Exportplus im August
Rekord: : Türkei verbucht größten Exportzuwachs seit 28 Monaten
Ankara (nex) – Die Türkei erlebte im August ihr größtes Exportplus der letzten zweieinhalb Jahre. Dies teilte die Türkische Exporteurvereinigung (TIM) am Donnerstag mit. Im Vormonat stieg der Wert der türkischen Exporte um 6,9 Prozent auf 11,15 Milliarden gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres an, dies war der größte Zuwachs für den monatlichen Exportwert seit 28 Monaten.
Der Vorsitzende des TIM, Mehmet Büyükekşi, sagte auf einer Pressekonferenz in der Schwarzmeerprovinz Giresun: „Wir sind stolz darauf, dass unsere Exporte trotz aller widrigen Umstände ansteigen.“ Er fügte hinzu: „Wir glauben, dass die Exporte des Landes, insbesondere in die EU und nach Nordamerika, künftig sogar noch höhere Zuwächse zeigen werden.“
Passend zum Ort der Pressekonferenz wies Büyükekşi unter anderem darauf hin, dass der Anteil der Türkei an der weltweiten Haselnussproduktion – deren Schwerpunkt in Giresun liegt – bei 75 Prozent liegt. Insgesamt beträgt der Anteil der Türkei am Welthandelsvolumen 0,89 Prozent, um einen noch höheren Anteil zu erreichen, so der TIM-Vorsitzende, soll sich die Türkei neben traditionellen Produkten wie Haselnüssen auch auf den Export wertschöpfungsintensiver Produkte konzentrieren. Zusammengerechnet hatte die Türkei in den ersten acht Monaten des Jahres 2016 ein Exportvolumen von 92,7 Milliarden US-Dollar erreicht.
Der Sektor mit den besten Ergebnissen war dabei einmal mehr die Automobilindustrie, die im August Exporte in Höhe von insgesamt 1,7 Milliarden zu verzeichnen hatte, was einem Plus von 23,4 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres entsprach. Weitere bedeutsame Exportsektoren waren Textil-Fertigprodukte mit einem Volumen von 1,6 Milliarden US-Dollar sowie chemische Stoffe und Produkte mit 1,2 Milliarden US-Dollar. Die höchste Steigerung im Bereich der Landwirtschaft hatten die Olivenbauern zu verzeichnen, deren Exporte um 36,4 Prozent anstiegen. Regional war der Exportzuwachs in die Pazifik-Ozeanien-Region mit 48,9 Prozent am größten. Die Ausfuhren in die EU stiegen um 12,7 Prozent (Deutschland 17,4 Prozent), jene in die USA um 19,6 Prozent.
Wiederaufbau Ost
PKK-Terror: Türkei plant Wiederaufbau von 30.000 zerstörten Häusern in Kurdengebieten
Ankara (nex) – Wie der Erdogan-nahe türkische Minister für Umwelt und Stadtentwicklung Mehmet Özhaseki am heutigen Donnerstag mitteilte, plant die Regierung den Bau von mindestens 30.000 Häusern in sieben südosttürkischen Distrikten, die durch den PKK-Terror schwere Schäden erlitten haben.
Nachdem türkische Sicherheitskräfte Wohngebiete in der Region vom PKK-Terror befreit hätten, so der Minister, seien beträchtliche Schäden im Distrikt Sur der Provinz Diyarbakir, in Nusaybin (Provinz Mardin), Yüksekova (Hakkari), Cizre, Silopi und Idil in der Provinz Sirnak festgestellt worden.
„Mindestens 30.000 Häuser sollten in sieben Distrikten gebaut werden. Diese Häuser werden dann den Einwohnern übergeben“, erklärte Özhaseki gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.
