Potsdam (ots) – Der Brandenburger CDU-Landes- und Fraktionschef Ingo Senftleben hat den Kurs von Berlins CDU-Chef und Innensenator Frank Henkel in der Flüchtlingspolitik zurückgewiesen.
Henkel hatte mit Blick auf die Anschläge der letzten Tage von „völlig verrohten Personen“ gesprochen, die Deutschland „importiert“ habe.
Im rbb-Sommerinterview sagte Senftleben über eine solche Wortwahl: „Also ich benutze sie nicht.“ Senftleben sagte weiter: „Das Wort ‚importiert‘ ist nicht korrekt“. Man müsse ruhig und besonnen agieren und formulieren. „Ich bin kein Freund davon, dass wir etwas verallgemeinern, dass wir behaupten, viele sind gekommen und alle sind gleichermaßen Terroristen.“
Senftleben warb dafür, dass die CDU dem Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel folgt: „Ich wüsste keine andere Antwort“, so Senftleben. „Es gibt eine Aufgabe – egal, ob sie groß oder klein ist – wir sagen: Wir schaffen das.“
Das Sommerinterview mit Brandenburgs Partei- und Fraktionschef Ingo Senftleben, CDU, wird am Sonntag um 19.30 Uhr in Brandenburg Aktuell ausgestrahlt.
Köln (nex) – Die heutige Großkundgebung der demokratischen Kräfte der Türkei für den Erhalt der verfassungsmäßigen Ordnung im Land und gegen den Putschversuch vor zwei Wochen konnten die politisch Verantwortlichen in der Stadt Köln nicht verhindern.
Es gelang jedoch, die geplante Liveschaltung zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu verhindern. Bereits am Samstag hatte zunächst das Oberverwaltungsgericht Münster diese mit der Begründung untersagt, Übertragungen aus dem Ausland seien mit dem deutschen Versammlungsrecht nicht vereinbar.
Das Bundesverfassungsgericht hat nun einen Eilantrag der Veranstalter auf den Erlass einer Einstweiligen Anordnung abgelehnt. Die Vollmacht der Rechtsvertreter der Veranstalter entspreche nicht den gesetzlichen Erfordernissen, hieß es. Es sei nicht erkennbar, dass durch die von den Unterinstanzen bestätigten Entscheidungen Grundrechte der Veranstalter selbst verletzt worden wären.
Die Demonstration wird am Sonntag auf dem rechten Rheinufer in Köln-Deutz stattfinden. Anmelder ist die Union Europäisch-Türkischer Demokraten e.V. (UETD), es werden Vertreter aller demokratischen Parteien in der Türkei sprechen. Für die regierende AKP ist einer Information des Veranstalters zufolge Landwirtschaftsminister Mehdi Eker vorgesehen, für die oppositionelle CHP der Abgeordnete für Sinop, Engin Altay, die MHP wird ihren Sprecher noch bekanntgeben.
In der türkischen Community hat die durchwegs als „Schikane“ wahrgenommene Maßnahme für Unmut gesorgt.
„Ich kann es nachvollziehen, wenn man sagt, die Staatsspitze eines fremden Landes solle hier nicht Propaganda machen. Ich kann aber nicht nachvollziehen, wenn im Gegenzug in der Vergangenheit die ganze Führungsriege von einer international, auch von Deutschland, als Terrororganisation anerkannten PKK live zu seinen Anhängern ins Kölner Stadion zugeschaltet werden konnte und ihr Anführer Murat Karayilan von den Bergen zu seinen Anhängern sprechen durfte. Was ist das, wenn es nicht Doppelmoral und Heuchelei ist? Geht man so mit seinen Freunden um? Und dann fragt man sich, warum die Türkischstämmigen sich nicht verstanden fühlen und auf die Barrikaden gehen? Ich habe auch genug von der türkischen Innenpolitik hier, aber diese wurde seit Jahren von der Terrororganisation PKK hierher nach Deutschland getragen und niemand hat das gestoppt. Die türkische Innenpolitik wird in letzter Zeit auch immer mehr von den hiesigen Medien selbst nach Deutschland getragen. Wenn im Gegenzug aber die türkischstämmige Community ihre Sicht der Dinge kundtun will, stellt man ihre Integration in Frage und fordert sie auf, ihr Geburtsland zu verlassen. Das ist kein Basis für ein gegenseitiges Verständnis“, schreibt Ahmet Karaman auf Facebook.
