Weltweite Solidarität
Großbritannien: Syrer feiern Solidarität mit Türkei
Die syrische Gemeinde bringt ihre Dankbarkeit für die Unterstützung der Türkei zum Ausdruck.
London (nex/aa) – Während man in Deutschland dem gescheiterten Putsch nachzutrauern scheint und vielmehr mit dem putschenden Militär symphatisiert, gingen nach dem Libanon, Bosnien, oder Palästina nun auch Syrer in Großbritannien in Solidarität mit dem türkischen Volk und Erdogan auf die Straßen.
Die syrische und türkische Gemeinde Londons sind am gestrigen Sonntag zusammengekommen, um den vereitelten Putschversuch vom 15. Juli in der Türkei zu feiern.
Die Veranstaltung im Nordlondoner Greenford wurde von der Gruppe Peace and Justice for Syria in Zusammenarbeit mit der Union Europäisch-Türkischer Demokraten London (UETD) ausgerichtet. Syrer mit türkischen Fahnen in den Händen beteten dafür, dass in dem Land weiterhin Friede und Wohlstand herrschen mögen.
Auch für die Syrer wurden Bittgebete gesprochen, damit ihr Kampf für ihre und die Freiheit ihres Landes von Erfolg gekrönt werde. Der türkische Botschafter im Vereinigten Königreich, Abdurrahman Bilgic, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass alle zu einem „Demokratiefest“ zusammengekommen seien, um den vereitelten Putschversuch in der Türkei zu feiern.
„Wir sind heute zu einem Demokratiefest mit unseren syrischen Geschwistern zusammengekommen“, so Bilgic. „Wir sind mit unserem Land eins und vereint. Hier in London spüren wir den Geist der Solidarität so wie in den Straßen in der Türkei mit all den Schönheiten und in allen Farben. Deshalb zeigen überall sowohl unsere Staatsbürger als auch die Mitglieder der weltweiten muslimischen Gemeinde ihre Solidarität, Gefühle und Unterstützung füreinander, indem sie auf ihren Schlaf verzichten – so wie unsere Geschwister in der Türkei auch.“
Muhammed Najjar von der Organisation Peace and Justice in Syria sagte, dass die Syrer für die Unterstützung der Türkei dankbar seien und, was auch immer geschehen möge, an der Seite des türkischen Volkes stehen würden.
„Das syrische Volk sendet euch eine Botschaft der Liebe und Solidarität. Sie sagen: ‚Wir sind mit euch. Was immer euch passieren möge, wir sind mit euch.‘ Wir möchten nicht, dass das was in Syrien geschehen ist, der Türkei zustößt – Gott bewahre! Wir möchten nicht, dass auch nur ein Tropfen Blut auf die Straßen von Ankara oder Istanbul oder sonst wo in der Türkei fällt. Möge Gott euch alle segnen, möge Gott das türkische Volk segnen – sie haben dem syrischen Volk ihre Häuser, Herzen, Schulen, Krankenhäuser und all die anderen Einrichtungen geöffnet.“
Während der Veranstaltung wurde für die Opfer gebetet, die ihr Leben am 15. Juli bei der Verteidigung der Demokratie in der Türkei verloren.
Hinweise an die Polizei Duisburg
Deutschland: Mit der Hitze kommen die Exhibitionisten
Duisburg (nex/ots) – Mit der anhaltenden Hitze in Deutschland treten auch dieses Jahr wieder die onanierenden Exhibitionisten zum Vorschein. Allein in Duisburg seien am Wochenende drei Exhibitionisten im Stadtgebiet unterwegs gewesen.
Die zunehmende Pornografisierung der Gesellschaft und die dadurch bedingte Abstumpfung steigert Experten zufolge die Anzahl sexuell unzufriedener Menschen. Vielen Studien ist zu entnehmen, dass Jugendliche zuerst im Netz mit der Sexualität in Kontakt kommen, was zu teils erheblichen Defiziten wie beispielsweise völlig falschen Vorstellungen von ihr führt – insbesondere im Verhalten gegenüber Frauen.
Bereits am Freitag (22.7.), kurz nach 8 Uhr, habe sich ein Unbekannter in schamverletzender Weise einer Frau (26) auf dem Parkplatz eines Supermarktes auf der Günterstraße in Hochemmerich gezeigt. Der Mann sei etwa 25 bis 30 Jahre alt und circa 170 bis 180 Zentimeter groß gewesen. Er habe kurze braunblonde Haare gehabt und eine kurze Hose mit schwarzbraunen Schuhen getragen. Der Oberkörper sei unbekleidet gewesen.
