Turkish Stream
Russland: Gazprom-Delegation will in der Türkei über Großprojekte und Preisnachlässe reden

Ankara (nex) – Das Projekt Turkish Stream, in der Zeit nach dem dubiosen Abschuss der russischen Su-24-Maschine an der türkisch-syrischen Grenze im November des Vorjahres auf Eis gelegt, nimmt wieder an Fahrt auf. Am Mittwoch soll der Vorstandschef des russischen Energieriesen Gazprom, Alexej Miller, zusammen mit einer Delegation in die Türkei kommen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Dies bestätigte sein Stellvertreter Alexandr Medwedew gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Die Delegation rund um Alexej Miller soll mit Entscheidungsträgern der türkischen Botaş zusammentreffen, um dort die künftigen Eckpunkte des Projekts zu besprechen. Auch mögliche Preisnachlässe beim Gasimport aus der Russischen Föderation könnten Gegenstand der Erörterung sein.

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Bibelausgabe sichergestellt
Kappadokien: Bibelausgabe aus dem 11. Jahrhundert vor Schmugglern gerettet

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Aksaray (nex) – Die Polizei in der zentraltürkischen Stadt Aksaray hat eine altertümliche Bibelausgabe sichergestellt, die im 11. Jahrhundert angefertigt worden sein soll. Zwei mutmaßliche Antiquitätenschmuggler sollen versucht haben, diese auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Offizielle des örtlichen Museums prüfen derzeit, ob es sich bei der Bibel mit Darstellungen von Jesus Christus und von Kreuzen im Inneren tatsächlich um eine authentische Ausgabe aus der damaligen Zeit handelt. Die Bibel wurde auf Gazellenhaut geschrieben, wurde beschädigt und weist nur noch 20 Seiten auf, die bis heute vorhanden blieben. Es ist bis dato unbekannt, wie die Verdächtigen, die durch die Polizei infolge eines Hinweises auf ein bevorstehendes Treffen mit Kaufinteressenten gefasst werden konnten, in den Besitz des Werks kamen. Aksaray gehörte zu den bedeutsamsten Städten der antiken Region Kappadokien, die insbesondere während der Ikonoklastischen Periode eine größere christliche Siedlung beherbergte. Die Gemeinde wuchs auch noch lange Zeit nach dem Beginn der muslimischen Herrschaft über die Region im 11. Jahrhundert.

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Leipzig
Leipzig: Anschlag auf Büro von Armenien-Resolution-Gegnerin Kudla

Leipzig (nex) – Am vergangenen Wochenende verübten mutmaßliche Linksextremisten mittels einer schwarzen Flüssigkeit, bei der es sich Medienberichten zufolge um Bitumen handeln soll, einen Anschlag auf das Wahlkreisbüro der Leipziger Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla (CDU). Dabei wurden Teile des Büros und des darin befindlichen Mobiliars so stark beschädigt, dass eine grundlegende Renovierung erforderlich ist. Die Tat steht offenbar auch im Zusammenhang mit dem Abstimmungsverhalten der Abgeordneten, die es beim Votum über die umstrittene „Armenier-Resolution“ des Deutschen Bundestages am 2. Juni des Jahres als Einzige gewagt hatte, gegen diese zu stimmen. In der Resolution wurden die Ereignisse von 1915/16 rund um die Vertreibung armenischer Bevölkerungsteile aus dem Osmanischen Reich als „Völkermord“ qualifiziert. In einem Bekennerschreiben, das auf dem linksextremen Portal „indymedia“ veröffentlicht wurde, wurde der erstmals 2009 in den Bundestag gewählten Politikerin vorgeworfen, für die jüngste Asylrechtsverschärfung und strengere Regelungen im Bereich Hartz IV gestimmt zu haben, aber auch ihr Votum zur Armenier-Resolution wurde erwähnt. Sie habe, so die Linksextremen, gegen die Armenienresolution gestimmt, um „den dreckigen Flüchtlingsdeal zwischen der EU und der Türkei nicht zu gefährden“. Im Laufe der letzten Wochen hatte es bereits mehrere politisch motivierte Straftaten aus der extremen Linken in Leipzig gegeben, unter anderem auf Einrichtungen der AfD und auf Baumaschinen, deren Einsatz nach Meinung der Polit-Kriminellen der „Gentrifizierung“ dient. Die Abgeordnete will sich durch den Übergriff nicht einschüchtern lassen. „Dieser Anschlag auf mein eigenes Büro bestätigt meine Haltung, dass von Linksextremismus eine ernsthafte Gefahr für unser Land ausgeht“, erklärte Kudla auf ihrer Webseite. Auch übte sie Kritik an Bundesjustizminister Heiko Maas, der sich vor einer Woche lobend über den Auftritt einer linksextremistischen Musikgruppe auf einem Festival „gegen rechts“ geäußert und nach Meinung von Kritikern deren verfassungsfeindliche Haltung damit verharmlost hatte. „Ich lade Bundesjustizminister Heiko Maas in mein Leipziger Büro ein, sich ein Bild von den Auswirkungen zu machen, anstatt, wie in der vergangenen Woche erneut, linksextremistischen Punkbands für deren Auftritte zu danken und zu loben“, erklärte die Abgeordnete. Kriminalpolizei und Staatsschutz haben einstweilen die Ermittlungen aufgenommen.