Nabi Yücel: „Die erste Bewährungsprobe hat Deutschland nicht bestanden: PKK darf per Live-Übertragung mitten in Köln Murat Karayilan hören und sehen, während der türkische Präsident nicht übertragen werden kann. Es ist zwar nicht das Problem des Verfassungsgerichtes, das nur auf Zuruf entscheiden kann, aber sehr wohl ein Problem des Polizeipräsidenten, der es all die Jahre einer Terrororganisation ermöglicht hatte, Personenkult zu betreiben. Mal schauen, wie es am 3. September in Köln erneut zugehen wird und ob die erneut eine Live-Übertragung aus dem Kandil-Gebirge zustandebringen“
Mustafa Özgüven: „Im Jahr 2012 hatte die rechte Hand des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan, Murat Karayilan, live via Übertragungstechnologie im Kölner Rhein-Energie-Stadion geschaltet, vor einem Meer aus PKK- und Öcalan-Fahnen. Am 3. September planen PKK-Anhänger abermals eine Großkundgebung in Köln.“
https://youtu.be/BMsn6_gPjBw
Auch am 3. September ist eine Großkundgebung von PKK-Sympathisanten in Köln geplant:(Foto: Screenshot)
Dortmund (nex) – Nach Angaben der Behörden am heutigen Samstag seien infolge der gewaltsamen Ausschreitungen zwischen der Polizei und Regierungsgegnern in der armenischen Hauptstadt Jerewan Dutzende Menschen ins Krankenhaus verbracht und 26 Personen festgenommen worden.
Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass 60 Personen in umliegende Krankenhäuser zur Behandlung ihrer Verletzungen wie Verbrennungen und Knochenbrüche transportiert worden seien. Die Ausschreitungen, die am gestrigen Freitagabend in der Nähe eines Polizeigebäudes, wo eine bewaffnete oppositionelle Gruppe sich fast zwei Wochen lang mit mehreren Geiseln verschanzt hatte, ihren Anfang nahmen, gingen bis in die Nachtstunden weiter. Es gab auch Schusswechsel zwischen der Polizei und der Gruppe.
Die Polizei setzte Schlagstöcke, Blendgranaten und Rauchbomben ein, um eine Versammlung, die zur Unterstützung der bewaffneten Gruppe abgehalten wurde, aufzulösen. Die Gruppe hatte drei Notärzte in ihrer Gewalt.
Wie die Polizei mitteilte, seien 165 Personen während der Unruhen festgenommen und von diesen wiederum 26 anschließend verhaftet worden. Die anderen seien wieder entlassen worden.
Die bewaffneten Männer, die Unterstützer des Oppositionsführers Jirair Sefilian waren, stürmten das Polizeigebäude am 17. Juli, töteten einen Beamten, nahmen mehrere Geiseln und beschlagnahmten ein Waffenlager. Seitdem hatten sie alle Polizeibeamen freigelassen, am vergangenen Mittwoch jedoch vier Mitglieder eines medizinischen Teams, die zur Behandlung der Verletzungen der Oppositionellen das Gebäude betreten hatten, nicht mehr gehen lassen.
Einer der Ärzte wurde frei gelassen, 24 Oppositionelle befanden sich noch immer in dem Gebäude. Drei von ihnen wurden bei dem Schusswechsel mit der Polizei am Freitag verletzt, zwei wurden unter bewaffneter Bewachung ins Krankenhaus verbracht.
Die US-amerikanische Botschaft in Jerewan teilte in einem Statement mit, dass sie „wegen der andauernden Geiselnahme zutiefst beunruhigt“ sei. Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjorn Jagland, rief beide Seiten dazu auf, „der gefährlichen Situation unverzüglich ein Ende zu setzen“.
Remzi Aru (ADD) verurteilte die unverhältnismäßige Vorgehensweise der Polizei aufs Schärfste und forderte die armenische Regierung zur Mäßigung im Umgang mit Demonstranten auf.
