fügte Nikaljew hinzu. „Wir werden eigens eine Ausstellung in Kazan für iranische Lebensmittelproduzenten organisieren, die eruieren wird, wo die Chancen Irans in Tatarstan liegen.“ Die Mehrheitsbevölkerung in Tatarstan, einem Turkstaat, und in weiteren acht umliegenden Regionen ist muslimisch geprägt. In diesen Regionen werden insbesondere Lebensmittel, die islamischen Ansprüchen gerecht werden, hoch angesehen und gerne konsumiert.  
Erschienen bei unserem Kooperationspartner eurasianews.

Bosnisch-türkische-Partnerschaft
Davutoglu in Bosnien: „78 Millionen Türken unterstützen euch“

Davutoglu nimmt an Wiedereröffnung der historischen Moschee in Bosnien teil. Banja Luka (nex) – Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu erklärte am vergangenen Samstag, dass die wiedereröffnete geschichtsträchtige Ferhadiye Moschee eine Botschaft des Friedens an alle Menschen in Bosnien und Herzegowina sowie auf der ganzen Welt sende. Die Moschee wird als ein kulturelles Symbol des Landes angesehen, erlitt jedoch im Mai 1993 während des Bosnienkrieges enormen Schaden durch Raketenangriffe. „Die Wiedereröffnung der Ferhat Pascha-Moschee ist eine Friedensbotschaft an die ganze Welt“, betonte Davutoglu. „Es gibt nur eine Handvoll Städte, in denen eine Moschee, eine Synagoge und eine Kirche nebeneinanderstehen. In Istanbul vielleicht oder in Sarajevo. Wenn dieser besondere Charakterzug von Bosnien und Herzegowina erhalten bleibt, dann würde die Menschlichkeit oder Menschheit??? in Bosnien repräsentiert werden. Wenn nicht, würde auch Bosnien seine Seele verlieren“, stellte er fest und fuhr fort: „Ihr habt 78 Millionen Türken als Freunde, die euch unterstützen“.
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Türkei restauriert Emin Pascha Moschee im Kosovo

Die Türkei hat sich an den Wiederaufbaukosten beteiligt. Die Restaurierung der Moschee dauerte 15 Jahre. Schließlich war es am 7. Mai, dem Jahrestag ihrer Zerstörung, so weit: Dank der intensiven Restaurationsarbeiten des Türkischen Präsidiums für Internationale Kooperation und Koordination (TIKA) wurde die Moschee wiedereröffnet. Das Gotteshaus aus dem 16. Jahrhundert, das als herausragendes Beispiel osmanischer Architektur unter UNESCO-Denkmalschutz steht, wurde vor 23 Jahren zerstört. An ihre Stelle wurde ein Parkplatz gebaut. Viele glauben, dass die Zerstörung der Moschee von bosnischen Serben beauftragt wurde, um alle Spuren des islamischen Erbes aus der ehemals multiethnischen Stadt zu beseitigen. Während der Grundsteinlegung für die Moschee im Jahr 2001 hatten serbische Nationalisten Besucher und Würdenträger angegriffen und dabei Dutzende Menschen verletzt sowie einen Muslim getötet. Es dauerte 15 Jahre, bis die Muslime in Bosnien die Baugenehmigung und Mittel zum Wiederaufbau der Moschee erhielten. Tausende Trümmerteile des Originalgebäudes wurden verwendet, nachdem sie im Fluss Vrbas und auf einer Müllhalde wiederentdeckt wurden. Der 7. Mai – der Tag, an dem sie dem Erdboden gleichgemacht wurde – ist heute der Tag der Moscheen in Bosnien, wo während des Krieges von 1992 bis 1995 insgesamt 614 islamische Gebetsstätten zerstört worden waren. Heute sind nur noch 10 Prozent der muslimischen und kroatischen Bevölkerung der Vorkriegszeit von Banja Luka in der Stadt geblieben, was als eine Folge der serbischen Kampagne ethnischer Säuberung von Gebieten zur Gründung eines serbischen Kleinstaats anzusehen ist. „Ich bin so aufgeregt“, sagt die 64-jährige Muslimin aus Banja Luka Ajsa Nezirovic. „Ich weiß, dass es nie mehr wieder so sein wird wie vorher, aber zumindest fühlen sich auf diese Weise einige Leute wieder willkommen in ihrer Stadt.“

