Flüchtlinge in Deutschland
Zahl der Asylanträge von Türken stark angestiegen

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Dortmund (nex) – Nach einem Bericht des Berliner Tagesspiegels ist die Zahl der Asylanträge von Türken in Deutschland stark angestiegen. So habe es im ersten Halbjahr 2016 fast so viele Anträge gegeben wie im gesamten Vorjahr: Waren es im vergangenen Jahr 1767 Anträge, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) registrierte, betrug deren Zahl von Januar bis Juni dieses Jahres bereits 1719, teilte die Behörde auf Anfrage des Tagesspiegels mit. Die meisten Asylbewerber kämen aus den Gebieten mit mehrheitlich kurdischer Bevölkerung. So hätten 1510 von 1719 Antragstellern angegeben, kurdischer Herkunft zu sein, so das BAMF weiter. Im vergangenen Jahr seien von 1767 türkischen Asylbewerbern 1428 Kurden gewesen. Viele kurdische Flüchtlinge kämen wegen der Kämpfe in ihrer Heimat, erklärte das Bundesamt laut Tagesspiegel. Die Anerkennungsquote bei Asylanträgen sei jedoch trotz der kritischen Lage im Südosten der Türkei gesunken. Im ersten Halbjahr seien 5,2 Prozent der Anträge kurdischer Türken angenommen worden. Bei Flüchtlingen aus dem Land insgesamt seien es 6,7 Prozent gewesen, so das BAMF weiter.

Europäische Union
EU-Türkei: Juncker warnt vor Abbruch der Beitrittsverhandlungen

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Brüssel (nex) – Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, hat vor einem Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei gewarnt und erklärt, ein solcher wäre ein schwer wiegender Fehler. Damit reagierte er auf Forderungen Österreichs – einst im Jahr 2000 selbst Adressat von EU-Sanktionen –, den Beitrittsprozess zu beenden. „Wenn jemand gegenüber der Türkei den Eindruck erwecken will, dass die EU sie, egal was komme, nicht aufnehmen werde, dann würde ich sagen, ist das ein ernsthafter außenpolitischer Fehler“, erklärte Juncker gegenüber der ARD in Brüssel. Auch der Chefverhandler aufseiten der Türkei und EU-Minister Ömer Çelik übte scharfe Kritik am unerwarteten Vorstoß des österreichischen Bundeskanzlers Christian Kern, der das Ende der Verhandlungen gefordert hatte, und erklärte, die Worte des Kanzlers ähnelten jenen rechtsextremer Figuren. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Generalsekretär des Europarates, Thorbjörn Jagland, erklärte Çelik am Donnerstag in Ankara, die „Gründungswerte Europas“ blieben für die Türkei weiterhin ein Bezugsrahmen. Die Worte Kerns seien „verstörend“. Der österreichische Kanzler hatte gegenüber Medien am Mittwoch geäußert: „Wir müssen uns der Realität stellen: Mitgliedschaftsverhandlungen sind derzeit nicht mehr als Fiktion.“ Die Türkei „erfüllt nicht die demokratischen und ökonomischen Standards für eine EU-Mitgliedschaft.“ Juncker betonte zudem, dass eine Beendigung der Beitrittsgespräche mit einem Kandidaten nur möglich wäre, wenn sich dafür eine einstimmige Entscheidung aller 28 Mitgliedsländer ergäbe. „Und in diesem Augenblick sehe ich keinen Willen aller Mitgliedsländer, diesen Schritt zu gehen“, unterstrich Juncker. Der EU-Kommissionspräsident mahnte die Türkei unterdessen, im Zuge der Untersuchungen zum gescheiterten Putschversuch die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit zu beachten. Am 15. Juli gelang es den Sicherheitsbehörden unter Mithilfe zehntausender Bürger, die zur Verteidigung der demokratisch gewählten Regierung auf die Straße gegangen waren, einen Putschversuch zu vereiteln. Im Zusammenhang mit dem gescheiterten Staatsstreich wurden mindestens 239 Menschen getötet und fast 2200 verwundet. Im Verdacht, den Putschversuch organisiert zu haben, stehen Anhänger des in den USA lebenden, umstrittenen Predigers Fethullah Gülen und der von ihm geführten Fethullistischen Terrororganisation/Parallelstaatsstruktur (FETÖ/PDY). Bereits 2013 versuchte diese Gruppierung, die gewählte Regierung durch fingierte Korruptionsvorwürfe zu stürzen. Bereits seit den 1980er Jahren soll die FETÖ/PDY daran gearbeitet haben, die vollständige Kontrolle über den türkischen Staat zu übernehmen, indem ihre Anhänger gezielt und systematisch den „Marsch durch die Institutionen“ planten – vor allem in Militär, Polizei und Justiz. Seit dem Scheitern des Putsches wurden etwa 13 000 Personen aus Militär, Polizei und Justiz sowie Zivilbeschäftigte festgenommen, zehntausende weitere suspendiert.

