Berlin
Kinderehen: Verbot noch in diesem Jahr
Düsseldorf (ots) – Noch in diesem Jahr sollen Kinderehen in Deutschland verboten werden. Darauf haben sich nach Informationen der „Rheinischen Post“ unter Berufung auf Koalitionskreise die Fraktionsführungen von Union und SPD verständigt.
Danach wollen die Fraktionen nicht die Ergebnisse einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe abwarten und danach erst in die Gesetzgebung einsteigen, sondern bereits parallel einen Verbotsentwurf erarbeiten, um dann schneller beschließen zu können.
Das Justizministerium soll dazu Formulierungshilfen liefern. Zuvor hatte Justizminister Heiko Maas (SPD) die Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Ländern und Bundesministerien einberufen. Damit reagiert die Koalition auf die vermehrte Zahl von Ehen mit Minderjährigen unter Flüchtlingen in Deutschland.
Automobilindustrie
Türkei: Automobil-Exporte in den ersten acht Monaten um fast 1,6 Milliarden US-Dollar angestiegen
Istanbul (nex) – Die Automobilexporte aus der Türkei sind nach Daten der Vereinigung Türkischer Exporteure (TIM), die die Nachrichtenagentur Anadolu zusammengestellt hat, in den ersten acht Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,23 Prozent gestiegen.
Somit sind sie laut TIM von Januar bis August auf 15,14 Milliarden US-Dollar gestiegen. Im Vorjahreszeitraum betrugen sie 13,49 Milliarden US-Dollar. Wie aus den Daten zu ersehen ist, war der Exportwert des Monats August der zweithöchste in diesem Jahr mit einer Zunahme um 23,39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Exportwert von Autos stieg von 1,36 Milliarden US-Dollar im August 2015 auf 1,68 Milliarden US-Dollar im August dieses Jahres an. In den ersten acht Monaten des Jahres 2016 erreichten die Automobilexporte mit 17 Prozent den größten Anteil an den Gesamtausfuhren der Türkei, die um 2,9 Prozent auf 85,2 Milliarden US-Dollar angestiegen sind.
Gleich danach folgen der Konfektions- und der Chemiesektor (13,6 und 10,8 Prozent), ist den TIM-Daten zu entnehmen. Des Weiteren wird angegeben, dass der Automobilsektor des Landes in den ersten acht Monaten des Jahres Exporte in 12 Freihandelszonen sowie 184 Länder und autonome Regionen getätigt hat.
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Unfall in Moskau
Anschlagsversuch auf Putin? – Chauffeur stirbt bei Frontalzusammenstoß
Dortmund (nex) – Russischen Medienberichten zufolge war der Dienstwagen des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin, ein schwarzer BMW, in einen Frontalzusammenstoß verwickelt, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Putin habe sich jedoch nicht in dem Auto befunden, das von einem anderen, von der Gegenfahrbahn abgekommenen Fahrzeug mit voller Wucht getroffen wurde.
Bilder vom Kutusow-Prospekt, einer Hauptstraße in Moskau, die zugleich der Anfangsabschnitt einer Fernstraße ist, zeigen, wie der Mercedes frontal mit dem BMW des Präsidenten zusammenstößt. Russische Medien berichteten weiter, dass Putins Lieblingschauffeur am Steuer gesessen habe und sofort tot gewesen sei. Der Präsident selbst habe sich jedoch zu dem Zeitpunkt nicht im Auto befunden.
Das Fahrzeug ist offiziell als Eigentum des Rates der Russischen Föderation, des russischen Senats, registriert. Rettungssanitäter vor Ort teilten mit, dass der Präsidentenchauffeur auf der Stelle gestorben sei. Der Fahrer des Mercedes, der alleine unterwegs gewesen und zum Krankenhaus verbracht worden sei, befinde sich in einem kritischen Zustand.
Der Name des toten Chauffeurs sei nicht bekannt. Es wurde jedoch berichtet, dass er über mehr als 40 Jahre Erfahrung als offizieller Fahrer verfügt habe. Die Polizei bestätigte, dass Ermittlungen durchgeführt würden, gab aber keine weiteren Details bekannt. Die Räumungsarbeiten dauerten mehrere Stunden. Es bildete sich ein Riesenstau infolge der Sperrung des Kutusow-Prospekts, so russische Medien weiter.