Der Politiker fügte hinzu, dass die südosttürkischen Provinzen Sirnak, Diyarbakir, Hakkari generell durch den PKK-Terror schwer beschädigt worden seien. Die Anti-PKK-Einsätze begannen, nachdem die Terrorgruppe ihre Anschläge im Juli letzten Jahres im Osten und Südosten der Türkei wiederaufgenommen hatte. Die PKK, die von der Türkei, der EU und den USA als eine Terrororganisation eingestuft wird, nahm ihren jahrzehntealten bewaffneten Kampf im Juli des vergangenen Jahres wieder auf. Seitdem wurden mehr als 600 Sicherheitskräfte getötet und über 7.000 PKK-Terroristen eliminiert. Der Minister für Stadtentwicklung sprach auch die Militärstützpunkte in vielen Stadtzentren an, die seit dem vereitelten Putschversuch kontrovers diskutiert werden.
„Wir appellieren an alle Gemeindeverwaltungen in der Türkei, ihre Militärstützpunkte in die Außenbezirke oder Vororte der Städte zu verlegen“, sagte Özhaseki und fügte hinzu, dass die geräumten Gebiete anschließend für die „städtische Transformation“ genutzt werden könnten.
„Wahrscheinlich werden sie in Grünflächen verwandelt werden“, so der Minister weiter.
Gepanzerte Militärfahrzeuge, die in Ankara und Istanbul stationiert waren, wurden Ende August – nach dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli – auf Militärstützpunkte in Gebieten außerhalb der Stadtzentren verlegt. Die Militärstützpunkte selbst sollen vor dem 11. September in die Außenbezirke der Städte umziehen. Die türkische Regierung erklärte, dass der Putschversuch, bei dem 240 Menschen getötet und fast 2.200 verletzt wurden, von Anhängern des in den USA lebenden Predigers und Anführers der Terrororganisation FETÖ, Fethullah Gülen, organisiert worden sei.
Gülen, der seit 1999 im selbstgewählten Exil in den USA lebt, wird beschuldigt, seit Jahren durch die Gründung eines Parallelstaats und mithilfe seiner Unterstützer, die Institutionen des türkischen Staates, insbesondere Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten, einen Kampf zum Sturz der Regierung zu führen.
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"Außenpolitischer Schaden"
Armenien-Resolution: AfD-Vize Gauland verurteilt Merkel-Entscheidung
Berlin (ots) – Zur geplanten Distanzierung Merkels von der Armenien-Resolution des Bundestages erklärt der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland:
„Es ist ein doppelter Skandal und ein Vorgang zum Fremdschämen, wenn Frau Merkel nun vor dem türkischen Präsidenten einknickt und dem Bundestag in den Rücken fällt. Das hat es noch nie gegeben: Die Bundesregierung distanziert sich vom Bundestag, der sie gewählt hat. Das allein würde eigentlich schon ausreichen, um von einer handfesten Staatskrise zu sprechen. Dass dies auch noch geschieht, um einen Despoten, der Meinungsfreiheit und Demokratie mit Füßen tritt, zu beschwichtigen, ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten.
Doch damit noch immer nicht genug: Der zweite Skandal ist die Tatsache, dass dieser Kniefall Merkels allein dafür stattfindet, um das Besuchsverbot für deutsche Politiker bei den eigenen Soldaten aufzuheben. Die eigenen Truppen besuchen zu können, sollte eine Selbstverständlichkeit unter Bündnispartnern sein! Es ist dramatisch, wie sich die Kanzlerin erpressen lässt. Der außenpolitische Schaden, den diese Bundesregierung damit angerichtet hat, ist enorm.
Dabei wäre die Lösung dieser Situation so einfach gewesen: Wenn wir unsere Soldaten nicht besuchen dürfen, dann sind sie am falschen Ort. Frau Merkel hätte die Bundeswehr aus Incirlik abziehen müssen, denn man verhandelt nicht mit Erpressern. Stattdessen gibt sie mal um mal weiter nach, ohne von der Gegenseite etwas Nennenswertes dafür zu erhalten. Das ist keine Verhandlungsführung, das ist komplettes Versagen.“
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Bundesregierung distanziert sich
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Berlin (nex) –Einstimmige oder fast einstimmige Abstimmungsentscheidungen bei Wahlen oder parlamentarischen Abstimmungen gelten unter kritischen Beobachtern der Politik eines Landes regelmäßig als demokratiepolitisch bedenklich – nicht nur, wenn in Ländern wie Nordkorea oder Eritrea Wahlen mit 99,9 Prozent für einen Amtsinhaber oder eine Einheitsliste enden. Immerhin ist es in pluralistischen Gesellschaften üblich, dass es zu jedem politischen Gedanken und zu jedem Vorhaben auch bedeutsame Gegenstimmen gibt, die auch im Parlament zur Sprache kommen müssen.