Islamgelehrter: Putschkomplott zielte auf Renaissance der Türkei ab
Dortmund (nex) – Der stellvertretende Generalsekretär der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (IUMS), Ahmed Raissouni, erklärte, hinter dem vereitelten Putschversuch habe der Plan gestanden, die Renaissance der Türkei sowie ihre wirtschaftlichen und politischen Potenziale zu treffen.
In einem exklusiven Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu wies Raissouni darauf hin, dass die Türkei zur Zielscheibe geworden ist, weil sie die islamische Welt anführe und sich zu einer Wirtschaftsmacht entwickle.
„Ich gratuliere der Führung der Türkei und ihrem Volk zur Vereitelung des Bösen“, fügte Raissouni hinzu.
Das Putschkomplott, so der marokkanische Islamgelehrte weiter, habe dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und der Demokratie in der Türkei gegolten.
„Es ist nicht abwegig, dass regionale, westliche und israelische Akteure ihre Hände im Spiel haben könnten“, fuhr er fort. „Die Ereignisse der ersten Stunden [des Putschversuchs] zeigten dies deutlich.“
Am 15. Juli hatten abtrünnige Elemente innerhalb des türkischen Militärs versucht, die demokratisch gewählte Regierung der Türkei zu stürzen. Die Türkei hat zum wiederholten Male erklärt, dass der blutige Putschversuch, bei dem mindestens 246 Menschen ums Leben kamen und über 2.200 verletzt wurden, von Anhängern des in den USA lebenden Predigers und Anführers der sogenannten FETÖ/PDY Fethullah Gülen organisiert worden sei.
Gülen wird auch beschuldigt, seit Jahren mit der Gründung eines Parallelstaats einen Kampf zur Übernahme der Regierung zu führen, indem seine Unterstützer Institutionen des türkischen Staates, insbesonder Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.
Raissouni lobte das türkische Volk für seine Rolle in der Vereitelung des Putschversuchs.
„Ich denke, dass der vereitelte Putschversuch den Weg für eine Wiedergeburt der Türkei geebnet hat“, bemerkte er und fügte hinzu, dass er auch „die Mächte des Bösen und der Verschwörungen“ aufgedeckt habe.
„Die Türkei war das Ziel, weil sie – insbesondere durch den Aufbau einer ökonomischen Macht – die treibende Kraft bei der Schaffung einer mächtigen islamischen Welt darstellt“, betonte Raissouni.
„Sich von der Herrschaft des Westens zu befreien bedeutet, eine unabhängige wirtschaftliche und politische Macht zu schaffen, die vom Volk ausgeht.“
Köln (nex) – Ein vermeintlich besonders brutaler Fall eines sexuellen Übergriffs an einer jungen Frau in der Silvesternacht in Köln hat sich als Akt der Trittbrettfahrerei herausgestellt.
Noch vor zwei Wochen hatte eine 18-jährige Frau der Kölner Beratungsstelle „Lobby für Mädchen“ berichtet, dass sie auf dem Bahnhofsvorplatz vergewaltigt worden und daraufhin schwanger geworden sei. Sie habe zudem mehrfach Strafanzeigen wegen angeblicher Vergewaltigungen erstattet.
Ermittler haben der „Kölnischen Rundschau“ zufolge die 18-Jährige in ihrer Heimat in Norddeutschland besucht – und im Zuge der Befragung stellte sich heraus, dass diese zur Jahreswende überhaupt nicht in Köln gewesen wäre. Auch in den anderen von ihr angezeigten, vermeintlichen Vergewaltigungen habe es sich um frei erfundene Sachverhalte gehandelt.
Die vermeintliche Vergewaltigung der 18-Jährigen in Köln in der Silvesternacht war auch Thema in Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtages. Auf der Domplatte war es in der Nacht auf den Neujahrstag im Zuge tumultartiger Szenen zu einer Reihe von teilweise auch sexuellen Übergriffen gekommen, an denen vorwiegend junge Männer aus nordafrikanischen Ländern, aber auch Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak beteiligt gewesen sein sollen.
Eine endgültige Bilanz über das tatsächliche Ausmaß der Vorfälle konnte jedoch noch nicht gezogen werden, da die polizeilichen Ermittlungen, die sich gegen mehrere Dutzend Personen richten, noch andauern. Der Polizei war vorgeworfen worden, die Vorfälle anfänglich vertuscht zu haben.