Vereitelter Putschversuch
Türkei: Oppositionsführer sagt Teilnahme an Demokratiekundgebung zu

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Ankara (nex) – Die „Kundgebung für Demokratie und Märtyrer“, die für den kommenden Sonntag geplant ist, soll den Höhepunkt der wochenlangen Mahnwachen seit dem vereitelten Putsch im vergangenen Monat darstellen. Der Hauptoppositionsführer im türkischen Parlament hat am heutigen Freitag seine Teilnahme an der Demokratiekundgebung am kommenden Sonntag bekanntgegeben. Der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kilicdaroglu, hatte zunächst die Einladung abgelehnt, da der stellvertretende Vorsitzende und Abgeordnete die Partei vertreten würden, änderte jedoch am Freitag seine Meinung. Das türkische Präsidialamt hatte die beiden Oppositionsparteien CHP und die Partei der nationalistischen Bewegung (MHP), Devlet Bahceli, eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Des Weiteren hatte es erklärt, dass die andauernden Mahnwachen für Demokratie, die ihren Anfang in der Nacht des 15. Juli nahmen, als der Putschversuch zum größten Teil vom Widerstand des Volkes vereitelt worden war, ihren Gipfel in einer Kundgebung für Demokratie und Märtyrer finden werde, die am kommenden Sonntag, dem 7. August um 18 Uhr auf dem Yenikapi-Platz abgehalten werden soll. Der MHP-Vorsitzende Devlet Bahceli hatte bereits zuvor seine Teilnahme zugesagt. Die Kundgebung wurde vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als ein Event initiiert, das Mitbürger, politische Führer, hochrangige Militärs, Musiker und Sportler anziehen soll. „Lasst das Volk dort zusammenkommen“, sagte Erdogan. „Die Beschleunigung des Normalisierungsprozesses ist für unser Land von extremer Wichtigkeit.“ Neben den Polizisten werden etwa 13.000 weitere Personen an der Organisation des Events mitwirken, sich also um die Reinigung und die technischen Arbeiten kümmern. Hubschrauber, Rettungswagen sowie ein 700-köpfiges medizinisches Team werden anwesend sein. Ähnliche Kundgebungen zur Unterstützung der Demokratie werden am 7. August zeitgleich landesweit stattfinden. Die Türkei hat zum wiederholten Male erklärt, dass der blutige Putschversuch, bei dem mindestens 246 Menschen ums Leben kamen und über 2.200 verletzt wurden, von Anhängern des in den USA lebenden Predigers und Anführers der Terrororganisation FETÖ/PDY Fethullah Gülen organisiert worden sei. Gülen wird auch vorgeworfen, durch die Gründung eines Parallelstaates seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner Unterstützer zu kämpfen, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.

