Ankara (nex) – Eine syrische Familie, die sich vornahm, mit dem Fahrrad eine Strecke von fast 1200 km bis nach Ankara zurückzulegen, um dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan für die herzliche Aufnahme der Flüchtlinge zu danken, hat nach 23 Tagen ihr Ziel erreicht.
Ali Göksin, der stellvertretende Vorsitzende der Großstadtgemeinde von Ankara, hieß die Flüchtlingsfamilie willkommen und empfing sie in seinem Büro. Die Familie erzählte, dass sie unterwegs sehr viele Flüchtlinge und syrische Schüler besucht und ihre Dankesbotschaften in einem Notebook gesammelt habe.
Der 30-jährige Mulhem al-Said erklärte, dass er auch gerne ein Gedicht, das er für Präsident Erdogan geschrieben habe, vortragen würde. Familienvater Mulhem al-Said, seine 20-jährige Frau Mey Besrini, der dreijährige Hamza und seine sechs Monate alte Schwester Huzeyfe fuhren im April vom Bezirk Midyat in der südosttürkischen Provinz Mardin los. Die Familie war im Jahr 2013 vor dem mittlerweile fünf Jahre andauernden Bürgerkrieg nach Midyat geflohen.
Die Strecke zwischen Midyat und Ankara beträgt mehr als 1.100 Kilometer. Die Familie hatte sich die Provinz Sanliurfa als Zwischenziel gesetzt, wo sie im Bezirk Viransehir mit den leitenden Angestellten einer Religionsschule zusammenkam und von syrischen Schülern verfasste Dankesbriefe in Empfang nahm.
Mulhem al-Said, der in Mardin als Lehrer arbeitet, erzählt, dass sie aufgebrochen seien, um Erdogan ihre Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen und fährt fort: „Kein anderes Land hat den Syrern mehr geholfen als die Türkei. Wir haben uns auf den Weg gemacht, um zu zeigen, dass wir das zu schätzen wissen. Wir haben in verschiedene Städte Abstecher gemacht, um Wunsch- und Dankesbriefe von Lehrern und Schülern nach Ankara mitzunehmen.“
Düsseldorf (ots) – Mehrere konservative CDU-Politiker haben wie auch die CSU eine moderate Kurskorrektur ihrer Partei nach rechts im kommenden Bundestagswahlkampf befürwortet.
„Die CDU muss in der politischen Mitte bleiben und aufpassen, dass sie auf der Suche nach neuen Wählern im linken politischen Spektrum nicht immer mehr Stammwähler irritiert oder gar verliert“, sagte der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach der „Rheinischen Post“.
„Für Wertkonservative ist nicht Multikulti das gesellschaftliche Ziel, ihnen geht es um Integration und die vorbehaltlose Akzeptanz unserer Rechts- und Werteordnung“, betonte Bosbach. „Mit einem klaren ordnungspolitischen Kurs kann die Union auch konservative Wähler überzeugen. Sie brauchen nicht zur AfD zu gehen“, sagte auch Christian von Stetten, Chef des Parlamentskreises Mittelstand in der Unionsfraktion, der Zeitung.
Der CDU-Wirtschaftspolitiker von Stetten sieht sich durch eine Studie bestätigt, die zurzeit in der Union kursiert. Demnach hatten in den westdeutschen Wahlkreisen bei den Bundestagswahlen seit 1998 konservative CDU-Kandidaten wie von Stetten selbst oder Bosbach insgesamt deutlich höhere Stimmenzuwächse als Bundestagsabgeordnete, die nicht zum konservativen Flügel gehören.
Malatya (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigte am vergangenen Samstag die EU-Länder der Heuchelei, da sie Druck auf die Türkei ausüben wollten, ihre Terrorgesetze zu ändern, während sie selbst in ihrem eigenen Kampf gegen den Terror die Demokratie „in den Hintergrund drängten“.
