Forsa-Studie
Aktuelle Studie zeigt: So gesund leben die Deutschen

Saarbrücken (ots) – Es muss nicht unbedingt das Fitnessstudio sein: Wie stark die Deutschen auf verschiedene Methoden einer gesundheitsbewussten Lebensweise setzen, zeigt jetzt eine repräsentative forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt. Wenn es um eine gesundheitsbewusste Lebensführung geht, sind Frauen den Männern leicht voraus. Kleine Workouts mit großer Wirkung Den ganzen Tag vor dem Rechner sitzen und „einrosten“ – das kommt für die meisten Deutschen nicht infrage. Im Gegenteil: Bewegung spielt im Alltag eine große Rolle. Laut einer repräsentativen forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt nimmt die überwiegende Mehrheit (81 Prozent) öfter mal die Treppe statt des Aufzugs. Frauen liegen dabei leicht in Führung (84 Prozent) vor den Männern (79 Prozent). Bewusste Ernährung hält fit Frische Lebensmittel verwenden, viel Wasser trinken und auf Fett verzichten: Eine ausgewogene Ernährung ist zentraler Bestandteil einer gesunden Lebensweise. Zur Unterstützung hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung 10 Regeln formuliert, die dabei helfen sollen, genussvoll und gesund zugleich zu essen.(2) Der forsa-Studie zufolge sehen das vor allem Frauen so: 86 Prozent geben an, sich überwiegend gesund zu ernähren. Bei den Männern sind es 72 Prozent. Sport als Ergänzung Neben ausreichend Bewegung im Alltag und gesunder Ernährung sollte auch der Sport nicht zu kurz kommen. Mehr als die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) gibt an, regelmäßig Sport zu treiben. Dabei begegnen sich Frauen und Männer auf Augenhöhe: Mit 58 Prozent der Männer und 56 Prozent der Frauen sind beide Geschlechter etwa gleich aktiv. Besonders sportbegeistert sind die 18- bis 29-Jährigen. Zwei Drittel (67 Prozent) dieser Altersgruppe trainieren nach eigenen Angaben regelmäßig. Regelmäßige Gesundheits-Check-ups sind wichtig „Gesund sein und es auch bleiben“ – dieses Motto steht bei Frauen deutlich höher im Kurs als bei Männern: An Vorsorgeuntersuchungen nehmen über zwei Drittel (78 Prozent) teil, Männer haben mit 51 Prozent dagegen Nachholbedarf. Regelmäßige Check-ups sind wichtig, um mögliche Krankheiten frühzeitig erkennen und behandeln zu können bzw. chronischen Erkrankungen vorzubeugen. Manche Krankheiten haben zur Folge, dass die Betroffenen ihren Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben können. „Wer sich für diesen Fall finanziell absichern möchte, sollte frühzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen“, rät Silke Barth, Vorsorgeexpertin von CosmosDirekt. „Die Berufsunfähigkeitsrente kann dafür sorgen, dass das finanzielle Auskommen während der Dauer der Berufsunfähigkeit gesichert ist.“ (1) Bevölkerungsrepräsentative Studie „Wer, wenn nicht ich? – Verantwortung in Deutschland“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Im Juni 2016 wurden 2.000 Personen ab 18 Jahren befragt. Mehrfachnennungen möglich.
Erschienen bei CosmosDirekt

Autogeschichte
25 Jahre Subaru SVX: Japanischer Gran Turismo mit italienischen Genen