"Europa ohne Europäer"
Bundeskanzlerin Angela Merkel im Interview mit Tom Buhrow und Roger de Weck

Köln (ots) – WDR-Intendant Tom Buhrow diskutiert am Donnerstag, 12. Mai, im Rahmen des WDR Europaforums in Berlin mit Bundeskanzlerin Merkel über das Thema „Europa ohne Europäer – Umkehr der europäischen Integration?“ Das Interview führt Buhrow gemeinsam mit Roger de Weck, Generaldirektor der Schweizerischen Rundfunk- und Fernsehgesellschaft SRG. In der Diskussion geht es auch darum, wie sich Deutschlands wichtige Rolle unter den Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union weiterentwickeln und verändern wird. Das 19. Internationale WDR Europaforum greift erneut Themen der europäischen Zukunftsdebatte auf und bietet am 12. Mai 2016 eine eintägige Konferenz europäischer Spitzenpolitiker im Auswärtigen Amt in Berlin. Im Mittelpunkt der Vorträge und Podiumsdiskussionen steht Europas Zukunft: Welches Europa wollen wir, und wie weit wollen wir als Union gemeinsam gehen? Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel nehmen Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission, Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und weitere europäische Spitzenpolitiker am WDR Europaforum (Leitung: Michael Radix, WDR Chefredaktion) teil. Die Diskussion von WDR-Intendant Tom Buhrow und SRG-Generaldirektor Roger de Weck mit Bundeskanzlerin Angela Merkel beginnt um 14.30 Uhr. Sendehinweise: WDR Europaforum im Livestream am Donnerstag, 12. Mai 2016 WDR Fernsehen, 10.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr und im Internet unter livestream.WDR.de WDR Funkhaus Europa, 12.00 bis 14.00 Uhr und im Internet unter funkhauseuropa.de Im Internet unter europa-forum.WDR.de (nur 12.5., 10.00 bis 16.00 Uhr) und event.WDR.de    