„Als Bomben auf ihren eigenen Böden zu explodieren begannen, waren diejenigen, die uns kritisieren, schnell dabei, Demokratie und Freiheiten in den Hintergrund zu drängen“, sagte Erdogan während einer Rede in der südosttürkischen Stadt Malatya.
In der vergangenen Woche hatte die Europäische Kommission mitgeteilt, dass die Türkei noch fünf Kriterien einschließlich Änderungen in ihrem Anti-Terrorgesetz zu erfüllen habe, um Visafreiheit im Schengen-Raum zu erhalten. Die Visafreiheit soll türkischen Staatsbürgern im Gegenzug zum EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen zur Eindämmung der Migrationsströme nach Europa gewährt werden.
„Ich rede ganz offen: Was die Visafreiheit betrifft, so lasst erst mal die anfangen, ihre eigenen Anti-Terror-Gesetze zu ändern, indem sie die Zelte abbauen, die die Terroristen vor den Toren des Europäischen Parlaments errichtet haben“, forderte Erdogan in Anspielung auf die Zelte, die die PKK-Terroristen in der Nähe des Europäischen Rates in Brüssel aufgestellt hatten.
Ankara (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Sonntag die Unternehmen in der Türkei zur Solidarität aufgerufen. Um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, hat Erdogan jedes Unternehmen in der Türkei dazu aufgerufen, eine arbeitslose Person einzustellen.
Diese Idee äußerte der Präsident in einer Rede vor der Vereinigung der Kammern und Rohstoffbörsen in der Türkei (TOBB), die etwa 1,5 Millionen Mitglieder zählt. „Wenn jedes eurer Mitglieder eine Person einstellt, würde das Arbeit für etwa 1,5 Million Arbeitslose bedeuten“, sagte Erdogan vor den versammelten Unternehmern.
„Wir können unser Geld nicht mit ins Grab nehmen. Es bleibt hier. In diesem Fall lasst uns jenen Menschen Arbeit geben, die keine haben. Was würde ein Unternehmen verlieren? Wird es zusammenbrechen, wenn es eine Person einstellt? Nein, im Gegenteil, es wird profitieren. So einfach ist das“, so Erdogan weiter.
Die problematische Lage vieler Absatzmärkte wie der Irak und die Spannungen mit Russland belasten die türkische Wirtschaft. Insbesondere der Tourismus leidet unter dem Ausbleiben russischer Gäste und auch europäischer Urlauber, die durch den Terrorismus der PKK und des IS (Daesh) abgeschreckt werden.
Im Jahre 2015 wies die Türkei zwar mit vier Prozent ein höheres Wachstum auf als die EU, dennoch bleiben die öffentlichen Ausgaben hoch und die Arbeitslosigkeit liegt derzeit wieder bei über zehn Prozent. Die bekannte Ratingagentur Standard&Poor’s hat am Freitag trotz des schwierigen Umfelds die türkische Wirtschaft und ihre Aussichten als stabil eingestuft und ihre Einschätzung bezüglich der Kreditwürdigkeit des Landes weiter verbessert.
Bielefeld (nex/ots) – Eine Frau aus Nieheim (NRW), die ihre Wohnung nach 16 Jahren bis Ende Mai für Flüchtlinge freimachen sollte, darf nun doch dort wohnen bleiben.
„Ich freue mich, dass es so gekommen ist“, sagte die alleinerziehende Mutter zweier Kinder dem WESTFALEN-BLATT. Der Fall hatte im vergangenen Jahr über Deutschland hinaus Schlagzeilen gemacht. Bürgermeister Rainer Vidal (parteilos) hatte die 90 Quadratmeter große Wohnung im September per Einschreiben gekündigt und Eigenbedarf als Grund angegeben.
Er wollte das dreigeschossige Haus in der Innenstadt als städtische Flüchtlingsunterkunft nutzen. Der öffentliche Aufschrei gipfelte in Drohungen und Hass-Mails gegen den Bürgermeister.