Am Samstag (23.7.), gegen 17.30 Uhr, habe ein Unbekannter vor einer Frau (50) auf der Kohlenstraße in Baerl onaniert. Der Mann habe vor einem dunkelfarbenen Ford älteren Baujahrs gestanden. Die 50-Jährige sei auf einem Fahrrad unterwegs gewesen und schnell weitergefahren. Der Exhibitionist sei etwa 180 Zentimeter groß gewesen, habe kurze dunkle Haare gehabt und sei dunkel bekleidet gewesen.
Ein unbekannter Mann habe am Montag (25.7.), um 00.40 Uhr, gegen die Fensterscheibe eines Krankenhauslabors auf der Gerrickstraße in Mittelmeiderich geklopft. Als eine Angestellte (48) aufmerksam geworden sei, habe der Unbekannte seine Hose heruntergezogen und vor der Frau onaniert. Der Mann sei etwa 30 Jahre alt und circa 175 Zentimeter groß gewesen. Er sei schlank gewesen, habe kurze dunkle Haare und einen Kinn- und Lippenbart gehabt. Bekleidet sei er mit einer hellen Jogginghose und einer dunklen Joggingjacke gewesen.
Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0203-2800 entgegen.
Vereitelter Terror-Putsch
Türkei: Erdogan möchte allen Parteivorsitzenden danken
Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Vorsitzenden einiger Parteien in der Türkei in den Präsidialpalast in Ankara eingeladen, um ihnen seinen Dank für ihre entschlossene Haltung gegen den Putschversuch vom 15. Juli auszudrücken.
Wie eine Quelle aus dem Präsidialamt am gestrigen Sonntag mitteilte, wird sich der Präsident auch die Anregungen und Vorschläge der Parteichefs anhören.
Die anonyme Quelle berichtete, dass der türkische Präsident dem Vorsitzenden der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP), Binali Yildirim, der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kilicdaroglu, und der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), Devlet Bahceli, folgenden Brief gesendet habe:
„Der bewaffnete Putschversuch der Terrorgruppe FETÖ mit dem Ziel, den demokratischen Staat, seine verfassungsmäßige Ordnung, die Grundrechte und Freiheiten und die Republik der Türkei zu vernichten, wurde durch den mutigen Widerstand unseres Volkes, das seine Demokratie vehement verteidigt hat, vereitelt.“
In dem Brief werde betont, dass dieselbe entschlossene Haltung nun auch von allen politischen Parteien in der Türkei erwartet werde:
„Das türkische Volk hat durch seine entschlossene Haltung gegen den Putschversuch auf alle unsere Behörden eine große Verantwortung auferlegt und erwartet nun von den politischen Parteien, dass sie in dieser extrem kritischen Zeit, in der wir solidarisch miteinander sein müssen, diese Verantwortung wahrnehmen.“
Sicherheitsdebatte
Amoklauf in München: Stahlknecht fordert Bundeswehr-Einsatz im Innern
Halle (ots) – Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) hat nach dem Amoklauf von München seine Forderung nach einem Einsatz der Bundeswehr bei akuten Terrorlagen im Inland bekräftigt.
„Ein starker Rechtsstaat muss alle Mittel einsetzen, um die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten“, sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Der vorbeugende Einsatz von Soldaten bei der Terrorabwehr sei bereits 2012 vom Bundesverfassungsgericht gebilligt worden.
„Dies muss nun konkret umgesetzt werden“, so Stahlknecht. „Dazu sind auch gemeinsame Übungen von Polizei und Bundeswehr notwendig.“
Falschaussagen in Reisehinweisen
Berlin: Falsche Hinweise zum Ausnahmezustand der Türkei
Ankara (nex) – Das Außenministerium der Republik Türkei ist am Samstag Ungenauigkeiten in Reise- und Sicherheitshinweisen des deutschen Auswärtigen Amtes entgegengetreten, die einen Tag zuvor auf dessen Internetseite veröffentlicht worden waren.
Diese Hinweise, so das Ministerium, „enthalten unwahre Informationen über den nach dem Putschversuch in der Türkei verhängten Ausnahmezustand“. So wird unter anderem suggeriert, dass türkische Einwanderer in Deutschland, sobald sie in die Türkei einreisen würden, mit einem Einzug zum Militärdienst rechnen müssten.
Dem AA zufolge, so wurde behauptet, könnte „die Notstandsregelung für Personen, die neben der deutschen auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen, unter Umständen Reisebeschränkungen oder die Einberufung zum türkischen Militärdienst bedeuten“. Das Ziel der Verhängung des Ausnahmezustandes sei nicht die Beschränkung der Grundfreiheiten, sondern die schnellere und effektivere Bekämpfung der „Fethullistischen Terrororganisation“ (FETÖ).
Der landesweite Ausnahmezustand in der Türkei am 21. Juli 2016 wurde gemäß Artikel 120 der Verfassung und Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe b des Gesetzes zum Ausnahmezustand verhängt. Dieses enthalte keine Sonderregelung über die Einberufung zum Militärdienst oder die Rückstellung vom Militärdienst. Beschränkungen bezüglich der Reisen ins Ausland gelten nur für die Staatsbediensteten. Das Außenministerium werde darauf hinwirken, dass die Reise- und Sicherheitshinweise, die „unzutreffende und irreführende Informationen“ enthielten, entsprechend korrigiert würden.