GNTM 2016
Heidi Klum: „Die Entscheidung ist dieses Jahr so schwer wie nie“

Unterföhring (ots) – „Für mich ist es der schönste Moment, wenn es heißt ‚Germany’s next Topmodel‘ 2016 ist…!“ In drei Tagen (12. Mai) verkündet Heidi Klum, wer „Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“ gewinnt. Aber welche der fünf Finalistinnen hat die besten Chancen auf den Sieg bei #GNTM? Das Supermodel verrät, welcher Modeltyp gerade gefragt ist: „Die Gewinnerin muss ein schönes, merkfähiges Gesicht, Modelmaße und den Willen Topmodel werden zu wollen haben.“ Die Entscheidung ist dieses Jahr so schwer wie nie, denn zum ersten Mal stehen fünf Models im großen Live-Finale von „Germany´s next Topmodel – by Heidi Klum“. Welche Eigenschaften braucht ein Topmodel also noch? „Neben Aussehen und Ausstrahlung zählen auch Persönlichkeit und Wandlungsfähigkeit“, betont die Jury-Chefin. „Als Model ‚verkaufst‘ du gewissermaßen Produkte und Firmenphilosophien. Eine schöne, leere Hülle reicht heutzutage nicht mehr. Du musst die Kunden überzeugen, zum Produkt passen und gerade am Anfang auch eine gewisse Stärke mitbringen. Du musst Absagen einstecken können, dir die Kritik zu Herzen nehmen und weitermachen.“
Motiv: Elena C. (Foto: © ProSieben)
Motiv: Elena C.
(Foto: © ProSieben)
Die #GNTM-Finalistinnen 2016 Kim, die Ambitionierte (20, Bad Homburg), Team Michael „Einzigartig und ambitioniert.“ Michael Michalsky schwärmt von seiner „blonden Göttin“. Mit Kim hat der Designer zwar nur ein Model im Finale, was für ihn aber kein Nachteil ist. Schließlich hat die 20-Jährige während der Staffel ganz schön abgeräumt: Sie wurde bei mehreren Entscheidungswalks zur besten Läuferin ernannt, durfte mit Heidi Klum zur AR-Gala nach New York reisen, gewann die Lauf-Challenge mit Topmodel Winnie Harlow und sahnte einen der heißbegehrten Jobs der Staffel ab – die Kampagne für Opel. Fata, die Wandelbare (21, Berlin), Team Thomas Den ersten Job ergatterte Fata schon in Folge fünf. Sie shootete für das „Fashion Avenue“-Magazin. In den darauffolgenden Sendungen betitelte Heidi Klum die Berlinerin oft als Gruppenbeste bei Shootings und Walks. Kurz vor dem Finale konnte sie einen wichtigen Kunden von sich überzeugen: Fata bekommt den Job als Testimonial für Gillette Venus. Die 21-Jährige ist diszipliniert und wandelbar. Die Berlinerin besticht durch ihr Beauty-Face und ihr selbstbewusstes Auftreten. Elena, die Coole (19, Hamburg), Team Thomas Die Staffel begann für Elena erfolgreich: Sie gewann mit ihrer Gruppe die Posing-Challenge mit Topmodel Toni Garrn auf Lanzarote. Auch bei der „Denim-Look“-Challenge kürten Michael Michalsky und Thomas Hayo die Hamburgerin zur Gewinnerin. Als ein One-Take-Video im Brautkleid gedreht wurde, überzeugte Elena mit ihrem Schauspieltalent auf ganzer Linie. Doch nicht nur die Jury ist Fan der 19-Jährigen. Elena ergatterte Jobs für Heidi Klums Lingerie-Kollektion „HK Intimates“ in Sydney und für den „Philips ProCurler“ in Los Angeles. Mit ihrem Traumkörper und ihrer coolen Art kommt die blonde Schönheit bei allen super an. Taynara, der Sonnenschein (19, Stadtlohn), Team Thomas Die 19-Jährige ist der Sonnenschein der Staffel. Sie verbreitet stets gute Laune und das schätzen nicht nur ihre Mitstreiterinnen, sondern auch die #GNTM-Jury und Kunden. Taynara shootete ein Editorial für das „Indie Magazine“. Beim Shooting auf einer gigantischen Schaukel zehn Meter über dem Boden lobte die Jury Taynaras spitzen Performance. Die Stadtlohnerin punktet mit grazilen, tänzerischen Bewegungen und weiß, wie sie ihren Körper perfekt in Szene setzt. Jasmin, die Temperamentvolle (20, Vorarlberg), Team Thomas „Ich bin aufgedreht, launisch, humorvoll und direkt.“ So beschreibt sich Jasmin selbst. Michael Michalsky findet aber auch Ähnlichkeiten zu Supermodel Naomi Campbell: „das exotische Aussehen, ihr Temperament und den Super-Body.“ Zwei Jobs sahnte die Vorarlbergerin in der Show ab (Boulezar und Indie Magazine). Aber vor allem ihre Gewinne bei Challenges und Fotoshootings lassen sich sehen: Ein Einzelstück aus der Michalsky-Kollektion und einen eigenen Opel Adam! #GNTM-Finale Internationale Starbesetzung: will.i.am, US-Megastar aus L.A., und Nick Jonas kommen zum #GNTM-Finale ins Coliseo Balear nach Mallorca. Zudem dabei: Dancehall-Star Sean Paul und RnB-Sänger Jay Sean. #GNTM-Weltreise Berlin, Fuerteventura, Lanzarote, Mailand, Madrid, L.A., New York, Miami, wieder L.A., Berlin, Sydney, zurück nach L.A., Shanghai, und jetzt nach Palma de Mallorca! Von einer solchen Weltreise können die meisten Mädchen nur träumen. Für die #GNTM-Models wurde dieser Traum wahr. Sie reisten in Staffel elf einmal um den Globus – so viele Stopps auf der #GNTM-Reise gab es in den letzten zehn Staffeln noch nie! „Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“ – Das Finale, am Donnerstag, 12. Mai 2016, um 20:15 Uhr, auf ProSieben  