Jetzt die Wende: „Ich habe von der Stadt einen Brief bekommen, mit dem die Kündigung zurückgenommen wurde. Ich brauchte noch nicht einmal vor Gericht zu gehen“, sagte die Krankenschwester.
Bürgermeister Rainer Vidal sagte dem WESTFALEN-BLATT: „Die Situation hat sich geändert. Es kommen weniger Flüchtlinge, und wir haben andere Unterkünfte gefunden. Ich bin zufrieden, dass sich die Angelegenheit so geklärt hat.“
Das EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen wurde mit dem Ziel abgeschlossen, die Flüchtlingskrise, der die EU gegenübersteht, abzumildern. „Wir erleben einen Rückgang“, sagte etwa Griechenlands Migrationsminister Yannis Mouzalas der Süddeutschen Zeitung.
Auch der erste Vizepräsident der Europäischen Kommission Frans Timmermanns hatte letzte Woche darauf hingewiesen, dass durch das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei die Zahl der Menschen, die beim Versuch ertränken, von der türkischen Küste aus die griechischen Inseln zu erreichen, abgenommen habe.
Köln (ots) – Der Bestseller wird 40 Jahre jung: Am 11. Mai 1976 rollte in Saarlouis (Saarland) der erste Ford Fiesta vom Band. Vier Jahrzehnte später er eine der erfolgreichsten Baureihen der Welt. Das vergangene Jahr schloss der Fiesta mit 315.000 Einheiten erneut als meistgekaufter Kleinwagen Europas ab.
(Foto: Charles01 – Eigenes Werk, Gemeinfrei, wikimedia)
Ford feiert das Jubiläum mit umfassenden Modell-Neuerungen sowie zahlreichen attraktiven Neuheiten – vom Editionsmodell Ford Fiesta Celebration über die neue, dynamische Ausstattungsvariante Ford Fiesta ST-Line bis hin zum 147 kW (200 PS)* starken Ford Fiesta ST200 – das auf 500 Stück limitierte Sondermodell ist die neue sportliche Speerspitze der Fiesta-Baureihe.
Neue Ausstattungslinien
Der Ford Fiesta startet im Jubiläumsjahr mit umfangreichen Neuerungen durch und präsentiert sich damit so modern und frisch wie eh und je. Im Zuge der vielfältigen Neuerungen nimmt Ford bei allen Ausstattungslinien mit Ausnahme des dreitürigen und 44 kW (60 PS)* starken Einstiegsmodells eine moderate Preisanpassung von 200 Euro vor. Die Ausstattungslinie Ambiente entfällt. Der Ford Fiesta ist in Deutschland somit ab sofort in den folgenden Ausstattunsversionen lieferbar:
– Trend – Celebration – Titanium – ST-Line inklusive ST-Line Black und ST-Line Red.
Top-Modell der Fiesta-Baureihe ist weiterhin der „ST“, der nun sogar in zwei Leistungsstufen zur Verfügung steht: als „ST“ mit 134 kW (182 PS) und als „ST200 mit 147 kW (200 PS).
Der neue Ford Fiesta Trend
Bereits das umfangreich ausgestattete Einstiegsmodell – der Fiesta Trend mit dem 44 kW (60 PS)* starken 1,25-Liter-Benziner – punktet serienmäßig unter anderem mit Berganfahr-Assistent, Dreispeichen-Lederlenkrad, Leder-Handbremsgriff, höhenverstellbarem Fahrersitz, elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Scheinwerfern mit Begrüßungsfunktion, und in Wagenfarbe lackierten Türgriffen, Stoßfängern und Außenspiegeln.
Das intelligente Sicherheits-System IPS umfasst neben Front-Airbags für Fahrer und Beifahrer auch einen Knie-Airbag für den Fahrer, Kopf-Schulter-Airbags vorn und hinten sowie Seiten-Airbag für Fahrer und Beifahrer. Die Preise für die dreitürige Version beginnen bei 12.500 Euro.