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Friedberg (ots) – Visionäre Traumautos Wirklichkeit werden zu lassen, das erfordert einen Mut, den nur wenige Marken haben. Für Subaru sind futuristische Concept Cars schon immer mehr als nur schöne Show Cars, sollen sie doch die Zukunft möglich machen. So auch das 1989 in Tokio präsentierte Sportcoupé-Concept SVX (Subaru Vehicle X), dessen atemberaubende Linien in den Studios des italienischen Stardesigners Giorgetto Giuagiaro entwickelt wurden, bevor die Finalisierung der Formen in den japanischen Designateliers von Subaru unter Tetsuya Hayashi und Hiroshi Sarukawa erfolgte. Als der avantgardistisch gezeichnete, viersitzige Subaru SVX dann vor 25 Jahren tatsächlich in Serienfertigung ging, feierten Fachleute und Fans einen sensationellen Technologieträger, der das Tor zu einem neuen Hightech-Zeitalter öffnete. Für die Sportcoupé-Connaisseurs war dieser Gran Turismo mit einem scheinbar komplett verglasten Dachaufbau im konsequenten Stil einer Jetfighter-Kanzel – nicht einmal die dafür typischen seitlichen kleinen Fenster im großen Fenster fehlten – das erste echte Traumauto mit Subaru Logo. Dazu trug im SVX auch der weiterentwickelte, permanente symmetrische Allradantrieb bei sowie ein neuer 3,3-Liter-Sechszylinder-Boxermotor, der mit einem innovativen Automatikgetriebe kombiniert wurde. Weltweit wurden von dem damals exklusivsten Subaru in fünf Jahren fast 25.000 Einheiten verkauft. In Deutschland begeisterten sich exakt 854 Liebhaber für den Subaru SVX, der heute längst zu den besonders gesuchten Youngtimern zählt. Radikal wie ein Supersportwagen, raffiniert wie ein Gran Turismo Die charakteristische Keilform und das lichtdurchflutete Cockpit unter einem einzigartigen Glasdom mit horizontal zweigeteilten Seitenscheiben, wie sie sonst nur in Überschalljets oder extremen Supersportwagen zu finden sind – schon damit besetzte der spektakuläre Subaru SVX eine Alleinstellung im Segment luxuriöser Gran Turismo. Galt doch sein eindrucksvoller, bis zu 169 kW/230 PS leistender 3,3-Liter-Sechszylinder-Boxer mit 24-Ventil-Technik als Sensation, auch dank des Drehmoments von damals vergleichsweise bärenstarken 309 Newtonmetern bei 4.800/min. Verblüffend klein war der SVX nur im Verbrauch, so konsumierte er bei 90 km/h nach der damaligen Norm RREG 80/1268 nur 7,4 Liter auf 100 Kilometer. In den Fahrleistungen konnte es der SVX dagegen sogar mit manchem Vmax-Racer aufnehmen, was ihn zu einem der ersten automobilen Helden in frühen Computerspielen machte. Vor allem aber war es der unvergleichliche Mix aus sportlichen Talenten mit luxuriösem Lifestyle, mit dem der Subaru SVX für Furore sorgte. Dazu gehörte der gewaltige Glasdom, der den Passagieren einen Panoramaausblick im Breitwandformat ermöglichte – dafür musste Subaru eigens ein neues Herstellungsverfahren für die Verformung von Glas entwickeln. Hinzu kamen hochfeste, schlanke Karosseriesäulen, die trotz der Verglasung fast unsichtbar sein sollten. Technisches Neuland und konstruktive Herausforderungen, die Subaru zunächst 1985 und 1987 an den Concept Cars F9-X und Estremo erprobte, bevor sie beim SVX in Serie gingen und ein neues Kapitel des Karosseriebaus