Bundeswehr in İncirlik
Türkei: Deutschland will trotz Besuchsverbots 58 Millionen Euro in Militärbasis Incirlik investieren
İncirlik: Deutschland will trotz Differenzen 58 Millionen Euro in Militärbasis investieren
Adana (nex) – Ungeachtet der Turbulenzen rund um das Besuchsverbot für deutsche Politiker auf der türkischen Luftwaffenbasis İncirlik will das deutsche Verteidigungsministerium 58 Millionen Euro in die wichtige NATO-Basis im Süden der Türkei investieren. Dies berichtet „Spiegel online“.
Die Basis beherbergt derzeit unter anderem sechs deutsche Tornado-Aufklärungsflugzeuge. Von İncirlik aus operiert die von den USA angeführte Anti-IS-Koalition. Etwa 26 Millionen Euro sollen in den Bau einer neuen Landebahn sowie modernere Unterkünfte für die Soldaten fließen. Weitere 30 Millionen sind für die Modernisierung temporärer Gefechtsstände für Operationen gedacht, die von der Basis aus dirigiert werden sollen.
Trotz der jüngsten Differenzen mit der Türkei will, so das Magazin, Deutschland an der Unterstützung der Anti-IS-Operation festhalten. Die Türkei hat politischen Delegationen aus Deutschland Besuche auf der Basis untersagt, nachdem der Deutsche Bundestag im Juni eine umstrittene Resolution verabschiedet hatte, in der die Ereignisse rund um die Deportation armenischer Bevölkerungsteile im Osmanischen Reich des Jahres 1915 als „Genozid“ bezeichnet wurden.
Am 29. August erklärte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu erneut, dass die Türkei an dieser Regelung festhalten wolle, solange aus Deutschland keine Klarstellung hinsichtlich dieser aus Sicht der Türkei inakzeptablen Darstellung komme. „Wir erlauben es Leuten, die auf unverantwortliche Weise mit der Geschichte spielen, nicht, unsere Sperrgebiete zu betreten“, machte der Minister deutlich.
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Ministerium sucht Makler
NRW will sieben Polizeihubschrauber verkaufen
Ministerium sucht Makler – Land kauft sechs neue Airbus-Helikopter
Osnabrück (ots) – Das Land Nordrhein-Westfalen will sieben Polizeihubschrauber verkaufen. Das bestätigte das Innenministerium in Düsseldorf der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Per Ausschreibung sucht die Landesregierung derzeit einen Makler, der den Verkauf bis spätestens zum 30. September 2017 abwickeln soll. Zum erhofften Preis wollte ein Behördensprecher keine Angaben machen.
Hintergrund der Ausschreibung ist laut „NOZ“ der Kauf von sechs neuen Hubschraubern, die Stück für Stück der Polizeifliegerstaffel übergeben werden sollen.
Den ersten Airbus-Helikopter vom Typ H 145 will Innenminister Ralf Jäger (SPD) an diesem Mittwoch in Düsseldorf übergeben.
(Symbolfoto: Wikimedia)
(Symbolfoto: Wikimedia)
Hilfsgüter für Gaza
Türkisches Schiff mit weiteren 2.500 Tonnen Hilfsgütern für Gaza in Israel eingetroffen
Dortmund (nex) – Ein zweites mit humanitären Hilfsgütern für den blockierten Gazastreifen beladenes Schiff ist am vergangenen Montag in der israelischen Hafenstadt Aschdod eingetroffen.
Das Schiff hatte mit etwa 2.500 Tonnen Hilfsgütern am vergangenen Freitag vom südtürkischen Hafen Mersin abgelegt und wurde vom Geschäftsträger in Tel Aviv, Cem Utkan, gemeinsam mit verschiedenen türkischen Wohltätigkeitsorganisationen empfangen.