Das neue Editionsmodell Ford Fiesta Celebration
Das neue Editionsmodell Ford Fiesta Celebration, ebenfalls ab Anfang Juni bestellbar zu Preisen ab 15.150 Euro, ersetzt bei unveränderter Ausstattung die bisherige Fiesta SYNC Edition und überzeugt mit einem Preisvorteil von bis zu 1.970 Euro gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Fiesta Trend.
Als Einstiegsmotorisierung dient der 48 kW (65 PS)* starke 1,0-Liter-Benziner mit serienmäßigem Start-Stopp-System. Zusätzlich zur Ausstattungslinie „Trend“ verfügt der „Celebration“ ab Werk unter anderem über Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, 15-Zoll-Leichtmetallräder, CD-Audiosystem inklusive Ford SYNC mit AppLink und 10,6 Zentimeter großem Multifunktionsdisplay, Ford Eco-Mode für eine besonders umweltschonende Fahrweise sowie das individuell programmierbare MyKey-Schlüsselsystem.
Darüber hinaus können Kunden den Fiesta Celebration mit neuen Ausstattungsdetails weiter aufwerten. Hierzu zählen zum Beispiel die für den „Celebration“ lieferbare Lackierung „Mitternachts-Blau-Metallic“ sowie die Celebration-Pakete I und II. Ersteres beinhaltet die beheizbare Frontscheibe, elektrisch einklappbare Außenspiegel mit Umfeldbeleuchtung, Active City Stop sowie Park-Pilot-System vorne und hinten. Im Vergleich zum bisher angeboteten Easy-Driver-Paket II profitieren Kunden hierbei von einer Preissenkung in Höhe von 200 Euro und einem Kundenvorteil von bis zu 575 Euro.
Das Celebration Paket II – bestellbar in Verbindung mit den 1,0-Liter-Benzinmotoren sowie allen Dieseltriebwerken – hat zusätzlich das Ford Navigationssystem inklusive Kartenmaterial für Westeuropa sowie Ford SYNC mit AppLink und 12,7 Zentimeter großem Multifunktionsdisplay an Bord.
Die neue Ford Fiesta ST-Line: drei Varianten stehen zur Wahl Betont dynamisch präsentiert sich die neue Ausstattungsvariante „ST-Line“, die die Ausstattungslinie „Sport“ ersetzt. Die „ST-Line“ kann ab sofort zu Preisen ab 17.150 Euro geordert werden und steht in drei Varianten zur Wahl:
– Neben dem Fiesta ST-Line, der als Drei- und als Fünftürer erhältlich ist,
– können Käufer den rassigen Kölner auch als ST-Line Black
– sowie als ST-Line Red
ordern.
„Black“ und „Red“ sind den dreitürigen Fiesta-Versionen vorbehalten. Bei der Ford Fiesta ST-Line Black sorgen die Außenfarbe in Iridium-Schwarz Mica sowie Kontrast-Elemente in Race-Rot für einen markanten Auftritt. Der Mehrpreis gegenüber der Fiesta ST-Line beträgt 765 Euro. Die Fiesta ST-Line Red glänzt in Race-Rot mit Kontrast-Elementen in Iridium-Schwarz Mica. Aufpreis im Vergleich zur Fiesta ST-Line: 200 Euro.
Alle ST-Line-Modelle verfügen darüber hinaus ab Werk über einen großen Dachspoiler, in Wagenfarbe lackierte Seitenschweller, 16-Zoll-Leichtmetallräder in Rock-Metallic sowie Stoßfänger vorne und hinten in speziellem Sport-Design. Im Innenraum setzen neben dem dunklen Dachhimmel, die Einstiegszierleisten mit ST-Line-Schriftzug, die Pedalerie mit Aluminium-Auflagen sowie Dreispeichen-Lederlenkrad und Sportsitze vorne, die von roten Ziernähten geschmückt werden, Akzente.