Anti-islamischer Rassismus
Restaurantchef droht Muslimin: „Ich werde Rattengift in Ihr Essen reintun“

Dortmund (nex) – Eine Muslimin mit Kopftuch besuchte am vergangenen Sonntag das Restaurant „Le Cénacle“ in Paris, wurde jedoch vom Koch gezwungen, dieses wieder zu verlassen, der sie als Terroristin bezeichnete. Er bedrohte die Frau mit den Worten: „Ich werde Rattengift in Ihr Essen reintun.“ Ein Video von dem Zwischenfall, das andere Kunden im Restaurant aufgezeichnet hatten, wurde in den sozialen Medien veröffentlicht. Darauf ist zu hören, wie der Koch sagt: „Muslime können in diesem Restaurant nicht essen“ und weitere Drohungen ausspricht wie: „Ich werde Rattengift in Ihr Essen reintun, wenn Sie weiterhin in dieses Restaurant kommen.“ Die Frau erwidert darauf: „Wir möchten nicht von Rassisten bedient werden.“ Restaurantbesitzer: „Rassisten wie ich töten keine guten Menschen.“ Frau: „Haben wir hier eine Bombe gelegt?“ Mann: „Madame, Terroristen sind Muslime, und Muslime sind Terroristen. Analysieren Sie meine Worte und Sie werden sehen, dass ich recht habe.“ Frau: „Ich muss keinen Unsinn analysieren.“ Mann: „Ich lebe in einem laizistischen Staat, und das ist meine Meinung.“ Frau: „Wir haben dasselbe Recht wie Sie auf eine Meinung.“ Mann: „Ich möchte keine Leute wie Sie hier haben. Punkt.“ Frau: „Okay.“ Mann: „Sie haben verstanden?“ Frau: „Ja, das habe ich.“ Mann: „Es sieht nicht danach aus. Raus mit Ihnen!“ Frau: „Aber es ist wichtig, hier anzugeben, dass Sie keine Muslime haben wollen. Hätten wir das gewusst, wären wir nicht hergekommen.“ Mann: „Jetzt wissen Sie es, gehen Sie.“ Frau. „Okay, wir gehen schon, keine Sorge.“ Dann tätigt die Frau einen Anruf. Frau (weinend): „Okay, ruf die Polizei. Komm bitte nicht allein.“ In Frankreich hat die Islamophobie einen historischen Höhepunkt erreicht. Debatten darüber wurden nach der Veröffentlichung von Fotos im Internet noch angefeuert, auf denen eine von vier männlichen Polizisten umringte Frau zu sehen ist, die sie zwingen, ihren Burkini an einem Strand in Nizza auszuziehen. Nizza ist eine der Städte in Frankreich, in denen das Burkiniverbot galt, bevor der Staatsrat dieses kippte. Die Küstenstadt ist seit dem tödlichen Terroranschlag des IS (Daesh) vom 14. Juli, einem Nationalfeiertag in Frankreich, in höchster Alarmbereitschaft.