Afganistan
Selbstmordanschlag: Afghanistan trauert um 81 Tote
Kabul (nex) – Afghanistan hat für den heutigen Sonntag eine Staatstrauer ausgerufen, nachdem am Tag zuvor bei einem doppelten Selbstmordanschlag, zu dem sich eine dem IS (Daesh) nahestehende Gruppe bekannt hat, 81 Menschen getötet wurden.
Nach Angaben des afghanischen Innenministeriums wurden über 200 Menschen verletzt; Menschen stehen vor den Krankenhäusern Schlange, um Blut zu spenden. Die Explosionen ereigneten sich während einer Demonstration Tausender Menschen, zumeist Mitglieder der schiitischen Minderheit der Hazara, die von der Regierung den Bau einer Stromtrasse für ihre Region in Zentralafghanistan forderten.
Die Taliban wiesen unverzüglich jegliche Verwicklung in den Anschlag von sich, während Kämpfer, die sich der in Syrien und Irak aktiven Terrororganisation IS (Daesh) verbunden fühlen, die Verantwortung übernahmen und darauf hinwiesen, dass die Hazara Ziel des Anschlags gewesen seien. Obwohl die Miliz einige ostafghanische Provinzen unter ihrer Kontrolle hat, hatte sie bislang nie einen Anschlag dieses Ausmaßes in der Hauptstadt verübt.
Alexei Jusupow, der Leiter der Nichtregierungsorganisation Friedrich-Ebert-Stiftung in Kabul, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass die konfessionellen Spannungen in dem Land sich weiter verschlimmern könnten, wenn sich bewahrheiten sollte, dass der IS (DAESH) hinter dem Anschlag gesteckt habe.
Der afghanische Präsident Aschraf Ghani erklärte nach einem Treffen mit hochrangigen Militärs und den Führern der Hazaragemeinden, dass die Angreifer denken würden, „sie könnten uns spalten“.
Terror in Ansbach
Eilmeldung: Selbstmordanschlag in Bayern
München (nex) – Bei einer Explosion vor einer Weinstube in Ansbach kam ein Mensch ums Leben, mindestens elf weitere wurden verletzt. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei handle es sich bei dem Toten um einen Tatverdächtigen.
Oberbürgermeisterin Carda Seidel teilte mit, dass ein Sprengkörper die Ursache der Explosion gewesen sei und schloss eine Gasexplosion aus. Die Polizei hat nach Angaben des Nachrichtenportals Nordbayern.de das Gebiet um Eugens Weinstube großflächig abgesperrt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der sich in Berlin aufhielt, ist auf dem Weg nach Ansbach. Ein Krisenstab sei eingerichtet. Das Innenministerium geht mittlerweile von einer absichtlich herbeigeführten Explosion aus. Anfangs hatte man von einer „Gaststättenexplosion“ gesprochen. Auf dem Schlossplatz tummeln sich Einsatzfahrzeuge, das Stadthaus wird von der Polizei als Einsatzzentrale genutzt, so Nordbayern.de weiter. Dies ist der dritte tödliche Zwischenfall in Süddeutschland innerhalb einer Woche. Am Freitag tötete ein Amokläufer in München neun Menschen. In einem Zug in Würzburg verletzte ein 17-Jähriger mehrere Personen.
Türkei
Ausnahmezustand: Türkei richtet Koordinationsausschuss ein
Ankara (nex) – Das Rundschreiben des Ministerpräsidialamtes über den Ausschuss wurde am vergangegen Samstag im Amtsblatt veröffentlicht. Im Ausschuss werden das Ministerium des Inneren, der Justiz, für Arbeit und Soziales, für Auswärtige Angelegenheiten, für Finanzen, für Verteidigung und für Bildung vertreten sein. Der Staatssekretär des Ministerpräsidialamtes wird ebenfalls anwesend sein.
Die vom Ausschuss getroffenen Entscheidungen werden von sämtlichen entsprechenden Ministerien und staatlichen Einrichtungen umgesetzt werden. Die Koordination des Ausnahmezustands soll künftig von den Provinzgouverneuren durchgeführt werden.
Das türkische Parlament hatte am 21. Juli infolge des vereitelten Putschversuchs mit 346 zu 115 Stimmen den Antrag über einen dreimonatigen Ausnahmezustand ratifiziert. Der Putschversuch wurde von Anhängern des in den USA lebenden Predigers und Anführers der Terrororganisation FETÖ, Fethullah Gülen, organisiert.