EM 2016
Mario Basler: Schweinsteiger und Podolski nicht zur EM

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Düsseldorf (ots) – Der frühere Fußball-Nationalspieler Mario Basler hat sich gegen die Teilnahme der Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski an der EM in Frankreich ausgesprochen. Im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ sagte Basler: „Ich würde Bastian Schweinsteiger nicht mitnehmen. Er ist keine 25 oder 28 Jahre mehr. Er hatte während der Saison schon mehrere Verletzungen. Die Gefahr, dass er sich wieder verletzt, besteht.“ Über Podolski sagte der 30-malige Nationalspieler: „Ich denke, dass wir auf den offensiven Positionen bessere und jüngere Spieler haben. Wenn zum Beispiel Julian Draxler grünes Licht von den Ärzten bekommt, wird es schwierig für Lukas, mit nach Frankreich zu fahren.“ Das komplette Interview: Heute in einem Monat beginnt in Frankreich die Fußball-Europameisterschaft. Im Düsseldorfer Stadion blicken drei Experten bei unserem großen EM-Gespräch voraus: Mario Basler, Inka Grings und Peter Frymuth. Herr Frymuth, ist der DFB froh, dass die EM beginnt und nicht mehr über die WM-Affäre 2006 gesprochen wird? Peter Frymuth: Dass wir Kritik haben einstecken müssen, ist doch verständlich. Nun aber geht der Blick nach vorn, nachdem wir die Ungereimtheiten rund um die WM 2006 sorgfältig und in völliger Transparenz auf den Tisch gelegt haben. Im Einvernehmen mit der Deutschen Fußball Liga haben wir neue personelle Strukturen geschaffen, wir sind wieder voll handlungsfähig. Herr Basler, Sie waren beim Titelgewinn 1996 dabei, mussten aber verletzt vor Turnierstart abreisen. Wie fühlt sich so eine intensive Turniervorbereitung an? Mario Basler: Zunächst einmal ist klar, dass man sich freut, im Kader zu sein. Eine EM oder WM ist für jeden Fußballer ein tolles Erlebnis. Bei mir weiß man ja, dass ich die Vorbereitung nicht unbedingt geliebt habe, da sie mit sehr viel Laufarbeit verbunden war. Was für eine Rolle kann Deutschland? Basler: Wir wissen ja, wie wir Deutschen bei Turnieren ticken. Das kann alles sensationell laufen. Die Vorrunde sollte kein Problem sein, aber am Ende braucht man auch Glück. Mein großer Favorit sind die Franzosen, gerade weil die EM in Frankreich stattfindet. Würden Sie Schweinsteiger mitnehmen? Basler: Nein, ich würde ihn nicht mitnehmen. Bastian ist keine 25 oder 28 Jahre mehr. Er hatte während der Saison schon mehrere Verletzungen und die Gefahr, dass er sich wieder verletzt, besteht. Teilen Sie diese Meinung? Inka Grings: Die Frage lautet: Wie weit ist Schweinsteiger, wenn die EM-Vorbereitung tatsächlich beginnt? Hält er den Belastungen stand? Falls ja, würde ich ihn mitnehmen. Er hat ein ganz besonderes Standing in der zum Teil jungen und unerfahrenen Mannschaft. Die WM 2014 hat gezeigt, dass Löw mehr Wert auf die Defensive und Ergebnisse legt. Und er hat gesagt, die EM sei eine Durchgangsstation auf dem Weg zur WM 2018. Grings: Es ist ja bereits ein Umbruch vollzogen worden. Man muss den jungen Spielern auch Zeit geben. Deswegen würde ich die EM auch als Zwischenstation bezeichnen. Es ist nicht verwerflich, sich auch mal am Gegner und dessen Stärken zu orientieren und dann aus einer stabilen Defensive heraus zu agieren. Herr Basler, kann man die Teams von ’96 und heute vergleichen? Basler: Das ist schwierig. Wir haben immer eine tolle Nationalmannschaft gehabt, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Mich ärgert nur, dass einige sagen, heute sei alles besser und schöner, und dass wir Fußballer von damals heute gar nicht mehr mitspielen könnten. Mittlerweile haben die Teams ganz andere Möglichkeiten. 1954 haben sie mit einem Stahlball gespielt, wir dann mit einem Betonball und heute fliegt der Ball von alleine.  

Linker Pazifismus
Sevim Dagdelen und ihre Liebe für armenische Huntschak-Terroristen

Ein Gastbeitrag von Irma Kreiten

Die Partei „Die Linke“ behauptet von sich, konsequent für eine friedliche, verantwortungsvolle Außenpolitik zu stehen. Ihr Programmatisches Gründungsdokument erklärt ihre Werte und Ziele so:Unsere Außen- und Friedenspolitik hat ihre Grundlage im Völkerrecht, strebt nach globaler Gerechtigkeit und der Verwirklichung der Menschenrechte, verlangt Abrüstung und das weltweite Verbot von Massenvernichtungswaffen. Nur soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und Demokratie garantieren Stabilität und friedliche Zusammenarbeit.”