Die Ausstattungsvariante ST-Line kann mit drei Benzinern – dem 1,0 Liter großen EcoBoost mit 74 kW (100 PS)*, 92 kW (125 PS)* und 103 kW (140 PS)* – sowie dem 70 kW (95 PS)* starken 1,5-Liter-TDCi-Diesel kombiniert werden. Beim EcoBoost-Triebwerk mit 74 kW (100 PS) steht neben dem manuellen Fünfganggetriebe auch das Ford PowerShift-Automatikgetriebe mit Doppelkupplungstechnologie zur Wahl.
Der Ford Fiesta ST200: das neue sportliche Top-Modell der Baureihe
Der Fiesta ST erfreut sich großer Beliebtheit: Mit europaweit mehr als 30.000 verkauften Fahrzeugen ist er das erfolgreichste Sportmodell in diesem Segment. Pünktlich zum 40. Geburtstag präsentiert Ford ab Juni eine besonders agile und auf nur 500 Einheiten limitierte Sonder-Edition dieses Bestsellers – den Ford Fiesta ST200.
Der „ST200“ hat, ebenso wie der „konventionelle“ Fiesta ST, einen 1,6-Liter-EcoBoost-Vierzylinder-Turbomotor an Bord, liefert aber 13 kW (18 PS) mehr Leistung und 50 Nm mehr Drehmoment. In Zahlen:
Der „ST200“ wartet mit 147 kW (200 PS) und einem maximalen Drehmoment von 290 Nm auf. Für einen auf 20 Sekunden begrenzten Zeitraum lässt eine Overboost-Regelung des Turbos weitere elf kW (15 PS) und 30 Nm auf die angetriebenen Vorderräder los. So gerüstet spurtet der „ST200“ aus dem Stand in 6,7 Sekunden auf Tempo 100, auf der Autobahn erreicht er bis zu 230 km/h.
Auch fahrdynamisch setzt der neue Ford Fiesta ST200 besondere Akzente. Mitverantwortlich hierfür zeichnet unter anderem das nochmals sportlicher abgestimmte Fahrwerk. Darüber hinaus profitieren Käufer im Vergleich zum konventionellen Fiesta von einer kürzeren Getriebeabstufung sowie einem noch leistungsstärkeren Bremssystem.
Zu den optischen Highlights zählen die exklusiv für den „ST200“ verfügbare Außenlackierung in Asphalt-Grau, 17-Zoll-Leichtmetallräder in Mattschwarz, Einstiegszierleisten vorne mit beleuchtetem ST-Logo sowie spezielle Recaro-Sportsitze mit Leder-Stoff-Polsterung und farbiger Ziernaht.
Der „ST200“ steht ab 24.640 Euro in der Preisliste, der konventionelle „ST“ mit 134 kW (182 PS)* kann ab 20.640 Euro bestellt werden.
* Kraftstoffverbrauch des Ford Fiesta in l/100 km: 9,7 – 3,4 (innerorts), 5,5 – 3,0 (außerorts), 7,1 – 3,2 (kombiniert); CO2-Emissionen (kombiniert): 140 – 82 g/km. CO2-Effizienzklasse: E – A+.
Ankara (nex) – Die Türkei zählt die Tage bis zur Installation des ersten Betriebssystems heimischer Produktion, das ab dem kommenden Jahr in allen Behörden des Landes genutzt werden soll.
Das System PARDUS, das nach einem seltenen anatolischen Leoparden benannt ist, wird 2017 in allen Regierungsnetzwerken verfügbar sein.
Das Linux-basierte Betriebssystem, das von der Türkischen Anstalt für Wissenschaftliche und Technologische Forschung (TÜBITAK) entwickelt wurde, soll die Lösung für Netzsicherheitsprobleme sein sowie Einsparungen in Millionenhöhe durch die Nutzung eines heimischen Produkts ermöglichen.