Alleine schon unter diesem Aspekt war nicht nur in der Türkei die Verwunderung darüber groß, dass am 2. Juni außer der Leipziger Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla alle anwesenden Parlamentarier aller Parteien geschlossen für eine Resolution stimmten, deren Inhalt von vornherein als grober Affront gegenüber einem außenpolitischen Partner und Millionen türkischer Einwanderer angesehen werden würde.
Wie abzusehen war, hat die umstrittene Resolution, in der sich ein Parlament selbst zum Historiker gemacht und die Ereignisse der Jahre 1915/16 im Osmanischen Reich als „Genozid“ bewertet hatte, das bilaterale Verhältnis zwischen beiden Staaten massiv belastet. Eine der Reaktionen auf die Resolution war, dass die Türkei es deutschen Parlamentariern seither verwehrt, deutsche Bundeswehrsoldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt İncirlik zu besuchen. Von dort aus fliegt die internationale Anti-IS-Koalition, an der auch Deutschland beteiligt ist, Einsätze gegen die Terrormiliz.
Nun will sich die Bundesregierung, aus der bereits im Juni Skepsis bezüglich des – rechtlich nicht bindenden – Beschlusses gedrungen war, von der Resolution noch einmal offiziell distanzieren. Dies berichtet „Spiegel Online“. Demnach haben sich das Auswärtige Amt und das Kanzleramt darauf geeinigt, dass Regierungssprecher Steffen Seibert vor die Presse treten und sich im Namen der Regierung von der Armenien-Resolution des Bundestages distanzieren soll.
Zuvor hatte es rege diplomatische Bemühungen zwischen beiden Ländern gegeben, um das Besuchsrecht der Politiker in İncirlik doch noch abzusichern. Die Türkei hatte jedoch stets deutlich gemacht, dass es keine Politikerbesuche ohne eine öffentliche Distanzierung von der umstrittenen Resolution geben werde. Der Streit drohte zuletzt in einem Abzug der deutschen Soldaten aus İncirlik zu enden, was den Anti-Terror-Kampf der Koalition massiv behindert hätte.
EU-Türkei-Abkommen
Türkei bleibt dabei: Keine Änderung der Anti-Terror-Gesetze
Ankara (nex) – Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim erklärte am heutigen Donnerstag, es werde keine Änderung des Anti-Terror-Gesetzes des Landes geben, was jedoch eine Grundbedingung für das Visaabkommen zwischen der EU und der Türkei darstellt.
„Wir haben einmal mehr betont, dass wir aufgrund der aktuellen Umstände, denen wir gegenüberstehen, keine Lockerungen bei unserem Anti-Terror-Gesetz vornehmen können“, sagte er auf einer gemeinsamen Konferenz mit dem EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz in Ankara. Yildirim stellte klar, dass es sich bei den Anti-Terror-Gesetzen um eine Sicherheitsangelegenheit der Türkei handle wie auch der Kampf Europas gegen den Terror.
Sowohl Yildirim als auch Schulz sprachen die Meinungsverschiedenheiten zwischen Europa und der Türkei beim Thema Terrorbekämpfung an. Schulz teilte mit, dass es deshalb beim Visadeal keine Fortschritte gegeben habe, während Yildirim betonte, dass „Flexibilität bei den Anti-Terror-Gesetzen außer Frage steht“. Der türkische Ministerpräsident wies darauf hin, dass die Türkei unerbittlich gegen alle Arten des Terrors einschließlich PKK/PYD, YPG und IS (Daesh) kämpfe und fügte hinzu: „Wir glauben, dass unsere Freunde in Europa uns verstehen können.“
Es war Martin Schulz‘ erster Besuch in der Türkei nach dem vom Gülen-Netzwerk FETÖ organisierten, vereitelten Putschversuch vom 15. Juli. Yildirim bemängelte die Abwesenheit starker Stimmen aus Europa gegen den Putschversuch und merkte an, dass letzterer aus der heutigen Perspektive besser verstanden werde. „FETÖ ist auf den ersten Blick schwer zu begreifen“, so Yildirim.