Der Partei „Die Linke“ scheint ihr Pazifismus derart heilig und unantastbar zu sein, daß selbst dann ein militärisches Eingreifen abgelehnt wird, wenn ganze Bevölkerungsgruppen unmittelbar von Auslöschung bedroht sind. So sieht es zumindest nach außen hin aus. Die Syrienpolitik von Die Linke, die immer wieder auf mehr oder weniger schlecht verdeckte Weise Diktator Baschar al-Assad zuarbeitet, ist in ihrere Doppelgesichtigkeit derart grotesk, daß sich hierzu ganze Romane verfassen ließen.

Daß die SED-Nachfolgepartei auch massiv in die innenpolitischen Verhältnisse in der Türkei einzugreifen sucht und welcher Methoden und Partner sie sich hierbei bedient, ist für eine allgemeine westeuropäische Öffentlichkeit offenbar schwieriger zu durchschauen. Hier soll deswegen anhand zweier prägnanter Beispiele gezeigt werden, wie die „Minderheitenpolitik“ dieser Partei in der Türkei denn in der Praxis aussieht und welchen Prinzipien sie hierbei tatsächlich folgt.

Am 12. Januar 2016 wurde im historischen Zentrum von Istanbul ein terroristischer Anschlag verübt. Bei einer Bombenexplosion, für die der IS verantwortlich gemacht wird, verloren 13 Menschen ihr Leben und 14 weitere wurden verletzt. Zwei Tage später teilte Sevim Dağdelen, Bundestagsabgeordnete für Die Linke, auf ihrer Facebook-Seite mit, sie sei „traurig über den Anschlag“. Der Sultanahmet-Platz, auf dem sich das Geschehen abgespielt hatte, gehöre zu ihren „Lieblingsplätzen“ in Istanbul. Mit ihm assoziiert Dağdelen, wie sie selbst schildert, neben den üblichen touristischen Sehenswürdigkeiten die “jungen Aktivisten der armenischen Huntschak-Partei, die erste sozialdemokratische Partei der Türkei”.

Die Huntschaks hatten sich Ende des 19. Jahrhunderts vom europäischen Ausland aus zunächst als Geheimgesellschaft gegründet, bevor sie sich im ausgehenden Osmanischen Reich die Form einer politischen Partei gaben. Als „Demokraten“ kann man sie nur schwerlich bezeichnen. Die Huntschak-Gründer enstammten allesamt dem Zarenreich, träumten von der Schaffung eines „sozialistischen“ armenischen Nationalstaates auf Kosten des Osmanischen Reiches und hatten beste Kontakte zu russischen Marxisten und Revolutionären, darunter auch Vladimir Lenin.

Die Huntschaks setzten explizit auf Terror als Mittel zum Erreichen ihrer politischen Ziele. Die Ermordung von Repräsentanten des osmanischen Staates, kurdischen Würdenträgern und sogar auch anderen Armeniern galt ihnen als legitim, sofern die Betreffenden als „Feinde“ oder „Verräter“ gebrandmarkt worden waren oder auch nur ihrer Sache im Wege standen. Die „Revolutionäre“, die am 15.6.1915 auf dem Beyazit-Platz erhängt wurden, waren bereits zwei Jahre zuvor inhaftiert und in den darauffolgenden Gerichtsprozessen zum Tode verurteilt worden, weil sie Attentate gegen führende Ittihad-Mitglieder geplant hatten.


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Mit den lokalen Verhältnissen und den Lebenssituationen in den osmanischen Provinzen, in denen sie ihre „revolutionäre Agitation“ durchführten, waren die führenden Köpfe der Huntschaks oftmals kaum vertraut. Selbst eine beträchtliche Dezimierung der armenischen Zivilbevölkerung auf dem Weg in ein „sozialistisches Armenien“ erschien einem der Huntschak-Ideologen als gerechtfertigt und wurde von ihm offen einkalkuliert.

Welcher Art die Sympathien Dağdelens für die Huntschaks sind, daß diese sich direkt aus dem antifreiheitlichen, linkstotalitären Charakter dieser Bewegung speisen, machen weitere Bezugnahmen der Linken-Politikerin auf diese Organisation deutlich. So betonte Dağdelen bereits in frühreren Veröffentlichungen:Die Huntschak-Partei war die erste sozialistische Partei im Osmanischen Reich. Ihre Aktivisten waren es, die zum ersten Mal das Kommunistische Manifest am Bosporus herausgegeben hatten.