Vereitelter Putschversuch
Assange: NBC-Meldung sollte Putschversuch zum Erfolg verhelfen

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London (nex) – WikiLeaks-Gründer Julian Assange, der sich in der ecuadorianischen Botschaft in London mit dem Russia Today-Journalisten Afshin Rattansi unterhielt, ging während des Gesprächs auf die Falschmeldung der NBC News über den türkischen Präsidenten Erdogan während des Putschversuchs ein. Assange erinnerte daran, dass der US-Fernsehsender NBC während des Putschversuchs in der Türkei die Meldung verbreitete, der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ersuche in Deutschland um Asyl und wies darauf hin, dass damit die Putschisten unterstützt worden seien. „Mitten im Putschversuch hat NBC die Nachricht veröffentlicht, dass Erdogan sich auf dem Weg nach Deutschland befinde, um hier um Asyl zu bitten“, bemerkte Assange. „Als Quelle gaben sie US-amerikanische Militärkreise an. Was geht hier vor? Die Nachricht verbreitete sich auf der ganzen Welt und wurde dafür genutzt, die Erfolgschancen des Putschversuchs in der Türkei zu erhöhen. Denn wenn ein Präsident aus seinem Land flieht, dann bedeutet das, dass er die Kontrolle verloren hat.“ Auf die Frage, was für eine Wirkung die Meldung des Fernsehsenders NBC, der für seine Nähe zur US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton bekannt ist, auf die verschiedenen Partnerschaften mit dem NATO-Alliierten Türkei haben könnte, antwortete Assange: „Ich denke, dass jede Regierung Krisen erleben kann. Dieser Putsch in der Türkei ist eine sehr ernstzunehmende Angelegenheit. Hunderte Menschen sind gestorben, Hunderttausende wurden nach dem Putsch im Rahmen von Operationen festgenommen oder entlassen.“ Der WikiLeaks-Gründer vertrat die Auffassung, dass sowohl die Beziehungen zwischen Ankara und Washington als auch das NATO-Bündnis sich in Gefahr befänden. Die Türkei hatte nach der besagten Meldung eine Entschuldigung von NBC News verlangt. In dem von der Türkischen Botschaft Washington an den Fernsehsender adressierten Brief wurde darauf hingewiesen, dass NBC hinsichtlich der Ereignisse in der Nacht des blutigen Putschversuchs „einen inakzeptablen Journalismus“ betrieben habe.

Zaman Gazetesi
Geheime Putschbotschaft in Werbung einer gülennahen Tageszeitung

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Ankara (nex) – Die Werbung einer dem in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen nahestehenden Tageszeitung, die vor über neun Monaten ausgestrahlt wurde, verursachte unter Social-Media-Nutzern einen Sturm der Empörung: Sie behaupten, die Werbung enthalte geheime Botschaften in Bezug auf den vereitelten Putschversuch vom 15. Juli. Die 20-Sekunden-Werbung der gülennahen Tageszeitung Zaman wurde erstmals am 5. Oktober 2015, also neun Monate und zehn Tage vor dem vereitelten Putschversuch, ausgestrahlt. Zaman wird mittlerweile von Treuhandverwaltern geführt, die ein Istanbuler Gericht eingesetzt hat, um die Staatsanwaltschaft, die eine komplexe Untersuchung gegen das gülennahe Netzwerk FETÖ führen muss, handlungsfähig zu erhalten. Die Werbung beginnt aus der Vogelperspektive, die vermutlich von einem Flugzeug oder Hubschrauber aus aufgenommen wurde, mit Blick auf eine unbekannte Stadt. Im Hintergrund sind Sirenengeräusche zu hören. Plötzlich wird der Bildschirm schwarz und die Sirenengeräusche verstummen. Daraufhin erscheint ein neugeborenes Baby, das lacht, während das Logo der Zeitung zu sehen ist. In der gesamten Werbung wird überhaupt nicht gesprochen. Die Social-Media-Nutzer fanden das Veröffentlichungsdatum der Werbung – etwa neun Monate vor dem Putschversuch – und das Vorkommen eines Babys darin interessant, was sie als einen Hinweis darauf deuteten, dass der Samen des Putsches lange Zeit vorher gesät worden sei. Des Weiteren bemerkten sie, dass das Baby am Ende des Clips lacht, was ebenfalls auffällig sei, da „gülen“ eine Partizipform des Verbs „lachen“ ist. Sie wiesen auch auf die Ähnlickeit des ersten Teils der Werbung mit den Szenen in Ankara und Istanbul hin, als im Zuge des Putschversuchs F 16-Jets über die beiden Städte flogen. Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft die Zaman-Werbung in ihre Ermittlungen im Fall des vereitelten Putschversuchs aufgenommen und einen Haftbefehl gegen den damaligen Herausgeber der Zeitung, Ekrem Dumanli, beantragt.