Militäroperation Schutzschild Euphrat
Türkei: Erdogan-Obama-Treffen am Sonntag

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Dortmund (nex) – Wie das Weiße Haus am gestrigen Montag mitteilte, werden US-Präsident Barack Obama und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan diese Woche zusammentreffen. Das Treffen wird von den Spannungen wegen der andauernden türkischen Militäroperation Schutzschild Euphrat begleitet werden. Das Treffen am kommenden Sonntag werde vor dem G20-Gipfel in China stattfinden, ließ Obamas stellvertretender Sicherheitsberater Ben Rhodes die Journalisten im Weißen Haus wissen. „Präsident Obama möchte offen die Situation in der Türkei seit dem Putschversuch, unseren Anti-IS-Kampf, unsere Bemühungen, mehr Stabilität in Syrien zu fördern und Maßnahmen wegen der Flüchtlingskrise erörtern“, so Rhodes weiter. Es wird die erste Zusammenkunft zwischen Obama und Erdogan seit dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli sein.   Die USA haben die Türkei eindringlich dazu aufgerufen, ihren Einsatz in Syrien auf den IS (Daesh) zu konzentrieren. Die Türkei vermeidet die Zusammenarbeit mit den von der YPG geführten Demokratischen Kräften Syriens, dem Hauptpartner der USA in Syrien, da sie die YPG als einen Ableger der verbotenen PKK betrachtet, die auch von den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft wird. Ankara besteht darauf, dass die YPG sich unverzüglich auf das Ostufer des Euphrat zurückzieht und hat sie im Zuge der Militäroperation südlich von Dscharablus angegriffen.

Regelsatzerhöhung
Deutsches Kinderhilfswerk: Alle Kinder brauchen eine Erhöhung des Hartz IV-Regelsatzes

Berlin (ots) – Die nach Medienberichten geplante teilweise Regelsatzerhöhung für Kinder im Hartz IV-Bezug ist nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ein Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig kritisiert der Verband die geplante Nullrunde für Kinder bis zu sechs Jahren als völlig indiskutabel. „Die geplante Regelsatzerhöhung für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren um 21 Euro ist seit langem überfällig. Damit nähert sich der Regelsatz für diese Altersgruppe langsam einem Wert, der diese Kinder aus der Armut führt. Gleichzeitig ist die geplante Nullrunde für Kinder bis zu sechs Jahren indiskutabel und ein gesellschaftspolitischer Skandal. Auch die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft brauchen dringend höhere Regelsätze. Und die geplante Erhöhung für Jugendliche um fünf Euro ist ein schlechter Witz. Auch diese Altersgruppe braucht eine kräftige Regelsatzerhöhung, um der Armut zu entkommen“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. Um die Kinderarmut in Deutschland zu bekämpfen und die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern, fordert das Deutsche Kinderhilfswerk umfassende Reformen der Sozialgesetze. Dabei sollten neben den Regelsätzen, Bildungsgerechtigkeit und die Möglichkeiten des gesunden Aufwachsens im Mittelpunkt der Reformen stehen. Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit für Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Hier brauchen wir endlich ein Bundesweites Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut. Kinderarmut wirkt sich in vielen Bereichen des Alltags aus. Ein Bundesweites Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut muss dementsprechend interdisziplinär an verschiedensten Stellen ansetzen. Das fängt an bei der Beschäftigungspolitik, damit Eltern durch eigene Erwerbstätigkeit sich und ihren Kindern eine ausreichende finanzielle Lebensgrundlage bieten können. Bund, Länder und Kommunen müssen zudem gemeinsam dafür sorgen, dass Einrichtungen für Kinder und Jugendliche so ausgestattet werden, dass sie deren Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten adäquat fördern können. Ein gesundes Aufwachsen sollte für alle Kinder, unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern, ebenso eine Selbstverständlichkeit sein. Mit Bildung stärken wir die Kinder als Subjekte und ermöglichen es ihnen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nicht in Resignation zu versinken. Deutschland darf bei der sozialen Gerechtigkeit nicht im Mittelmaß stecken bleiben

„One Belt, One Road“
Chinesischer Botschafter: „Die Türkei ist ein Wirtschaftswunder“