Hieran zeigt sich denn bereits, daß es der Linken-Abgeordneten nicht im eigentlichen, umfassenden Sinne um Minderheitenrechte, Schutz vor Verfolgung und Ablehnung der Todesstrafe geht. Vielmehr steht im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit eine totalitäre Ideologie, für deren Umsetzung wenige Mittel ungeeignet und kaum ein Opfer zu groß erscheinen. Die Sorge um das Wohlergehen der Zivilbevölkerung und der Respekt vor dem Individuum treten demgegenüber völlig in den Hintergrund.

Des weiteren fällt an Sevim Dağdelens facebook-post auf, daß er (psychologische) Spiegelungen und Projektionen enthält, wie sie für die Kreml-Propaganda und russische Desinformationsstrategien nur allzu charakteristisch sind. So spricht Dağdelen vom „Terrorpaten Recep Tayyip Erdogan […] der den IS groß gemacht“ habe und davon, daß der türkische Präsident „islamistische Terrormilizen in Syrien bewaffnet“ habe, er in Sachen IS ein „doppeltes Spiel“ spiele. Berichte darüber, daß der russische Geheimdienst FSB gezielt islamistische Kämpfer aus dem Nordkaukasus nach Syrien eingeschleust habe, werden von ihr schlichtweg ignoriert, genauso wird die Rolle der ehemaligen national-sozialistischen Baath-Parteien bei der Herausbildung des Islamischen Staates verschwiegen. Das „doppelte Spiel“, von dem Dağdelen hier per Schuldumkehr spricht, ist tatsächlich das doppelte Spiel Putins, der sich im Nahen Osten als Brandstifter betätigt und sich zugleich der westlichen Staatengemeinschaft als Feuerlöscher, d.h. als Partner in einem vermeintlichen „Antiterrorkampf“ anbietet. Noch heikler dürften Dağdelens Entgleisungen zwischenzeitlich dadurch geworden sein, daß sich Vermutungen über eine Zusammenarbeit von Assad (und Putin) mit den IS-Terroristen nunmehr offiziell bestätigt haben. Letzendlich heißt dies, daß Sevim Dağdelen, Vertreterin einer vorgeblich streng pazifistischen Partei, anläßlich des Anschlags einer Terrororganisation, die zumindest teilweise mit dem heutigen Rußland kooperiert, mit Wehmut einer anderen Terrororganisation gedacht hat, die ihre Wurzeln im russischen Zarenreich bzw. in dortigen revolutionären Bewegungen hatte. Während Sevim Dağdelen offen ihre Sympathien für eine terroristische armenische Vereinigung kundtut, setzt sich ihre Kollegin Nicole Gohlke an vorderster Front für eine Aufhebung des PKK-Verbotes in Deutschland ein. Bereits am 18. Oktober 2014 hatte Gohlke die katastrophale humanitäre Lage in Syrien benutzt, um auf einer Demonstration in München unter dem Vorwand einer angeblichen „Solidarität mit der Befreiungsbewegung der Kurdinnen und Kurden“ offen die Fahne der PKK – in Deutschland ein verfassungsfeindliches Symbol – zu zeigen. Als Begründung für die von ihr geforderte „Entkriminalisierung“ behauptete sie, „unter dieser Fahne“ werde „ein Kampf für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie geführt“. Die Mühe einer komplexeren, differenzierteren Argumentation, die den mehrgleisigen und nach Ländern aufgeteilten Strategien der PKK zumindest Rechnung getragen hätte, machte sie sich erst gar nicht. Sie berief sich einfach auf ihren „Eindruck vor Ort […], dass die PKK in den letzten Jahren einen deutlichen Wandel vollzogen hat“ und fügte bekräftigend hinzu, diese „Einschätzung“ teilten „auch viele Personen, die der PKK nahestehen“. Während die Partei Die Linke sich in der Türkei ohnehin nicht für andere Minderheiten einsetzt als die der Armenier und Kurden, fällt bei näherer Betrachtung dann auf, daß diese Partei noch weiter selektiert. Anders als nach außen hin behauptet setzt sich diese Partei keineswegs generell für „die Armenier“ und „die Kurden“ ein: Es sind gerade die extremistischen, gewaltbereiten Elemente innerhalb der jeweiligen ethnischen Communities, die in besonderem Maße auf die Sympathien und Unterstützung durch Abgeordnete wie Gohlke oder Dağdelen zählen können.
Gleichzeitig erwecken Vertreter von Die Linke dann allerdings den Anschein, daß die von ihnen favorisierten politischen Gruppierungen für die ethnischen Communities insgesamt ständen, diese in ihrer Gesamtheit vertreten würden. So behauptete Nicole Gohlke ununwunden: “Das PKK-Verbot führt dazu, dass die in Deutschland lebenden Kurdinnen und Kurden sich nicht mehr politisch betätigen können”.