Rechtsgerichtete Politiker hatten die Ereignisse in der Silvesternacht für fremdenfeindliche Stimmungsmache genutzt. Ob gegen die 18-Jährige wegen Vortäuschung einer Straftat ermittelt wird, ist noch offen.
Osnabrück (ots) – Niedersachsens Landtagspräsident Bernd Busemann fordert ein Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei.
„Die Türkei ist so weit weg von den Minimalansprüchen der europäischen Wertegemeinschaft, dass es zurzeit keinen Sinn mehr macht, Beitrittsverhandlungen fortzusetzen“, sagte der CDU-Politiker im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Dies sei eine „Sache der Ehrlichkeit“, betonte Busemann, der sich als „Freund der Türkei“ bezeichnet. Allerdings bewege sich das Land „gerade auf einen Einparteienstaat mit islamischem Hintergrund zu“.
Vor diesem Hintergrund sprach sich Busemann auch für eine „Denkpause“ bei den Verhandlungen über einen niedersächsischen Staatsvertrag mit islamischen Verbänden wie Ditib aus. „Mit Ditib ist ein Vertragspartner direkt der Regierung in Ankara und damit dem Staatspräsidenten Erdogan unterstellt.
Wenn Cem Özdemir sagt, Ditib sei der verlängerte Arm der Erdogan-Partei AKP, will ich nicht widersprechen“, sagte Busemann. Seiner Partei riet Busemann, eine mögliche Zustimmung der CDU-Fraktion zum Islamvertrag beim Landesparteitag Mitte August in Hildesheim zu diskutieren.
Nach den Gewalttaten der vergangenen Woche forderte der Landtagspräsident mehr Polizeipräsenz im ganzen Land. Das Volk sei sehr stark besorgt, „da sollte dann auch der gute alte Schutzmann wieder durch die Straßen gehen und an der Ecke einen Plausch halten. Das ist gut für das Sicherheitsgefühl der Bürger“, sagte der frühere Justizminister. Die Menschen erwarteten von der Politik jetzt „Führung“.
„Probleme kleinreden ist jetzt nicht das Gebot der Stunde“, sagte Busemann. Auch die Einstellung von Hilfs- oder freiwilligen Polizisten, wie sie andere Bundesländer haben, sei für ihn „kein Tabuthema“.
Mit Blick auf die Kommunalwahl im September und die Landtagswahl 2018 warnte Busemann die niedersächsische CDU vor Siegesgewissheit: Es sei nicht „gottgegeben, dass wir 2018 stärkste Partei werden“, warnte der Politiker. Sollten sich mehrere Bewerber für eine CDU-Spitzenkandidatur im Land melden, sei er offen für einen Mitgliederentscheid. Derzeit gebe es „null Beteiligung der Basis“ in der Kandidatenfrage, sagte Busemann, der selbst als möglicher Anwärter gehandelt wird. „Die Partei rätselt ein bisschen und sucht Orientierung. Mit einem Entscheid könnte man den Mitgliedern zeigen: Ihr seid nicht nur zum Plakate kleben da. Eure Meinung interessiert uns.“
Türkisches Paare heiraten auf Mahnwachen für Demokratie nach vereiteltem Putschversuch
Istanbul (nex) – Die Menschen nehmen weiterhin jede Nacht an den Mahnwachen für Demokratie, den Zusammenkünften zur Verurteilung des vereitelten Putschversuchs durch eine kleine Gruppe innerhalb des türkischen Milit, teil.
Manche Paare haben ihre Unterstützung auch dadurch gezeigt, indem sie ihre Hochzeit auf öffentlichen Plätzen während der Kundgebungen gefeiert haben. In Kirsehir, einer kleinen Provinz in Anatolien, haben Ayla Ürün und Harun Cingöz im Laufe dieser Woche auf einer Mahnwache auf dem Cacabey-Platz geheiratet. „Wir hatten ursprünglich vor, unsere Hochzeit in einem Festsaal zu feiern, doch dann dachten wir, es wäre ein denkwürdiges Ereignis, unsere Feier hierher zu verlegen, um unsere Unterstützung zu demonstrieren“, sagte Cingöz.