Vereitelter Putschversuch
Erdogans Rettung: Putsch-Jet ging das Kerosin aus

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Ankara (nex) – Nach einem Bericht der türkischen Tageszeitung Yeni Safak wurde in der Nacht des 15. Juli beim gescheiterten Putschversuch das Flugzeug des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor dem Abschuss bewahrt, weil ein von einem Putsch-Piloten geführter F 16-Jet zum Tanken umkehren musste. Nachdem Erdogan in der Nacht des 15. Juli über den Nachrichtensender CNN Türk die Menschen in der Türkei dazu aufgerufen hatte, gegen die putschistischen Soldaten auf die Straße zu gehen, habe er sich vom Urlaubsort Marmaris nach Dalaman begeben, wo er den Regierungsflieger mit der Registrierung TC-ATA genommen und den Flughafen Istanbul-Atatürk angeflogen habe. Der Standortkommandant in Dalaman, Major Murat Selcuk Col, habe das Flugzeug unter strengster Geheimhaltungsstufe vorbereitet und die Landebahnbefeuerung abgeschaltet, um andere Luftfahrzeuge am Landen zu hindern, während staatstreue Piloten verhindert hätten, dass die Putsch-Piloten die Flugdaten des Präsidenten hackten, heißt es weiter in dem Artikel. Erdogans Flieger habe die Direktroute nach Istanbul geändert, nachdem die Information eingegangen sei, dass die von den Putsch-Piloten entführten F 16-Jets scharfe Bewegungen vollführten und das Flugzeug deshalb als Vorsichtsmaßnahme etwa eine halbe Stunde lang im Himmel über dem nordwestlichen Distrikt von Bandirma Kreise gezogen habe. Weiter ist zu lesen, dass ein F 16 über dem Bosporus in Istanbul den Regierungsflieger vom Typ Gulfstream erkannt und Kurs in seine Richtung genommen habe. Doch als er in Reichweite des Präsidentenfliegers gekommen sei, habe der F-16 zum Tanken umkehren müssen.

Bielefeld
Kind stirbt in Kinderklinik an Überdosis

Bielefeld (ots) – Ein dreieinhalb Wochen alter Säugling ist 2015 in der Kinderklinik Bielefeld-Bethel an einer massiven Überdosis eines Herzmedikaments gestorben. „Zu diesem Schluss kommen Rechtsmediziner der Uni Münster, die den Säugling obduziert haben“, sagte Staatsanwältin Stefanie Jürgenlohmann dem WESTFALEN-BLATT. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten mehr als ein Jahr gegen vier Kinderkrankenschwestern ermittelt, aber keinen Tatverdacht erhärten können. Das Verfahren sei deshalb im Mai eingestellt und jetzt nach einer Beschwerde der Eltern wieder aufgenommen worden. Nun werde geprüft, ob ein Organisationsverschulden der Klinik vorgelegen habe. „Das Herzmittel wurde vor dem Zimmer auf einem Tisch aufbewahrt und war für jeden Mitarbeiter und Besucher der Station zugänglich.“ Der Junge sollte einmal am Tag einen Tropfen „Lanitop“ bekommen, die tatsächliche Dosis soll laut Obduktionsbericht aber mehr als 3,4 Milliliter betragen haben