eröffneten. Zu den Luxusfeatures des SVX zählte aber auch eine serienmäßige Vollausstattung, die liebevoll und konsequent bis ins kleinste Detail durchdacht war, so wie sonst vor allem bei Automobilen in den oberen Preisregionen. Davon war der japanische Gran Turismo jedoch weit entfernt, bewegte er sich bei den Kaufkosten doch nur im Umfeld der gehobenen Mittelklasse. Trotzdem glänzte das Subaru Spitzenmodell mit Klimatisierungsautomatik, Projektions-Scheinwerfern, elektrischem Schiebedach und elektrischer Sitzverstellung – wahlweise mit exklusiven Lederbezügen – sowie einem elektronisch gesteuertem Automatikgetriebe ACT 4 mit mehreren Schaltprogrammen und variabler Drehmomentverteilung auf die vier Antriebsräder. Alles, was ein Allrad-Gran-Turismo für die große Fahrt benötigte, war serienmäßig an Bord. Viel Hightech für einen faszinierenden Hochleistungs-GT Als Nachfolger des 1985 vorgestellten keilförmigen Sportcoupés Subaru XT war der avantgardistisch geformte Subaru SVX ab 1991 nicht nur neues Spitzenmodell des japanischen Allradspezialisten, sondern ein Hochleistungsfahrzeug mit Karosserie in Monocoque-Struktur, das bahnbrechende Techniken einführte. Dazu zählte der 3,3-Liter-Sechszylinder-Boxer vom Typ „EG33“ mit vier obenliegenden Nockenwellen und vier Ventilen pro Zylinder. Bei diesem großen Boxer verzichtete Subaru bewusst auf eine Turboaufladung, denn er durfte in der Art der Leistungsentfaltung explizit nicht brutal und ungestüm wie ein Jahrmarkt-Preisboxer zuschlagen. Sondern er sollte leichtfüßig und elegant wie Muhammad Ali in seiner besten Zeit agieren. Der Sechszylinder entfaltete seine Kraft also geschmeidig und vibrationsarm aus dem Drehzahlkeller bis zur Nenndrehzahl von 5.600 U/min. Ein neuartiges, computergesteuertes variables Ansaugsystem unterstützte den Boxer bei der Entwicklung maximaler Durchzugskraft. Permanenter symmetrischer Allradantrieb war beim Subaru SVX selbstverständlich. Aber auch hier eine Innovation: Die Elektronik der Variable Torque Distribution (VTD) schickte das Drehmoment variabel stets an die Antriebsräder, die unter den jeweiligen Bedingungen die beste Traktion lieferten. Auf einigen Märkten gab es das Subaru Spitzenmodell sogar mit Allradlenkung. Langzeit-Qualität für ein Langstreckenfahrzeug Auch bei der Produktqualität sollte der SVX als Premium-Flaggschiff von Subaru neue Standards setzen. Deshalb wurde der SVX auf einer eigenen Produktionsstraße gebaut mit reduziertem Fertigungstempo und der Möglichkeit manuellen Feinschliffs, um so eine möglichst perfekte Qualität zu gewährleisten. Damit nicht genug, wurde jeder einzelne Subaru SVX vor Auslieferung an den Kunden im Rahmen der Endkontrolle nicht nur auf dem Prüfstand gefahren, sondern auch auf der werkseigenen Teststrecke abgenommen. Kein Wunder, dass die Kunden im Fahralltag begeistert waren von der Solidität und Langlebigkeit ihrer Gran Turismo. Enthusiastische Leserbriefe in der Subaru-Kundenzeitschrift „Drive“ berichteten von problemlosen Laufleistungen des SVX weit jenseits der 300.000-Kilometer-Marke und auch die stolzen Kilometerleistungen heutiger Subaru SVX mit Youngtimerstatus bestätigen die Langzeitqualitäten dieser bis 1997 gebauten Gran Turismo.