„Denn es ist eine geschlossene, nichttransparente Organisation. Ganz gleich, aus welcher Nähe Sie ihre Aktivitäten verfolgen, es ist unmöglich, das Ausmaß der Gefahr zu verstehen. Sie stellt eine globale Gefahr dar.“ Schulz erklärte, dass Europa den Putschversuch aufs Schärfste verurteile und der Widerstand der unbewaffneten türkischen Bevölkerung ein ehrenwerter Akt gewesen sei. „Die Menschen in der Türkei haben sich in der Nacht des Putsches mutig den Soldaten in den Weg gestellt, sagte er.
„Vielleicht haben wir Europäer die Emotionen, die damit verbunden waren, unterschätzt.“ Yildirim sicherte Schulz zu, dass die Türkei ein Rechtsstaat sei und die Justiz im Einklang mit der Gewaltenteilung agiere. Er ging auch auf die Sorgen in Europa wegen der Festnahmen von Journalisten während der Anti-Terror-Einsätze ein. „Kein Journalist darf jemals eine Terrororganisation unterstützen oder sich an deren Aktivitäten beteiligen“, stellte er klar.
„Diese hier sind anders. Sie haben zwar einen Presseausweis, unterstützen jedoch aktiv das Gülen-Netzwerk FETÖ.“ Die beiden hätten auch die Entwicklungen in Syrien und im Irak sowie die Flüchtlingsfrage erörtert, teilte der türkische Ministerpräsident mit.
Türkisch-russische Beziehungen
Russland und Türkei planen wechselseitige Währungsakzeptanz
Ankara (nex) – Die Türkei und Russland möchten die Währung des jeweils anderen Landes als Zahlungsmittel zulassen. Ziel sei, russischen Staatsangehörigen, die zu Besuch in der Türkei sind, das Bezahlen mit dem Rubel und den Türken in Russland mit der Türkischen Lira zu ermöglichen.
Wie der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci am gestrigen Mittwoch mitteilte, ziehen die Türkei und Russland in Erwägung, die Währung des jeweils anderen Landes im eigenen Land, insbesondere im Tourismussektor, als Zahlungsmittel zuzulassen. Zeybekci, der auf dem Türkisch-Russischen Media Forum sprach, erklärte, dass die technischen Verhandlungen zwischen den Zentralbanken der beiden Länder über die Nutzung der Landeswährungen im bilateralen Handel voranschritten und fügte hinzu, dass die Nutzung der Landeswährungen auch im Tourismussektor eines der zu erreichenden Ziele sei.
„Unser Ziel ist, russische Staatsbürger, die die Türkei, Antalya besuchen, in Rubeln und türkische Staatsangehörige, die Russland besuchen, in Türkischer Lira zahlen zu lassen“, so Zeybekci.
Hinsichtlich der Verschlechterung der Beziehungen im Handelsbereich infolge der Kampfjetkrise im vergangenen November, die zu großen Spannungen zwischen den beiden Ländern geführt hatte, erklärte Zeybekci, er wolle nicht ins Detail gehen, da die Zahlen wirklich entmutigend seien und es viel zu tun gebe, um den bilateralen Handel anzukurbeln. Es ist geplant, dass im Oktober der türkische Wirtschaftsminister mit dem russischen Energieminister in Istanbul zusammenkommt, wo ebenfalls ein großes Wirtschaftsforum stattfinden wird. Im Rahmen dieses Forums soll auch die Tagung des Gemeinsamen Türkisch-Russischen Wirtschaftsausschusses ausgerichtet werden. Der türkische Minister für Kultur und Tourismus, Nabi Avci, erklärte auf dem Forum, dass die Türkei bereit sei, die gesamte erforderliche Arbeit zur Förderung des bilateralen Handels mit Russland bis in die höchsten Ebenen zu verrichten.