Ankara (nex) – Der chinesische Botschafter in Ankara, Yu Hongyang, sprach mit Daily Sabah über den G20-Gipfel, der am 4. und 5. September in Hangzhou stattfinden soll. Hongyang erklärte, dass der Gipfel neue Hoffnung für die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die globale ökonomische Verwaltung bringen werde. Er erwarte starke Botschaften hinsichtlich der wirtschaftlichen Kooperation, Expansion und Solidarität gegen globale Wirtschaftskrisen. Hongyang, der auch über das neue Mega-Seidenstraßenprojekt „One Belt, One Road“ sprach, teilte mit, dass die Türkei und China sich politisch für das Projekt einsetzten und dieses Fortschritte mache. Der Botschafter, der von 2003 bis 2006 als chinesischer Generalkonsul in Istanbul gedient hatte, wies darauf hin, dass die Türkei ihr Exportvolumen von 47 Milliarden im Jahr 2003 auf 143,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 gesteigert habe, während die Einnahmen aus dem Tourismus von 14 Milliarden US-Dollar im Jahr 2003 auf 31,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 angestiegen seien. Somit sei die Türkei ein Wirtschaftswunder im Nahen Osten, schloss er. In den vergangenen Jahren gebe es dank der Bemühungen beider Länder stabile Entwicklungen in den bilateralen Beziehungen, erklärte Hongyang. Seit China und die Türkei im Jahr 2010 eine strategische Partnerschaft eingegangen seien, hätten hochrangige Besuche zugenommen, während das gegenseitige politische Vertrauen sich konstant entwickle. Präsident Erdogan und Jingping seien 2015 zweimal zusammengekommen, was eine wichtige Entwicklung für die bilateralen Beziehungen bedeute. Der Botschafter wies darauf hin, dass China und die Türkei in diesem Jahr das 45-jährige Bestehen des diplomatischen Bündnisses feiern würden. Im Juni sei die gemeinsame Studiengruppe des türkischen Außenministers bereits zum vierten Mal nach Peking gekommen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan werde an dem G20-Gipfel, der im September in Hangzhou ausgerichtet werden soll, teilnehmen. Und es seien weitere hochrangige Treffen zwischen den beiden Ländern geplant, betonte Hongyang. Die bilateralen Beziehungen verbesserten sich seit dem Beginn der Kooperation in regionalen und internationalen Fragen kontinuierlich, so der ehemalige Generalkonsul. Nach Angaben des Statistikinstituts der Türkei habe im vergangenen Jahr das Handelsvolumen zwischen China und der Türkei 27,3 Milliarden US-Dollar erreicht. China sei nach Deutschland der größte Handelspartner der Türkei. Wenn auch die Zahl der Touristen aus China zurückgegangen sei, hätten mehr als 310.000 Chinesen im Jahr 2015 das Land besucht, was im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 57 Prozent bedeute.

Krieg gegen den Terror
Syrien: Dscharablus-Einwohner jubeln nach Befreiung vom IS türkischen Hilfstrucks zu

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Dortmund (nex) – Der türkische Nachrichtensender TRT World strahlte am gestrigen Sonntag ein exklusives Video über die Aktivitäten des Türkischen Roten Kreuzes in der syrischen Stadt Dscharablus aus, die vor Kurzem durch die Freie Syrische Armee mit der Unterstützung der Türkei von der Terrororganisation IS (Daesh) befreit worden war. Ediz Tiyansan, der erste ausländische Journalist, der live von der Stadt berichten konnte, sagte, dass die Einwohner von Dscharablus die Niederlage des IS durch die FSA und die türkischen Streitkräfte gefeiert hätten. „Das war einer der emotionalsten Augenblicke meines Lebens“, sagte der TRT World-Mitarbeiter über seine Ankunft in Dscharablus. „Gleich als wir in der Stadt ankamen, versammelten sich die Menschen, und als sie den Lkw des Roten Halbmondes sahen, fingen sie an zu jubeln.“ Der Journalist befragte die Einwohner zu ihren Erfahrungen unter der Herrschaft des IS (Daesh). „Es war die Hölle“, hätten diese geantwortet. Die Menschen erzählten, es habe keine Lebensmittel und Waren des Alltags gegeben, da der IS (Daesh) regelmäßig das Eigentum der Leute beschlagnahmt habe. „Wir haben etwa 17 Monate Hunger gelitten“, so einer der Einwohner. Zum Einsatz des Türkischen Roten Halbmondes meinte er: „Der Rote Halbmond liefert täglich 5.000 Mahlzeiten. Ich habe von lokalen Verantwortlichen gehört, dass die Lieferungen so lange weitergehen würden, wie der Bedarf bestehen werde.“ TRT berichtete, dass die Kämpfer der FSA noch immer auf der Hut vor möglichen Schläferzellen des IS seien, die sich unter den Zivilisten versteckt haben könnten. Tisanyan fokussiert mit seiner Kamera den Hauptplatz der Stadt und erzählt, dass dieser vor gerade einmal einer Woche als Bühne für die brutalen Enthauptungen und Foltern gedient habe. „Die Einwohner mussten dabei zusehen“, so der Journalist. Wie ein hochrangiger Vertreter der türkischen Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement (AFAD) mitteilte, leiste auch diese Organisation seit der Befreiung der Stadt vom IS (Daesh) humanitäre Arbeit. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu am gestrigen Sonntag erklärte der stellvertretende AFAD-Chef Mehmet Halis Bilden, dass die Behörde seit dem Beginn der türkischen Militäroperation Schutzschild Euphrat ihr Bestes tue, um den Einwohnern von Dscharablus humanitäre Hilfe zukommen zu lassen. „Wir koordinieren die Hilfe an der Grenze zwischen Karkamis in der Türkei und Dscharablus“, so Bilden. „Wir haben Zelte aufgestellt, in denen 1.000 Menschen Platz finden. Und wir sind auf eine mögliche Flüchtlingswelle [aus der Stadt] vorbereitet.“        