Berlin
Zahl der Woche: Bund nimmt mehr als 1 Milliarde Euro Kaffeesteuer ein

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Wiesbaden (ots) – Im Jahr 2015 sind 1,03 Milliarden Euro Kaffeesteuer in die Bundeskasse geflossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Statistik der kassenmässigen Steuereinnahmen weiter mitteilt, sind die jährlichen Kaffeesteuereinnahmen relativ stabil. Der Einnahmerekord an Kaffeesteuer stammt aus dem Jahr 1994 mit 1,16 Milliarden Euro. Vergleichsweise wenig hatte der Bund hingegen im Jahr 2006 mit 0,97 Milliarden Euro eingenommen. Die Kaffeesteuer wird als Fertigproduktsteuer seit dem 1. Januar 1993 mit einheitlichen Steuersätzen erhoben, auf Röstkaffee mit einem Steuertarif von 2,19 Euro je Kilogramm und auf löslichen Kaffee mit 4,78 Euro je Kilogramm. Zusätzlich werden kaffeehaltige Waren (zum Beispiel Cappuccino, Eiskaffee oder Café au Lait) bei der Einfuhr in das deutsche Steuergebiet gemäß ihrem Kaffeeanteil mit der Steuer belastet

Eruh-Anschlag 1984
Belgien: PKK-Anhänger feiern Jahrestag ihres ersten Anschlags in der Türkei 1984

Brüssel (nex) – Obwohl die Gruppe in Belgien und in der EU als eine Terrororganisation angesehen wird, haben örtliche Behörden zur Verhinderung oder Auflösung der Demonstration nichts unternommen. Auf der Kundgebung wurden PKK-Banner an Laternenpfählen angebracht, die Demonstranten hielten Poster des verhafteten Anführers der Gruppe, Abdullah Öcalan, hoch und verlangten dessen Freilassung. Die Brüsseler Polizei erlaubte den PKK-Sympathisanten, die Demonstration abzuhalten, obwohl die belgischen Behörden erklärten, dass sie nicht genehmigt worden sei. Am 15. August 1984 setzten Angriffe unter Mahsum Korkmaz‘ Führung den Anfang des Krieges der PKK gegen die Türkei. PKK-Terroristen griffen eine Gendarmeriestation im Distrikt Eruh der südosttürkischen Provinz Siirt an. Dabei töteten sie einen Gendarmen und verletzten sechs Soldaten sowie drei Zivilisten. Zeitgleich verübten PKK-Kräfte Anschläge auf eine Freiluftanlage der Gendarmerie, Offizierswohnungen und eine Gendarmeriestation im Distrikt Semdinli der Provinz Hakkari. Bei diesem Anschlag wurden ein Polizist und ein Soldat verletzt. Belgien geriet schon vorher wegen ihrer Toleranz gegenüber PKK-Demonstrationen unter den Beschuss der türkischen Behörden. Fehriye Erdal, Mitglied der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C), die in die Ermordung eines bekannten türkischen Geschäftsmannes im Jahr 1996 verwickelt war, floh damals nach Belgien und wurde trotz aller Aufforderungen nicht an die Türkei ausgeliefert. Belgien stuft Erdal auch nicht als Terroristin, sondern lediglich als ein „Gangmitglied“ ein. Zübeyir Aydar, ein führendes PKK-Mitglied, den das US-Finanzministerium als internationalen Drogenhändler bezeichnet, wurde 2010 in Belgien zwar verhaftet, drei Wochen später jedoch wieder freigelassen.  

Istanbul
Weltgrößter Flughafen: Mitarbeiterzahl steigt auf über 17.000

Istanbul (nex) – Ein Drittel der ersten Phase des dritten Flughafens in Istanbul wurde nach Angaben der Top-Führungskraft der bauausführenden Gesellschaft fertiggestellt. Der Flughafen ist eines der Mega-Projekte der modernen Türkei. Zwei Milliarden Euro seien bereits in der ersten Phase des Flughafens ausgegeben worden, erklärte Yusuf Akcayoglu, der CEO des IGA Havalimani Isletmesi A.S. (IGA), eines Konsortiums aus fünf türkischen Unternehmen. „Bislang haben wir etwa zwei von sechs Milliarden Euro des ersten Kredits ausgegeben“, sagte er und merkte an, dass die erste Phase im Mai 2015 begonnen habe. Die Baugeschwindigkeit habe im Sommer zugenommen. Nach Akcayoglu soll der Bau im Februar 2018 beendet werden, wenn die Vertragspartner jeden Monat eine vier bis fünf prozentige Verbesserung aufweisen. Aktuell seien 17.500 Menschen aus über 16 Ländern auf der Baustelle beschäftigt, so Akcayoglu weiter. Der CEO gab an, dass die Zahl der Arbeitnehmer in der Nachtschicht erhöht würde und die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Hochphase 25.000 bis 30.000 erreichen werde. Das endgültige Ziel für den Flughafen sei die Abfertigung von 200 Millionen Fluggästen im Jahr, so Akcayoglu weiter. Der Flughafen werde nach Fertigstellung Flüge zu mehr als 350 Destinationen bieten. Die Größe des Flughafens entspreche etwa 11.000 Fußballfeldern. „Der neue Flughafen von Istanbul ist hinsichtlich der Anzahl der Arbeitsmittel und -fahrzeuge ein Kandidat für das Guinessbuch der Weltrekorde „, betonte Akcayoglu und fügte hinzu, dass 2.200 Lkw, 252 Bagger, 60 Turmkräne, 57 Planiergeräte, 124 Walzen und 101 Bulldozer sich im Einsatz befänden.