„Einige unerwünschte Ereignisse, die in der nahen Vergangenheit geschahen, können die in jeder Hinsicht tief verwurzelten Beziehungen nicht beschädigen“, sagte Avci über die Krise, die damit begann, dass die Türkei am 24. November einen russischen Kampfjet an der türkisch-syrischen Grenze wegen Eindringens in türkischen Luftraum abschoss. Weiter erklärte der Minister, dass die Türkei bereit sei, alles zu tun, um die Beziehungen zum alten Freund Russland „im wirtschaftlichen, kulturellen und humanitären Bereich“ zu verbessern. 65 Journalisten aus Russland, unter denen sich auch Chefredakteure und Nachrichtendirektoren wichtiger Medieneinrichtungen befanden, nahmen am gestrigen Mittwoch zusammen mit ihren türkischen Kollegen am Türkisch-Russischen Medienforum in Antalya teil.
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Syrienkonflikt
Syrien: USA weisen Behauptungen über Fehlleitung von Waffen an PYD/PKK zurück
Ankara (nex) – Die USA haben am vergangenen Mittwoch Behauptungen zurückgewiesen, dass für arabische Kämpfer vorgesehene Waffenlieferungen in die Hände der PKK/PYG gefallen seien.
„Wir achten sorgsam darauf, wohin die Waffen gehen“, erklärte Pentagonsprecher Peter Cook gegenüber Journalisten in Bezug auf Lieferungen an die Syrisch-Arabische Koalition, die Teil der von den USA unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) ist.
„Wenn sich Leute an die mit uns getroffenen Vereinbarungen nicht halten, werden sie auch unsere Ausrüstung nicht erhalten – das haben wir von Anfang an klargemacht, und das werden wir von unseren Partnern vor Ort weiterhin verlangen.“
Ankara betrachtet die PYD und ihren bewaffneten Arm, die YPG, als einen syrischen Ableger der Terrororganisation PKK, die seit Jahrzehnten einen Krieg gegen die Türkei führt. Auch die USA stufen die PKK als eine Terrororganisation ein, jedoch nicht die YPG. Washington unterstützt die SDF in ihrem Kampf gegen den IS (Daesh) mit erheblicher militärischer Assistenz einschließlich Beratern sowie Luftschlägen.
Die Bemühungen der US-Amerikaner, den Sorgen ihrer Koalitionspartner entgegenzukommen, seien „jenseits dessen, was wir bislang unternahmen, und zwar aufgrund des Ernstes und, ich wiederhole es, der Bedeutung der Lage: alle sollen sich weiterhin auf das konzentrieren, was am wichtigsten ist, nämlich den Druck auf den IS (Daesh) zu erhalten“, erklärte Cook weiter.
Die SDF übernahm nach zweieinhalb Monaten intensiven Kampfes die Kontrolle über die Stadt, die eine Haupttransitroute des IS (Daesh) gewesen war.
Kurdischer Aufstand
Beobachter: „PKK legt Häuser der Kurden in Brand und ermordet ihre Kinder“
Dortmund (nex) – Politische Beobachter, die der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) nahestehen, erklärten, dass sämtliche Aktivitäten der PKK gegen das kurdische Volk gerichtet seien und zum Ziel hätten, durch die zunehmende Gewalt in der Türkei den autonomen kurdischen Gebieten (KRG) zu schaden.