PARDUS wird zurzeit im Ministerium für Wissenschaft, Industrie und Technologie genutzt. Offiziell soll es bis zum Ende des Jahres in Behörden wie das Türkische Patentamt, das Türkische Amt für Normung sowie in Behörden, die kleine und mittlere Unternehmen beaufsichtigen, installiert werden.
Das ursprünglich von einem Ingenieur und Projektmanager entwickelte Betriebssystem wird von einem neuen 65-köpfigen Expertenteam begleitet werden, dem sich der Ingenieur anschloss, als die Türkei die Nutzung des Betriebssystems auf die Regierungsnetzwerke erweitern wollte.
Das Betriebssystem ist die neueste Entwicklung aus der Heimische-Produktion-Kampagne des Landes. Die Türkei möchte in allen Sektoren ihrer Abhängigkeit von Importen ein Ende setzen. Experten haben bereits mit der Entwicklung des ersten Autos aus heimischer Produktion begonnen, während die Verteidigungsindustrie ihre Bemühungen im Bau heimischer Tanks und Gewehre fortsetzt.
Die Regierung erwartet, dank PARDUS Einsparungen in Millionenhöhe zu erreichen, womit Lizenzgebühren für andere Betriebssysteme wie auch die Wartungskosten hinfällig würden.
Die Behörden nutzen derzeit Microsoft Systems, die nach Angaben von Experten anfällig für Cyberattacken seien. Der Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, Fikri Isik, bezeichnete Microsoft Systems als „zu anfällig und offen für jede Art von Cyberattacken. Unser eigenes System wird solchen Attacken vorbeugen.“
2003 war PARDUS’ Geburtsjahr. Die erste Vollversion wurde zwei Jahre später veröffentlicht. Die letzte Personal Edition kam 2013 und seitdem wurden weitere Unternehmensversionen, so genannte Corporate Versions, die exklusiv für Behörden und Unternehmen entwickelt wurden, veröffentlicht. PARDUS weist eine breite Unterstützung für türkischsprachige Anwendungen auf. Es bietet regelmäßige Sicherheitsupdates zum Schutz vor aktuellen Viren und Sicherheitslücken, während es gleichzeitig die Kosten niedrig hält.
New York (nex) – Das US-amerikanische Meinungsforschungszentrum Pew Research Center hat die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Umfrage veröffentlicht.
Jünger und pro-palästinensisch
Die Ergebnisse bestätigen, dass die Unterstützung für die Palästinenser am schnellsten unter den jungen Erwachsenen, den so genannten Millennials, die nach 1980 geboren sind, wächst.
„Aktuell sympathisieren 43 Prozent der Millennials mit Israel, während 27 Prozent mehr pro-palästinensisch sind“, ist im Pew-Bericht zu lesen.
„Der Anteil der Personen, die mit Palästinensern sympathisieren, ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, und zwar von neun Prozent im Jahr 2006 auf 20 Prozent im Juli 2014. Heute sind es mittlerweile 27 Prozent.“ Mit anderen Worten: Er hat sich verdreifacht.
Nach Angaben des Pew ist die Zahl der mit den Palästinensern sympathisierenden US-Amerikanern seit Juli 2014, dem Zeitpunkt also, als Israel seinen 51 Tage währenden Angriff auf Gaza mit mehr als 2200 Toten, darunter 551 Kinder, startete, um fünf Prozentpunkte gestiegen.
Pew nennt dies einen „mäßigen“ Anstieg, obwohl er doch landesweit gesehen bedeutet, dass Millionen Menschen ihre Sicht der Dinge geändert haben. Wenn man sich näher mit den Ergebnissen der Umfrage beschäftigt, wird es offensichtlich, dass die Unterstützung für Israel in wichtigen Personengruppen der US-Gesellschaft einer regelrechten Erosion ausgesetzt ist.