Übergriffe in Manbidsch
Assad-Opposition über syrischen PKK-Ableger: „PYD verfolgt Politik der ethnischen Säuberung“

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Aleppo (nex) – Gegen die „Demokratische Unionspartei“ (PYD), den syrischen Ableger der terroristischen PKK, werden Vorwürfe erhoben, diese wolle eine ethnische Säuberung in der nordsyrischen Stadt Manbidsch vorbereiten. Lokalen Quellen zufolge sollen Angehörige der PYD in Manbidsch Gebäude der Einwohnererfassungsbehörde und des Grundbuchsamtes niedergebrannt haben, nachdem es ihrer YPG-Miliz gelungen war, mithilfe der US-geführten Anti-IS-Koalition und der Syrischen Arabischen Koalition die Stadt von der Terrormiliz IS (Daesh) zu befreien. Quellen, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollten, erklären, diese Übergriffe wiesen darauf hin, dass die PYD beabsichtige, die demografische Struktur der Stadt zu verändern. Außerdem sei sunnitisch-arabischen und turkmenischen Bewohnern der Stadt eine Rückkehr in ihre Häuser verwehrt worden. Die PYD habe dies damit begründet, der IS habe die Zugänge dazu angeblich vermint. Nach zweieinhalb Monaten intensiver Kämpfe konnten die PYD und die Syrische Arabische Koalition – beide sind Teil des Bündnisses der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) – Manbidsch einnehmen. Ossama Telcu, der Vorsitzende der Nationalen Koalition syrischer revolutionärer und oppositioneller Kräfte, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, man habe es für verdächtig gehalten, dass das Feuer in jenem Stockwerk ausgebrochen sei, in dem die Grundbuchsdokumente aufbewahrt worden wären. „Die PYD steht im Verdacht, dafür verantwortlich zu sein, weil sie immer schon eine Politik der ethnischen Säuberungen und der Deportation verfolgt hat. Diese Brandstiftung wird es der PYD auch ermöglichen, alles an Grundstückseigentum in Manbidsch zu beschlagnahmen“, so Telcu. Die PYD habe Familien, die nicht in den Reihen der Koalitionskräfte gekämpft hätten, die Rückkehr nach Manbidsch verweigert. „Das zeigt, dass die PYD versucht, die demografische Struktur der Stadt zu verändern“, erklärt der Oppositionspolitiker. Auch Einwohnern der Dörfer Shuyukh Tahtani und Shuyukh Fawqani, die östlich des Euphrat liegen und in denen etwa 15 000 Menschen leben, sei eine Rückkehr vonseiten der PYD verweigert worden, erklärte Abu Razak, ein Einwohner von Manbidsch. In den auf der gleichen Seite des Flusses gelegenen Dörfern Bucak und Suluk seien ähnliche Beobachtungen gemacht worden. Auch hier hinderte die PYD zahlreiche Familien an ihrer Rückkehr. Manbidsch selbst liegt westlich des Euphrat. Die von den US-geführten Koalitionstruppen unternommene Kampagne zur Rückeroberung der Stadt hatte vor etwa zehn Wochen begonnen. Über mehr als zwei Monate hinweg wurde die Stadt belagert, auch hunderte Zivilisten sollen im Zuge der Kampfhandlungen getötet worden sein. Die Türkei erkennt die PYD nicht als legitime syrische Oppositionsgruppe an. Ein Sprecher des Pentagon, Gordon Trowbridge, erklärte mit Blick auf die Situation in der Stadt, er verstehe die türkischen Sensibilitäten und bestätigte, dass die PYD den Amerikanern zugesagt hätte, die Stadt im Anschluss an ihre Befreiung zu verlassen. „Manbidsch ist eine Stadt mit arabischer Geschichte“, betonte Trowbridge. „Wir erwarten, dass es auch nach der Befreiung dabei bleiben wird.“ Dem Sprecher zufolge hätten die USA bereits mit dem arabisch geführten Militärrat von Manbidsch über die Wiederherstellung der zivilen Kontrolle über die Stadt gesprochen. Man wolle dabei auch insbesondere die geschichtlichen Empfindlichkeiten der irakischen Regierung und lokaler arabischer Einwohner in der Stadt berücksichtigen. Die Eroberung von Manbidsch war von besonderer Bedeutung, da auf diesem Wege wichtige Nachschublinien abgeschnitten werden konnten, die von Gebieten an der türkischen Grenze nach Raqqa, in die Hauptstadt des so genannten „Islamischen Staates“, verliefen.