Terroranschlag im Jemen
Autobombenanschlag: Selbstmordattentäter reißt über 45 Menschen mit in den Tod

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Dortmund (nex) – Bei einem Anschlag mit einer Autobombe wurden nach Angaben der Ärzte ohne Grenzen am heutigen Montagmorgen in der südjemenitischen Stadt Aden mindestens 45 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt. Ersten Meldungen zufolge raste der Attentäter mit seinem sprengsatzbeladenen Fahrzeug in ein Gebäude der regierungstreuen Streitkräfte in Nordaden. Die Organisation twitterte von einem ihrer Social-Media-Accounts aus: „@MSF Hospital in Aden nahm 45 Tote und mindestens 60 Verletzte wegen Explosion am Morgen des #29Aug auf #Yemen“ Die Terrororganisation IS (Daesh) bekannte sich sofort zu dem Anschlag Die Nachrichtenagentur Amak, das Sprachrohr des IS, zitierte aus einem Statement der Terrormiliz, dass bei dem Anschlag 60 Menschen getötet worden seien. Der Jemen befindet sich seit 2014 in einem Bürgerkrieg. Damals hatten Huthi-Rebellen die Hauptstadt Sanaa sowie einige Provinzen überrannt und die Regierung des Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi zur Flucht nach Saudi-Arabien gezwungen.    

Kampf gegen den Terror
Türkischer Außenminister: Wir werden PYD bis zu ihrem Rückzug angreifen

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Ankara (nex) – Die Türkei wird den bewaffneten Arm des syrischen PKK-Ablegers PYD unter Beschuss nehmen, bis sich dieser auf die östliche Seite des Euphrats zurückgezogen hat. Dies erklärte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Montag in Ankara während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem niederländischen Amtskollegen Bert Koenders. „Sie haben sich so früh wie möglich auf die Ostseite des Euphrats zurückzuziehen, wie sie es angekündigt und wie die USA es versprochen hatten“, erklärte der Minister. Die PYD ist der syrische Ableger der PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation eingestuft wird. Diese hat im Juli des Vorjahres ihren bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen. Seit dieser Zeit starben mehr als 600 Sicherheitsbeamte und mehr als 7000 PKK-Terroristen. Die am Mittwoch begonnene Operation „Schild des Euphrats“ verfolgt das Ziel, die Sicherheit zu verbessern, die Koalitionskräfte zu stärken und die Terrorgefahr entlang der türkischen Grenze durch Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zu bekämpfen, die durch türkische Waffen, Artillerie und Kampfjets unterstützt wird. Çavuşoğlu machte deutlich, es gehe darum, in der Region „Daesh zu eliminieren“. „Man hat gesehen, dass eine kleine Truppe ausreichte, um die Daesh-Terroristen in die Flucht zu schlagen“, merkte der Minister an. Er sagte auch, es wäre nicht möglich, die Terrorgruppe allein durch Luftschläge zu besiegen. „Wir können Daesh durch effektive Operationen zu Lande aus dem Irak und Syrien vertreiben“, ist sich Çavuşoğlu sicher. „Davon abgesehen, dass 65 Länder in der Koalition sind, würde es ausreichen, wenn nur fünf oder sechs Länder in dieser Angelegenheit zusammenarbeiten, und es hätte weder im Irak noch in Syrien eine Terrorgruppe wie Daesh gegeben.“ Der Minister wies darauf hin, dass in der syrischen Stadt Manbidsch Araber die Mehrheit stellen und sich die Bewohner der von der türkischen Armee unterstützten Operation angeschlossen hätten. „Wir sollten jenen Bewohnern, die dort gewohnt hatten, die Rückkehr in ihre Heimat ermöglichen“, gab Çavuşoğlu zu bedenken. „Aber das ist nicht das Ziel der YPG.“ Die YPG betreibe „ethnische Säuberungen“ gegenüber allen, inklusive Kurden, „die nicht denken wie sie“.  

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