Ähnlich ging es in Karaman zu, wo frisch vermählte Paare in ihren Hochzeitskleidern auf den öffentlichen Plätzen erschienen, um ihre Unterstützung der Mahnwachen für Demokratie kundzutun. Auch das frisch vermählte Paar Pinar und Yakup Peksoy sowie das neu verlobte Paar Büsra Kalayci und Ali Menekse schlossen sich den Mahnwachen für Demokratie an, anstatt mit ihren Freunden und Familien zu feiern. In Nevsehir feierten Ahmet und Reyhan Kayaci ihre Hochzeit auf einem öffentlichen Platz während einer Mahnwache. Kayaci sagte: „Wir möchten unseren glücklichen Tag mit den anderen teilen und sind mit dabei, um die Solidarität des türkischen Volkes zu demonstrieren. Wir sind stolz auf uns und sind für die Türkei hier.“
Im Caycuma Distrikt der Provinz Zonguldak nahmen Aynur und Ömer Dogan nach ihrer standesamtlichen Trauung mit türkischen Fahnen in den Händen an einer Mahnwache für Demokratie teil. „Auch vor unserer Hochzeit waren wir auf den Mahnwachen dabei“, erklärte Aynur Dogan. „Niemand kann uns unterdrücken, auch während unserer Hochzeit werden wir unsere Unterstützung zeigen“, fügt ihr Mann Ömer Dogan hinzu.
Seit dem 15. Juli, als in jener Nacht der vereitelte Putschversuch durchgeführt wurde, nehmen Prominente und Politiker an den Demonstrationen teil, denen Autokonvois mit türkischen Fahnen hinterherfolgen. All diese Kundgebungen und Mahnwachen unterstreichen die Einigkeit der Menschen in der Türkei gegen den Putsch. In verschiedenen Städten hupen und singen die Menschen in Sprechchören Slogans zur Unterstützung des Staates und zur Verurteilung Fethullah Gülens, des Hauptverdächtigen des vereitelten Putschversuchs und Anführers der sogenannten FETÖ Organisation.
Dortmund (nex) – Nach offiziellen Angaben, die am 28. Juli veröffentlicht wurden, ist die Zahl ausländischer Besucher in der Türkei im Juni um 40 Prozent zurückgegangen.
Dies stellt den größten Rückgang seit 22 Jahren dar und ist mit den Spannungen zwischen Russland und der Türkei und den Bombenanschlägen der vergangenen Monate zu erklären.
Wie Daten des Ministeriums für Tourismus zeigen, gingen die Touristenzahlen im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 40.86 Prozent zurück; lediglich 2,44 Millionen Menschen kamen in dem Monat in die Türkei.
Dies stellt den größten Rückgang seit 1994 dar. Im Mai fiel die Zahl der Touristen um 34,7 Prozent. Der Tourismus wurde durch die Spannungen mit Moskau nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets im vergangenen Jahr, der sich im türkischen Luftraum befand, schwer getroffen.
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ging die Zahl russischer Touristen um 87 Prozent zurück. Die Türkei und Russland haben vor Kurzem mit dem Wiederaufbau ihrer Beziehungen angefangen.
Parallel dazu hat das britische Reiseunternehmen Thomas Cook sein Jahresziel am 28. Juni nach unten korrigiert, da der Absturz des Pfunds durch die Brexit-Entscheidung, die Anschläge in Europa und der vereitelte Putschversuch in der Türkei die Kunden zur Umdisponierung ihrer Urlaubspläne zwang.
Auch weitere Reiseunternehmen wie TUI und Fluggesellschaften wie easyJet, Air France-KLM und Lufthansa wurden durch die Zwischenfälle in der Türkei schwer getroffen.
Thomas Cook, der von den Problemen der zuvor sehr beliebten Urlaubziels Türkei teilweise betroffen ist, erklärte, dass er im laufenden Geschäftsjahr eine operativen Gewinnsumme von 357 Millionen Euro erwarte. Zuvor wurden bis zu 397 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Düsseldorf (ots) – Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will sich innerhalb der Bundesregierung für die Stilllegung der umstrittenen Urananreicherungsanlage im nordrhein-westfälischen Gronau einsetzen. Das signalisierte Hendricks in einem Brief an NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) vom 26. Juli. Er liegt der „Rheinischen Post“ vor.