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Türkei
Höchster Wert seit 2012: 68 Prozent Zustimmung für Erdoğan

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Ankara (nex) – Einen Monat nach dem gescheiterten Putschversuch durch Militärangehörige, die unter der Führung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen gehandelt haben sollen, hat den am Dienstag veröffentlichten Zahlen einer Meinungsumfrage zufolge die Popularität des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan den höchsten Wert seit Dezember 2012 erreicht. Der Umfrage „Puls der Türkei Juli 2016“ des Metropoll-Institutes zufolge, die zwischen 28. Juli und 1. August unter 1275 Personen mittels CATI-Interviews (computergestützte Telefonbefragung) durchgeführt wurde, sind Erdoğan und der zuletzt angeschlagene Vorsitzende der oppositionellen MHP, Dr. Devlet Bahçeli, die Gewinner der letzten Wochen. Die Zustimmungsrate zur Politik des Präsidenten liegt bei 68 Prozent, was einem Plus von 21 Punkten gegenüber der Zeit vor dem Putschversuch entspricht und nahe an der 70-Prozent-Marke liegt, die seine Popularität zuletzt vor vier Jahren erreicht hatte. Der Vorsitzende der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) legte im gleichen Zeitraum sogar um 23 Punkte zu und liegt nun bei 40 Prozent Zustimmung. Der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kılıçdaroğlu, kommt auf 26 Prozent Zustimmung, der Ko-Vorsitzende der PKK-nahen HDP, Selahattin Demirtaş, auf 15 Prozent. „Wir haben viele Krisen, Komplotte und Formen von Verrat überlebt“, freute sich der Vorsitzende der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), Premierminister Binali Yıldırım am Sonntag anlässlich der Feierlichkeiten zum 15. Gründungstag der Regierungspartei. „Heute sind wir stärker als je zuvor.“ Yıldırım erwähnte in diesem Zusammenhang die gewalttätigen Gezi-Proteste im Juni 2013, den institutionellen Putschversuch vom 17.-25. Dezember 2013 und den jüngsten Putschversuch, der 240 Menschen das Leben kostete und fast 2200 Verletzte forderte.  

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Jährlich fehlen 200.000 Tonnen Rindfleisch
Türkei: Pro-Kopf-Rindfleisch-Konsum steigt um über 300 Prozent