Der Anstieg der Sympathie für die Palästinenser ist laut Pew fast ausschließlich den Demokraten, vor allem den Liberaldemokraten zu verdanken.
Die Zahl der Liberaldemokraten, die eher mit Palästinensern sympathisieren, hat sich im Laufe der letzten zwei Jahre fast verdoppelt: Sie ist von 21 auf 40 Prozent gestiegen.
Bei einem Blick auf die Demokratische Partei wird es offensichtlich, das Hillary Clinton die Kandidatin des Pro-Israel-Flügels ist: 47 Prozent ihrer Anhänger sagen, sie sympathisierten eher mit Israel, während 27 Prozent für die Palästinenser sind.
Unter den Anhängern des ebenfalls demokratischen Senators von Vermont, Bernie Sanders, ist ein beträchtlicher Anteil von 39 Prozent pro-palästinensisch eingestellt, während lediglich ein Drittel zu Israel hält.
Die Kluft zwischen den Parteianhängern
Die Clinton-Anhänger sind ganz klar eher pro-israelisch eingestellt. Dennoch ist es bemerkenswert, dass diese Gruppe bei unter 50 Prozent liegt, was als Hinweis darauf gedeutet werden könnte, wie sehr sich Meinungen über die palästinensisch-israelische Frage in der Basis der Demokratischen Partei ändern.
Die Pew-Umfrage zeigt, wie sehr Israel ein Thema parteipolitischer Auseinandersetzungen geworden ist.
Insgesamt sind lediglich 43 Prozent der Demokraten eher pro-israelisch eingestellt, während 29 Prozent die Palästinenser unterstützen.
„Im Gegensatz zu den Demokraten steht eine überwältigende Mehrheit der republikanischen Wähler an der Seite von Israel, ungeachtet des Kandidaten, den sie unterstützen“, heißt es im Pew-Bericht.
Was auch immer bei den Präsidentschaftswahlen 2016 geschehen mag, die Vereinigten Staaten von Amerika waren noch nie ein dermaßen fruchtbarer Boden für die Unterstützung der Rechte der Palästinenser.
Bursa (nex) – Eine soziale Netzwerkseite, die ein junger Türke aus Bursa entwickelt hat, könnte bald mit Facebook konkurrieren – Technologie-Riese Microsoft sagte Unterstützung zu.
Sertan Helvaci entwickelte die Website ‚Events Here‘, mit der User Veranstaltungen im Umkreis von 25 Kilometern finden können. Mit nur einem Klick können User an diesen Events teilnehmen. Eine Einladung brauchen sie dafür nicht. „Die App fragt zunächst nach deinen Interessensgebieten“, erklärt Helvaci. „Anschließend listet sie alle Aktivitäten und Veranstaltungen im Umkreis von 25 Kilometern auf. Man kann jedes aufgelistete Event auswählen und daran teilnehmen. Mein Ziel war, eine Möglichkeit für die Menschen zu schaffen, andere Menschen mit denselben Interessen zu treffen.“Auf den Unterschied zwischen seinem Projekt und Facebook angesprochen, meint der 18-Jährige: „Facebook hat auch ein System, Veranstaltungen zu organisieren und an ihnen teilzunehmen. Aber es erlaubt die Teilnahme nur denen, die auch eingeladen sind. Es erlaubt nur bereits bestehenden Freundeskreisen, sich zu treffen.“Helvaci nennt ein Beispiel: „Wenn jemand nach Izmir geht, kann er mit meiner App herausfinden, ob es dort eine Konferenz gibt, die ihn interessieren könnte. ‚Events Here‘ schickt ihm sofort eine Benachrichtigung mit Details über die Veranstaltung. „Er sei schon seit sehr jungen Jahren sehr interessiert an Computerprogrammierung und -technologie gewesen, erzählt er. Seit der sechsten Klasse arbeite er an der Entwicklung von Software. Er sei, so der junge Mann weiter, der Erste in der Türkei, der eine solche App entwickelt habe und bei der Softwareentwicklung für eine soziale Netzwerkseite so weit gekommen sei. Helvaci stellte sein Projekt Microsoft vor und gewann schnell deren Aufmerksamkeit. Microsoft stellte ihm alle Windows- und Microsoftprodukte kostenlos zur Verfügung. Von der Istanbuler Universität Bahceli bekam er ein Stipendium.