Die Hilfslieferung, die am vergangenen Montag in der israelischen Hafenstadt ankam, enthält Lebensmittel und Kleidung wie auch 1.000 Fahrräder für die Kinder in Gaza und 100 Rollstühle für Behinderte. Es wird erwartet, dass die Waren mit Lkw von Aschdod nach Gaza gebracht und vor dem Opferfest, das am 12. September beginnt, verteilt werden. Die neuen Hilfslieferungen aus der Türkei für Gaza kommen im Rahmen eines in diesem Sommer unterzeichneten Abkommens zwischen der Türkei und Israel zustande, in dem beide der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen nach einer sechsjährigen Eiszeit zustimmen.
Nach Angaben türkischer Regierungsvertreter hat Tel Aviv alle Vorbedingungen der Türkei zur Normalisierung der Beziehungen erfüllt, die nach dem Zwischenfall, bei dem israelische Sicherheitskräfte das türkische Schiff Mavi Marmara in internationalen Gewässern gestürmt hatten, abgebrochen wurden. Bei dem Angriff wurden neun türkische Aktivisten getötet und weitere 30 verletzt, von denen einer nach fast vier Jahren seinen Verletzungen erlag.
Es ist bereits das zweite Schiff aus der Türkei. Im Juli hatte die türkische Regierung bereits „Lady Leyla“ mit Hilfsgütern für die Menschen im Gazastreifen nach Aschdod gesendet.
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EU-Beitrittsprozess
„Türken glauben nicht mehr an die EU“
Çavuşoğlu in Laibach: „Türken haben Vertrauen in die EU verloren“
Laibach (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat am Dienstag in der slowenischen Hauptstadt Laibach deutlich gemacht, dass es an der EU liege, in der türkischen Bevölkerung den verlorengegangenen Enthusiasmus für den Beitrittsprozess wiederzubeleben.
„Ich sollte offen reden: Leider glauben die Türken nicht mehr an die EU. Es mangelt an Vertrauen“, äußerte der Minister auf einem Staatsbesuch gegenüber Journalisten. Sowohl verfehlte Politik vonseiten der EU als auch fehlende Unterstützung der Türkei im Zusammenhang mit dem Putschversuch vom 15. Juli hätten innerhalb der türkischen Bevölkerung massive Zweifel an der EU genährt.
„Die Unterstützung des türkischen Volkes für eine EU-Mitgliedschaft ist insbesondere seit dem Putschversuch vom 15. Juli zurückgegangen. Wir wollen das nun ausbalancieren“, erklärte Çavuşoğlu. Der Minister rief die EU dazu auf, „positive Botschaften“ und „ausgewogenere und empathischere Herangehensweisen“ zu entwickeln, um die Türken davon zu überzeugen, dass ein EU-Beitritt, wie ihn die Türkei seit 1987 anstrebt, tatsächlich Nutzen für das Land bringe.
Çavuşoğlu kritisierte auch den schleppenden Prozess zur Schaffung der Visafreiheit für türkische Staatsangehörige, die Ankara von Brüssel im November des Vorjahres im Wege des bilateralen Flüchtlingsdeals in Aussicht gestellt worden war. „Die Türkei hat alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt und unsere Bürger verdienen jetzt diese Visaliberalisierung“, erklärte der Minister.
„Jedenfalls reflektiert der Deal nicht die Realitäten der heutigen Zeit.“
Wahlen 2017
Innenexperte Bosbach zur AfD: „Ausgrenzen nicht die richtige Strategie“
Bonn, Berlin (ots) – Angesichts der Wahlerfolge der AfD plädiert der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach erneut für einen anderen Umgang mit der rechtspopulistischen Partei. „Wir müssen die AfD dringend als politische Konkurrenz ernst nehmen und uns mit den Motiven der Wähler auseinander setzen“, sagte der Politiker in der phoenix-Sendung „Im Dialog“ (Ausstrahlung: Freitag, 9. September 2016, 22.30 Uhr). „Mit Dämonisierung werden wir die AfD politisch nicht margnisalisieren.“
Vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Frühjahr seien große Fehler begangen worden. „Wenn man sie nicht in Fernsehstudios lässt oder ihnen untersagt, an Debatten teilzunehmen, gibt man ihnen noch einen Märtyrer-Status. Ausgrenzen ist nicht die richtige Strategie.“
Diese Vorgehensweise erwecke nur den Anschein, die etablierten Parteien würden sich scheuen, mit den Repräsentanten der AfD zu diskutieren oder fürchteten sich davor, dabei den Kürzeren zu ziehen. „Wer gute Argumente hat, muss doch keine Angst haben vor einer inhaltlichen Auseinandersetzung“, betonte Bosbach.