Der tödliche Putschversuch begann in der Nacht des 15. Juli, als abtrünnige Elemente des türkischen Militärs die demokratisch gewählte Regierung der Türkei stürzen wollten. Dabei wurden 246 Menschen getötet und 2.100 verletzt. Gülen wird beschuldigt, seit Jahren mit der Gründung eines Parallelstaats und mithilfe seiner Unterstützer, die Institutionen des türkischen Staates, insbesondere Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten, einen Kampf zum Sturz der Regierung zu führen.
Beziehungs-Drama
Reutlingen: Türke stoppt Macheten-Angreifer
Reutlingen (nex) – Am Sonntagnachmitag ist es in Reutlingen nach dem Anschlag in München zu einem weiteren Amoklauf gekommen.
Ein 21-jähriger Mann tötete mit einer Machete auf offener Straße eine Frau, mindestens zwei weitere Personen wurden verletzt. Die Tat passierte in der Karlstraße, in der Nähe des Galeria Kaufhofs. Wie die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet, stürmte der Täter in den Imbiss und schwang die Machete dabei über dem Kopf.
Der 21-Jährige und das spätere Opfer sollen im selben Imbiss gearbeitet haben. Medienberichten zufolge war die Frau schwanger. Ein Kollege des Amokläufers beschreibt den Täter als einen freundlichen Mann, der sich bereits vor Monaten in die Frau verliebt habe. “Sie war Polin und hat bei uns das Geschirr abgeräumt.”
Nihat Yildirim, der Onkel des Restaurantbesitzers, kannte den Täter seit einigen Wochen. Er habe sich um den Job beworben und einen guten Eindruck gemacht, so der 46-Jährige der Zeitung gegenüber. “Offenbar kam er durch die Hintertüre rein und schnappte sich das Messer”, so Yildirim weiter. Wie das Polizeipräsidium Reutlingen in einer ersten Stellungnahme schreibt, war der Täter polizeibekannt. Die Polizei meldet: Kurz vor 16.30 Uhr sind beim Polizeipräsidium Reutlingen mehrere Notrufe eingegangen, dass ein Mann im Bereich des zentralen Omnibusbahnhof in Streit mit einer Frau geraten sei und diese mit einer Machete verletzt habe. Die Frau erlitt durch den Angriff tödliche Verletzungen. Der Täter konnte aufgrund des raschen Eingreifens der Polizei nur wenige Minuten später in Tatortnähe festgenommen werden. Der Täter verletzte nach dem Angriff eine weitere Frau und einen Mann. Sohn des Dönerbuden-Besitzers fuhr Täter über den Haufen Alper K. (22) ist es laut Augenzeugen zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passierte. Der Sohn des Dönerbuden-Besitzers saß in seinem Auto und gab Gas, als er den Täter vor sich sah. „Er hat ihn umgefahren. Danach lag er niedergestreckt am Boden und rührte sich nicht mehr“, so der Augenzeuge einem „Bild“-Reporter gegenüber. Bei der Aktion wurde Alper K. verletzt. Anhaltspunkte, die für einen terroristischen Anschlag sprächen, habe man nach derzeitigem Kenntnisstand nicht gefunden, so die Polizei.
Türkei
Putschversuch: Türkischer Staatsanwalt verspricht fairen Prozess
Der Generalstaatsanwalt von Ankara hat am gestrigen Samstag allen im Zusammenhang mit dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli festgenommenen Soldaten einen fairen Prozess zugesichert.
Izmir (nex/aa) – Harun Kodalak erklärte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu: „Wir werden Soldaten, die nicht auf Menschen geschossen haben, die nicht mit Militärfahrzeugen Menschen überfahren haben und die nicht wussten, was vor sich ging, sofort von den anderen trennen.“
Der Staatsanwalt wies darauf hin, dass die Untersuchungen anders als bei den Gerichtsverfahren zum sogenannten Vorschlaghammer-Prozess (türkisch: Balyoz/Ergenekon) ablaufen würden. Kodalak bezieht sich dabei auf ein von Ex-Militärs innerhalb der türkischen Streitkräfte ausgeheckten Komplott im Jahre 2003 zum Sturz der gewählten AKP-Regierung nach nur einem Jahr nach ihrer Machtübernahme.
„Wir werden sie fair behandeln“, so Kodalak weiter. Es seien bislang mindestens 1.200 Soldaten freigelassen worden, fügte er hinzu.
Die Türkei hat zum wiederholten Male erklärt, dass der tödliche Putschversuch vom 15. Juli, bei dem mindestens 246 Menschen ums Leben kamen und über 2.100 verletzt wurden, von Anhängern des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen organisiert worden sei.
Gülen wird auch beschuldigt, seit Jahren mit der Gründung eines Parallelstaats einen Kampf zur Übernahme der Regierung zu führen, indem seine Unterstützer Institutionen des türkischen Staates, insbesonder Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.