Die politischen Beobachter der KRG, Suphi Mohammed, Ziad Munir und Karim Bapir, kritisieren in ihrer auf der Website der KDP veröffentlichten Erklärung die Terrororganisation PKK. Suphi Mohammed bewertet die Gewaltakte der PKK in Diyarbakir, Hakkari und anderen Regionen, die gegen die Kurden und die KRG gerichtet seien, mit folgenden Worten:
„Die Angriffe der PKK sind suspekt. Denn in den betroffenen Regionen leben Kurden. Die Menschen verlassen wegen der Angriffe der Terrororganisation PKK ihre Häuser und Städte. Dutzende Menschen sind bei den Kampfeshandlungen gestorben. Diese Kampfeshandlungen schaden den Kurden am meisten. Das Resultat der PKK-Aktivitäten ist lediglich, dass sie Häuser der Kurden in Brand legen und ihre Kinder ermorden.“
Mohammed betonte, dass diejenigen, die denken würden, Auseinandersetzungen und Gewaltakte würden die Türkei schwächen, sich irrten und fügte hinzu: „Die PKK hat aus den Gebieten in der Türkei, in denen Kurden leben, Trümmerhaufen gemacht. Es ist sehr schwer zu bewerkstelligen, dass diese Regionen und Städte, die an Fahrt gewonnen hatten, sich wieder erholen und Frieden erreichen.“
Mohammed unterstrich, dass die Türkei die Hoffnung aller Kurden sei:
„Die Kurden möchten ihre Hoffnungen durch die Türkei realisieren. Die PKK versucht jedoch, dies zu sabotieren und zu verhindern. Sie müht sich ab, die Unabhängigkeit der kurdischen Region zu torpedieren. Deshalb weigert sie sich, ihre Männer aus Shingal zurückzuziehen. Das Ziel der PKK ist, die Unruhen in der Region zu verstärken und einen Kanton in Shingal zu gründen. Ich denke, dass die Probleme schwerwiegender werden, wenn die PKK nicht innerhalb kurzer Zeit aus dem Gebiet vertrieben wird.“
Der politische Beobachter Munir wies darauf hin, dass die Kurden im Iran, in Syrien, der Türkei und im Irak endlich ein Bewusstsein erlangen und der Entwicklung der PKK Einhalt gebieten müssten.
„Die Kurden dürfen gegenüber der PKK nicht mehr schweigen. Sie sollten nicht mehr zulassen, dass die Terrororganisation PKK den Kurden schadet. Die kurdischen politischen Parteien sollten zusammenkommen und verhindern, dass die PKK nach Gusto ihrer Anführer und im Sinne des Profits einiger Staaten die kurdischen Gebiete in Ruinen verwandelt.“
Munir erinnerte daran, dass der Präsident der kurdischen autonomen Gebiete, Masud Barzani, keinen Krieg unter den Kurden wolle und fügte hinzu:
„Die PKK hört auf niemanden außer auf die Feinde der Kurden. Die Kurden in der Türkei sollten gegen die schmutzige Politik der PKK ihre Stimme erheben. Die Kurden sollten nicht zulassen, dass die Terrororganisation PKK für ihre eigenen Ziele Unruhen in die Türkei bringt.“
Karim Bapiri, ein weiterer politischer Beobachter, wies darauf hin, dass sie nicht erwartet hatten, dass die Terrororganisation PKK den autonomen kurdischen Gebieten dermaßen schaden würde und erklärte:
„Wir können nicht akzeptieren, dass die PKK dem Frieden, der Ordnung und Sicherheit sowie den Wirtschaftsquellen der autonomen kurdischen Gebiete Steine in den Weg legt. Die Rechnung der dreckigen Taten der PKK zahlt das Volk der kurdischen Gebiete.“
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Beihilfe zum Mord an mindestens 170.000 Menschen
Ex-SS-Wachmann erwarten Prozesskosten in sechsstelliger Höhe
Bielefeld (ots) – Der ehemalige SS-Wachmann Reinhold Hanning aus Lage (Kreis Lippe) könnte Prozesskosten im unteren sechstelligen Bereich zu tragen haben, wenn das Urteil gegen den 94-Jährigen ehemaligen SS-Unterscharführer rechtskräftig wird, schätzt der Detmolder Oberstaatsanwalt Ralf Vetter.
Das berichtet die in Bielefeld erscheinende Neue Westfälische. Hanning war vom Landgericht Detmold zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren wegen der Beihilfe zum Mord an mindestens 170.000 Menschen im Konzentrationslager Auschwitz verurteilt worden. Der Oberstaatsanwalt geht davon aus, dass die Kosten für die Anmietung der Verhandlungsräume in der Industrie- und Handelskammer Detmold nicht in Rechnung gestellt werden.