Digital
Das Selfie der Zukunft: Bodyscanner zur lebensechten dreidimensionalen Erfassung
Wiesbaden/Dresden (ots) – Wie erstellt man sein persönliches Ebenbild, lebensecht und zum Anfassen? Das Selfie der Zukunft wird mit der 3D-Scantechnik von VITRONIC schon heute Realität. Der Wiesbadener Bildverarbeitungsspezialist bietet mit dem VITUS Bodyscanner eine praktikable Lösung, mit der farbige und maßstabgetreue Scans vom menschlichen Körper innerhalb weniger Sekunden erzeugt werden können. Genutzt werden diese Scandaten für zahlreiche Anwendungen, der Berliner 3D-Figurenhersteller 3DyourBody etwa fertigt für seine Kunden 3D-Miniaturen, aus dem 3D-Drucker.
„Der Vorteil der VITUS Bodyscanner ist die schnelle und präzise Erfassung der 3D-Daten. Die Kunden können nach einem kurzen Scanvorgang ihren digitalen Zwilling direkt am Bildschirm anschauen“, erklärt Viet Hoang, einer der drei Geschäftsführer der 3DyourBody GmbH. Die 3D-Figur wird anschließend aus einer Polymer-Gipsmischung im 3D-Druckverfahren hergestellt und steht zur Abholung im Shop bereit. Alternativ können diese auch versendet werden.
Seit Anfang September können sich Kunden auch in Rostock und in Dresden scannen lassen. Am 1.9. hat 3DyourBody einen neuen Standort in Rostock, Lange Straße 12, eröffnet. In Dresden öffnet der neue Shop heute seine Pforten, in der zentral gelegenen St. Petersburger Straße 30. Für beide Standorte bietet 3DyourBody bis zum 30.9.2016 einen Willkommens-Rabatt von 20 Prozent.
Türkische Außenwirtschaft
Südafrika und Türkei planen Intensivierung wirtschaftlicher Zusammenarbeit
Johannesburg (nex) – Der Schatzmeister des in Südafrika regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), Zweli Mkhize, erklärte am Montag, der Handel und die bilateralen Beziehungen zwischen der Kaprepublik und der Türkei sollten vertieft werden. Beide Länder hätten vieles gemeinsam und sollten hinsichtlich ihrer Entwicklung zusammenarbeiten.
Mkhize sprach anlässlich der Gründung des ersten Stützpunktes der Vereinigung Unabhängiger Industrieller und Geschäftsleute der Türkei (MÜSIAD) in Südafrika. Die türkische NGO hilft türkischen und ausländischen Geschäftsleuten bei der Abwicklung ihrer grenzüberschreitenden Geschäfte. Die meisten ihrer Mitglieder sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Der 1990 gegründete Verband zählt heute mehr als 11 000 Mitglieder aus mehreren Branchen und unterhält Stützpunkte in 65 Ländern.
„Die Türkei und Südafrika sitzen im gleichen Boot“, betonte der stellvertretende Vorsitzende der in der Türkei regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), Saban Disli, in seiner Rede im Rahmen der Veranstaltung. „Wenn Südafrika in Turbulenzen gerät, trifft es auch uns.“ Südafrika, das fast 20 Prozent zum BIP des gesamten afrikanischen Kontinents beisteuert, sollte zu einer Drehscheibe für türkische Unternehmen werden, betonte Disli.
Als Schwellenländer seien beide Risiken wie Marktturbulenzen infolge von Wertschwankungen ihrer Währungen ausgesetzt. Dem südafrikanischen Außenminister zufolge betrug das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern zuletzt 1,4 Mrd. US-Dollar. Dabei exportierte die Türkei Waren und Dienstleistungen im Wert von 489 Millionen US-Dollar, während das Land aus der Kaprepublik Leistungen im Gesamtwert von 918,5 Millionen importierte. Derzeit operieren etwa 70 türkische Unternehmen in Südafrika. Der Umfang ihrer Investitionen liegt bei mehr als 500 Millionen US-Dollar.