Beschluss der Studierendenvereinigung der juristischen Fakultät verbietet jegliche akademische Aktivitäten mit dem jüdischen Staat oder dessen Bürgern.
Santiago (nex) – Die Studierendenvereinigung der juristischen Fakultät der Universidad de Chile hat eine Resolution für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) gegen Israel beschlossen.
Die in der vergangenen Woche beschlossene Resolution verbietet jegliche akademische Aktivitäten mit dem israelischen Staat und dessen Bürgern.
Das Simon Wiesenthal Center (SWC) appellierte am vergangenen Freitag an den Präsidenten der Universität, Ennio Vivaldi Vejar, die Resolution zu annullieren, die „näher an der Inquisition als an einer Institution [ist], die behauptet, gegen Diskrimierung und für internationalen Dialog zu sein.“
„Ein Boykott, der den Staat Israel fälschlicherweise der Apartheid bezichtigt, der praktiziert doch selbst Apartheid gegenüber Israel und seinen jüdischen und nichtjüdischen Unterstützern“, erklärte Dr. Ariel Gelblung, der Leiter des lateinamerikanischen SWC-Standortes.
Die Studierenden stimmten über zwei Fragen ab. In der ersten ging es darum, ob die Studierenden dem Verbot von „Aktivitäten, die die Teilnahme von Regierungsverantwortlichen des israelischen Staates oder der israelischen Botschaft in der juristischen Fakultät erforderten,“ zustimmten. 515 Studierende (56,3 Prozent) stimmten mit Ja, 399 (43,6 Prozent) waren dagegen.
Auf die Frage: „Erklärst du dich damit einverstanden, dass die Universidad de Chile keine institutionellen Beziehungen zu israelischen Universitäten pflegen sollte, die unmittelbar zur Verletzung der Menschenrechte des palästinensischen Volkes einen Beitrag leisten?“, antworteten 582 Studierende (64 Prozent) mit Ja, 327 (36 Prozent) mit Nein.
Die Palestinian Federation of Chile begrüßte das Wahlergebnis und bezeichnete dieses als eine Demonstration der Jurastudierenden gegen die „Israelische Apartheid“.
Es wird davon ausgegangen, dass die palästinensische Community in Chile die größte in der Diaspora ist. Schätzungsweise 300.000 Chilenen sind Berichten zufolge palästinensischer Abstammung. Es leben etwa 15.000 Juden in Chile.
Die Universidad de Chile ist nach Angaben des Magazins „America Economia“ und der Tageszeitung „El Mercurio“ die größte und eine der angesehensten Universitäten des Landes. Auch im globalen Hochschulranking sei sie unter den besten Universitäten Chiles dabei.
„Dieses Votum stärkt dem akademischen Boykott den Rücken. Es hilft, unsere Lernstätte von israelischer Apartheid freizuhalten, sodass wir klare demokratische Luft atmen können, frei von Segregation, Unterdrückung, Kolonialisation“, erklärte BDS UChile, ein BDS-Studierendenbündnis an der Universidad de Chile.
Nach Angaben der BDS-Bewegung gewinnt der akademische Boykott gegen Israel immer mehr Zuspruch in Lateinamerika. Zu Beginn des Jahres erklärten mehr als 200 brasilianische Professoren und Forscher, dass sie die BDS-Kampagne aktiv unterstützten. Auch in Argentinien haben über hundert Professoren, Hunderte Studierende und elf akademische Einrichtungen eine PETITION für akademischen Boykott gegen Israel unterzeichnet.