In der Bundesregierung gebe es zwar keine gemeinsame Position, den Betrieb in Gronau zu beenden, betonte Hendricks in dem Schreiben. Außerdem habe NRW für die Anlage im Jahr 2005 eine unbefristete Betriebsgenehmigung erteilt.
„Nichtsdestotrotz bin ich vor dem Hintergrund Ihrer sehr nachdrücklichen Forderung gerne bereit, die Möglichkeit einer neuen politischen Einigung zu einer Stilllegung der Anlage in Gronau innerhalb der Bundesregierung und mit dem Koalitionspartner zu erörtern“, schrieb Hendricks an Remmel.
Zunächst müsse sie aber über die detaillierten, insbesondere zeitlichen Vorstellungen des Landes zur Stilllegung informiert werden. Beim Atomausstiegsbeschluss des Bundestags war Gronau ausgeklammert worden
Ein Kommentar von Marina BütünTürken sollen in der Türkei demonstrieren und nicht in Deutschland? Und ich sag es noch einmal: Deutschland zahlt mit den Steuergeldern der gesamten Bevölkerung und auch der dort steuerzahlenden Türken die Waffen, mit denen die PKK in der Türkei die Bevölkerung terrorisiert – auch uns Deutsche! Eure eigenen Landsleute, die hier leben und von genau diesen Waffen der PKK bedroht werden. Wir Deutschen in der Türkei bezahlen hier liebend gerne die Steuern für die türkischen Soldaten, die auch für uns Deutsche hier sterben wie die Fliegen, weil sie die von deutschen Steuergeldern bezahlte PKK, auch für uns Deutsche, die hier in der Türkei leben, bekämpfen müssen. Das tun sie auch für die Touristen aus Deutschland, die hierherkommen, und nicht nur für die Türkei. Bitte mal darüber nachdenken, dass das, was in der Türkei passiert, dass diese Politik nicht nur die Türkei betrifft, sondern auch den deutschen Steuerzahler. Wann hat man das schon mal in der Presse gelesen oder von einem deutschen Politiker gehört? – Nie. Politiker, die bei einem Attentat in München nicht einmal auf die Beerdigung der Opfer gehen – deswegen können die steuerzahlenden Türken in Deutschland, die eben nicht nur „innenpolitische Demonstrationen“ machen, sondern für uns Deutsche in der Türkei in Vertretung gleich mit, von mir aus in Deutschland so lange und so oft sie wollen, demonstrieren, denn auch wir sind durch den auch von deutschen Steuergeldern bezahlten Terror der PKK betroffen, die Erdogan bekämpft. Und deswegen ist es auch gerechtfertigt, dass die deutsche Polizei hier im Einsatz ist, die ebenfalls von Steuergeldern in Deutschland, auch von denen der in Deutschland arbeitenden Türken bezahlt werden. Mir ist nicht bekannt, dass die Polizei nur für Deutsche im Land da ist. Wann beschwert sich der deutsche Steuerzahler, der sich gerade gegen die türkischen Demos in Deutschland stellt, endlich einmal über die auch in Deutschland verbotenen Terror-PKK-Demos in Deutschland? Denn die zahlt ihr in Deutschland doch auch alle. Aber das macht ja nichts, solange die hier bei uns rumballern, mit Waffen, die auch von deutschen Steuergeldern finanziert werden. Solange diese Terrorbrüder nicht in Deutschland Anschläge verüben, ist das ja völlig o.k. Dem Deutschen ist sehr oft das Hemd näher als der Rock. Und ich finde es schlimm, dass ich als Deutsche das hier schreiben muss, das tut echt weh, denn ich habe Familie in Deutschland, deren Steuergelder ebenfalls ungefragt für diesen Terror in der Türkei verwendet werden. Da kommt mir doch das kalte Grausen. Was ist aus den vielen Deutschen geworden, wo ist die so gepriesene Demokratie in diesem Oligarchenstaat? Wo kommt dieser Nationalstolz auf einmal her, den sich Deutschland mit ihrer Verhätschelung und Unterstützung der verbotenen Terrororganisation PKK überhaupt nicht leisten kann, die hier in der Türkei eure eigenen Landsleute ebenfalls bedroht? Ich würde mich echt im letzten Eck irgendwo verstecken oder mir ein Loch in der Erde graben, wenn ich solche Äußerungen machen würde – pfui, pfui, pfui!Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.