Die Nähe zu Rußland bzw. dem ehemaligen sowjetischen Machtblock und eine leninistisch-stalinistische ideologische Herkunft (heutzutage gerne zu „basisdemkratischen Ansätzen“ verbrämt) stellen für diese Partei überaus wichtige Kriterien bei Entscheidungen darüber dar, wem sie im Nahen Osten Unterrstützung zukommen läßt und wen sie bestenfalls ignoriert.

Für die Situation der Lazen, Hemschinen, Pontier, Balkantürken, Krimtataren, Turkmenen und Nordkaukasier ist so wenig Interesse vorhanden, daß diese in Papieren und Reden von Die Linke nicht einmal namentlich Erwähnung finden – zum Glück, möchte man angesichts der allgemeinen antidemokratischen Ausrichtung dieser Partei mittlerweile hinzufügen.

Einer Thematisierung tscherkessischer Angelegenheiten hat sich die Gesamtpartei konsequent und über Jahre hinweg verweigert. Nicole Gohlke selbst hat nach anfänglicher andersgearteter Zusage, die dann unmittelbar nach den Bundestagswahlen von 2013 unter fadenscheiniger Begründung wieder zurückgezogen wurde, definitiv abgelehnt, sich für die Aufarbeitung des Völkermordes an den Tscherkessen in welcher auch immer gearteten Form einzusetzen.

Dabei gäben die Tscherkessen ein gutes Rollenmodell ab für eine ernsthaft „friedenspolitisch“ motivierte Partei. Die Tscherkessen haben sich, anders als Armenier und Kurden, seit Jahrzehnten ausschließlich auf gewaltlose Weise für ihre Rechte eingesetzt, sich etwa zu Kulturvereinen und zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammengeschlossen. Die tscherkessische Diaspora ist dezentral und pluralistisch aufgestellt, besteht aus vielen kleinen, unterschiedlich ausgerichteten, teils kooperierenden, teils rivalisierenden Verbänden und Assoziationen, die fast das gesamte politische Spektrum abdecken.

Die Verachtung und Ignoranz, mit der Die Linke tscherkessischen Anliegen begegnet, illustriert gerade im Kontrast zum Umgang mit der PKK und der Berufung Dağdelens auf die Huntschak-Partei, daß hier ganz und gar kein Eintreten für die Benachteiligten und Unterdrückten stattfindet. Die Linkspartei funktioniert vielmehr als Verstärker für diejenigen, die ohnehin schon aufgrund straffer, totalitärer Organisationsformen, rücksichtslosem Vorgehen gegen interne Abweichler und Rekurs auf Gewalt auf überproportionale Weise die Aufmerksamkeit der internationalen Öffentlichkeit auf sich ziehen und ihre Interessen durchzusetzen wissen.

Letzendlich bestraft Die Linke hiermit ziviles, basisdemokratisches Engagement und belohnt den Einsatz terroristischer Mittel. Duch die falschen Anreize, die hiermit gesetzt werden, dürfte ihre Politik – auch jenseits einer direkten Unterstützung für Putin und Assad – im Nahen Osten insgesamt eine gewaltfördernde Wirkung entfalten. Von einer demokratisch motivierten Minderheitenpolitik bleibt bei näherer Betrachtung nichts übrig. Linkspartei-Repräsentanten wie Nicole Gohlke und Sevim Dağdelen bedienen sich vielmehr ethnischer Minderheiten, um die gleiche skrupellose, zynische, auf Blockinteressen ausgerichtete Machtpolitik zu betreiben, die sie anderen politischen Kräften immer wieder zum Vorwurf machen.


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