Konferenz in Konya
Internationale Union Muslimischer Gelehrter verurteilt Putschversuch in der Türkei

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Istanbul (nex) – Die Internationale Union Muslimischer Gelehrter (IUMS), eine in Katar ansässige Organisation, die Geistliche und Gelehrte aus aller Welt zusammenbringt, begann am vergangenen Dienstag ihre zweitägige Konferenz in Konya. Konya war von der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) zur Islamischen Tourismushauptstadt gekürt worden. Auf der Konferenz wurde der Fokus auf Wirtschaftsfragen, mit denen die muslimische Gemeinde konfrontiert wird sowie auf Gespräche über die Städte Konya und Madina, die beide bedeutende Zentren in der islamischen Geschichte darstellen, gelegt. Es wurden 63 Gelehrte aus 25 Ländern erwartet. Die Konferenz wurde mit Verurteilungen des von Anhängern des in den USA lebenden Predigers Fetullah Gülen durchgeführten Putschversuchs in der Türkei eröffnet. Der ägyptische Rechtsgelehrte Yusuf al-Qaradawi ist der Vorsitzende der internationalen Gruppe. Er sagte in seiner Eröffnungsrede, dass die IUMS den Gelehrten die notwendige Einheit biete, die alle Teile derselben Ummah (Gemeinschaft) des Propheten Mohammed seien. Al-Qaradawi lobte den Sieg der Türkei über die Feinde des Islam, wobei er auf die Gülen-Junta anspielte. Die Anhänger des kontrovers diskutierten, in den USA lebenden früheren Imams Fethullah Gülen sind Teil einer Bewegung, die sich von einer Religionsgemeinschaft zu einer Terrororganisation entwickelt hat. „Ein Muslim kann nicht andere Muslime betrügen noch kann er Feindschaft gegen diese hegen“, bemerkte er. „Vor allen Dingen sollten Muslime für ihre Glaubensgeschwister arbeiten.“ Der ägyptische Geistliche fügte hinzu, dass, obwohl die Türkei lange bestrebt gewesen sei, ihre alten glorreichen Tage als ein souveräner Staat wiederzubeleben, Opfer von Menschen mit versteckten Agenden geworden sei. „Allah hat dieses schmutzige Komplott konterkariert.“ Der Generalsekretär der IUMS, Prof. Dr. Ali Muhyiddin Karadagi, erklärte, dass es als Gelehrte ihre Pflicht sei, an der Seite der Türkei zu stehen: „Die Putschisten, die versuchten, die Türkei zu vernichten, haben im Gegenteil die Menschen im Land zusammengebracht. Es ist eine wichtige Aufgabe der Ummah, zusammen gegen gemeinsame Feinde zu kämpfen. Wir stehen an der Seite der Türkei, weil sie für die rechte Sache der Menschen in Ägypten, Palästine, Libyen und dem Jemen steht.“

Altertümliche Kochkünste
Türkei: Hethiter-Menü mit 4000 Jahre alten Rezepten in Alacahöyük serviert