Das Gleiche könnte auch die zusätzlich angeforderten Polizeikräfte und die Reiterstaffel gelten. „Wir haben eine Vereinbarung mit der Polizei, uns gegenseitig keine Kosten in Rechnung zu stellen“, sagte Vetter. Anders könnte es mit den Kosten der Verfahrensbeteiligten aussehen. Hier könnte Hanning durchaus für die Reisekosten der Zeugen, deren Verdienstausfall und mögliche Übernachtungskosten aufkommen müssen. Auch die Kosten für die Anwälte der Nebenkläger könnte der 94-Jährige bezahlen müssen, auch wenn die Staatskasse hier erst einmal in Vorleistung getreten ist.
Album Release
Sting veröffentlicht neues Album „57th & 9th“ am 11. November
Berlin (ots) – Am 11. November veröffentlicht Sting sein neues Album „57th & 9th“, das erste Rock-Pop-Album seit über einem Jahrzehnt. Das Album kann ab sofort vorbestellt werden. „57th & 9th“ vereint insgesamt 10 neue Songs, mit denen Sting eindrucksvoll unterstreicht, wie vielfältig seine Einflüsse als Songwriter und Musiker sind:
Während ein Stück wie das wilde „Petrol Head“ eher an „Mad Max“ erinnert, geht „Pretty Young Soldier“ in Richtung klassisches Folk-Songwriting mit klarem Storytelling-Fokus. Unglaublich treibend hingegen und so tanzbar wie selten präsentiert sich der Sänger auf der ersten Single „I Can’t Stop Thinking About You“, mit der Sting abermals belegt, wie wichtig sein Einfluss auf das aktuelle Popgeschehen ist.
Das Album wurde gemeinsam mit Stings langjährigen Mitstreitern Dominic Miller (Gitarre) und Vinnie Colaiuta (Schlagzeug) sowie Studiogästen wie Schlagzeuger Josh Freese (Nine Inch Nails, Guns n‘ Roses), Gitarrist Lyle Workman und der Tex-Mex Band The Last Bandoleros aufgenommen. Produziert wurde es von Martin Kierszenbaum. „Es entstand alles sehr schnell, sehr spontan“, erzählt Sting. „Meine Idee ist es, immer die Leute mit denen ich arbeite und mich selbst zu überraschen – und hoffentlich auch die Zuhörer.“
Die erste Single „I Can’t Stop Thinking About You“ feierte jetzt Premiere und ist ab sofort als Download erhältlich.
Der Titel des Albums bezieht sich auf jene Kreuzung in Manhattan, die Sting jeden Tag überqueren musste auf dem Weg zum Studio in Hell’s Kitchen (einem Teil von Midtown), wo der Longplayer aufgenommen wurde. Letztlich seien Themen wie Reisen und Fortbewegung die wichtigsten inhaltlichen Fäden von „57th & 9th“, so der Kommentar von Sting, der sich damit vor allem auf das autobiografische „Heading South On The Great North Road“ und „Inshallah“ bezieht. Auf letzterem Track betrachtet er die aktuelle Flüchtlingskrise aus humanitärer Sicht. „Es geht um die Suche und das Reisen, den Weg ins Unbekannte und Ungewisse“ und fügt hinzu: „Letztendlich ist das Album sehr energisch und laut, aber auch sehr gedankenvoll.“
57th & 9th ALBUM TRACKLISTING:
Standard:
I Can’t Stop Thinking About You
50,000 Down,
Down, Down
One Fine Day
Pretty Young Soldier
Petrol Head
Heading South On The Great North Road
If You Can’t Love Me
Inshallah
The Empty Chair
Hier kann man in einen Audio-Teaser hineinhören, der Stings außergewöhnliche Karriere widerspiegelt inkl. Hörprobe zu „I Can’t Stop Thinking About You“ Einen ersten Vorgeschmack gibt es mit diesem Trailer: http://ots.de/Elnda

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