Die Türkei importiert 5.000 Tonnen gefrorenes Fleisch aus der EU Ankara (nex) – Nach Angaben von Experten braucht die Türkei jährlich über 1,3 Millionen Tonnen rotes Fleisch, wobei jedes Jahr bei der Deckung des Bedarfs 200.000 Tonnen fehlen. Nach Angaben des staatseigenen Fleisch- und Milchunternehmens (ESK) wird die Türkei zur Verhinderung von Preiserhöhungen 5.000 Tonnen gefrorenes Fleisch aus EU-Ländern mit Ausnahme von Polen importieren. „Am 23. August wird das ESK eine Auktion für 5.000 Tonnen tiefkühlfrisches Fleisch durchführen“, teilte das Unternehmen auf seiner Webseite mit. Die türkische Zentralbank sieht den Anstieg bei den Lebensmittelpreisen, insbesondere beim Fleisch, als einen der Hauptgründe für die Inflationsrate der Türkei an, die laut dem Statistikinstitut der Türkei im Juli 8,79 Prozent und im Juni 7,64 Prozent betrug. Die Türkei fing 2010 mit dem Fleischimport an, als die Nachfrage die Produktion übertraf. Der Pro-Kopf-Rindfleisch-Verbrauch stieg in den vergangenen acht Jahren von 4,4 auf 14,8 Kilogramm; auch beim Geflügelkonsum war eine Zunahme zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr betrug die Rindfleischproduktion 507,689 Tonnen, was einen Anstieg von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 472,346 Tonnen bedeutet, teilte das Statistikinstitut der Türkei mit. Die Preise für Rindfleisch sind seit 2009 um das Dreifache auf 12 US-Dollar angestiegen.

Umfrage
„Turbo-Abitur“ ohne Mehrheit an der Basis von CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf (ots) – An der Basis von CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen ist neun Monate vor der Landtagswahl keine klare Mehrheit mehr für das achtjährige Gymnasium (G 8) zu erkennen. Das geht aus einer Umfrage der Rheinischen Post unter den jeweils 54 Kreis- und Unterbezirksvorsitzenden der beiden Parteien hervor. 52 Vorsitzende beteiligten sich an der Umfrage: 20 von der SPD, 32 von der CDU. Bei beiden Parteien sprach sich weniger als die Hälfte für das umstrittene „Turbo-Abitur“ aus: Bei der SPD plädierten neun von 20 Unterbezirksvorsitzenden für G8, bei der CDU 13 von 32 Kreisvorsitzenden. Für eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium oder für Wahlfreiheit zwischen beiden Systemen sprachen sich jeweils vier Politiker aus. Der Rest wollte sich nicht festlegen oder die Ergebnisse der Reformen abwarten, die der runde Tisch 2014 auf den Weg gebracht hatte. Resultate einer wissenschaftlichen Evaluation sollen nach dem Schuljahr 2016/17 vorliegen. CDU-Landeschef Armin Laschet sagte der Redaktion, Rot-Grün habe G8 nicht erfolgreich umgesetzt, was Eltern, Lehrer und Schüler verärgere. „Wir werden alle Fakten und die Ergebnisse vor Ort auswerten“, fügte Laschet hinzu: „Wichtig ist aber auch, dass nicht immer wieder und noch mehr Unsicherheit in die Schulen getragen wird. Schnellschüsse sind fehl am Platz.“

"Ditib für alle"
CDU: Ditib-Imame sollten durch „Moschee-Steuer“ bezahlt werden

Düsseldorf (ots) – In der Debatte um eine Anerkennung des deutsch-türkischen Islamverbandes Ditib als Religionsgemeinschaft hat die CDU-Abgeordnete Cemile Giousouf eine Öffnung der Organisation für anderssprachige Muslime gefordert. „Es wäre wünschenswert, dass sich der Verband auch anderssprachigen Muslimen etwa aus Syrien öffnet, um ihnen hier eine religiöse Heimat zu bieten“, sagte Giousouf der „Rheinischen Post“ mit Blick auf die hohe Zahl an syrischen Flüchtlingen. Zudem kritisierte sie die Organisationsstruktur des Verbands, dem vorgeworfen wird, unter direktem Einfluss der türkischen Regierung zu stehen. „Es geht nicht, dass zwei von sieben Ditib-Vorstandsmitgliedern Beamte der türkischen Religionsbehörde sind“, sagte Giousouf. Um Ditib als Religionsgemeinschaft anerkennen zu können, müsste zudem die Finanzierung der Imame anders geregelt werden. Bisher werden sie aus der Türkei bezahlt. „Die Imame sollten in Zukunft nur aus Deutschland bezahlt werden, am besten über Moscheesteuern, die die Ditib bei einer Anerkennung als Körperschaft erheben könnte“, sagte Giousouf der „Rheinischen Post“.