Ankara (nex) – Ein Menü der besonderen Art konnten  Archäologen und Besucher der antiken Stätte Alacahöyük am Mittwoch genießen, als das dortige Forscherteam 4000 Jahre alte Rezepte der hethitischen Küche ausprobierte, zubereitet ohne jedwede moderne Ausstattung. Alacahöyük ist eine neolithische Siedlung und bedeutsame Ausgrabungsstätte. Es war das landesweit erste in der Türkei ausgegrabene Ensemble diese Art. Die ersten Arbeiten am Ort hatten 1907 begonnen. Ömür Akkor, ein Teammitglied, schilderte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, wie diese Idee umgesetzt wurde: „Wir haben Forschungen durchgeführt über Kochkultur, Nahrung und Brot der Anatolisch-Hethitischen Periode von vor 4000 Jahren“, so Akkor. Anschließend habe man die Situation nachgestellt und die Bedingungen der damaligen Zeit imitiert. „Altertümliche Siedler brachten zum Ausdruck, dass an ihren Festtagen kaltes Fleisch, gekochte Zwiebeln und Brot gereicht wurden. Sie haben keine Hefe zum Brotbacken verwendet oder die Brote in feuchten Öfen gebacken. Das Team hat mit zurechtgehämmertem Weizen statt mit gesiebtem Mehl gearbeitet.“ Die Vielfalt der Rezepte auf den Tafeln zeige, dass die Hethiter damals sowohl in der Kochkultur als auch auf anderen Gebieten sehr erfolgreich gewesen wären. Die Archäologen, so Akkor, hätten aus Deutschland importierten Buchweizen und kein anderes Hilfsmittel als ein Messer zur Zubereitung der Speisen genutzt. Darüber hinaus habe man mehr als 100 verschiedene Namen für Backwaren auf den hethitischen Tafeln gefunden. Im Zuge der Ausgrabungen sei man auch auf neue Erkenntnisse bezüglich der Nutzung von Olivenöl, Honig, Getränken und Gemüse gestoßen, zudem auf extreme Vorsicht bezüglich der Hygienebestimmungen. So stand auf das Betreten der Küche mit ungepflegten Haaren oder Bärten, mit Tieren oder ohne zuvor ein Bad genommen zu haben die Todesstrafe. Der osmanische Archäologe Makridi Bey war der Erste, der 1907 Ausgrabungen in Alacahöyük in Angriff nahm. Im Jahr 1935 stellte Republiksgründer Mustafa Kemal Atatürk staatliche Fonds für die Durchführung der archäologischen Arbeiten zur Verfügung. Mittlerweile hat sich die Universität Ankara des Komplexes angenommen. Etwa 2000 v. Chr. sollen die Hethiter nach Anatolien eingewandert sein. Bekannt waren sie bislang vor allem durch ihre Kupferarbeiten. Auch eine Reihe religiöser Kultgegenstände und Bauwerke aus der Zeit dieser Kultur sind in dem Ausgrabungspark erhalten. Die in der zentralanatolischen Provinz Çorum gelegene Stätte wird jährlich von etwa 50 000 Interessierten besucht. Zu den Highlights des hethitischen Menüs gehörten übrigens unter anderem: Brote: Ninda.imza (ohne Gewürze), Mulati (aus Gerste), Ninda.gur.ra (mit Käse und Feigen), Ninda purpura (Brötchen), Ninda.ku (süßes Brot). Hauptgerichte: Aprikosenbutter, Beruwa (verschiedenes gestampftes Fleisch mit Gurke), Beruwa mit Kichererbsen, Happena (Schmortopfgericht mit Fleisch, Olivenöl und Honig), Kariya (gegrillte Lammleber und Herz), Kaltes Fleisch, Sandwiches (mit gekochtem Fleisch und Zwiebeln)

Olympische Spiele Rio 2016
Olympia 2016: Türkischer Mediziner und Sportler wird IOC-Vizepräsident

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Istanbul (nex) – Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der Türkei (NOK), Dr. Ugur Erdener, wurde am heutigen Donnerstag zum zweiten Vize-Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt. Juan Antonio Samaranch (Spanien) wurde zum ersten Vize-Präsidenten bestimmt. Nach Angaben auf der Webseite des türkischen Olympischen Komitees wurde Erdener in der 129. Sitzung des IOC in Rio de Janeiro zum Vizepräsidenten gewählt. Die brasilianische Stadt ist Gastgeber der Spiele der XXXI. Olympiade im Jahr 2016. Erdener, der als Professor für Augenheilkunde an der Hacettepe-Universität in Ankara arbeitet, ist auch ein Hochspringer, Basketballspieler und Schütze. Des Weiteren war er beim türkischen Ministerium für Jugend und Sport als Berater tätig. Erdener ist seit 2008 IOC-Mitglied.